DE638603C - Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen - Google Patents

Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen

Info

Publication number
DE638603C
DE638603C DESCH103750D DESC103750D DE638603C DE 638603 C DE638603 C DE 638603C DE SCH103750 D DESCH103750 D DE SCH103750D DE SC103750 D DESC103750 D DE SC103750D DE 638603 C DE638603 C DE 638603C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control device
air
temperature control
tube
leg
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH103750D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BERNARDUS SCHIPPERS
Original Assignee
BERNARDUS SCHIPPERS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BERNARDUS SCHIPPERS filed Critical BERNARDUS SCHIPPERS
Priority to DESCH103750D priority Critical patent/DE638603C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE638603C publication Critical patent/DE638603C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught
    • F23N3/06Regulating air supply or draught by conjoint operation of two or more valves or dampers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

Description

  • Temperaturregelvorrichtung für Heizungsanlagen Die Erfindung betrifft eine Temperaturregelvorrichtung für Heizungsanlagen zur selbsttätigen, gleichzeitigen Verstellung mehrerer Drosselglieder, insbesondere zur gleichzeitigen Verstellung von Luft- und Rauchgasklappen bei Heizungskesseln.
  • Es sind Regelvorrichtungen dieser Art für Heizungsanlagen bekannt, die auf den im Heizungskessel erzeugten Dampfdruck ansprechen und bei denen mehrere Regelglieder beeinflußt werden, z. B. in dem Sinn, daß eine Regelung immer dann erfolgt, wenn der Kohlensäuregehalt der Rauchgase von einem bestimmten, vorgeschriebenen Wert abweicht. Bei solchen Druckreglern besteht die Aufgabe, eine Art Druck, nämlich den absoluten oder partiellen Dampf- oder Gasdruck, in eine andere Art Druck oder mechanische Bewegung des Verstellgliedes überzuführen.
  • Außerdem sind Regelungsvorrichtungen bekannt, bei denen die Verstellung mehrerer Drosselglieder durch einen Regelstift erfolgt. Der Regelstift drückt bei Erwärmung des Wassers einen mit Gegengewicht versehenen Hebel in die Höhe, so daß außer einer unmittelbar hierdurch beeinflußten .Rauchklappe sich zwangsweise auch eine Luftzufuhrklappe verstellt.
  • Die starre Betätigung der beiden Klappen durch Hebel ist, insbesondere bei Sammelheizungsanlagen, dem im Heizkeller nie ganz zu vermeidenden Schmutz und Staub, wie Asche, Kohlenteilen und Verrußungen, unterworfen, wodurch ein Klemmen der Hebel eintreten und damit die Regeleinrichtung außer Betrieb gesetzt werden kann. Da der Regelstift seinen Druck aber trotzdem ausübt, besteht sogar die Gefahr von Verbiegungen der Hebel oder Kesselbeschädigungen.
  • Es ist auch bekannt, zur selbsttätigen Regelung von Feuerungen für sauerstoffhaltigen Brennstoff mehrere Luftklappen zu betätigen. Dabei dient der erhöhte Lufteinlaß nicht wie bei gewöhnlichen Heizungsanlagen der verbesserten Verbrennungsmöglichkeit. Vielmehr soll die erhöhte Luftzufuhr gerade zum Zweck der Kühlung erfolgen, sobald die Temperatur zu stark ansteigt.
  • Ferner gibt es Thermostaten zur selbsttätigen Regelung von Feuerungen, bei denen ein Quecksilberthermometer noch einen besonderen Raum enthält, in dem auf dem Quecksilber ein Schwimmer angebracht ist, der eine Regelbewegung auf das zu regelnde Glied überträgt. Die Regelbewegungen, die mit Hilfe derartiger Quecksilberthermometer erzielt werden können, sind nur gering und haben, daher eine entsprechend kleine Empfindlichkeit der Regelung zur Folge.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einer Tem-° peraturregelvorrichtung der eingangs genannten Art eine mit Gas oder Luft gefüllte Kammer verwendet, die ganz oder teilweise von dem durch die -Heizwirkung erwärmten Mittel umgeben ist und mit einem Schenkel eines eine Flüssigkeit enthaltenden U-Rohres in Verbindung steht, während in dem anderen Schenkel der Schwimmer eines die Regelwirkung vornehmenden Gliedes vorgesehen ist. Dabei sind an dem U-Rohr noch mehrere Schenkel für die Verstellung der anderen Drosselglieder mittels Schwimmer angeordnet.
  • Dadurch wird erreicht, daß die Klapp unabhängig voneinander eingestellt, d. h. g@ä regelt werden, und später, wenn nötig, ge sam oder in bezug aufeinander verstellt werden`." können. Wird durch Verstaubung eines der Gelenke der zu betätigenden Regelklappen o. dgl. unbrauchbar, so besteht bei der Übertragung der Luftausdehnung auf den Flüssigkeitsinhalt mehrerer zusammenhängender Rohre die Möglichkeit, daß unbeschadet der Unwirksamkeit des einen Reglerteiles der andere Reglerteil nach wie vor weiter, gegebenenfalls in verstärktem Maße, wirksam ist.
  • Die in den Schenkeln des U-Rohres angeordneten Schwimmer können je einer auf eine Klappe oder ein sonstiges Glied der Heizungsanlage einwirken. Luft oder sonstige Gase, die bei der Erfindung zur Betätigung der Regelungsvorrichtung benutzt werden, dehnen sich bereits bei go ° Temperaturerhöhung etwa um ein Drittel ihres Rauminhalts aus. Dadurch ergeben sich durch den Erfindungsgegenstand erzielbare gute und genaue Regelwirkungen und eine sehr gute Temperaturempfindlichkeit der Regelvorrichtung.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel bei einem Heizwasserkessel in senkrechtem Schnitt dargestellt.
  • Mit i ist eine Kammer angedeutet, die von einem Körper 2 umgeben ist. Der auf diese Weise gebildete Zwischenraum 2d steht mit der Warmwasserleitung des Kessels unten durch einen Anschluß 3' und oben durch einen Anschluß q. in Verbindung. Die Kammer i kann durch einen abschließbaren Lufthahn 5 mit der Außenluft in Verbindung stehen. Für eine schnelle Übertragung der Wärme des Wassers an die Luft in der Kammer i kann die Innenwand der Kammer vergrößert sein, wie es bei 6 angedeutet ist. An einer willkürlichen Stelle, vorzugsweise oben, ist die Kammer i an einen Schenkel ? eines U-Rohres angeschlossen, in dessen anderem Schenkel 8 sich ein Schwimmerg befindet, dessen Durchmesser um 2 bis 3 mm kleiner als der innere Durchmesser des Rohres ist. Das U-Rohr enthält eine Flüssigkeit, die mit io angedeutet ist, z. B. ein nicht zu schweres -Motoröl ohne flüchtige Bestandteile. Der Schwimmer g ist durch eine Kordel oder Kette ii mit einem Waagebalken 12 verbunden, der mit einem verstellbaren Gegengewicht 13 versehen ist. Auf der anderen Seite ist dieser Balken durch eine Kordel oder eine Kette 1q. mit verstellbarer Klammer 15 mit dem Rauchschieber des Kessels verbunden. Der Schwimmer kann hohl sein und mit einem Gewicht 16 belastet werden oder auch ganz oder teilweise voll sein. Der Waagebalken 12 muß mit Hilfe des Gegengewichtes derart eingestellt werden, daß dieses Gewicht zusammen mit der Zugkraft Ües Schwimmers etwa 150 g mehr als die äüreh den Schieber ausgeübte Zugkraft beträgt. Terner muß, wenn der Schwimmer sich in der :igedrigsten Stellung befindet, der Rauchschieber ganz geöffnet sein.
  • An den Schenkel ? des U-Rohres ist ein anderer Schenkel 2o angeschlossen, in dem gleichfalls ein Schwimmer angeordnet ist, dessen Wirkung mittels eines Waagebalkens 21 und einer Kette 22 auf eine Luftklappe 23 übertragen wird. Es können je nach der Zahl der zu regelnden Glieder noch andere Schenkel an dem U-Rohr angeschlossen sein.
  • Die Wirkung der Vorrichtung beruht auf der gleichmäßigen und sehr großen Ausdehnung eines Gases oder von Luft. Wenn bei der ersten Inbetriebsetzung die Temperatur des Kesselwassers die verlangte Höhe nahezu erreicht hat, wird der Hahn 5 unten an der Kammer i geöffnet und darauf in das U-Rohr soviel Flüssigkeit eingeführt, daß die Schwimmer so weit nach oben bewegt werden, daß man die entsprechende Stellung der von ihnen zu bedienenden Schieber oder anderer Regelglieder erhält. Darauf wird der Hahn 5 geschlossen.-Steigt nun die Wassertemperatur, dann wird der Rauminhalt und die Spannung der Luft in der Kammer i zunehmen, wodurch die Flüssigkeit in dem Schenkel 7 fällt und in den anderen Schenkeln steigt. Hierdurch werden die Schwimmer nach aufwärts bewegt und die entsprechenden Schieber bedient. Wenn das Feuer allmählich abflaut, sinkt die Temperatur, wodurch die Luft sich zusammenzieht und die Schwimmer sich nach unten bewegen. Auf diese Weise wird eine empfindliche und genaue Regelung des Feuers und damit der Wassertemperatur erhalten.
  • Außerdem werden die Nutzleistung des Kessels oder allgemein der Verbrennungsvorrichtung erhöht sowie das Leerbrennen des Kessels, z. B. bei Sturm, und dadurch verursachte Brennstoffverschwendung verhindert. Einem Sinken der Wassertemperatur bei Nebel, Regen usw. wird zuvorgekommen. Die Kesselbedienung ist wesentlich vereinfacht, -und die Einstellung der Regelglieder geschieht selbsttätig. Der Erfindungsgegenstand eignet sich besonders für Sammelheizungsanlagen von Häusern und Pflanzenzüchtereien.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung, die auf Warm- oder Heizwasserkessel und auf andere Verbrennungsvorrichtungen anwendbar ist, kann auf einen Rauchschieber, eine oder mehrere Luftklappen unter dem Feuer, eine Klappe in dem Rauchkanal usw. wirken. Sogar beim Einschalten oder Abschließen einer größeren Zahl Heizkörper behält der Kessel seine Temperatur bei. Bei Abschluß aller Heizkörper wird das Feuer derart gemildert, daß es fast keine Wärme mehr entwickelt.
  • An dem oberen Ende des U-Rohres kann ein Vorratsbehälter 17 angebracht sein, um das Füllen des U-Rohres und das etwaige spätere Nachfüllen zu erleichtern. Dieser Behälterbesitzt eine mit einem Hahn verseheneVerbindung 18 mit dem Schenkel 7 des U-Rohres. Der Schenkel 8 hat ein IJberläufrohr zg zu dem Behälter 17.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Temperaturregelvorrichtung für Heizungsanlagen zur selbsttätigen, gleichzeitigen Verstellung mehrerer Drosselglieder, insbesondere zur gleichzeitigen Verstellung von Luft tiud Rauchgasklappen bei Heizungskesseln, ': dä(March gekennzeichnet, daß bei VerweneAüng einer Temperaturregelvorrichtung, bei der eine mit Gas oder Luft gefüllte Kammer ganz oder teilweise von dem durch die Heizvorrichtung erwärmten Mittel umgeben ist und mit einem Schenkel eines eine Flüssigkeit enthaltenden U-Rohres in Verbindung steht, während in dem anderen Schenkel der Schwimmer eines die Regelwirkung vornehmenden Gliedes vorgesehen ist, an dem U-Rohr noch mehrere Schenkel für die Verstellung der anderen Drosselglieder mittels Schwimmer angeordnet sind.
DESCH103750D 1934-03-16 1934-03-16 Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen Expired DE638603C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH103750D DE638603C (de) 1934-03-16 1934-03-16 Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH103750D DE638603C (de) 1934-03-16 1934-03-16 Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE638603C true DE638603C (de) 1936-11-19

Family

ID=7447539

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH103750D Expired DE638603C (de) 1934-03-16 1934-03-16 Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE638603C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE638603C (de) Temperaturregelvorrichtung fuer Heizungsanlagen
DE910585C (de) Gasbeheizter Fluessigkeits-Durchlauferhitzer
DE3151169C2 (de) Feuerungsregler für Warmwasserheizkessel
DE656262C (de) OElbrenner fuer mit Kaelteapparat betriebene Kuehlschraenke bzw. Waermeschraenke
AT230062B (de) Vorrichtung an Heizöfen für feste Brennstoffe zur selbsttätigen Regelung der Verbrennungsluftzufuhr
AT340097B (de) Vorrichtung zur steigerung des wirkungsgrades einer zentralheizungsanlage
AT157825B (de) Selbsttätige Regeleinrichtung für Feuerungen, insbesondere für feste Brennstoffe.
DE534596C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe von Speicherherden, bei welchen Waerme von einem Waermespeicher zu Verbrauchsstellen mittels einer verdampfenden Heizfluessigkeit uebertragen wird
DE580536C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Luftzufuehrung zu Heizungskesseln von Warmwasserheizungsanlagen nach der Warmwassertemperatur
DE685976C (de) Einrichtung zur Regelung von OElfeuerungsanlagen fuer Fahrzeuge, insbesondere Lokomotiven
DE570862C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln der UEberhitzungstemperatur fuer Rauchrohrueberhitzer von Lokomotiven
DE291824C (de)
DE86296C (de)
DE3612712C2 (de)
CH195600A (de) Vorrichtung zur automatischen Regulierung der Verbrennung in Heizkesseln für feste Brennstoffe.
DE431341C (de) Regelvorrichtung fuer Gasbrenner
DE274695C (de)
DE614929C (de) Selbsttaetig arbeitende Regeleinrichtung fuer den Zutritt von Gas und Luft zu Brennern von Gasfeuerungen
DE612925C (de) Roehrendampferzeuger mit Zwangsdurchlauf des Arbeitsmittels
AT164848B (de) Regelvorrichtung für Öfen, insbesondere Dauerbrandöfen, für feste Brennstoffe jeder Art
AT149420B (de) Einrichtung zur vollkommen selbsttätigen Regelung der Brennstoffzufuhr in die Feuerung bei verschiedener Rostbelastung.
DE273281C (de)
CH296293A (de) Warmluft-Heizanlage.
DE50219C (de) Selbstthätiger Differential-Heizungsregulator
AT107412B (de) Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung des Austrittes von Rauchgasen aus Feuerungen, insbesondere bei Dampfkesseln.