CH175092A - Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus überlappt aneinandergeklebten Gummiplatten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus überlappt aneinandergeklebten Gummiplatten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern ans überlappt aneinandergeklebten Gummiplatten. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus überlappt aneinandergekleppten Gummiplat ten, wie Spielbällen. Bei den bekannten Ver fahren, zum Beispiel zur Herstellung von Spielbällen, bei denen die Hohlkörper aus aneinandergeklebten Gummiplatten zusam mengesetzt sind, werden die Hohlkörper in Formen vulkanisiert.
Diese Verfahren, die geschlossene Vulkanisierformen erfordern, sind verhältnismässigteuer. Man hat zur Herstellung billiger Spielbälle auch schon Abfälle von Autoschläuchen benützt und die Bälle aus biskottenförmigen oder ähnlichen Zuschnitten solcher Abfälle zusammen geklebt.
Bei den nach diesem bekannten Ver fahren hergestellten Bällen, bei welchem von vulkanisiertem Material ausgegangen wird und im Fertigprodukt die sich überlappen den Partien geklebt aber nicht vulkanisiert sind, gehen die Überlappungsstellen leicht auf, wenn die Bälle in,die Wärme, zum Bei spiel in die Sonne kommen.
Überdies geht bei diesem Verfahren der Vorteil des billigen Abfallproduktes durch die teure Arbeit des Aufrauhens, des Zusammensetzens und vor allem durch die teure Arbeit, die zum Über schleifen der sich überlappenden Partien not wendig ist, verloren.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, wie Spielbällen, aus überlappt aneinander- geklebten Gummiplatten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Gummiplatten an den sich überlappenden Partien zusammen geklebt werden, dieses Gebilde hierauf auf geblasen wird und im aufgeblasenen Zustand ohne Verwendung einer geschlossenen Vul- kanisierform die Überlappungsstellen warm vulkanisiert werden,.
Eine zweckmässige Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass das den auf- laasbaren 1=Tohlraum umschliessende Gebilde aus rohen, das heisst unvulkanisierten Platten zusammengesetzt wird, die zugleich mit den Überlappungsstellen warm vulkanisiert wer den.
Bei der Ausführung des Verfahrens geht man am besten in der Weise vor, dass,das den aufblasbaren Hohlraum umschliessende Ge bilde vor der Vulkanisation schwach auf geblasen wird, und zwar derart, dass der Gegendruck der im Hohlkörper eingeschlos senen Luft während der Vulkanisation klei ner bleibt als der Druck, unter welchem die Vulkanisation im Vulkanisierkessel erfolgt, wobei nach der Vulkanisation und nach dem Erkalten der Hohlkörper erst auf die Fertig gestalt aufgeblasen und die Aufblaseöffnung verschlossen.
allenfalls verklebt wird. Zur Vermeidung einer Deformation des Hohlkörpers kann bei der Vulkanisation von einer Manschette oder dergleichen Gebrauch gemacht werden, die die Ausdehnung des Körpers in einer Richtung begrenzt, zweck mässig zur Herstellung von Bällen von einer Manschette, die von einem Zylinder gebildet wird. dessen Durchmesser und Höhe unter sich gleich und kleiner sind, als der Durch messer des fertigen Balles.
Zweckmässig erfolgt die Ausführung des Vulkanisierverfahrens in einem Wasserbade, so dass der Hohlkörper (Ball oder derglei-. chen) während der Vulkanisation schwimmt und so ein Abplatten der Auflagefläche ver mieden wird.
Als Ausführungsbeispiel sei nachstehend die Herstellung eines Balles, der zum Bei spiel aus zwei miteinander verklebten Teilen zusammengesetzt ist, beschrieben. Der Ball wird aus Plattenteilen gebildet, die aus Gummiplatten von einer Stärke, wie sie zum Beispiel bei Terracottabällen gleicher Grösse üblich ist, zweckmässig aus rohen, das heisst unvulkanisierten Platten, entweder mit Stanzmessern oder nach Schablonen mit einem;
erhitzten Schneidrad oder auf andere ge eignete Weise biskottenförmig ausgeschnit ten werden, Dann wird längs der Ränder die- ser Zuschnitte ein zirka 1 cm breiter Streifen mit Benzin abgewaschen und mit Gummi lösung bestrichen, worauf die Platten flach aufeinanderliegend längs dieser Ränder bezw. Streifen überlappt aneinandergefüg-t und an einandergedrückt werden, nachdem vorher auf einer der Platten ein Pfropfen aus sehr weicher unvulkanisierter und nicht ganz aus vulkanisierender Gummiqualität als Ventil,
zweckmässig unter Zwischenschaltung einer Unterlagscheihe aus demselben Stoff wie die Zuschnitte, aufgeklebt worden ist, der nun in das Innere des einen aufblasbaren Hohl körpers umschliessenden Gebildes zu liegen kommt. Nach dem Schliessen wird der ün- vulkanisierte Ball schwach aufgeblasen, so dass er gerade nicht zusammenfällt. Das Mass dieses Aufblasens muss entsprechend dem Druck bezw. der Temperatur bei der Vul- kanisierung durch Versuche ermittelt wer den.
Der Vulkanisierkessel wird vor dem Be schicken vorgewärmt, so dass schon während des Sahliessens,der Deckelschrauben die darin eingesperrte Luft vom Atmosphärendruck durch die Erwärmung einige Zehntel Atmo sphären Überdruck annimmt. Ferner wird beim Einströmen des Dampfes die im Kessel enthaltene Luft nicht abblasen gelassen und auch die Dampfeinströmung möglichst be schleunigt, um möglichst schnell, längstens innerhalb 5 Minuten den vollen Vulkanisier druck zu erreichen, der zum Beispiel 3 atm. beträgt. Durch diese rasche Drucksteigerung.
welcher die Temperatursteigerung nachhinkt, wird der Ball schlapp zusammengedrückt und seine Wandung im ungespannten Zu stand durch die Vulkanisation schon etwas verfestigt, bevor die in ihm eingechlossene Luft durch Erwärmung ihren Gegendruck steigert. Während der ganzen Vulkanisation bleibt das Übergewicht des Dampfdruckes im Kessel gegenüber der Spannung -der Luft im Innern des Balles bestehen.
Um nun zu vermeiden. dass sich der Ball linsenförmig deformiert und oben eine geringere Wand stärke als unten oder seitwärts erhält, wird der Ball beim Vulkanisieren in eine offene Manschette gesteckt, die seine wagrechte Ausdehnung begrenzt. Zweckmässig ist dies ein oben offener zylindi2scher Behälter aus Blech, dessen Durchmesser und Höhe unter sich gleich und etwas kleiner sind als der Durchmesser des fertigen Balles, zum Bei spiel für einen 6-Zoll-Ball (das ist ein Ball mit rund 15 cm Durchmesser) bloss 14 cm.
Damit nun der durch den Überdruck des Dampfes eingeschrumpfte Ball durch das Liegen auf dem Boden nicht abgeplattet wird, wird auf die Standfläche der Man schette bezw. die Auflagefläche des Balles eine einige Zentimeter hohe Schicht Wasser gegossen, die so tief sein muss, dass der Ball darin schwimmen kann.
Nach Beendigung der Vulkanisation wird der Dampf langsamer als sonst aus dem Kessel abgelassen, damit die Temperatur der Luft im Ball nicht zu sehr hinter jener des Dampfes im Kessel zurückbleibt. Wenn der Kessel geöffnet wird, ist der Ball wohl sehr stramm aufgeblasen, doch überschreitet die Spannung bei richtiger Bemessung des Ruf blasens des rohen Balles nicht die zulässige Grenze und der Ball nimmt beim Abkühlen, zum Beispiel beim Hineinwerfen in kaltes Wasser. ohne dauernde Deformation wieder die ursprüngliche Grösse an.
Nach vollkom menem Erkalten wird er auf das richtige Mass aufgeblasen und der Einstich der Blas- nadel im Ventilpfropfen zweckmässig mit unvulkanisierter Mischung, die allenfalls mit etwas Benzin zu einer sehr dicken Lösung angesetzt sein kann, verklebt.
Man kann den Ball aber auch aus bereits vulkanisierten Plattenstücken zusammen setzen und erreicht dann den Vorteil, dass nur die Überlappungsstellen vulkanisiert werden müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hohl körpern, wie Spielbällen aus überlappt an- einandergeklebten Gummiplatten, dadurch gekennzeichnet, da.ss .die Gummiplatten an den sich überlappenden Partien zusammen geklebt werden, dieses Gebilde hierauf auf- geblasen wird und im aufgeblasenen Zustand ohne Verwendung einer geschlossenen Vul- kanisierform die Überlappungsstellen warm vulkanisiert werden.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das einen aufblas baren Hohlraum umschliessende Gebilde aus rohen Gummiplatten hergestellt wird, die zugleich mit den Überlappungsstellen vulkanisiert werden. 2.Verfahren nach Patentans#prwch, dadurch gekennzeichnet, dass das einen aufblas baren Hohlkörper umschliessende Gebilde vor der Vulkanisation nur so sehwach auf geblasen wird, dass der Gegendruck der im Hohlkörper eingeschlossenen Luft wäh rend der nachfolgenden Vulkanisation kleiner bleibt als der Druck,unter wel chem die Vulkanisation im Vulkanisier- kessel erfolgt und dass nach der Vulkani- s@ation und dem Erkalten der Hohlkörper auf die Endgestalt aufgeblasen und die Auf blaseöffnung verschlossen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper der Vulkanisation innerhalb einer Manschette unterworfen wird, welche die Ausdehnung des Hohlkörpers teilweise begrenzt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vulkanisation in einem Wasserbad erfolgt, derart, dass der Ball während der Vulkanisation schwimmt und so ein Abplatten :der Auflagefläche verhindert wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette von einem Zylinder gebildet wird, dessen Durchmesser und Höhe unter sieh gleich. und kleiner sind als der Durchmesser des fertigen Hohl körpers. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper aus rohen, unvulkanisierten Gummiplatten zu sammengesetzt und der Vulkanieation in der Weise unterworfen wird, dass bei der Vulkanisation der Druck im Vulkanisier- kessel rascher erhöht wird als dies der Temperatursteigerung entspricht, so dass ,der Hohlkörper schon im ungespannten Zustand durch Anvulkanisieren etwas ver- festigt wird,bevor die in ihm eingeschlos sene Luft durch Erwärmung den Gegen druck steigert.
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| CH175092D CH175092A (de) | 1933-03-31 | 1934-02-17 | Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus überlappt aneinandergeklebten Gummiplatten. |
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