DE644825C - Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln

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DE644825C
DE644825C DEI46742D DEI0046742D DE644825C DE 644825 C DE644825 C DE 644825C DE I46742 D DEI46742 D DE I46742D DE I0046742 D DEI0046742 D DE I0046742D DE 644825 C DE644825 C DE 644825C
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rubber
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D107/00—Coating compositions based on natural rubber

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  • Wood Science & Technology (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln aus wässerigen Kautschukdispersionen bestimmter Beschaffenheit und Pigmenten von guter Deckkraft und vorzugsweise kleiner Korngröße; die Erzeugnisse eignen sich insbesondere als Wasserfarben, Temperafarben, zur Erneuerung oder Verbesserung der Farbe von weißem ioder gefärbtem Gewebe, Leinwand, Kanevas, Filz, Leder -und als Grundiermittel für gewöhnliche Ölfarben.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, Kautschukmilch als Bindemittel für Pigmente o. dgl. in Wasserfarben zu benutzen und hiermit Anstriche bzw. Überzüge herzustellen, die wasserunempfindlich sind.
  • Es sind jedoch Schwierigkeiten bei der Verwendung von gewöhnlicher Kautschukmilch in diesem Zusammenhang infolge der koagulierenden Wirkung der verwendeten Pigmente o. dgl.entstanden. Überdies sind diese Anstrichmassen während ihrer Aufbringung auf die zu schützenden Oberflächen meistens nicht genügend stabil. Maßnahmen, wie z. B. Bürsten oder Spritzen, führen oft zu vorzeitiger Koagulation dieser überzugsmassen.
  • Um eine zufriedenstellende Mischung von Pigmenten o. dgl. mit Kautschukmilch zu @erhalten, ist es entweder notwendig, die Kautschukmilch mit verhältnismäßig großen Mengen von 'Schutzkolloiden zu stabilisieren ,oder die Kautschukmilch einer beträchtlichen Verdünnung zu unterwerfen, bevor sie mit den genannten pulverförmigen Feststoffen gemischt wird.
  • Es ist gewöhnlich unerwünscht, verhältnismäßig große Mengen von Schutzkolloiden zu benutzen oder eine verdünnte Kautschukmilch zu gebrauchen.
  • . Gemäß der Erfindung -,werden zur Herstellung von Anstrichmitteln aus wässerigen Kautschukdispersionen °und Pigmenten flockige Kautschukniederschläge, ,die aus wässerigen Kautschukdisp;ersion@en in Gegenwart von mehr als 9o % Wasser hergestellt sind, mit Pigmenten gemischt.
  • Die flockigen Kautschukniederschläge lassen sich gleichförmig mit Pigmenten, z. B. in einer Stirnläufermühle oder in irgendeiner geeigneten Farbenmühle, mischen, rum Anstrichmittel mit dem zur Streichfähigkeit erforderlicher Grad von Glattheit, Gleichförmigkeit und Konsistenz zu erzeugen.
  • Beispiele von geeigneten Pigmenten o. dgl. Feststoffen in Pulverform sind: Porzellanerde, Schlämmkreide, Talkum, Zinkoxyd, Lithopose, Titanoxyd, Eisencgxyd, Cadmiumgelb, Ultramarin und, oder andere bekannte organische Pigmentfarbstoffe.
  • Es ist bekannt, anstatt des gewöhnlichen: zusammenhängenden Koagulates Kautschuk als flockigen Niederschlag aus Kautsch milch durch die Anwendung gewisser Koagu: lierungsmittel und durch Einstellen der Konzentration der Kautschukmilch zu erhalten (vgl. z. B. Estate Rubber, O. de Vries, 1920, S.1-13).
  • Es sind ferner Kautschukniederschläge in körnigem oder flockigem Zustand bekannt, die aus Kautschukmilch und einer Suspension einer Mischung von Holzmehl, Zinkoxyd Moder anderen Kautschukfüllstoffen in Gegenwart einer großen Menge von Wasser hergestellt sind. Diese Niederschläge werden aber zur Herstellung von Gegenständen durch Formen oder Pressen verwendet.
  • Die gemäß der Erfindung zur Herstellung von Anstrichmitteln zu verwendenden fl@ockigen Niederschläge können aus Kautschukinilch in regelbarer Weise durch die Anwendung von verschiedenen Koagulierungsmittehi und '\'erfahren zur Koagulierung hergestellt sein, vorausgesetzt, daß die Koagulierung in Gegemvart von mehr als 9o o`o Wasser und mit oder ohne Anwesenheit von bestimmten Mengen alkalischer oder kolloidaler Stoffe mit koagulationshemmender Wirkung ausgeführt ist.
  • Die zu verwendenden flockigon Niederschhige sind z. B. auf Baumwollgewebe, keramischem Material oder feinmaschiger Drahtgaze gefiltert.
  • Als Koaulierungsmittel sind beispielsweise verwendet:' Essigsäure. Ameisensäure, Salzsäure, Schwefelsäure, Natriumsilikotiuorid, Aluminiumchlorid, Alaun; Bariumchlorid, Calciumnitrat, Zinksulfat, Magnesiumacetat, Magnesitimstilfat, Ferrosulfat und Ferrisulfat; als koagulationshenlmende Stoffe: Ätzkali, Casein, Natriumaluminat, Leim und Akazien-Die genannten wässerigen Dispersionen werden in solcher Verdünnung angewendet, daß ioo ccm nicht mehr als log Gesatntfeststolfe enthalten.
  • Durch geeignete Wahl der Ausgangsstoffe und der Arbeitsbedingungen kötutcn die zu @-i@rtveiidenden flockigen Dispersionen in verschiedener Konsistenz erhalten und von löslichen Reaktionsprodukten, wie z. B. löslichen Sulfaten oder Chloriden, durch bekannte Mittel, wie z. B. durch Dekantieren, Filtrieren oder Waschen, vor ihrer Verdichtung befreit seilt.
  • Die Einulsionenoder Dispersionen von Kautschuk umfassen solche aus Kautschuk, Guttapcrcha, Balata, koaguliertem Kautschuk, vulkanisiertem Kautschuk, synthetischem Kautschuk, Kautschukabfall oder -regenerat: Je nach Wunsch können die vorgenannten "Dispersionen allein oder in Mischung mitein-:ätider verwendet werden.
  • Jede der genannten Dispersionen kann die 'üblichen bekannten Zusatzstoffe, z. B. Füll- stoffe und Vulkanisierungsmittel, enthalten, sie kann sich auch zuerst in konzentrierter Form befinden.
  • Konzentrate, wie sie gemäß den britischen Patentschriften 290313 und 219635 erhalten sind, können ebenfalls nach Verdünnung verwendet werden.
  • Die bekannten Vulkanisationsmittel und Füllstoffe können zu den genannten wässerigen Emulsionen oder Dispersionen von Kautschuk o. dgl. in Form ihrer wässerigen Dispersionen vor oder nach der Fällung der flockigen Koagulate hinzugefügt sein bzw. werden.
  • Beispiel Zu 15o Gewichtsteilen einer 6o%igenKautschukmilch, die durch Zentrifugieren erhalten worden ist, werden 3o Gewichtsteile eines handelsüblichen Natronwasserglases zugesetzt, das in 3o Gewichtsteil.en Wasser gelöst ist.
  • Diese Mischung wird mit Wasser auf eine Konzentration von 5 % verdünnt.
  • 24 Gewichtsteile Aluminiumsulfat werden in Wasser zur Bildung einer 5%igen Lösung eingetragen, worauf diese Lösung langsam unter dauerndem Rühren zu der verdünnten Mischung von Kautschukmilch und Natronwasserglas hinzugefügt wird.
  • Es wird so ein Niederschlag in wässeriger Dispersion erhalten, der einige Stunden auf einem Filtertuch steh@enbleibt zum Abziehen einer beträchtlichen Menge Wasser, das die löslichen Reaktionsprodukte in Lösung ent- hält; es hinterbleibt ein dicker Niederschlag von rahmiger Beschaffenheit, der erfindungsgemäß zur Herstellung eitler weißen, wasserwiderstandsfähigen Temperafarbe von der folgenden Zusammensetzung dient:
    Gewichtsteile
    Zinkoxyd . . . . . . . . . 5oo,oo
    Porzellanerde . . . . . . 500,00
    Akaziengumini . . . . . 3,75
    Gelatine . . . . . . . . . 3,75
    Ammoniak (o,88o) . . 7,50
    Wasser . . . . . . . . . . 985,oo
    Kautschukniederschlag
    (16% Konzentration) 9oo,oo
    Der Akazien gtiiiiiili oder die Gelatine werden in der Mischung von Wasser und Ammoniak gelöst. Die Farbstoffe werden mitdieser Lösung i11 einer Läufermühle oder einer anderen geeigneten Farbenmühle gemischt, bis ein gleichförmiger Rahm erhalten wird. Der . Kautschukniederschlag wird dann zugesetzt und das Mischen fortgesetzt, bis die erhaltene Farhe den gewünschten Grad von Glattheit und Gleichförmigkeit erreicht hat.
  • Beim Gebrauch kann die so erhaltene Farbe mit Wasser zu jeder gewünschten Konsistenz verdünnt werden. '

Claims (1)

  1. PATENTANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln aus wässerigen Kautschukdispersionen -und Pigmenten, dadurch gekennzeichnet, daß flockige Kautschukniederschläge, die durch Koagulation wässerigerKautschukdisp rsioneninGegenwart von mehr als 9o o;o Wasser hergestellt sind, mit Pigmenten gemischt werden. 'ä. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß flockige Kautschukni@ederschläge verwendet werden, die aus mehr als 9o % Wasser :enthaltenden Dispersionen von Kautschuk durch Bildung von anorganischen, koagulierend wirkenden Füllstoffen in den wässerigen Dispersionen erhalten sind.
DEI46742D 1932-04-29 1933-03-12 Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln Expired DE644825C (de)

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