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Elektromagnetischer Synchronantrieb ohne Arbeitsspeicher für Pendel
und Unruhen Es ist bekannt, Uhren durch kleine, mit der Netzfrequenz synchron laufende
Motoren zu betreiben. Diese Kleinmotoren laufen in der Regel mit einer Tourenzahl
von etwa 5oo Umdrehungen. Ein auf die Dauer geräuschloser Lauf ist deshalb schwer
zu erreichen, ihre Leistungsaufnahme (z bis 3 Watt) ist ziemlich groß und .die relativ
hohen Umdrehungszahlen bedingen mannigfache konstruktive Schwierigkeiten, insbesondere
bei der Schmierung. Die Lebensdauer eines solchen Triebwerkes ist daher auch verhältnismäßig
gering und die laufenden Betriebskosten fallen durch die für ein Uhrenlaufwerk hohe
Leistungsaufnahme schon so stark ins Gewicht, daß sie die Verbreitung dieses Antriebsmittels
stark behindern.
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Die verhältnismäßig hohe Leistungsaufnahme ist auch der Nachteil von
Uhrentriebwerken, die von einem elektrisch aufgezogenen Arbeitsspeicher getrieben
sind und über ein netzfrequent beeinflußtes Hemmwerk arbeiten. Uhrenantriebswerke
dieser Art sind nicht nur im Betrieb, sondern, ihrer vielen Bauteile wegen, auch
in der Herstellung teuer. Der Zweck vorliegender Erfindung ist es, ein synchrones
Antriebsmittel zu schaffen, das im Betrieb billiger ist als alle bisher bekannten
Antriebsmittel. Die Leistungsaufnahme der Triebwerke gemäß vorliegender . Erfindung
beträgt weniger als i Watt, hat also einen Wert, der keinen der üblichen Elektrizitätszähler
zum Ansprechen bringt, so daß die Betriebskosten praktisch fast zu vernachlässigen
sind.
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Gegenüber den bekannten Ausführungen besteht die vorliegende Erfindung
darin, daß ein magnetisches, oder vom Betriebswechselstrom oder von einem aus dem
Betriebswechselstrom gewonnenen Gleichstrom magnetisiertes Pendel, das sowohl in
Stab-, als auch in Hufeisenform ausgeführt werden kann, bzw. eine Unruhe, an einem,
bzw. zwei, vom Betriebswechselstrom magnetisierten v oder magnetischen Zahnsegmentkörpern
entlang schwingt, deren Zähnezahl den an einer Schwingungshalbzeit anteiligen Pulsationen
des Betriebsstromes, und deren Zähneabstand den diesen Pulsationen jeweils konformen
Augenblicksstellungen des schwingenden Pendels bzw. der Unruhe entspricht.
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Die nachstehend beschriebenen synchrongetriebenen Pendel und Unruhen
sind in der Hauptsache bestimmt zum Anschluß an auf Zeit gefahrene Wechselstromnetze.
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Fig. i zeigt schematisch die prinzipielle Anordnung eines solchen
Synchronpendels. Im Punkte D ist das Pendel a aufgehängt, das an seinem Ende den
Elektromagneten b mit der Wicklung c trägt. Wird der Elektromagnet der besseren
Wirksamkeit halber als Hufeisenmagnet ausgeführt, so werden seine Pole senkrecht
zur Schwingungsebene angeordnet,
so daß die Zähne des Segmentes
abwechselnd als Joche wirken. Das Pendel schwingt mit einem sehr kleinen Luftabstand
über dem -Zahnsegment d; -das ganz oder nur zu den entsprechenden Teilen aus magnetischem
Material besteht und zahnartige Erhöhungen und Vertiefungen aufweist, deren Abstände
den den Pülsationen des Erregerstromes konformenAugenblicksstellungen des Pendels
entsprechen.
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Naturgemäß läßt sich der Vorgang auch umkehren, so daß an Stelle des
Pendelmagnet ten das Zahnsegment als Magnet ausgeführt wird und eine Wicklung erhält.
Das Pendel trägt dann an seinem unteren Ende lediglich einen kleinen schmalen Eisenanker.
Die Ausführung eines solchen, als Elektromagneten funktionierenden Zahnsegmentes
ist in den Fig. 5, 6 und 7 schematisch dargestellt.
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Fig.2 zeigt schematisch die prinzipielle Anordnung einer Synchronunruhe.
Die Synchronunruhen unterscheiden sich von den Synchronpendeln nur dadurch, daß
alle Teile doppelt angeordnet sind und die Wirkung der Schwerkraft durch Federwirkung
ersetzt wird. D ist. wiederum der Aufhängungs-bzw. -drehpunkt des Pendels bzw. der
jetzigen Funktion entsprechend der der Unruhea, die an ihren Enden die Stab- oder
Hufeisenelektromagnete b mit den Wicklungen c trägt. Das Unruhpendel schwingt mit
einem sehr kleinen Luftabstand über den Segmenten d1, d2, die im übrigen wie das
Segment d in Fig. i ausgebildet sind. Die Funktion der Schwerkraft wird bei den
Unruhpendeln in der üblichen Weise von einer Feder e übernommen, die -beliebig als
Zug- oder Druckspital- bzw. Blattfeder oder auch als Schnekkenfeder ausgeführt sein
kann. Bei kleinen und rasch schwingenden Synchronunruhen dagegen wird prinzipiell
das Unruhpendel als unbewickelter, glatter Eisenkörper ausgeführt. Die beiden Zahnsegmente
können dann durch die Joche f, die daim die Wicklungen g tragen, miteinander magnetisch
verbunden und erregt werden. Das Unruhpendel übernimmt hier die Funktion eines unbewickelten
Ankers im magnetischen Feld.
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Von besonderer Wichtigkeit ist Anordnung und Ausgestaltung der gezahnten
Segmente. In Fig. 3 ist ein solches Segment d mit :dem punktiert angedeuteten Ende
des Pendelelektromagneten b in Vorderansicht schemar tisch dargestellt. Im allgemeinen
entspricht die Ausdehnung des Segmentes der gewählten Schwingungsweite des Pendels,
doch ist es, insbesondere wenn,- wie später noch gezeigt wird, das synchronisierende
Moment erhöht wird, auch möglich, .die Längenausdehnung des Segmentes kleiner zu
wählen als die Pendelschwingungsweite. Das in Fig:3 als Beispiel gezeigte. Segment
ist in der dargestellten Form in üblicher Weise entweder in sehr weichem Gußeisen
oder geblättert ausgeführt, was jedoch nur für gröbere Ansprüche genügt, da diese
Form durch die Anhäufung großer metallischer Massen immerhin zu nennenswerten Verlusten
durch Wirbelstrombildung (selbst bei geblätterter Ausführung) Anlaß geben kann.
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Die Anordnung der Zahnung ergibt sich zwangsläufig aus der Periodenzahl
.des erregenden Wechselstromes und aus der Länge und der gewählten Schwingungsweite
des Pendels. Wird, um ein Beispiel zu nennen, das Pendel an einen Wechselstrom von
5o Perioden angeschlosseh und macht das Pendel in der Sekunde eine ganze Schwingung
(Hinundherbewegung), so erhält das Zahnsegment entsprechend den 5o Stromstößen des
Wechselstromes auch 5o Zähne. Die, Lage der Zähne auf dem Segment ist sowohl rechnerisch
als auch graphisch mit großer Genauigkeit zu ermitteln, da bei einer Pendelbewegung
die Entfernung des Pendels von der Ruhelage eine Sinusfunktion der Zeit ist. Lediglich
bei der Konstruktion von Zahnsegmenten für Unruhantriebssysteme empfiehlt es sich,
die errechneten Werte durch eine Filmaufnahme oder durch ein Photogramm (oszillierende
Belichtung) zu überprüfen.
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Von einschneidender Bedeutung - ist die Wahl des richtigen Verhältnisses
zwischen der Breite des Pendelmagneten und der Breite der Segmentzähne und damit
der sich ergebenden Zahnzwischenräume. Diese Abmessungen sind außerdem in hohem
Maße abhängig von der Kurvenform des zum Betrieb verwendeten Stromes, und es sei
vorläufig davon ausgegangen, daß zum Betrieb annähernd sinusförmiger Strom verwendet
wird.
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Da eine Pendelschwingung keine gleichförmige Bewegung, sondern eine
Bewegung von ungleichförmiger Geschwindigkeit ist, sind auch die Abstände zwischen
den einzelnen Zähnen des Zahnsegmentes d ungleich. Sie sind am. größten in der Mitte
und am kleinsten an den Enden des Segmentes. Da nun aus konstruktiven Gründen die
Breite des Pendelmagneten b während der Gesamt schwingungsdauer stets gleichbleiben
muß, ist es nötig, die Abmessungen von Zahnbreite und Zwischenraumbreite so zu wählen,
daß trotzdem sowohl das Antriebs- als auch das synchronisierende Moment genügend
große Gesamtwerte aufweisen und so ein Außertrittfallen des Pendels mit Sicherheit
verhüten.
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Erfindungsgemäß wird dieser Zweck erreicht, wenn mehr als die Hälfte
der Zahnzwischenräume
breiter gemacht werden als die Breite des
Pendelmagneten, wobei ein gleichbleibender Luftspalt während der ganzen Schwingungsdauer
Voraussetzung ist. Die breiteren Zahnzwischenräume liegen hierbei stets in der Mitte
des Segmentes und gehen in ihrem Verlauf allmählich in Normalbreite über.
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Für die Zahnbreiten ist die Winkelgeschwindigkeitdes schwingenden
Pendels zu berücksichtigen und ihre Breitenabmessungen sind in Anlehnung daran so
zu wählen, .daß unter weiterer Berücksichtigung der Kurvenform des Erregerstromes
sowohl die synchronisierenden, als auch die Antriebsmomente den jeweils günstigsten
Wert erhalten. Diese. Art .der Ausführung ist auch in Fig. 3 dargestellt.
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Es kann nötig werden, dasAntriebsmoment eines Pendels weiter zu erhöhen.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die beiden Hälften der Zahnungen,
vorn Nullpunkt (Ruhelage) aus gerechnet, um einen kleinen Bruchteil einer Periode
bzw. Halbperiode (etwa ein Zehntel bis ein Viertel) auseinander geschoben werden,
so daß das schwingende Pendel, von der Ruhelage aus gesehen, der Zahnung um diesen
kleinen Betrag nachhinkt.
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Es ist bisher angenommen worden, daß die Zähne rechtwinkelig gemacht
werden. Das ist zwar möglich, doch nicht unbedingt nötig und in manchen Fällen sogar
unvorteilhaft. In den Außenbereichen des Segmentes liegen die Zähne so dicht aneinander,
daß bei rechtwinkeliger Form stets eine Überbrückung durch den Pendelmagneten b
stattfindet. Es hat sich gezeigt, daß es vonVorteil sein kann, eine solche Überbrückung
zu vermeiden, da sie immer mit dem Verlust eines Anteiles sowohl des synchronisierenden
als auch des Antriebsmomentes verbunden ist. Erfindungsgemäß wird das am einfachsten
dadurch erreicht, .daß entweder das Ende des Pendelmagneten b oder der erwünschte
Teil der Segmentzähne oder auch beide zusammen symmetrisch zugespitzt oder abgerundet
werden. Diese Art der Ausführung der Endzähne ist in Fig. 3 auf der rechten Seite
dargestellt.
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Mit Rücksicht auf eine Erleichterung in der Herstellung der Zahnung
ist es in bescheidenem Umfange möglich, die Zähne am alleräußersten Bereich der
Schwingungsweite unvollständig auszubilden bzw. ineinander, übergehen zu lassen.
Nur darf dieser unvollständig ausgebildete Teil der Zahnung nicht prozentual so
groß ausfallen, daß die Summe der synchronisierenden und Antriebsmomente einen ungenügenden
Wert erhalten. Im allgemeinen kann man sagen, daß zugunsten der Fabrikationserleichterung
auf die synchronisierende Mitwirkung von etwa 2o bis 25 Prozent der Zähne verzichtet
werden kann. Eine ähnliche Verzichtleistung liegt auch dann vor, wenn im Interesse
der Fabrikationserleichterung der Halbmesser des Segmentes ein wenig größer gewählt
wird als die Länge des Pendels plus Luftspalt. Eine Anordnung, .die auch möglich
ist, die aber naturgemäß einen kleineren Wirkungsgrad aufweisen muß als die vorher
besprochene.
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Es ist eine durch die Pendelfunktion bedingte Eigenart der Synchronpendel
und -unruhen, daß sie eine ungemein genaue Einstellung des Luftspaltes zwischen
Pendel und Zahnsegment erfordern. Zu ihrer Funktion ist es nötig, daß der Mittelpunkt
der Pendelschwingung stets mit dem Mittelpunkt des Zahnsegmentes zusammenfällt.
Ein Pendel, wie das als Beispiel besprochene, erhält in jeder Schwingungshalbzeit-
zum Beispiel 25 Kraftimpulse. Die Stärke dieser Impulse ist jedoch abhängig von
der Größe des Luftspaltes. Die Summe aller dieser Kraftimpulse muß in beiden Schwingungshalbzeiten
stets ganz genau gleich sein, da sich sonst der Mittelpunkt der Pendelschwingung
gegen den Zahnsegmentmittelpunkt verschieben würde. Es ist daher leicht erklärlich,
daß schon eine Abweichung von wenigen iooostel Millimeter eine Verschiebung der
beiden Mittelpunkte herbeiführen kann, die ein sofortiges Außertrittfallen des Pendels
zur Folge hat.
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Es ist mit den üblichen Meßmethoden vollkommen unmöglich, das Zahnsegment
so genau unter einem Pendel zu montieren, daß der Luftspalt auf beiden Hälften absolut
gleich ist. Erfindungsgemäß wird dieser übelstand dadurch behoben, daß das Zahnsegment
im Punkte h drehbar gelagert und durch mit Feingewinde versehene Stellschrauben
einstellbar gemacht wird. In den Skizzen bezeichnet i jeweils die Anschlagbacken
für die Stellschrauben. Die Art der Einstellung kann beliebig ausgeführt werden,
nur ist es von Vorteil, den Abstand zwischen Befestigungs- bzw. Drehpunkt einerseits
und den Stellschrauben andererseits so groß wie möglich zu wählen, um eine größtmögliche
Feinfühligkeit der Einstellung zu erreichen.
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An Stelle der Einstellbarkeit des oder der Zahnsegmente kann auch
erfindungsgemäß eine seitliche Einstellbarbeit bzw. Verstellbarkeit des Pendelaufhängungspunktes
treten, und es kann, insbesondere bei synchron getriebenen Unruhen, eine gleichzeitige
Einstellbarkeit von Zahnsegmenten und Pendelaufhängungs- bzw. -dr.ehpunkt von Nutzen
sein.
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Die Einstellung kann natürlich nur während des Betriebes erfolgen,.
da nur dann
die Summe der Kraftimpulse, die das Pendel auf den beiden
Schwingungshälften empfängt, einander. gleich gemacht werden kann.
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Es ist erfindungsgemäß weiter von Vorteil, die Einstellung vorzunehmen,
während das Pendel mit Gleichstrom übererregt und von Hand angestoßen wird, da sich
durch die nunmehr mögliche, wesentlich verstärkte Erregung eine größere Genauigkeit
der Einstellung erreichen läBt.
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Wie weiter oben angedeutet wunde, entspricht die gegossene oder geblätterte,
massive Ausführung .des Zahnsegmentes nicht in allen Fällen den Anforderungen, da
jede Anhäufung von größeren Metallmassen. mit Rücksicht auf Wirbelstrombildung zu
vermeiden ist. Es - empfiehlt sich daher, bei besseren Ausführungen. die Zahnsegmente
so herzustellen, daß bei ihrem Aufbau Metalle nur in dem kleinsten und unbedingt
nötigen Ausmaß Anwendung finden.
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Erfindungsgemäß wird ein solches metallarmes Zahnsegment so hergestellt,
daß die betreffende Anzahl magnetischer Zahnkörper, die am besten aus. Blechen hoher
Magnetisierbarkeit zusammengesetzt sind, von einer unmagnetischen, beständigen Masse,
so zum Beispiel Kunstharz usw. umpreßt und so -zu einem kompakten, festen, unveränderlichen
Körper vereinigt werden. Einen solchen metallarmen Zahnsegmentkörper zeigt schematisch
Fig, q.. Ein weiterer Vorteil dieser gepreßten Zahnsegmentkörper ist, daß ihre denn
Pendelmagneten zugewandte Fläche auf das genaueste auf den richtigen Radius ein-und
plangeschliffen werden kann.
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Arbeitet das. _ Zahnsegment als-, Elektromagnet, so ist natürlich
nur ein massiver Aufbau möglich. Eine solche Anordnung zeigt schematisch Fig. 5.
d ist der Zahnkörper, i sind die Anschlagbacken, k die 'Magnetwicklung.
Diese Ausführung des Zahnsegmentes als Elektromagnet -eignet sich natürlich am besten
=Zusammenarbeit mit einem unbewickelten Pendelmagneten bzw. _ Pendelanker.
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Eine andere Ausführung .des Zabnsegmentmagneten zeigt schematisch
Fig. 6 in Ansicht und Draufsicht. dl und d2 sind wiederum die hier doppelt vorhandenen,
eventuell 'aus Blechen aufgebauten Zahnsegmente, die durch die Bolzen l miteinander
fest verbunden sind. Einer der Bolzen ist zugleich Befestigungs-bzw. Drehpunkt der
Einstellung, i sind die Anschlagbacken für die Einstellschrauben, k sind die Magnetwicklungen,
die auf den Verbindungsbolzen angebracht sind.
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Die Gestaltung eines. solchen Zahnsegmentmagneten läßt sich -weiter
noch erheblich vereinfachen und verbilligen. Eine solche vereinfachte Ausführung
zeigt schematisch Fig.7 in Draufsicht. d, und d2 sind wieder die doppelt vorhandenen
Zahnsegmente, die durch die Bolzen l miteinander verbunden sind,
i die Anschlagbacken für die Einstellschrauben, k die Magnetwicklungen, die
auf den Verbindungsbolzen angebracht sind. Im Gegensatz zu der in Fig.6 dargestellten
Ausführungsform sind hier die beiden Zahnsegmente aus je einem einzigen Stück Blech
gestanzt und gepreßt, wobei die Polflächen der einzelnen Zähne durch die rechtwinkelig
umgebogenen Blechteile gebildet werden. Dabei ist in der linken Hälfte .der Zeichnung
die Form der rechtwinkelig umgebogenen Blechteile gezeigt zur Zusammenarbeit mit
einem hufeisenförmigen Pendelmagneten und in der rechten Hälfte dagegen die Form,
die zur Zusammenarbeit mit einem stabförmigen Pendelmagneten xiötig ist.
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So einfach und billig diese Art der Zahnsegmentmagnete auch sein mag,
so sind ihr doch in der Dimensionierung Grenzen durch die Gefahr zu starker Wirbelstrom-
und Streuungsverluste gezogen.
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Synchronpendel und Synchronunruhen nach Art vorliegender Erfindung
würden natürlich zur Ingangsetzung eines Anstoßes bedürfen. Ein weiterer Nachteil
wäre, daß sie bei Ausbleiben der Netzspannung zum Stillstand kämen und bei Wiedereinschaltung
des Stromes auch wieder ohne Fremdanstoß nicht in Gang gebracht werden könnten.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß Synchronpendel bzw. Synchronunruhen
nach Art vorliegender Erfindung mit einem magnetisch beeinflußten Sperrhebel ausgestattet
wenden, der bei Stromunterbrechungen das Pendel bzw. die Unruhe im Augenblick des
Ausschwingens in der Endstellung des Schwingungsausschlages festhält.
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Derartige Sperrhebel können in der Art üblicher Arbeitsstromrelais
beliebig aufgebaut sein. Erfindungsgemäß jedoch werden sie so im Streufluß der an
und . für sich vorhandenen Pendel- oder Zahnsegment magnete angebracht, daß sich
die Verwendung eigenerElektromagnete für sie erübrigt. Prinzipiell können sie doppelt
angeordnet werden, so daß sie bei jeder Schwingungshalbzeit in Tätigkeit treten
können, doch genügt auch vollkommen die Anwendung nur eines Sperrhebels, der dann
jeweils am Ende der vollen Schwingungszeit in Tätigkeit tritt. Ein solcher im Streufluß
liegender Sperrhebel wird, wenn das Synchronpendel mit einem Pendelmagneten betrieben
wird, am Pendel, wenn es durch Zabnsegmentmagneten betrieben wird, am Zahnsegmentmagneten
angebracht, Fig. 8 zeigt schematisch einen am Pendelmagneten angebrachten Sperrhebel
im Augenblick
des Einsch-,vingens, b ist der Eisenkörper des Pendelmagneten,
c die Wicklung, yrc der an einer Lasche drehbar befestigte Sperrhebel, der so im
Streufluß des Pendelmagneten liegt, daß er, solange der Stromkreis geschlossen ist,
offen gehalten wird. Im Augenblick der Stromunterbrechung fällt der Sperrhebel na
durch eigene Schwerkraft oder durch Federwirkung in Eingriffsstellung, so daß er
sich beim Ausschwingen des Pendels in Pfeilrichtung in die am besten am Ende des
Zahnsegmentes befestigte Halteklaue n einklinkt.
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Fig.9 zeigt schematisch einen am Ende des Zahnsegmentmagneten angebrachten
Sperrhebel imAugenblick des Einschwingens. d ist der Eisenkörper des Zahnsegmentmagneten,
m der an einer Lasche drehbar befestigte Sperrhebel, der so im Streufluß des Zahnsegmentmagneten
liegt, daß er, solange der Stromkreis geschlossen ist, offen gehalten wird. Im Augenblick
der Unterbrechung fällt der Sperrhebel m durch eigene Schwerkraft oder durch Federwirkung
in Eingriffstellung, so daß sich die nun am Pendel a befestigte Halteklaue n in
den in Sperrstellung befindlichen Sperrhebel einklinkt. Die Anwendung dieser Sperrhebel
erfolgt in gleicher Weise auch bei den Synchronunruhen.
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Erfindungsgemäß ist es von Vorteil, die Größe und Anordnung dieser
Sperrhebel so zu wählen, daß sie zu ihrer Funktion genau die Zeit einer Periode
brauchen, da dann das betreffende Pendel bzw. die Unruhe schon am Beginn ihrer Schwingung
mit dem Zahnsegment in Tritt ist.
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Allen vorherigen Ausführungen wurde zugrunde gelegt, daß zum Betrieb
dieser Synchronpendel und -unruhen ein annähernd sinusförmiger . Wechselstrom Verwendung
findet. Dabei waren es durch die entsprechende Ausgestaltung des Feldes in der Hauptsache
die Stromspitzen, die das synchronisierende bzw.Antriebsmoment ergaben. Da der Ausgestaltung
des magnetischen Feldes jedoch natürliche Grenzen in dieser Hinsicht gezogen sind,
und es wünschenswert erscheint, das synchronisierende Moment noch weiter zu steigern,
wird zu diesem Zweck erfindungsgemäß pulsierender Gleich- oder Wechselstrom mit
ausgeprägter Spitzencharakteristik zum Betrieb der Synchronpendel verwendet. Die
ausgeprägte Spitzencharakteristik des Stromes wird erfindungsgemäß erreicht durch
Vorschaltung einer kleinen Glimmlampe.
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Fig. io zeigt schematisch die Spannungs-und Stromcharakteristik einer
derartigen, als Vorschaltwiderstand benützten Glimmlampe, und damit die Stromcharakteristik
des für den Betrieb des Pendels resultierenden Wechselstromes. Die stetige Kurve
entspricht der Spannungs- und die zerhackte Kurve der Stromcharakteristik. Die Kurve
ergibt sich aus der Differenz der für die Vorschaltglimmlampe gewählten Zünd- und
Abreißspannung, und es ist durch geeignete Wahl dieser beiden kritischen Spannungswerte
auf diese Weise möglich, jede nur erwünschte Arbeitscharakteristik der Synchronpendel
und -unruhen zu erreichen. Glimmlampen in der erforderlichen Größe und Belastbarkeit
sind sehr klein und billig herzustellen und arbeiten ohne nennenswerte Abnutzung.
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Bei kleinen, rasch schwingenden Pendeln sind die gezahnten Segmente
oft so feinzahnig auszuführen, daß ihre Herstellung in der gewünschten Genauigkeit
schwierig wird. Diesem Übelstand kann erfindungsgemäß dadurch Abhilfe geschaffen
werden, daß zum Betrieb des Pendels pulsierender Gleichstrom dem Wechselstromnetz
entnommen wird. Erfindungsgemäß geschieht dies am einfachsten dadurch, daß als Vorschaltglimmlampe
eine Glimmlampe mit der Charakteristik eines ausgesprochenen Richtungswiderstandes,
also einer Glimmlampe mit einer sehr kleinen und einer großen Elektrode, die dann
als Halbweggleichrichter arbeitet, Verwendung findet.
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Fig. i i zeigt schematisch die Charakteristik des sich in diesem Falle
zum Betrieb des Synchronpendels ergebenden Stromes. Durch Verwendung dieser Halbweggleichrichtung
wird es möglich, bei der Ausgestaltung .der Zahnsegmente mit der halben Zähnezahl
auszukommen, wodurch sich ihre Herstellung ganz wesentlich vereinfachen läßt.
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Die Verwendung von Vorschaltglimmlampen mit Gleichrichtercharakteristik
ermöglicht ferner in einfachster und billigster Weise den Aufbau und Betrieb polarisierter
Synchronpendel und Unruhsysteme, wobei die Vorschaltlampe in der Regel drei Elektroden
erhält, entweder der Pendelmagnetspule oder der Zahnsegmentspule vorgeschaltet wird,
und in Potentiometer- bzw. Transformatorenschaltung als Vollweggleichrichter arbeitet.
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Die Schaltung eines derartigen polarisierten Systems läßt sich weiter
erfindungsgemäß - dadurch vereinfachen und verbilligen, daß der Spule des an und
für sich von Wechselstrom durchflossenen Teiles des Systems durch Mittelabgriff
die Gleichspannung für die Polarisierungsspule unter Zwischenschaltung der Ventile
entnommen wird.
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Fig. 1a zeigt das Schema dieser Schaltung. A ist jene Magnetspule
des Systems, die an und für sich von Wechselstrom erregt wird, B stellt die polarisierte,
von Gleichstrom durchflossene Spule dar, C ist die Gleichrichterglimmlampe. Der
Spule A wird in an sich bekannter Weise durch Mittelabgriff