DE623119C - Antrieb fuer eine Schuettelrutsche - Google Patents

Antrieb fuer eine Schuettelrutsche

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DE623119C
DE623119C DEK99044D DEK0099044D DE623119C DE 623119 C DE623119 C DE 623119C DE K99044 D DEK99044 D DE K99044D DE K0099044 D DEK0099044 D DE K0099044D DE 623119 C DE623119 C DE 623119C
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chute
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GUENTHER FRIEDRICH KLERNER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G27/00Jigging conveyors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G2812/00Indexing codes relating to the kind or type of conveyors
    • B65G2812/03Vibrating conveyors
    • B65G2812/0304Driving means or auxiliary devices
    • B65G2812/0308Driving means
    • B65G2812/0312Driving means for shaking
    • B65G2812/0316Driving means for shaking using oppositely moving cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chutes (AREA)

Description

  • Antrieb für eine Schüttelrutsche Die Zusammenlegung der Arbeiten in Grubenbetrieben führt zu einer Verlängerung der Schüttelrutschen bis zu 150 m und mehr. Bei großen Längen ist es wegen des auftretenden Verschleißes und der Bruchgefahr ratsam, einfach wirkende Motoren zu verwenden. Bei geringer Neigung der Rutschen in der Förderrichtung ist es bereits bekannt, zur Beschleunigung 'der Abwärtsbewegung der Rutsche und damit zur Erhöhung der Förderleistung am unteren Ende der Rutsche sog. Gegenzylinder anzuordnen, das sind üblicherweise einfach wirkende Zylinder, die entsprechend der geringeren von ihnen geforderten Arbeitsleistung kleinere Abmessungen erhalten als die Hauptmotoren, welche die ganze Last der Rutsche nach oben ziehen müssen.
  • Derartige Gegenzylinder wurden bisher meist als urigesteuerte Zylinder gebaut. Da jedoch bei den urgesteuerten -Zylindern die Druckluft während des Anhebens der Rutsche aus diesen Zylindern in die Leitung zurückgeschoben werden muß, wird hierfür ein wesentlicher Anteil der Leistung des. Hauptmotors verbraucht, welcher mithin entsprechend größer ausgeführt werden muß.
  • Zur Ersparnis von Druckluft hatte man bereits gesteuerte Gegenzylinder in Vorschlag gebracht. Die Erfindung besteht in einer Verbesserung der Steuerungsweise für die Gegenzylinder, wodurch die Arbeit dieser Gegenzylinder mit der Arbeitsweise der gesteuerten Hauptmotoren derart in Einklang gebracht wird, daß die Beschleunigungen und Verzögerungen der Rutschen den zur Erzielung höchster Förderleistung notwendigen Verhältnissen angepaßt sind.
  • Die Förderung derartiger Schüttelrutschen setzt sich aus Einzelvorgängen zusammen. Das auf der angehobenen Rutsche liegende Gut wird durch das Fallen der Rutsche in Förderrichtung voranbewegt, bis die Rutsche an ihrem unteren Umkehrpunkte angelangt ist. Bei - geringerer Geschwindigkeit der Rutsche bleibt das Gut in diesem Punkt zunächst auf der Rutsche liegen, bis diese durch heftiges Hochziehen unter dem ruhenden Material fortgerissen wird.- Nimmt die Rutschengeschwindigkeit dann ab; so tritt ein Augenblick ein, in welchem das Material von der aufwärts gehenden Rutsche mit zurückgenommen wird. Dieser Rücktransport geht zu Lasten des erstrebten Fortschrittes der Förderung, aus welchem Grunde der Rücktransport so klein wie irgend möglich erstrebt werden müß.
  • Fällt die Rutsche entweder durch ihr eigenes Gewicht oder durch entsprechenden Antrieb mittels eines Gegenmotors sehr kräftig nach unten, dann erhält das auf der Rutsche ruhende Gut eine so hohe Eigenbeschleunigung, daß es bei Stillstand der Rutsche am unteren Hubende eine Strecke über dieses Hubende abwärts rutscht. Dieses Verrutschen bringt einen Gewinn an Förderweg; und die Erfindung strebt an, diesen Gewinn möglichst groß werden zu lassen, um auf diese Weise eine Steigerung der Förderleistung zu erzielen. Dieser Erfolg wird noch weiter erhöht, wenn es gelingt, die Rutsche, solange -das Gut sich in Eigenbewegung befindet, so kräftig unter demselben durch nach aufwärts zu ziehen, daß der schon geschilderte zweite Fördervorgang, bei welchem die Rutsche unter dem ruhenden-Material durchgezogen wird, sich unmittelbar anschließt, ohne daß dadurch das Gut einmal auf der Rutsche zur Ruhe kommt. Dieser Erfolg wird dadurch erzielt, daß zu Beginn des Fallens der Rutsche der Gegenmotor unter dem vollen Druck der Preßluftleitung steht, während der Auslaß des Hauptmotors geöffnet ist, so daß dieser, ohne Kompressionsarbeit zu leisten, nach unten gezogen wird. Vor Erreichen des unteren Umkehrpunktes wird der Auslaß des Gegenmotors geöffnet, so daß dessen Arbeitsleistung abnimmt und entsprechend der Drucklufteinlaß geschlossen wird. Erst nach dem öffnen des Auslasses am Gegenmotor wird der Einlaß des in entgegengesetzter Richtung arbeitenden Hauptmotors geöffnet, so daß der Hauptmotor in kürzester Zeit seine ganze Kraft entfalten kann, um die im Fallen .befindliche Rutsche am unteren Umkehrpunkt abzufangen. Je kürzer der Weg ist, auf welchem dieses Abfangen- erfolgen kann, um so größer wird der Weg sein, welchen das Gut infolge seiner eigenen Massenbeschleunigung über den unteren Umkehrpunkt der Rutsche hinausschießt.
  • Andererseits muß dem Umstand Rechnung getragen werden, daß die zulässige Bemessung der Steuerorgane und die Notwendigkeit, die Größenabmessungen der Maschine in brauchbaren Grenzen zu halten, eine sorgfältige Abwägung des Kräftespiels in den Motoren im Verhältnis zu den in jedem Augenblick der Bewegungsvorgänge erforderlichen Kräften wünschenswert machen.
  • Erfindungsgemäß wird eine möglichst volle Ausnutzung der Bremsleistung des Hauptmotors am Ende der Fallbewegung dadurch herbeigeführt, daß der Auslaß des Gegenmotors bereits vor Einlaßeröffnung des Hauptmotors erfolgt. Auf diese Weise wird es möglich, die Leistung des 'Hauptmotors zur Abbremsung voll zur Geltung zu bringen und ein kräftiges Überschießen des Gutes nach Erreichung des unteren Rutschenumkehrpunktes zu erzielen. Gleichzeitig wird der weitere Vorteil erlangt, daß der Hauptmotor nun aus dieser unteren Stellung heraus sofort mit voller Kraft unbehindert durch den Gegenmotor die Rutsche anziehen und infolgedessen in sehr kurzer Zeit beschleunigen kann.
  • Das Anheben der Rutsche soll nun erfindungsgemäß mit solcher Geschwindigkeit erfolgen, daß einerseits die Rutsche mit hinreichender Geschwindigkeit unter dem Fördergut weggezogen wird, um ein Mitnehmen des Gutes zu verhindern, andererseits soll jedoch die Geschwindigkeit der Rutsche nicht über das erforderliche Maß ansteigen, denn hierfür wäre sowohl bei der Beschleunigung als auch bei der nachher notwendigen Verzögerung der Rutsche ein unnützer Arbeitsaufwand zü leisten.
  • Die angestrebte Wirkung wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß der Einlaß des Gegenmotors bereits vor Eröffnung des Auslasses am Hauptmotor geöffnet wird. Auf diese Weise wird einer zu starken Beschleunigung der Rutsche durch den Hauptmotor vorgebeugt, und die resultierende Arbeitsleistung beider Motoren auf die Rutsche nimmt vom Augenblick der Einlaßöffnung des Gegenmotors an ab. Dadurch wird einer zu starken .Beschleunigung der Rutsche vorgebeugt. Eine zu starke Abbremsung würde dazu führen, daß die relative Bewegung zwischen dem Gut und der Rinne früher zu Ende käme. Das Gut würde-von der Rinne früher mitgenommen, so daß ein die Gesamtleistung wesentlich beeinträchtigender Rücktransport sich einstellen würde. Außerdem wird hierdurch wiederum erzielt, daß der Gegenzylinder nach Erreichen des Umkehrpunktes bereits mit seiner ganzen Kraft zur Wirkung kommen kann, also auch die Fallbewegung nunmehr gleich in vollem Maße einzuleiten in der Lage ist.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist ein AusführÜngsbeispiel des Antriebes in Anwendung auf je einen mit frei fliegender Steuerung ausgestatteten Haupt- und Gegenmotor dargestellt, und zwar zeigt Abb. i im Schema eine Rutsche mit einem Antriebsmotor am einen und einem Gegenmotor am anderen Rutschenende.
  • Abb. 2 und 3 zeigen die Motoren im größeren Maßstab.
  • Abb. 4. und 5 zeigen Diagramme über die Steuerungsvorgänge in beiden Motoren, Abb.4 während des Anhebens der Rutsche, Abb. 5 während des Fallens der Rutsche.
  • In der Zeichnung sind sowohl beim Arbeitszylinder M als auch beim Gegenzylinder G jeweils bezeichnet- die Zylinder mit i, der Kolben mit 2, die Kolbenstange mit 3, die frei fliegende Steuerung mit s, der Entlüftungskanal mit 5, seine Öffnungen im Zylinder mit 6 und 7, die dazugehörigen Verschlußschrauben mit 8 und g, die Frischlufteinströmung hinter dem Kolben mit io, die Entlüftung vor dem Kolben mit i i, der Steuerkanal mit-i2, seine Öffnungen im Zylinder mit 13 und 1q. und die zugehörigen Verschlußschrauben mit 15 und i6. In der höchsten Lage der Rutsche ist der Auslaß des Hauptmotors geöffnet, sein Drucklufteinlaß verschlossen, am Gegenmotor ist der Drucklufteinlaß geöffnet, der Auslaß geschlossen. Der Kolben des Gegenmotors zieht die Rutsche nach rechts und damit zugleich den Kolben des Hauptmotors. Die vor dem Kolben befindliche Luft kann durch den offenen Auslaß ausströmen. Hat der Kolben 2 des Hauptmotors die Auslaßöffnung F überschritten (AS, Abb. 5), so wird die noch im Zylinder befindliche Luft bei weiterem Unterschreiten des Kolbens verdichtet, bis sie den Steuerkolben s nach rechts schiebt und dadurch den Drucklufteinlaß durch den Kanal 17 öffnet (E0, Abb.5). Bereits bevor-der Einlaß der Druckluft in den Hauptmotor eröffnet ist, soll erfindungsgemäß der Auslaß des Gegenmotors geöffnet werden (A 0, Abb. 5). Von diesem Punkt an fällt der Druck im Gegenmotor schnell ab, und dieser Druckabfall hat eine Bewegung des Steuerkolbens nach rechts zur Folge, so daß auch der Drucklufteinlaß geschlossen wird. Am unteren Ende der Fallbewegung der Rutsche ist mithin der Gegenmotor entlüftet, während der Hauptmotor bereits seine volle Arbeitsleistung entwickelt, welche zunächst unter doppelter Wirkung der Arbeitsleistung der Rutsche als auch der einströmenden Druckluft zu einer sehr schnellen Verdichtung geführt hat. Nach erfolgtem Stillstand der Rutsche beginnt nunmehr das Anheben (Abb. 4). Der Gegenmotor arbeitet mit offenem Auslaß, während der Hauptmotor unter dem vollen Druck der Anschlußleitung steht und zunächst die Rutsche mit seiner ganzen Arbeitskraft, also in denkbar kürzester Zeit, beschleunigen kann. Nach Erreichung der erforderlichen Rutschengeschwindigkeit ist die Arbeitsleistung des Hauptmotors nicht mehr in vollem Maße erforderlich. Sie kann allmählich abnehmen. Der Kolben des Gegenmotors wird durch den Hauptmotor mit zurück-gezogen. Nach Überschreiten des Ausgangskanals 7 ist der Auslaß des Gegenmotors abgeschlossen (AS, Abb. q.), und es setzt eine Verdichtung der vor dem Kolben des Gegenmotors befindlichen Luft ein, welche den Steuerkolben s nach links drückt und dadurch den Drucklufteinlaß (E 0, Abb. 4) öffnet. Der Druck im Gegenmotor steigt auf den Leitungsdruck an, nach dessen Erreichung die verdichtete Luft aus dem Gegenzylinder bis zur Erreichung des oberen Umkehrpunktes der Rutsche in die Druckluftleitung geschoben wird.
  • Nach Eröffnung des Einlasses (E 0, Abb. 4) im Gegenmotor wird der Auslaß am Hauptmotor eröffnet (A 0, Abb. 4). Durch den eintretenden Druckabfall bewegt sich der Steuerkolben nach links und verschließt den Drucklufteinlaß des Hauptmotors. Die aus den Arbeitsleistungen des Hauptmotors und des Gegenmotors resultierende Antriebsarbeit zum Anheben der Rutsche nimmt sanft ab bis auf Null. Nachdem der Druckabfall im Hauptmotor beendet ist, kommt der Gegenmotor mit seiner Arbeitsleistung voll zum Auffangen der Rutschenbewegung zur Geltung.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Antrieb für eine Schüttelrutsche mit je einem Hauptmotor für das Anheben und einem zeitweilig von der Druckluftleitung abgeschlossenen Gegenmotor-für die Fallbewegung der Rutsche, gekennzeichnet durch eine Steuerung für den Einlaß und Auslaß der Druckluft in beiden Zylindern,.die derartig wirkt, daß beim Anheben der Rutsche im Gegenmotor die Druckluft früher eingelassen" als im Hauptmotor die Druckluft herausgelassen wird, während bei der Fallbewegung der Rutsche der Auslaß der Druckluft im Gegenmotor früher als der Einlaß der Druckluft im Hauptmotor geöffnet wird.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenmotor während des Anhebens der Rutsche so gesteuert wird, daß die in ihm vorhandene Luft verdichtet wird, bevor das Einlassen frischer Druckluft erfolgt.
  3. 3. Antrieb nach Anspruch i mit frei fliegender Steuerung; dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und Entlüftungskanäle (i2, und 5) mit- mehreren einzeln verschließbaren, in den Zylinder mündenden Öffnungen versehen sind.
  4. 4. Antrieb nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkanäle des Gegenmotors derart verschließbar sind, daß der Gegenmotor als nicht gesteuerter Gegenmotor verwendbar ist.
DEK99044D 1926-05-13 1926-05-13 Antrieb fuer eine Schuettelrutsche Expired DE623119C (de)

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