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Rechen- oder Buchhaltungsmaschine Es sind Rechen- oder Buchhaltungsmaschinen
bekannt, bei denen zum Zwecke einer Zwischensummenabnahme von einen Rechenwerk außer
einer Zwischensummentaste noch die demkechenwerk zugeordneteEndsummentaste gedrückt
werden muß. Es ist ferner bekannt, die Endsummentaste bei überzogenem Rechenwerk
zu sperren, damit der Abdruck einer Komplementzahl, die für Buchhaltungszwecke nicht
ohne weiteres verwendbar ist, unter allen Umständen vermieden wird. Für manche Zwecke
ist es nun wünschenswert, auch bei überzogenem Rechenwerk die Zwischensumme zu ziehen
und die abgenommene Komplementzahl während des gleichen Maschinenganges additiv
auf ein anderes Addierwerk zu übertragen. Diese additive Einführung der abgenommenen
Komplementzahl in ein Addierwerk ist gleichbedeutend mit einer Subtraktion.
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Um eine Zwischensummenabnahme auch bei überzogenem Rechenwerk zu ermöglichen,
wird gemäß der Erfindung die durch einen Überzug des Rechenwerkes bewirkte Sperrung
der Endsummentaste durch Drücken der Zwischensummentaste aufgehoben. Dies läßt sich
z. B. so verwirklichen, daß das durch den Überzug des Rechenwerkes in die wirksame
Lage gebrachte Sperrglied mit einer an dem Schaft der Endsummentaste drehbar befestigten
Klinke zusammenarbeitet. Diese Klinke wird kraftschlüssig in ihrer wirksamen Lage
gehalten und durch Drücken der Zwischensummentaste von dem Sperrglied entfernt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar
bedeutet Fig. i eine Seitenansicht der Addierwerkseinrückvorrichtung, -der Auslösevorrichtung
für die Summentasten und der Sperreinrichtung für die Endsummentaste und Fig. 2
eine Seitenansicht der Sperrung für die Endsummentaste bei gedrückter Zwischensummentaste.
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Die Hauptwelle i i der Maschine führt bei jedem Maschinengang eine
Schwenkung von ungefähr 6o° aus. Auf ihr ist eine Scheibe 12 befestigt, auf deren
Stift 13 drehbar ein Hebel 14 sitzt. An dem oberen Ende des Hebels 14 greift
eine Stange 15 an, deren anderes Ende an einem auf der Welle 16 befestigten Arm
17 angelenkt ist. Auf der Welle 16 sind ferner zwei Hubscheiben i8 befestigt, in
deren Kurvenschlitzen i9 die beiden Enden der Rechenwerkswelle 2o geführt sind.
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Auf dem von dem Hebel 14 und der Stange 15 gebildeten Gelenkzapfen
21 sitzt eine Mitnahmeklinke 22, die sich unter Wirkung einer Feder 23 gegen einen
Stift 24 des Hebels 1q. legt. Wird bei dieser Stellung der Mitnahmeklinke 22 die
Scheibe 12 im Uhrzeigersinne gedreht, so trifft nach einer gewissen Teildrehung
ein Vierkantstift 25 der Scheibe 12 auf die Stirnkante 26 der Mitnahmeklinke 22
und nimmt den Hebel 14 und die Stange 15 nach rechts mit. Dabei dreht die Stange
15
den Arm 17, die Welle 16 und die Hubscheiben ig im Gegenzeigersinne. Infolgedessen
wird die Rechenwerkswelle 2o durch die Kurvenschlitze
i9 abwärts
bewegt, so daß die Rechenräder 26 mit den entsprechend den gedrückten Betragstasten
eingestellten Zahnstangen 27 in Eingriff kommen. Darauf werden die Zahnstangen 27
in die Ruhelage zurückbewegt, wobei sie den ihrer Einstellung entsprechenden Betrag
auf die Rechenräder 26 übertragen. Kehrt jetzt die Scheibe 12 im Gegenzeigersinne
in ihre Ruhelage zurück, so trifft ein Vierkantstift 28 der Scheibe 12 von rechts
her auf den Hebel 14, schiebt dadurch die Stange 15 nach links und rückt
die Rechenräder 26 aus den Zahnstangen 27 aus.
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Soll von dem Rechenwerk eine Endsumme abgenommen werden, so wird die
Endsummentaste 29 gedrückt. In eine Aussparung 3o des Schaftes der gedrückten Taste
29 fällt eine federbelastete Sperrklinke 31 ein und hält die Taste 29 in der gedrückten
Lage fest. Infolge der hierdurch bewirkten Uhrzeigerdrehung der Sperrklinke 31 trifft
ein an ihrem unteren Ende befindlicher Stift 32 auf eine Schrägkante eines bei 33
drehbaren Hebels 34 und dreht ihn ebenfalls im Uhrzeigersinne, wobei ein Hebel
35 mitgenommen wird. Mit dem Hebel 35 ist durch eine Feder ein Winkelhebel
36 verbunden, dessen linker Arm bei der Uhrzeigerdrehung der Hebel 35 und
36 in die Bahn des Hebels 14 gebracht wird. Wird jetzt die Scheibe 12 im Uhrzeigersinne
gedreht, so legt sich der untere Arm des Hebels 14 gegen den Winkelhebel 36. Der
Hebel 14 muß sich also um den Zapfen 13 im Uhrzeigers.inne drehen, zieht die Stange
15
nach rechts, dreht den Arm 17, die Welle 16 und die Hubscheiben 18 im Gegenzeigersinne
und bringt die Rechenräder 26 mit den Zahnstangen 27 in Eingriff. Dies geschieht
bereits, bevor die Zahnstangen 27 nach links bewegt worden sind. Da der Zapfen
13 bei der Uhrzeigerdrehung der Scheibe i2 gehoben wird, gelangt das untere
Ende des Hebels 14 aus der Bahn des Winkelhebels 36. Der Hebel 14 streift dann noch
über einen mit dem Hebel 36 durch eine Feder verbundenen Arm 37. Kehrt nun die Scheibe
12 im Gegenzeigersinne in die Ruhelage zurück, so legt sich der untere Arm des Hebels
14 gegen den Arm 37, wird also um den Zapfen 13 im Gegenzeigersinne gedreht
und schiebt die Stange 15 wieder nach links, wodurch der Arm 17, die Welle 16 und
die Hubscheiben 18 im Uhrzeigersinne gedreht und die Räder 26 aus den Zahnstangen
27 ausgerückt werden.
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Die Auslösung der gedrücktenEndsummentaste 29 geschieht mit Hilfe
einer Auslöseschiene 38, deren rechtes Ende mit einem Gabelschlitz auf einem Stift
39 gleitet. An ihrem linken Ende ist die Auslöseschiene 38 mit einem Längsschlitz
4o auf einem Stift 41 eines auf einem festen Zapfen 42 drehbaren Hebels 43 geführt:
An dem äußersten linken Ende der Auslöseschiene 38 sitzt drehbar eine durch .eine
Feder 44 belastete Klinke 45. Bei der Uhrzeigerdrehung der Scheibe i2 trifft der
Vierkantstift 28 auf den unteren Fortsatz der Klinke 45 und schwenkt sie entgegen
der Kraft der Feder 44 im Gegenzeigersinne aus. Diese Schwenkung bleibt auf die
Auslöseschiene 38 ohne Einfluß. Ist der Vierkantstift 28 unter der Klinke 45 hinwegbewegt,
so nimmt diese unter Wirkung der Feder 44 ihre Normallage wieder ein. Kehrt jetzt
die Scheibe 1a im Gegenzeigersinne in die Ruhelage zurück und trifft dabei der Stift
28 wiederum auf den unteren Fortsatz der Klinke 45, so wird diese entgegen der Kraft
der Feder 44 im Uhrzeigersinne ausgeschwungen. Dabei legt sich der obere Fortsatz
46 der Klinke 45 gegen einen festen Stift 47, der den Drehpunkt für die.weitere
Schwenkbewegung der Klinke 45 bildet. Infolgedessen wird die Auslösungsschiene 38
nach links gezogen, deren Nase 48 die Abbiegung der Sperrklinke 3 i aus der Aussparung
3o des Schaftes der 'Endsummentaste 29 entfernt, so daß diese unter Wirkung ihrer
Belastungsfeder in die Normallage zurückkehren kann. Die Gegenzeigerdrehung der
Sperrklinke 31 hat ferner zur Folge, daß der Stift 32 von der Schrägfläche des Hebels
34 entfernt wird, so daß dieser, der Winkelhebel 36 und der Arm 37 unter Wirkung
ihres Eigengewichts ihre Ruhelage wieder einnehmen und aus der Bahn des Hebels 14
entfernt werden. Dies geschieht bei einem Endsummenvorgang jedoch erst, nachdem
die Rechenräder 26 durch das Zusammenwirken des Armes 37 mit dem Hebel 14 aus den
Zahnstangen 27 ausgerückt sind.
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Bei einem Zwischensummenvorgang müssen die Rechenräder 26 länger mit
den Zahnstangen 27 in Eingriff bleiben, da diese den abgenommenen Betrag wieder
auf die Rechenräder 26 zurückübertragen müssen. Zur Durchführung eines Zwischensummenziehvorganges
muß außer der Endsummentaste 29 auch noch eine Zwischensummentaste 49 gedrückt werden.
Jedem der übrigen nicht dargestellten Rechen- oder Addierwerke ist j e eine Endsummenta'ste
zugeordnet, während insgesamt nur eine einzige Zwischensummentaste 49 vorhanden
ist. Diese Zwischensummentaste 49 hat die Aufgabe, den Arm 37 aus der Bahn des Hebels
14 zu entfernen, bevor die Scheibe 12 ihre Gegenzeigerdrehung beginnt. Dies wird
dadurch erreicht, daß die gedrückte Endsummentaste 29 früher ausgelöst wird als
bei einem Endsummenziehvorgang. Zu diesem Zwecke ist an dem Schaft der Taste 49
drehbar ein Kupplungsglied So angebracht, -dessen Kopf 5 i durch
Drücken
der Taste 49 zwischen zwei Stifte 52 und 57 gebracht wird. Von diesen befindet sich
der Stift 52 an der Auslöseschiene 38 und der Stift 57 an einer zweiten Auslöseschiene
53, die mit ihrem rechten Ende auf dem Stift 39 geführt ist, während ihr linkes
Ende an dem oberen Arm des Hebels 43 angelenkt ist. Gegen Ende der Uhrzeigerdrehüng
der Scheibe 12 trifft ihre Bogenkante 54 auf den unteren Fortsatz des Hebels 43,
dreht diesen im Gegenzeigersinne und zieht dadurch die Auslöseschiene 53 nach links.
Dabei entfernt eine Nase der Auslöseschiene 53 die Abbiegung der Sperrklinke 55
aus der Aussparung 56 des Schaftes der Taste 49, so daß diese in die Normallage
zurückkehren kann. Gleichzeitig nimmt die Auslöseschiene 53 mittels des Stiftes
57 über den Kopf 51 des Kupplungsgliedes 50 und den Stift 52 auch die Auslöseschiene
38 mit nach links, deren Nase 48 die Sperrklinke 3 r für die Endsummentaste 29 in
die unwirksame Lage bringt.
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Tritt in dem Rechenwerk ein Überzug auf, so wird in nicht näher zu
erläuternder, an sich bekannter Weise eine Welle 58 um einen gewissen Betrag im
Gegenzeigersinne gedreht. Auf der Welle 58 ist ein Arm 59 befestigt, an dem eine
Stange 6o angreift. Das andere Ende der Stange 6o ist an eine zweite Stange 61 angelenkt,
die mittels eines Hakenmaules 62 auf dem Stift 47 geführt ist. Das rechte Ende der
Stange 6 1 ist mit einem auf einem Stift 63 drehbaren Sperrglied 64 gelenkig
verbunden, dessen Abbiegung in das Hakenmaul einer an dem Schaft der Endsummentaste
29 drehbar befestigten Klinke 65 eintreten kann. Die Klinke 65 ist durch eine Feder
66 belastet und legt sich unter Wirkung dieser Feder normalerweise mit einer Abbiegung
gegen die rechte Kante des Schaftes der Taste 29. Befindet sich die Klinke 65 in
dieser Lage und ist das Rechenwerk überzogen, so ist die Endsummentaste 29 gegen
Niederdrücken gesperrt. Wird jetzt die Zwischensummentaste 29 gedrückt, so wird
durch die in die Aussparung 56 einfallende Sperrklinke 55 eine an ihrem unteren
Ende angreifende Stange, die unter Wirkung einer Feder 68 an einer festen Rolle
69 geführt ist, nach links bewegt. Diese Stange 67 wirkt in bekannter Weise auf
die Betragstastenauslösevorrichtung ein, die bei Summenziehvorgängen unmittelbar
zu Beginn des Maschinenganges wirksam wird, um etwa noch gedrückte Betragstasten
auszulösen. Die Stange 67 weist einen Förtsatz 7o auf, der mit einem Stift 71 der
Klinke 65 zusammenarbeitet. Ist die Zwischensummentaste 49 gedrückt und wird die
Stange 67 durch die Sperrklinke 55 nach links bewegt, so dreht der Fortsatz
70 mittels des Stiftes 71 die Klinke 65 entgegen der Kraft der Feder 66 im
Gegenzeigersinne und entfernt sie von dem Sperrglied 64. Diese Stellung der Teile
zeigt Fig. 2. Die Abbiegung des Sperrgliedes 64 greift zwar noch in eine Aussparung
72 des Schaftes der Endsummentaste 29, jedoch ist diese Aussparung so lang, daß
sie das Drücken der Taste 29 nicht hindert. Es kann also nach dem Drücken der Zwischensummentaste
49 die Endsummentaste 2,9 auch dann gedrückt werden. wenn das Rechenwerk überzogen
und diese Taste für einen Endsummenziehvorgang gesperrt ist.