DE633237C - Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk mit einem Druckkissen - Google Patents

Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk mit einem Druckkissen

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DE633237C
DE633237C DEU10769D DEU0010769D DE633237C DE 633237 C DE633237 C DE 633237C DE U10769 D DEU10769 D DE U10769D DE U0010769 D DEU0010769 D DE U0010769D DE 633237 C DE633237 C DE 633237C
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pressure
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
    • A43D25/06—Devices for gluing soles on shoe bottoms

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk mit einem Druckkissen Die Erfindung betrifft eine Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk. Bei dieser Presse werden die Sohle und der Schuh gegen die bloßgelegte Fläche eines mit einer Flüssigkeit gefüllten und mit einer durchdrückbaren Wandung versehenen Druckkissens gehalten, dessen übrige Wandungen in einem starren Gehäuse eingeschlossen sind.
  • Es sind Sohlenpressen bekannt, bei denen die Seitenwandungen des Druckkissens mit Bezug aufeinander verstellbar waren, um dadurch die Umrißform des Kissens der Sohlenform anpassen zu können. Durch diese Verstellung der Wandungen erfolgte jedoch keine Änderung des Druckes im Innern des Kissens. Vielmehr wurde dabei der auf die Sohle bzw. den Schuh ausgeübte Druck ausschließlich durch auf den Schuh von oben einwirkende Druckorgane hervorgerufen. Gemäß der Erfindung ist nunmehr bei der Sohlenklebepresse ein Teil des Preßkissens als Druckstück ausgebildet, welches beim Eindrücken in das Kissen die Flüssigkeit indemselben. verdrängt und dadurch den zum Anpressen der Sohle an den Schuh erforderlichen Druck hervorbringt. Dieses .Druckstück wird zwecks Aufrechterhaltung des erzielten Druckes durch eine Verriegelungsvorrichtung gesperrt. Von Wichtigkeit ist hierbei, daß diese Verriegelungsvorrichtung in ihrer wirksamen Stellung bleibt, wenn das Druckkissengehäuse aus der Presse entfernt wird. Hierdurch kann nämlich der nächste zu bearbeitende Schuh sicher auf genau den gleichen - Druck gebracht werden wie der vorhergehende. Im einzelnen besteht die Verriegelungsvorrichtung aus einem Keilstück, auf dessen Seiten bewegliche, zusammenspannbare Druckstücke einwirken. Das Druckstück, welches einen Teil des Preßkissens eindrückt, wird zweckmäßigerweise durch einen gewichtsbelasteten Kolben betätigt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Abb. r ist eine Vorderansicht der Presse; Abb. 2 ist ein Längsschnitt durch den oberen Teil der Presse, teilweise in Seitenansicht; Abb.3 .stellt das Fersenende des Druckkissengehäuses dar; Abb. q. ist ein Grundriß des Fersenendes des Gehäusebodens; Abb. 5 ist ein Schnitt.nach der Linie VII-VII der Abb. q.; Abb. 6 ist ein Längsschnitt durch die Verr iegelungsvorrichtung.
  • An dem von Füßen 22 getragenen Gestell 2q., 26 ist ein Tisch 2o angebracht, der einen Kasten oder ein Gehäuse 28 trägt. In dem Gehäuse 28 ist ein biegsames, ausdehnbares und verformbares. Preßkissen 30 'untergebracht, dessen obere Wand 31 die eigentliche Preßfläche bildet und das im nachstehenden der Kürze halber als Kissen bezeichnet ist. Der Boden 33 des Kissens 3o bildet den verformbaren Teil des ganzen Kissens. Aufk; dem Gehäuse 28 ist ein Deckel 32 (Abb.,3)e angebracht, dessen sohlenförmige- Öffnüzi&j groß genug ist, um die größte der zu b(a.r-: beitenden Sohlen aufnehmen zu können. Das Kissen 3o enthält eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, doch ist es nicht vollständig mit Wasser gefüllt, damit die freiliegende Arbeitsfläche 3 i schwammig ist und sich einer auf das. Kissen aufgebrachten Sohle anpassen kann. Der Umriß der Kissenfläche 31 ist so gewählt, daß sie durch sanftes Einhetten der seitens des Arbeiters auf das Kissen aufgelegten Sohle ungefähr den Umriß eines Schuhes annimmt, an dem die Sohle befestigt werden soll.
  • Nachdem der Schuh und die aufgelegte Sohle auf dem Kissen 3 i in die beabsichtigte Lage gebracht worden sind, wird zunächst ein anfänglicher Druck auf den Schuh und den Leisten ausgeübt, um den Schuh mit der' Sohle an das Kissen anzupressen. Hierbei werden die Sohle und der Boden des Schuhes in die richtige Lage zu dem Kissen gebracht; das Kissen kann dann durch seine Formveränderung einen zusätzlichen Druck auf die Sohle ausüben, ohne die Gestalt seiner Arbeitsfläche 3 i in nennenswertem Maße zu verändern.
  • Der Boden des Gehäuses 28 hat ein bewegbares Druckstück 366, das über einem Kolben 368 liegt (Abb. 2). Der Kolben 368 ist an einen Hebe137o an einem Punkt angelenkt, der in kürzerer Entfernung von einem Ende des Hebels 37o steht als von dem anderen Ende desselben. Das Ende des kürzeren Armes des ungleicharmigen Hebels 370 ist bei 374 mit dem kürzeren Arm eines ungleich,armigen Hebels 376 verzapft, der um einen in Augen der unteren Seite des Tisches 2o eingesetzten Zapfen 378 bewegbar ist. Das Ende des längeren Armes des Hebels 376 ist durch ,eine Lenkstange 380 mit einem dritten, ungleicharnzigen Hebe1382 verbunden (Abb. i). Das Ende des kürzeren Armes des Hebels 382 ist um eine Stange 384 bewegbar, die durch Augen 386 des linken Fußes 22 des Tisches 2o hindurchragt. An den längeren Arm des Hebels 382 ist ein Gewicht 388 angehängt. Wenn sich das Gewicht 388 durch Schwerkraft senkt, wird der Kolben 368 durch die beschriebene Hebelübersetzung mit verhältnismäßig großer Kraft gegen den bewegbaren Teil366 des Bodens des Gehäuses 28 angehoben. Hierdurch wird die Bodenwandung 33 des Kissens 3o verformt oder verzogen, und es wird, da die Seiten des Kissens durch die Wandungen des Gehäuses 28 und die obere Fläche des Kissens durch den aufgesetzten Schuh ihre Form nicht verändern können, der Druck des Kol-_ bens 368 durch das Verdrängen der sich in Gefäß befindlichen Flüssigkeit auf den =Boden der Schuhsohle übertragen. Die Helelübersetzung und die Wahl des Gewichtes -, °-sind vorzugsweise so bemessen, daß ein Druckvon ungefähr 5 Kilogramm auf jeden Quadratzentimenter der Schuhsohle ausgeübt wird.
  • Wenn ein kleinerer Schuh bearbeitet wird, so ist nur eine kleinere Fläche 3 i des Kissens 3o durch die Sohle verdeckt, und demzufolge schwillt diese Fläche 3 t um den Umfang der Sohle herum, namentlich an den Enden des Schuhes, an. Dieses unbeabsichtigte Anschwellen kann so. groß werden, daß der auf jeden Quadratzentimeter der Schuhsohle ausgeübte Druck beträchtlich herabgesetzt wird. Bekanntlich ist die Längenveränderung der Schuhe beträchtlich größer als die Breitenveränderung, und demzufolge braucht der Breitenveränderung keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, insofern es das Anschwellen der Kissenfläche 31 an den Seiten verschieden breiter Schuhe betrifft. Demzufolge sind in der dargestellten Ausführungsform Vorkehrungen getroffen, die nur dem Anschwellen des Kissens an den Enden des Schuhes Rechnung tragen.
  • Unter dem Deckel 32 des Gehäuses 28 sind zu diesem Zweck schablonenartige Verdeckplatten 392 (Abb.3) verschiebbar, durch die die Teile der Kissenfläche 3 i an den Enden des Schuhes abgedeckt werden können. Die inneren Enden dieser Verdeckplatten sind im wesentlichen entsprechend der Gestalt des Spitzen- bzw. des Fersenendes des Schuhes kurvenförmig ausgebildet. Abb.3 läßt erkennen, daß das. innere Ende der Platte 392 herabgebogene Knaggen 394 hat, die zwischen die Seitemvandungen des Kissens 3o und des Gehäuses 28 greifen. An dem äußeren Ende der Platte 392 ist ein. schmaler Teil 396 ausgebildet, der durch einen Schlitz am Ende des Gehäuses 28 hindurchragt und einen Flansch 398 bildet, mittels dessen die Platte 392 von Hand aus in der Längsrichtung des Preßkissens 30 eingestellt werden kann. Die für. das Spitzenende des Schuhes bestimmte Platte ist in ähnlicher Weise einstellbar an dem anderen Ende des Gehäuses angeordnet.
  • Jedes Kissen 3o mit dem dazugehörigen Gehäuse 28 und den Spannbügeln bildet ein einheitliches Ganzes oder eine Einzelpreßvorrichtung, die in sich abgeschlossen mit dem unter Druck gehaltenen Schuh aus der Presse herausgenommen werden kann. Es ist daher eine verhältnismäßig großeAnzahl derartiger Einzelpreßvorrichtungen notwendig, die mit dem Schuh unter Beibehaltung des hervorgebrachten Druckes unabhängig von der Presse bis zum vollständigen Eintrocknen des Klebstoffes aufgespeichert werden können. Demzufolge müssen Vorkehrungen getroffen werden, um den bewegbaren Teil 366 des Bodens des Gehäuses 28 vor dem Herausnehmen der Einzelpreßvorrichtungen aus der Presse in derjenigen Lage zu sichern, in die der Kolben 368 den Teil 366 gebracht hat. Zu diesem Zweck ist die in den Abb. 3 bis 6 dargestellte Verriegelungseinrichtung getroffen.
  • An dem bewegbaren Teil 366 des Bodens des Gehäuses 28 ist ein Fortsatz in der Form eines Keiles 400 ausgebildet, dessen unteres Ende mit dem Kolben 368 zusammentrifft (Abb.5). Um einen in den Boden des Gehäuses 28 eingesetzten Zapfen 402 ist ein Hebel 404 bewegbar, dessen Kerbe 4o5 eine Seite des keilförmigen Fortsatzes 400 umfaßt. An ' der anderen Seite des Fortsatzes 400 ist in ähnlicher Weise ein gekerbter Hebel 4o6 angeordnet. Die Kerben 405 dieser beiden Hebel verhindern Bewegungen des Keiles 400 und demzufolge auch Bewegungen des bewegbaren Teiles 366 in der Längsrichtung der durch eine Zugfeder 4o8 gegeneinander gehaltenen Hebel 404, 4o6. Die äußeren Enden der Hebel 404, 4o6 ragen durcheinen Schlitz des Gehäuseendes 28 hindurch (Abb.3) und werden durch einen flachen Teil 4.09 des Gehäuses 28 gestützt. Ein an dem freien Ende des Hebels 4o4 befestigtes Glied 4I o ist bei 412 mit einem Arm 4I4 verzapft, in dem ein Schieber 4I6 angeordnet ist. Eine an einen festen Stift 42o des Armes 414 angehängte Zugfeder 418 sucht den Schieber 416 mit Bezug auf den Arm 414 auswärts zu bewegen. In eine an der oberen Fläche des Schiebers 4I6 ausgebildete Verzahnung 422 fällt eine an dem Arm 4I4 angeordnete federbelastete Klinke 424 ein, die den einwärts geschobenen Schieber 416 von Auswärtsbewegungen abhält. Wenn der Kolben 368 den Fortsatz heraufdrückt, werden die Hebel 404, 4o6 durch die Feder 4o8 geschlossen und gegen die Keilflächen bewegt. Der Arm 4I4 wird durch eine Bügelfeder 426 gegen den Hebe14o6 geschwungen, und die freigegebene Klinke 424 ermöglicht es der Feder 4I8, den Schieber 4I6 auswärts zu bewegen. Um den Keil4oo zu sperren, hakt der Arbeiter seinen Finger über einen Stift 428 des Armes 4I4 und bewegt den Schieber 4I 6 mit seinem Daumen einwärts. Das innere keilförmig gestaltete Ende des Schiebers 4I 6 trifft zunächst mit der ebenen Fläche 429 des Hebels 4o6 zusammen und sichert die Hebel 404, 4o6 in der Schließlage. Wenn der Arm 4I4 dann gegen. das Gehäuse geschwungen wird, wird das keilförmige Ende des Schiebers 4i6 über eine kurvenförmige Fläche 43o des Hebels 4o6 gedrängt, bis dieses Ende auf einer ebenen Fläche 43I des Hebels 4o6 aufliegt. Die Bewegung des Armes 4t4 wird durch einen Anschlagstift 433 des Hebels 4o6 begrenzt.
  • Der von den Kolben 368 auf den Keil 400 ausgeübte Druck kann nunmehr aufgehoben werden. Dies wird durch einen Trethebel und geeignete Verbindungen bewirkt. Wenn der Trethebel herabgedrückt wird, hebt das ansteigende Gewicht 388 den Druck auf den Kolhen 368 auf, und eine mit dem rechten Vorderfuß 22 und dem Zapfen 374 zwisichen den Hebeln 37.6, 370 verbundene Zugfeder 442 bewirkt das. Zurückziehen des Kolbens 368.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk, bei der die Sohle und der Schuh gegen die bloßgelegte Fläche eines mit einer Flüssigkeit gefüllten, mit einer durchdrückbaren Wandung versehenen Druckkissens gehalten werden, dessen übrige Wandungen in einem starren Gehäuse eingeschlossen sind, gekennzeichnet durch ein einen Teil des Preßkissens (3o) erfassendes Druckstück (366), welches beim Eindrücken in das Kissen Flüssigkeit verdrängt und dadurch den zum Anpressen der Sohle an den Schuh erforderlichen Druck hervorbringt, wobei das Druckstück- (366) zwecks Aufrechterhaltung des. erzielten Druckes durch eine Verriegelungsvorrichtung (400, 404, 4o6, 405) gesperrt werden kann.
  2. 2. Presse nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (400, 404, 4o6, 405) an dem Gehäuse (28) des Druckkissens (30) angebracht ist, so daß sie bei Herausnehmen des. Gehäuses aus der Presse in wirksamer Stellung bleibt.
  3. 3. Presse nach Anspruch--, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung aus einem Keilstück (400) besteht, auf dessen Seiten bewegliche, zusammenspannbare Druckteile (404,4o6) wirken.
  4. 4. Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (366), das einen Teil (33) des Preßkissens (30) eindrückt, durch einen gewichtsbelasteten Kolben (368) betätigt wird.
DEU10769D 1929-04-03 1929-06-06 Presse zum Ankleben von Sohlen an Schuhwerk mit einem Druckkissen Expired DE633237C (de)

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