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Kurzschriftschreibmaschine Die neue Kurz schriftschreibmaschine dient
zum Schreiben einer dem Gabelsberger- oder Einheitssystem nachgebildeten, zur Anwendung
auf der Maschine vereinfachten Kurzschrift.
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Es ist eine Stenographiermaschine bekannt, die mit doppelter Umschaltung
und demzufolge drei Typen auf jedem Typenhebel versehen ist und bei der die Zeichen
sämtlich auf die Hauptlinie zu stehen kommen.
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Ferner sind Stenographiermaschinen bekannt, deren Typen . wie die
der üblichen Schreibmaschinen zwei Zeichen tragen und die demzufolge mit einer einfachen
Umschalteinrichtung ausgerüstet sind. Diese Maschinen haben außer der Umschalteinrichtung
noch Mittel zur Höhenverschiebung jedes Zeichens um eine halbe Stufe nach unten
oder oben, um dadurch einen Teil der Vokale auszudrüeken. Solche Maschinen sind
wegen ihrer drei Höhenverschiebungen nicht nur verwickelt in ihrem Aufbau, sondern
auch ziemlich schwierig zu bedienen.
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Bei dieser Stenographierwaschine sollen einzelne Selbstlaute durch
Verstärken der Buchstaben ausgedrückt werden, was ein doppeltes Vorhandensein der
Mitlauttypen (in starker und schwacher Ausbildung) voraussetzt.
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Bei der neuen Kurzschriftschreibmaschine werden die Selbstlaute teils
durch die Höhenlage, teils durch die Schriftstärke ausgedrückt. Zum Unterschied
von der bekannten Maschine entsteht aber gemäß der Erfindung die Verschiedenheit
der Schriftstärke durch verschieden starken Typenanschlag, und die Selbstlaute sollen
nicht durch drei verschiedene Höhenlagen und zwei verschiedene Schriftstärken, sondern
durch zwei Höhenlagen und drei .Schriftstärken ausgedrückt werden. In beiden Fällen
hat man für jeden Mitläut sechs Erscheinungsformen, durch die der zugehörige Selbstlaut
ausgedrückt werden kann. Darüber hinaus gewinnt man bei Verwendung der an sich bekannten
doppelten Umschaltung die Oberzeile für besondere Zeichen, die entweder allein oder
zusammen mit den Zeichen der Hauptlinie als Kürzel dienen können, Die Erfindung
besteht darin, daß die Höhe der in bekannter Weise doppelten Umschaltung etwas geringer
ist als der Abstand zwischen der; auf jeder Type befindlichen drei Zeichen, derart,
daß die obersten dieser Zeichen auf die Oberzeile und die untersten auf die Unterzeile
zu stehen kommen, während die mittleren Zeichen auf die Hauptzeile gelangen, wobei
die Flanken der die Zeichen druckenden Teile der Typen stark abgeschrägt sind, derart,
daß beim Anschlagen auf der mit verhältnismäßig weichen Gummi bekleideten Papierwalze
je nach der Stärke des Anschlags ein mehr oder weniger breiter Abdruck entsteht.
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Um dem .Schreiber die richtige Bemessung der Anschlagstärke zu erleichtern,
wird an
den Tasten je ein nach hinten ragender, in einen kleinen
Knopf auslaufender Fortsatz und ein nach vorn gerichteter, nach unten abgebogener
breiter Ansatz angebracht. Diese Gestaltung der Tasten führt den Schreiber unwillkürlich
dazu, beim Anschlagen des kleinen Knopfes weniger Kraft und beim Anschlagen des
breiten Ansatzes mehr Irraft anzuwenden als beim Anschlagen der eigent-.. liehen
Taste. In derselben Richtung wirkt auch die Verschiedenheit des Hebelarmes der drei
Anschlagpunkte.
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Die neue Maschine ist in denjenigen Teilen, in denen sie von den bekannten
Schreibmaschinen mit doppolter Umschaltung abweicht, in der Zeichnung in vergrößertem
Maßstäbe veranschaulicht.
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Es ist Abb. i eine Seitenansicht des Typenhebelkopfes in der Anschlagstellung
Abb. 2 zeigt die Lage der Abdrücke der drei Zeichen einer Type und Abb.3 einen Schnitt
durch den Typenhebelkopf. Die Abb. q. und 5 zeigen eine Taste in Seitenansicht und
Grundriß.
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Es ist c der Typenhebelkopf und d die in bekannter Weise durch Löten-
darauf befestigte Type; a, bi, b2 sind die auf ihr angebrachten drei-Zeichen.
Die Maße, um die der Schlitten und damit die Mittelebene der Schreibwalze durch
.die beiden Umschaltungen gehoben und gesenkt werden kann, sind mit x und y bezeichnet.
Da die. Maße x und y etwa um die Zeichenhöhe kleiner sind als die- Abstände zwischen
den auf der Type angebrachten Zeichen, so kommt bei entsprechender Umschaltung das
Zeichen a (wie aus Abb. a ersichtlich) auf die Oberzeile und das Zeichen.b2 auf
die Unterzeile zu stehen. In dem gezeichneten Beispiel sind die Typen bi undb2 gleich;
man kann also durch die Stellung der b-Zeichen Vokale ausdrücken. Die Abb. ¢ und
5 zeigen. die erfmdungsgemäße Ausbildung der Tastene mit ihrem in einen kleinen
Knopf auslaufenden Ansatz f und ihrem breiten, nach vorn. gerichteten und nach unten
gebogenen Fortsatz g.
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Die neue Schreibmaschine ist nicht nur zum Stenographieren in deutscher
Sprache, sondern insbesondere auch für romanische Sprachen eeignet. Man braucht
natürlich dafür ein beeignetes Stenographiersystem.