DE67059C - Apparat zur Erzeugung und Applicirung von Warmwasser- und Luftströmen für ärztliche Zwecke - Google Patents

Apparat zur Erzeugung und Applicirung von Warmwasser- und Luftströmen für ärztliche Zwecke

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DE67059C
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DE
Germany
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hot water
water
generating
medical purposes
air
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67059D
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English (en)
Original Assignee
Dr. med. TH. HARKE in Hamburg, Steindamm 5t II
Publication of DE67059C publication Critical patent/DE67059C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H33/00Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
    • A61H33/06Artificial hot-air or cold-air baths; Steam or gas baths or douches, e.g. sauna or Finnish baths
    • A61H33/063Heaters specifically designed therefor

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Pain & Pain Management (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Behandlung von Nasen-, Ohren- und Halsleiden hat der Arzt häufig unmittelbar nach einander einen Strahl reiner Luft und reinen warmen Wassers nöthig. Die bisher für diesen Zweck benutzten Einzelapparate wirken aber in hohem Grade ungenau und schmerzhaft für den Kranken, aufserdem sind dieselben für den Arzt sehr unbequem und machen häufig noch eine geschulte Hülfsperson erforderlich. Schliefslich sind in den seltensten Fällen weder die zur Verwendung kommende Luft, noch das Wasser bacterienfrei. Alle diese Uebelstände soll der auf der beiliegenden Zeichnung dargestellte Apparat beseitigen.
Mit α ist ein geschlossenes cylindrisches Gefäfs bezeichnet, welches vorzugsweise auf einem mit Laufrollen bl ausgerüsteten Untersatz b ruht, wobei dasselbe mit seinem unteren Rand α1 von einer Rinne b"2- des letzteren aufgenommen wird. Am unteren und am oberen Ende dieses geschlossenen Gefäfses α ist je ein Hahn c bezw. d angeordnet, welche beim Ausführungsbeispiel senkrecht über einander stehen. An jeden dieser Hähne ist ein Kopf e el angeschlossen, welche gemeinsam die Einfügung eines Gläsrohres f zur Erkennung des Flüssigkeitsstandes ermöglichen. Der obere Kopf e dient aufserdem zur Aufnahme eines Manometers g, wie auch zur Anbringung der an beiden Seiten angeordneten Hähne h und i. Der Hahn h steht mittelst eines Schlauches k mit einer Handluftpumpe / in Verbindung, derjenige i wird durch Aufstecken eines nicht besonders dargestellten Schlauches mit der Hauswasserleitung oder einem Behälter für sterilisirtes Wasser in Verbindung gesetzt. In den unteren Kopf e1 des Flüssigkeitsstandzeigers ist ein Hahn m geschraubt, welcher dazu bestimmt ist, denselben gegen einen Schlauch η abzusperren, dessen anderes Ende mit einer Düse 0 und unmittelbar vor derselben mit einem Regulirhahn ρ ausgerüstet ist. Neben dem Wasserstandsrohr f ist ein Mafsstab q am Gefäfs a befestigt, auch ist ein Thermometer r vorgesehen, dessen Quecksilberbirne in das Wasser des Gefäfses α eintaucht. In den oberen Deckel des letzteren ist ein Sicherheitsventil s eingesetzt, aufserdem ist an demselben eine Standplatte t für die nicht besonders dargestellte Lampe — vorzugsweise eine mit Benzin zu speisende — befestigt. Der untere Boden des Gefäfses α wird von der Flamme eines Brenners u bestrichen, welcher entweder ein Spiritusbrenner, System Barth el, oder ein Bunsen'scher Leuchtgasbrenner sein kann und im Untersatz b ruht. In dem letzteren ist aufserdem ein Sammelbehälter ν untergebracht, in welchen ein von dem Innenrand der Rinne b% ausgehendes Rohr w mündet.
Beim erstmaligen Gebrauch eines solchen Apparates hat man in der folgenden Weise zu verfahren.
Bei geöffnetem Hahn c und geschlossenen Hähnen m und h wird durch den Hahn i Wasser in das Gefäfs α eingeführt, welches nach Schlufs des Hahnes i mittelst des Brenners u bis zu reichlicher Dampfentwickelung erhitzt wird. Alsdann läfst man durch sämmtliche Hähne, welche den Verkehr des Gefäfses a mit dem Schlauch η vermitteln, sowie durch diesen hindurch den Dampf strömen, um eine
Vernichtung sowohl der etwa im Gefäfs a, als auch der in diesen Kanälen vorhandenen Bacterien herbeizuführen. Dem stark erhitzten Wasser wird nun kühleres, sterilisirtes Wasser in solcher Menge zugeführt, dafs .der für die zu behandelnden Stellen der Haut geeignete Wärmegrad im Gemisch entsteht, alsdann wird der Hahn i wieder geschlossen, oder man läfst, falls man nicht steriles Wasser zur Verfügung hat, von vornherein einen ausreichenden Wasservorrath in das Gefäfs einlaufen und nach dem Verdampfen in gewünschtem Grade abkühlen, worauf man nach Oeffnen des Hahnes h mittelst der Luftpumpe I so viel Luft in das Gefäfs α hineintreibt, dafs das Manometer eine Spannung von ungefähr 1,5 kg pro Quadratcentimeter anzeigt, wobei die einzupressende Luft durch ein in geeigneter Weise getränktes Wattefilter geleitet und von den mitgeführten Keimen oder sonstigen Vereinigungen befreit wird. Der Apparat ist dann gebrauchsfertig.
Soll nun eine Behandlung des erkrankten Körpertheiles mit einem warmen Wasserstrahl vorgenommen werden, so öffnet man die Hähne m und p, und zwar den ersteren ganz; der letztere hingegen kann von dem Arzt mit der ihn haltenden Hand beliebig eingestellt werden, so dafs der letztere immer die andere Hand frei hat. Will man diesen Wasserstrahl mit einem Luftstrahl in kurzen Zwischenräumen abwechseln lassen, so schliefst man den Hahn c, öffnet dagegen den Hahn d. Alsdann wird ein Theil des im Rohr f enthaltenen Wassers in den Schlauch η übertreten und die im Gefäfs α enthaltene geprefste Luft in einzelnen Blasen durch den Schlauch η hindurchstreichen und stofsweise Wasser mit sich reifsen. Soll ein reiner Luftstrahl erzeugt werden, so wird das Wasser aus dem Rohr f entfernt, was durch Schliefsen des Hahnes c ermöglicht wird, wobei vorausgesetzt ist, dafs der Hahn d geöffnet bleibt. Man kann auch, wie an dem unteren Kopf e1, einen nicht besonders dargestellten Hahn nebst Schlauch an dem Kopf e anbringen, um einen Luftstrahl ohne vorhergehende Entleerung des Flüssigkeitsstandrohres^/" erzeugen zu können. Ein solcher Strahl keimfreier Luft wird hauptsächlich für den Katheterismus einer Höhle oder Pulvereinblasüngen gebraucht; auch ist man bei einer derartigen Einrichtung in den Stand gesetzt,' Arzenei-Lösungen einfaches warmes Wasser oder Luft unmittelbar folgen zu lassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zur Erzeugung und Applicirung von Warmwasser- und Luftstrahlen für ärztliche Zwecke, bestehend aus einem mittelst Brenner u zu beheizenden geschlossenen, theils mit Wasser, theils mit Preisluft gefülltem Gefäfs a, von dessen mit einander durch ein den Flüssigkeitsstand anzeigendes Glasrohr f verkehrenden Hähnen c d der untere c den Warmwasser-, der obere d den Luftaustritt nach der Düse ο des Schlauches η ermöglicht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT67059D Apparat zur Erzeugung und Applicirung von Warmwasser- und Luftströmen für ärztliche Zwecke Expired - Lifetime DE67059C (de)

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