DE670165C - Verfahren zur Herstellung mechanisch hochwertiger Folien aus Vinylpolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mechanisch hochwertiger Folien aus Vinylpolymeren

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DE670165C
DE670165C DED70186D DED0070186D DE670165C DE 670165 C DE670165 C DE 670165C DE D70186 D DED70186 D DE D70186D DE D0070186 D DED0070186 D DE D0070186D DE 670165 C DE670165 C DE 670165C
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polyvinyl chloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L27/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L27/22Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers modified by chemical after-treatment
    • C08L27/24Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers modified by chemical after-treatment halogenated

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  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung mechanisch hochwertiger Folien aus Vinylpolymeren Bei der Verarbeitung der Cellulosederivate oder künstlichen Hochpolymeren mit leicht flüchtigen Lösungsmitteln oder allein durch Wärmebehandlung ist es üblich, eine Erleichterung der Verwalzbarkeit dadurch zu erzielen, daß man ein oder mehrere schwer flüchtige Lösungsmittel, sog. Weichmacher, hinzusetzt. Während für die plastischen Massen auf Basis Cellulosederivate durch einen solchen Weichmacherzusatz tatsächlich eine Verbesserung erzielt wird, nicht nur während der Walzarbeft, sondern auch hinsichtlich der Eigenschaften des Endproduktes, erreicht man für die künstlichen Hochpolymeren der Vinylgruppe, vornehmlich für das Polyvinylchlorid, das nachchlorierte Polyvinylchlorid und Misc(lpolymerisate des Chlorids mit Acrylsäurederivaten, zwar eine gute Verwalzbarkeit, jedoch bezüglich der Eigenschaften der fertigen Folie gerade das Gegenteil; so werden z. B. Erweichungspunkt, mechanische Festigkeiten und die dielektrischen Eigen-' schaften soweit verschlechtert, daß eine Verwendbarkeit der Folie. nicht möglich ist. Ohne Weichmacherzusatz sind aber die Folien aus einer Reihe von Vinylpolymeren, vornehmlich (las Polyv iny lchlorid und die variationsreiche Klasse der Polyvinylacetale, z. B. Polyvinylformal zu spröde, das nachchlorierte Polyv illylclllorid ist. praktisch überhaupt nicht verwalzbar; man erhält lediglich völlig unebene, stark schrumpfende, nicht verwendbare Folienbruchstücke. Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß man die Verwalzbarkeit der schwer ver= walzbaren Polymeren, insbesondere des nachchlorierten Polyvinylclllorids, in hervorragender Weise verbessern kann, wenn male an Stelle der bisher üblichen Weichmacher spröde Polymerisate, vornehmlich das Polyvinylchlorid und die Polyv inylacetale zusetzt. Es gelingt jetzt mühelos, zusammenhängende, völlig ebene, nicht mehr schrumpfende Folien jeder Stärke auf der Walze durch thermische Plastifizierung zu gewinnen. Es wurde weiterhin gefunden, daß durch die gemeinsame Verwalzung auch die mechanischen Eigenschaften der spröden Poly merisate um vieles erhöht werden. Während z. B. eine Folie aus Polyvinylchlori(1 @on.o,i2lnm Stärke überhaupt keine meßbaren Festigkeiten aufweist, erhält man an einer Folie gleicher Stärke aus Polyvinylchlorid und nachchloriertem Polyvinylchlorid im Verhältnis i : i eine Festig-],zeit von 6 bis 7 kg pro 111111" und eine Dehnung von 25 bis 3o11, in der Längsrichtung und 5 bis 61/a in der Querrichtung. Ebensowenig sind die dielektrischen Eigenschaften der, durch gemeinsame V erwalzung entstandenen Folie irgendwie nachteilig beeinflu ßt worden. Während bisher der Erveichungspunkt bereits durch einen kleinen Prozentsatz Weichmacher stark herabgedrückt wurde, erfährt der Erweichungspunkt des nachchlorierten Polyvinylchlorids durch das zwecks Erleichterung der V erwalzbarkeit zugesetzte Polyvinylchlorid überhaupt keine Beeinflussung. Setzt man zu nachchloriertem Polyvinylehlorid,_ um überhaupt eine Ver-. walzbarkeit zu erzielen, z. B. 2o0/0 Phtha-l," säureester hinzu, so resultiert eine Folie mit' einem Erweichungspunkt von etwa 35 bis .4o°, die also für die weitere g werbliche Verarbeitung völlig unbrauchbar ist: Erleichtert man jedoch die Verwalzbarkeit des gleichen nachchlorierten Polyvinylchlorids .durch Polyvinylchlorid, z. B. im Verhältnis i : i,' so erhält man Folien vom E'rweichungspunkt 77 bjs 80°. Neben der mechanischen Festigkeit kommt aber gerade dem Erweichungspunkt- eine ausschlaggebende'Bedeutung für die weitere Verarbeitung des Polymeren zu Gebrauchsgegenständen beliebiger Art zu: Es muß deshalb als ein besonders überraschender Fortschritt in der Techpik der plastischen Massen auf Basis künstlicher Polymerisate angesehen werden, daß man, entgegen allen Erwartungen, durch gemeinsames Verwalzen von an sich nicht oder nur sehr -schwer verwalzbaren Produkten, wie nachchloriertes Polyvinylchlorid, mit sehr spröden Polymerisaten einmal die Verwalzbarkeit erleichtert, ,zum anderen eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften ohne I-lerabsetgurig des Erweichungspunktes erzielt.
  • In gleicher Weise mit gleichem Ergebnis hinsichtlich der mrchanischen Eigenschaften
    läßt sich die Verwalzbarkeit eines Misc'hpoly-
    merisates aus Vinylchlorid und Acrylsäure-
    ' iyaten oder des Polystyrols erleichtern.
    ist zwar bekannt, verschiedene Poly-
    verbindungen miteinander zu verarbei-
    - ` , beispielsweise nachchloriertes Polyvinyl-
    chlorid mit - Polyacrylsäureestern oder Polymethacrylsäureestern mit anderen Vinylver-Bindungen. Jedoch treffen für dieses gemeinsame Verarbeiten die Voraussetzungen vorliegenden Verfahrens nicht zu. In den Polyacrylsäureestern 'liegen Produkte recht guter mechanischer Eigenschaften vor. Für die Ester der Polyinethacrylsäure gilt andererseits, nicht, daß sie schwer verwalzbar sind.

Claims (1)

  1. ' i. Verfahren >iir Herstellung mechanisch hochwertiger Folien 'mit hohem Isoliervermögen und hohem Erweichungspunkt aus Vitiylpolymeren, dadurch gekennzeichnet,,daB man die Verwalzbarkeit von nicht oder nur sehr,schwer v erwalzbaren Polymerisaten, insbesondere von nachchloriertem Polyvinylchlorid, durch Zusatz von spröden Polymerisaten, vornehmlich Polyvinylchlorid, heraufsetzt. 2.- Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle des nachchlorierten Polyvinylclilorids Mischpolymerisate aus- Vinylchlorid und Acrylsäurederiv aten oder Polystyrol verwendet.
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