DE606777C - Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen

Info

Publication number
DE606777C
DE606777C DEK124519D DEK0124519D DE606777C DE 606777 C DE606777 C DE 606777C DE K124519 D DEK124519 D DE K124519D DE K0124519 D DEK0124519 D DE K0124519D DE 606777 C DE606777 C DE 606777C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
solutions
iodides
stib
triaryl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK124519D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LUDWIG KAUFMANN DR
Original Assignee
LUDWIG KAUFMANN DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LUDWIG KAUFMANN DR filed Critical LUDWIG KAUFMANN DR
Application granted granted Critical
Publication of DE606777C publication Critical patent/DE606777C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/90Antimony compounds
    • C07F9/92Aromatic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Lösungen Das Hauptpatent 580 515 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Lösungen; bei diesem Verfahren bilden die öligen Lösungen der Triarylstibine die Ausgangsstoffe. Es wurde nun gefunden, daß sich an Stelle der öligen Lösungen der Triarylstibine auch die öligen Lösungen der Triarylstibinsulfide zu dem gleichen Zweck verwenden lassen. Man trifft auch hierbei die Wahl der Konzentrationen so, daß man direkt wieder die Lösungen der Triarylstibinjodide, sei es in fetten Ölen oder in einem Gemisch von diesen, mit mit ihnen mischbaren Lösungsmitteln erhält. Bei diesen Reaktionen bleibt aber, wie festgestellt werden konnte, der aus den Stibinsulfiden durch Jod verdrängte Schwefel gleichfalls in Lösung, so daß man sowohl aktives Jod wie aktiven Schwefel gelöst enthaltende Öle erhält, die sich zur therapeutischen Anwendung vorzüglich eignen, da sie farblos und .ohne jeden Reiz auf die Haut sind.
  • Die nach dem beanspruchten Verfahren hergestellten Produkte ermöglichen, wie die bisherigen klinischen Versuche ergaben, eine Jodtherapie zu treiben, die verhältnismäßig kleine Jodmengen langsam dem Körper zuführt. Es läßt sich hierdurch mit Sicherheit eine plötzliche Überschwemmung des. Organismus mit Jod unter gleichzeitiger starker Hyperjodämie vermeiden. Die Produkte sind ferner reizlos für die Haut und färben diese nicht. Da sie außerdem auch durch ihren Geruch einen Jodgehalt nicht verraten, so wird bei ihrer Anwendung jede Beunruhigung der in dieser Hinsicht häufig sehr empfindlichen Patienten verhindert. Diese Eigenschaften sind von besonderer Bedeutung für die Jodtherapien bei den Basedow-Operationen und für die Behandlung der pleuritischen Exsudate. Beis.pielI io g Triphenylstibinsulfid werden in einer Mischung von 170g Rizinusöl und i35 ccm absolutem Alkohol in der Wärme gelöst und nach Filtration mit .der gleichen Raummenge einer 475 °/aigen Jodlösung in gleichen Teilen Petroläther und absolutem Alkohol unter Durchschütteln versetzt. Es tritt hierbei ein rasches Verschwinden der Jodfärbung ein, und in der erhaltenen Lösung liegen sowohl das Jod wie der aus dem Sulfid ausgeschiedene, aber in gelöster Form verbleibende Schwefel in sehr aktiver Form vor. Beispiel II i o g Triphenylstibinsulfid werden in 400 ccm reinem Olivenöl in der Wärme gelöst und nach Filtration mit der gleichen Raummenge einer Jodlösung unter Durchschütteln versetzt, die durch Auflösung von io g Jod in 400 ccm Olivenöl, gleichfalls in der Wärme zubereitet, hergestellt worden war.
  • Während sich in der olivenöligen Jodlösung das Vorhandensein von freiem Jod mit Stärkepapier nachweisen läßt, ist dies nach Ausführung der Reaktion nicht mehr der Fall. Wohl aber tritt der Jodnachweis wieder ein, wenn man dann das Stärkepapier mit 3 % Wasserstoffsuperoxyd betupft, weil hierdurch das labil an das Triphenylstibin gebundene Jod in Freiheit gesetzt wird.
  • Beispiel III io g Tri-p-tolylstibinsulfid werden in einer Mischung von 26o g Rizinusöl und i7o ccm absolutem Alkohol in der Wärme gelöst und nach Filtration mit der gleichen Raummenge einer 475 %igen Jodlösung in gleichen Teilen Petroläther und absolutem Alkohol unter Durchschütteln versetzt. Auch hier verschwindet die braune Jodfarbe rasch, und in der gewonnenen kolloidalen Lösung findet sich sowohl das Jod wie der aus dem p-Tolylstibinsulfid ausgeschiedene, aber zunächst in gelöstem Zustand verbleibende Schwefel in sehr aktiver Form vor.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodid@en und deren Lösungen (Abänderung des Verfahrens - gemäß Patent 580 515), dadurch gekennzeichnet, daß man die Einwirkung des Jods auf die in fetten Ölen gelösten Triarylstibinsulfide vor sich gehen läßt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von fetten Ölen nach Anspruch i diese gemeinsam mit mit -ihnen mischbaren Lösungsmitteln, wie Kohlenwasserstoffe, Alkohole u. dgl., verwendet.
DEK124519D 1930-12-03 1932-03-03 Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen Expired DE606777C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE580515T 1930-12-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE606777C true DE606777C (de) 1934-12-10

Family

ID=7749220

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930580515D Expired DE580515C (de) 1930-12-03 1930-12-03 Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen
DEK124519D Expired DE606777C (de) 1930-12-03 1932-03-03 Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930580515D Expired DE580515C (de) 1930-12-03 1930-12-03 Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen

Country Status (2)

Country Link
US (1) US1917207A (de)
DE (2) DE580515C (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2950306A (en) * 1957-03-07 1960-08-23 Du Pont Organo-fluorine compounds of phosphorus arsenic and antimony
US2993924A (en) * 1957-10-04 1961-07-25 Hooker Chemical Corp Esters of antimonous acids and their pentavalent derivatives and methods of preparing same
US3080406A (en) * 1960-12-15 1963-03-05 Hooker Chemical Corp Pentavalent derivatives of antimony salts of organic acids and methods of preparing same

Also Published As

Publication number Publication date
DE580515C (de) 1934-02-07
US1917207A (en) 1933-07-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3027933A1 (de) Pharmazeutische zubereitung auf der grundlage von heidelbeerextrakten
DE2700448C2 (de) Salbe zur Behandlung von Ulcus Cruris
DE2164052A1 (de) Kosmetische mittel mit nucleosidderivaten
DE1617320A1 (de) Kosmetische Hautpflegemittel
DE1067180B (de) hautpflegemittel
DE1792514A1 (de) Kosmetische Hautpraeparate,natuerliche Substanzen,Glucidamide genannt,enthaltend
DE1192635B (de) Verfahren zur Herstellung von Wismutpektinat
DE843285C (de) Lichtschutzmittel
DE69320638T2 (de) Topisches mittel
DE3049038C2 (de)
DE501502C (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch verwertbarer OElloesungen von an sich in OElen unloeslichen oder schwerloeslichen Lipoiden
DE580515C (de) Verfahren zur Herstellung von Triarylstibinjodiden und deren Loesungen
CH399655A (de) Hautpflegemittel
DE1792338B1 (de) Lichtschutzmittel
DE19954040A1 (de) Mittel mit proliferationshemmender Wirkung auf Tumorzellen
DE19821971A1 (de) Arzneimittel zur Behandlung von Psoriasis oder Neurodermitis
DE557991C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer oeliger, fuer Injektionszwecke geeigneter Loesungen von in OElen unloeslichen oder schwerloeslichen Glucosiden
DE1617542A1 (de) Verfahren zum Herstellen von stabilen Loesungen von Lecithin,besonders Soyabohnenlecithin,in waessrigem,zuckerhaltigen Alkohol
DE872104C (de) Sonnenschutz-, Lichtschutz- und Hautbraeunungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE937194C (de) Verfahren zur Herstellung einer antiseptischen Salbe
DE648606C (de) Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage
DD139793A1 (de) Mittel gegen psoriasis
DE430684C (de) Verfahren zur Herstellung einer basischen Trijodphenol-Wismutverbindung
DE426223C (de) Verfahren zur Herstellung wismuthaltiger Adsorptionsverbindungen von hohem Dispersitaetsgrad
AT117985B (de) Verfahren zur Herstellung von Öllösungen therapeutisch anwendbarer Stoffe.