-
Vorrichtung zum Reinigen der Elektroden von Zündkerzen Es sind bereits
Vorrichtungen zum Reinigen der Elektroden von Zündkerzen bekannt, bei denen in der
Mitte eines kappenartigen Gehäuses ein ringförmiges, aufgerauhtes, zwischen die
Elektroden eintretendes Röhrchen und im Innern des Gehäuses Drahtbürsten angeordnet
sind, die beim Aufsetzen der Reinigungsvorrichtung auf die Kerze zwischen die Elektroden
treten und deren Reinigung in Verbindung mit dem Röhrchen durch das nachfolgende
Verdrehen des Gehäuses bewirken. Diese Reinigungsvorrichtung besaß außerhalb des
Gehäuses ein als Lehre für die Elektroden der Zündkerzen dienendes Röhrchen. Die
Ausrichtung der Elektroden mußte durch ein von der gesamten Vorrichtung unabhängiges
Werkzeug vorgenommen werden.
-
Gemäß der Erfindung ist der zwischen die Elektroden einzuführende,
den Schmutzüberzug der Elektroden zum mindesten an den Begrenzungsflächen und -kanten
der Funkenstrecke beseitigende Reinigungsteil zugleich als Lehre ausgebildet, gegen
die die geerdeten Elektroden bei fortgesetzter Reinigungsbewegung mittels eines
Preßteiles gedrückt werden.
-
Es findet also unmittelbar nach der Reinigungsbewegung die Herstellung
des richtigen Elektrodenabstandes statt. Dieses und weitere Merkmale gehen an Hand
der Zeichnung aus der nachfolgenden Beschreibung hervor. Es zeigen: Fig. i und 2
perspektivische Ansichten der Vorrichtung gemäß der Erfindung zur Anwendung sowohl
für Zündkerzen mit zwischen einer zentralen zylindrischen Elektrode und einer oder
mehreren geerdeten Elektroden radial angeordneten Funkenstrecken als auch für Zündkerzen
mit axial gerichteten Funkenstrecken, -Fig. 3 die an einer Zündkerze mit axial gerichteten
Funkenstrecken angebrachte Vorrichtung, Fig. q. die an einer Zündkerze mit radial
gerichteten Funkenstrecken angebrachte Vorrichtung, Fig. g Einzelheiten einer geänderten
Ausführungsform der Vorrichtung.
-
Die in den Fig. i bis q. dargestellte Vorrichtung besteht aus einem
kappenähnlichen Teil io, der mit Innengewinde ii versehen ist, das dem Gewinde der
Zündkerze zur Befestigung im Zylinderkopf entspricht. Die Außenfläche der Kappe
io kann mit einer Rändelung o. dgl. iz versehen sein, um die Handhabung der Vorrichtung
zu erleichtern.
-
Innerhalb des Hohlraums 13 der Kappe io ist ein zur Reinigung und
als Lehre dienender
röhrenförmiger Teil i4. angeordnet, der in irgendeiner
beliebigen Weise geformt sein kann und in der dargestellten Ausführungsform aus
einem gebogenen Stahlplattenstreifen von einer Dicke besteht, die der richtigen
Größe der Funkenstrecke zwischen den geerdeten Elektroden und der zentralen Elektrode
der Zündkerze entspricht. Der röhrenförmige Teil 14 ragt etwas über den Rand des
Hohlraums 13 hervor, wie in Fig. 4 dargestellt ist, und kann mit Schab-oder Bürstenteilen
i5 versehen sein.
-
Konzentrisch mit dem röhrenförmigen Teil 14 ist ein konisch vertiefter,
als Preßteil dienender zylindrischer Teil 16 vorgesehen, der eine zylindrische Außenfläche
17 hat. Der Durchmesser des Teiles 16 ist so gewählt, daß er etwas kleiner ist als
die äußere Umfangsgrenze der sich radial erstreckenden Elektrode oder Elektroden
der Kerze.
-
Der Preßteil 16 kann innerhalb der Kappe ia mittels einer Schraube
o. dgl. 18 befestigt. sein. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der röhrenförmige
Teil 14 in eine Aussparung in der Mitte des Teiles 16 gepreßt. Die Teile 14 und
16 können innerhalb der Kappe io so befestigt werden, daß sie auch auf andere Weise
leicht entfernt werden können, damit dieselbe Kappe verschiedene Teile 14 und 16
aufnehmen kann, die entsprechend der unterschiedlichen Anordnung der Funkenstrecken
verschiedener zu reinigender und einzustellender Zündkerzen ausgebildet sind. rerner
Kann die AulJenkante des röhrenförmigen Teiles 14 abgeschrägt sein, um seine Einführung
in die radial angeordnete Funkenstrecke zu erleichtern. Natürlich muß der Innendurchmesser
des röhrenförmigen Teiles 14 im wesentlichen dem Außendurchmesser der zentralen
Elektrode der Zündkerze entsprechen.
-
Am Kopf der Kappe io ist ein Querteil ig angeordnet, der zweckdienlich
eine Handhabe zum Drehen der Kappe io bildet, wenn diese auf eine Zündkerze zwecks
Reinigung und Einstellung der Elektroden -aufgeschraubt wird. Der Querteil ig trägt
zwei im Abstand angeordnete Arme 2o, 21, die um einen Zapfen 22 drehbar sind. Die
äußeren Enden der. Arme 2o, 21 werden durch einen Stift 23 o. dgl. in Abstand gehalten.
Das äußere Ende eines der Arme, beispielsweise des Armes 2o, dient als Lehre für
eine Zündkerze mit axial gerichteter Funkenstrecke. Das äußere Ende des Armes 2o
kann eine Schaboberfläche 27 tragen oder kann eingekerbt oder in anderer Weise bearbeitet
sein, um eine Schabwirkung hervorrufen zu können. Der andere Arm 9,1 gegenüber dem
Lehrenteil des Armes 2o trägt eine mit Gewinde versehene Spindel 24, die mittels
eines gerändelten Kopfes 25 gedreht wird und an ihrem Innenende eine flache Scheibe
o. dgl. 26 trägt, deren Außenfläche eingekerbt oder in anderer Weise mit einer bei
28 gezeigten Schaboberfläche versehen ist.
-
Damit die Arme 2o, 21 gegen die seitlichen Flächen des Querteiles
ig . liegen können, ist dieser vorzugsweise, wie bei 29 und 3o gezeigt ist, geschlitzt,
um die zwischen den Armen 2o, 21 angeordneten Teile aufzunehmen. Der Teil ig kann,
wenn erwünscht, auch mit einem sich längs erstreckenden Schlitz oder einer Aussparung
versehen sein, die zur Einführung eines Werkzeuges zur Erleichterung der Drehung
der Kappe io dient.
-
Die Anwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung zur Reinigung und
Einstellung der Zündkerzenelektroden mit axial gerichteten Funkenstrecken ist insbesondere
in Fig. 3 gezeigt. Die Arme 2o, 2i werden in eine Stellung im wesentlichen rechtwinklig
zum Teil ig geschwungen, und das die Lehre bildende äußere Ende des Armes 2o wird
in die Funkenstrecke in einer Richtung quer zur Achse eingeführt. Die Scheibe 26
wird dann mittels des gerändelten Kopfes 25 nach unten gedreht, um die geerdeten
Elektroden 31 nach unten in Richtung zur zentralen Elektrode 32 zu pressen. Die
Elektroden werden durch irgendeine geeignete Bewegung der Teile 26, 27 gereinigt.
Es kann beispielsweise die Schaboberfläche o. dgl. 27, 28 im wesentlichen radial
hin und her bewegt werden, oder die Vorrichtung kann um die Achse der zentralen
Elektrode 32 gedreht werden. Wenn die Elektroden genügend gereinigt worden sind,
wird der Teil 25 nach unten geschraubt, bis das als Lehre dienende Ende des Armes
2o fest zwischen die Elektroden 31, 32 geklemmt ist, wodurch die Elektroden genau
eingestellt werden. Darauf wird die Scheibe 26 zurückgeschraubt und die Vorrichtung
von der Zündkerze entfernt. Bei der Anwendung der Vorrichtung auf eine Zündkerze
41 (Fig. 4) mit radial gerichteten Funkenstrecken wird der röhrenförmige Teil 14
in die zur zentralen Elektrode 33 radiale Funkenstrecke eingeführt. Der röhrenförmige
Teil 14 erstreckt sich vorzugsweise aus der Kappe io so weit hinaus, daß der Schaber
oder ein ähnlicher an dem röhrenförmigen Teil i4 befestigter Teil von der Unterseite
der sich radial erstreckenden, die geerdeten Elektroden bildenden Zacken 34 frei
ist, wenn das Gewinde ii mit dem Gewinde 35 der Zündkerze 41 in Eingriff kommt.
Bei der Aufbringung des röhrenförmigen Teiles 14 auf die zentrale Elektrode 33 wird
auf diese eine Schabwirkung ausgeübt, und wenn die Gewinde 1i, 35 miteinander in
Eingriff sind, wird der röhrenförmige Teil 14 um die zentrale Elektrode gedreht
und schabt oder reibt diese rein. Nachdem die Kappe io um eine bestimmte Entfernung
nach unten auf die Zündkerze geschraubt worden ist, kommt die konische Fläche 17
des Teiles 16 mit den
radialen Elektroden 34 in -Berührung und preßt
diese nach unten und nach innen, bis die Spitzen der Elektroden mit der Außenfläche
des röhrenförmigen Teiles 14 in Berührung kommen. Hierbei werden die Außenflächen
der Elektroden 34 durch die Schabwirkung der konischen Fläche 17 gereinigt, und
die Elektroden 34 werden dann durch den Druck der konischen Fläche 17 zur Bildung
der richtigen Funkenstrecke eingestellt. Wenn die richtige Einstellung erhalten
worden ist, so ist eine weitere Herunterschraubung der Kappe io nicht mehr möglich;
sie wird dann von der Zündkerze 41 zurückgeschraubt.
-
Der Teil i5 ist, wie in Fig. 4 gezeigt ist, mit der Innenwand der
Zündkerze 41 in Berührung und reinigt diese durch Schabwirkung. Der Teil
15 kann jedoch anders ausgebildet sein. Zum Beispiel kann, wie in Fig. 5
gezeigt ist, der röhrenförmige Teil 14 mit Federarmen 36 ausgerüstet sein, die bei
der Aufbringung der Kappe io auf die Zündkerze mit dem konischen, aus Glimmer oder
anderem Material bestehenden Isolator 37 der zentralen Elektrode in Berührung kommen
und auf diesen eine Schabwirkung ausüben. Die Federarme 36 sind vorzugsweise so
konstruiert, daß sie von der in gestrichelten Linien dargestellten Stellung in die
in voll ausgezogenen Linien in Fig. 5 dargestellte Stellung gepreßt werden, so daß
sie auf den konischen Isolator 37 eine sich allmählich vergrößernde Schabwirkung
ausüben können. Außer den Schabarmen 36 kann der röhrenförmige Teil eine Anzahl
Drahtborsten 38 aufweisen, die mit der Innenwand der Zündkerze in Berührung kommen
und sie reinigen. Natürlich können die Borsten 38 und die Schabarme 36 zu einem
Teil verbunden sein.
-
Der Einstell- und Reinigungsteil 1ö für die geerdeten Elektroden wird,
wie in Fig. 4 gezeigt ist, durch eine Schraube 18 in Stellung gehalten. Falls erwünscht,
kann jedoch der Teil 16, wie in Fig. 5 gezeigt ist, derart angeordnet werden, daß
er innerhalb der Kappe io frei drehbar ist, beispielsweise indem er in einer Aussparung
42 der Kappe angeordnet wird und die Kante 43 der Aussparung 42 über einen am Teil
16 vorgesehenen Flansch 44 gebogen wird.
-
Der röhrenförmige Teil 14 besteht bei der dargestellten und beschriebenen
Ausführungsform aus einem gebogenen Stahlstreifen, der vorzugsweise mit einem sich
längs erstreckenden Schlitz (Fig. 2) versehen ist.
-
Die eine Kante des Schlitzes kann, falls erwünscht, abgeschrägt sein,
so daß auf die zentrale Elektrode der Zündkerze eine Schabwirkung ausgeübt wird.
Jedoch kann der röhrenförmige Teil auch in anderer Weise konstruiert sein. Die Innen-
und Außenflächen des Teiles 14 und die konische Fläche des Teiles 16 können, falls
erwünscht, als Schabflächen ausgebildet sein. '