DE67661C - Vorrichtung zur Verabfolgung von gasförmigen Kohlensäurebädern - Google Patents

Vorrichtung zur Verabfolgung von gasförmigen Kohlensäurebädern

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DE67661C
DE67661C DENDAT67661D DE67661DA DE67661C DE 67661 C DE67661 C DE 67661C DE NDAT67661 D DENDAT67661 D DE NDAT67661D DE 67661D A DE67661D A DE 67661DA DE 67661 C DE67661 C DE 67661C
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carbonic acid
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DENDAT67661D
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Dr. E. LUH-MANN in Andernach und C. G. ROMMENHÖLLER, General- Konsul, in Rotterdam
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H33/00Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
    • A61H33/14Devices for gas baths with ozone, hydrogen, or the like
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61H2033/145Devices for gas baths with ozone, hydrogen, or the like with CO2

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Description

-I
KAISERLICHES
PATENTAMT^
Das im Folgenden beschriebene Verfahren und die ebenda beschriebene Vorrichtung dienen zur Erzielung solcher Bäder, bei welchen der Körper des Badenden von gasförmiger Kohlensäure umgeben wird. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dafs flüssige Kohlensäure, wie sie in den' Handel kommt, unmittelbar zur Füllung des Badebehälters mit gasförmiger Kohlensäure verwendet wird. Zu diesem Zweck mufs die flüssige Kohlensäure, da sie beim Uebergang in den gasförmigen Zustand eine eisige, zu Badezwecken ungeeignete Temperatur annimmt, nach der Ausdehnung in genügender und geeigneter Weise erwärmt werden, bevor in . der Badevorrichtung der entblöfste Körper damit umgeben werden kann. Um eine Erstickungsgefahr zu verhüten und um das Bad möglichst sparsam einzurichten, ist der Apparat so eingerichtet worden, dafs der Kranke in bequemer, möglichst sitzender Stellung mit den zusammenzusetzenden Theilen desselben so umhüllt werden kann, dafs ein möglichst kleiner, nach aufsen dicht abgeschlossener Raum gebildet wird, der ermöglicht, den ganzen Körper, mit Ausnahme des aufserhalb befindlichen Kopfes, mit einer Gashülle zu umschliefsen.
Fig. ι zeigt den Grundrifs, Fig. 2 den Durchschnitt und Fig. 3 die Ansicht des Apparates. A ist die bekannte schmiedeiserne Kohlensäureflasche, aus der nach Oeffnung des Ventils ν die gasförmige Kohlensäure durch das Rohr a in die Schlange b des Wärmapparates B tritt, woselbst erwärmtes Wasser (oder Dampf oder auch die heifsen Gase irgend einer Feuerquelle) die Schlange b umhüllt und das durchströmende Gas auf eine genau zu regelnde Temperatur bringt.
Das erwärmte Gas kann man durch ede sogleich in den unteren Theil des Badekastens treten lassen, um diesen von unten nach oben damit zu füllen. Man unterbricht das · Zuströmen des Gases,' sobald aus dem verschliefsbaren Stutzen jj, Fig. 2, Kohlensäure zu entweichen beginnt.
Die Badevorrichtung ist aus beliebig vielen, in der beiliegenden Zeichnung aus drei Theilen zusammengesetzt. Der untere, oben offene, kastenförmige Theil dient zur Aufnahme der Beine bis ans Knie und hat hinterwärts eine durch eine kräftige Holzbank gestützte Sitzplatte p. Der obere Rand des Kastens und der Sitzplatte ist zu einer waagrecht herumlaufenden Rinne m/m gestaltet, welche, mit Wasser gefüllt, die Dichtung der Verbindungsstelle des in die Rinne eingetauchten unteren Randes des mittleren, den Rumpf des Badenden umhüllenden Theiles des Badeapparates D bewirkt. Dieser mittlere Theil schmiegt sich in seiner Gestalt der Körperform (hier in sitzender Stellung) möglichst an. Der obere waagrechte Rand desselben hat. ebenfalls eine Rinne η η für Wasserverschlufs, in welche der deckeiförmige obere Theil des Apparates mit seinem unteren Rande hineinpafst. Dieser deckeiförmige Theil hat an passender Stelle eine runde Oeffnung, durch welche der Kopf des Badenden gesteckt und am Halse zum Ver-
schliefsen des Zwischenraumes mit einem Handtuch umwickelt wird. Nachdem der Badende mit den Füfsen in den unteren kastenförmigen Theil der Vorrichtung eingestiegen ist und sich auf die Sitzplatte ρ gesetzt hat, wird ihm erst der mittlere Theil und dann der Deckel übergestülpt und, nachdem durch Wasserverschlufs der Rinnen m m und η η für Dichtung gesorgt ist, die ganze Vorrichtung mit dem erwärmten Gase gefüllt, in welcher der Kranke während der ärztlich verordneten Zeitdauer sitzen bleibt.
Um den inneren Raum der Vorrichtung zu erwärmen, kann man das Gefäfs g durch das Füllrohr i mit erwärmtem Wasser füllen, welches nach Belieben durch k wieder abgelassen werden kann. Mit Hülfe dieses Wassergefäfses, welches dann oben offen ist und nöthigenfalls unter Anwendung einströmenden Wasserdampfes kann der Apparat auch zur Herstellung von Dampfbädern benutzt werden.
Das Rohrsystem r r . . ., welches mit vielen kleinen Ausflufsöffnungen versehen ist, tritt von aufsen in den kastenförmigen unteren Theil, woselbst es in den Ecken befestigt ist, ein und ragt, in den Ecken fortlaufend, in den aufgesetzten mittleren Theil derart hinein, dafs das aus einem hochstehenden Behälter oder aus dem Kessel C, nach Oeffnung des Wasserhahnes w, eingetriebene temperirte Wasser in unzähligen feinen aber kräftigen Strahlen den durch das Gasbad erwärmten und in Transpiration gerathenen Körper des Badenden überall bespritzt und angenehm erfrischt. Den für diese Brause erforderlichen kräftigen Druck kann man am leichtesten durch die Kohlensäure selbst bewirken, wenn man nach Schliefsung der Ventile s und u die Ventile t und w vorsichtig öffnet. Die flüssige Kohlensäure drückt dann das in C eingefüllte Wasser in kräftiger Weise in die Brause hinein.
Wenn man C mit heifsem Wasser füllt, so kann man, bei geschlossenen Ventilen w und s und geöffneten Ventilen t und u, die Kohlensäure durch das heifse Wasser in C treiben und daselbst' direct anwärmen und mit Wasserdämpfen sättigen, oder auch zur Bekämpfung mancher Leiden mit Dämpfen von in C befindlichen flüchtigen Stoffen, wie Fichtennadelöl, Ameisensäure in Spuren u. A., anreichern.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, läfst sich der zur Erwärmung des Kohlensäuregases dienende Behälter B mit _jfem zur _ Emfühmng„..xan Wasserbraus^^^asserJämpfen u. s. w. dienen-Sen B'eriälter C combiniren, und zwar in folgender Art. Die Wärmschlange b1, welche zur Erwärmung des Kohlensäuregases dient, wird innerhalb eines Behälters J angeordnet, welcher je nach Bedarf mit warmem oder kaltem Wasser oder auch mit irgend welcher anderen Flüssigkeit gefüllt werden kann.
Soll nun lediglich das Kohlensäuregas vorgewärmt werden, so wird nach Einführung warmen Wassers in den Behälter / und nach Schliefsung der Hähne e1/1 der Hahn hl geöffnet, so dafs durch die Leitung i1 Kohlensäure durch die Wärmschlange bl nach der Badewanne strömt. Soll kaltes oder warmes Wasser oder irgend welche andere Flüssigkeit in die Badewanne geleitet werden, so werden die Schläuche c1 und dl auf die Schraubhähne e1 und f1 aufgeschraubt, wie dies die ausgezogene Stellung dieser Schläuche andeutet. Sind dann die Hähne el und f1 geöffnet, der Hahn h x aber geschlossen, so wird durch die Röhren kl und die Leitung d1 die betreffende Flüssigkeit in kaltem oder warmem Zustande zu der Badewanne hingeprefst. Werden dagegen die Schläuche c1 und άλ in umgekehrter Anordnung auf die ' Hähne e1 und f1 aufgeschraubt, so werden nach Einführung entsprechender Stoffe in den Behälter J mit letzteren gesättigte Dämpfe oder auch reine Wasserdämpfe zu der Badewanne hingeleitet.
Der Hahn g1 dient zum Anfüllen und der Hahn /x zum Ablassen der Flüssigkeiten in den Behälter J.
Besonders bei gröfseren Badeanstalten ist die durch Fig. 5 dargestellte Anordnung von Vortheil, bei welcher die Kohlensäure nicht unmittelbar von der Flasche oder, wie hier angenommen, von den Flaschen a1 a2 zu der Badewanne gelangt, sondern in die Leitung ein Sammelbehälter H eingeschaltet ist, in welchem sich zunächst die Kohlensäure sammelt und von hier aus in eine Hauptleitung a- gelangt, von welcher aus sie dann durch die Zweigleitungen a? u. s. w. zu den Badewannen strömt. In diesem Falle kann unter Umständen eine besondere Wärmequelle B fehlen, da die in dem umfangreichen BehälterH sich sammelnde Kohlensäure durch die umgebende Luft hinreichend angewärmt werden kann. Wenn diese Erwärmung nicht hinreicht, miifs trotzdem eine besondere Wärmequelle eingeschaltet werden. Der Behälter H ist zweckmäfsig als Gasometer auszubilden, um einen möglichst gleich bleibenden constanten Druck der Kohlensäure zu erzielen. Es können aber auch zu diesem Zwecke irgend welche andere Regelvorrichtungen, Windkessel u. dergl. vorgesehen werden.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. i. Eine Vorrichtung zur Verabfolgung von gasförmigen Kohlensäurebädern, bestehend aus dem mit Auslafs- (Druckverminderungs-) Ventil versehenen Behälter A für flüssige Kohlensäure, der Leitung α b d für die gasförmige Kohlensäure, in welcher Leitung
  3. bei b (B) die Kohlensäure durch eine Wärmequelle auf der gewünschten Badtemperatur erhalten wird, und dem den Körper des Badenden mit Ausschlufs des Kopfes umschliefsenden Badekasten D.
    In Verbindung mit der unter ι. gekennzeichneten Vorrichtung ein in die Leitung für die gasförmige Kohlensäure eingeschalteter ' Behälter C für kaltes oder warmes Wasser, Wasserdämpfe oder sonstige Dämpfe, um nach Belieben dem Badenden aufser dem Kohlensäuregas noch Wasserbrausen oder Dämpfe mit Hülfe des Druckes der Kohlensäure zuzuführen.
    In Verbindung mit der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung ein mit heifsem Wasser gefülltes Gefäfs g in dem Kasten D, zum Zweck der Regelung der Badtemperatur.
  4. 4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung, dafs der Badebehälter in verticalem Sinne aus mehreren dem menschlichen Körper angepafsten Theilen besteht, zum Zweck, das Volumen der zu verbrauchenden Kohlensäure herabzumindern und eine Erstickungsgefahr für den Badenden zu vermeiden.
  5. 5. Bei der unter 1. und 2. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung, dafs der Behälter für kaltes oder warmes Wasser, Wasserdämpfe oder sonstige Dämpfe mit der Wärmequelle vereinigt ist.
  6. 6. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Einschaltung eines Sammelbehälters für die gasförmige Kohlensäure, welche eventuell, gleichzeitig als Ersatz für die Wärmequelle dienen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT67661D Vorrichtung zur Verabfolgung von gasförmigen Kohlensäurebädern Expired - Lifetime DE67661C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3717582A1 (de) * 1986-07-15 1988-01-21 Robert Dr Med Kovarik Co(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-behandlungsverfahren sowie mittel zu seiner durchfuehrung
WO2000001341A1 (en) * 1998-07-07 2000-01-13 Toeroek Jozsef Apparatus for making effervescent bath or carbon dioxide bath
EP2078520A4 (de) * 2006-10-18 2012-08-29 Neochemir Inc Externe kohlendioxid-applikationsvorrichtung
EP2586417A4 (de) * 2010-12-20 2014-03-12 Shoichi Nakamura Kohlendioxid-gasnebel-druckbadverfahren und kohlendioxid-gasnebel-druckbadvorrichtung zur verhinderung, linderung und behandlung von myokard-infarkten
EP2586418A4 (de) * 2010-12-20 2014-04-02 Shoichi Nakamura Kohlendioxid-gasnebel-druckbadverfahren und kohlendioxid-gasnebel-druckbadvorrichtung zur verbesserung und förderung der blutzirkulation in ischämischen bereichen des organismus

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