DE664043C - Innenschleifmaschine - Google Patents

Innenschleifmaschine

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DE664043C
DE664043C DEH133954D DEH0133954D DE664043C DE 664043 C DE664043 C DE 664043C DE H133954 D DEH133954 D DE H133954D DE H0133954 D DEH0133954 D DE H0133954D DE 664043 C DE664043 C DE 664043C
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DE
Germany
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grinding
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stops
rod
grinding wheels
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DEH133954D
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Heald Machine Co
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Heald Machine Co
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B5/00Machines or devices designed for grinding surfaces of revolution on work, including those which also grind adjacent plane surfaces; Accessories therefor
    • B24B5/02Machines or devices designed for grinding surfaces of revolution on work, including those which also grind adjacent plane surfaces; Accessories therefor involving centres or chucks for holding work
    • B24B5/06Machines or devices designed for grinding surfaces of revolution on work, including those which also grind adjacent plane surfaces; Accessories therefor involving centres or chucks for holding work for grinding cylindrical surfaces internally

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. AUGUST 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 664043 KLASSE 67 a GRUPPE
H133954 Xlljo^a Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents:
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1932 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Innenschleifmaschine, bei der die gleiche Fläche des Werkstückes, das während des gesamten Schleifvorganges in einem einzigen Träger festsitzt, in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen mittels eines Grob- und eines Feinschleifwerkzeuges abgeschliffen wird und bei der entweder das Werkstück oder die Schleifwerkzeuge auf einem beweglichen Tisch sitzen.
Die Verwendung eines Grob- und eines Feinschleifwerkzeuges bei Innenschleifmaschinen ist bekannt. Bei den bekannten Maschinen ist immer erst eine Einstellung der Feinschleifscheibe auf den erforderlichen Durchmesser notwendig. Das erfordert viel Zeit und behindert eine Massenfabrikation. Bei weiteren bekannten Maschinen müssen die für den Grobschliff und den Feinschliff verwendeten Schleifkörper gegeneinander ausgewechselt werden, wenn nach Beendigung des einen Schleifvorganges der andere Schleifvorgang durchgeführt werden soll.
Nach der Erfindung werden mehrere in an sich bekannter Weise auf derselben Spindel sitzende Schleifscheiben gegenüber dem Werkstück durch selbsttätige Schalteinrichtungen derart axial verschoben, daß zunächst die eine, zum Grobschliff bestimmte Schleifscheibe und sodann die andere, zum Feinschliff bestimmte Schleifscheibe in Arbeitsstellung gebracht wird. Dadurch ist der Vorteil erzielt, daß das lästige Auswechseln der verschieden gekörnten Schleifscheiben vermieden ist. Auch ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Feinschleif scheibe die Schleif arbeit der Grobschleifscheibe genauestens fortsetzt. Der ohne Unterbrechnung durchgeführte Schleifvorgang ermöglicht eine Verwendung der neuen Maschine zur Massenfabrikation.
Es ist an und für sich nicht mehr neu, auf einer Schleifspindel mehrere Schleifscheiben verschiedener Körnung anzubringen, und zwar auch zu dem Zweck, an den Grobschliff unmittelbar den Feinschliff anschließen zu können. Eine derartige Anordnung befindet sich aber nur bei Maschinen mit Außenbearbeitung, bei denen das Problem der Verwendung zweier verschiedenkörniger Schleifscheiben auf der gleichen Spindel längst nicht die Schwierigkeiten bereitet wie bei Maschinen mit Innenbearbeitung. Es ist auch an sich das In- und Außerbetriebslagebringen verschiedener Anschläge zum Verändern einer Tischbewegung bekannt. Daher stehen die Gegenstände der Unteransprüche nur in Verbindung
mit dem Gegenstand des Hauptanspruchs unter Schutz.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfuhr rungsformen der Erfindung als Beispiele d|f| gestellt. _ ||g
Fig. ι ist die Vorderansicht einer Schreifr maschine nach der Erfindung. *'
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der für die Hinundherbewegung des Supports und der ίο mit ihm verbundenen Teile dienenden Anschläge in der Ruhelage.
Fig. 3 veranschaulicht die gleiche Ansicht wie Fig. 2 mit dem Unterschied, daß die Teile sich in der Arbeitslage befinden, wenn eine Schleifscheibe im Betrieb ist.
Fig. 4 ist eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht, in der die einzelnen Teile die Arbeitslage einnehmen, wenn sich die zweite Schleifscheibe im Betrieb befindet.
- Fig. 5 ist eine Teilansicht der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung, wobei einzelne Teile der besseren Übersicht wegen fortgelassen sind.
Fig. 6 ist eine Teilansicht der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung und zeigt den Hebel, mit dem der Auslauf des Trägers für die Abrichtvorrichtung durchführbar ist.
Fig. 7 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie J-J in Fig. 5.
Fig. 8 ist eine schematische Darstellung der Lage der Schleifscheiben während des ersten Teils des Schleifvorganges.
Fig. 9 ist eine der Fig. 8 ähnliche Ansicht, welche die Stellung der Schleifscheiben während des Schlichtens veranschaulicht.
Fig. 10 ist eine teilweise Rückansicht des
Supports, welche die Rückzugvorrichtung für die Schleifscheiben in radialer Richtung zeigt.
Fig. Ii zeigt eine der Fig. 10 ähnliche Ansieht des Supports in einer anderen Stellung.
Fig. 12 ist ein Schnitt nach der Linie 12-12
in Fig. 11.
Fig. 13 zeigt die Vorderansicht einer abgeänderten Schleifmaschine.
Fig. 14 ist eine schematische Darstellung des Werkstückes und der bei der Maschine nach Fig. 13 verwendeten Schleifscheiben während des ersten Teils des Schleifvorganges.
Fig. 15 zeigt in größerem Maßstabe eine Teilansicht der Vorrichtung, mittels welcher der Support der Abänderungsform eingestellt und hin und her bewegt wird; dabei befindet sich die Vorrichtung in der Lage, die dem in Fig. 14 veranschaulichten ersten Teil des Schleifvorganges entspricht.
Fig. 16 zeigt eine der Fig. 14 entsprechende Ansicht des Werkstückes und der Schleifscheiben in einer dem Schlichtvorgang entsprechenden Lage.
Fig. 17 ist eine der Fig. 15 entsprechende Ansicht der Teile in der Lage, die dem in Fig. 16 dargestellten Schlichtvorgang entspricht.
t^Fig. 18 zeigt einen senkrechten Schnitt nach hr Linie 18-18 in Fig. 17 in Pfeilrichtung ge-
Fig. 19 veranschaulicht eine Teilansicht der Querverstellung nach Fig. 13; in dieser Darstellung sind die Schleifscheiben in radialer Richtung von dem Arbeitsstück abgezogen.
Fig. 20 ist eine teilweise Rückansicht der in Fig. 19 dargestellten Vorrichtung.
Fig. 21 ist ein Schaltschema für die Abänderungsform.
Fig. 22 zeigt ein Druckflüssigkeitsdiagramm für die Abänderungsform.
Die Fig. 1 bis 12 stellen eine Innenschleifmaschine dar, die in der üblichen Weise mit einem hin und her gehenden Tisch versehen ist. Es kann entweder die Schleifscheibe oder das zu bearbeitende Werkstück auf dem - Tisch ι angeordnet sein. In jedem Fall wird durch die Hinundherbewegung des Tisches 1 die zur Bearbeitung notwendige relative Bewegung zwischen der Schleifscheibe und dem Werkstück hervorgerufen. Bei der dargestellten Ausführungsform trägt der Tisch 1 einen Schleifscheibenkopf 2, während das zu bearbeitende Werkstück a in entsprechenden Vorrichtungen am Werkstückkopf 3 festgehalten ist. Der Werkstückkopf 3 ruht auf einer Brücke 4, die die am Maschinenrahmen vorgesehenen und zur Vor- und Rückwärtsbewegung des Tisches 1 in der Längsrichtung 95 > dienenden Gleitschienen überbrückt. Tn dem Schleifscheibenkopf 2 ist eine Schleifspindel 5 drehbar gelagert, die z. B. mittels eines in dem Schleifradkopf untergebrachten Elektromotors angetrieben wird. Das Werkstück ist ioo in einem Halter 6 angeordnet, der auf einer in dem Werkstückkopf 3 drehbaren Spindel ruht. ■
Die zur Längsverschiebung der sich drehenden Schleifscheibe in bezug auf das sich ebenfalls drehende Werkstück notwendigen Hinundherbewegungen des Tisches 1 können auf beliebige Weise z. B. hydraulisch hervorgerufen werden. Die Umkehr des Tisches an jedem normalen Hubende wird in bekannter no Weise durch im Abstand voneinander angeordnete und einstellbare Anschläge, die an dem Tisch 1 angeordnet sind und abwechselnd mit einem Umkehrglied J in Berührung kommen, hervorgerufen.
Die Querverstellung zwischen dem Arbeitsstück und dem Schleifrad, wenn die Schleifscheibe radial zu der abzuschleifenden Fläche verschoben werden soll, erfolgt bei dem erwähnten Ausführungsbeispiel durch seitliche Verschiebung des Schleifradkopfes 2 auf dem Tisch ι in Abhängigkeit von dessen Hinund-
herbewegung; das kann in bekannter Weise geschehen. Der Schleifradkopf 2 ist auf einem Querschlitten 8' (Fig. 12) angeordnet, der auf dem hin und her gehenden Tisch 1 eine Querbewegung ausführen kann. Der Antrieb des Querschlittens erfolgt von einer Qüerzugschraube 8 aus, die in entsprechender Weise mit dem Querschlitten gekuppelt ist. Der Antrieb der zur Ouerverstellung dienenden Querzugschraube erfolgt über einen Nocken 9, der in entsprechender Weise auf einem vor dem Brückenträger 4 vorstehenden Träger 10 verstellbar angeordnet ist. Dieser Nocken kommt während der Hinundherbewegung des Tisches 1 mit einer Rolle in Eingriff, die auf einem nicht dargestellten drehbar gelagerten Arm ruht und die diesem Arm eine Schwingbewegung erteilt. Am äußeren Ende dieses Armes ist eine Klinke 11 angeordnet, die bei der Schwingbewegung des Armes mit einem Sperrad in Eingriff kommt, das mit der Querzugschraube verbunden ist und zur Drehung dieser Schraube dient. Auf diese Weise entspricht die Querverstellung des Schleif rades genau den hin und her gehenden Bewegungen des Tisches 1.
Nach der Erfindung trägt die Schleifradspindel 5 zwei Schleifscheiben 12, 13. Die erste Scheibe 12 dient zum Rohschleifen des Werkstückes a, um dieses annähernd auf die gewünschte Form zu bringen, während die Scheibe 13 zum Feinschleifen oder Schlichten des Werkstückes dient und diesem das gewünschte Endmaß gibt. Beim Schleifvorgang wird zunächst die zum Rohschleifen dienende Scheibe 12 in der Längsrichtung vor der Fläche des Werkstückes in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise hin und her bewegt. Diese Hinundherbewegung erfolgt durch die oben beschriebene Vorrichtung. Die Scheibe 12 bewegt sich zwischen der mit vollen Linien und der mit gestrichelten Linien dargestellten Lage. Nachdem das Rohschleifen beendet ist, werden das Werkstück und die Schleifscheiben in axialer Richtung zueinander verschoben, so daß die Feinbearbeitung stattfinden kann. Zu diesem Zweck wird die Schleifscheibe 13 über die Fläche des Werkstückes a hin und her bewegt, wie in Fig. 9 dargestellt ist. Diese Hinundherbewegung geschieht zwischen der in dieser Figur mit vollen und mit gestrichelten Linien dargestellten Lage. Die Hinundherbewegungen der Schleifscheibe 12 beim Rohschleifen werden durch ein Paar im Abstand voneinander am Tisch 1 angeordneter Anschläge 14 und 15 gesteuert. Die Hinundherbewegungen der Schleifscheibe 13 beim Feinschleifen werden durch im Abstand voneinander angeordnete Anschläge 16 und 17 gesteuert, die wie im Falle der Anschläge 14 und 15 abwechselnd mit dem Umkehrglied 7 in Eingriff gelangen. Dieses Umkehrglied 7 wird dadurch hin und her geschwenkt. Die Anschläge 14 und 15 bleiben während des Feinschleifen untätig. Die Anschlage 14 und 16 sind an einem Glied 18 angeordnet, das vor dem Tisch verschiebbar und einstellbar ist. Die Anschläge 15 und 17 sind in gleicher Weise auf einem verstellbaren Glied 20 angeordnet. Sämtliche Anschläge sind um Zapfen 21 drehbar. Normalerweise hängen sie unter dem Einfluß ihres eigenen Gewichts in einer Stellung, in der sie mit dem Umkehrglied 7 in Eingriff gelangen können. Wie weiter unten noch erläutert wird, können die Anschläge angehoben werden, so daß ein Paar der Anschläge seine wirksame Lage einnimmt, während das andere Paar der Anschläge untätig ist.
Wie aus den Fig. 2 bis 4 hervorgeht, ist am Tisch, ι eine waagerechte Schiene 22 längs verschiebbar. Die Schiene wird durch die Glieder 18 und 20 und einem gegen Verschiebung an der Vorderseite des Tisches gesicherten Block 23 unterstützt. Das rechte Ende der Schiene 22 ist mit einer Zahnstange 24 versehen, die mit einem Getriebesegment 25 in Eingriff steht. Dieses Getriebesegment ist um einen Zapfen 26 drehbar, der an dem Block 23 angeordnet ist. Das Getriebesegment ist durch Stifte 27 an einem bogenförmigen Körper 28 befestigt, an dem Stifte 30 und 31 angeordnet sind. Diese Stifte stehen vor der Fläche des bogenförmigen Körpers vor, um mit den Flächen. 32 bzw. 33 eines Armes 34 in Eingriff zu gelangen, der drehbar an dem Zapfen 26 angeordnet ist und von diesem Zapfen herabhängt. Das untere Ende des Armes 34 ist mit einer Rolle 35 versehen, die auf der Vorderseite der Maschine entsprechend der Bewegung des Tisches mit einem an einem Träger 3 7 angeordneten Nocken 3 6 in Eingriff gelangen kann. Die Schwingbewegung des Armes 34 entsprechend dem Eingriff der Rolle 3 5 mit dem Nocken 3 6 hat eine Längsverschiebung der Schiene 22 zur Folge. Der Abstand der Stifte 3ο und 31 voneinander ist so groß, daß der Arm 34 senkrecht herabhängen kann, um unabhängig von der Stellung des Getriebesegmentes 25 oder des bogenförmigen Körpers 28 mit dem Nocken 36 in Eingriff kommen zu können. Der Abstand der Stifte 30 und 31 voneinander ist größer als der Abstand der Flächen 32 und 33 des Armes 34.
Die Schiene 22 ist mit einer Aussparung 38 versehen (Fig. 5). Diese Aussparung dient zur Aufnahme von Stiften 40 und 41, die an den Anschlägen 14 bzw. 16 angeordnet sind. Die Schiene 22 weist ferner eine Aussparung 42 (Fig. s) auf, die zur Aufnahme eines an dem Anschlag 17 vorgesehenen Stiftes 43 dient. Die Anschläge 14, 16 und 17 werden
in ihre wirksame Stellung heruntergelassen sobald die an den Anschlägen vorgesehenen Stifte mit den Aussparungen 38 und 4a in Eingriff gekommen sind. Die Anschläge 14 16, 17 werden in ihre unwirksame Stellung angehoben, sobald die Schiene in der Längsrichtung verschoben wird, so daß die Aussparungen nicht mehr den Stiften gegenüberliegen. Die Aussparung 38 ist so lang, daß wahlweise entweder der Stift 40 oder der Stift 41 mit der Aussparung in Eingriff gebracht werden kann.
Bei der in Fig. ι dargestellten Ruhelage der Maschine, in der die Anschläge und die Schiene 22 die in Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen, wird der Tisch 1 in der Längsrichtung nach links bewegt, um durch Schaltung eines Hebels 44 von Hand die Schleifscheibe 12 in ihre Arbeitslage in bezug auf das Werkstück zu bringen (Fig. 1). Durch die Schaltung des Hebels 44 wird der Umkehrhebel 7 verschwenkt. Bei der Bewegung des Tisches in seine Arbeitslage kommt die Rolle 35 des Armes 34 mit dem Nocken 36 in Eingriff, während der bogenförmige Körper 28 dadurch entgegen dem Sinne des Uhrzeigers geschwenkt wird, so daß die Fläche 33 des Armes 34 mit dem Stift 31 in Berührung kommt. Damit wird das Getriebesegment 25 verschwenkt und die Schiene 22 in die aus Fig. 3 ersichtliche Lage verschoben. In dieser Lage ist der Stift 40 des Umkehranschlages 14 in die Aussparung 38 gelangt, während die Stifte 41 und 43 der Anschläge 16 und 17 den Aussparungen 38 und 42 nicht mehr gegenüberliegen. Die Schiene 22 hält dabei die das Feinschleifen steuernden Anschläge 16 und 17 in ihrer unwirksamen Lage fest, so daß das Rohschleifen unter dem steuernden Einfluß der Anschläge 14 und 15 vor sich gehen kann.
Der Schleif Vorgang wird unter der Kontrolle der Anschläge 14 und 15 fortgesetzt, wobei die zum Rohschleifen dienende Scheibe 12 auf der Fläche des Werkstückes hin und her bewegt und gleichzeitig in der oben beschriebenen Weise quer verschoben wird, bis das Werkstück annähernd auf die erforderliche Form abgeschliffen ist. Hiernach erhält der Tisch eine zusätzliche Querbewegung nach links, um die Schleifscheiben zu richten. Die zusätzliche Bewegung könnte von irgendeiner Vorrichtung, z. B. einer solchen Vorrichtung aus hervorgerufen werden, die von einer Meßvorrichtung oder einer von der Querverstellung beeinflußten Vorrichtung gesteuert wird; in jedem Fall wird durch die Quer verstellung oder die Meßvorrichtung ein Elektromagnet beeinflußt, der einen auf der Vorderseite der Maschine drehbar angeordneten Hebel 45 anhebt. Das obere Ende des Hebels 45 kommt, wie in Fig. 6 dargestellt ist, mit einem Stift 46 des Umkehranschlages 14 in Eingriff. Dadurch wird der Anschlag aus seiner Arbeitslage herausgehoben, wenn sich der Tisch nach rechts bewegt, so daß während dieser Bewegung das Umkehrglied 7 nicht verschoben wird und der Tisch sich weiter nach rechts bewegt, so lange, bis ein am Block 48 des Tisches angeordneter Anschlag 47 mit dem Umkehrhebel 7 in Eingriff gelangt und diesen verschiebt, wodurch die Bewegung des Tisches umgekehrt wird und der Tisch in seine Arbeitslage zurückkehrt.
Während der zusätzlichen Bewegung des Tisches wird eine doppelt wirkende Schleifradrichtvorrichtung 49 (Fig. 1), die auf dem Gestell der Maschine angeordnet ist und entsprechend den Abständen der Schleifräder 12 und 13 voneinander im Abstand voneinander angeordnete Richtwerkzeuge 50 besitzt, nach unten verschwenkt, um mittels irgendeiner geeigneten Vorrichtung die Richtwerkzeuge in die Bahn der Schleif räder 12 und 13 zu bringen. Die Räder 12, 13 werden auf diese Weise gleichzeitig ausgerichtet, so daß scharfe Schnittflächen für die Schleifvorgänge vorhanden sind.
Die Maschine ist mit einem Ausrücker versehen, mittels dem die Schleifräder in radialer Richtung von der Fläche des Werkstückes zeitweilig abgezogen werden können, wenn der Tisch zum Zwecke des Abrichtens ausläuft. Wie aus den Fig. 10 bis 12 zu ersehen ist, ist am hinteren Ende der Querzugschraube 8 im Abstand voneinander ein Paar Kugellager 51 vorgesehen, auf denen eine Hülse 52 ruht. Diese Hülse ist gegenüber axialer Verschiebung auf der Querzugschraube gesichert. Gleichzeitig kann diese Hülse auf der Schraube 8 gedreht werden. Die Hülse 52 ist außen mit Gewinde versehen, das in einen Gewindeteil 53 des Tisches 1 eingreift. Solange die Hülse 52 an einer Drehung verhindert ist, ist auch eine axiale Ver-Schiebung der Querzugschraube 8 unmöglich, während jedes seitliche Spiel der Querzugschraube beseitigt ist. Auf der Hülse 52 ist ein Ring 54 mittels eines Keiles 55 und mittels einer Stellschraube 56 befestigt. Der Ring 54 trägt einen Block 57, der an dem Ring 54 mittels Schrauben 58 befestigt ist. Der Block 57 ist mit einem abwärts ragenden Stift 60 versehen, an dessen, freiem Ende eine Feder 61 befestigt ist. Das andere Ende der Feder ist mit einem Stift 62 am Tisch 1 befestigt. Die Feder 61 hält in der Regel den Block 57 und demgemäß auch die Hülse 52 in der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Lage.
Sobald der Tisch zwecks Abrückens der Schleifräder von dem Werkstück bei dem oben beschriebenen Richtvorgang eine zusatz-
liehe Bewegung erhält, so ist das eine Querbewegung des Tisches nach links (Fig. io bis 12). Dabei kommt ein Arm 63, der normalerweise unter dem Einfluß seiner Schwere in die in Fig. 11 dargestellte Lage herabhängt und an seinem unteren Ende mit einer Rolle 64 versehen ist, mit einem einstellbaren Nocken 65 in Eingriff, der am Rahmengestell der Maschine befestigt ist. Dieser Nocken ruft, wie in Fig. 10 dargestellt ist, eine Schwingbewegung des Armes 63 entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers hervor. Durch die Schwingbewegung des Armes 63 wird ein Ansatz 66 des Armes in Eingriff mit einem Stift 67 des Armes 68 gebracht. Dieser Arm 68 ist auf einem Zapfen 69 drehbar angeordnet, der als Drehzapfen für den Arm 63 dient. Das Ende des Armes 68 ist gabelförmig ausgebildet und steht mit einem Stift 70 des Blocks 57 in Eingriff. Durch eine entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers gerichtete Bewegung des Armes 68 entsprechend dem Eingriff des Nokkens 65 mit der Rolle 64 wird eine Drehung des Blocks 57 im Sinne des Uhrzeigers und so eine entsprechende Drehung der Hülse 52 hervorgerufen. Durch diese Drehung der Hülse 52 wird die Querzugschraube 8 axial verschoben, wodurch auch der Querschlitten und die an ihm angeordneten Schleifräder
3<> dieser Bewegung folgen. Durch diese Bewegung werden die Schleifscheiben in radialer Richtung außer Berührung mit der Fläche des Werkstückes gebracht. Der Nocken65 nimmt dabei eine solche Stellung ein, daß der Block 57 bei Beginn der zusätzlichen Bewegung der Schleifscheiben gedreht wird, bevor die zum Rohschleifen dienende Scheibe völlig in axialer Richtung aus der Bohrung des Werkstückes herausbewegt und bevor demgemäß die zum Feinschleifen dienende Scheibe in Eingriff mit dem Werkstück gebracht worden ist. Durch dieses Zurückziehen wird verhindert, daß die zum Feinschleifen dienende Scheibe während der Rückzugbewegung in unerwünschter Weise zum Schleifen kommt. Nachdem der Tisch quer nach links bewegt ist (Fig. 10 und 11) und die Rolle 64 über den Nocken 65 hinausgebracht worden ist, wird die Rolle freigegeben und die Querzugschraube unter dem Einfluß der Feder 61 in ihre Normallage zurückgeführt. Die Rückführung der Querzugwelle in ihre normale Lage findet statt, bevor die am Tisch angeordneten Schleifräder ihre Richtstellung erreicht haben, so daß die Schleifräder mit den Richtwerkzeugen in Eingriff kommen können.
Wird der Schlitten bei der zusätzlichen
Verschiebung von dem Werkstück weg nach rechts bewegt (Fig. 1), dann kommt die Rolle 35 des Armes 34 mit dem Nocken 36 in Berührung, dabei schwingt der Hebel 34 im Sinne des Uhrzeigers, während das Getriebesegment 31 durch den Eingriff der Fläche 32 mit dem Stift 30 ebenfalls im Sinne des Uhrzeigers verschwenkt wird. Dadurch wird eine Längsverschiebung der Schiene 22 nach links in die Stellung nach Fig. 4 hervorgerufen. Durch diese Verschiebung der Schiene 22 wird die Aussparung 42 in eine solche Lage gebracht, daß der Stift 43 des Anschlages 17 mit der Aussparung 42 in Eingriff kommt. Ferner kommt die Aussparung 38 in eine solche Lage, daß der Stift 41 des Anschlages 16 mit der Aussparung 38 in Eingriff gelangt. Gleichzeitig wird die Aussparung 38 aus ihrer Gegenüberlage zum Stift 40 des Anschlages 14 herausgebracht, wodurch die Anschläge 16 und 17 in ihre Eingriffslage mit dem Umkehrhebel 7 gesenkt werden, während der Anschlag 14 in seine unwirksame Lage angehoben wird. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, welche den Schlitten in der rechten Endlage des verlängerten Richthubes zeigt, ist der Nocken 36 so angeordnet, daß der Arm 34 gerade dann verschwenkt wird, wenn sich die Bewegungsrichtung des Schlittens umkehrt. Ein Antrieb des Armes 34 an dieser Stelle verhindert, daß die Rolle 35 des Armes 34 über das rechte Ende des Nockens 36 hinausbewegt wird, so daß eine darauffolgende Ver-Schwenkung des Getriebesegmentes 25 im Sinne des Uhrzeigers verhindert ist. Die Schiene 22 verbleibt demgemäß während des Feinschleifens in der Stellung gemäß Fig. 4. Nach der Rückführung des Tisches in die Arbeitslage, nachdem der Richtvorgang beendet ist, wird der Schleifvorgang dadurch fortgesetzt, daß die zum Feinschleifen dienende Scheibe 13 in der aus Fig. 9 ersichtlichen Weise mit dem Werkstück in Berührung kommt. Dabei wird der Tisch unter der Kontrolle der Anschläge 16 und 17 so lange hin und her geführt, bis das Werkstück die gewünschte Form erhalten hat. Hiernach wird in beliebiger Weise ein an der Vorderseite der Maschine drehbar angeordneter Hebel 71 (Fig. 1) in Abhängigkeit entweder von einer Meßvorrichtung oder von der Querverstellung angetrieben, so daß das obere Ende des "Hebels in eine waagerechte Lage in Übereinstimmung mit einem Stift 72 des Anschlages 16 gebracht wird. Dabei wird der Anschlag 16 in seine unwirksame Lage angehoben, sobald sich der Tisch nach rechts bewegt, um eine Begegnung mit dem Umkehrglied 7 zu vermeiden. Dadurch wird eine zusätzliche Bewegung des Tisches nach rechts in die Ruhelage ermöglicht, wo er durch irgendeine entsprechende Vorrichtung zur Ruhe gebracht wird.
Während des Auslaufens des Tisches in seine Ruhelage kommt die Rolle 35 wiederum
mit dem Nocken 36 in Eingriff, wodurch der Arm 34 im Sinne des Uhrzeigers verschwenkt wird; die Schwingbewegung des Armes 34 ist jedoch insofern unwirksam, als die Schiene 22 nicht verschoben wird, da die Schiene bereits vorher durch die zusätzliche Richtbewegung des Tisches in die linke Lage gebracht worden ist. Der zum 'Antrieb der Ausrückvorrichtung während des Auslaufens des Tisches beim Richtvorgang dienende Nocken 65 ist so angeordnet, daß während des letzten Teils der Äuslaufbewegung des Tisches am Ende des Schleif Vorganges ein Ausrücken nicht stattfindet. Während des Feinschleif ens des Werkstückes wird die Rolle 64 an der oberen Fläche des Nockensos entlanggeführt, ohne daß sie auf der rechten Seite des Nockens herabfällt (Fig. 10, 11). Die Verschwenkung des Armes 63 im Sinne des Uhrzeigers hat auf die Ausrückvorrichtung deswegen keine Wirkung, da zwischen dem Arm 63 und dem Arm 68 eine Verbindung besteht. Beim Auslaufen des Tisches in seine Ruhelage wird die Rolle 35 über den Nocken 36 hinaus in die ursprüngliche Lage nach Fig. 2 zurückgeführt, so daß bei einer darauffolgenden Verschiebung des Tisches zu dem Zweck, die Schleifscheiben mit einem noch nicht bearbeiteten Werkstück in Eingriff zu bringen, eine Verschiebung der Schiene 22 nach rechts stattfindet, wobei die Anschläge 14 und 15 wirksam werden, während die Anschläge 16 und 17 in der oben beschriebenen Weise zurückgezogen werden, .
Beim Auslaufen des Tisches in die Ruhelage wird die durch den Schleif Vorgang bedingte Verringerung des Durchmessers der Schleifscheiben durch irgendeine entsprechende Vorrichtung ausgeglichen. Die Schleifscheiben werden auf diese Weise unabhängig von der Abnutzung der Scheiben oder der Verringerung des Durchmessers im Verfolg des Richtvorganges jeweils in eine solche Lage gebracht, daß die nacheinander zu bearbeitenden Werkstücke sämtlich auf die gleichen Maße abgeschliffen werden können. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 13 bis 22 trägt der hin und her gehende Tisch 74 einen Schleifscheibenkopf 75, während das Werkstück a in einem entsprechenden Futter 76 des Werkstückkopfes yy festgehalten ist. Auf einer von einem Elektromotor 79 angetriebenen Spindel 78 sind im Abstand Schleifscheiben 80 und 81 angeordnet, mittels denen nacheinander die Flächen eines Werkstückes bearbeitet werden.
Wie bei der oben beschriebenen Maschine
wird der Tisch 74 längs des Rahmengestells 82 in bekannter Weise hin und her geführt,
b'o damit die Schleifscheiben in der notwendigen Weise durch das sich drehende Werkstück hindurchgeführt werden. Die Umkehrung des Tisches an jedem Hubende erfolgt durch im Abstand voneinander angeordnete verstellbare Anschläge 83 und 84, die an der Vorderseite des Tisches vorgesehen sind. Die Anschläge kommen abwechselnd mit einem Umkehrhebel 85 in Eingriff, der dadurch hin und her geschwenkt wird. Der Schleifsc'heibenkopf ist auf einem Querschlitten 86 angeordnet, der quer zu dem hin und her gehenden Tisch verschiebbar ist, damit die Schleifscheiben an die zu bearbeitende Fläche des Werkstückes seitlich herangebracht werden. Die Querverstellung, die von einer Querzugschraube 87 erfolgt, wird entsprechend den Hinundherbewegungen des Tisches in beliebiger, bekannter Weise ausgeführt.
Zu Beginn des Schleifvorganges wird der Tisch 74 aus der in Fig. 13 dargestellten unwirksamen Lage herausbewegt und die Schleifscheibe 80 in Eingriff mit dem Werkstück gebracht. Dabei wird die Schleifscheibe auf Grund der von den Anschlägen 83 und 84 gesteuerten Hinundherbewegungen des Tisches in der Längsrichtung durch das Werkstück hindurchgeführt, ohne daß die Schleifscheibe 81 mit der zu bearbeitenden Fläche des Werkstückes in Eingriff käme. Der Schleifvorgang wird mittels der Schleifscheibe 80 go so lange fortgesetzt, bis das Werkstück auf ein Maß abgeschliffen ist, das ein wenig größer ist als das Maß des fertigen Arbeitsstückes. In diesem Augenblick wird entsprechend dem Eintritt einer Grobmeßlehre in bekannter Ausführung in die Bohrung des Werkstückes der Tisch zusätzlich nach rechts bewegt. Während dieser zusätzlichen Bewegung werden die Schleifscheiben 80, 81 durch im Abstand angeordnete bekannte Richtwerkzeuge 88 abgerichtet.
Der Eintritt der Rohmeßlehre in die Bohrung des Werkstückes löst eine elektrische Verbindung zwischen den in Fig. 21 schematisch dargestellten Lehrenkontakten 90, 91 aus. Der Kontakt 90 ist bei 92 geerdet, während der Kontakt 91 über eine Leitung 93 an einem Elektromagneten 94 angeschlossen ist. Die andere Klemme des Elektromagneten ist durch * eine Leitung 95 mit einer Schalterplatte 96 verbunden. Diese Platte ist normalerweise in Eingriff mit einem beweglichen Schalterlied 97, das durch eine Leitung 98 an einem bei 100 geerdeten Generator 99 angeschlossen ist. Durch Energiezuführung zum Magneten wird ein Hebelarm 101 angehoben, der aus einem Stück mit dem Anker 102 besteht. Dadurch wird der Anschlag 83 nach links verschoben und eine zusätzliche Bewegung des Tisches nach rechts ausgelöst. Am Ende der Bewegung des Tisches nach rechts wird diese Bewegung umgekehrt, wobei der Anschlag 83
in die normale Lage zurückkehrt, so daß der Schleif Vorgang mit der Schleifscheibe 80 fortgesetzt wird, die nunmehr mit dem Werkstück in Eingriff steht. Beim Auslaufen des Tisches kommt ein Arm 103 mit einem Ansatz des Schaltergliedes 97 in Eingriff. Dadurch wird dieses Schalterglied außer Eingriff mit der Platte 96 gebracht, um eine Wiederholung der zusätzlichen Bewegung des Tisches zu verhindern.
Das Abrichten erfolgt während der zusätzlichen Bewegung des Tisches durch Verschwenken der Richtwerkzeuge in die Flucht der Schleifscheiben. Das geschieht in bekannter Weise mittels Flüssigkeitsdruckes entsprechend der Schwingbewegung eines Armes 104, der aus einem Stück mit dem Anker 102 besteht. Durch den Arm 104 wird ein in dem Gehäuse 106 untergebrachtes Ventil 105 (Fig. 22) verschoben, so daß einem Zylinder 107, in dem ein Kolben 108 verschiebbar ist, Druckflüssigkeit zugeführt wird. Der Kolben 108 ist mit dem Träger verbunden, der den Zylinder 107 an dem Gehäuse 106 abstützt. Das Gehäuse 106 ist durch eine Leitung 112 mit der Pumpe in verbunden. Das Gehäuse 106 ist außerdem mit einem Auslaßkanal 113 versehen.
Nach der Rückkehr der Schleifscheibe 80 in die Arbeitsstellung wird der Schleifvorgang mit der Scheibe 80 fortgesetzt, bis das Werkstück auf ungefähr die gewünschten Maße gebracht ist. In diesem Augenblick tritt eine ebenfalls bolzenähnliche, nicht dargestellte, bekannte Feinmeßlehre in die Bohrung des Werkstückes ein, wodurch eine axiale Verschiebung der Schleifscheiben in bezug auf das Werkstück eintritt. Das hat wiederum zur Folge, daß die Schleifscheibe 4.0 80 außer Eingriff mit dem Werkstück und die Schleifscheibe 81 in wirksamen Eingriff mit derselben Fläche des Werkstückes gebracht wird. Durch den Eintritt der Feinmeßlehre in die Bohrung des Werkstückes wird eine elektrische Verbindung zwischen den in Fig. 21 schematisch dargestellten Lehrenkontakten 114 und 115 hergestellt. Der Kontakt 114 ist durch eine Leitung bei 116 geerdet, während der Kontakt 115 durch eine Leitung 117 mit der einen Klemme eines Elektromagneten 118 verbunden ist. Die andere Klemme des Elektromagneten 118 steht über eine Leitung 120 mit dem Generator 99 in Verbindung, der dem Elektromagneten den Strom liefert. Auf diese Weise wird dem Elektromagneten 118 Energie zugeführt, wodurch ein Anker 121 des Elektromagneten angezogen und dadurch die Arme 122, 123, die aus einem Stück mit dem Anker bestehen, entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers gedreht werden.
Das Ende des Armes 122 ist mit einem in einem Ventilgehäuse 125 (Fig. 22) untergebrachten Ventil 124 verbunden. Das Gehäuse 125 steht durch eine Leitung 126 hindurch mit der Pumpe 111 in Verbindung. In dem Gehäuse 125 sind im Abstand voneinander Kanäle vorgesehen, die durch Leitungen 127 und 128 hindurch mit der linken und der rechten Seite eines Zylinders 130 in Verbindung stehen. Der Zylinder 130 ist an der Vorderseite des Tisches in der Nähe des rechten Endes des Tisches angeordnet. Durch die Verschiebung des Ventils 124 infolge der Energiezuführung zum Magneten 118 wird die linke Seite des Zylinders unter Druck gesetzt, wodurch der Kolben 131 des Zylinders und die mit ihm verbundene Kolbenstange 132 nach rechts verschoben werden.
Durch diese Verschiebung der Kolbenstange wird die Lage der Umkehranschläge 83 und 84 und damit die Lage des hin und her gehenden Tisches so- verändert, daß die Schleifscheibe 81 mit der zu bearbeitenden Fläche des Werkstückes in Eingriff kommt. Wie in den Fig. 17,und 18 dargestellt ist, ist am vorderen Rand des Tisches 74 ein Träger 133 befestigt, auf dem ein schwalbenschwanzförmiger Schlitten verschiebbar ist. Dieser Schlitten ist an der Anschlagstange 134 angeordnet, die als Stütze für die Umkehranschlage 83 und 84 dient. Die Kolbenstange 132 ragt durch einen Träger 135 hindurch, der ebenfalls an der Vorderseite des Tisches befestigt ist. Das Ende der Kolbenstange ist mit der Anschlagstange 134 verbunden, so daß beim Verschieben der Kolbenstange ein Verschieben der Umkehranschläge stattfindet. Durch ein Paar im Abstand voneinander angeordneter Anschlagmuttern 136 und 137 wird der Hub der Kolbenstange begrenzt und die Stellungen der Umkehranschläge beim ersten Teil und beim zweiten Teil des Schleifvorganges bestimmt.
Die weiter oben beschriebene Querverstellung kann jederzeit in bekannter Weise während des Schleifvorganges unterbrochen werden, so daß die zum Feinschleifen dienende Schleifscheibe 81 das Werkstück mit wenig oder keiner Querverstellung bearbeitet.
Durch die axiale Verschiebung der Schleifscheiben 80 und 81 bei der Einstellung der Schleifscheibe81 in die Arbeitslage am Werkstück wird die Schleifscheibe 80 in eine Lage gebracht, in der sie mit den obenerwähnten Kontrollehren in Berührung käme. Diese Berührung kann bei Verwendung entsprechender, an sich bekannter Vorrichtungen dadurch vermieden werden, daß die Lehre in axialer Richtung aus der Bohrung des Werkstückes herausgezogen wird. Diese Rückzugvorrichtung besteht aus einem Kolben 138, der in
einem Zylinder 140 bewegbar ist. Dieser Zylinder ist durch eine Leitung 141 mit der Leitung 127 verbunden.
Der Schleifvorgang wird mit der Schleifscheibe 81 unter der Kontrolle eines Zeitrelais fortgesetzt. Das Zeitrelais wird durch eine elektrische Verbindung zwischen den Lehrenkontakten 114 und 115 zur Wirkung gebracht. Nach Fig. 21 ist die Leitung 98 durch eine Leitung 142 mit der einen Klemme einer Stromspule 143 verbunden, während die andere Klemme der Stromspule durch eine Leitung 144 mit der vom Lehrenkontakt 115 ausgehenden Leitung 117 in Verbindung steht.
'5 Durch Energiezuführung zur Stromspule 143 wird ein Schalterglied 145 angezogen, so daß eine elektrische Verbindung zwischen den feststehenden Kontakten 146 und 147 hergestellt wird. Der Kontakt 146 ist bei 148 geerdet, während der Kontakt 147 durch eine Leitung 150 mit der einen Klemme eines Zeitrelaismotors 151 in Verbindung steht. Die andere Klemme des Motors ist durch eine Leitung 152 mit einer Zunge 153 eines Schalters 154 verbunden. Diese Zunge ist in der Normalstellung in Berührung mit einem Kontakt 155, der durch eine Leitung 156 mit der Leitung 98 in Verbindung steht. Der Motor 151 ist als Zeitrelaismotor ausgebildet, der erst eine bestimmte Zeit, nachdem er infolge der Energiezuführung zur Stromspule 143 in Gang gesetzt ist, eine Schwenkung des Schalters 154 hervorruft und eine zweite Zunge 157 des Schalters in Eingriff mit einem Kontakt 158 bringt. Der Kontakt 158 ist mittels einer Leitung 160 in entsprechender Weise geerdet. Die Zunge 157 ist normalerweise durch eine Leitung 161 mit der einen Klemme eines Elektromagneten 162 verbunden, während die andere Klemme des Elektromagneten 162 durch eine Leitung 163 mit der Leitung 98 in Verbindung steht. Durch die Energiezuführung zum Elektromagneten 162, die eine bestimmte Zeit nach dem Einrücken der Lehrenkontakte eintritt, werden ein Ankerglied
164 und infolgedessen ein mit diesem Ankerglied, aus einem Stück bestehender Hebelarm
165 angehoben.
Durch das Anheben des Hebelarmes 165 wird dessen oberes Ende in eine waagerechte Lage in Übereinstimmung mit dem linken Umkehranschlag 83 gebracht, der an der Anschlagstange 134 drehbar angeordnet ist. Dadurch wird dieser Anschlag angehoben, so daß bei der Verschiebung des Tisches nach rechts dieser Anschlag über den Umkehrhebel hinweggleitet, ohne diesen Hebel anzutreiben. Infolgedessen gelangt der Tisch über den normalen Arbeitshub hinaus in die in Fig. 13 dargestellte Ruhelage, in der er verbleibt.
Beim Anheben des Hebelarmes 165 wird in bekannter Weise durch einen mit diesem Hebel aus einem Stück bestehenden Hebelarm 166 ein in einem Gehäuse 168 untergebrachtes Ventil 167 verschoben, so daß die untere Seite des Zylinders 170 unter Druck gesetzt wird. Der Zylinder 170 ist mit dem Gehäuse 168 durch eine Leitung 171 verbunden. Hierdurch wird ein Hebel 172 verschwenkt (Fig. 20, eine an sich bekannte Ausbildung), der mit dem oberen Ende eines in dem Zylinder gleitbaren Kolbens 173 in Eingriff steht und durch den eine waagerechte Stange 174 angehoben wird. Der obere Rand der Stange 174 steht mit einer Rolle 175 eines Armes 176 in Berührung. Der Arm 176 ist an einem außen mit Gewinde versehenen Glied 177 angebracht, das am inneren Ende der Querzugschraube 87 drehbar angeordnet ist. In das Gewinde des Gliedes 177 greift das Innengewinde eines Teils 178 des Querschlittens ein, so daß entsprechend der Drehung des außen mit Gewinde versehenen Gliedes eine axiale Verschiebung der Querzugschraube eintritt. Dadurch werden die Schleifscheiben in radialer Richtung von der zu bearbeitenden Fläche des Werkstückes abgezogen, um zu vermeiden, daß an der polierten Fläche des Werkstückes Kratzer entstehen, wenn die Schleifscheiben aus der Bohrung des Werkstückes herausgezogen werden.
Während der Rückführung des Schlittens in die Ruhelage wird die Anschlagstange 134 in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht. An der Stange 134 ist ein waagerecht liegendes Glied 180 befestigt, das denHebelarm 123 im Sinne des Uhrzeigers schwenkt, wenn sich der Tisch nach rechts bewegt. Der Hebelarm 123 besteht mit dem Arm 122 aus einem Stück. Durch die Verschwenkung des Armes 123 wird das Ventil 125 in eine Lage gebracht, in der eine Verbindung zwischen der Flüssigkeitspumpe und der rechten Seite des Zylinders 130 besteht. Dadurch wird die Anschlagstange 134 und die auf ihr angeordneten Umkehranschläge nach links verschoben, so daß die Anschläge in die in Fig. 13 dargestellte Lage zurückkehren und so eine Bereitschaftslage für einen nächstfolgenden Schleif-Vorgang einnehmen. Die Anschläge kehren in eine solche Lage zurück, daß bei der Rückkehr des Tisches in die Arbeitslage die Schleifscheibe 80 zur Wirkung kommt.
Wenn die Schleifscheiben zwecks Durchführung eines'neuen Schleifvorganges in ihre Arbeitslage zurückkehren, kommt ein Arm 181 (Fig. 21), der an demselben Block 182 des Tisches angeordnet ist, der auch den Arm 103 trägt, mit einem Ansatz des Schaltergliedes in Eingriff, worauf dieses Schalterglied wieder in Eingriff mit der Plattego ge-
bracht wird und so eine Bereitschaftslage für den nächstfolgenden Schleifvorgang einnimmt.
Die Arbeitsweise der Maschine ist zusammengefaßt wie folgt:
Nachdem ein ungeschliffenes Werkstück in den Werkstückhalter eingesetzt worden ist, wird die Maschine dadurch in Gang gesetzt; daß ein Umkehrhebel 183 (Fig. 13) von Hand verschoben wird. Dadurch wird der Tisch nach links bewegt und die Schleifscheibe 80 in Eingriff mit der zu bearbeitenden Fläche des Werkstückes gebracht. In dieser Lage wird die Schleifscheibe auf der Fläche des Werkstückes hin und her bewegt, während gleichzeitig eine Querverstellung der Schleifscheibe stattfindet, damit eine Schleifwirkung zwischen der Schleifscheibe und dem Werkstück stattfinden kann. Der Schleifvorgang setzt sich so lange fort, bis die obenerwähnte Rohmeßlehre zum Zwecke des Abrichtens in das Werkstück eintritt. Hiernach kehrt die Schleifscheibe 80 wieder in die Arbeitslage zurück, worauf sich der Schleifvorgang so lange fortsetzt, bis die Feinmeßlehre in das Werkstück eintritt. Hierbei werden dann die Umkehranschläge verschoben. Das hat zur Folge, daß die zweite Schleifscheibe 81 in Eingriff mit der gleichen Fläche des Werk-Stückes gelangt.
Die Querverstellung, durch die bis dahin eine radiale Verschiebung der Schleifscheibe in Richtung auf die zu bearbeitende Fläche des Werkstückes hervorgerufen wurde, wird nunmehr in bekannter Weise unterbrochen, während die zum Feinschleifen dienende Scheibe 81 während einer nun folgenden bestimmten Zeit die Aufgabe übernimmt, die Feinmeßlehre entsprechend der Einstellung der Zeitrelaisvorrichtung in das Werkstück einzuführen. Durch die Tätigkeit der Zeitrelaisvorrichtung werden die Schleifscheiben in radialer und in axialer Richtung von dem Werkstück abgezogen, um das Herausnehmen des fertiggeschliffenen Werkstückes aus der Maschine und das Wiedereinsetzen eines noch nicht geschliffenen Werkstückes in den Werkstückhalter zu ermöglichen.
Um zwischen der Feinschleifscheibe und dem Werkstück die notwendige Schleiflage herzustellen, könnte diese Schleifscheibe einen etwas größeren Durchmesser erhalten als die zum Grobschleifen dienende Schleifscheibe, so daß, wenn die Feinschleifscheibe in Tätigkeit kommt, die relative Stellung des Querschlittens nicht geändert zu werden braucht. Dabei kommt die Feinschleifscheibe mit der " zu bearbeitenden Fläche des Werkstückes mit einem verhältnismäßig größeren radialen Druck in Berührung, als es bei der ersten Scheibe 80 der Fall war. Die Unterschiede in den Durchmessern der Schleifscheiben werden durch entsprechende Einstellung der im Abstand voneinander angeordneten verstellbaren Richtwerkzeuge gewonnen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    I. Innenschleif maschine, bei der die gleiche Fläche des Werkstückes, das während des gesamten Schleifvorganges in einem einzigen Träger festsitzt, in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen mittels eines Grob- und eines Feinschleifwerkzeuges abgeschliffen wird und bei der Werkstück und Schleifwerkzeuge gegeneinander verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere in an sich bekannter Weise auf derselben Spindel (5) sitzende Schleifscheiben (12, 13 bzw. 80, 81) gegenüber dem Werkstück (a) durch selbsttätige Schalteinrichtungen axial verschoben werden, wobei in getrennten Arbeitsgängen die eine, zum Grobschliff bestimmte Schleifscheibe und sodann die andere, zum Feinschliff bestimmte Schleifscheibe in Arbeitsstellung gebracht wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Hinundhergang bestrichene Weg der Schleifscheiben (12, 13) relativ zum Werk- go stück (a) in an sich bekannter Weise durch Anschläge (14 bis 17) am Tisch (1) bestimmt ist und beim Schleifvorgang dadurch änderbar ist, daß einige der Anschläge aus der Betriebslage herausbewegt und andere Anschläge in die Betriebslage eingesetzt werden.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg der Schleifscheiben (80, 81) bei der Hinundherbewegung gegenüber dem Werkstück in an sich bekannter Weise durch Anschläge (83, 84) des Tisches (1) bestimmt und beim Schleifvorgang durch Verschiebung der Anschläge längs des Tisches verlegbar ist.
  4. 4. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifscheiben (12, 13) zum Zwecke des Abrichtens während des Schleifvorganges no in axialer Richtung zeitweilig vom Werkstück (a) entfernbar sind und während dieses Vorganges eine Rolle (35) mit einem Nocken (36) in Berührung kommt, so daß durch Vermittlung eines Zahnstangenantriebes (24, 25) eine Stange (22) verschoben wird und dadurch einzelne Anschläge angehoben und andere Anschläge in die Betriebslage gesenkt werden, und zwar durch die Ausbildung der Stange mit Aussparungen (38, 42), in die in bestimmten Stellungen der Stange (22)
    Stifte (40, 41, 43) eingreifen, die an den Anschlägen (14, 16, 17) angeordnet sind, während andere Anschläge durch den Rand der Stange (22) aus der Betriebslage herausgehoben werden.
  5. 5. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Schleifscheiben (80, 81) gegenüber dem Werkstück (α) durch Anschläge (83, 84) erfolgt, die an einer in einer Führung (133) des Tisches (74) verschiebbaren Stange (134) befestigt sind, wobei die Stange mit Hilfe eines hydraulischen Kolbens (131) gegenüber dem Tisch verschoben wird (Fig. 13).
  6. 6. Maschine nach den Ansprüchen 1
    bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Rückführung der Schleifscheiben (12, 13) in die Betriebslage die Anschläge (14, 15) mit Hilfe einer Stange (22) 0. dgl. entsprechend dem Eingriff der Rolle (35) und des Nockens (36) in ihre Betriebslage gesenkt werden (Fig. 1 bis 6).
  7. 7. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Rückführung der Schleifscheiben (80, 81) mit Hilfe eines Steuergliedes (180) ein Ventil (124) verstellt wird, das eine hydraulische Vorrichtung (130) auslöst und dadurch die Anschläge (83, 84) in die Ursprungslage zurückführt (Fig. 13 bis 17).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041321B (de) * 1954-10-01 1958-10-16 Daimler Benz Ag Drehkopf zur spanabhebenden Bearbeitung metallischer Werkstuecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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