DE673796C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schaumglas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schaumglas

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DE673796C
DE673796C DEF83821D DEF0083821D DE673796C DE 673796 C DE673796 C DE 673796C DE F83821 D DEF83821 D DE F83821D DE F0083821 D DEF0083821 D DE F0083821D DE 673796 C DE673796 C DE 673796C
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Rudolf Hohlbaum
Walter Ott
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Fabian & Co
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Fabian & Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C11/00Multi-cellular glass ; Porous or hollow glass or glass particles
    • C03C11/007Foam glass, e.g. obtained by incorporating a blowing agent and heating

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schaumglas Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Schaumglas. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß geschmolzenes, ungeläutertes Glas von einer Zähigkeit, die der des Eiweißes bei gewöhnlicher Lufttemperatur annähernd entspricht, mittels eines schneeschlägerartigen Schlagkörpers durchgerührt und mit der Ofenatmosphäre vermischt und/oder durch Einblasen von Gasen oder Luft, deren Temperatur mindestens gleich derjenigen des flüssigen Glases ist, schaumartig aufgelockert wird. Eine zweckmäßige Anordnung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens besteht aus einer Glasschmelzwanne und einer davor und unterhalb des überlaufes angeordneten zweckmäßig flachen Drehwanne mit darüber befindlichem Auf- bzw. Vorbau für die Lagerung des bzw. der Schlagkörper und/oder der Einblasvorrichtung bzw. Einblasvorrichtungen sowie für die Bildung einer Heizatmosphäre. Die Ofenatmosphäre im Aufbau und die Mindesttemperatur des Einblasgases oder der Einblasluft beträgt etwa r tSo bis 1220'C bei üblichem Glas.
  • Zum Zwecke der Entnahme des Glasschaumes aus der Drehwanne ragt diese teilweise über den Auf- bzw. Vorbau seitlich heraus. Vor der entsprechend großen Glasschmelzwanne können mehrere Vorbauten mit Drehwannen angeordnet sein. Bei Anwendung eines für alle Drehwannen gemeinsamen oder einheitlichen Aufbaues für die Einbauten muß für eine einheitliche bzw. gleichförmige Heizatmosphäre und/oder Blaslufttemperatur Vorsorge getroffen sein. Die Anordnung von Vorbauten über jeder Drehwanne ist indes zweckmäßiger, da es schwierig ist, in einem für viele Drehwannen gemeinsamen Vorbau die Temperatur so genau zu regeln, daß das Glas in jeder Drehwanne die für die Schaum-. bildung geeignetste Temperatur hat. Zwecke mäßig besitzt jede Drehwanne eine eigelle Heizung, mindestens aber eine eigene Tem peraturregelungsvorrichtung.
  • Der Schlagkörper besteht zweckmäßig aus mehreren hitzebeständigen, sternartig um eine Welle gelagerten, vorteilhaft gelochten, sich über ungefähr den Innendurchmesser oder bei Anordnung mehrerer Schlagkörper innerhalb einer Drehwanne über ungefähr den- halben Innendurchmesser der Drehwanne erstreckenden Platten. Der oder die Schlagkörper besitzen motorischen Antrieb, dessen Umdrehungszahl eine Funktion des erwünschten Blasengehaltes des Glases ist. Die Welle des Schlagkörpers kann oberhalb der durch die obere Kante der Drehwanne gehenden Ebene gelagert sein. Die Sternplatten des Schlagkörpers und/oder die Lagerungswelle können auch ganz oder teilweise hohl ausgebildet und mit Bohrungen zum Durchtritt der aus dem Innern des Schlagkörpers oder/und seiner Welle austretenden Druckgase für die Einblasung in das Glas versehen sein. In diesem Falle kann der Schlagkörper ganz oder teilweise unterhalb der durch die obere Kante der Drehwanne gehenden Ebene gelagert sein. Hierbei ist es zweckmäßig, den Schlagkörper senkrecht oder geneigt zu lagern, jedenfalls so, daß die Lagerung der Welle des Schlagkörpers nicht im Glasbereiche sich befindet.
  • Die Anordnung kann ferner so getroffen sein, daß, gegebenenfalls außer dem bzw. den Schlagkörpern, unterhalb der durch die obere Kante der Drehwanne gehenden Ebene, und zwar vornehmlich in halber Höhe der lichten Höhe der Drehwanne, ein bzw. mehrere hitzebeständige Rohre mit einer Vielzahl von kleinen Löchern gelagert sind, die der Ausblasung von mindestens die Temperatur des flüssigen Glases besitzenden: Druckgasen o. dgl. Glasauflockerungsmitteln dienen. Die Blasrohre und gegebenenfalls die Schlagkörper sind zweckmäßig aus der Drehwanne lieraushebbar gelagert. Bei Anordnung mehrerer Schlagkörper innerhalb einer Drehwanne sind die Schlagkörper vorteilhaft etwa radial zum Mittelpunkt der Drehwanne gelagert, und zwar vornehmlich so, daß das geschlagene Glas eine langsame Förderung in Richtung der Entnahmeöffnung der Drehwanne erfährt. Zweckmäßig ist der Drehsinn der Schlagkörper in gleichem Sinne gewählt.
  • Der Drück der Blasgase o. dgl. das Glas aufblähenden Mittel ist eine Funktion der Schichthöhe des flüssigen Glases in der Dreh-Wanne und beträgt bei etwa 2o cin Schichthöhe etwa 5 bis 6 in WS. Die Entnahme des Schaumglases aus dem über den Auf- bzw. Vorbau herausragenden Teil der Drehwanne kann durch in der Glas-"@ndustrie übliche Entnahmevorrichtungen, "weckmäßig unter Anwendung von Vakuum-'@säügern mit Preßluftausstoß, erfolgen, die "-dem erwünschten fertigen Schaumglaskörper angepaßte Formen, die gegebenenfalls geteilt ausgebildet sind; besitzen. Die Entnahme kann auch durch eine an sich bekannte Maschine mit Saugformen erfolgen, die vor der oder den Drehwannen angeordnet ist, deren Arbeitstempo eine Funktion der Drehgeschwindigkeit der Drehwanne und deren Drehgeschwindigkeit wiederum eine Funktion der lichten Masse der Drehwanne bzw. der Menge erzeugten Glasschäuines in der Zeiteinheit ist.
  • Bei einem bekanntgewordenen Vorschlag zur Herstellung eines flüssigen Glases von geringer Dichte besteht das Herstellungsverfahren darin, daß man gepulvertes, ungeläutertes Glas oder glasartige Fritten, welche Reste von Sulfaten enthalten, mit reduzierenden Stoffen, wie Silicium, Ferrosilicium, Cärbiden oder Kohlepulver, mischt und die Mischung in Eisenformen so weit erhitzt, daß sich in der Masse Gase bilden, die die erreichte Masse so weit aufblähen, bis die Form ausgefüllt ist. Ein derartiges Verfahren ist wegen der erforderlichen Zusätze, die die Blähung bewirken, sehr teuer, so daß eine Massenherstellung eines billigen Bausteines nicht möglich ist. Außerdem besitzt ein derartiger Baustein keine Lichtdurchlässigkeil. Somit geht der besondere Vorteil des glasigen Bausteines, d. h. seine Lichtdurchlässigkeit, bei einem derartigen Verfahren verloren: Gemäß einem anderen Vorschlage wird blasenhaltiges schaumartiges Glas in der Weise gewonnen, daß man eine fein verteilte Mischung von geschmolzenem Glas und Luft oder anderen Gasen herstellt und erstarren läßt. Um das Zusammensacken des Glas-Schaumes beim Abkühlen an der Luft zu verhindern, wird bei diesem Vorschlage empfola-Len, die Gase unter Druck innerhalb eines Druckbehälters, in dem die gesamte zur Glas-Schaumerzeugung dienende Masse unterüberdruck steht, in das flüssige Glas einzublasen, wobei der überdruck im Druckbehälter so groß gewählt werden soll, daß in den Luftzellen des Glasschaumes nach dem Erkaltet bei gewöhnlicher Temperatur ein Lüftdruzlz aon etwa Z at herrscht. Die Abkühlung -3o11 dann bei einem Druckabfall vorgenommen averden, - der gerade proportional dem Temperaturabfall ist. Hierdurch sollen sowohl während der Herstellung als auch nach der Abkühlung alle Spannungen, die -aus verschiedenen Luftdrücken innen und außen entstanden, ausgeschlossen werden. Dieser Vorschlag bedingt aber eine umständliche und Ceure Betriebsweise, da die ganze Glasschaumzubereitung in einem geschlossenen, unter Überdruck stehenden Behälter vorgenommen and eine äußerst genaueRegelung desDruckes und der Abkühlungstemperatur bewirkt werden muß. Außerdem ist es verständlicherweise äußerst schwierig, aus einem geschlossenen Behälter den erzeugten Glasschaum zu entnehmen, ohne hierbei den Überdruck zu beseitigen und die Temperaturkonstanz zu gefährden.
  • Demgegenüber ermöglicht die Erfindung die Herstellung eines sehr leichten und billigen Bausteines oder anderer Gegenstände aus Schaumglas derart, daß die fertigen Schaumglasgegenstände lichtdurchlässig sind und eine gute Isolierung gegen Kälte, Wärme und Schall besitzen. Daneben besteht die #N-iöglichkeit, den SchaumglaskörpernFärbung zu geben, ohne daß hierbei die Lichtdurchlässigkeit stark gemindert wird. Die Dichte dieser Glasschaumgegenstände kann bis 0,24 betragen. Als Glas kann jedes beliebigeGlas verwendet werden. Die Arbeitstemperatur, also die Temperatur, bis zu der das Glas zum Zwecke der Erzeugung eines Schmelzflusses ausgesetzt wird, ist so zu wählen, daß das flüssige Glas die für die Schneebildung geeignete Zähigkeit erhält. Der Maßstab hierfür ist der Vergleich mit Eiweiß. Die Temperatur soll so gewählt werden, daß die Zähigkeit des geschmolzenen Glases derjenigen des Eiweißes bei Lufttemperatur annähernd gleich ist. Für flüssiges übliches Glas liegt die giinstigste Temperatur annähernd zwischen 1180 bis 1220'C.
  • Durch die Benutzung eines oder mehrerer Schlagkörper, die nach Schneeschlägerart ähnlich dem Schneeschlagen bei Eiweiß eine starke Auflockerung bei Gas- oder Luftblasendurchsetzung des flüssigen Glases bewirken, und zufolge der Einordnung dieser Schläger in eine in Umdrehung befindliche Drehwanne, über der sich ein Aufbau zwecks Erzeugung einer hoch erhitzten Atmosphäre befindet, die mindestens derjenigen des Glases entspricht, wird erreicht, daß die Durchsetzung des flüssigen Glases mit einer Unzahl von Luft- oder Gasblasen keine unterschiedlichen Spannungen im Glase bewirkt; vielmehr sind sowohl das Glas als auch die eingeschlossenen Luft- oder Gasblasen an der nach erfolgter Verformung eintretenden Abkühlung beteiligt. Bei Anwendung von Blasrohren werden die erhitzten Gase o. dgl. aufblähenden Mittel unter entsprechendem Druck in das Glas eingebracht. Die Temperatur dieser Gase o. dgl. muß wiederum mindestens gleich derjenigen des flüssigen Glases sein. Diese Gase strömen durch das Glas und erzeugen dadurch Schaum, ähnlich wie Schaum entsteht, wenn man Luft durch eine Seifenlösung bläst. Die Gastemperatur muß höher sein als die des flüssigen Glases, damit die Gase durch die Abkühlung im flüssigen Glase sich etwas zusammenziehen und. kleine bzw. kleinste Blasen bilden. Mindestens darf die Gastemperatur nicht niedriger sein als die des geschmolzenen Glases, damit sich die Blasen beim Übertritt in das Glas keinesfalls vergrößern. Würde man Gas mit einer Temperatur unterhalb der Glastemperatur einblasen, so würden sich die Gase ausdehnen, und der Schnee würde großblasig und ungleichmäßig werden. Als erhitzte Gase können Verbrennungserzeugnisse von ()1, Gase schlechthin oder Luft, die man mittels eines Gebläses durch einen Wärmetauscher bläst, der mit Abgasen geheizt werden kann, verwendet werden.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt, und es bedeute"h Abb. i Ouerschnitt durch den Schmelzwann@envorbauentsprechend Schnitt A-B der Abb. 2, Abb.2 Längsschnitt durch die Schmelzwanne nebst Vorbau entsprechend Schnitt E'-F der Abb. i, Abb.3 Querschnitt durch den Schmelzwannenvorbau gemäß Schnitt C-D der Abb:2, Abb.4 Querschnitt durch die Drehwanne mit senkrecht gelagertem Schlagkörper, Abb. 5 Grundriß der Drehwanne mit zwei Schlagkörpern.
  • Die Herstellung des zur Glasschaumbildung notwendigen Glases i aus den Rohstoffen erfolgt durch Schmelzen derselben in einer der üblichen großen Schmelzwannen 2, vor der ein an sich bekannter Vorbau 3 angeordnet ist. Unterhalb dieses Vorbaues 3 ist in üblicher Weise die Drehwanne 4 drehbar, beispielsweise auf einem Drehschemel s, gelagert. Der an sich bekannte Überlauf 6 der Schmelzwanne :2 ragt in die Mulde der Drehwanne .4 hinein. Die Ausmaße der Drehwanne 4. und insbesondere deren Mulde richten sich nach. der erwünschten Erzeugung. Die Mulde der Drehwanne 4 ist zweckmäßig flach auszubilden. Jedenfalls sollen möglichst die Formen der Schlagkörper und des Drehwanneninnern aufeinander abgestimmt sein. Im Beispiel der Abb. i und 2 ragt ein Schlagkörper 7 in das in der Mulde der Wanne ,4 befindliche flüssige Glas teilweise hinein, derart, daß ein Teil der Schlagarme im Glas und ein anderer Teil oberhalb des Glases sich befindet. Dieser Schlagkörper besteht aus hitzebeständigem Baustoff, und er wird durch eine Drehvorrichtung 8 in Umdrehung versetzt. Die Drehgeschwindigkeit ist so zu wählen, ' daß Schaum entsteht. Die Umdrehungszahl kann beispielsweise izo U7min betragen. Durch dieses Schlagen des Glases wird dieses innig mit der Ofenatmosphäre vermischt, wobei sich in starkem Maße Blasen im Glas bilden, so daß Glasschnee, ähnlich wie beim Schlagen von Eiweiß, entsteht. Damit beim Schlagen das Glas gut zerteilt wird, besitzt der Schlagkörper 7 in seinen Schlagflächen eine große Zahl von Löchern g.
  • An Stelle des Schlagkörpers 7 oder auch neben diesem sind gemäß den Abb. --, und 3 Röhren io so vorgesehen, daß diese zweckmäßig im ganzen Bereiche der Drehwanne q. in das Glas eintauchen. Diese Röhren besitzen eine Vielzahl von Löchern, durch die unter entsprechendem Druck Gas oder Luft in das Glas eingeblasen werden kann. Die Temperatur dieser Einblasmittel ist zweckmäßig höher als diejenige des flüssigen Glases. Wenn Verbrennungsgase als Blasmittel in das Glas eingeblasen werden sollen, so werden diese vorteilhafterweise durch einen Rohölbrenner i i (vgl. Abb. 3) erzeugt, der unter entsprechendem Druck arbeitet, so daß dieVerbrennungsgase durch die Rohre io und deren Öffnungen in das flüssigeGlas innerhalb derDrehwanne4 gepreßt werden. Der Druck, unter dem der Ölbrenner i i -arbeitet, richtet sich nach dem Glasstand in der Drehwanne und beträgt bei einem Glasstand von etwa 20 cm etwa 5 bis 6 m WS, wie bereits oben dargelegt. An Stelle eines Ölbrenners kann auch ein Gasgebläsebrenner Anwendung finden. Wenn an Stelle der Verbrennungsgase erhitzte Luft in das Glas eingeblasen werden soll, so kann kalte Luft unter einem entsprechenden Druck mittels eines Gebläses unter Zwischenschaltung eines Druckreglers durch einen Wärmetauscher geblasen werden, wodurch die Luft entsprechend erhitzt wird. Diese erhitzte Luft gelangt ohne Zwischenschaltung eines weiteren Druckreglers durch ein Verbindungsrohr in das bzw. die mit vielen Öffnungen versehenen Rohre io, die in das Glas versenkt werden können. Durch dieses Einblasen von Gas o: dgl. in das Glas bildet sich Glasschnze. Damit durch die Öffnungen in den Röhren io kein Glas in die Röhren eindringen kann, dürfen diese Röhren erst in das Glas versenkt werden, wenn sie unter Gasdruck stehen; sinngemäß müssen die Röhren aus dem flüssigen Glas herausgezogen werden, bevor die Druckgase abgestellt werden: Zu diesem Zwecke sind die Röhren anhebbar ausgebildet, wie in Abb3 durch die Hebevorrichtungen z- sinnbildlich dargestellt.
  • Damit das Glas nach Verlassen der Schmelzwarne i, also nach Einlagerung in die Drehwarne q., stets im richtigen Zähigkeitszustand gehalten werden kann, wird im Vorbau 3 eine Ofenatmosphäre geschaffen, deren Tempera-- tur geregelt werden kann. Zu diesem Zweck kann der Vorbau 3 an eine Rohöl- o. dgl. Feuerung in .an sich bekannter Weise angeschlossen werden, derart, daß die Heizgase durch ein Rohr 13 in den Innenraum des Vor-Baues 3 gelangen. Die Heizgase, die durch die Zuführung 13 in den Vorraum 3 gelangen und die nicht zur Glasschaumbildung benötigt werden und die im Interesse des Wärmeaustausches zwecks Konstanthaltung der Vorrauminnentemperatur abgezogen werden müssen, können durch einen Abgasschacht 1,4 ins Freie gelangen. Es ist indes zweckmäßig, diese Abgase in einen Wärmekreislauf einzubeziehen. Diese Gasaustrittsöffnung 14 ermöglicht gleichzeitig den Austritt derjenigen Gase bzw.Luftmengen, die durch die Röhren io und gegebenenfalls die Schlagkörper 7 zum Zwecke der Schneebildung in das Glas geblasen werden und bei der Schaumbildung nicht voll benötigt werden.
  • Die Entnahme des Schaumglases aus der Drehwanne q. ist dadurch ermöglicht; daß die Drehwanne q. über den Vorbau 3 herausragt. Der Vorbau kann so ausgebildet sein, daß lediglich eine Schöpföffnung über dem vorkragenden Teil der Drehwanne entsteht. Die Entnahmeöffnung 1q. ist in Abb. ? schematisch bzw. im Prinzip dargestellt.
  • In Abb. q. ist der Fäll schematisch dargestellt, bei dem der bzw. die Schlagkörper 7 senkrechte Lagerung zu der Antriebswelle S besitzen. Es ist zweckmäßig, die Schlagplatten schräg gegenüber der Mittelachse anzuordnen und den Drehsinn so zu wählen, daß eine Art Hochförderung des geschlagenen Glases eintritt. Durch den Schlagkörper 7 kann gleichzeitig Druckgas eingeblasen werden.
  • In Abb. 5 ist die Anwendung von zwei Schlagkörpern 7 schematisch im Grundriß dargestellt. Es können ohne weiteres auch noch mehr Schlagkörper vorgesehen werden. Das gleiche gilt für senkrechte oder geneigte Lagerung der Welle f; entsprechend Abb. .4. Es ist zweckmäßig, die Schlagkörper so anzuordnen und den Drehsinn bei ihrer Umdrehung so zu wählen, daß eine allmähliche Förderung des schaumig geschlagenen Glases in Pfeilrichtung gemäß Abb. ,4 erfolgt. Wenn in dieser Pfeilrichtung die Entnahmeöffnung 1q: sich befindet, so kann bei dieser Anordnung erreicht werden, daß sich stets im Bereiche der Enfnahmeöffnung das am stärksten geschlagene, also das schaumigste Glas befindet. Zufolge der Drehung der Drehwanne , wird dafür gesorgt, daß stets neue Schaum-;läsmengen im Bereiche derEntnahmeöffnung 14 sich befinden. Wenn den Schlagkörpern 7 selbsttätige Antriebe gegeben werden, so kann die Schaumbildung nach Belieben geregelt werden. Bei gleichzeitiger Benutzung von Blasröhren io sind diese zweckmäßig schräg parallel zu den Schlagkörpern anzuordnen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schaumglas, dadurch gekennzeichnet, daß geschmolzenes, ungeläutertes Glas von einer Zähigkeit, die der des Eiweißes bei üblicher Lufttemperatur annähernd entspricht, mittels eines schneeschlägerartigen Schlagkörpers .durchgerührt und mit der Ofenatmosphäre vermischt und/ oder durch Einblasen von Gasen oder Luft, deren Temperatur mindestens gleich derjenigen des flüssigen Glases ist, schaumartig aufgelockert wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Glasschmelzwanne (2) und eine davor und unterhalb des Überlaufes (6) angeordnete zweckmäßig flache Drehwanne (4) mit darüber befindlichem Auf-bzw. Vorbau (3) für die Lagerung des bzw. der Schlagkörper (7) und/oder der Einblasvorrichtungen (io) sowie für die Bildung seiner Heizatmosphäre.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ofenatmosphäre im Vorbau (3) und die Mindesttemperatur des Einblasgases oder der Einblasluft etwa i i8o bis i22o° C beträgt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagkörper (7) aus mehreren hitzebeständigen, sternartig um eine Welle gelagerten, zweckmäßig gelochten, sich über ungefähr den Innendurchmesser oder bei Anordnung mehrerer Schlagkörper innerhalb einer Drehwanne über ungefähr den halben Innendurchmesser der Drehwanne erstreckenden Platten besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Schlagkörper (7) motorischen Antrieb besitzen, dessen Umdrehungszahl eine Funktion des erwünschten Blasengehaltes des Glases ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Schlagkörpers (7) oberhalb der durch die obereKante der Drehwanne (4) gehenden Ebene gelagert ist.
  7. 7. Vdrrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagkörper (7) ganz oder teilweise hohl ausgebildet und mit Bohrungen (9) zum Durchtritt der aus dem Innern des Schlagkörpers oder/und seiner Welle austretenden Druckgase für das Einblasen in das Glas versehen ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagkörper (7) senkrechte oder geneigte Lagerung besitzen, die außerhalb des Glases gehaltert ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Schlagkörpers (7) oberhalb der durch die obere Kante der Drehwanne (4) gehenden Ebene einseitig gelagert ist. io. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß, gegebenenfalls außer dem bzw. den Schlagkörpern (7), unterhalb der durch die obere Kante der Drehwanne (4) gehenden Ebene, und zwar vornehmlich in halber Höhe der lichten Höhe der Drehwanne (q.), ein bzw. mehrere hitzebeständige Rohre (io) mit einer Vielzahl von kleinen Löchern gelagert sind, die der Ausblasung von mindestens die Temperatur des flüssigen Glases besitzenden Druckgasen o. dgl. Glasauflockerungsmitteln dienen. i i. Vorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasrohre (io) und gegebenenfalls die Schlagkörper (7) aus der Drehwanne (4) heraushebbar gelagert sind. 12. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung mehrerer Schlagkörper (7) innerhalb einer Drehwanne (4) die Schlagkörper (7) etwa radial zum Mittelpunkte der Drehwanne (4) gelagert sind.
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