DE65375C - Verfahren zur Darstellung eines hydroxylreichen Farbstoffes der Alizarinreihe. (2 - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines hydroxylreichen Farbstoffes der Alizarinreihe. (2Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B1/00—Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
- C09B1/02—Hydroxy-anthraquinones; Ethers or esters thereof
- C09B1/06—Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
- C09B1/08—Dyes containing only OH-groups
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Barth und Senhofer erhielten (Ann. 164, S. 109 bis 115) durch Erhitzen von Dioxybenzoesäure
(1-3-5) für sich oder mit Schwefelsäure
ein Anthrachinonderivat der Formel C14ZZ8O6, das seiner Entstehung und seinen
Eigenschaften nach nur die Constitutionsformel:
CO OH
OHi
OH
OH CO
besitzen konnte.
Dieser Körper, das sogenannte Anthrachryson, besitzt nach obiger Constitutionsformel zwei
Hydroxylgruppen in Orthö-Stellung zu je einer Carboxylgruppe und läfst sich somit auch nach
der in der Patentschrift No. 63693 ausgesprochenen Regel durch Behandeln mit Schwefelsäureanhydrid
in den Schwefelsäureäther eines Farbstoffes überführen. Die Beziehungen desselben
zum Anthrachryson sind ganz ähnliche wie die des Purpurins zum Purpuroxanthin.
Während das Anthrachryson als Farbstoff werthlos ist, ist der neue Körper seinen
tinctoriellen Eigenschaften nach ein Alizarincyanin, das mit Chromsalzen vorgebeizte Wolle
in reinblauen Tönen anfärbt. Während Anthrachryson sich in Schwefelsäure mit- rother,
in Alkalien mit gelbrother, in Barytwasser mit braunrother Farbe löst, löst sich das neue
Product in Schwefelsäure blauroth mit prachtvoller zinnoberrother Fluorescenz, in Alkali
.mit blauer Farbe und giebt mit Baryumsalzen einen blauschwarzen unlöslichen Lack. Der
Farbstoff ist der Analyse nach ein. Hexaoxyanthrachinon und identisch mit dem aus Alizarinbordeaux
durch Schwefelsäureoxydation erhältlichem ' Hexaoxyanthrachinon des Haupt-Patentes.
Der Verlauf der Reaction ist ganz analog dem im Patent No. 64418 für andere Anthrachinonderivate
beschriebenen. Das Schwefelsäureanhydrid wirkt nur als Oxydationsmittel und führt das Anthrachryson (ein Tetraoxyanthrachinon)
zunächst in ein Zwischenproduct, den neutralen Schwefelsäureester des gebildeten
Farbstoffes über, welcher durch successive Einwirkung von Alkalien und kochender verdünnter
Mineralsäure oder direct durch Erhitzen mit Schwefelsäure von 60° B. in den
Farbstoff, das Hexaoxyanthrachinon, selbst übergeht. Das genauere Verfahren zur Darstellung
ist an folgendem Beispiele ersichtlich:
1 oTheile Anthrachryson werden in 2ooTheilen rauchende Schwefelsäure von 80 pCt. Anhydridgehalt
in der Kälte eingetragen; man läfst die Masse 4 Tage bei 30 bis 500 stehen und giebt
sie dann in 1 500 Theile Eiswasser. Der Nieder-
schlag stellt das, sogenannte Zwischenproduct
dar.. Dasselbe wird abfiltrirt, in ca..ι 500 Theilen
Wasser und wenig überschüssiger Natronlauge gelöst, die Lösung zum Sieden erhitzt und mit
überschüssiger Säure gefällt. Nach Y2 stündigem
Kochen/filtfirt man ab und wäscht aus. Trotz
des jaehalts an schwefliger Säure pflegt - sich
ein 'Theil des durch Abspaltung der Schwefelsäure
gebildeten Cyanins zum Chinon zu oxydiren, so dafs es sich empfiehlt, einen kleinen
Zusatz von schwefligsaurem Natron zur alkalischen Lösung zu machen.
Zur Ueberführung des Zwischenproductes in den Farbstoff durch Säuren allein erhitzt man
dasselbe mit ca. ι ο Theilen Schwefelsäure von 600B. während 6 bis 8 Stunden auf 160 bis
i8o°, giefst dann in Wasser und filtrirt ab.
Claims (1)
- Patent- Ansprüche:Verfahren zur Darstellung des nach Anspruch i. des Haupt-Patentes erhältlichen Schwefelsäureäthers eines Oxydationsproductes des' Alizarinbördeaux, darin bestehend , dafs man an Stelle des dort verwendeten Alizarins oder Alizarinbordeaux hier Anthrachryson mit Schwefelsäureanhydrid , am besten in Form von hochprocentiger rauchender Schwefelsäure behandelt. . ■ - . Ueberführung des nach dem durch Anspruch i. geschützten Verfahren darstellbaren Schwefelsäureäthers in den Farbstoff selbst durch Lösen in Alkalilauge und Zersetzen mit einer Säure oder direct durch Erhitzen mit Säuren.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65375C true DE65375C (de) |
Family
ID=339177
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65375D Expired - Lifetime DE65375C (de) | Verfahren zur Darstellung eines hydroxylreichen Farbstoffes der Alizarinreihe. (2 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65375C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050153796A1 (en) * | 2004-01-08 | 2005-07-14 | Cahill Timothy M. | Basketball training device |
-
0
- DE DENDAT65375D patent/DE65375C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050153796A1 (en) * | 2004-01-08 | 2005-07-14 | Cahill Timothy M. | Basketball training device |
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