DE6601823U - Poroeses korn mit silikonueberzug, insbesondere zum aufsaugen von auf wasser schwimmendem oel - Google Patents

Poroeses korn mit silikonueberzug, insbesondere zum aufsaugen von auf wasser schwimmendem oel

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Description

Andregewski & Honke Patentanwälte Diplom-Physiker Dr. WaEfer Andrejewski
,ei/, Diplom-Ingenfeur
»nwa..suK.e: c; oo-i/.i. Dr.-Ing. Manfred Honke
Essen, den r. Ja... ar I.-c' Kettwiger Straße 3ό
Hinweist Diese Unterleg« (Beschreibung und Schufranspr.) Ht die niiekf e!ngisrekSt»o. 5te weJchf «n dir Werf·
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der Firma Deutsche Perlite GmbH,
46 Dortmund.,
Ostenhellweg 57-59
"Poröses Korn mit SilikorÄiberzug, insbesondere zum Aufsaugen von auf Wasser schwimmendem öl"
Mittel zum Aufsaugen von Flüssigkeiten, izisbesondere von Wasser oder öl, sind bekannt und bestehen im allgemeinen aus fein zerkleinertem körnigen oder far rigen katerial, das infolge seiner Schüttung, und/oder seiner Korr.- bzw. Faserstruktur feinste Kapillaren bildet, in welche die Flüssigkeit unter Wirkung von Gberflächenkrf'.ten eingesaugt wird. Geeignete Kittel sind beispielsweise Sand, Kieselgur, Torffasern, Sägespäne usw, Ir. !besondere ist es bekannt, daß geschäumte Hochofenschlacke, geschäumtes 31as oder dergleichen, vor allem in körniger Schüt-
Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Ki tnvigcr Straße 36
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tung, große Flussigkeitsmengeii aufnehmen können und diese außerordentlich fest halten. Die Ursache ist unter anderem in der Kornstruktur, in der großen und rauhen Kornoberfläche und der Porosität solcher geschäumter Körner zu sehen, wodurch Saugfähigkeit und Kapillarkräfte entstehen, welche die Flüssigkeit festhalten. Nachteilig ist hierbei, daß alle diese Kittel unterschiedliche Flüssigkeiten, insbesondere Wasser und öl in gleicher Wei^e aufnehmen, so daß sie nicht dazu geeignet sind, auf Wasser schwimmendes öl aufzusaugen, selbst wenn sie die hierfür erforderliche Voraussetzung, leichter als Wasser zu sein, besitzen, iviit Öl vollgesogene poröse Körner besitzen im übrigen die unangenehme Eigenschaft, bei längerem Berührung mit Wasser das öl an das Wasser abzugeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zu entwickeln, mit welchem auf Wasser schwimmendes Öl aufgesaugt werden kann, ohne daß dabei gleichzeitig V/asser aufgenommen Wxrd und ohne daß das von den Körnern aufgesaugte Öl auch nach längeren Zeitabständen wieder an das Wasser abgegeben wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein für aen angegebenen Zweck geeignetes poröses Korn natürlichen Vorkommens oder künstlicher Herstellung, welches dadurch gekennzeichnet istj, daß das Korn einen Silikonüberzug aufweist, der sich unter Freilassung der Poren auch übei alle Porenwände erstreckt. Anders ausgedrückt ist Gegenstand der Erfindung die Verwendung von porösem Kornnaterial natürlichen Vorkommens oder künstlicher Herstellung, insbesondere von geschäumter Hochofenschlacke, geschäumtem Glas oder dergleichen, dessen Körner mit einem Silikonüberzug versehen sind, der sich unter Freilassung der Kornporen auch über
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allt Porenwände erstreckt, als Mittel ζ im Aufsaugen vor. auf Wasse schwimmendem öl.
Es sind bereits Vorschläge bekannt geworden, die für bestimmte Anwendungsgebiete nachteilig große Aufnahmefähigkeit poröaer Körner für Wasser herabzusetzen, insbesondere eine gewisse wasserabweisende Wirkung dadurch zu erreichen, daß atf die Körner HeiSbi turnen in feiner Verteilung oder eine Bitumenemulsion oder auch Paraffin aufgesprüht wird. Solche Verehren sind aber im allgemeinen unwirtschaftlich und verändern die Körner derart, daß mit der Verhinderung der Wasseraufnahme auch die Aufnahmefähigkeit für andere Flüssigkeiten verloren geht. Es ist auch -ekannt, körniges Material durch hydrophob zu gestalten, daß man die Oberflächen mit Staub von Ketallseifen mechanisch in die Oberfläche einarbeitet. Ein solches Verfahren ist verhältnismäßig teuer, dasselbe gilt für die verwendeten HydrophobierungsmitTcel.
Die Silikonierung kann in verschisderer Weise stattfinden, So besteht die Möglichkeit, die porösen Körner mit einer wässrigen Lösung von Silikon zu tränken und danach abzutrocknen, was beispielsweise im Luftstrom bei Kormaltemperatur oder bei erhöhten Temperaturen erfolgen kann. Es besteht aber auch, soweit es sich um künstlich durch Schäumen hergestelltes poröses Kornmaterial handelt-, die Möglichkeit, das Silikon in wässriger Emulsions form auf das vom SchäuinprozeB noch heiße Korne iterial aufzusprühen. Infolge der hohen Temperatur des Kornaaterials wird das Wasser der Silikonemulsion sofort beim Auftreffen auf die Körner verdampft und können die Silikonbestandteile tief in das Korn eindringen und dabei die Porenwände überziehen, ohne dabei
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Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße 36
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die I >ren selbst zu verschließen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen im wesentlichen darin, daß erfindungsgemäße Körner vorzüglich zur Aufnahme von auf Wasser schwimmendem öl geeignet sind, ohne dabei das Wasser selbst aufzusaugen. Die Aufnahmefähigkeit des Kornes gegenüber öl wird daher nicht durch gleichzeitig aufgesaugtes Wasser beeinträchtigt. Durch die Silikonierung wird außerdem die Aufnahmefähigkeit des porösen Kornes gegenüber Ol verbessert.
Im folgenden sei die Erfindung anhand eines Beispiels erläutert:
Um Körner aus geschäumter Hochofenschlacke zu silikoniereri und dadurch wasserabweisend, jedoch oleophil zu machen, läßt man das vom Schäumprozeß noch eine Temperatur von mindestens 200 C besitzende Schüttgut aus geschäumter Hochofenschlacke z.B. über einen Förderer oder durch ein Rohr passieren und besprüht es dabei mit einer wässrigen Silikon-Emulsion, deren Konzentration etwa 50 bis 200 Kubikzentimeter Emulsion pro Liter Wasser beträgt . Dabei ist möglichst feine Zerstäubung der Silikonemulsion erforderlich, was mit bekannten Mitteln unschwer auch erfolgen kann. In ähnlicher Weise kann man das Schüttgut auch in einem Bett behandeln, wobei nach dem Aufsprühen der oilikon-Emulsion eine innige mechanische Durchmischung erforderlich it„. Schließlich kanu auch das Schüttgut mit einer wässrigen Lösung von Silikon getränkt und danach abgetrocknet werden, beispielsweise im Luftstrom von i^ormaltemperatur oder erhöhter Temperatur. Jedenfalls entsteht auf diese Weise ein poröses Korn na-
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Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße 36
türlichen Vorkommens oder künstlicher Herstellung, insbesondere aus geschäumter Hochofenschlacke, geschäumtem Glas oder dergleichen, das einen dünnen oder hauchdünnen Silikonüberzug aufweist, der sich unter Freilassung der Poren auch über alle Porenwände erstreckt und auf diese Weise die gewünschte Wirkung hervorruft, tin solches Korn ist lediglich beispielsweise in der beigefügten Figur dargestellt.
Fig. 1 zeigt in starker Vergrößerung ein erfindungsgemäßes Korn,
Fig. 2 einen nochmals vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1.
In den Figuren ist mit 1 das Korn selbst, mit 2 die in dem Korn vorhandenen Poren und mit 5 die sich auf dem Korn unter Freilassung der Poren auch über die Porenwände erstreckende Silikonschicht bezeichnet.
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Claims (1)

  1. Patentanwälte Dr. W. Andreiewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger StraSe 36
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    Ansprueh
    Poröses Korn natürlichen Vorkommens oder künstlicher Herstellung, insbesondere Korn aus geschäumter Hochofenschlacke, geschäumtem Glas oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß das Korn (1) einen Silikonüber2ug (3) aufweist, der sich unter Freilassung der Poren (2) auch über alle Porenwände erstreckt.
    PAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke
    01823
DE19656601823 1965-02-04 1965-02-04 Poroeses korn mit silikonueberzug, insbesondere zum aufsaugen von auf wasser schwimmendem oel Expired DE6601823U (de)

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