DE670362C - Freileitungsanlage mit selbstdaempfendem Freileitungsseil - Google Patents

Freileitungsanlage mit selbstdaempfendem Freileitungsseil

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DE670362C
DE670362C DEB162859D DEB0162859D DE670362C DE 670362 C DE670362 C DE 670362C DE B162859 D DEB162859 D DE B162859D DE B0162859 D DEB0162859 D DE B0162859D DE 670362 C DE670362 C DE 670362C
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Germany
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rope
core
sheath
overhead line
wires
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Expired
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DEB162859D
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Bayernwerk AG
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B5/00Non-insulated conductors or conductive bodies characterised by their form
    • H01B5/08Several wires or the like stranded in the form of a rope
    • H01B5/10Several wires or the like stranded in the form of a rope stranded around a space, insulating material, or dissimilar conducting material
    • H01B5/102Several wires or the like stranded in the form of a rope stranded around a space, insulating material, or dissimilar conducting material stranded around a high tensile strength core
    • H01B5/104Several wires or the like stranded in the form of a rope stranded around a space, insulating material, or dissimilar conducting material stranded around a high tensile strength core composed of metallic wires, e.g. steel wires
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G7/00Overhead installations of electric lines or cables
    • H02G7/14Arrangements or devices for damping mechanical oscillations of lines, e.g. for reducing production of sound

Landscapes

  • Non-Insulated Conductors (AREA)

Description

  • Freileitungsanlage mit selbstdämpfendem Freileitungsseil Elektrische Freileitungsseile werden durch fast stets vorhandene Luftströmungen in Schwingungen versetzt, die als stehende Wellen mit verhältnismäßig kleinen Ausschlägen sichtbar werden. Diese Schwingungen bedeuten für das Material zusätzliche Wechselbelastungen, die mit der Zeit das Seil an den meist beanspruchten Stellen zermürben und zu Bruch gehen lassen. In der Gegend der Aufhängepunkte brechen erst einzelne Drähte, dieser Zustand greift immer rascher auch auf die übrigen Einzeldrähte über, und schließlich ist der mechanisch tragende und elektrisch leitende Querschnitt so gering, daß infolge der mechanischen Überbeanspruchung das Seil reißt.
  • Zur Vermeidung oder Hinauszögerung dieser Erscheinungen hat man bisher die mechanische Spannung in den Freileitungsseilen herabgesetzt, wodurch aber andere Nachteile entstehen; oder man hat zwecks Dämpfung der Seilschningungen an den gefährdetenStellen entweder die Seile verstärkt oder nach Art von Reibungsbremsen wirkende Vorrichtungen angebracht. Diese zusätzlichen Maßnahmen haben ihren Zweck nur begrenzte Zeit und nur in unvollkommener Weise erfüllt.
  • Die Erfindung betrifft eine elektrische Freileitungsanlage mit selbstdämpfendem Freileitungsseil, das ohne jegliche zusätzliche Maßnahmen auf Grund seiner Bauart im verlegten Zustand auftretende Seilschwingungen der verschiedensten Frequenz von selbst auf ein Minimum abdämpft, indem es die Schwingungs-, energie eines Spannfeldes an so zahlreichen Stellen vernichtet, daß eine Seilbeschädigung durch Schlagarbeit vollständig ausgeschlossen ist und bei dem die durch Sch«vingungsbrüche am meisten gefährdete(n) äußere(n) Seillage(n) dadurch entlastet wird («erden), daß die Drä lltc des Kernseils stärker gespannt sind und die äußere(n) Seillage(n) tragen helfen.
  • Ein solches aus mehreren Lagen gebildetes Freileitungsseil bestellt aus einem Kernseil und einem Mantelseil; zwischen beiden Seilen bestellt ein von der Zugspannung nahezu unabhängiger Zwischenraum, z. B. ein ringförmiger Luftspalt, dessen Stärke nur einen geringen Bruchteil des Kernseildurchmessers beträgt. Da das Kernseil stärker gespannt ist als das Mantelseil und dieses tragen hilft, liegen Kern und Mantelseil auf der ganzen Spannfeldlänge zwischen zwei Masten konzentrisch oder nahezu konzentrisch zueinander. Sobald als durch äußere Einwirkungen Schwingungen des Mantelseiles verursacht werden, das seinerseits das Kernseil in Schwingungen versetzen will, kann das Mantelseil eitle durch die Spaltweite begrenzte Relativbewegung zum Kernseil ausführen, und die Schwingungen des Kern- und Mantelseiles dämpfen sich durch Stoßverluste längs des ganzen Seiles gegenseitig ab.
  • Es sind mehrlagige Freileiturigsseile bekannt, deren Außenlage aus Aluminium lose uni den Seilkern aus Aldrey verseilt wird, uni vorübergehend einen Spielrauen zustande kommen zli lassen. Hierbei geschieht jedoch die Schaltung des Spielraums nicht mit Rücksicht auf die Seildämpfung, sondern es soll vielmehr mit Rück- Sicht auf bessere Ausnutzung der Materialfestigkeit der beiden Materialien nach der Verlegung dieser Spielraum verschwinden, indem sich nach einer gewissen Beanspruchung des Seilkerns die den Seilkern umgebende, nicht selbst stützende Verseillage fest auf den Seilkern auflegt und erst dann imstande ist, Zugbeanspruchung aufzunehmen. Es sind auch schon elektrische Hochspannungsfreileitungen bekannt, bei denen mit Rücksicht auf Koronaverluste eine glatte Oberfläche durch schraubenförmiges Umwickeln des Seiles mit einem oder rnehreren Flachbändern geschaffen wird und eine Verschiebung dieser hlachbandwicklungen auf dem Seil für den Fall von Biegungen des Seiles ermöglicht werden soll.
  • In beiden Fällen sind die fertig verlegten Seile nicht selbstdämpfend, sondern solche, deren Lagen keine eigene, sondern nur eine einheitliche Bewegung bei Schwingungseinwirkungen ausführen können.
  • Ferner sind Hohlseile, welche ein Tragseil einschließen, schon bekannt in der Form von Seilen, bei welchen die Strahlungsverluste, durch horonaerscheinungen, vermindert oder vermieden werden sollen. Bei solchen Hohlseilen kann jedoch die für die Praxis notwendige Dämpfung nicht eintreten, weil der Abstand zwischen Tragseil und Hohlseil so groß ist, daß auftretende Schwingungen des Hohlseiles und des Tragseiles sich erst dann «wirksam stören könnten, wenn die Schwingungsausschläge bereits größere und für das Seilmaterial gefährliche M'erte angenommen haben. Die durch Schwingungen hervorgerufenen gefährlichen Wechselbeanspruchungen des Seilmaterials werden also bei dieser Hohlseilausführung nicht vermieden, und zwar auch nicht unbeabsichtigterweise.
  • Schließlich ist bei Hohlseilen mit großem Innendurchmesser vorgeschlagen worden, in deren Innern ein oder mehrere Drähte, Seite o. dgl. einzulegen, die das Hohlseil zusätzlich belasten und daher auf der ganzen Spannweite im Innern des Hohlseiles unten aufliegen. Die Wirkungsweise dieses Seiles entspricht also den bekannten zur Schwingungsdämpfung vorgeschlagenen Einrichtungen mit Zusatzgewichten oder Apparaten, die am Seil befestigt werden. Solche Seile werden im übrigen durch die Dämpfungsvorrichtung zusätzlich belastet, so daß das Seilmaterial höher beansprucht wird als bei den normalen Seilen ohne als Zusatzgewichte dienende Einlagen. Dieser Umstand wirkt sich ungünstig für die Verwendung im Freileitungsbau aus.
  • Bei dem Freileitungsseil der Erfindung werden die angeführten Nachteile vermieden. Da das Kernseil nach dem Verlegen stärker gespannt ist als (las Mantelseil, wird das Mantelseil vom Kernseil mitgetragen und entlastet. In der Tragklemme liegt das Kernseil infolge seines Gewichtes auf der unteren Innenfläche des Mantel-Seiles auf, während es in der Mitte der Spannweite das -Mantelseil tragen hilft, der Luftspalt zwischen Mantel- und Kernseil also unten ist. Somit sind in der Nähe der Aufhängepunkte längere Strecken vorhanden, auf denen sich das Kernseil frei im Innern des 3lantelseils, jedoch in sehr kleinem Abstand von diesem, befindet. Wenn sich nun im äußeren Seil infolge gleichmäßiger Windströmungen Schwingungen ausbilden wollen, so stößt das Mantelseil schon nach sehr kleinen Schwingungsausschlägen infolge des vorhandenen kleinen Zwischenraums gegen das Kernseil und sucht dieses ebenfalls in Schwingungen zu versetzen; da jedoch das Kernseil durch den Umstand, claß es stärker gespannt ist als das Mantelseil und dieses tragen hilft, andere Schwingungseigenschaften aufweist als das -Mantelseil, so schwingen beide Seile nicht gleichmäßig schnell, sondern es entstehen beim jedesmaligen Berühren infolge der verschieden hohen Geschwindigkeiten kleine Stöße. Dadurch wird Energie vernichtet, und diese Energievernichtung steigt quadratisch mit dem Geschwindigkeitsunterschied der beiden Seile, der um so größer ist, je größer der Frequenzunterschied ist, mit (lern die beiden Seilteile schwingen und je größer die Schwingungsausschläge sind. Somit wird nach einer bestimmten Zeit die vernichtete Energie gleich der Windenergie werden, und die Mantelseilschwingnngen können keine höhere Amplitude mehr annehmen. Ist die Windenergie sehr klein, so genügt die Abdämpfung der Schwingungen in den eben beschriebenen Strecken der Spannweite: bei größeren Windenergien, bei denen naturgemäß auch die abgedämpfte Schwingungsamplitude 'etwas größer ist, pflanzt sich die verschiedenartige Bewegung von Mantelseil und Kernseil bis über die Spannweitenmitte fort, wobei infolge des gewählten kleinen Zwischenraums sowohl auf der Unterseite wie auf der Oberseite des Kernseiles Stöße entstehen können, die dämpfend wirken.
  • Das Mantelseil, das sich selbst stützt und das Kernseil mit geringem Z«zschenraum auch nach dem Abspannen beider Seilteile umgibt, kann aus Formdrähten nach Art der stützenlosen Hohlseile gebildet sein. Um jedoch eine in der Herstellung billigere und mechanisch brauchbare Form solcher Mantelseile zu erhalten, wird dieses erfindungsgemäß folgendermaßen leergestellt: Der Durchmesser einer Seillage hängt von der Zahl und vom Durchmesser der Einzcldrälite sowie vom Winkel der geschlagenen Drähte zur Seilachse (Schlaglänge) ab. Stimmt man nun diese drei Faktoren derart aufeinander ab, daß sich in der fertigen Seillage kein Zwischenraum zwischen den einzelnen Runddrähten befindet, so entsteht ein sich selbst tragendes Rohrgebilde aus Runddrähten (genannt Rohrschlag), (las weder im spannüngslosen Zustand noch im gespannten Zustand in sich zusammenfällt und auf dem sich nachfolgende Seillagen abstützen können. Dieser Zustand wird dadurch erreicht, daß die Schlaglänge erheblich kürzer gewählt wird, als bei den normalen Seillagen üblich ist, daß ferner die Drahtzahl möglichst klein und der Einzeldrahtdurchmesser des Rohrschlages möglichst groß gewählt werden. Je nach Material und gewähltem Rohrschlagdurchmesser kommen Schlaglängenzahlen von 5 bis 9 in Frage. Die Verseilung erfolgt am zweckmäßigsten über einen hohlen Dorn, durch den das Kernseil läuft. Die Wandstärke am Auslauf des Dornes entspricht etwa dem gewünschten Zwischenraum zwischen Kernseil und Mantelseil. Über diesen Rohrschlag können gegebenenfalls noch eine oder mehrere Seillagen in normaler Ausführung gebracht werden.
  • Wenn das Ouerschnittsverhältnis von Kernseil und Mantelseil, z. B. beim Stahlaluminiumseil, gegeben ist und die günstigste Wahl für die Drahtzahl, Drahtdurchmesser und Schlaglänge des Rohrschlages getroffen ist, so ergibt sich dann zwangsläufig Drahtzahl und Drahtdurchmesser der äußeren Seillage, wobei der Einzeldrahtdurchmesser der äußeren Seillage meistens kleiner wird als der des Rohrschlages. Dieser Umstand ist von Vorteil, da hierdurch die Drehtendenz der beiden kreuzweise geschlagenen Aluminiumlagen weiter herabgesetzt und die Montage vereinfacht wird.
  • Ein elektrisches Freileitungsseil nach der Erfindung besteht beispielsweise aus einem Stahlkernseil mit (i + 6) Drähten vom Durchmesser d, = 2,25 mm und einer Schlaglänge von dem 14fachen Kernseildurchmesser und einem dieses Stahlseil umgebenden Mantelseil (Rohrschlag) aus ii verseilten, sich selbst stützenden Aluminiumdrähten mit dem Durchmesserd2=2,95mm und einer Schlaglängenzahl von 6,7. Der ringförmige Abstand zwischen Stahlseil und Rohrschlag beträgt hierbei etwa o,65 mm. Um den Rohrschlag des Mantelseils ist eine zweite Aluminiumseillage aufgebracht, die aus 2o Drähten mit dem Durchmesser da = 2,35 mm mit der Schlaglängenzahl 11,5 besteht.
  • Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt eines mehrlagigen selbstdämpfenden Seiles. Der innenliegende Seilteil (Kernseil) besteht aus Drähten c beispielsweise aus Stahl. Der außenliegende Seilteil (Mantelseil) besteht aus einer inneren und einer äußeren Verseillage. Die innere Lage des Mantelseiles besteht aus Drähten b, die verhältnismäßig großen Querschnitt haben, mit kurzer Schlaglänge verseilt sind und sich dadurch gegenseitig stützen, so daß das Zusammenfallen der Lage bei Zugbeanspruchung verhindert wird. Um diese innere Verseillage des Mantelseiles ist eine äußere Lage aus Drähten a kleineren Querschnitts in entgegengesetzter Richtung verseilt. Das Verhältnis des Außendurchmessers des Kernseiles zum Innendurchmesser des Mantelseiles ist so gewählt, daß zwischen Kern- und Mantelseil ein kleiner Luftspalt s verbleibt.
  • Wie Versuche ergeben haben, werden durch diese Bauart Seilschwingungen auf ein Minimum von unschädlicher Größe abgedämpft. Die Seilart kann für alle Verwendungszwecke benutzt werden, in denen bezüglich Schwingungsdämpfung ähnliche Gesichtspunkte in Frage kommen wie bei Freileitungsseilen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Freileitungsanlage mit selbstdämpfendem Freileitungsseil, das aus einem Kern-und einem Mantelseil und einem Zwischenraum zwischen beiden besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernseil unter stärkerer Zugspannung als das Mantelseil steht und daß die Stärke des ringförmigen Zwischenraumes (s) nur einen geringen Bruchteil des Kernseildurchmessers beträgt, so daß Kern- und Mantelseil auf der ganzen Spannfeldlänge zwischen zwei Masten konzentrisch oder nahezu konzentrisch zueinander liegen.
  2. 2. Freileitungsanlage nach Anspruch 1, bei der das Mantelseil aus Runddrähten besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Selbststützung die Drähte der das Kernseil umgebenden Lage des Mantelseils mit einer Schlaglängenzahl von 5 bis 9 verseilt sind.
  3. 3. Freileitungsanlage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Lage des Mantelseils aus Drähten von größerem Durchmesser als die der äußeren Lagen geschlagen ist.
DEB162859D 1933-10-25 1933-10-25 Freileitungsanlage mit selbstdaempfendem Freileitungsseil Expired DE670362C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927882C (de) * 1951-02-13 1955-05-20 Licentia Gmbh Schwingungsdaempfendes Hohlseil
US3378631A (en) * 1966-12-30 1968-04-16 Aluminium Lab Ltd Conductor with self-damping characteristics
DE3533149A1 (de) * 1983-08-15 1987-03-26 December 4 Drotmuevek Drahtseilkonstruktion fuer elektrische freileitungen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927882C (de) * 1951-02-13 1955-05-20 Licentia Gmbh Schwingungsdaempfendes Hohlseil
US3378631A (en) * 1966-12-30 1968-04-16 Aluminium Lab Ltd Conductor with self-damping characteristics
DE3533149A1 (de) * 1983-08-15 1987-03-26 December 4 Drotmuevek Drahtseilkonstruktion fuer elektrische freileitungen

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