DE659436C - Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom

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DE659436C
DE659436C DEK129482D DEK0129482D DE659436C DE 659436 C DE659436 C DE 659436C DE K129482 D DEK129482 D DE K129482D DE K0129482 D DEK0129482 D DE K0129482D DE 659436 C DE659436 C DE 659436C
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DE
Germany
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current
winding
primary
direct current
magnetization
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Expired
Application number
DEK129482D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Otto Erich Noelke
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Koch and Sterzel AG
Original Assignee
Koch and Sterzel AG
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Publication date
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00—Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/14—Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks
    • G01R15/18—Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using inductive devices, e.g. transformers
    • G01R15/188—Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using inductive devices, e.g. transformers comprising rotatable parts, e.g. moving coils

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Instrument Details And Bridges, And Automatic Balancing Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom Bei Wechselstrom ist es möglich, die Höhe der Spannungen und Ströme durch sog. Wandler mit Hilfe des Transformatorprinzips in einfachster Weise zu verändern. Etwas Derartiges läßt sich aber bei den bekannten Meßmethoden für Gleichstrom nicht durchführen, weil Gleichstrom sich bekanntlich nicht transformieren läßt. Es sind zwar schon Vorrichtungen zum Messen von Gleichstrom b@ekanntgeworden, die den Wechselstromwandlern in a wisser Weise ähneln. Diese bekannten Vorrichtungen besitzen einen Primärkreis, einen Sekundärkreis und ,eine zusätzliche, in dem Magnetkreis der Sekundärwicklung beNvegte Hilfswicklung. Die ,auf einem Eisenkern, dem Erregereisen, angebrachte Sekundärwicklung liegt in Reihe mit einem regelbaren Widerstand an einer Gleichstromquelle, während die im Erregerkreis bewegte Hilfswicklung ein Müßinstrument speist. Der Strom in der auf dem Erregereisen befindlichen Sekundärwicklung wird nun so durch den regelbaren Widerstand verstellt, daß der durch den primären Gleichstrom hervorgerufene Magnetfluß im Erregereisen völlig beseitigt wird, so daß im ausgeglichenen Zustand in der im Erregerkreis bewegten Hilfswicklung kein Strom mehr fließt, d. h., daß das an sie angeschlossene M@eßinstrument keinen Ausschlag mehr zeigt. Aus der Größe des in der auf dem Erregereisen befindlichen Sekundärwicklung fließenden Stromes kann, dann auf die Höhe des primären Gleichstromes geschlossen werden. Um die umständliche Regulierung von Hand zu vermeiden, ist es auch bereits bekanntgeworden, von dem Strom, welcher in der im Erregereisen bewegten Hilfswicklung hießt, einen Servomotor steuern zu lassen, der den im Stromkreis der auf dem Erregereisen befindlichen Sekundärwicklung liegenden regelbaren Widerstand in der einen oder anderen Richtung verstellt. Diese bekannten Einrichtungen benötigen, wenn sie, ähnlich wie die Wechselstromwandler, ohne Bedienung von Hand arbeiten sollen, verwickelte mechanische Hilfsmittel und können aus diesem Grunde kaum sehr genrau arbeiten. Es kann bei ihnen sowohl eine Über- wie eine Unterkompensation stattfinden, so daß der Fehler bei einem bestimmten Primärstrom sowohl positiv wie negativ sein kann.. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Einrichtungen besteht dariai, daß sie eine besondere Gleichstromquelle zur Speisung der auf dem Erregereisen befindlichen Sekundärwicklung benötigen.
  • Eine andere bekannte Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom, welche diese Nachteile vermeidet, besteht aus einem um den Gleichstrom führenden Leiter herumgelegten Eisenkern ohne besondere Sekundärwicklung und einem in dem Magnetkreis dieses Eisenkernes bewegten Läufer, an dessen Klemmen ein Spannungsmesser angeschlossen ist. Wenn der Läufer mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird, kann man an dem Mef3= gerät direkt eine dem zu messenden Gleichstrom proportionale Spannung ablesen. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß nur bei stets genau gleich großer Drehzahl des Läufers eine richtige Messung möglich ist; zum anderen ist bei der bekannten Anordnung auch bei konstanter Drehzahl die an den Läuferklemmen gemessene Spannung nicht proportional dem zu messenden Gleichstrom, weil bekanntlich die Magnetisierung des Eisens nicht proportional den erregenden Amperewi.ndungenentspricht, sondern je nach der Sättigung verschieden stark anwächst. Es würde demnach die an den Läuferklemmen gemessene Spannung entsprechend der Magnetisierungskurve verlaufen. Außerdem würden beim auf- und absteigenden Ast der Magnetisierungskurve durch die Resonanz des Eisens, namentlich bei kleineren Stromwerten, erhebliche Differenzen entstehen.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom zu schaffen, welche .die oben geschilderten Nachteile nicht aufweist. Diese Vorrichtung weist einen Magnetkreis, dessen Magnetisierung sowohl von dem zu messenden (primären) Gleichstrom als auch von dem Strom in einer Sekundärwicklung abhängt, und eine im Magnetkreis bewegte Hilfswicklung auf. Erfindungsgemäß ist nun die Sekundär«Zcklung von der Hilfswicklung derart abhängig geschaltet, daß der durch die Hilfswicklung in der Sekundärwicklung verursachte Stromfluß eine Magnetisierung hervorruft, die der Magnetisierung durch den Primärstrom entgegengesetzt gerichtet ist und sie bis auf den Bruchteil aufhebt, der zur Erzeugung des Sekundärstromes notwendig ist. Jedem im Primärkreis fließenden Strom ist daher außer einer bestimmten Stromgröße in der Sekundärwicklung auch die gleiche oder eine ihr entsprechende Stromgröße in der im Erregerkreis bewegten Hilfswicklung zugeordnet. Die Vorrichtung .arbeitet ähnlich wie -ein Wechselstromwändler. Vorzugsweise wird ein über ein Meßinstrument geschlossener Hauptschlußgenerator verwendet, dessen Erregereisen von der Differenz ,aus dem zu messenden Gleichstrom und dem Generatorstrom magnetisiert wird. Während die erwähnten bekannten Meßvorrichtungen magnetische Kompensatotoren sind, ist die Meßv orrichtung gemäß der Erfindung sozusagen ein Gleichstromwandler. Ohne daß eine besondere Gleichstromquelle und irgendwelche selbsttätigarbeitende Regelvorrichtungen benötigt werden, arbeitet die Einrichtung gemäß der Erfindung wie ein Wechselstroinwandler völlig selbsttätig, hat dabei aber nicht die Nachteile @id-er bekannten direkt anzeigenden Gleich-Denn bei der Meßexnrichtung der Erfindung braucht die Hilfswicklung nicht mit konstanter Drehzahl bewegt zu werden. Auch wird bei der Erfindung infolge der besonderen Anordnung und Schaltung der Sekundärwicklung auf dem Eisenkein erreicht, daß die Magnetisierungskurve praktisch auf die Messung keinen Einiluß hat, "weil durch die :enterregende Wirkung dieser Wicklung im Eisen nur noch ein schwaches magnetisches Restfeld bestehen bleibt, das nur noch die Verluste deckt. Die Fehlergröße ist bei einer Einrichtung gemäß der Erfindung eine Funktion des Primärstromes und proportional den aufzuwendenden Magnetisierungsamperewindungen. Da diese im wesentlichen durch die Magnetisierungsampere«zndungen des Luftspaltes gebildet werden, kann der Fehler durch eine L berhöhung der Sekundärwicklung beseitigt werden. Die Erregerwicklung ist so gewickelt und angeschlossen bzw. der Drelisiim des Antriebsmotors des Hauptschlußgenerators ist so gewählt, daß die - Erregerwicklung das vom Primärstrom erzeugte Feld zu beseitigen sucht.
  • In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung dargestelli. Nach Abb. i ist der Leiter, durch den der zu messende Strom fließt, mit i i bezeichnet und stellt den Primärkreis des Gleichstromübersetzers dar. Umgeben ist dieser Leiter i i von einem ringförmigen Eisenkern 12, der an einer Stelle zur Aufnahme eines die Hilfswicklung tragenden Ankers 13 unterbrochen ist. Die Enden 14, 15 des Eisenkernes 12 sind polschuhartig ausgebildet. Am Kollektor 16 wird die Spannung der Hilfswicklung, also die Ankerspannung, mit Hilfe von nvei Bürsten 17, 18 .abgenommen. An die Bürste 17 ist das eine Ende der um den Eisenkern 12 herumgeschlungenen Erregerwicklung i 9 angeschlossen, .deren ,anderes Ende über das Meßinstrument 2o :an die andere Bürste 18 angeschlossen wird. Der somit über das Meßinstrument 20 geschlossene Hauptschl.ußgenerator wird durch einen Hilfsmotor io angetrieben. Die Stromrichtung in der Wicklung i 9 ist so gewählt, daß sie den vom Leiter i i magnetisierten Kern 12 zu entmagnetisieren sucht. Wird der Primärkreis durch einen einzigen Leiter i i gebildet und die Wicklung 19 aus it Windungen, so wird bei Antrieb des Ankers 13 in der Wicklung 19 und somit in dem Meßinstrument ?o ein Strom fließen, der ein rt-tel des Primärstromes beträgt, abgesehen von dem Magnetisierungsverlust, der jedoch ebenso wie in der Wechselstromtechnik durch eine überhöhung der Wicklung i g kompensiert werden kann.
  • An Stelle des einen den Primärkreis darstellenden Leiters i i können auch mehrere Windungen den Kern in bekannter Weise umschlingen.
  • Auch :eine sog. Sparschaltung ist mit dem Gleichstromübersetzer, wie dies Abb.2 zeigt, möglich. Der Primärkreis wird dabei durch den Wicklungsteil 2 i dargestellt und der Sekundärkreis durch den Wicklungsteil22 mit der :eingeschalteten Ankerwicklung 23. Der Eisenkern 2¢ ist in diesem Falle durch einen offenen Eisenkern dargestellt, wie überhaupt für das Erregereisen des Gleichstromübersetzers die von dem Wechselstromwandler her bekannten Formen Verwendung finden können. Das übersetzungsverhältnis läßt sich bei dem Gleichstromerzeuger gleichfalls durch verschiedene Wahl der primären oder sekundären Windungszahlen einstellen. Er kann auch die in den Meßstromkreis eingeschaltete Stromspule 25 eines Leistungsmessers (Wattmeter) speisen ebenso wie die Stromspule von Arbeitsmessern, z. B. Zählern.
  • Bei Fortbleiben des Primärstromes ist es möglich, daß durch reine Zufälligkeiten, z. B. Vorbeiführen einer Eisenstange, eine Umkehrung des Generatorfeldeserfolgt, so .daß ein dadurch sich hocharbeitender Kurzschlußstrom das Meßinstrument oder den Stromübersetzer vernichten könnte. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, durch einen Nullauslöser den Antriebsmotor abzuschalten, sobald der Primärstrom fortbleibt oder, wenn der Meßstrom sich umkehrt, ein polarisiertes Relais den Motor abschaltet. In gleicher Weise kann ein im Sekundärkreis angebrachter überstromauslöser den Motorstrom .abschalten, damit sowohl primäre Überströme als auch sekundäre Kurzschlußströme unwirksam werden. Als Motoren kann man alle solche zulassen, die keine allzu große Drehzahlsch«ankungen aufzuweisen haben. An sich wird durch die Drehzahländerung des Motors auch nur die Fehlergröße der übers.etzung geändert.
  • Zweckmäßig wird die Ein- und Ausschaltung des Motors i o in Abhängigkeit vom Schalter des Primärstromkreises oder demjenigen Teil vorgenommen, durch den der Primärstromkreis aus- oder eingeschaltet oder geregelt wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom mit einem Magnetkreis, dessen Magnetisierung sowohl von dem zu messenden (primären) Gleichstrom als auch von dem Strom meiner Sekundärwicklung abhängt, und eüier im Magnetkreis, bewegten Hilfswicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklung von der Hilfswicklung derart abhängig geschaltet ist, daß der durch die Hilfswicklung in der Sekundärwicklung verursachte Stromfiuß eine Magnetisierung hervorruft, die der Magnetisierung durch den Primärstrom entgegengesetzt gerichtet ist und sie bis auf den Bruchteil aufhebt, .der zur Erzeugung des Sekundärstromes notwendig ist.
  2. 2. Vorrichtung -ach Anspruch i, ge- kennzeichnet durch die Verwendung eines über ein Meßinstrument geschlossenen Hauptschlußgenerators, dessen Erregereisen von der Differenz aus dem zu messenden Gleichstrom und dem Generatorstrom magnetisiert wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Erregereisen die gleichen räumlichen Formen aufweist wie das Eizegereisen eines Wechselstromwandlers. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor für die Hilfswicklung bzw. für den Generator in Abhängigkeit von dem Primärstrom ein- und ausgeschaltet wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß bei Fortbleiben des Primärstromes ein Nullauslöser den Antriebsmotor abschaltet.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch ¢, dadurch gekennzeichnet, daß ein sekundärseitig angebrachter überstromauslöser den Motorstrom abschaltet.
DEK129482D 1933-03-18 1933-03-18 Vorrichtung zum Messen von Gleichstrom Expired DE659436C (de)

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