DE649708C - Elektrische Fadenbremseinrichtung fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Maschinen - Google Patents

Elektrische Fadenbremseinrichtung fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Maschinen

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DE649708C
DE649708C DES112264D DES0112264D DE649708C DE 649708 C DE649708 C DE 649708C DE S112264 D DES112264 D DE S112264D DE S0112264 D DES0112264 D DE S0112264D DE 649708 C DE649708 C DE 649708C
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DE
Germany
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spinning
speed
generator
braking device
yarn braking
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Expired
Application number
DES112264D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Franz Oertel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/24Flyer or like arrangements
    • D01H7/44Drag arrangements for bobbins or flyers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Elektrische Fadenhremseinrichtung für Spinn-, Zwirn- und ähnliche Maschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Fadenbremseinrichtung für Spinn-, Zwirn- und ähnliche Maschinen: Die Erfindung besteht darin, daß die durch den. Spinnvorgang bedingte Augenblicksdrehzahl des nacheilenden Teiles bis zu einem Betrage unterhalb des für kleinsten Aufwindedurchmesser erforderlichen Betrages motorisch, darüber hinaus durch den Fadenzug mit der Wirkung eines Energierichtungswechsels in den Motoren zwecks gleichmäßiger Fadenbremsung hergestellt wird. Dabei sind die Motoren der nachgeschleppten Teile von einem Generator gespeist, welcher mit dem Generator für die Antriebsmotoren für den voreilenden Teil gekuppelt ist. Diese Kupplung kann in der Weise durchgeführt sein, daß der zum nacheilenden Teil der Spinnmaschine gehörende Generator über ein Regelgetriebe mit dem Motor verbunden ist, welcher den zum voreilenden Teil der Spinnmaschine gehörenden Generator antreibt.
  • Durch die Erfindung wird für elektrisch betriebene Spinnmaschinen die Aufgabe gelöst, sowohl den voreilenden Teil als auch den nacheilenden Teil der Spinnmaschine unter Vermeidung von energievernichtenden Bremsen anzutreiben, wobei der eine Teil mit konstanter und der andere mit regelbarer Geschwindigkeit arbeitet, wie es bereits von mechanisch angetriebenen Spinnmaschinen her bekannt ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines Antriebes nach der Erfindung ist in der Fig.3 schematisch dargestellt. Die Flügelmotoren i i werden in bekannter Weise von einem Asynchronperiodenumformer gespeist, dessen Generator 13 von einem Motor 1q. angetrieben wird. Die Spulenbremsmotoren 12- sind an einen Synchrongenerator 15 angeschlossen, der mit einer Erregermaschine 16 versehen ist. Dieser Synchrongenerator 15 muß eine niedrigere Frequenz liefern als der Periodenumformer 13 für den Flügelantrieb. Der Synchrongenerator 15 erhält seinen Antrieb ebenfalls vom Motor 14. des Periodenumformers, und zwar zweckmäßig über ein regelbares Getriebe 17, das beispielsweise mit einem Hebel iß einstellbar bzw. regelbar ist.
  • Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise der Fadenbremseinrichtung gemäß der Erfindung sei zunächst auf die Geschwindigkeitsverhältnisse bei Durchspinnern eingegangen. Es ist L=z@@c# (n-v). Hier bezeichnet L die Garnlieferung in in/inin, 11. die Drehzahl des voreilenden Teils/min, v die Drehzahl des nachgeschleppten Teils, min, 7- den Aufwindelialbmesser in m. Ferner ist die Garndrehung worin b den Drehungsgrad N die Garnnummer bedeutet. Aus diesen Gleichungen ergibt sich Beispielsweise sei für einen Spinnbetrieb finit L = io in/inin.
  • 1't11 = 12 111,/9r.
  • 3 300riN#l111 . cS = i oo kleinster Spulenhalbinesser r" = o,65 cm, größter Spulenhalbmesser R = 2 cm; dann ergibt die Gleichung folgende Werte für kleinen Spulenhalbmesser r": für großen Spulenhalbmesser R: Das bedeutet: bei kleinem Spulenhalbmesser muß der nachgeschleppte Teil um etwa 7"A, bei großem Spulenhalbinesser um etwa 211, hinter dem voreilenden Teil in der Drehzahl zurückbleiben. Es ergeben sich folgende Drehzahlen voreilender Teil ........ 3300, nacheilender Teil ....... 3070-3225.
  • -Zur Erreichung dieser Drehzahlen wird der nacheilende Teil durch den Faden gezwungen. Während des Spinnens bewegt sich also die Spulendrehzahl in Abhängigkeit vom Aufwindelialbmesser auf dem in Fig. i ausgezogen gezeichneten Kurvenast. Dieser ist um so eher durch eine gerade Linie ersetzbar, je größer. der kleinste Aufwindehalbmesser (d.li. er Spulenkern) im Verhältnis zum Außendurchmesser der vollen Spule gewählt worden ist.
  • Weiterhin sind in der Fig.2 die allgemeinen Zusammenhänge zwischen Drehzahlen und Drehmomenten veranschaulicht. Es sind bezeichnet: i. die Drehzahlen des voreilenden Teiles (Flügel) mit n, 2. die des nacheilenden Teiles (Spule) mit v, 3. Fußzeichen l bedeutet die Leerlaufdrehzahl, bei der die umlaufende Achse nur durch ihren Eigenverbrauch belastet ist, .4. Fußzeichen a. bedeutet die Arbeitsdrehzahl, bei der Flügel bzw. Spule sowohl durch ihren eigenen Verbrauch als auch durch den Fadenzug belastet sind.
  • 5. Fußzeichen o bedeutet die Nullastdrehzahl, die bei einer umlaufenden Achse erreicht würde, wenn auch deren Eigenverbrauch = Null wäre. Bei elektrischem Antrieb durch Asvnchronmotoren entspricht diese N ullastdrehzahl der Synchrondrehzahl.
  • Unter den in Fig.2 dargestellten Verhältnissen hat die Drehzahl/Drehmonientlinie AB des Flügels wegen des verhältnismäßig geringen Drehzahlabfalles bei Belastung das Kennzeichen eines starren Drelizalilverhaltens. Im Gegensatz hierzu ist die für die Spule dargestellte Kennlinie 0C wegen ihres wesentlich stärkeren Abfalles bei Belastung als nachgiebiges Drehzahlverhalten anzusprechen. Diese Kennlinien (Aß und 0C) sind so zu verstehen, daß z. B. der Flügel, der sich bei abgerissenem Faden auf dem Leerlaufpunkt zrl befindet, bei angeknüpftem Faden durch das zusätzliche Fadenzugmoinent hlf auf den Betriebspunkt iiu gebracht wird. Ebenso würde der Spulenträger, der bei abgerissenem Faden mit der Drehzahl v1 läuft, bei einer weiteren Bremsung (beispielsweise durch Fingerdruck am Wirtel) noch stärker, z. B. bis auf den Punkt C in der Drehzahl abfallen.
  • Erfindungsgemäß kann nun der Antrieb des nachgeschleppten Teiles (der Spule) so angeordnet werden, daß die Nullastdrehzahl v, (Punkt o) unterhalb der kleinsten Spulendrehzahl liegt, welche die Spule nach dem Anspinnen unter Wirkung des Fadenzuges zwangsläufig einnehmen muß, d. h. unterhalb des Punktes G (kleinste Spulendrehzahl vk).
  • Mittel, um das Drehzahlverhalten der Antriebsmittel für die Spule im Sinne einer vergrößerten Nachgiebigkeit zu beeinflussen, sind beim elektrischen Antrieb z. B. die Veränderung der Spannung der Kraftquelle für die Kurzsclilußbreinsung.
  • Wenn in Fig. 2, wie schon angedeutet, durch vergrößerte Bremsung der zunächst leer laufend (v1) gedachten Spule deren Drehzahl ungefähr nach einer geraden Linie bis auf Punkt C abfällt, so wird andererseits die Spule, wenn sie nach dem Anspinnen durch den Fadenzug auf Drehzahlwerte von 'vIt (Punkt G) bis vg (Punkt F) hinaufgezogen wird, dabei Momentwerten GD, FE unterliegen, die sich durch Verlängerung der Linie CO in Richtung 0E ergeben. Von vl bis v, wird das entsprechende Drehmoment GJ = FH dazu verbraucht, um die Kraftquelle für den Spulenantrieb zu entlasten. Von v, bis v, ergibt sich dann eine Rückgabe der Bremsenergie an die Kraftquelle entsprechend den Bremsmomenten GD und FE.
  • Dieser Verlauf des Bremsmomentes nach' einer zunächst angenähert als Gerade Bedach= ten Kurve DE entspricht bereits weitgehend der oben erwähnten Forderung eines gleichbleibenden Aufwindefadenzuges P, welcher durch eine Änderung des Bremsmomentes M proportional dem Aufwindehalbmesser erreicht wird, kommt also der Forderung auf vollkommen selbsttätige Weise sehr nahe. Um dieses Bremsverfahren auf Garne beliebiger Faserart und Nummernfeinheit anwenden zu können, kommen verschiedene Anpassungserfordernisse in Frage, die sich mit den nachstehend noch zu schildernden Anordnungen auf einfache Weise erreichen lassen: i. Die Änderung des Fadenzugverhältnisses bei leerer und voller Spule ergibt sich durch Verlegung des Spulennullastdrehzahlpunktes O, und zwar bei elektrischer Kraftübertragung, z. B. durch eine gleichsinnige Regelung eines Generators für die Spulenantriebsmotoren auf eine andere Frequenz. -a. Die Neigung der Linie DE entspricht einer bestimmten Aufwindefadenspannung; deren Größe (bzw. Neigung der Linie DE) wird beeinflußt durch Veränderung des Drehzahlverhaltens, d. h. des Drehzahlabfalles des Antriebsmittels bei zunehmender Belastung. Dies geschieht bei elektrischer Kraftübertragung z. B. durch Spannungsregelung an der Stromquelle für die Spulenmotoren oder durch Veränderung der Streuung der Einzelmotoren, womit auch eine Einzelanpassung an die gegebenen Verhältnisse einer jeden Spinnstelle erzielt werden kann. Für die Spannungsregelung ist es zweckmäßig, einen Synchrongenerator zu wählen. , An Stelle dessen kommt auch ein Wechselrichter in Frage.
  • 3. Eine Krümmung der zunächst geradlinig gedachten Kurve DE etwa in DE" kann dazu dienen, um die Bestimmung M proportional r (vgl. auch die Kurve Fig. i) vollkommen zu erfüllen. Dies geschieht bei elektrischer Kraftübertragung, beispielsweise mit den gleichen Mitteln wie vorstehend unter 2. angegeben, jedoch nicht als einmalige Einstellung vor Beginn des Spinnens, sondern durch entsprechende Verstellung während des Abzuges selbst, insbesondere in Abhängigkeit von, dem fortschreitenden Spulendurchmesser bzw. der Spulenbankstellung.
  • Die vorstehend genannten Einstell- bzw. Regelmöglichkeiten können einzeln als auch kombiniert zur Anwendung kommen.
  • Bisher war angegeben worden, wie man nach dieser Erfindung eine konstante Aufwindefadenspannung P erhalten kann. Nun ist für die Belange des Spinnens ein Konstanthalten der Spinnspannung T zwischen Streckwerk und Fadenauge wichtiger, wenn eine gleichbleibende Fadenbruchhäufigkeit angestrebt wird. Bekanntlich ist die Spinnspannung T wesentlich kleiner als die Aufwindefadenspannung P und zeigt auch einen schwächern Abfall mit wachsendem Spulendurchmesser, gleichbleibende Drehzahl vorausgesetzt. Wenn nun T konstant gehalten. werden soll, so muß also das Bremsmoment M weniger stark mit dem Aufwindehalbmesser r zunehmen, als es bei P der Fall wäre, z. B. nur bis zum Punkt E'. Eine solche Momentencharakteristik läßt sich aber ebenfalls ohne weiteres mit den oben angegebenen Mitteln, gegebenenfalls durch gleichzeitige Anwendung mehrerer Mittel, erzielen. Selbstverständlich können auch beliebige Zwischenwerte erreicht werden, so daß man mit der Erfindung allen praktischen Forderungen nachkommen kann.
  • Das Ergebnis der Einstellung läßt sich mit einem geeigneten Fadenspannungsmesser ohne weiteres feststellen. Es ist aber auch möglich, falls die Einstellung der vorgenannten Mittel noch nicht ganz befriedigen sollte, in Abhängigkeit vom tatsächlich auftretenden Fadenzug regelnd einzugreifen, z. B. mit Hilfe von Bolometern und Einrichtungen, die den in Abhängigkeit vom Fadenzug am Lieferwerk stehenden Regelimpuls zusätzlich beeinflussen. ° Durch Veränderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Periodenumformer und Synchrongenerator (Änderung der Periodenzahl) läßt sich nun der Punkt O der Fig. 2 beliebig verschieben, während durch Änderung der Spannung der Erregermaschine 16 und damit der Spannung des Generators 15 die Steilheit der Kurve DE eingestellt bzw. geregelt werden kann. Dabei kann sowohl der Einstellhebel 18 für das Übersetzungsgetriebe als auch die Erregerspannung der Maschine 16 selbsttätig in Abhängigkeit von Betriebsgrößen, wie z. B. der Spulenbankstellung oder der Fadenspannung, geregelt werden. Regelt man allein durch Frequenzänderung, so gewinnt man den Vorteil, daß die Spulenbremsmotoren ständig auf' einer Charakteristik arbeiten können, die die größtmögliche Energierückgabe gewährleistet. Regelt man selbsttätig vom Fadenzug T aus, so wird man zum Antrieb des Synchrongenerators 15 an Stelle des Regelgetriebes 17 einen besonderen verlustlos regelbaren Drehstromnebenschlußinotor wählen. Die Spannung kann in allen Fällen zweckmäßig so niedrig gehalten werden, daß keine Gefährdung des Bedienungspersonals eintritt.
  • Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß das erforderliche Bremsmoment in jedem Augenblick richtig eingestellt werden kann, wobei die Bremsenergie nicht nutzlos verloren geht. Beim Anspinnen fällt der erhöhte Fadenzug mit dem früher die Reibung der Ruhe und die Trägheit der Spule überwunden werden mußte, fort. Falls aus irgendwelchen Gründen der Spulenbremsmotor sich jedoch schneller als zulässig beschleunigen sollte, kann man sein Beschleunigungsmoment mit an sich bekannten Mitteln, wie z. B. vorgeschalteten Widerständen, Stromverdrängungsanker (Doppelnutniotor) u. dgl., für die Dauer des Anlaufes ändern. Für die einzelne An-und Abstellung einer Spinnstelle zum Anknüpfen gerissener Fäden empfiehlt sich, ein einziges Bedienungsglied sowohl für den Antrieb des Flügels als auch der Spule vorzusehen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Fadenbremseinrichtung für Spinn-, Zwirn- und ähnliche Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Spinnvorgang bedingte Augenblicksdrehzahl des nacheilenden Teiles bis zu einem Betrage unterhalb des für den kleinsten Aufwindedurchmesser erforderlichen Betrages motorisch, darüber hinaus durch den Fadenzug mit der Wirkung eines Energierichtungswechsels in den Motoren zwecks gleichmäßiger Fadenbremsung hergestellt wird.
  2. 2. Fadenbremseinrichtung nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nacheilenden Teile durch Motoren (12) angetrieben und diese von einem Generator (15) gespeist sind, welcher mit dem Generator (13) für die Motoren des voreilenden Teiles gekuppelt ist.
  3. 3. Fadenbremseinrichtung nach dem Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zum nacheilenden Teil gehörende Generator (15) über ein Regelgetriebe (17) mit dem Motor (1d.) gekuppelt ist, welcher den Generator (13) des voreilenden Teiles antreibt.
DES112264D 1933-12-24 1933-12-24 Elektrische Fadenbremseinrichtung fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Maschinen Expired DE649708C (de)

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