DE677611C - Verfahren zum Herstellen einer Tonaufzeichnung - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Tonaufzeichnung

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DE677611C DEE48158D DEE0048158D DE677611C DE 677611 C DE677611 C DE 677611C DE E48158 D DEE48158 D DE E48158D DE E0048158 D DEE0048158 D DE E0048158D DE 677611 C DE677611 C DE 677611C
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    • H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04S—STEREOPHONIC SYSTEMS 
    • H04S3/00—Systems employing more than two channels, e.g. quadraphonic

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  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Signal Processing For Digital Recording And Reproducing (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen einer Tonaufzeichnung Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Tonaufzeichnungen und insbesondere auf solche, die in Verbindung mit bewegten Bildern benutzt -werden.
  • Tonaufzeichnungen müssen, um einen möglichst natürliche-n Eindruck zu erzeugen, so wiedergegeben werden, daß Zuhörer und Zuschauer laute Töne als von einer nahen und leisere Töne als von einer entferntererr Tonquelle herstammend erkennen. Im schalltoten Raum ergibt sich diese übereinstimmung von selbst; aber in begrenzten Räumen ist noch der Nachhall, die Tonrückstrahlung, in Betracht zu ziehen, die im Gegensatz zu schalltot mit Lebendigkeit angesprochen werden kann. Im Zusammenhang mit der Lautstärke dient die Lebendigkeit zur natürlichen Wiedergabe von Ton und Bild.
  • Bei der heutigen Tonbildherstellung ist es vorteilhaft, die musikalischen Szenen vorher aufzunehmen, ohne die Handlung im Bilde festzuhalten. Darauf wird die Musik wieder abgespielt und die Handlung in ihr-en entsprechenden Stellungen photographi#ert. Hierbei ist es wünschenswert, Tonaufzeichnungen in der Art zu machen, daß die Tonperspektive in dem Kopierproz-eß-, nachdem die Bilder geschnitten sind, eingestellt werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ,ein Verfahren zum Herstellen von Tonaufzeichnungen oder Tonbildaufzeichnungen, welche bei der Wiedergab#e den Eindruck der Nähe oder Entfernung des Ursprungs des Tones erzeugen. Es besteht darin, daß in bekannter Weise zwei ähnliche Tenaufzeichnungen mit annähernd gleicher Lautstärke gemacht werden, z. B. über getrennte Leitungen mittels zweier Aufzeichnunggsvorrichtun-.gen, und zwar eine dieser Aufzeichnungen wird mit einer geringen Lebendigkeit, wie sie für äußerst nahe Aufnahmen geeignet ist, und die andere mit einem soIchen Grad an Lebendigkeit, daß sie für äußerst weite Aufnahmen geeignet ist. Mit diesen zwei Tonschriften ist es möglich, zwischen den beiden aufgezeichneten Ton-,verten liegende gewünschte Lebendigkeit zu erhalten, und zwar durch einfaches Mischen der beiden Spuren beim Umschreiben in einem. der Entfernung entsprechenden Stärkeverhältnis.
  • In dem Fall der Tonbildfilme werden die zwei TonaufzeicI:mungen gemacht, bevor die Bilder aufgenommen werden. Nachdem die Bilder photograpliiert sind, werden die beiden Tonaufzeichnungen auf eineeinzelneTonaufzeichnung umgeschrieben, wobei der Ton mit der Handlung in geeigneter Weise synchronisiert wird. Das relative Verhältnis des Anteils der zweiTonaufzeichnungen, den-diese Z, in der endgültigen Tonaafzeichnung einn--hmen, wird entsprechend der sichtbaren Entfernung der Tonquelle veränd--rt. Die endgültige Schrift kann tonmechanisIch oderliehtelektrisch längs eines Films ader auf einer Platte aufgeschrieben werden.
  • Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden.
  • Abb. i zeigt einen Aufnahm-eraum und eine Einrichtung zur Erzeugung der zwei Tonschriften mit verschiedener Lebendigkeit in schematischer Darstellung und Abb. 2 ein Schema für die Wiedergabe, das Mischen und das Umschreiben dieser Tonscbriften auf die endgültige Tonschrift, die die gewünschten perspektivischen Eiggenschaften hat.
  • G#emäßAbb. i ist der Aufriahmeraum. durch ein Rechteck angedeutet. Die Wände des Aufnahmeraumes sind in bekannter Weise vcwzugsweise aus einem Material hergestellt, das die wünschenswerten Reflexionseffekte zu erzeugen vermag. Es werde angenommen, daß der Raum bei A von dem Orchester und bei B von dem Chor eingenommen wird. Der Standort des Solisten ist mit C bezeichnet. Mikrophon i ist so aufgestellt, daß es direkt von dem Solisten aus zugänglich ist und auch Töne vom Orchester und Chor aufnehmen kann. Mit Rücksicht auf den Chor und das Orchester ist es in,einer solch-en Stellung aufgestellt, daß es dem Solisten erlaubt, außerhalb der akustischen Front* der Begleitung zu stehen. Dieses Mikrophon, das so nahe -wie praktisch möglich angeordnet ist, wird ein Minimum an reflektierten Schallwellen aufnehmen, relativ zu dem Voluinen der direkt auftreffenden Töne, und es wird deshalb eine Schrift erzeugen mit einem Minimum an Lebendigkeit. Der Ausgang des Mikrophons -wird verstärkt mittels eines be- kannten Verstärkers oder mittels einer Konibination von Verstärkern, die schematisch mit 2 bezeichnet sind, und wird dann dem Aufzeichnungsgerät, das durch das Rechteck 3 bezeichnet ist, zugeführt. Ein zweites Mikrophon 4 ist an einem Punkt innerhalb des Aufnahmeraumes, der von dem Solisten, dem Chor und dem Orchester weit entfernt ist, aufgestellt. Das Resultat davon ist, daß der Prozentsatz an reflektierenden Tönen, welche aufgenommen werden, relativ groß ist, verglichen mit dem Prozentsatz der direkt auffallenden Töne. Das Resultat ist das, daß die Ausgangsleistung eine Schrift erzeugt mit einem Maximum an Lebendigkeit. Der Ausgang des Mikrophons 4 wird durch einen Verstärker oder durch eine Kombination von Verstärkern, die mit 5 bezeichnet sind, geeignet verstärkt und einem Aufz#eichnungsgerät bekannter Art, das durch das Rechteck 6 gekennzeichnet ist, zugeführt.
  • Die Tonschriften können nun während des Filmens der Szene wiedergegeben werden, um den richtigen Synchronismus für die aufzunehmende Handlung zu erreichen. Der Bildfiln-1 -wird nachher hergestellt und ge- schnitten. Bei der alsdann erfolgenden Wiedergabe des Bildfilms wird die endgültige Schrift erhalten durch Umschreiben von den Originalschriften und Mischen derselben in dem der sichtbaren Entfernung der Tonquelle im Bild entsprechenden Stärkeverhältnis. Abb. --> zeigt ein Schema eines bekannten Misch-und Uinspielgerätes, um dieses Resultat zu erreichen. Tonabnehmer 7 mag die Schrift, die mit dem Aufzeichnungsgerät3 vorgenommen wurde, wiedergeben und Tonabnehmer8 die entsprechende Schrift des Aufzeichnungsgerätes 6. Die Verstärker 9 und io führen zu einer geeigneten Mischeinrichtung ii, welche ein Potentiometer einschließen kann, wobei ein gewünschter Prozentsatz der Eingangsleistung jedes Kanals zu der Mischeinrichtung geführt werden kann. DieAusgangsleistung der Mischeinrichtung wird dem Aufzeichnungsgerät 12 entweder direkt oder über einen Verstärker 13 zugeführt.
  • Esist offensichtlich, daß fürNahaufnahmen der Verstärkungsgrad des Verstärkers 9 groß sein muß, während der des Verstärkers io .ein Minimum ist. Für Fernaufnahmen ist der Verstärker io auf einen entsprechend hohen Wert, der Verstärk.erg auf einen kleinenVerstärkungsgrad einzustellen. Für Aufnahmen mittlerer Entfernung würden Verstärkergund io mittlere Stellungen einnehmen. Wie gezeigt wurde, kann die Miscliung von einem geeigneten Potentiometer innerhalb der Mischeinrichtung vorgenommen werden, wobei für Nahaufnahmen die Stellung des Potentiometers derart sein wird, daß die volle Leistung von der Schrift, die von dem Tonabnehmer 7 wiedergegeben wird, entwickelt wird, während die Ausgangsleistung von dem Tonabriehmer 8 im wesentlichen ausgeschaltet wird.

Claims (2)

  1. PA'rENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen einer Tonanfzeichnung, bei deren Wiedergabe der Eindruck gewünschter Entfernungen erzielt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Aufzeichnungen, die in an sich bekannter Weise mit verschieden gro- Ber Lebendigkeit, ab##r annähernd gleicher Lautstärke aufgenommen worden sind, in einem der Entfernung entsprechenden Stärkeverhültnis zu einer Tonaufzei#chnung umgeschrieben werden.
  2. 2. Verfahren zur Aufnahme einer Tonbildaufzeichnung, bei dessen Wiedergabe die übereinstünmung des sichtbaren und hörbaren Entfernungseindruckserzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ton zuerst in zwei Aufzeichnungen mit annähemd gleicher Lautstärke, aber verschiedener Lebendigkeit aufgenommen wird, daß dann die Bildaufnahme synchron mit dervorherigenTonaufnahme erfolgt, beispielsweise daduirch, daßderTonfilm als Synchronisiermittel benutzt wird, und daß dann nach Herstellung des, Bildfilms die beiden Tonfilme entsprechend der sichtbaren Entfernung der Tonquelle in den Szenenbildern auf einen Film ge- mäß Anspruch i geschrieben werden.
DEE48158D 1935-03-26 1936-03-26 Verfahren zum Herstellen einer Tonaufzeichnung Expired DE677611C (de)

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