DE643772C - Schalter mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas - Google Patents
Schalter mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes DruckgasInfo
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- DE643772C DE643772C DER89967D DER0089967D DE643772C DE 643772 C DE643772 C DE 643772C DE R89967 D DER89967 D DE R89967D DE R0089967 D DER0089967 D DE R0089967D DE 643772 C DE643772 C DE 643772C
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- H—ELECTRICITY
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- H01H33/53—Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
- H01H33/56—Gas reservoirs
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Druckgasschalter, bei denen das Druckgas der Schaltstelle
lediglich durch das bewegte hohle Schaltstück zugeführt wird. Eine derartige Anordnung kann in manchen Fällen vorteilhaft
sein, da sie die Möglichkeit bietet, den Isolator, der die Schaltstöße aufzunehmen
hat, als Vollisolator sehr fest zu machen und nur ein verhältnismäßig leichtes Rohr als bewegliches
Schaltstück anzutreiben. Es entsteht jedoch hierbei die Aufgabe, den Durchmesser
des durch das bewegte Schaltstück gebildeten Druckgasrohres möglichst gering
zu machen, damit die bewegten Teile nicht zu schwer werden. Dem ist aber eine Grenze
gesetzt, da bei einem zu engen Rohrquerschnitt der Druckabfall bis zur Schaltstelle
derart erhebliche Werte annehmen würde, daß die Lichtbogenlöschung nicht mehr mit
Sicherheit gewährleistet ist.
Um nun trotzdem einen geringen Rohrquerschnitt möglich zu machen und damit das
bewegliche Schaltstück leicht und klein halten zu können, wird erfindungsgemäß an dem
feststehenden Schaltraum, der nur über das hohle bewegte Schaltstück mit der Druckgasquelle
in Verbindung gebracht werden kann, ein feststehendes, nur über das hohle bewegte
Schaltstück aufzuladendes Hilfsgefäß angeordnet, das vor der Kontakttrennung über das
hohle bewegte Schaltstück aufgeladen wird. Dies hat die Wirkung, daß das Hilfsgefäß
durch seine Entleerung die in der Zuleitung auftretenden Druckabfälle ausgleicht. Infolgedessen
ist bei der Löschung und der darauffolgenden isolierenden Abriegelung der Schaltstelle unter allen Umständen ausreichender
Druck vorhanden. Das bewegte hohle Schaltstück selbst kann daher dünn
und. leicht ausgebildet sein, zumal da das Auffüllen des Hilfsgefäßes in längerer Zeit wäh-'rend
der Schaltpausen erfolgen kann.
Die Anordnung von Zusatzdruckgasgefäßen ist bei Druckgasschaltern an sich bekannt.
Dort handelt es sich jedoch nicht um Schalter, bei denen das Druckgas durch den hohlen bewegten Kontakt bis an die Blasstelle
geführt wird, so daß auch das Erfindungsproblem, nämlich die Abmessungen und das Gewicht dieses als Druckgasrohr
dienenden, bewegten hohlen Schaltstückes zu beschränken, dort nicht vorliegt.
Das Auffüllen des Hilfsgefäßes erfolgt während der Einschaltzeit, da dann das bewegliche
Schaltstück im Schaltraum sitzt und von dort Gas dem Hilfsgefäß zuströmen kann. Zweckmäßig wird am Hilfsgefäß eine
Vorrichtung, z. B. Ventil, angeordnet, die bei Überdruck im Schaltraum den Zutritt zum
Hilfsgefäß freigibt und, wenn der Druck im HilfsSpeicher gleich dem Druck in der
Druck-Erzeugungsanlage ist, den Hilfsspeicher abschließt. Das kann durch einen besonderen
Druckwächter erfolgen, der auf den Druckunterschied zwischen dem Hilfsspeicher und dem Schaltraum anspricht. Allerdings
darf er nur dann zum Arbeiten freigegeben werden, wenn das Einschaltstück im Schaltraum
sitzt. Das Offnen des Hilfsspeichers kann bei der Ausschaltbewegung des Schalt-Stückes
erfolgen, wenn dieses einen bestimmten Weg im Schaltraum zurückgelegt hat.
Zweckmäßig ist es auch, den HilfsSpeicher nicht bei jeder Ausschaltung zum Blasen mit
zu benutzen, sondern ihn nur bei Abschaltungen, die über der Xormalstromstärke liegen,
insbesondere bei Überstromauslösung, zu entleeren.
Die Zuführung des Druckgases von der
Druckgasanlage zu dem hohlen Schaltstück kann in verschiedener Weise ausgebildet sein.
Man kann das bewegliche Rohrstück mit der festen Rohranlage durch ein dicht geführtes
drehbares Rohrstück, an dem das Schaltstück sitzt, verbinden oder durch ein Schlauchstück,
das entweder auf Biegung oder Torsion beansprucht wird.
Die Ausbildung des Schaltraumes und der Kontakte kann in der Weise erfolgen, daß
mit dem Schaltstück ein Teil der Hülle mitbewegt wird, so daß der Schaltraum erst
nach Löschung des Lichtbogens geöffnet wird und sich hierbei das Schaltstück sehr
schnell von dem festen Pol entfernt.
Die Bewegung des Schaltstückes kann so erfolgen, daß es sich in Richtung der Blasung,
z. B. ans einer Düse heraus, oder entgegengesetzt zur Blasung bewegt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Abb.i ist eine Druckgasschalteranordnung gezeigt, bei welcher das Druckgas der
aus den Kontakten 4 und 5 bestehenden Schaltstelle lediglich durch das Innere des
als Schaltraum ausgebildeten, hohlen bewegten Schaltstückes 3 zugeführt wird. Die
Schaltbewegung erfolgt durch Schwenkung des Armes 3 um eine bei 40 liegende horizontale
Achse. Dabei kann der Arm 3 gebogen sein oder, wie bei 3' strichpunktiert angedeutet,
geradlinig verlaufen. Die Hülle 6 aus Isolierstoff ist, nach unten geneigt, fest am
Kopf des Isolators 2 angebracht. Sie sitzt am HilfsSpeicher 14, so daß auch vom Hilfsspeicher
14 aus Druckgas in den Blasraum direkt strömen kann. Die Hülle 6 und die
Kontakte 5 sitzen fest am Kopf des Isolators 2. Das erweiterte Ende 8 des aus Isolierstoff,
z. B. Hartpapier, bestehenden Armes 3 umhüllt in der gezeichneten Einschaltstellung
zusammen mit dem Teil 6 die Kontaktstelle. Der ringförmige Kontakt 5 ist an
dem Isolierteil 6 befestigt, der auch die Anschlußklemme 7 trägt. Der stiftförmige Kontakt
4 greift in den Gegenkontakt 5 ein und setzt sich in einer Schiene 13 fort, die in
nicht dargestellter Weise sich über die ganze Länge des Rohres 13 erstreckt und an dessen
Ende über ein bewegliches Leiterstück mit einem am Kopf des Isolators 1 befestigten
Stromanschluß verbunden ist. Die Schiene 13 ist in dem Rohr 3 in beliebiger Weise abgestützt.
Auch können wegen der evtl. auftretenden elektrodynamischen Kräfte bei allen Rohren 3
noch besondere Versteifungen, Rippen, Verspannungen u. dgl. angebracht werden. Auch
könnte man das ganze Rohr 3 bei den verschiedenen Ausführungen aus Stahl oder besonders
festem Leichtmetall herstellen und mit Kupfer armieren bzw. mit Kupfer umhüllen.
Da bei der Ausschaltbewegung des Armes 3 dieser sich noch eine Zeitlang oberhalb des
Kopfes des Isolators 2 befindet, so wird dieser zweckmäßig auf seiner Oberseite mit Isolierstoff
und Isolierstoffplatten 15 abgedeckt. Die Übertragung der Bewegungskraft auf
den Arm 3 erfolgt im Hohlisolator 1 durch ein Isoliergestänge, das an dem Arm 3 angreift.
Werden bei einer Drehstromanordnung, wie dies in Abb. 2 schematisch gezeigt ist, die drei Arme durch eine hohle Welle 40
mit Druckgas gespeist, so kann das im Isolator sitzende Druckgasrohr 12 mit der
Welle 40 durch ein bewegliches Schlauchstück 11 verbunden werden. Die hohlen Isolatoren
ι können dabei so benutzt werden, daß z. B. an der Welle 40 an den Enden 553
und 25 die Bewegungskraft übertragen wird, während bei 24 das Druckgas, das die drei
Arme 3 speist, zugeführt ist. Dann verteilt sich das Druckgas durch die hohle Welle auf
die drei Blasstellen. Die Welle wird zweckmäßig aus Papierrohr mit Isolierscheiben 26
zur Schaffung vertikaler Isolierfiächen herge- »00 stellt, die aus keramischem Material bestehen
können. Bei einer derartigen Anordnung könnte man auch, statt den Antrieb im Fuß
des Schalters unterzubringen, einen oder mehrere Antriebe am Kopf der Isolatoren anbringen,
z. B. Lufträder o. dgl., und hätte dann nur nötig, einen oder zwei Isolatoren 1
hohl auszubilden, um von dort aus das Druckgas der hohlen Welle 40 und dem Antriebsteil
(Luftrad oder Luftturbine) zuzu- ito führen. Sollten nicht die drei Pole gemeinsam
angetrieben werden, sondern jeder Pol für sich, so könnte man auf jedem Isolatorkopf
der drei hohlen Isolatoren 1 eine mit Druckgas angetriebene Bewegungsvorrichtung
anbringen, so daß jeder» Pol für sich schalten und blasen kann.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:
In dem gezeichneten Einschaltzustand, in welchem der Stiftkontakt 4 die durch den
Ringkontakt 5 gebildete Ausblaseöffnung des
Druckgases verschließt, wird durch das hohle Schaltstück 3 Druckgas zugeführt, das aus
dem Schaltraum durch die Öffnung 9 in das Hilfsgefäß 14 strömt und dieses allmählich
auffüllt. Beim Ausschalten erfolgt die Kon-'" takttrennung dadurch, daß sich der Arm 3
mit dem Stiftkontakt 4 und der Hülle 8 nach oben wegbewegt, während die Hülle 6 mit
.dem Gegenkontakt 5 und dem Hilfsgefäß 14
ίο an dem Tragisolator 2 verbleibt. Dabei wird
zunächst die Ausblaseöffnung in dem Kontakt 5 freigegeben, und es strömt Druckgas
sowohl durch das Rohr 3 an die Unterbrechungsstelle als auch durch die Öffnung 9
iS 'aus dem Hilfsspeicher 14, der während der
Einschaltzeit aufgefüllt wurde. Eine intensive Blasung ist also sichergestellt, obwohl
der Querschnitt des Rohres 3 beliebig eng gehalten werden kann.
Claims (2)
1. Schalter mit Lichtbogenlöschung durch strömendes Druckgas, welches der
Schaltstelle lediglich durch das bewegte hohle Schaltstück zugeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem feststehenden Schaltraum, der nur über das hohle bewegte
Schaltstück mit der Druckgasquelle in Verbindung gebracht werden kann, ein feststehendes, nur über das hohle bewegte
Schaltstück aufzuladendes Hilfsgefäß angeordnet ist, das vor· der Kontakttrennung
über das hohle bewegte Schaltstück aufgeladen wird.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsgefäß
nur bei überstromauslösung entleert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER89967D DE643772C (de) | 1934-02-21 | 1934-02-21 | Schalter mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER89967D DE643772C (de) | 1934-02-21 | 1934-02-21 | Schalter mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643772C true DE643772C (de) | 1937-04-16 |
Family
ID=7418257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER89967D Expired DE643772C (de) | 1934-02-21 | 1934-02-21 | Schalter mit Lichtbogenloeschung durch stroemendes Druckgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643772C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901192C (de) * | 1942-08-27 | 1954-01-07 | Aeg | Druckgasschalter mit freier Lufttrennstrecke, insbesondere Freistrahlschalter |
| US2758179A (en) * | 1952-09-26 | 1956-08-07 | Asea Ab | Arrangement for extinguishing of a disconnecting switch arc |
| DE1011497B (de) * | 1953-01-12 | 1957-07-04 | Licentia Gmbh | Druckgasschalter mit mehreren in Reihe und in freier Luft liegenden Leistungskontaktstellen |
| US2816993A (en) * | 1953-10-06 | 1957-12-17 | Allis Chalmers Mfg Co | Circuit breaker having switch arm mounted on fluid conducting bearing |
-
1934
- 1934-02-21 DE DER89967D patent/DE643772C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901192C (de) * | 1942-08-27 | 1954-01-07 | Aeg | Druckgasschalter mit freier Lufttrennstrecke, insbesondere Freistrahlschalter |
| US2758179A (en) * | 1952-09-26 | 1956-08-07 | Asea Ab | Arrangement for extinguishing of a disconnecting switch arc |
| DE1011497B (de) * | 1953-01-12 | 1957-07-04 | Licentia Gmbh | Druckgasschalter mit mehreren in Reihe und in freier Luft liegenden Leistungskontaktstellen |
| US2816993A (en) * | 1953-10-06 | 1957-12-17 | Allis Chalmers Mfg Co | Circuit breaker having switch arm mounted on fluid conducting bearing |
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