DE618254C - Elektromagnetischer Synchronantrieb ohne Arbeitsspeicher fuer Pendel und Unruhen - Google Patents

Elektromagnetischer Synchronantrieb ohne Arbeitsspeicher fuer Pendel und Unruhen

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DE618254C
DE618254C DEP68037D DEP0068037D DE618254C DE 618254 C DE618254 C DE 618254C DE P68037 D DEP68037 D DE P68037D DE P0068037 D DEP0068037 D DE P0068037D DE 618254 C DE618254 C DE 618254C
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    • G04C11/08Synchronisation of independently-driven clocks using an electro-magnet or-motor for oscillation correction
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Description

  • Elektromagnetischer Synchronantrieb ohne Arbeitsspeicher für Pendel und Unruhen Es ist bekannt, Uhren durch kleine, mit der Netzfrequenz synchron laufende Motoren zu betreiben. Diese Kleinmotoren laufen in der Regel mit einer Tourenzahl von etwa 5oo Umdrehungen. Ein auf die Dauer geräuschloser Lauf ist deshalb schwer zu erreichen, ihre Leistungsaufnahme (z bis 3 Watt) ist ziemlich groß und .die relativ hohen Umdrehungszahlen bedingen mannigfache konstruktive Schwierigkeiten, insbesondere bei der Schmierung. Die Lebensdauer eines solchen Triebwerkes ist daher auch verhältnismäßig gering und die laufenden Betriebskosten fallen durch die für ein Uhrenlaufwerk hohe Leistungsaufnahme schon so stark ins Gewicht, daß sie die Verbreitung dieses Antriebsmittels stark behindern.
  • Die verhältnismäßig hohe Leistungsaufnahme ist auch der Nachteil von Uhrentriebwerken, die von einem elektrisch aufgezogenen Arbeitsspeicher getrieben sind und über ein netzfrequent beeinflußtes Hemmwerk arbeiten. Uhrenantriebswerke dieser Art sind nicht nur im Betrieb, sondern, ihrer vielen Bauteile wegen, auch in der Herstellung teuer. Der Zweck vorliegender Erfindung ist es, ein synchrones Antriebsmittel zu schaffen, das im Betrieb billiger ist als alle bisher bekannten Antriebsmittel. Die Leistungsaufnahme der Triebwerke gemäß vorliegender . Erfindung beträgt weniger als i Watt, hat also einen Wert, der keinen der üblichen Elektrizitätszähler zum Ansprechen bringt, so daß die Betriebskosten praktisch fast zu vernachlässigen sind.
  • Gegenüber den bekannten Ausführungen besteht die vorliegende Erfindung darin, daß ein magnetisches, oder vom Betriebswechselstrom oder von einem aus dem Betriebswechselstrom gewonnenen Gleichstrom magnetisiertes Pendel, das sowohl in Stab-, als auch in Hufeisenform ausgeführt werden kann, bzw. eine Unruhe, an einem, bzw. zwei, vom Betriebswechselstrom magnetisierten v oder magnetischen Zahnsegmentkörpern entlang schwingt, deren Zähnezahl den an einer Schwingungshalbzeit anteiligen Pulsationen des Betriebsstromes, und deren Zähneabstand den diesen Pulsationen jeweils konformen Augenblicksstellungen des schwingenden Pendels bzw. der Unruhe entspricht.
  • Die nachstehend beschriebenen synchrongetriebenen Pendel und Unruhen sind in der Hauptsache bestimmt zum Anschluß an auf Zeit gefahrene Wechselstromnetze.
  • Fig. i zeigt schematisch die prinzipielle Anordnung eines solchen Synchronpendels. Im Punkte D ist das Pendel a aufgehängt, das an seinem Ende den Elektromagneten b mit der Wicklung c trägt. Wird der Elektromagnet der besseren Wirksamkeit halber als Hufeisenmagnet ausgeführt, so werden seine Pole senkrecht zur Schwingungsebene angeordnet, so daß die Zähne des Segmentes abwechselnd als Joche wirken. Das Pendel schwingt mit einem sehr kleinen Luftabstand über dem -Zahnsegment d; -das ganz oder nur zu den entsprechenden Teilen aus magnetischem Material besteht und zahnartige Erhöhungen und Vertiefungen aufweist, deren Abstände den den Pülsationen des Erregerstromes konformenAugenblicksstellungen des Pendels entsprechen.
  • Naturgemäß läßt sich der Vorgang auch umkehren, so daß an Stelle des Pendelmagnet ten das Zahnsegment als Magnet ausgeführt wird und eine Wicklung erhält. Das Pendel trägt dann an seinem unteren Ende lediglich einen kleinen schmalen Eisenanker. Die Ausführung eines solchen, als Elektromagneten funktionierenden Zahnsegmentes ist in den Fig. 5, 6 und 7 schematisch dargestellt.
  • Fig.2 zeigt schematisch die prinzipielle Anordnung einer Synchronunruhe. Die Synchronunruhen unterscheiden sich von den Synchronpendeln nur dadurch, daß alle Teile doppelt angeordnet sind und die Wirkung der Schwerkraft durch Federwirkung ersetzt wird. D ist. wiederum der Aufhängungs-bzw. -drehpunkt des Pendels bzw. der jetzigen Funktion entsprechend der der Unruhea, die an ihren Enden die Stab- oder Hufeisenelektromagnete b mit den Wicklungen c trägt. Das Unruhpendel schwingt mit einem sehr kleinen Luftabstand über den Segmenten d1, d2, die im übrigen wie das Segment d in Fig. i ausgebildet sind. Die Funktion der Schwerkraft wird bei den Unruhpendeln in der üblichen Weise von einer Feder e übernommen, die -beliebig als Zug- oder Druckspital- bzw. Blattfeder oder auch als Schnekkenfeder ausgeführt sein kann. Bei kleinen und rasch schwingenden Synchronunruhen dagegen wird prinzipiell das Unruhpendel als unbewickelter, glatter Eisenkörper ausgeführt. Die beiden Zahnsegmente können dann durch die Joche f, die daim die Wicklungen g tragen, miteinander magnetisch verbunden und erregt werden. Das Unruhpendel übernimmt hier die Funktion eines unbewickelten Ankers im magnetischen Feld.
  • Von besonderer Wichtigkeit ist Anordnung und Ausgestaltung der gezahnten Segmente. In Fig. 3 ist ein solches Segment d mit :dem punktiert angedeuteten Ende des Pendelelektromagneten b in Vorderansicht schemar tisch dargestellt. Im allgemeinen entspricht die Ausdehnung des Segmentes der gewählten Schwingungsweite des Pendels, doch ist es, insbesondere wenn,- wie später noch gezeigt wird, das synchronisierende Moment erhöht wird, auch möglich, .die Längenausdehnung des Segmentes kleiner zu wählen als die Pendelschwingungsweite. Das in Fig:3 als Beispiel gezeigte. Segment ist in der dargestellten Form in üblicher Weise entweder in sehr weichem Gußeisen oder geblättert ausgeführt, was jedoch nur für gröbere Ansprüche genügt, da diese Form durch die Anhäufung großer metallischer Massen immerhin zu nennenswerten Verlusten durch Wirbelstrombildung (selbst bei geblätterter Ausführung) Anlaß geben kann.
  • Die Anordnung der Zahnung ergibt sich zwangsläufig aus der Periodenzahl .des erregenden Wechselstromes und aus der Länge und der gewählten Schwingungsweite des Pendels. Wird, um ein Beispiel zu nennen, das Pendel an einen Wechselstrom von 5o Perioden angeschlosseh und macht das Pendel in der Sekunde eine ganze Schwingung (Hinundherbewegung), so erhält das Zahnsegment entsprechend den 5o Stromstößen des Wechselstromes auch 5o Zähne. Die, Lage der Zähne auf dem Segment ist sowohl rechnerisch als auch graphisch mit großer Genauigkeit zu ermitteln, da bei einer Pendelbewegung die Entfernung des Pendels von der Ruhelage eine Sinusfunktion der Zeit ist. Lediglich bei der Konstruktion von Zahnsegmenten für Unruhantriebssysteme empfiehlt es sich, die errechneten Werte durch eine Filmaufnahme oder durch ein Photogramm (oszillierende Belichtung) zu überprüfen.
  • Von einschneidender Bedeutung - ist die Wahl des richtigen Verhältnisses zwischen der Breite des Pendelmagneten und der Breite der Segmentzähne und damit der sich ergebenden Zahnzwischenräume. Diese Abmessungen sind außerdem in hohem Maße abhängig von der Kurvenform des zum Betrieb verwendeten Stromes, und es sei vorläufig davon ausgegangen, daß zum Betrieb annähernd sinusförmiger Strom verwendet wird.
  • Da eine Pendelschwingung keine gleichförmige Bewegung, sondern eine Bewegung von ungleichförmiger Geschwindigkeit ist, sind auch die Abstände zwischen den einzelnen Zähnen des Zahnsegmentes d ungleich. Sie sind am. größten in der Mitte und am kleinsten an den Enden des Segmentes. Da nun aus konstruktiven Gründen die Breite des Pendelmagneten b während der Gesamt schwingungsdauer stets gleichbleiben muß, ist es nötig, die Abmessungen von Zahnbreite und Zwischenraumbreite so zu wählen, daß trotzdem sowohl das Antriebs- als auch das synchronisierende Moment genügend große Gesamtwerte aufweisen und so ein Außertrittfallen des Pendels mit Sicherheit verhüten.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Zweck erreicht, wenn mehr als die Hälfte der Zahnzwischenräume breiter gemacht werden als die Breite des Pendelmagneten, wobei ein gleichbleibender Luftspalt während der ganzen Schwingungsdauer Voraussetzung ist. Die breiteren Zahnzwischenräume liegen hierbei stets in der Mitte des Segmentes und gehen in ihrem Verlauf allmählich in Normalbreite über.
  • Für die Zahnbreiten ist die Winkelgeschwindigkeitdes schwingenden Pendels zu berücksichtigen und ihre Breitenabmessungen sind in Anlehnung daran so zu wählen, .daß unter weiterer Berücksichtigung der Kurvenform des Erregerstromes sowohl die synchronisierenden, als auch die Antriebsmomente den jeweils günstigsten Wert erhalten. Diese. Art .der Ausführung ist auch in Fig. 3 dargestellt.
  • Es kann nötig werden, dasAntriebsmoment eines Pendels weiter zu erhöhen. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die beiden Hälften der Zahnungen, vorn Nullpunkt (Ruhelage) aus gerechnet, um einen kleinen Bruchteil einer Periode bzw. Halbperiode (etwa ein Zehntel bis ein Viertel) auseinander geschoben werden, so daß das schwingende Pendel, von der Ruhelage aus gesehen, der Zahnung um diesen kleinen Betrag nachhinkt.
  • Es ist bisher angenommen worden, daß die Zähne rechtwinkelig gemacht werden. Das ist zwar möglich, doch nicht unbedingt nötig und in manchen Fällen sogar unvorteilhaft. In den Außenbereichen des Segmentes liegen die Zähne so dicht aneinander, daß bei rechtwinkeliger Form stets eine Überbrückung durch den Pendelmagneten b stattfindet. Es hat sich gezeigt, daß es vonVorteil sein kann, eine solche Überbrückung zu vermeiden, da sie immer mit dem Verlust eines Anteiles sowohl des synchronisierenden als auch des Antriebsmomentes verbunden ist. Erfindungsgemäß wird das am einfachsten dadurch erreicht, .daß entweder das Ende des Pendelmagneten b oder der erwünschte Teil der Segmentzähne oder auch beide zusammen symmetrisch zugespitzt oder abgerundet werden. Diese Art der Ausführung der Endzähne ist in Fig. 3 auf der rechten Seite dargestellt.
  • Mit Rücksicht auf eine Erleichterung in der Herstellung der Zahnung ist es in bescheidenem Umfange möglich, die Zähne am alleräußersten Bereich der Schwingungsweite unvollständig auszubilden bzw. ineinander, übergehen zu lassen. Nur darf dieser unvollständig ausgebildete Teil der Zahnung nicht prozentual so groß ausfallen, daß die Summe der synchronisierenden und Antriebsmomente einen ungenügenden Wert erhalten. Im allgemeinen kann man sagen, daß zugunsten der Fabrikationserleichterung auf die synchronisierende Mitwirkung von etwa 2o bis 25 Prozent der Zähne verzichtet werden kann. Eine ähnliche Verzichtleistung liegt auch dann vor, wenn im Interesse der Fabrikationserleichterung der Halbmesser des Segmentes ein wenig größer gewählt wird als die Länge des Pendels plus Luftspalt. Eine Anordnung, .die auch möglich ist, die aber naturgemäß einen kleineren Wirkungsgrad aufweisen muß als die vorher besprochene.
  • Es ist eine durch die Pendelfunktion bedingte Eigenart der Synchronpendel und -unruhen, daß sie eine ungemein genaue Einstellung des Luftspaltes zwischen Pendel und Zahnsegment erfordern. Zu ihrer Funktion ist es nötig, daß der Mittelpunkt der Pendelschwingung stets mit dem Mittelpunkt des Zahnsegmentes zusammenfällt. Ein Pendel, wie das als Beispiel besprochene, erhält in jeder Schwingungshalbzeit- zum Beispiel 25 Kraftimpulse. Die Stärke dieser Impulse ist jedoch abhängig von der Größe des Luftspaltes. Die Summe aller dieser Kraftimpulse muß in beiden Schwingungshalbzeiten stets ganz genau gleich sein, da sich sonst der Mittelpunkt der Pendelschwingung gegen den Zahnsegmentmittelpunkt verschieben würde. Es ist daher leicht erklärlich, daß schon eine Abweichung von wenigen iooostel Millimeter eine Verschiebung der beiden Mittelpunkte herbeiführen kann, die ein sofortiges Außertrittfallen des Pendels zur Folge hat.
  • Es ist mit den üblichen Meßmethoden vollkommen unmöglich, das Zahnsegment so genau unter einem Pendel zu montieren, daß der Luftspalt auf beiden Hälften absolut gleich ist. Erfindungsgemäß wird dieser übelstand dadurch behoben, daß das Zahnsegment im Punkte h drehbar gelagert und durch mit Feingewinde versehene Stellschrauben einstellbar gemacht wird. In den Skizzen bezeichnet i jeweils die Anschlagbacken für die Stellschrauben. Die Art der Einstellung kann beliebig ausgeführt werden, nur ist es von Vorteil, den Abstand zwischen Befestigungs- bzw. Drehpunkt einerseits und den Stellschrauben andererseits so groß wie möglich zu wählen, um eine größtmögliche Feinfühligkeit der Einstellung zu erreichen.
  • An Stelle der Einstellbarkeit des oder der Zahnsegmente kann auch erfindungsgemäß eine seitliche Einstellbarbeit bzw. Verstellbarkeit des Pendelaufhängungspunktes treten, und es kann, insbesondere bei synchron getriebenen Unruhen, eine gleichzeitige Einstellbarkeit von Zahnsegmenten und Pendelaufhängungs- bzw. -dr.ehpunkt von Nutzen sein.
  • Die Einstellung kann natürlich nur während des Betriebes erfolgen,. da nur dann die Summe der Kraftimpulse, die das Pendel auf den beiden Schwingungshälften empfängt, einander. gleich gemacht werden kann.
  • Es ist erfindungsgemäß weiter von Vorteil, die Einstellung vorzunehmen, während das Pendel mit Gleichstrom übererregt und von Hand angestoßen wird, da sich durch die nunmehr mögliche, wesentlich verstärkte Erregung eine größere Genauigkeit der Einstellung erreichen läBt.
  • Wie weiter oben angedeutet wunde, entspricht die gegossene oder geblätterte, massive Ausführung .des Zahnsegmentes nicht in allen Fällen den Anforderungen, da jede Anhäufung von größeren Metallmassen. mit Rücksicht auf Wirbelstrombildung zu vermeiden ist. Es - empfiehlt sich daher, bei besseren Ausführungen. die Zahnsegmente so herzustellen, daß bei ihrem Aufbau Metalle nur in dem kleinsten und unbedingt nötigen Ausmaß Anwendung finden.
  • Erfindungsgemäß wird ein solches metallarmes Zahnsegment so hergestellt, daß die betreffende Anzahl magnetischer Zahnkörper, die am besten aus. Blechen hoher Magnetisierbarkeit zusammengesetzt sind, von einer unmagnetischen, beständigen Masse, so zum Beispiel Kunstharz usw. umpreßt und so -zu einem kompakten, festen, unveränderlichen Körper vereinigt werden. Einen solchen metallarmen Zahnsegmentkörper zeigt schematisch Fig, q.. Ein weiterer Vorteil dieser gepreßten Zahnsegmentkörper ist, daß ihre denn Pendelmagneten zugewandte Fläche auf das genaueste auf den richtigen Radius ein-und plangeschliffen werden kann.
  • Arbeitet das. _ Zahnsegment als-, Elektromagnet, so ist natürlich nur ein massiver Aufbau möglich. Eine solche Anordnung zeigt schematisch Fig. 5. d ist der Zahnkörper, i sind die Anschlagbacken, k die 'Magnetwicklung. Diese Ausführung des Zahnsegmentes als Elektromagnet -eignet sich natürlich am besten =Zusammenarbeit mit einem unbewickelten Pendelmagneten bzw. _ Pendelanker.
  • Eine andere Ausführung .des Zabnsegmentmagneten zeigt schematisch Fig. 6 in Ansicht und Draufsicht. dl und d2 sind wiederum die hier doppelt vorhandenen, eventuell 'aus Blechen aufgebauten Zahnsegmente, die durch die Bolzen l miteinander fest verbunden sind. Einer der Bolzen ist zugleich Befestigungs-bzw. Drehpunkt der Einstellung, i sind die Anschlagbacken für die Einstellschrauben, k sind die Magnetwicklungen, die auf den Verbindungsbolzen angebracht sind.
  • Die Gestaltung eines. solchen Zahnsegmentmagneten läßt sich -weiter noch erheblich vereinfachen und verbilligen. Eine solche vereinfachte Ausführung zeigt schematisch Fig.7 in Draufsicht. d, und d2 sind wieder die doppelt vorhandenen Zahnsegmente, die durch die Bolzen l miteinander verbunden sind, i die Anschlagbacken für die Einstellschrauben, k die Magnetwicklungen, die auf den Verbindungsbolzen angebracht sind. Im Gegensatz zu der in Fig.6 dargestellten Ausführungsform sind hier die beiden Zahnsegmente aus je einem einzigen Stück Blech gestanzt und gepreßt, wobei die Polflächen der einzelnen Zähne durch die rechtwinkelig umgebogenen Blechteile gebildet werden. Dabei ist in der linken Hälfte .der Zeichnung die Form der rechtwinkelig umgebogenen Blechteile gezeigt zur Zusammenarbeit mit einem hufeisenförmigen Pendelmagneten und in der rechten Hälfte dagegen die Form, die zur Zusammenarbeit mit einem stabförmigen Pendelmagneten xiötig ist.
  • So einfach und billig diese Art der Zahnsegmentmagnete auch sein mag, so sind ihr doch in der Dimensionierung Grenzen durch die Gefahr zu starker Wirbelstrom- und Streuungsverluste gezogen.
  • Synchronpendel und Synchronunruhen nach Art vorliegender Erfindung würden natürlich zur Ingangsetzung eines Anstoßes bedürfen. Ein weiterer Nachteil wäre, daß sie bei Ausbleiben der Netzspannung zum Stillstand kämen und bei Wiedereinschaltung des Stromes auch wieder ohne Fremdanstoß nicht in Gang gebracht werden könnten. Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß Synchronpendel bzw. Synchronunruhen nach Art vorliegender Erfindung mit einem magnetisch beeinflußten Sperrhebel ausgestattet wenden, der bei Stromunterbrechungen das Pendel bzw. die Unruhe im Augenblick des Ausschwingens in der Endstellung des Schwingungsausschlages festhält.
  • Derartige Sperrhebel können in der Art üblicher Arbeitsstromrelais beliebig aufgebaut sein. Erfindungsgemäß jedoch werden sie so im Streufluß der an und . für sich vorhandenen Pendel- oder Zahnsegment magnete angebracht, daß sich die Verwendung eigenerElektromagnete für sie erübrigt. Prinzipiell können sie doppelt angeordnet werden, so daß sie bei jeder Schwingungshalbzeit in Tätigkeit treten können, doch genügt auch vollkommen die Anwendung nur eines Sperrhebels, der dann jeweils am Ende der vollen Schwingungszeit in Tätigkeit tritt. Ein solcher im Streufluß liegender Sperrhebel wird, wenn das Synchronpendel mit einem Pendelmagneten betrieben wird, am Pendel, wenn es durch Zabnsegmentmagneten betrieben wird, am Zahnsegmentmagneten angebracht, Fig. 8 zeigt schematisch einen am Pendelmagneten angebrachten Sperrhebel im Augenblick des Einsch-,vingens, b ist der Eisenkörper des Pendelmagneten, c die Wicklung, yrc der an einer Lasche drehbar befestigte Sperrhebel, der so im Streufluß des Pendelmagneten liegt, daß er, solange der Stromkreis geschlossen ist, offen gehalten wird. Im Augenblick der Stromunterbrechung fällt der Sperrhebel na durch eigene Schwerkraft oder durch Federwirkung in Eingriffsstellung, so daß er sich beim Ausschwingen des Pendels in Pfeilrichtung in die am besten am Ende des Zahnsegmentes befestigte Halteklaue n einklinkt.
  • Fig.9 zeigt schematisch einen am Ende des Zahnsegmentmagneten angebrachten Sperrhebel imAugenblick des Einschwingens. d ist der Eisenkörper des Zahnsegmentmagneten, m der an einer Lasche drehbar befestigte Sperrhebel, der so im Streufluß des Zahnsegmentmagneten liegt, daß er, solange der Stromkreis geschlossen ist, offen gehalten wird. Im Augenblick der Unterbrechung fällt der Sperrhebel m durch eigene Schwerkraft oder durch Federwirkung in Eingriffstellung, so daß sich die nun am Pendel a befestigte Halteklaue n in den in Sperrstellung befindlichen Sperrhebel einklinkt. Die Anwendung dieser Sperrhebel erfolgt in gleicher Weise auch bei den Synchronunruhen.
  • Erfindungsgemäß ist es von Vorteil, die Größe und Anordnung dieser Sperrhebel so zu wählen, daß sie zu ihrer Funktion genau die Zeit einer Periode brauchen, da dann das betreffende Pendel bzw. die Unruhe schon am Beginn ihrer Schwingung mit dem Zahnsegment in Tritt ist.
  • Allen vorherigen Ausführungen wurde zugrunde gelegt, daß zum Betrieb dieser Synchronpendel und -unruhen ein annähernd sinusförmiger . Wechselstrom Verwendung findet. Dabei waren es durch die entsprechende Ausgestaltung des Feldes in der Hauptsache die Stromspitzen, die das synchronisierende bzw.Antriebsmoment ergaben. Da der Ausgestaltung des magnetischen Feldes jedoch natürliche Grenzen in dieser Hinsicht gezogen sind, und es wünschenswert erscheint, das synchronisierende Moment noch weiter zu steigern, wird zu diesem Zweck erfindungsgemäß pulsierender Gleich- oder Wechselstrom mit ausgeprägter Spitzencharakteristik zum Betrieb der Synchronpendel verwendet. Die ausgeprägte Spitzencharakteristik des Stromes wird erfindungsgemäß erreicht durch Vorschaltung einer kleinen Glimmlampe.
  • Fig. io zeigt schematisch die Spannungs-und Stromcharakteristik einer derartigen, als Vorschaltwiderstand benützten Glimmlampe, und damit die Stromcharakteristik des für den Betrieb des Pendels resultierenden Wechselstromes. Die stetige Kurve entspricht der Spannungs- und die zerhackte Kurve der Stromcharakteristik. Die Kurve ergibt sich aus der Differenz der für die Vorschaltglimmlampe gewählten Zünd- und Abreißspannung, und es ist durch geeignete Wahl dieser beiden kritischen Spannungswerte auf diese Weise möglich, jede nur erwünschte Arbeitscharakteristik der Synchronpendel und -unruhen zu erreichen. Glimmlampen in der erforderlichen Größe und Belastbarkeit sind sehr klein und billig herzustellen und arbeiten ohne nennenswerte Abnutzung.
  • Bei kleinen, rasch schwingenden Pendeln sind die gezahnten Segmente oft so feinzahnig auszuführen, daß ihre Herstellung in der gewünschten Genauigkeit schwierig wird. Diesem Übelstand kann erfindungsgemäß dadurch Abhilfe geschaffen werden, daß zum Betrieb des Pendels pulsierender Gleichstrom dem Wechselstromnetz entnommen wird. Erfindungsgemäß geschieht dies am einfachsten dadurch, daß als Vorschaltglimmlampe eine Glimmlampe mit der Charakteristik eines ausgesprochenen Richtungswiderstandes, also einer Glimmlampe mit einer sehr kleinen und einer großen Elektrode, die dann als Halbweggleichrichter arbeitet, Verwendung findet.
  • Fig. i i zeigt schematisch die Charakteristik des sich in diesem Falle zum Betrieb des Synchronpendels ergebenden Stromes. Durch Verwendung dieser Halbweggleichrichtung wird es möglich, bei der Ausgestaltung .der Zahnsegmente mit der halben Zähnezahl auszukommen, wodurch sich ihre Herstellung ganz wesentlich vereinfachen läßt.
  • Die Verwendung von Vorschaltglimmlampen mit Gleichrichtercharakteristik ermöglicht ferner in einfachster und billigster Weise den Aufbau und Betrieb polarisierter Synchronpendel und Unruhsysteme, wobei die Vorschaltlampe in der Regel drei Elektroden erhält, entweder der Pendelmagnetspule oder der Zahnsegmentspule vorgeschaltet wird, und in Potentiometer- bzw. Transformatorenschaltung als Vollweggleichrichter arbeitet.
  • Die Schaltung eines derartigen polarisierten Systems läßt sich weiter erfindungsgemäß - dadurch vereinfachen und verbilligen, daß der Spule des an und für sich von Wechselstrom durchflossenen Teiles des Systems durch Mittelabgriff die Gleichspannung für die Polarisierungsspule unter Zwischenschaltung der Ventile entnommen wird.
  • Fig. 1a zeigt das Schema dieser Schaltung. A ist jene Magnetspule des Systems, die an und für sich von Wechselstrom erregt wird, B stellt die polarisierte, von Gleichstrom durchflossene Spule dar, C ist die Gleichrichterglimmlampe. Der Spule A wird in an sich bekannter Weise durch Mittelabgriff

Claims (1)

  1. PATrNTANSPPÜCHE: i. ElektromagnetischerSynchronantrieb ohne Arbeitsspeicher für Pendel und Unruhen, insbesondere als Antriebsmittel für Uhren, Zeitmesser, Zeitzähler, Zeitschalter ü. dgl., .gekennzeichnet dadurch, daß das magnetische oder vom Betriebswechselstrom magnetisierte Pendel, das sowohl in Stab- als auch in Hufeisenform ausgeführt werden kam., bzw.. die Unruhe an einem bzw. zwei vom Betriebswechselstrom magnetisierten oder magnetischen Zahnsegmentkörpern entlang schwingt, deren Zähnezahl den- an einer Schwingungshalbzeit anteiligen Pulsationen des Betriebsstromes, -und deren Zähneabstand den diesen Pulsationen jeweils konformen Augenblicksstellungen des schwingenden Pendels bzw. der Unruhe entspricht. 2. .Antrieb nach Anspruch 1, -gekennzeichnet dadurch, daß die Zahnung der Zahnsegmentkörper so ausgeführt ist, .daß die Breite der Zahnzwischenräume bei den mittleren Zähnen, und zwar bei mehr als der Hälfte aller Zähne größer ist als die Breite des Pendelmagneten. 3. Antrieb nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Hälften der Zahnung des Zahnsegmentes in der Mitte des Zahnsegmentes um einen kleinen Bruchteil einer Periode bzw. Halbperiode auseinandergeschoben sind, so daß das schwingende Pendel, von der Ruhelage aus gesehen, -der maximalen, Erregung der Zähne um diesen kleinen Betrag nachhinkt. q.. Antrieb nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß -das Ende des Pendelmagneten bzw. Pendelankers und oder die Zähne des Zahnsegmentes, oder ein Teil der Außenzähne, symmetrisch zugespitzt oder abgerundet sind. 5. Antrieb nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet dadurch, daß die Zahnsegmente einstellbar sind, z. B. in der Weise, daß sie im Mittelpunkt drehbar gelagert und mittels möglichst weit vom Mittelpunkt entfernt angreifender Einstellschrauben zentriert werden können. 6. Antrieb nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß-',der Pendelaufhängungs- bzw. -drehpunkt seitlich einstellbar ist oder daß, insbesondere bei Synchronunruhen, sowohl das- Zahnsegment als auch der Pendel- (Unruhe-) Drehpunkt einstellbar sind. Verfahren zur Einstellung der Segmente bzw. des Pendelaufhängungs-oder -drehpunktes bei Antrieben nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet dadurch, daß der magnetisierbare .Teil mit Gleichstrom übererregt wird.. B. Antrieb nach Anspruch i bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß- die Zahnsegmente so ausgeführt sind, daß die magnetischen Zähne von einer unmagnetischen Masse umpreßt und so zu einem kompakten, festen, unveränderlichen Körper vereinigt sind (Abb. q.). g. Antrieb nach Anspruch i bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß das Zahnsegment durch eine auf eineEinschnürung in seiner Mitte aufgebrachte Wicklung magnetisiert wird. Der magnetische Fluß verläuft inderSchwingungsebene(Abb.5). io. Antrieb nach Anspruch i bis 7, "mit zwei Zahnsegmentkörpern, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Zahnsegmentkörper durch einen odermehrere die Wicklungen tragende Bolzen - verbunden sind. Der magnetische Fluß verläuft quer zur Schwingungsebene (Abb.6). ii. Antrieb nach Anspruch i bis io, gekennzeichnet dadurch, daß die Zahnsegmentkörper als Blechpreßkörper ausgeführt sind, wobei die Polflächen der Zähne durch rechtwinkelig umgebogene Blechteile gebildet werden (Abb. 7). i2. Antrieb nach Anspruch i bis i i, gekennzeichnet dadurch, daß er mit einem magnetisch beeinflußten Sperrhebel ausgestattet ist, der bei Stromunterbrechung das Pendel bzw. die Unruhe im Augenblick des Ausschwingens in der Endstellung des Schwingungsausschlages festhält. 13. Antrieb nach Anspruch 12, gekennzeichnet -.dadurch, daß der (oder die) Sperrhebel im Streufluß des Pendel- oder Zahnsegmentmagneten angebracht ist. 1q.. Antrieb nach Anspruch 12 und 13, gekennzeichnet dadurch, daß der Sperrhebel so gewählt ist, daß er zu seiner Funktion die Zeit einer Periode braucht. 15. Antrieb nach Anspruch i bis 1q., gekennzeichnet dadurch, daß der Betriebswechselstrom in pulsierenden Gleichstrom oder in Wechselstrom mit .ausgeprägter Spitzencharakteristik umgeformt wird. 16. Antrieb nach Anspruch 15, gekennzeichnet .dadurch, daß die ausgeprägte Spitzencharakteristik des Magnetisierungsstromes durch Vorschalten einer kleinen Glimmlampe erreicht wird. 17. Antrieb nach Anspruch 16, gekennzeichnet -dadurch, daß zum -Betrieb pulsierender Gleichstrom mit ausgeprägter mittels der vorgäschalteten Gleichrichterglimmlampe C der pulsierende Gleichstrom in Vollwegschaltung entnommen. Spitzencharakteristik Verwendung findet, der durch Vorschalten einer als Halbweggleichrichter arbeitenden Glimmlampe erzeugt wird, in der Hauptsache zu dem Zweck, bei der Ausgestaltung der Zahnsegmente mit der halben Zähnezahl auszukommen. 18. Antrieb nach Anspruch z bis 17, gekennzeichnet dadurch, daß er gleichzeitig mit pulsierendem Gleichstrom und pulsierendem Wechselstrom betrieben wird, in der Art, daß z. B. das Pendel mit pulsierendem Gleichstrom und das Zahnsegment mit pulsierendem Wechselstrom gespeist wird oder umgekehrt. z9. Antrieb nach Anspruch 18, gekennzeichnet dadurch, daß der pulsierende Gleichstrom derjenigen Spule, die von Wechselstrom durchflossen ist, durch Mittelabgriff undZwischenschaltung einer als Vollweggleichrichter arbeitenden Glimmlampe entnommen wird (Abb. i2).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045325B (de) * 1951-03-22 1958-11-27 Conservatoire Nat Des Arts Et Elektrischer Antrieb mit konstanter Drehzahl fuer Mess- oder Eichgeraete, insbesondere elektrische Uhren

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DE1045325B (de) * 1951-03-22 1958-11-27 Conservatoire Nat Des Arts Et Elektrischer Antrieb mit konstanter Drehzahl fuer Mess- oder Eichgeraete, insbesondere elektrische Uhren

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