DE607892C - Einrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Roentgenaufnahmen - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Roentgenaufnahmen

Info

Publication number
DE607892C
DE607892C DE1930607892D DE607892DD DE607892C DE 607892 C DE607892 C DE 607892C DE 1930607892 D DE1930607892 D DE 1930607892D DE 607892D D DE607892D D DE 607892DD DE 607892 C DE607892 C DE 607892C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tape
support
layer
tape strip
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930607892D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE607892C publication Critical patent/DE607892C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B42/00—Obtaining records using waves other than optical waves; Visualisation of such records by using optical means
    • G03B42/02—Obtaining records using waves other than optical waves; Visualisation of such records by using optical means using X-rays

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radiography Using Non-Light Waves (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und eine Schichtträgerausbildung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere von Röntgenaufnahmen.
Es sind bereits Verfahren bekannt, bei denen mit Hilfe von Wechselkassetten mehrere Schichtträger in einem Vorratsraum der Reihe nach belichtet werden, wobei der belichtete Schichtträger zwecks Freilegung des nächstfolgenden aus dem Strahlengang gebracht und hinter den Stapel der unbelichteten Träger zurückgeführt wird. Auch wurden Verfahren vorgeschlagen, bei denen starre Schichtträger der Reihe nach aus einem außerhalb des Strahlenganges liegenden Vorratsraum mittels einer besonderen Wechselvorrichtung zur Durchführung der Aufnahme in den Strahlengang gebracht und wieder' in den Vorratsraum zurückgebracht werden.
Die Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstand, bei der innerhalb des Behälters (Kassette) mittels an jedem Schichtträger angebrachter Zugvorrichtungen die Schichtträger aus dem außerhalb des Strahlenganges befindlichen und dort während des Aufnahmevorganges festgehaltenen Vorratsoder Lagerraum heraus in den Strahlengang vorgeschoben und dann wieder mittels der gleichen Zugvorrichtung in einen der obengenannten Räume des Behälters zurückgeführt werden können. Dieser Vorgang kann mit allen Schichtträgern des Stapels nacheinander und ohne jede Auswechslung von Teilen sowie ohne Zeitverlust wiederholt werden. Es können somit die Schichtträger in der Vorrichtung ohne jede weitere Schutzhülle eingebracht und trotzdem in rascher Aufeinanderfolge in die für die Aufnahme geeignete Stellung gebracht oder aus ^0 ihr entfernt werden.
Der Vorgang ist mit Schichtträgern, wie Platten oder Filmen, für die Röntgenaufnahmetechnik unverändert auch dann durchführbar, wenn diese Schichtträger in einer für gewöhnliche Lichtstrahlen undurchlässigen Papierumhüllung oder in Kassetten eingebettet sind, die aus für Röntgenstrahlen durchlässigem Material bestehen. Im folgenden ist daher bei Röntgenaufnahmen unter einem Schichtträger stets auch ein gegen Lichtstrahlen durch eine Umhüllung oder Kassette geschützter Schichtträger zu verstehen.
Die Einrichtung eignet sich insbesondere für die Aufnahme mit Röntgenstrahlen, aber auch für die Aufnahme mit Lichtstrahlen und beliebigen anderen Strahlen. Sie ist von ganz besonderem Vorteil dann, wenn — wie etwa bei Röntgenaufnahmen — das Bild während der Aufnahme beobachtet werden soll, so daß also an das Material sowie überhaupt an die Beschaffenheit des Aufnahmeraumes und des Lagerraumes verschiedene
Anforderungen gestellt werden müssen Während nämlich für Röntgenaufnahmen die Aufnahmekammer für Röntgenstrahlen durchlässig, aber für Lichtstrahlen undurchlässig sein muß, muß an denjenigen Raum, in welchem die Schichtträger sich vor bzw. nach der Aufnahme befinden, die Forderung gestellt werden, daß er für Röntgenstrahlen und für Licht undurchlässig ist. ίο Dieser Forderung kann im vorliegenden Fall um so leichter Rechnung getragen werden, als eben ein geordnetes und zwangsläufiges Verschieben des Schichtträgers von einer Stellung in die andere erfolgt, so daß der zwangsläufige Transport in die verschiedenartigen, mit verschiedenen Eigenschaften versehenen Behälter entsprechend vor sich geht.
Die zur Durchführung der Erfindung dienende Vorrichtung besteht demgemäß auch, aus einem Behälter, welcher, wenigstens im Prinzip, zwei Lagerräume sowie einen Aufnahmeraum umfaßt, welche Räume in bezug auf Durchlässigkeit für Röntgenstrahlen verschieden ausgestattet sein können. Jeder der Schichtträger ist mit einer Zugvorrichtung versehen, und der Behälter erhält eine Führung für diese Zugvorrichtungen, welche den Schichtträger der Reihe nach aus dem einen Lagerraum in den für die Aufnahme dienenden Raum und dann in den zweiten Lagerraum bewegen. Um die Zugvorrichtungen betätigen zu können, muß der Behälter auch einen gegebenenfalls gegen Lichteintritt abdichtenden Schlitz aufweisen, durch welchen die Handhaben der Zugvorrichtungen nach außen durchtreten können.
Vorteilhaft kann man die beiden Lagerräume für die belichteten und unbelichteten Schichtträger unmittelbar aneinander anstoßend anordnen oder bloß durch Abteilung eines einzigen Lagerraumes bilden. Die beiden Stapel von Schichtträgern bilden dann gewissermaßen nur einen einzigen Stapel, in +5 dem gegebenenfalls vermittels einer Trennungswand belichtete und unbelichtete Schichtträger voneinander geschieden sind. Auf diese Weise wird nicht nur der kleinste Raumbedarf, sondern auch noch der weitere Vorteil erreicht, daß die Bewegung der Schichtträger bei Durchführung des Aufnahmeverfahrens im Wesen nur eine Hin- und Rückbewegung auf derselben Strecke ist.
Die Vorrichtung wird bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform in der Weise ausgestaltet, daß die Zugvorrichtung für die einzelnen Schichtträger ausschließlich innerhalb des Lagerraumes verläuft und nicht in den Aufnahmeraum übertritt, wodurch jede Störung durch den Schatten derselben bei der Aufnahme oder bei der Beobachtung des Bildes vermieden wird.
Zu diesem Zwecke wird die Bewegungsvorrichtung für die Schichtträger am besten an dem vom Aufnahmeraum abliegenden Ende des Schichtträgers angreifen, derart, daß sie diesen zunächst in der Richtung des Aufnahmeraumes bewegt und dann über eine die Zugrichtung umkehrende Vorrichtung verläuft, welche es gestattet, den in den Aufnahmeraum gebrachten Film wieder dieselbe Strecke zurück in den Lagerraum zu verschieben.
Wenn, wie im Falle von Päckfilms, biegsame Schichtträger verwendet werden, müssen Einrichtungen vorgesehen werden, um den Film während der Aufnahme flach liegend zu erhalten. Dies erfolgt mittels eines Paares von Rahmen, zwischen die der Schichtträger mit einigem Spielraum eintreten kann, um Beschädigung der Schicht während der Bewegung zu verhindern, und die sodann gegenejraanderhewegt werden und den Schichtträger unter Anpressung während der Aufnahme flach halten. Im Falle von Röntgenaufnahmen ist es häufig erwünscht, die Aufnahme unmittelbar nach Einstellung des Schichtträgers in die richtige Aufnahmelage vorzunehmen. In diesem Falle kann der elektrische Schalter für die Röntgenbelichtung unmittelbar mit der Einrichtung zur Betätigung der Anpreßvorrichtung verbunden werden, so daß bei Betätigung dieser Einrichtung meist der Schichtträger flach gedrückt wird und unmittelbar darauf durch weitere Betätigung, z. B. Weiterdrehen eines Griffes, die Aufnahme erfolgt. Die Dauer der Exposition kann von der Zeit abhängen, während welcher der elektrische Schalter geschlossen bleibt, oder sie kann durch einen-Zeitschalter unabhängig von der Schließungsdauer des Schalters bestimmt werden. Nach der Aufnahme wird durch Weiterdrehen des Griffes oder durch Zurückdrehen desselben der Schichtträger wieder freigegeben und kann aus der Aufnahmestellung entfernt werden.
Die Vorrichtung sei beispielsweise in einer Ausführung für die Herstellung von Röntgenaufnahmen beschrieben.
Fig. ι zeigt eine Vorrichtung für Röntgenaufnahmen in Ansicht, bei der die Deckplatte auf der von dem Patienten abgewendeten Seite entfernt- ist. Fig. 2 ist eine Seitenansieht im Schnitt. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Schichtträger mit daranhängendem gefaltetem Bändstreif en, und Fig. 4 ist die Ansicht eines Schichtträgers mit eben gelegten Bandstreifen.
Die Vorrichtung besteht aus einem lichtdichten Gehäuse 1 mit einer Deckplatte 4; der
obere Teil 2 des Gehäuses liegt im Strahlengang der Röntgenstrahlen und ist dort für Röntgenstrahlen, nicht aber für Licht durchlässig; der untere Teil 3 liegt außerhalb des Strahlenganges, wobei dieser Teil nach Möglichkeit auch für Röntgenstrahlen undurchlässig hergestellt ist. Der erstgenannte Teil wird im folgenden als Aufnahmeraum 2, der letztere als Lagerungsraum 3 bezeichnet.
Der Lagerungsraum ist in der dargestellten Ausführungsform unterhalb des Aufnahmeraums gelegen und dient zur Einbringung einer Anzahl von Schichtträgern, als welche in erster Linie Packfilms, Negativpapier oder Folien in Betracht kommen; es können aber ebensogut Platten oder Schichtträger aus einem beliebigen anderen Material verwendet werden. Diese Schichtträger werden an der einen, gewöhnlich der Schmalseite mit mindestens einem Bandstreifen λ'οη mehr als der doppelten Länge der anderen, in diesem Fall der Langseite, versehen, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Filmen für photographische Zwecke, welche an einem Rand zwei Bandstreifen tragen, von denen der eine als Deckblatt, der andere als Zugstreifen dient und von denen der eine in der Länge ungefähr gleich der anderen Filmseite, der andere etwas länger als die andere FiImseite ist. Fig. 3 zeigt den Film 21 mit dem Bandstreifen 22 im Schnitt. Fig. 4 zeigt den Film mit dem Bandstreifen in Ansicht.
Für die Einrichtung nach der Erfindung ist die Verwendung von Filmen mit einem Bandstreifen von doppelter oder mehr als doppelter Länge der Filmlangseite wesentlich und mit zum Gegenstand der Erfindung gehörig. Es ist von großem Vorteil> erkennen zu können, wann der Bandstreifen so weit
•to herausgezogen ist, daß der Film sich gerade in der Aufnahmestellung befindet. Erfindungsgemäß besitzt daher der Film einen Bandstreifen von doppelter Länge der Filmseite, der überdies eine Bezeichnung oder Formgebung trägt, welche eine Zwischenstellung beim Abziehen des Bandstreifens wahrnehmbar macht. Besonders zweckmäßig ist die im folgenden angegebene Ausführungsform. Der Bandstreifen 22 ist in seinem an den Film anschließenden Teil 23 etwas breiter als im anderen Teil 24. Dies hat den Zweck, den Austritt des schmalen Teiles des Bandstreifens aus einer Mündung in einer bestimmten Richtung, z. B. in der Längsrichtung des Gehäuses, zu ermöglichen, dagegen bei Eintreffen des breiteren Teiles an dieser Mündung weiteren Austritt bei Zug in derselben Richtung zu verhindern, dagegen in einer anderen Richtung, in der der Schlitz entsprechend breit ist, zu gestatten. Dadurch wird kenntlich, daß der Film in der Aufnahmestellung angelangt ist; der auftretende Widerstand ist auch bei Arbeiten im Dunkeln ein auch bei fehlender Aufmerksamkeit deutliches Kennzeichen. Filme mit einem Bandstreifen von doppelter oder mehr als doppelter Länge der Filmlangseite sind bisher nur für photographische Zwecke bekanntgeworden. Die vorliegende Erfindung sieht die Verwendung von Filmen mit solchen Bandstreifen in Verbindung mit der beschriebenen Aufnahmevorrichtuiig für Rönl· genaufnahmen vor.
Die Erfindung ermöglicht also die Verwendung eines Bandstreifens in von der bisher bekannten abweichenden Art, nämlich derart, daß ein Schichtträger mittels des Bandstreifens in die Aufnahmestellung gebracht und nach erfolgter Aufnahme wieder mittels des Bandstreifens aus dieser Stellung entfernt wird. Diese Anwendungsart ist bei Röntgenstrahlen von besonderem Vorteil, wo die verarbeiteten Filme oder Platten an einer anderen Stelle gelagert werden sollen als die unexponierten. Für Röntgenaufnahmen werden gewöhnlich Filme mit beiderseitiger Schicht verwendet, und der Vorteil eines solchen Bandstreifens ist daher bei solchen Filmen von besonderer Bedeutung.
Die Filme 21 liegen im Lagerungsraum 3 nacheinandergeschichtet, derart, daß ihre Bandstreifen an dem von dem Aufnahmeteil 2 abgewendeten Filmrande sitzen, bis zum Rande des Aufnahmeteils aufsteigen und dort über eine stabförmige Lagerung 5 geführt sind, von wo sie wieder vom Aufnahmeteil weg zu einem Austrittsschlitz 6, aus dem sie hervorstehen, geführt sind. Dieser Austrittsschlitz ist so ausgebildet, daß der schmale Teil des Bandstreifens bei Zug in der Längserstreckung des Gehäuses austreten kann, der breite Teil jedoch am Austreten gehindert ist, so daß, um den breiteren Teil austreten zu lassen, ein Zug in einer anderen, z. B. in horizontaler Richtung nötig ist. Der Film selbst ist durch noch größere Breite auch dort gehindert auszutreten.
Der Aufnahmeteil 2 enthält zwei Rahmen oder als Verstärkungsschirme wirkende Folien 7 und 8, die gegebenenfalls in Rahmen eingesetzt oder auf Rahmen befestigt sein können. Der eine Rahmen und die Folie 7 ist fest, die andere Folie 8 ist in Richtung gegen den festen Teil 7 hin beweglich und kann durch eine außerhalb des Strahlenganges liegende Vorrichtung 9 an ihn angepreßt werden. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß der Rahmen oder Folienträger 8 gegen die Vertikale geneigte Schlitze 10 enthält, in welche Stiften, die im Gehäuse oder in einem Gehäuse festsitzenden Rahmen angeordnet sind, eingreifen. Bei Vertikal zug am
Rahmen wird derselbe durch die Schlitzführung auch in horizontaler Richtung bewegt und so gegen den festen Rahmen gepreßt. Die Schlitzführung kann auch derart ausgebildet sein, daß ein Rahmen mit Stiften abwärts bewegt wird und einen anderen Rahmen, in dessen Schlitze die Stifte greifen, horizontal verschiebt. Die Vertikalverschiebung des Rahmens 8 erfolgt mittels der Zugorgane 12, die z.B. durch den Exzenter 13 mittels eines Organs 14, das in diesem Fall gleichzeitig ein Schalterknopf ist, betätigt werden können. Durch denselben Schalterknopf wird auch der elektrische Schalter 15, der an einem Zuführungskabel 16 angeschlossen ist und den Röhrenstrom ein- und ausschaltet, in Anschluß an die Anpreßbewegung des Rahmens 8 betätigt,
Zwecks Herstellung einer Aufnahme wird ein Film an dem bei dem Schlitz 6 vorstehenden Bandstreifenende gefaßt und durch Ziehen in einer Richtung, z. B. abwärts, so lange in die Höhe bewegt, bis der breitere Teil des Bandstreifens ein weiteres Ziehen in der gleichen Richtung unmöglich macht. Dann befindet sich der Film in seiner höchsten, d.h. in der Aufnahmestellung zwischen den Folien oder Rahmen 7 und 8. Hierauf werden durch Drehen des Knopfes 12 zunächst die Rahmen oder Folien gegen den Film gepreßt und. bringen diesen in eine feste Stellung unter gleichzeitiger Herstellung einer vollkommen ebenen Lage; bei weiterem Drehen des Knopfes 12 wird der Strom ein- und sodann ausgeschaltet, und es vollzieht sich die Aufnahme, während welcher man am Schirm die Stellung der Organe des Patienten, somit den voraussichtlichen Erfolg der Aufnahme beurteilen kann.
Durch Weiterdrehen des Knopfes 12 wird der Rahmen 8 vom Rahmen 7 wieder entfernt und dadurch der Film freigegeben. Durch Ziehen am Bandstreifen in einer anderen, z. B. horizontalen Richtung wird nun der Film wieder abwärts in den Lagerungsbehälter gezogen, und der Bandstreifen kann dann abgerissen werden.
Ein Schichtträger mit einem Bandstreifen von mehr als der doppelten Länge des Schichtträgers, gemessen in der Richtung des Bandstreifens, läßt sich auch mit Vorteil bei einem von dem beschriebenen etwas abweichenden Verfahren für Röntgenaufnahmen verwenden, bei dem der Schichtträger aus einem Lagerbehälter in den Aufnahmeraum gebracht und nach erfolgter Aufnahme aus dem Aufnahmeraum in einen anderen Lagerbehälter gebracht wird, der auf der entgegengesetzten Seite des Aufnahmeraumes liegt Ro wie der erste Lagerbehälter. Der Bandstreifen ΐημβ in diesem Fall dort, wo er am Film ansetzt, ausgeschnitten sein und ein Fenster bilden. Diese Fenster sämtlicher noch ungebrauchter Filme Hegen während der vorhergehenden Aufnahmen im Aufnahmeraum. Dieses Fenster ist notwendig, damit der Aufnahme das Anpressen der Verstärkungsfolien ungehindert gegen den zur Aufnahme gelangenden Film folgen kann. Wenn nur mit einer Verstärkungsfolie gearbeitet werden soll, so ist das Fenster überflüssig.
Die Einrichtung, der Schichtträger und das Verfahren können für jede Art von Strahlen, Lichtstrahlen von jeder Wellenlänge, unsichtbare Strahlen und insbesondere Röntgenstrahlen, bei diesen wieder besonders für medizinische Zwecke, Anwendung finden. Besonders bei Röntgenaufnahmen für medizinische Zwecke bietet die Erfindung große Vorteile. Es ist z. B. oft notwendig, während der Durchleuchtung ein Bild rasch festzuhalten, das sich plötzlich auf dem Schirm gezeigt hat, ohne daß bis zur Aufnahme eine willkürliche oder auch nur unwillkürliche Veränderung in der Stellung des Kranken vor sich geht. Die kleinste Bewegung kann eine unbrauchbare Aufnahme ergeben, weil sie die gewünschte Einzelheit nicht zeigt. Die Aufnahme und die Vorbereitung dazu, bestehend in der Einbringung des Schichtträgers in den go Strahlengang, muß daher auch im Dunkeln sehr schnell und sicher erfolgen können. Um eine gute Aufnahme ungeachtet der unwillkürlichen Bewegung der inneren Organe zu erhalten, ist es oft notwendig, mehrere Aufnahmen rasch nacheinander zu machen, um diese Organe wenigstens in einem Bild in der richtigen Lage festzuhalten. Diesen Anforderungen entspricht die Vorrichtung mit dem besonders ausgebildeten Schichtträger in be- ioo sonders vollkommener Weise.

Claims (12)

  1. Patentansprüche:
    i.- Einrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Röntgenaufnahmen, bei welcher der Wechsel der Träger der lichtempfindlichen Schicht innerhalb eines den Aufnahmeraum umfassenden Behälters (Kassette) dadurch erfolgt, daß diese Träger aus einem Vorratsraum, der außerhalb des Strahlenganges liegt, in die Bahn der beeinflussenden Strahlen und von dort in den gleichen oder in einen benachbarten Raum zurückgebracht werden, gekennzeichnet durch die innerhalb des Behälters (Kassette) mittels an jedem der Schichtträger angebrachten Zugvorrichtungen, die den Schichtträger aus dem außerhalb des Strahlenganges befindlichen und dort während des Aufnahmevor-. ganges festgehaltenen Vorrats- oder La-
    gerraum heraus in den Strahlengang vorzuschieben und dann wieder mittels der gleichen Zugvorrichtung in einen der obengenannten Räume des Behälters zurückzuführen gestatten.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen festen Lagerbehälter (3) für die Schichtträger und einen Aufnahmeraum (2) umfassenden Behälter mit Führungen (5, 6) für die Zugvorrichtungen der Schichtträger, welche die Schichtträger der Reihe nach aus dem. festen Lagerbehälter (3) in den Aufnahmeraum (2) und hierauf in den gleichen oder einen benachbarten Lagerbehälter zurückbewegen, so daß der. von dem einzelnen Schichtträger zurückgelegte Weg eine Vor- und Rückbewegung annähernd auf der gleichen Strecke
    ao darstellt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lagerbehälter unmittelbar aneinanderstoßen oder nur durch Abteilung eines einzigen Lagerbehälters gebildet werden, so daß der Stapel der belichteten Schichtträger sich als eine gegebenenfalls durch eine Trennungswand abgetrennte Fortsetzung des Stapels der unbelichteten Schichtträger bildet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung (22) für die einzelnen Schichtträger an dem vom Aufnahmeraum abgelegenen Ende des Schichtträgers derart angreift, daß ihr Zug in der Längsrichtung des Schichtträgers gegen den Aufnahmeraum hin wirkt, hierauf über eine die Umkehr der Zugrichtung bewirkende Führung (5) läuft und-schließlich an dem vom Aufnahmeraum abgelegenen Ende in einer durch einen Schlitz (6) aus dem Behälter (1) tretenden Handhabe (24) endigt, so daß sie zunächst einen Zug ausübt, der den Schichtträger aus dem Lagerbehälter in den Aufnahmeraum herauszubewegen sucht, hierauf aber einen Zug in entgegengesetzter Richtung auf den Schichtträger ausübt und diesen wieder in der Richtung des Lagerbehälters zurückzieht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung (22) ausschließlich innerhalb des Lagerraumes angeordnet und in diesem geführt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (6) derart gestaltet ist, daß er den Austritt eines Bandstreifens in zwei unter einem Winkel zueinander stehenden Richtungen gestattet und in diesen beiden Richtungen von verschiedener Breite ist, so daß ein abgesetzter Bandstreifen (23, 24, Fig. 4) von verschiedener Breite mit seinem breiteren Teil nur in der einen der beiden Richtungen austreten kann.
  7. 7. Schichtträger für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder zum Gebrauch in der Einrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Zugvorrichtung ein Bandstreifen von doppelter oder mehr als doppelter Länge wie die Länge des Schichtträgers, gemessen in der Längsrichtung des Bandstreifens, vorgesehen ist.
  8. 8. Bandstreifen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Bezeichnung besitzt, welche eine Zwischenstellung beim Abziehen des Bandstreifens wahrnehmbar macht.
  9. 9. Bandstreifen nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,, daß er eine Formgebung (Absatz, Breitenverminderung, Ausschnitte o. dgl.) besitzt, welche eine Zwischenstellung beim Abziehen des Bandstreifens wahrnehmbar macht.
  10. 10. Schichtträger mit Bandstreifen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schichtträger eine doppelt gegossene (beiderseitige) Schicht besitzt.
  11. 11. Bandstreifen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandstreifen derart ausgebildet ist, daß ein zum Anlegen an einen Anschlag geeignetes Band oder solche Bandteile, z. B. durch Absetzen des Bandstreifens nach seiner Breite, gebildet werden.
  12. 12. Bandstreifen nach einem der An- 10» Sprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Fenster besitzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    HtatUN. GEDÜlCKT IN DKl!
DE1930607892D 1930-12-03 1930-12-03 Einrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Roentgenaufnahmen Expired DE607892C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE607892T 1930-12-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE607892C true DE607892C (de) 1935-01-09

Family

ID=6575726

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930607892D Expired DE607892C (de) 1930-12-03 1930-12-03 Einrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Roentgenaufnahmen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE607892C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2262358A1 (de) Radiographische filmkassette
DE2440408C3 (de) Filmtransporteinrichtung für Reprokameras
AT130362B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von photographischen Aufnahmen, insbesondere Röntgenaufnahmen.
DE3306921A1 (de) Apparat zur aufbewahrung, zum transport, zur belichtung und zur verarbeitung von film fuer eine kamera
DE1472619B2 (de) Schmalfilmkamera
DE2750559C3 (de) Plan filmkassette
DE2540342B2 (de) Betrachtungsvorrichtung und film fuer stereoskopische aufnahmen
DE915523C (de) Fotografische Atelierkamera
DE555356C (de) Kinoaufnahmeapparat mit Kassette
DE372298C (de) Rollfilmkamera
DE976085C (de) Roentgeneinrichtung
DE2614099C3 (de) Fotografisches Kopiergerät mit Belichtungssteuereinrichtung
DE580400C (de) Rollfilmkamera mit Abschneidvorrichtung
DE924363C (de) An photographische Kameras ansetzbare Sonderkassette fuer die Herstellung von Reihenbildaufnahmen
DE2057111C (de) Photographische Selbstentwickler kamera
DE937567C (de) Kleinstbildkamera fuer Rollfilme
DE597910C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Roentgen-Stereo- und Kinoaufnahmen
DE3645024C2 (en) Compact cassette camera for 110 film
DE543168C (de) Vorrichtung zum Abschneiden einer beliebigen Laenge aus einem photographischen Film bei Tageslicht vor dem Entwickeln und ohne Zerschneiden des als Unterlage dienenden Papierbandes
DE617687C (de) Rollfilmkamera
DE1472619C (de) Schmalfilmkamera
DE2057112C (de) Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart
DE1807586C (de) Bild Wechseleinrichtung zur Vorfüh rung von in Spezialrahmen gefaßten Diapo sitiven
DE945608C (de) Vorrichtung zur Behandlung belichteter photographischer Filmstreifen
AT236217B (de) Selbstentwicklereinrichtung (Selbstentwicklerkamera oder Selbstentwickleradapter) für Filmverbände