DE641929C - Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern, insbesondere Spielbaellen o. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern, insbesondere Spielbaellen o. dgl.

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DE641929C
DE641929C DEL85385D DEL0085385D DE641929C DE 641929 C DE641929 C DE 641929C DE L85385 D DEL85385 D DE L85385D DE L0085385 D DEL0085385 D DE L0085385D DE 641929 C DE641929 C DE 641929C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D22/00—Producing hollow articles
    • B29D22/04—Spherical articles, e.g. balls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkörpern aus überlappt aneinandergeklebten Kautschukplatten, wie insbesondere Spielballen o. dgl. Bei den bekannten Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkörpern, wie Spielbällen o. dgl., aus unter Lufteinschluß überlappt aneinandergeklebten Kautschukplatten werden die Hohlkörper in geschdo'ssenen Vulkanisierformen vulkanisiert. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das Verfahren gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch, daß in den Ballrohling o. dgl. nur so viel Luft eingeschlossen wird, daß der Gegendruck derselben während der Vulkanisation kleiner bleibt als der Druck, unter dem im Vulkanisierkessel vulkanisiert wird, und der Hohlkörper im so aufgeblasenen Zustand ohne Verwendung einer geschlossenen Vulkanipierform in der Weise vulkanisiert wird, daß der Druck im Vulkanisierkessel rascher ansteigt, als der Druck im Hohlkörper durch die Temperaturerhöhung steigt. Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird sonach ohne Zuhilfenahme von geschlossenen Vulkanisierformen vulkanisiert, wobei aber die Lufffüllung des Hohlkörpers so bemessen ist, daß die Ausdehnung während der Vulkanisation entsprechend begrenzt oder beschränkt wird und auf die gewünschte Endgestalt erst nach dem Vulkanisieren und Erkalten aufgeblasen wird.
Eine rasche Drucksteigerung beim Vulkanisieren, welcher die Drucksteigerung im Hohlkörper, hervorgerufen durch die Temperatursteigerung, nachhinkt, hat die Wirkung, daß der Hohlkörper schlapp zusammengedrückt wird und seine Wandung im ungespannten Zustand durch Vulkanisation schon etwas verfestigt wird,, bevor der Gegendruck der in ihm eingeschlossenen Luft durch Erwärmung steigt.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird die Verarbeitung von Abfällgummi auf +5 Hohlkörper in besonders vorteilhafter Weise ermöglicht.
Vorteilhaft ist eine Ausführungsform des Verfahrens, bei welcher der Hohlkörper während der Vulkanisation auf einem Wasserbad schwimmt und sich gleichzeitig innerhalb einer offenen Manschette befindet. Dadurch wird einerseits die Wirkung erreicht, daß ein Abplatten der Auf lagefläche, vermieden wird, wenn dies, wie z. B. bei allseits runden Hohlkörpern, erforderlich ist, und andererseits die Wirkung erzielt, daß durch die Manschette die Ausdehnung des Körpers in einer Richtung begrenzt und dadurch eine Formänderung vermieden wird. Für kugelförmige Hohlkörper, wie Bälle, wird am besten von einer Manschette Gebrauch gemacht, die von
einem gleichseitigen Zylinder gebildet wird, dessen Durchmesser und Höhe kleiner sind als der Durchmesser des fertigen Balles.
Die Herstellung z. B. eines Balles nach dem1 Verfahren gemäß der Erfindung, der z. B. aus' zwei miteinander verklebten Teilen Z-U-' sammengesetzt ist, geht folgendermaßen vor sich:
Die unvulkanisierten Plattenteile von einer ίο Stärke, wie sie z. B. bei Terracottabällen gleicher Größe üblich ist, werden entweder mit Stanzmessern oder nach Schablonen mit einem erhitzten Schneidrad oder auf andere geeignete Weise, z. B. biskottenförmig, ausgeschnitten. Dann wird längs der Ränder dieser Zuschnitte ein etwa ι cm breiter Streifen mit Benzin abgewaschen oder mit Kautschuklösung bestrichen, worauf die beiden Teile längs dieser Ränder oder Streifen überläppt aneinandergefügt und aneinandergedrückt werden, nachdem vorher auf einem der beiden Teile ein Pfropfen aus sehr weicher unvulkanisierter und nicht ganz ausvulkanisierender Kautschukmischung als Ventil, zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Unterlagscheibe aus demselben Stoff wie die Zuschnitte aufgeklebt worden ist, der nun in das Innere des gebildeten Hohlkörpers zu liegen kommt. Bis hierher sind die Arbeitsvorgänge bekannt. Nach dem Schließen wird der unvulkanisierte Ball schwach aufgeblasen, so daß er gerade nicht zusammenfällt. Das Maß dieses Aufblasens muß entsprechend dem Druck und der Ternperatur bei der Vulkanisierung durch Versuche ermittelt werden.
Würde man nun den Ball im Kessel ohne Form vulkanisieren, so würde er erstens an der obenliegienden Seite stark gedehnt und daher ausgebaucht werden, zweitens' im ganzen sich mehr oder weniger linsenförmig abplatten und drittens in vielen Fällen während des Ablassens des Dampfdruckes am Ende der A^ulkanisation zerplatzen. Dies alles wird +5 gemäß der Erfindung vermieden, indem die Vulkanisation folgendermaßen durchgeführt wird: Der Kessel wird vor dem Beschicken vorgewärmt, so daß schon während des Schließens der Deckelschrauben die darin eingesperrte Luft vom Atmosphärendruck durch die Erwärmung einige Zehntel Atmosphären Überdruck annimmt. Ferner wird beim Einströmen des Dampfes die im Kessel enthaltene Luft nicht abblasen gelassen und auch die Dampfeinströmung möglichst beschleunigt, um möglichst schnell, längstens ungefähr innerhalb S Minuten, den vollen Vulkanisierdruck zu erreichen, der z. B. 3 atü beträgt. Durch diese rasche Drucksteigerung, welcher die Temperatursteigerung nachhinkt, wird der Ball schlapp zusammengedrückt und seine Wandung im ungespannten Zustand durch die Vulkanisation schon P;.etwas verfestigt, bevor die in ihm einge-'•S.chlossene Luft durch Erwärmung ihren ^Gegendruck steigert. Während der ganzen Vulkanisation bleibt das Übergewicht des Dampfdruckes im Kessel gegenüber der Spannung der Luft im Innern des Balles bestehen. Um nun zu vermeiden, daß sich der Ball linsenförmig verformt und oben eine geringere Wandstärke als unten oder seitwärts erhält, wird der Ball zur \fulkanisation in eine offene Manschette gesteckt, die seine waagerechte Ausdehnung begrenzt. Vorteilhaft ist die Anwendung eines offenen gleichseitigen Zylinders aus Blech, dessen Durchmesser und Höhe etwas kleiner ist als der Durchmesser des fertigen Balles, z. B. für einen Ball von 15 cm Durchmesser (6 Zoll) nur 14 cm. Damit nun der durch den Überdruck des Dampfes eingeschrumpfte Ball durch das Liegen auf dem Boden nicht abgeplattet wird, wird erfindungsgemäß auf die Standfläche der Manschette oder die Auflagefläche des Balles eine einige Zentimeter hohe Schicht Wasser gegossen, die so tief sein muß, daß der Ball darin schwimmen kann. Das Vulkanisieren von Kautschukgegenständen im Wasserbade ist naturgemäß bekannt.
Nach Beendigung der Vulkanisation wird der Dampf langsamer als sonst aus dem Kessel abgeblasen, damit der Temperaturrückgang der Luft im Ball nicht zu sehr hinter jener des Dampfes im Kessel zurückbleibt. Wenn der Kessel geöffnet wird, ist der Ball wohl sehr stramm aufgeblasen, doch überschreitet die Spannung bei richtiger Bemessung des Aufblasens des rohen Balles nicht die zulässige Grenze, und der Ball nimmt beim Abkühlen, z. B. beim Hineinwerfen in kaltes Wasser, ohne dauernde Formänderung wieder die ursprüngliche Größe an. Nach vollkommenem Erkalten wird er auf das richtige Maß aufgeblasen und der Einstich der Blasnadel im Ventilpfropfen in üblicher Weise mit unvulkanisierter Mischung, die allenfalls mit etwas Benzin zu einer sehr dicken Lösung angesetzt sein kann, verklebt.
Man kann den Ball auch aus vulkanisierten Plattenstücken zusammensetzen, wobei bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Xähte vulkanisiert werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkörpern, insbesondere Spielbällen o. dgl., aus unter Lufteinschluß überlappt aneinandergeklebten unvulkanisierten oder vulkanisierten Kautschukplatten sowie Aufblasen des vulkanisier-
    ten Hohlkörpers nach dem Erkalten auf die Endgestalt und Verkleben der Einstichöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ballrohling o·. dgl. nur so viel Luft eingeschlossen wird, daß der Gegendruck derselben während der Vulkanisation kleiner bleibt als der Druck, unter dem im Vulkanisierkessel vulkanisiert wird, und der Hohlkörper im so aufgeblasenen Zustand ohne Verwendung einer geschlossenen Vulkanisierform in der Weise vulkanisiert wird, da'ß der Druck im Vulkanisierkessel rascher ansteigt, als der Druck im Hohlkörper durch die Temperaturerhöhung steigt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper während der Vulkanisation auf einem Wasserbad schwimmt und sich gleichzeitig innerhalb einer offenen Manschette befindet.
DEL85385D 1933-03-31 1934-02-18 Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern, insbesondere Spielbaellen o. dgl. Expired DE641929C (de)

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DEL85385D Expired DE641929C (de) 1933-03-31 1934-02-18 Verfahren zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern, insbesondere Spielbaellen o. dgl.

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