DE646029C - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit GesellschaftsleitungenInfo
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- DE646029C DE646029C DES118325D DES0118325D DE646029C DE 646029 C DE646029 C DE 646029C DE S118325 D DES118325 D DE S118325D DE S0118325 D DES0118325 D DE S0118325D DE 646029 C DE646029 C DE 646029C
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- H04Q5/00—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
- H04Q5/02—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
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- H04Q5/16—Signalling by pulses by predetermined number of pulses
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- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung
für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen,
bei denen bei Einleitung einer Verbindung die Wähler an den Abzweigstellen der Gesellschaftsleitung
auf den Kontakt der anrufenden Stelle eingestellt werden, z. B. um die anrufende Stelle in der Vermittlungsstelle zu
kennzeichnen. Dabei ergibt sich aber bei Rückrufverbindungen, d. h. bei Verbindungen
. zwischen zwei Teilnehmern derselben Gesellschaftsleitung, die Schwierigkeit, die Anschaltung
des anrufenden Teilnehmers aufrechtzuerhalten, wenn die Schaltwerke auf den Kontakt
des gewünschten Teilnehmers eingestellt werden.
Es sind bereits Anordnungen bekannt, bei denen das Schaltwerk des anrufenden Teilnehmers
bei der weiteren Wahl überhaupt nicht mehr beeinflußt wird; dort sind aber
besondere Umschalteinrichtungen an der Vermittlungsstelle und an den Teilnehmerstellen
erforderlich. Es ist weiterhin bekannt, von einer Zentralstelle aus ein besonderes
Anschaltrelais an der anrufenden Stelle zu beeinflussen, welches die Anschaltung dieser
Stelle unabhängig von der weiteren Einstellung des Schaltwerkes aufrechterhält.. Hierbei
ist aber eine dauernde Beeinflussung dieses Anschaltrelais von der Zentralstelle
(ZS-Speisung) erforderlich. Diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Anordnung
dadurch vermieden, daß an den Ab-. Zweigstellen Einrichtungen vorgesehen sind, welche den örtlichen Haltestromkreis eines
nach Kennzeichnung einer Internverbindung eingeschalteten Anschaltrelais in Abhängigkeit
von der Länge des Verweilens der Wahleinrichtung in der Nullstellung geschlossen
halten oder öffnen, • Vorteilhafterweise dient das Anschaltrelais selbst dazu, die Anschaltung aufrechtzuerhalten
oder aufzuheben. Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, auf welches die
Erfindung jedoch nicht beschränkt ist.
An einer gemeinsamen Leitung GL liegen mehrere Abzweigstellen, von denen nur die
Stellen TSf1 und TSt3 gezeigt sind. Die
Teilnehmerstellen können wahlweise von einer handbedienten Vermittlungsstelle VSt
angerufen werden. Die Wahl erfolgt dabei durch Einstellen der Wähler (D1, D3 usw.),
die z. B. Schrittschaltwerke sein können. Außer den Wählern ist an den als 05-Stationen
ausgebildeten Teilnehmerstellen nur noch ein Relais P vorgesehen, welches den
Rückruf zu einem Teilnehmer der eigenen Leitung (Internverkehr) ermöglicht. Geheimverkehr
auf der Gesellschaftsleitung ist
*') Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Eduard Wochinger in Berlin.
gesichert. Das Besetztsein der Leitung kann durch ein mit den Schaltwerken verbundenes
Schauzeichen an den Teilnehmerstellen gekennzeichnet werden. Da an den Teilneh-j*
S merstellen außer den Mikrophonbatterien nuf
Induktoren oder ähnliche Stromerzeuger als Stromquellen vorgesehen sind, spielt die
Frage der Stromversorgung für derartige Anlagen keine Rolle. Die Anlagen sind daher
für Gegenden, in denen die Stromlieferung Schwierigkeiten macht, besonders geeignet.
Die Betriebsweise der in dem Ausführungsbeispiel gezeigten Anordnung ist folgender-
maßen:
Abgehende Verbindungen
Will ein Teilnehmer (z. B. TSt1) bei Freisein
der Gesellschaftsleitung die Vermittao lungsstelle anrufen, so betätigt er seinen
Stromerzeuger (z. B. Kurbelinduktor) J1 und legt die Taste RT1 um. Diese Taste kann in
bekannter Weise mit dem Induktor unmittelbar verbunden sein und beim Drehen des as Induktors selbsttätig umgelegt werden. Der
erzeugte Wechselstrom bringt die Fallklappe FK1 in der Vermittlungsstelle zum
Abfall und macht die Beamtin in der Vermittlungsstelle auf das Vorliegen eines Anrufes
aufmerksam. Die Beamtin steckt ihren Abfragestöpsel in die Klinke AK der anrufenden
Gesellschaftsleitung und fragt ab. Da der Anruf von jeder Teilnehmerstelle der Gesellschaftsleitung ausgehen kann, muß der
anrufende Teilnehmer zunächst seine eigene Anrufnumnier nennen. Darauf drückt die.
Beamtin die der anrufenden Stelle zugeordnete Teilnehmertaste (im vorliegenden Falle T1), legt die Wähltaste WT um und
schaltet ihre Stromquelle Q (z. B. Kurbelinduktor) ein. Der dabei erzeugte Strom
dient dazu, die Schaltwerke an den Abzweigstellen auf den Kontakt der anrufenden Stelle
einzustellen. Um eine sichere Einstellung ♦5 der Schaltwerke zu gewährleisten, wird
dafür gesorgt, daß der erzeugte Strom erst dann an die Gesellschaftsleitung angeschaltet
wird, wenn er die nötige Spannung erreicht hat. Die Anordnung ist dabei so getroffen,
daß Strom an die fr-Ader der Gesellschaftsleitung erst dann angeschaltet wird, wenn
das Verzögerungsrelais V anspricht und seinen Kontakt ι ν schließt. Dann wird folgender
Stromkreis gebildet: Erde, Stromquelle Q, Kontakt 2W, Kontakt iv, Drehmagnet
DV, Erde bzw. &-Ader der Gesellschaftsleitung, parallel durch die Drehmagnete
D1, D3 usw. an sämtlichen Abzweigstellen,
Erde. Die Drehmagnete sprechen fio an und bewegen die Schaltwerke aus der
Nullstellung in Stellung i. Durch das Ansprechen des Drehmagneten DV in der Vermittlungsstelle
wird parallel zu den Dreh-49agneten in der Vermittlungsstelle über
den Kontakt 4dv das Relais W eingeschaltet.
Dieses spricht an und öffnet den Kontakt 2 w, wodurch der Stromkreis für die
Drehmagnete unterbrochen wird, während durch Schließen des Kontaktes 3» ein
Stromkreis für die Fallklappe FK2 geschlo«- sen wird, da in der Vermittlungsstelle die
Taste T1 gedrückt ist. Die Fallklappe FK, fällt und gibt damit der Beamtin in der
Vermittlungsstelle zu erkennen, daß die Schaltwerke den die anrufende Stelle kennzeichnenden
Kontakt erreicht haben. Die Beamtin hört daher mit dem Betätigen des Induktors auf.
Hätte nicht der Teilnehmer der Stelle TSt1
angerufen, sondern z. B. der Teilnehmer der Stelle TSt3, so hätte die Beamtin die Taste T3
gedrückt, und es wäre erst bei Erreichen der Schaltstellung 3 ein Stromkreis für die Fallklappe
FK2 geschlossen worden. In diesem Fall kommt nämlich bei Einstellen des Schaltwerkes
DV auf Kontaktstellung 1 der über den Kontakt 3 w vorbereitete Stromkreis für
die Fallklappe FK2 nicht zustande, so daß, da
nach einiger Zeit der Drehmagnet des Schaltwerkes DV abfällt und den Kontakt 4 iv
öffnet, das Relais W abfällt; es wird daher Kontakt 2w wieder geschlossen, und es fließt,
da die Beamtin ihren Induktor weiter betätigt, erneut Strom zu den Drehmagneten DV
und über die ib-Ader der Gesellschaftsleitung zu den Drehmagneten an den Abzweigstellen.
Die Schaltwerte gelangen also einen Schritt weiter auf Kontaktstellung 2. Dieses Spiel
wiederholt sich, bis bei Erreichen der Kontaktstellung 3 über Dreharm ζάν und die gedrückte
Taste T3 der Stromkreis für die Fallklappe FK2 geschlossen wird.
Durch die Einstellung der Schaltwerke auf den Kontakt des anrufenden Teilnehmers ist
nur dieser Teilnehmer an die Gesellschaftsleitung angeschaltet. Der Geheimverkehr ist
also gesichert. Durch diese Anordnung ist es auch möglich, eine Gesprächszählung o. dgl.
für die Teilnehmer der Gesellschaftsleitung durchzuführen.
Wünscht der anrufende Teilnehmer eine Verbindung zu einem anderen Teilnehmer der
Vermittlungsstelle, so stellt die Beamtin in bekannter Weise über einen Verbindungsstöpsel diese Verbindung her. Am Schluß der
Verbindung wird von den Teilnehmern in bekannter Weise ein Schlußzeichen zur Vermittlungsstelle
gegeben, bzw. die Vermittlungsbeamtin stellt durch Mithören fest, ob auf der Leitung noch gesprochen wird. Ist
das Gespräch beendet, so drückt sie ihre Auslösetaste AT, wodurch die Hebel AT1 und
AT2 in die Arbeitsstellung gelangen. Durch
diese Betätigung der Auslösetaste wird die in bekannter Weise mechanisch mit der Auslösetäste
gekoppelte Teilnehmertaste T1 in der Vermittlungsstelle ausgelöst. Die Beamtin
betätigt nun" erneut ihren Stromerzeuger Q, wodurch in gleicher Weise wie bei der Einstellung
der Schaltwerke (bei Einleitung einer Verbindung) Stromstöße auf die &-Ader
ίο der Gesellschaftsleitung gesendet und die
Schaltwerke an den Abzweigstellen schrittweise weiterbewegt werden. Die Aussendung
der Stromstöße dauert so lange, bis alle Schaltwerke die Nullstellung erreichen. Gelangt
das Schaltwerk der Vermittlungsstelle in die Nullstellung, so kommt über den Kontakt
im. Dreharm 5 dv in der Nullstellung
und Taste ^T1 ein Stromkreis für die Fallklappe
FK2 zustande, wodurch diese abfällt
und der Beamtin zu erkennen gibt, daß die Nullage des Schaltwerkes erreicht ist. Die
Beamtin setzt daher den Stromerzeuger Q still.
Ankommende Verbindungen
Will die Beamtin in der Vermittlungsstelle von sich aus einen Teilnehmer der Gesellschaftsleitung
anrufen, so drückt sie die dem gewünschten Teilnehmer zugeordnete Taste,
z.B. T3, betätigt die Wähltaste WT und setzt
dann ihren Stromerzeuger Q in Tätigkeit; sie wartet, bis die ■ Fallklappe FK2 abfällt, wodurch
sie das Zeichen erhält, daß die Wähler auf den Kontakt des von ihr gewünschten
Teilnehmers eingestellt sind. Sie drückt dann, ohne den Stromerzeuger auszuschalten, ihre
Ruf taste· RT, wodurch die mechanisch mit
dieser Taste gekoppelte Wähltaste WT ausgelöst wird. Das Relais V fällt daher ab und
schaltet durch Öffnen seines Kontaktes ι ν
den Strom von den Drehmagneten ab. Der Strom fließt nun allein über die α-Ader der
Gesellschaftsleitung zur Teilnehmerstelle TSt3, Dreharm 6 ds in Stellung 3, Ruf taste
ΑΓ3 in Ruhestellung, Hakenumschalter HU3,
Wecker Wk3, Dreharm γά3, Erde. Der Wekker
der gewünschten Station läutet, bis ihn der Teilnehmer durch Abnehmen seines Hörers
abschaltet. Das Gespräch kann nun stattfinden. Die Auslösung der Verbindung erfolgt am Schluß wie bei einer abgehenden
Verbindung.
Internverbindungen
Der Teilnehmer der Stelle TSt1, der in der
schon beschriebenen Weise die Vermittlungsstelle angerufen hat, wünscht nun nicht, wie
vorher beschrieben, eine Verbindung zu So einem anderen Teilnehmer der Vermittlungsstelle,
sondern zu einem Teilnehmer der eigenen Gesellschaftsleitung. Um diesen Teilnehmer
zu rufen, müssen die Schaltwerke auf den diesem Teilnehmer zugeordneten Kontakt eingestellt werden. Bei einer Verstellung der
Schaltwerke würde nun aber die Abschaltung des anrufenden Teilnehmers erfolgen. Um
dies zu vermeiden, ist ein Relais P vorgesehen, welches bei- einer Internverbindung erregt
wird und den Dreharm des Schaltwerkes überbrückt, so daß er nicht mehr auf den
Anruf kontakt eingestellt zu bleiben braucht. Die Beamtin in der Vermittlungsstelle schaltet
daher, nachdem sie erfahren hat, daß der Teilnehmer der Stelle TvSY1 z.B. den Teilnehmer
der Stelle TSt3 sprechen will, durch Betätigen ihrer RuftasteRT den Stromerzeuger
an die α-Ader der Gesellschaftsleitung, wodurch in der anrufenden Stelle ein Stromkreis
für das Relais P1 zustande kommt. Erde, Stromquelle Q, RuftasteRT, α-Ader der
Gesellschaftsleitung zu Teilnehmerstelle TSt1, Dreharm 8 O1 in Stellung 1, Ruf taste RT1,
Hakenumschalter HU1 in Arbeitsstellung, Übertrager Ue1, Fernhörer P1, Dreharm ^d1
in Stellung i, ReIaIsP1 (Wicklung I), Erde.
Relais P1 spricht an und schließt den Kontakt 10^1, wodurch seine WicklungI kurzgeschlossen
wird; es schließt weiterhin den Kontakt 11P1, wodurch die Wicklung II des Relais P1
in einen Stromkreis der Mikrophonbatterie B1 eingeschaltet wird. Das Relais P1 halt sich in
diesem Stromkreis, solange der Hörer abgenommen ist und das Schaltwerk sich nicht
in der Nullstellung befindet. Über Kontakt 12 P1 ist nun der Teilnehmer der Stelle TSt1
an die α-Ader der Gesellschaftsleitung angeschlossen, unabhängig davon, auf welchen
Schritt der Dreharm 8 α\ eingestellt wird.
In der Vermittlungsstelle läßt die Beamtin too
die Ruftaste RT nach kurzer Zeit los und drückt die Taste T3 des gewünschten Teilnehmers
der Stelle TSt3. Sie legt ferner die Wähltaste WT um und bewirkt damit in der
schon beschriebenen Weise die Einstellung i°5 der Schaltwerke an allen Abzweigstellen auf
Stellung 3. Die Fallklappe FK% fällt dann ab und zeigt der Beamtin die Einstellung der
Schaltwerke an. In der schon beschriebenen Weise ruft die Beamtin nun durch Umlegen »10
ihrer Ruftaste RT den gewünschten Teilnehmer. Meldet sich dieser, so ist die Verbindunghergestellt,
und die Vermittlungsbeamtin zieht ihren Abfragestöpsel aus der Klinke AK der Gesellschaftsleitung. Damit ist die Fallklappe
FK1 wieder an die α-Ader der Gesellschaftsleitung
angeschaltet und dient nunmehr zur Gesprächsüberwachung durch die Vermittlungsbeamtin
(z. B. für das Schlußzeichen).
Bei Gesprächsschluß geben beide Teilnehmer oder einer von ihnen ein Schlußzeichen
durch erneutes Betätigen seines Stromerzeugers /. Die Fallklappe J-Vv1 in der Vermittlungsstelle
fällt daher ab. Die Vermittlungsbeamtin fragt ab und bewirkt in der schon beschriebenen Weise, falls sich keiner der
Teilnehmer meldet, die Rückstellung der Schaltwerke in die Nullstellung.
Dabei ist es denkbar, daß, wenn Teilnehmer TSt1 den Teilnehmer TSt3 angerufen hat, der
>° Teilnehmer TSt3 das Schlußzeichen der Verbindung
gibt und seinen Hörer auflegt, während Teilnehmer TSf1 vergißt, seinen Hörer
aufzulegen, oder absichtlich seinen Hörer nicht auflegt, um an die Gesellschaftsleitung
'5 angeschaltet zu bleiben und in unzulässiger Weise die nächstfolgende Verbindung mitzuhören.
Ein derartiges unbefugtes Mithören wird aber verhindert und damit der Geheimverkehr
auf der Gesellschaftsleitung unbedingt sichergestellt, da das Relais P1, sobald
das Schaltwerk die Nullstellung erreicht, über den Dreharm Ij(Z1 kurzgeschlossen wird.
Bleibt das Schaltwerk einige Zeit in der Nullstellung stehen, wie es ja bei Auslösung einer
Verbindung der Fall ist, so kommt das Relais P1 zum Abfall und öffnet seine Kontakte
T-Op1 und 12P1, so daß der Teilnehmer, selbst
wenn er seinen Hörer auch weiterhin nicht auflegt, von der Gesellschaftsleitung abgeschaltet
ist.
Will Teilnehmer der Stelle TSt3 den Teilnehmer
der Stelle TSt1 anrufen, so muß das Schaltwerk über die Nullstellung hinaus
weitergeschaltet werden, um auf den Kontakt des Anzurufenden eingestellt zu werden.
Der Teilnehmer der Stelle TSt3 ruft zunächst, wie schon beschrieben, die Vermittlungsstelle
an, wird von dieser abgefragt, worauf in der schon erläuterten Weise durch die Beamtin
die Schaltwerke in allen, Abzweigstellen auf den Kontakt des anrufenden Teilnehmers,
d.h. also auf Stellung3, gebracht werden. Teilt der anrufende Teilnehmer nun der Vermittlungsbeamtin
mit, daß er mit einem Teilnehmer der eigenen Leitung verbunden sein
will, so spielen sich in der Vermittlungsstelle die gleichen Vorgänge ab wie bei einer vom
Teilnehmer der Stelle TSt1 ausgehenden Verbindung;
d. h. die Beamtin drückt die Ruftaste und schaltet damit die Stromquelle Q
an die α-Ader der Gesellschaftsleitung, wodurch in der Teilnehmerstelle TvSi3 das Relais
P3 zum Ansprechen kommt: Erde, Stromquelle O, Taste RT, α-Ader der Gesellschaftsleitung
zur Teilnehmerstelle TSt3, Dreharm 6d3 auf Stellung^, Ruftaste RT3, Hakenumschalter
HU3 in Arbeitsstellung, Übertrager Ue3, Fernhörer F3, Dreharm 14^3 auf
Stellung 3, Relais P3 (Wicklung I), Erde. Relais P3 spricht an und hält sich im Mikrophonstromkreis
über seine Wicklung II und Kontakt i$p3- Ferner wird der Kontakt 16p3
geschlossen und damit der Dreharm 6 ds überbrückt.
Nun drückt die Vermittlungsbeamtin die Taste T1 des gewünschten Teilnehmers,
außerdem betätigt sie die Wähltaste, so" daß nunmehr in der schon vorher erläuterten
Weise Stromstöße über die i>-Ader der Gesellschaftsleitung
zur Einstellung der Wähler an den Abzweigstellen gesendet werden. Zugleich wird auch das Schaltwerk DV in der
Vermittlungsstelle beeinflußt, welches die Stromstoßgabe steuert.
Da es sich bei Herstellung der gewünschten Verbindung um eine Verbindung zwischen
dem anrufenden Teilnehmer der Stelle TStt und dem gewünschten Teilnehmer der Stelle
TSt1 handelt, wird es notwendig, die auf Stellung 3 eingestellten Schaltwerke über die
Nullstellung hinweg in die Stellung 1 weiterzuschalten, ohne daß nun aber bei Überschreiten
der Nullstellung Schwierigkeiten im Aufbau der Verbindung entstehen. In der Vermittlungsstelle treten solche Schwierigkeiten
nicht auf, da ja das Schaltwerk DV so lange mit dem Relais W in Selbstunterbrecherschaltung
arbeitet, bis der Dreharm ζάν bei seinem Umlauf auf einen Kontakt
aufprüft, welcher mit einer gedrückten Taste und dadurch mit Erde verbunden ist. Da bei
der Rückstellung nur die Auslösetaste AT die Nullstellung kennzeichnet, diese Taste
aber nicht gedrückt ist, so läuft das Schaltwerk in der Vermittlungsstelle so lange, bis
der Dreharm 5 dv tatsächlich auf den durch die Taste T1 gekannzeichneten Kontakt 1 aufläuft.
Dann fällt die Fallklappe FK2.
In den Abzweigstellen wird bei Erreichen der Nullstellung durch den in die Nullstellung
gelangenden Dreharm 17J3 das Relais
P3 kurzgeschlossen. Da es sich um einen Verbindungsaufbau zwischen einem Teilnehmer
höherer Anschlußnummer (3) mit einem Teilnehmer niederer Anschlußnummer (1)
Rückrufverbindung handelt, darf das Relais P3 nicht abfallen und die Anschaltung
des anrufenden Teilnehmers an die Gesellschaftsleitung aufheben. Es sind daher an
den Abzweigstellen Schalteinrichtungen vorgesehen, welche den örtlichen Haltestromkreis
des nach Kennzeichnung einer Rückrufverbindung eingeschalteten Anschaltrelais P in Abhängigkeit von der Länge des
Verweilens der Wahleinrichtung in der Nullstellung für eine bestimmte Dauer geschlossen
halten. Ist diese Pause nur kurz (entsprechend der Pause zwischen zwei Schaltschritten),
so ist diese Zeit nicht ausreichend, um das Relais P in der anrufenden Stelle zum Abfall zu bringen, da dieses Relais sowohl
über seine Wicklung I (durch Kontakt 1Sp3) bzw. über seine Wicklung II (über
Kontakt 15^3 und Dreharm 17J3) kurzgeschlossen
ist. Ist di'e Pause aber langer, wie z. B. nach Schluß einer Verbindung, so
kommt das Relais P zum Abfall. Bei einer Rückrufverbindung bleibt daher das Relais P
erregt und hält sich, nachdem das Schaltwerk die Nullstellung wieder verlassen hat,
weiterhin im Mikrophonstromkreis. Die weiteren Vorgänge sind nun die gleichen, wie
schon beschrieben, d. h. der gewünschte Teilnehmer wird von der Vermittlungsbeamtin
gerufen, und, wenn er sich gemeldet hat, wird in der Vermittlungsstelle der Abfragestöpsel
aus der Klinke AK herausgezogen. Das Gesprach findet statt und wird auch in der
schon erläuterten Weise beendet und ausgelöst. .
Als Stromquellen in der Vermittlungsstelle und an den Teilnehmerstellen sind in
ao dem Ausführungsbeispiel Kurbelinduktoren oder ähnliche Anordnungen vorgesehen.
Diese Stromquellen können, wenn Gleichstrom als Wähl- und Rufstrom dienen soll, auch als Gleichstromerzeuger verwendet
«5 werden, indem auf den Induktoren entweder
Kommutatoren vorgesehen werden, welche die Aussendung von Gleichstrom ermöglichen,
oder aber es können in Reihe mit den Induktoren elektrische Ventile (Gleichrichter)
angeordnet werden, welche nur Strom einer Richtung hindurchlassen. Ebenso ist es möglich, an Stelle des Relais V in der
Vermittlungsstelle, welches den Wechselstrom erst anschaltet, nachdem der Stromerzeuger
einige Zeit in- Betrieb genommen und seine richtige Spannung erreicht hat, einen Regler
auf der Welle des Induktors anzuordnen, welcher den von dem Induktor erzeugten Strom erst dann an die Leitung anschaltet,
wenn der Induktor eine bestimmte Drehzahl erreicht hat.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen, bei denen bei Einleitung einer Verbindung die Wähler an den Abzweigstellen der Gesellschaftsleitung auf den Kontakt der anrufenden Stelle eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß an den Abzweigstellen Einrichtungen (Schaltarm 13Ci1, 17 ds; KorrfaKte Hf11 15 Ps) vorgesehen sind, welche-, den örtlichen Haltestromkreis eines nach Kennzeichnung einer Rückrufverbindung eingeschalteten Anschaltrelais (P) in Abhängigkeit von der Länge des Verweilens der Wahleinrichtung (D1, D2) in der Nullstellung geschlossen halten oder öffnen.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschaltrelais (P) selbst die Anschaltung aufrechterhält oder aufhebt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschaltrelais (P) in der Nullstellung der Wahleinrichtung unter dem Einfluß einer Zeitschalteinrichtung verzögert abfällt.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei erregtem Anschaltrelais (P) dessen Haltewicklung (Wicklung II) in der Nullstellung der Wahleinrichtung kurzgeschlossen wird.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltewicklung des mit verzögertem Ankerabfall arbeitenden Anschaltrelais (P) in der Nullstellung der Wahleinrichtung kurzgeschlossen wird.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschaltrelais (P) bei kurzem Verweilen der Wahleinrichtung in der Nullstellung in der Arbeitslage bleibt, bei langem Verweilen der Wahleinrichtung aber abfällt.
- 7. Schaltungsanordnung nach Ansprach i, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (11/Ί, 13^1) an den Abzweigstellen die Anschaltung einer anrufenden Abzweigstelle an die Gesellschaftsleitung durch ein nach Kennzeichnung einer Rückrufverbindung erregtes, sich in einem örtlichen Stromkreis haltendes Anschaltrelais (P) während des Aufbaues der Rückrufverbindung auch in der Nullstellung des Wählers aufrechterhalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES118325D DE646029C (de) | 1935-05-17 | 1935-05-17 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES118325D DE646029C (de) | 1935-05-17 | 1935-05-17 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646029C true DE646029C (de) | 1937-06-07 |
Family
ID=7534515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES118325D Expired DE646029C (de) | 1935-05-17 | 1935-05-17 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646029C (de) |
-
1935
- 1935-05-17 DE DES118325D patent/DE646029C/de not_active Expired
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