DE643060C - Verfahren zum Aufschliessen von Faserstoffen durch Einwirkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Faserstoffen durch Einwirkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes

Info

Publication number
DE643060C
DE643060C DEU10039D DEU0010039D DE643060C DE 643060 C DE643060 C DE 643060C DE U10039 D DEU10039 D DE U10039D DE U0010039 D DEU0010039 D DE U0010039D DE 643060 C DE643060 C DE 643060C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
action
fibers
electric field
breaking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU10039D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE643060C publication Critical patent/DE643060C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/12Wave energy treatment of textiles
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/916Natural fiber dyeing
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/93Pretreatment before dyeing
    • Y10S8/931Washing or bleaching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Faserstoffen durch Einwirkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes Faserstoffe, insbesondere solche pflanzlicher Herkunft, lassen sich nicht ohne weiteres zu Spinnfasern verarbeiten und verspinnen, sondern sie müssen meistens erst aufgeschlossen werden, denn ihre .Fasern sind durch Pflanzenleim oder Lignin umschlossen und miteinander verbunden, außerdem enthalten sie ebenso wie die tierischen Fasern von Haus aus Fett und 'C51, das vor dem Verspinnen beseitigt werden muß.
  • Zum Aufschließen und Entfetten hat man bisher chemische Mittel, wie Säuren und Laugen, benutzt, die bei gleichzeitiger Erhitzung des Arbeitsgutes mit irgendeiner Feuerung das Lignin und die Pflanzenleime lösen-, und dadurch die Fasern freimachen. Darunter leiden aber die Fasern, insbesondere ihre Reißfestigkeit, was für die Weiterverarbeitung und namentlich für das Verspinnen nachteilig ist.
  • Zur Vermeidung dieses Übelstandes hat man schon versucht, Tierfasern, wie Wolle und .Seide, durch die Einwirkung elektrischen Gleichstromes, d. h. durch Elektrolvse im alkalischen Bad, zu entfetten, doch haben diese Verfahren keinen Eingang in die Praxis gefunden und machen außerdem eine umständliche Apparatur erforderlich.
  • Man hat auch schon versucht, an Stelle der gewöhnlichen Heizung ein hochfrequentes Kraftfeld zum Erwärmen des mit Chemikalien versetzten Arbeitsgutes zu benutzen. So hat man schon vorgeschlagen, das Arbeitsgut in eiserne Kessel zu bringen und dort deren Inhalt durch einen hochfrequenten Strom auf die erforderliche Temperatur zu erhitzen, wobei unter Umständen auch noch unter Druck gearbeitet wurde, beispielsweise wenn Holz aufzuschließen war. Die Verwendung von Metallgefäßen ist aber nachteilig, und außerdem kommt dabei das hochfrequente Kraftfeld ,gar nicht zur richtigen Geltung, denn es %vird nur die thermische Wirkung des hochfrequenten Kraftfeldes ausgenutzt, aber nicht die Einwirkung der elektrischen Wellen auf die Zellen der Faserstoffe selbst.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Pflanzen- oderTierfasern sowohl aufschließen und aufspalten, wie auch gleichzeitig entfetten kann, wenn man sie der Einwirkung eines hochfrequenten Kraftfeldes nicht in einem Metallgefäße, sondern in einem für elektrische Schwingungen und Wellen durchlässigen Gefäße, d. h. einem elektrisch nicht leitenden Gefäße, aussetzt. Als solche Gefäße kommen beispielsweise vor allem Gefäße aus keramischen Stoffen, wie Glas, Ton u. dgl., in Betracht.
  • Man kommt dabei fast ohne Apparatur aus, denn die beispielweise von einer Spule oder Spirale ausstrahlenden Wellen gehen ohne weiteres durch das Gefäß und das Arbeitsgut hindurch, wobei zwar ebenfalls eine Erwärmung auftritt, die aber nicht so hoch zu sein braucht wie die Erwärmung durch Gas oder sonstige Feuerung. Vor allein werden aber dabei die Fasern weniger angegriffeil als durch unmittelbare Erhitzung, auch wird ihre Zerreißfestigkeit erhöht.
  • -Nach dein den Gegenstand der Erfindut* bildenden Verfahren werden die rohen Faserstoffe mit Wasser angefeuchtet oder in Wasser untergetaucht, das mit Salzen oder s-üuren oder Alkalien -ersetzt ist, und einige Zeit innerhalb eine: Gefäßes aus keramischen Stoffeil der Einwirkung eines 1foclifre<Itienzfeldes ausgesetzt.
  • Bei der Verwendung wäßriger Laugen werden die Fette und (-)1e auch gleichzeitig verseift, und es bildet sich unter heftigem Aufschäumen eine Seifenlösung, die später leicht und vollständig ausgewaschen werden kann. so daß die vollkommen entfettete Faser übrigbleibt.
  • Wie weit nian das Aufspalten der Fasern treiben will, hängt dabei von den Zwecken ab, für die diese später gebraucht werden. Es gelingt so aus beliebigen Rohfasern, z. B. Hanf, Flachs, Baumwolle, Tute, tierischer Wolle, Seide, feinere Gespinste voll sehr hoher Zerreißfestigkeit in äußerst einfacher Weise herzustellen.
  • Selbstverständlich braucht man die Faser nicht vollständig zu entfetten, falls dies aus bestiniinten Griinden nicht nötig sein sollte. Es bleibt dann in der Faser noch etwas Fett oder Cal. was namentlich dann von Bedeutung :st. wenn die Faser mehr oder weniger verarbeitet, z. B. versponnen und verwebt werden soll.
  • Die Art der Ausführung des Verfahrens ist aus den nachfolgenden Beispielen ersichtlich.
  • Beispiel i Es werden 30.- Tute mit goo ccin etwa 3°ioiger Natronlauge übergossen und in einem Glasgefäße der Einwirkung des Hochfrequenzfeldes unterworfen. Die Wellenlänge beträgt 2 = 85o, die Energie etwa 2 K«-. Von =2 C ausgehend steigt die Temperatur des Arbeitsgutes innerhalb io'_-Minuten auf .4; @ C, bei Erreichung dieser Temperatur ist die Aufschließung und Entfettung der Faser durchgeführt. Die heiße Lauge wird dann abgegossen, die behandelten Fasern werden hierauf erst mit heißem und dann mit kaltem @Vasser gut ausgewaschen. Man erhält eine gfaue glänzende Faser, die weich im Griff ist. Erhitzt inan unter denselben Zeit- und Temperaturbedingungen mit Gas, so zeigt sich, daß die iin hochfrequenten Kraftfelde behandelte Faser et«-as glänzender ist, eine höhere Reißfestigkeit und auch einen geringeren Inkrustengehalt hat, als die mit Gas erhitzte. Beispiel 2 loog Rarniefaser «erden mit il/, 1 -Natronlauge mit einem NaOH-Gehalt von 6°/o übergossen und dann der Einwirkung eines hochfrequenten Kraftfeldes mit einer Wellenlänge von 865 n i und einer Schwingungsenergie von etwa 2 Kw ausgesetzt. Das Arbeitsgut erwärmt sich dabei innerhalb i9 Minuten von 22' C auf 81 ° C. Die Aufschließung und Entfettung ist nach dieser Zeit beendet, die Flüssigkeit wird dann abgegossen und die Faser darauf erst mit heißem Wasser und dann mit kaltem Wasser gut ausgewaschen. Gegenüber der Erwärmung mit Gas unter denselben Bedingungen zeigt sich, daß die mit Hochfrequenz behandelte Ramiefaser stärker aufgehellt ist, glänzender und auch weicher ist, eine höhere Reißfestigkeit und einen ge-. ringeren Inkrustengehalt hat.
  • Für die beiden Beispiele wurde eine Spirale benutzt, von der das llochfrequenteKraftfeld ausstrahlt und auf die die Gefäße mit dem Arbeitsgut gestellt wurden. Man kann auch eine zvlindrische Spirale benutzen, in die das Gefä13 mit dem Arbeitsgut hineingestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufschließen von Faserstoffen durch Ein-,N-irkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes in Gegenwart von Salzen, Säuren oder Alkalien, dadurch gekennzeichnet, claß die Behandlung in einem elektrisch nicht leitenden Gefäß z. B. aus keramischen Stoffen erfolgt.
DEU10039D 1928-01-18 1928-01-19 Verfahren zum Aufschliessen von Faserstoffen durch Einwirkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes Expired DE643060C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1917168X 1928-01-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE643060C true DE643060C (de) 1937-03-23

Family

ID=7749218

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU10039D Expired DE643060C (de) 1928-01-18 1928-01-19 Verfahren zum Aufschliessen von Faserstoffen durch Einwirkung eines hochfrequenten, elektrischen Feldes

Country Status (4)

Country Link
US (1) US1917168A (de)
BE (1) BE357488A (de)
DE (1) DE643060C (de)
FR (1) FR668586A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4479369A (en) * 1983-04-04 1984-10-30 Sando Iron Works Co., Ltd. Apparatus for treating a textile product with the use of low-temperature plasma
KR0156535B1 (ko) * 1989-04-17 1998-12-01 헨젤 식물섬유로부터 얻어진 강화 및 또는 가공섬유와 그의 제조방법 및 그의 용도

Also Published As

Publication number Publication date
BE357488A (de)
US1917168A (en) 1933-07-04
FR668586A (fr) 1929-11-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1253031B (de) Verfahren zur Herstellung mechanischen und/oder chemomechanischen Faserstoffs aus lignozellulosehaltigem Material
EP0530150A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Textilmaterial
Jain et al. Extraction of cornhusk fibres for textile usages
DE747454C (de) Verfahren zur Herstellung von hochpolymeren Zellstoffen
US1843851A (en) Process of degumming textile plants
DE4303920C2 (de) Verfahren zum Entschlichten von mit wasserlöslicher Schlichte beladenem Textilgut
DE310784C (de)
DE602582C (de) Verfahren zum Entschlichten von vegetabilischen Fasern
DE702229C (de) Verfahren zum Reinigen von Textilgut
DE217159C (de)
AT157389B (de) Verfahren zur Herstellung von spinnbarem Fasermaterial aus Maisstroh.
DE388344C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Fasertorf
DE302524C (de)
DE696695C (de) Verfahren zum Veredeln von Bastfasern
AT110540B (de) Verfahren zur Herstellung eines zum Spinnen und Weben geeigneten Materials aus Pflanzen oder Pflanzenteilen.
AT101027B (de) Verfahren zur Vorbereitung von Stroh oder ähnlichem Fasermaterial für die Papierfabrikation od. dgl.
DE300744C (de)
DE2718398C3 (de) Verfahren zur Behandlung von lignozellulosehaltigem Material mit Chlor
DE308426C (de)
DE102616C (de)
AT8596B (de) Verfahren zur Überführung der Cellulose in eine in Kupferoxydammoniak besonders leicht lösliche Form.
DE106468C (de)
DE306307C (de)
CH232099A (de) Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Textilbehandlungslösungen.
DE711835C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gespinstfasern aus Maisstroh