DE608053C - Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbruecken, Einzelzaehnen u. dgl. aus Edelmetallkoerpern mit einer die Vorderflaeche bildenden Porzellanauflage - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbruecken, Einzelzaehnen u. dgl. aus Edelmetallkoerpern mit einer die Vorderflaeche bildenden PorzellanauflageInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbrücken, Einzelzähnen u. dgl. aus Edelmetallkörpern mit einer die Vorderfläche bildenden Porzellanauflage Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Zahnkronen, Zahnbrücken, Einzelzähnen u. dgl. aus Edelmetallkörpern mit einer die Vorderfläche bildenden Porz,ellanauflage. Wegen des unschönen Aussehens von Goldkronen und wegen der nachteiligen Beeinflussung des Zahnfleisches durch solche Kronen, hat man seit geraumer Zeit versucht, diese Metallkronen, insbesondere Goldbrücken oder sonstige Goldkörper, mit Porzellanauflagen zu versehen, die in Form und Farbe den Zähnen des Patienten nachgebildet sind. Die Befestigung dieser Porzellanauflagen macht aber große Schwierigkeiten. Am meisten verbreitet ist das Verfahren, daß in den Porzellankörper Stifte aus Metall so eingebrannt werden, daß sie aus dem Körper herausragen. Diese Stifte werden dann mit dem Goldkörper durch Nieten, durch Läten oder auch durch Einzementieren verbunden. Ferner ist @es bekannt, Porzellankörper mit Rillen oder Hohlräumen zu verwenden, in die entsprechende Vorsprünge des Goldkörpers hineinragen. Porzellan und Gold werden durch zementartige Bindemittel miteinander verbunden. Diese Zahnersatzmittel haben den großen Nachteil, daß stets der Nerv des Zahnes getötet werden muß; und daß, der größte Teil der menschlichen Zahnkrone abgetragen werden muß, um genügend Platz für den dickem Porzellankörper und für den Goldkörper zu schafften. In die Zahnwurzel muß ein Stift reingesetzt werden, der zum Halten des künstlichen Zahnes dient.
- Dieser Nachteil wird zwar bei der sogenannten jacketkrone vermieden, die vollkommen aus Porzellan ohne Gold besteht und die über den menschlichen Zahn, nachdem ,er entsprechend abgeschliffen worden ist, gestülpt wird. Diese' Jacketkrone hat aber den großen Nachteil, daß sie nur für den Ersatz eines einzelnen Zahmes verwendet werden kann. Brücken können, von besonders günstig gelagerten Ausnahmefällen abgesehen,-nicht hergestellt werden. Die Brüchigkeit des Porzellans zieht den Arbeiten eine außerordentlich enge Grenze.
- Erfindungsgemäß werden diese Nachteile der bisher verwendeten Zahnersatzkörper vermieden. Durch das neue Verfahren, nach dem eine Porzellanauflage auf einer Edelmetallkrone befestigt werden kann., wird die Möglichkeit gegeben, so dünne Auflageplatten zu verwenden, daß die ganze Krone nur sehr wenig Raum in Anspruch nimmt. Vom menschlichen Zahn braucht nur eine dünne Schicht abgeschliffen zu werden, so daß der Zahn, falls keine anderen Gründe zu seiner Entfernung bestehen, weitgehend erhalten werden kann. Die Porzellanauflage gestattet es, den menschlichen Zahn naturgetreu nachzubilden. Dennoch bleibt die Möglichkeit, den hinten freiliegenden Metallkörper mit benachbarten Metallkärp.ern in befiebiger Weise zu Brücken und größeren Körpern zu verbinden. Die Befestigung .der Borzellanauflage auf dem Metallkörper ist so widerstandsfähig, daß ohne jede Rücksicht auf diesen Porzellankörper in der dem Vachmann vertrauten Weise gelötet werden kamt.
- Selbstverständlich können mittels des neuen Verfahrens nicht nur Einzelzähne, sondern auch Brückenközper und Zwischenglieder mit Porzellan belegt werden. Das ist sehr wichtig, weil es auf diese Weise ermöglicht wird, den Zusammenstoß von Metall und Zahnfleisch zu vermeiden, der häufig zu Erkrankungen des Zahnfleisches führt.
- Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß die fertiggeformte Porzellanauflage mit dem Metallkörper durch .eine keramische Masse von niedrigerem Schmelzpunkt als demjenigen der Porzellanauflage verbunden wird. Die keramische Masse wird dabei einem regelrechten Brand unterworfen. Es wird nach der Erfindung so vorgegangen, daß die Schicht der keramischen Masse von niedrigerem Schmelzpunkt als demjenigen der PiorzUlanauflage auf den Edelm:etallkörper aufgebrannt und der gewonnene Körper durch nochmalige Hitzebehandlung mit der Porzellanauflage verbunden wird.
- Um beim Aufbrennen der keramischen Masse mit niedrigem Schmelzpunkt eine Beschädigung oder Gestaltänderung des MetallköTpers zu vermeiden, ist diese Masse so auszuwählen, daß ihr Schmelzpunkt unter dem Schmelzpunkt des verwendeten Edelmetalls bzw. der Edelmetallegierung und des etwa benutzten Lotes liegt. Der Schmelzpunkt des Pörzellans dagegen kann über dem Schmelzpunkt des Metalls liegen.
- Als besonders geeignet hat sich erwiesen, ein Gold mit einem Schmelzpunkt von über iooo° C zu verwenden, ein Goldlot reit einem Schmelzpunkt von etwa 96o° C, ein Weichporzellan mit einem Schmelzpunkt von etwa 85o bis iooo° C und ein Hartporzellan mit einem Schmelzpunkt von über iooo° C.
- Die niedrigschmelzende keramische Masse wird bei einer Temperatur zwischen 920 und 96J C im Brennofen auf den Goldkörper aufgebrannt. Sie verbindet sich hierbei mit dem Körper so innig und fest, daß beim Erkalten keine Risse oder Sprünge auftreten. Danach wird der höher schmelzende Porzellankörper, der in geeigneter Weise vorgeformt und vorgebrannt ist, bei einer Temperatur von etwa 92o° auf die Zwischenschicht aufgebrannt. Hierbei verbindet sich diese Schicht mit dem ihr angepaßten Porzellan. Damit ist eine dauerhafte, einwandfreie Verbindung zwischen Gold und Porzellan hergestellt.
- Besonders vorteilhaft gestaltet sich das Verfahren nach der Erfindung, wenn die' Vorderfläche des die Krone, den Einzelzahn ,o. dgl. bildenden Edelmetallkörpers aus einem Edelmetallgitter als Träger für die dünne keramische Zwischenschicht besteht. Hierdurch wird das durch die Erfindung angestrebte Ziel, eine dauerhafte Krone von mÖglichst geringen Abmessungen und möglichster Beibehaltung des natürlichen Zahns zu schaffen, noch weiter gefördert. Das Edelmetallgitter ist mit dem Edelmetallkörper fest verbunden, so daß dadurch auch die Porzellanauflage in fester Verbindung mit dem Edelmetallkörper steht. Durch die Anwendung des Gitters ist andererseits für die dünne keramische Zwischenschicht ein sehr guter Halt geschaffen, so daß nur geringe Mengen keramischer Masse erforderlich sind, um eine ausreichende und haltbare Unterlage für das Hartporzellan zu bilden.
- Es ist schon vorgeschlagen worden, für Zahnprothesen u. dgl. Edelmetallgitter zu verwenden, um darauf Emailkranen befestigen zu können. Hierbei wird aber der fertige Zahn nach allen Seiten von :einer starken Emailkrone gebildet. Es tritt also nicht das der Erfindung zugrunde liegende Erfordernis auf, eine Krone möglichst geringer Abmessung und eine dauerhafte Verbindung zwischen nach außen freiliegendem Edehnetallkörper und nach außen freiliegender Porzellanschicht zu schaffen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbrücken, Einzelzähnen u. dgl. aus Edelmetallkörpern mit einer die Vorderfläche bildenden Porzellanauflage, dadurch gekennzeichnet, daß die fertiggeformte Porzellanauflage mit dem Metallkörper durch eine keramische Masse von niedrigerem Schmelzpunkt als demjenigen der Porzellanauflage verbunden wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht der keramischen Masse von niedrigerem Schmelzpunkt als demjenigen der Porzellanauflage auf dem Edehmetallkörper aufgebrannt und der gewonnene Körper durch-nochma.lige Hitzebehandlung mit der Porzellanauflage verbunden wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gold mit einem Schmelzpunkt von über iooo° C, ,ein Goldlot mit einem Schmelzpunkt von :etwa 96o" C, ein Weichporzellan mit einem Schmelzpunkt von etwa 8 5o bis iooo° C und :ein Hartporzellan mit einem Schmelzpunkt von über iooo° C verwendet wird. ¢. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderfläche des die Krone, den Einzelzahn o. dgl. bildenden Edehnetallkärpers aus einem Edehnetallgitter als Träger für die dünne keramische Zwischenschicht besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP67032D DE608053C (de) | 1933-02-11 | 1933-02-11 | Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbruecken, Einzelzaehnen u. dgl. aus Edelmetallkoerpern mit einer die Vorderflaeche bildenden Porzellanauflage |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608053C true DE608053C (de) | 1935-01-14 |
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ID=7390926
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEP67032D Expired DE608053C (de) | 1933-02-11 | 1933-02-11 | Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen, Zahnbruecken, Einzelzaehnen u. dgl. aus Edelmetallkoerpern mit einer die Vorderflaeche bildenden Porzellanauflage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608053C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3316905A (en) * | 1964-04-24 | 1967-05-02 | Henry W Seeler | Variable volume rebreathing bag for scuba system |
-
1933
- 1933-02-11 DE DEP67032D patent/DE608053C/de not_active Expired
Cited By (1)
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