DE609941C - Schalter mit Lichtbogenloeschung durch Druckgas - Google Patents

Schalter mit Lichtbogenloeschung durch Druckgas

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DE609941C
DE609941C DER78196D DER0078196D DE609941C DE 609941 C DE609941 C DE 609941C DE R78196 D DER78196 D DE R78196D DE R0078196 D DER0078196 D DE R0078196D DE 609941 C DE609941 C DE 609941C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/7015Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts

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  • Circuit Breakers (AREA)

Description

  • Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas Das Hauptpatent betrifft einen Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas, bei welchem die die Kontaktflächen umgebenden Teile derart kaminförmig ausgebildet sind, daß die Blaswirkung an der Unterbrechungsstelle ein Maximum wird. Es ist bei Druckgasschaltern bereits bekannt, daß sich die günstigste Löschwirkung des Druckgasstromes ergibt, wenn ün Augenblick, wo der Lichtbogen zerrissen wird, die Kontakte eine bestimmte gegenseitige Stellung besitzen. Es hat sich-nun gezeigt, daß bei Schaltern für höhere Spannungen dieser günstigste Kontaktabstand so- gering wird, daß, bei normalem Blasdruckgas, dessen Druck man etwa zwischen 5 und io Atmosphären wählen wird, ein Überschlag durch die wiederkehrende Spannung eintreten kann. Dies wird besonders dann möglich sein, wenn auch noch durch besondere, bei den Schaltvorgängen erzeugte Überspannungen eine die Betriebsspannung übersteigende Spannung an den Kontakten auftritt. Wenn auch hin Gasdruck von 5 bis io Atmosphären schon ausreicht, um auch bei geringem Kontaktabstand eine isolierende Abriegelung vorzunehmen, so ist doch zu berücksichtigen, daß die wiederkehrende Spa=wng, besonders bei Überspannungen, recht beträchtliche Werte annehmen kann und sich auch so schnell bildet, daß ein Wiederzünden des Lichtbogens stattfinden kann, ehe sich die Kontakte aus der günstigsten Blasstellung auf genügenden Trennabstand voneinander @entfernt haben.
  • Um diese Gefahr zu verhüten, wird lerfindungsgemäß, ehe die der Kontakte auf ausreichenden Abstand erfolgt, in der Löschstellung mit besonders hohem Druck (über i o Atmosphären) kurzzeitig geblasen, so daß die Durchschlagsfestigkeit der Trennstrecke während dieser Zeit wesentlich erhöht wird. Die Zusatzbebllasung wird am zweckmäßigsten in der Weise vorgenommen, daß, nachdem etwa 5/1000 Sek. lang in der Löschstellung der Kontakte mit normalem Druckgas von 5 bis ioAtmosphären geblasen ist, etwa 1,y100 Sek. lang mit erhöhtem Druck nachgeblasen und dann nur mit dem Anfangsdruck weitergeblasen wird. Hierbei sind nicht einmal besonders große Druckgasmengen erforderlich, da ein verhältnismäßig kurzes Blasen bei geringen Durchtrittsquerschnitten genügt, um ein sicheres isolierendes Abriegeln der Kontakte zu .erzielen. Der Druckgasverbrauch wird also auch selbst bei einer Beblasungsdauer von 3/100 Sek. kein zu großer.
  • Um nun nicht allgemein Druckgasanlagen mit zu hohem Druck verwenden zu müssen, kann man dort, wo Nachblasen erforderlich ist, das Druckgas für die Zusatzheblasung aus besonderen Druckgasflaschen :entnehmen, die z. B. mit Stickstoff, Kohlensäure @o. dgl. gefüllt sind. Diese Druckgasflaschen werden zweckmäßig nahe beim Schalter so angeordnet, daß sich kurze Leitungen ergeben und daß immer mindestens zwei Flaschen vorhanden sind, so daß stets nach Aufbrauchen einer Flasche Reserve zur Verfügung steht. Diese Umschaltung kann sogar abhängig vom Füllungsstand automatisch erfolgen. Das Zuführungsrohr, das das Druckgas in die Schaltkammer führt, kann für beide Blasengen gemeinsam sein. Gegebenenfalls können zwei Ventile, die von einer Antriebsvorrichtung aus bzw. von einem oder zwei Hilfsventilen aus gesteuert werden, die Druckgaszuführung regeln. Bei der Schalteröffnung wird die Beblasung derart gesteuert, daß zunächst mit geringerem Druck geblasen wird (evtl. Vorblasen vor dem Öffnen), dann der Strom unterbrochen und gleichzeitig mit dem Löschen des Lichtbogens das Nachblasen mit höherem Druck einsetzt, dann die weitere Trennbewegung und gleichzeitig das Abstellen des höheren Drucl2es erfolgt. Erst nachdem der bewegliche Kontakt - seine Endstellung erreicht hat, erfolgt die Abstellung des Normaldruckes. Will man sicher gehen, daß Druckgas höheren Druckes lange genug nachströmt, so. kann eine vom Erlöschen des Lichtbogens abhängige Verriegelung in der Hochdruckleitung angebracht sein, z. B. eine Einschnappvorrichtung, die unter Wirkung des Stromes (Elektromagnet) einschnappt und das Ventil in der offenen Stellung festhält. Ist der Strom unterbrochen (gelöscht), so wird sich das Ventil, da es nicht mehr gehalten ist, schließen.
  • Durch entsprechende mechanische Verzögerungen kann leicht erreicht werden, daß dieses Schließen erst bestimmte Zeit nach Freigabe der Arretierung verfolgt, so daß der höhere Druck nach Erlöschen des Lichtbogens die Elektroden gegeneinander genügend lange Zeit abriegelt, bis ein Wiederzünden nach Trennung auf größeren Abstand unmöglich wird. Hierzu kann man die natürliche, in jeder mechanischen Vorrichtung liegende Ver zöä erung 'benutzen !oder irgendwelche besonderen Verzögerungsvoirichtung gen anbringen.
  • Durch das Nachblasen mit erhöhtem Druck wird bei einem Druckgasschalter nur eine besondere Steuerung der Druckgaszuführung erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas nach Patent 607 703, ins-'besondere für hohe Spannungen, grekQnnzeichnet durch eine Druckgasanfangsbeblasung mit normalem Druck von 5 bis i o Atmosphären,durch ein Nachblasen mit erhöhtem Druck kurzzeitig (etwa 1,5,1100 Sek. lang), noch während die Kontakte sich in der Löschstellung befinden, 'und durch ein Weiterblasen mit dem "Anfabgsdruck. a. Druckgasschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß das Gas höheren Druckes aus besonderen Blehältern oder Flaschen entnommen und mit dem Gas niedrigeren Druckes gemeinsam gesteuert ist. 3. Druckgasschalter nach Anspruch z und z, dadurch gekennzeichnet, daß. für die Gase verschiedenen Druckes ein gemeinsaures Druckgaszuführungsrohr zur Schaltkammes.- vorgesehen ist. q.. Druckgasschalter flach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil, das die Nachbeblasung mit höherem Druck steuert, frühestens i/iao Sek. nach Erlöschen des Lichtbogens geschlossen wird.
DER78196D 1927-02-04 1929-05-24 Schalter mit Lichtbogenloeschung durch Druckgas Expired DE609941C (de)

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DER70158D DE607703C (de) 1927-02-04 1927-02-04 Schalter mit Lichtbogenloeschung durch Druckgas
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DE (1) DE609941C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1185270B (de) * 1961-03-02 1965-01-14 Calor Emag Elektrizitaets Ag Elektrischer Schalter mit Lichtbogenloeschung durch eine Loeschmittelstroemung
DE1210473B (de) * 1961-07-20 1966-02-10 Westinghouse Electric Corp Leistungsschalter

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1185270B (de) * 1961-03-02 1965-01-14 Calor Emag Elektrizitaets Ag Elektrischer Schalter mit Lichtbogenloeschung durch eine Loeschmittelstroemung
DE1210473B (de) * 1961-07-20 1966-02-10 Westinghouse Electric Corp Leistungsschalter

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