DE658962C - Verfahren zur Verzuckerung von Cellulosematerialien, wie Holz u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Verzuckerung von Cellulosematerialien, wie Holz u. dgl.

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DE658962C DESCH98447D DESC098447D DE658962C DE 658962 C DE658962 C DE 658962C DE SCH98447 D DESCH98447 D DE SCH98447D DE SC098447 D DESC098447 D DE SC098447D DE 658962 C DE658962 C DE 658962C
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    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
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Description

  • Verfahren zur Verzu.ekerung von Cellulosematerialien, wie Holz u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verzuckerung von Cellulosetnateriallen, wie Holz U.#dgL, und b#ezwe#kt im. wesentlichen, die wasserlöslichexi Extraktionsstoffe, z. B. Gerbstoffe, Farbstoffe u.a., :aus dem zu verzuckernden Material vor dem Einsetzen des .eigentlichen Verzuckerungsprozesses zu entfernen, ohne dabei die Cellulose wesentlich zu verändern.
  • Bisher bekanntgewordene Ver£ahren zur Vorb.kiandlung, von Gellulosematerialien vor der Verzuckerung betreffen die Extraktion mit harz- und fettlösenden Mitteln oder den stufe,nw#eL-,en Abbau der. Materialien zur Gewinnung, von Furfurol oder das Ausdämpfen zur Entfernung von Terpenti:n oder vonEssigsäure, die durch die. Dampfwirkung entstanden ist. Diese Verfahren können naturgemäß nicht für die. Extraktion solcher Stoffe angewe -.ndet -werden, die, wie z. B. die Gerb- und Farbstoffe, zwar -,vasserlöslich,aber mit Dampf nicht flüchtig und überdies an sich empfindlicher Art sind.
  • . ErAndungsgemäß vollzieht sich die Extraktion derart, daß aus dem eingebracht-en Material wie Holz o. dgl., zuerst mit Wasser in flüssiger Form die Extraktionsstoffe in an alsdiann sich bekannter nach deren Weise Entfernung ausgezogen irn werden gleichen und ' Gefäß der Verzuckerungsprozeß z. B. nach der bekannten Perkolationsmethode durchgeführt wird, wobei zweckmäßig vor Beginn des Verzuckerungsprozesses das überschüssige Extraktionsmittel entfernt -wird. Da die Temperaturen der Extraktion niedriger sind als. die Verzuckerungsternpieraturen, ist es zweckmäßig, das Cellulosematerial durch Dämpfen auf die Verzuckerungstemperaturen, aufzuheizen, etwa. auf 125 bis 17O'C. Das Dämpfen erfolgt vorteilhaft auf die Weise, daß das Cellulosematefial von unten nach oben von Dampf von etwa mehreren atü durchströmt wird.
  • Vorteilhaft werden die Prozesse in ausgemauerten Gefäßen vorgenommen. Ausführungsbeispiel In einem 25-cbm-Perkolator werden iot zerkleinertes Eichenholz mit einem Wassergehalt von 350i'o eingefüllt. Nach erfolgtem Anwärmen mit Dampf werden 3o cbm go' heißes Wasser fin Verlaufe von 5 Stunden durch das Eichenholz von oben nach unten hindurchgepumpt.
  • Man erhält auf diese Weise eine -etwa i % ige. Gerbstofflösung.
  • Nach Beendigung der Extraktion wird das Material sofortauf Temperaturen über 120'C angewärmt, worauf sich die perkolierende Verzuckerung mittels verdünnter Säuren anschließt.
  • Man erhält auf diese Weise eine 40ioigle Zuckerlösung und eine Ausbeute von 45% reduzielendem. Zucker, bezogen auf die ursprünglich angewandte Eichenholz-Trockensubstanz.
  • Es hat sich gezeigt, daß durch die Verbindung (zeitliche Hintereinanderschaltung) der Extraktstoffgewinnung -und des Verzuckerungsverfahrens erhebliche Vorteile in fabrikationstechnischer Hinsicht erzielt werden. Gegenüber dem Verzuckerungsverfahren phne vorgescbaltete Extraktstoffgewinnung ist hervorzuheben, daß das Z,uckerinaterial beder Kombination beider Verfahren infolge der Entfernung der Extraktstoffe hochwert---! ger wird. Es hat sich in überraschender. Weise ergeben, daß die Apparatur des Celluloseverzuckerungsverfahrens auch. ganz besonders für die Extraktstoffge%Vimlung ge- eignet ist, so daß eine derartige, geWissermaßen als Vorbehandlung vor der Verzuckerung einzuschaltende Behandlung des H317,es sich als besonders vorteilhaft und praktisch erwiesen hat. So ist z. B. die erwähnte Verwendung von ausgemauerten Gefäßen, die in der Verzuckerungsind:ustrie benutzt werden, besonders vorteilhaft auch für die Verfahren zur Gerbstoffgewinnung, da die Gerbstoffe bekanntlich meist sehr empfindlich gegen Verunreinigungen sind, wie sie bei ungeschützten Eisengefäßen und ähnlichen nicht zu vermeiden sind. .

Claims (2)

  1. PATENTAN-S'PRÜCHE: i. Verfahren zur Verzuckerung von Cellulosematerialien, wie Holz u.dgl., dadurch. gekennzeichnet, daß aus dem zu verzuckernden Matearial in dem gleichen Gefäß, in welchem die Verzuckerung, z. B. nach dem bekannten Perkolationsverfahren, erfolgt, die Extraktionsstoffe, wie Gerbstoffe, Farbstofie u. dgl., in an sich bekannter Weise mit Wasser, und zwar vor dem. Einsetzen des Verzuckerangsprozesses, extrahiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Entfernung der Extraktstoffe das von den Extraktstoffen befreite Gellulosematerial mit Dampf von mehreren atü zweckmäßig von unten nach ob-en durchströmt wird, bis eine Temperatur von 125 bis i7o'C erreicht ist, worauf sich der an sich bekannte VerzuckerunZsprozeß a#nsclüießt.
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