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NeigungsbriefwEtage Briefwaagen, bei welchen der Lastschalenträger
durch zwei Lenker parallel geführt wird, von denen der obere mit dem Neigung; gewicht,
der untere mit dem Zeiger in Verbindung steht, sind bekannt, und man hat solche
Briefwaagen auch bereits in einem Gehäuse angeordnet. Diese Art Waagen waren aber
für den Schreibtisch zu umfangreich und sperrig, und es war infolge ihrer Bauweise
nicht möglich, das Gehäuse so auszubilden, daß es dem Waagengetriebe ausreichenden
Schutz gegen Verstaubung bieten konnte. Ferner ist es bekannt, Briefwaagen mit einem
Zusatzgewicht zu versehen, welches zum Wiegen größerer Gewichtsmengen dient; dabei
war aber die Handhabung gewöhnlich sehr umständlich, und die Fehler der Gehäusekonstruktion
wurden noch dadurch vergrößert.
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Gegenstand der Erfindung ist nun eine Neigungsbriefwaage der eingangs
geschilderten Art, die infolge ihrer eigenartigen Bauweise bei durchaus ausreichender
I,eistungsfähigkeit sehr klein und gefällig ist, so daß sie für jeden Schreibtisch
paßt und dabei in einem Gehäuse eingebaut ist, das nur einen ganz schmalen Schlitz
für die Zeigerbewegung an der Stirnseite und eine kleine oeffnung an der Rückseite
für den Durchtritt des Neigungshebels besitzt, wodurch das Eindringen von Staub
soweit wie möglich verhindert wird. Dabei ist bei dieser Neigungsbriefwaage die
Einrichtung getroffen, daß ein auf das fest angeordnete Neigungsgewicht aufzusteckendes
Zusatzgewicht mit einem Steckstift versehen ist, mit dem es einerseits beim Wiegen
schwerer Gewichte auf das Neigungsgewicht, außer Gebrauch aber in eine am Gehäuse
vorgesehene Rast eingesteckt werden kann. Es ist somit immer gut aufgehoben, immer
griffbereit und in jedem Fall leicht zu handhaben.
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Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Fig. I eine Seitenansicht der Waage in der Nullstellung,
Fig. 2 eine Vorderansicht dazu, Fig. 3 die Ansicht nach Fig. I, jedoch bei abgenommener
Seitenwand, Fig. 4 gleichfalls das geöffnete Gehäuse bei Einstellung der Waage für
größere Gewichte und Fig. 5 einen Horizontalschnitt, etwa nach Linie I-II der Fig.
I.
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Man erkennt aus der Zeichnung das Gehäuse I, dessen Seitenwände flach
sind, während die vordere Wand den Teil eines Kreises bildet und die Skala 2 enthält.
In dem Gehälse I ist nun das ganze Waagengetriebe untergebracht. Dasselbe besteht
aus der die Gewichtsschale 3 tragenden Stütze 4, welche auf dem winkelförmigen Gewichtshebel
5 senkrecht gerade geführt ist, wobei ein am unteren Ende der Stütze l angreifender
Lenker
6 diese Stütze aufrecht hält. Mit diesemLenker ist fest verbunden die Stange 7,
welche den Zeiger 8 trägt. Da der Lenker 6 einerseits um den ortsfesten Drehpunkt
.9 schwingt, andererseits die Stange 7 mit dem Zeiger 8 an dem Lenker festsitzt,
muß auch jede auf und nieder gehende Bewegung der Stütze 4 auf die Stange 7 und
damit auf den Zeiger 8 übertragen werden.
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An dem winkelförmig gestalteten Gewichtshebel 5, der zum Zwecke einer
genau gleichmäßigen Bewegung zweckmäßig doppelt ausgeführt und der in dem Drehpunkt
10 gelagert ist, sitzt an seinem freien Ende das Hauptgewicht II, das zur Wägung
dei niedrigen Gewichte, z. B. bis I50 g, ausreicht.
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Sollen höhere Gewichte, z. B. bis zu 250 g, gewogen werden, dann wird
das Zusatzgewicht 12 in irgendeiner leicht lösbaren Weise mit dem Hauptgewicht II
verbunden.
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Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck das Hauptgewicht
11 mit einer Bohrung 13 und das Zusatzgewicht I2 mit einem Steckerstift 14 versehen.
Solange dieses Zusatzgewicht außer Gebrauch ist, steckt es in einem Rast 15 des
Gehäuses 1.
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Sobald es gebraucht wird, wird es herausgezogen und in die Bohrung
I3 des Hauptgewichts eingesteckt. Dadurch wird dieses ohne weiteres um so viel beschwert,
daß es auch die größeren Gewichte, soweit sie am Schreibtisch vorkommen, richtig
und tlotz der Kleinheit der ganzen Briefwaage. genau wiegen kann. Selbstverstäncllich
kann die Verbindung dieser beiden Gewichte auch auf irgendeine andere Weise, z.
B. durch Ineinanderstecken usw., vorgenommen werden.
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Dadurch, daß das Zusatzgewicht immer am Gehäuse aufbewahrt bleibt,
ist es jederzeit nicht nur bereit, sondern auch leicht zu handhaben.
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Das Gehäuse 1 ist nun auf einem Fuß I6 angebracht. Dieser Fuß ist
im Interesse einer gedrungenen Bauart hohl ausgebildet und zweckmäßig unten durch
eine Platte 17 geschlossen. Auf dem einen Ende des Gehäuses sind zwei Knöpfe oder
Warzen in vorgesehen, so daß das Gehäuse hier ohne weiteres einen festen Stand hat.
Auf dem anderen Ende muß aber das Gehäuse zur genauen Einstellung der Waage beweglich
gemacht sein. Zu diesem Zweck ist die Stellschraube 19 vorgesehen. Da diese Stellschraube
aber unten nur in einem Punkt auf der Tischfläche aufsetzen würde, wodurch die Waage
einen unsicheren Stand erhalten würde, ist eine Gelenkplatte 20 vorgesehen, welche
über die ganze Breite des Fußes reicht und auf welche die Schraube 19 wirkt. Hierdurch
wird erreicht, daß auch auf dieser Seite der Fuß I6, I7 mit seiner ganzen Breite
aufliegt, so daß also die Waage überall eine sichere Stütze findet und nicht so
leicht umkippen kann, selbst wenn die zu wiegenden Stücke eine etwas sperrige Form
haben, wie z. B. größere Briefe, Päckchen u. dgl.