DE654032C - Verfahren zur Trennung und Reingewinnung von Glimmer und Feldspat - Google Patents

Verfahren zur Trennung und Reingewinnung von Glimmer und Feldspat

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DE654032C
DE654032C DEC49444D DEC0049444D DE654032C DE 654032 C DE654032 C DE 654032C DE C49444 D DEC49444 D DE C49444D DE C0049444 D DEC0049444 D DE C0049444D DE 654032 C DE654032 C DE 654032C
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Germany
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feldspar
mica
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terpineol
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DEC49444D
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Dr-Ing Gerhard Gerth
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DEUTSCHES FORSCHUNGS INST fur
CHEMISCHE WERKE SCHOENEBECK AK
ERDEN
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DEUTSCHES FORSCHUNGS INST fur
CHEMISCHE WERKE SCHOENEBECK AK
ERDEN
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    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/02Froth-flotation processes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
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    • B03D2203/10Potassium ores

Landscapes

  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung und Reingewinnung von Glimmer und Feldspat Feldspat kommt auf seinen Lagerstätten (anstehende feste Gesteine, Sande und Seifen) stets in Gesellschaft mit Glimmer und anderen Mineralien vor. Für die Verwendung des Feldspates in insbesondere der keramischen, in der Emaille- und in der Gla.surindustrie rnuß derselbe von eisenführenden Mineralien, wie z. B. eisenführendem Glimmer (Biotit), frei sein, da sogst in der Schmelze dunkle Flecken auftreten.
  • Es ist nun schon vorgeschlagen worden, Glimmer vermittels Carbolsäure oder Steinkohlenkreosotöl auszuschwimmen. Dieses Verfahren ergibt jedoch einen noch immer mit Glimmer vermischten Feldspatrückstand, der allenfalls für die Herstellung gewöhnlichen Flaschenglases, *nicht aber für anspruchsvollere Zwecke, wie z. B. in der Keramik, verwendbar ist.
  • Überhaupt ist bisher die Aufgabe einer einwandfreien Trennung des Glimmers vom Feldspat noch nicht befriedigend gelöst worden, und aus diesem Grund sind bisher jährlich große Mengen ausländischer Feldspate eingeführt worden. Wenn man berücksichtigt, daß der Rohstoff Feldspat in Deutschland in großen Mengen vorkommt, wie z. B. im Granit, den Feldspatsanden, dem Trachyt, Syeniten usw., und daß die Gewinnung dieser Mineralien keine Schwierigkeiten bezüglich des Standortes, der Beförderung usw. bietet, so ergibt sich die Wichtigkeit des von der Erfindung erstrebten Zieles. Dies ist nun dadurch völlig erreicht worden, daß die Schwimmaufbereitung unter dem gleichzeitigen Zusatz von Carbolsäure oder Steinkohlenkreosotöl, einer höheren Fettsäure bzw. ihren Salzen, z. B. Natriumoleat und Terpineol, erfolgt.
  • Die Carbolsäure oder das Steinkohlenkreosotöl mit der höheren Fettsäure bzw. ihren Salzen dienen dabei als Sammler, während der Zusatz des Terpineols den Schaum festigt.
  • Während die Verwendung von Carbolsäure oder Steinkohlenkreosotöl zur Schwimmaufbereitung von Feldspat, wie oben angedeutet wurde, schon vorgeschlagen worden ist, ist auch der Zusatz von Natriumoleat für sich bzw. mit Kupfersulfat und Terpineol für das genannte Mineral schon bekannt. Neu aber ist die gleichzeitige Verwendung von Carbolsäure oder Steinkohlenkreosotöl mit Natriumoleat und Terpineol. Die Erfindung besteht demgemäß in der gleichzeitigen Verwendung der obengenannten drei Stoffe. Wie durch Vergleichsversuche einwandfrei bestätigt wurde, läßt sich die gewünschte.
    Trennung durch keines der bekannten;.Uiet',
    fahren erreichen. Bei den Versuchen @i@i@t .
    ein Rohgestein von nachstehender Zusaixi'
    setzung behandelt: "'@k
    Si 02 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72,4 % K20 . . : . . . . . . . . . . . . . . . 4,3 0o Nag O . . . . . . . . . . . . . . . 3,90/0 M90 ... .. . . . . . . . . . 1,3 0/0 CaO .. . . . . . . . . . . . . . . . 1,6 °,o - - ,p1.1203 . ... . ... . . . . ..... I5,2:.0 Feh 03 . . . . . . . . . . . . . . . 135 % (Glühverlust . . . . . . . . . . . o,5 0/0) Das Rohgestein in einer Körnung von o bis o, i mm wurde in einem 5o-g-Mineralseparationsgerät bei -einer Trübedichte von i : 5 unter Zusatz der -verschiedenen Schwimmittel behandelt, und zwar eine Probe i mit Steinkohlenkreosotöl, eine Probe 2 mit Carbolsäure, eine. Probe 3 mit Carbolsäure -j- Natriumoleat -f- Terpineol, eine Probe 4 mit Natriumoleat + Terpineol, eine Probe 5 mit Natriumoleat -f- Kupfersulfat Terpineol.
  • Schon die gewonnenen Erzeugnisse ließen einwandfrei erkennen, daß nur die Probe 3 den erstrebten Erfolg zeigte. Die aus den Proben i und 2 hergestellten Schmelzflüsse zeigten dunkle Flecken, die von den im Feldspat verbliebenen Verunreinigungen, insbesondere dem Eisen, herrühren, während der Schmelzfluß der Probe 3 vollkommen weiß war. Auch die aus der Probe hergestellten Teller zeigen eine völlig reinweiße Farbe.
  • Bei den Proben 4, und 5 trat eine Trennung der eisenführenden dunklen Gemengteile vom Feldspat überhaupt nicht auf. Ein gereinigter Rückstand konnte bei diesen Versuchen deshalb gar nicht gewonnen werden.
  • Neben dem durch die Erfindung urmittelbar erzielten Erfolg der reinlichen Trennung weist die Erfindung aber auch noch andere Vorteile auf. Die aus gemäß der Erfindung gereinigtem Feldspat hergestellten Gläser zeigen nämlich eine außerordentlich gute chemische Widerstandsfähigkeit, die sie vornehmlich zur Herstellung von Gegenständen für medizinische Zwecke und des chemischen ;Laboratoriums geeignet machen. Auch be-
    glich der Splitterung zeigen diese Gläser
    tsgezeichnete Eigenschaften, die denjenigen
    der@Gläser nicht nachstehen. welche mit aus-
    @''ländischem Feldspat hergestellt wurden.
  • Im nachstehenden werden noch zwei Ausführungsbeispiele für das Verfahren gemäß der Erfindung angegeben: i. Ein zusammengemischtes Feldspat-Glimmer-Gemenge mit rund 5010 Glimmer wurde unter Zusatz von 3,5 kg Carbolsäure, 2 bis 3 kg Nätriumoleat und 500 g Terpineol je Tonne Ausgangsgut der Schwimmaufbereitung unterworfen; das Ergebnis besteht darin, daß der ganze Glimmer zum Schwimmen gebracht wurde und ein reiner Feldspatrückstand verblieb.
  • Auf diese Weise gelingt es auch, sonstige vorhandene oder etwa beim Aufbereitungsvorgang , entstehende Verunreinigungen zu entfernen.
  • 2. Ein Feldspatgestein (Pegmatit), bestehend aus Feldspat, Quarz und Glimmer, wurde nach vorheriger Zerkleinerung - bei ioo it unter Zusatz von 2 kg Carbolsäure; 2 kg Natriumpleat und 5oo g T erpineol j e Tonne Ausgangsgut mit dem Erfolg verarbeitet, daß eine reinliche Trennung des gusschwimmenden Glimmers vom Feldspat und Quarz erhalten wurde. Eine Trennung von Feldspat und Quarz erübrigt sich in diesem Fälle, da das gereinigte Fertigerzeugnis als solches verwendbar ist, denn für die Bearbeitung keramischer Massen und Glassätze wird neben Feldspat auch Quarz benötigt.

Claims (1)

  1. PAIFRNTANSPRUCFI: Verfahren zur Trennung und Reingewinnung von Glimmer und Feldspat aus feldspatführenden Gesteinen durch Schaumschwimmaiifbersitung, gekennzeichnetdurch gleichzeitige Anwendung von Carbolsäure oder Steinkohlenkreosotöl, :einer höheren Fettsäure oder deren Salze und von Terpineol ;als Schwimmittel.
DEC49444D 1934-07-14 1934-07-14 Verfahren zur Trennung und Reingewinnung von Glimmer und Feldspat Expired DE654032C (de)

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DE654032C true DE654032C (de) 1937-12-09

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