DE67770C - Numerirstempel - Google Patents
NumerirstempelInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41K—STAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
- B41K1/00—Portable hand-operated devices without means for supporting or locating the articles to be stamped, i.e. hand stamps; Inking devices or other accessories therefor
- B41K1/08—Portable hand-operated devices without means for supporting or locating the articles to be stamped, i.e. hand stamps; Inking devices or other accessories therefor with a flat stamping surface and changeable characters
- B41K1/14—Portable hand-operated devices without means for supporting or locating the articles to be stamped, i.e. hand stamps; Inking devices or other accessories therefor with a flat stamping surface and changeable characters having automatic means for changing type-characters
- B41K1/16—Numbering devices
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- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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- B41K1/40—Inking devices operated by stamping movement
- B41K1/42—Inking devices operated by stamping movement with pads or rollers movable for inking
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15: Druckerei.
Numerirstempel.
Die im Nachstehenden beschriebene Erfindung bezieht sich auf eine Stempelvorrichtung,
mittelst deren durch eine einfache Verstellung eine und dieselbe Zahl beliebig oft abgestempelt
oder irgend eine beliebige Zahl zweimal abgedruckt und dann der Apparat auf die nächst höhere Zahl eingestellt werden kann
oder aber fortlaufende Zahlen gestempelt werden können. Alle diese Veränderungen im
Arbeitsgang der Vorrichtung können durch Verstellung eines einzigen Hebels herbeigeführt
werden, welcher gleichzeitig als Zeiger dient und zu diesem Zwecke über einer Scala angeordnet
ist, um die Art und Weise der durch die Vorrichtung zu bewirkenden Numerirung
anzugeben. Ferner ist dieser Handstempel mit einem Farbenbehälter versehen, welcher in
eine zur Zuführung von Farbe geeignete Lage gebracht werden kann, ohne dais ein Beschmutzen
der Finger möglich ist. Der ganze Apparat nimmt einen verhältnifsmäfsig kleinen Raum ein, kann mit geringen Kosten hergestellt
werden und erweist sich als durchaus zuverlässig.
Zur Bethätigung der für das Abdrucken von auf einander folgenden Zahlenwerthen erforderlichen
Anzahl von Typenrädern wird ein System von oscillirenden Transportklinken benutzt,
welche innerhalb des ringförmigen Hohlraumes der Typenräder liegen und zur Umdrehung
der letzteren dienen. Die Typenräder sind mit der üblichen Anzahl von tiefen und
flachen Nuthen versehen. Durch diese Anordnungsweise wird eine Ersparnifs an Raum sowie
an Kosten in der Herstellungsweise erzielt und die Wirksamkeit der Stempelvorrichtung
erhöht. Aufser den den Abdruck vermittelnden Typenrädern werden zwei Schalträder verwendet,
von denen das eine den Stempel zu einem zweimaligen Abdruck eines jeden der auf einander folgenden Zahlenwerthe veranlafst,
während das andere das fortgesetzte Stempeln einer und derselben Zahl mittelst des Handstempels
ermöglicht.
Beide Schalträder liegen mit den Typenrädern auf einer gemeinsamen Achse. Die die
Transportklinken tragende Welle ist so gelagert, dafs sie zur Seite geschoben werden
kann, um so behufs zweimaligen Abdruckes derselben Zahl, was im Nachstehenden einfach
mit »Doppeldruck« bezeichnet werden soll, die Ueberführung der Sperrklinke des Doppeldruckschaltrades in die Arbeitsstellung
zu . ermöglichen und dieselbe andererseits auf das Schaltrad für den mehrmaligen Abdruck
einer und derselben Zahl (was nachstehend kurz als »wiederholter Druck« bezeichnet werden
soll) einstellen zu können.
An dem verschiebbaren Gehäuse, welches die Typenräder umschliefst, ist ferner eine
Verschlufsvorrichtung angebracht, durch welche dieses Gehäuse in einer gegebenen Stellung
festgehalten wird, wenn der Farbbehälter mit Farbe gefüllt werden soll. An dem letzteren
ist ferner eine Vorrichtung angebracht, welche den Farbbehälter in eine zur Aufnahme der
Farbe geeignete Stellung bringt, ohne dafs ein Beschmutzen der Finger möglich ist. Jedes
der zwischen dem Einerrad und dem letzten Rad liegende Typenrad wird mit einer abweichenden
Form von Typen (Vorschubtypen) versehen, welche die Ziffer »o« tragen und,
wenn der Stempel niedere Zahlenwerthe abdruckt, aufser Druckstellung gebracht wenden;
dieselben treten erst zur geeigneten Zeit beim Abdrucken von höheren Zahlenwerthen in
Thätigkeit. Aus dieser Anordnung ergiebt sich eine Herabminderung im Durchmesser der
Typenräder.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der vorliegende Handstempel in den Fig. ι bis 19
dargestellt, und zwar zeigt die Fig. 1 eine Vorderansicht desselben, während die Fig. 2
eine Ansicht von hinten vorstellt. In der Fig. 3 ist eine Seitenansicht im theilweisen Schnitt
nach der Linie 3X~3X der Fig. 1 dargestellt,
bei welcher der eine Arm des Hauptrahmens entfernt ist und sämmtliche Theile in der gehobenen
Stellung erkennbar sind. Die Fig. 4 zeigt den Apparat von entgegengesetzter Seite
in gesenkter Stellung, und zwar in einem theilweisen Schnitt nach der Linie 4X~4X der
Fig. 2, wobei der andere Arm des Hauptrahmens entfernt ist und der Farbbehälter in der
zum Schwärzen desselben geeigneten Stellung sich befindet. Die Fig. 5 ist ein vergrößerter
Querschnitt durch die Mitte des Apparates und veranschaulicht die Anordnung der Typenräder
und Klinken, wobei die letzteren der deutlicheren Darstellung halber aufser Eingriff gezeichnet
sind. Die Fig. 6 zeigt die schwingenden Transportklinken für sich und stellt die Art und Weise dar, in welcher dieselben
an der Hauptwelle — von welcher hier nur ein Ende gezeichnet ist — befestigt werden.
Die Fig. 7 zeigt den beweglichen Rahmen, welcher zur Umstellung der schwingenden
Klinken dient, und die Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 8X-8X der
Fig. 7. Die Fig. 9 veranschaulicht einen senkrechten Schnitt durch den Mitnehmer für das
die Typenräder umschliefsende Gehäuse, sowie den angesetzten Rohrstutzen, durch welchen
der Mitnehmer hindurchgeführt ist, wobei gleichzeitig die Art und Weise des Verschlusses
des Vorschubarmes in der tiefsten Stellung desselben ersichtlich ist. Fig. 10 zeigt den Farbbehälter
in der Ansicht und im theilweisen Querschnitt, während Fig. 11 in vergröfsertem
Mafsstabe die Feststellvorrichtung für den Farbbehälter von der einen Seite erkennen
läfst; die entgegengesetzte Seite ist analog gestaltet. Fig. 12 ist eine Ansicht des Umschalterades
für den fortlaufenden Druck einer und derselben Zahl oder mehrerer Zahlen, und in der Fig. 13 ist das Schaltrad
für den Doppeldruck einer oder mehrerer Zahlen dargestellt, und zwar von der rechten
Seite (Fig. 5) aus gesehen. Die Fig. 14 zeigt das Einer-Typenrad in der Ansicht, und die
Fig. 15 und 16 sind Ansichten der zwischen
dem Einer-Typenrad und dem letzten Typenrad liegenden übrigen Räder. In der Fig. 17 ist
das zur Angabe der Tausende bestimmte Rad dargestellt, während die Fig. 18 und 18 a im
vergröfserten Mafsstabe die Art und Weise der Feststellung der Vorschubtypen erkennen lassen
und Fig. 19 die Wirkungsweise der Klinken und des Farbbehälters veranschaulicht.
Mit ι ist der Hauptrahmen bezeichnet. Derselbe besitzt, wie aus der Figur ersichtlich,
eine U-förmige Gestalt; zwischen seinen Armen sind die einzelnen Theile angebracht. Die
Grundplatte 2 besitzt eine Oeffnung und an ihren Seiten die gewöhnlichen Führungsvorrichtungen.
Nach oben hin eridigt der Rahmen in ein Halsstück bezw. einen Rohrstutzen 3, durch welchen der Mitnehmer 4 des
Stempelgriffes sich hindurch bewegt. In demselben ist eine Spiralfeder 5 angeordnet, welche
in Fig. 9 dargestellt ist und das Bestreben hat, den Handgriff oder Druckknopf des Stempels
in die höchste Lage zurückzuführen. Unter dieser Spiralfeder befindet sich ein Stift 6,
welcher durch den Ansatzstutzen 3 über dem Mitnehmer 4 hinausragt. Der Mitnehmer 4
besitzt zwei Schlitze 7, 7, welche ein Gleiten desselben über dem Stift 6 ermöglichen. Der
eine dieser Schlitze ist an der einen Seite des Mitnehmers ungefähr um den Durchmesser des
an dem Stift 6 sitzenden Knopfes bei 8 verbreitert; jedoch geht diese Verbreiterung nur
bis auf halbe Wandstärke des Mitnehmers, so dafs, wenn diese Stelle bei der Abwärtsbewegung
des Mitnehmers in gleicher Höhe mit dem Stift 6 zu liegen kommt, der Knopf des letzteren in die erwähnte Erweiterung eingedrückt
und der Mitnehmer sowohl wie auch die übrigen von demselben getragenen Theile festgestellt werden können.
Der Mitnehmer trägt an seinem unteren Ende ein Gehäuse 9, welches die Triebvorrichtung
des Stempels umschliefst. An jeder Seitenwandung ist dieses Gehäuse, wie in den Fig. -J1, 4 und 5 dargestellt, bei 10 ausgeschnitten,
so dafs die Hauptwelle 11, auf welcher die Transportklinken befestigt sind, in
demselben Aufnahme finden kann. Soll der Stempel zum Druck von vier Zahlen benutzt
werden, so sind die Klinken in einer Anzahl von fünf vorhanden. Dieselben sind in den
Zeichnungen mit 12, 13, 14, 15 und 16 bezeichnet
und bestehen am besten aus einem einzigen Stück, wie in der Fig. 6 dargestellt.
Die Klinken oder Zähne 13 bis 16, Fig. 6,
sind dazu bestimmt, die Typenräder zu schalten, indem dieselben der Reihe nach in Eingriff
kommen, und zwar in der Weise, dafs der gröfste der vier letzterwähnten Zähne, nämlich
der Zahn 13, zunächst das Einer-Typenrad, alsdann der Zahn 14 das Zehner-Typenrad und so
fort durch die ganze Reihe von Typenrädern hindurch antreibt. Mit 17 ist das Einer-Typenrad,
mit 18 das Zehner-Typenrad, mit 19 das
Hunderter-Typenrad und mit 20 das Tausender-Typenrad
bezeichnet (Fig. 14 bis 17). 21, Fig. 13,
stellt das Schaltrad für den Doppeldruck und 22, Fig. 12, dasjenige für den wiederholten
Druck dar. Das Einer-Typenrad ist mit neun flachen Nuthen oder Kerben 23 und einer
tiefen Einkerbung 24 versehen; das Zehner-Typenrad besitzt in gleicher Weise neun
flache Kerben 25 und eine tiefe Kerbe 26, jedoch von geringerer Tiefe als die Kerbe 24
des Einer-Typenrades. Das Hunderter-Typenrad besitzt desgleichen neun flache Kerben 27
und eine tiefe Kerbe 28, jedoch von geringerer Tiefe als die Kerbe 26 des Zehner-Typenrades.
Das Tausender-Typenrad ist mit zehn flachen Kerben 29 versehen.
Das Schaltrad 21 trägt fünf flache Einkerbungen 30 und fünf tiefe Einkerbungen 31,
welche abwechselnd unter einander in der in der Fig. 13 angegebenen Weise angeordnet sind.
Das Schaltrad 21 ist, wie die Fig. 5 erkennen
läfst, auf der einen Seite ausgespart, so dafs der Zahn 12 innerhalb dieser Aussparung sich frei
bewegen kann, ohne das Rad mitzunehmen.
Die Klinken welle 1 1 wird von einer Nabe 33
umschlossen, welche, wie in den Fig. 5 und 12 bis 17 einschliefslich im Schnitt dargestellt
ist, mit einer in der Längsrichtung verlaufenden Aussparung versehen ist und durch die
Schraube 34 von den Wangen des Rahmens 9 getragen wird. Die Klinken können sich frei
in dieser Aussparung bewegen, und die Nabe selbst dient gleichzeitig dazu, die Typen- und
Schalträder, wie auch die Klinkenwelle 11 in ihrer Lage zu erhalten.
Hinter der Vorderwand des Gehäuses 9, Fig. i, befindet sich die Platte 35 des beweglichen
Rahmens (Fig. 7 und 8), und die Wangen des Gehäuses sind mit Schlitzen versehen, um
eine freie Bewegung dieser Platte 35 zu ermöglichen. Der bewegliche Rahmen erstreckt
sich mit Armen 36 an jeder Seite längs den Seitenwandungen des Gehäuses 9 entlang, wie
dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, endigt an jeder Seite in einen herabhängenden
Arm 37 (s. Fig. 5 und 7) und legt sich gegen die Enden der Klinkenwelle i 1. Die Platte 3 5
ist in ihrem mittleren Theil, wie dieses in der Fig. 7 dargestellt ist, in Form eines Kreisbogens
ausgeschnitten, und innerhalb dieses Ausschnittes wirkt das Excenter 38. Das letztere
ist fest mit dem Hebel oder Zeiger 39 verbunden, welcher an der Vorderwand des Gehäuses
9 fest angebracht ist. Wie ersichtlich, wird bei der Bewegung dieses Hebels oder
Zeigers '39 von der einen Seite nach der anderen das Excenter 38 die Platte 35 verschieben
und mit der letzteren auch die Klinkenwelle 11 und die Transportklinken, und
zwar mittelst der Arme 37, welche sich an die Enden der Klinkenwelle anlegen.
Das hintere Ende des Zeigers 39 ist, wie in den Fig. 1, 7 und 8 dargestellt, mit einem
Schlitz versehen und kann nach vorwärts und rückwärts geschoben werden, so dafs die Drehachse
40 entweder mehr nach vorn oder mehr nach hinten zu liegen kommt. Diese Drehachse
40 wird durch eine Schraube gebildet, welche in das Excenter 38 eingesetzt und, um
ein Abfallen des Hebels 39 zu verhindern, der an der Aufsenseite mit einem verbreiterten Kopf
versehen ist.
In der Vorderseite des Gehäuses 9 ist, wie die Fig. 1 und 8 zeigen, ein Kreisbogen 41
ausgeschnitten, dessen Mittelpunkt mit .dem Drehpunkt 40 zusammenfällt. Dieser Kreisbogen
41 besitzt drei in gleichen Abständen angebrachte Kerben. Der Stift 42, welcher
eine Verlängerung des Handgriffes 43 bildet, greift in den kreisbogenförmigen Schlitz 41
ein und pafst in die Einkerbungen in dem unteren Rand dieses Schlitzes. Es ist daher
ersichtlich, dafs der Hebel 39 infolge des im unteren Theil desselben angebrachten Schlitzes
um seinen Stützpunkt nach oben und aus einer der Kerben des Schlitzes 41 hinausbewegt,
alsdann seitlich bis zu einer anderen Kerbe gedreht werden und (beim Loslassen in
der nachstehend beschriebenen Weise selbstthätig) in die betreffende Kerbe des Schlitzes 41
eintreten kann.
Der Zeiger 39 bewegt sich über einer Scala 44, welche, wie die Fig. 1 erkennen
läfst, die Bezeichnung für die verschiedenen Arten der Wirkung des Stempels enthält.
Diese Scala kann, da dieselbe an einem Ende bei 45 drehbar gelagert ist, frei nach oben bewegt
werden, und zwar kann ihr diese aufwärts gerichtete Bewegung durch den Zeiger 39
ertheilt werden, welcher sich mit seinem verbreiterten Theil 39X gegen den unteren Rand
der Scala legt. Eine Feder 45a, Fig. 8, reicht
durch eine Oeffnung 45b in der Vorderwand
des Gehäuses 9 hindurch und in eine Oeffnung 45c auf der inneren Seite der Scala 44
hinein (wie dies in den Fig. 7 und 8 dargestellt ist) und sucht die Scala beständig in
ihre tiefste Stellung zurückzuführen. An ihrem vorderen oder freien Ende ist die Scala mit
einem Haken 46, Fig. 3, versehen, welcher über das gekrümmte Ende des drehbar gelagerten
Hebels 47 übergreift und beim Emporheben das gerade untere Ende dieses Hebels 47
in Berührung mit dem vorspringenden Ende 47 a des die Klinke tragenden Theiles bringt und
den letzteren derart bewegt, dafs sämmtliche Klinken aufser Eingriff mit den Nuthen der
ihnen gegenüberstehenden Räder gebracht werden (s. Fig. 3).
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dafs es, um einen Wechsel in dem Arbeitsgang des
Stempels herbeizuführen, nur nothwendig ist,
den Zeiger 39 nach aufwärts zu bewegen, bis der Stift 42 aus einer Kerbe in dem Rand des
Kreisbogens 41 herausgeleitet, und diesen Hebel alsdann nach der entsprechenden anderen
Kerbe in dem kreisbogenförmigen Schlitz zu führen, worauf der Stift selbsttätig durch die
abwärts gerichtete Bewegung der unter Federwirkung stehenden Scala einschnappt, so dafs
der Stempel in der gewünschten Arbeitsstellung festgestellt ist.
Diese eben erwähnte seitliche Einstellung des Zeigerhebels wirkt infolge ihrer Verbindung
mit dem verschiebbaren Rahmen in der Weise, dafs die Klinken 12. bis 16 in eine verschiedene
Stellung gegenüber den Einkerbungen der verschiedenen Räder 17 bis 21 gebracht werden.
Die einzelnen Klinken sind, wie dies in der Fig. 6 dargestellt ist, an jedem Ende der
Welle 11 mit einer Feder 47b versehen, welche
dieselben nach aufsen drückt.
Die Wirkungsweise der im Vorstehenden beschriebenen Einrichtungen ist die folgende:
Soll der Stempel beispielsweise zum fortlaufenden Druck von Zahlen benutzt werden,
so ergreift man die kleine Handhabe 43, zieht dieselbe der Wirkung der Feder 45 a entgegen
nach oben, hebt auf diese Weise gleichzeitig die Scala 44 mit empor und verdreht nun den
Zeiger so lange, bis die Spitze desselben unter der Bezeichnung »fortlaufend (consecutive)«
zu stehen kommt. Alsdann läfst man die Handhabe 43 los und der Zeiger wird nunmehr
mittelst der auf die Scala 44 drückenden Feder 45a nach unten und in eine Oeffhung
des Schlitzes 41 (in der Fig. 1 die linke Oeffnung) hineingedrückt.
Durch diese Drehung des Zeigers wird mittelst der Excenterscheibe 38 die Platte 35 in ihre
linke äufserste Stellung gebracht und somittelst der an der Welle 1 1 anliegenden Arme 37
sammt den Klinken 12, 13, 14, 15 und 16 in
die äufserste linke Stellung übergeführt (Fig. 1 und 5), so dafs die Klinke 12 in die Aussparung
des Rades 21, die Klinken 13, 14, 15
und 16 dagegen unter dem Einer- bezw. Zehner-, Hunderter- und Tausender-Typenrad
zu liegen kommen.
Beginnt man nun von 1 an fortlaufend zu stempeln, so wird bei jedem Niederdrücken
des Stempelknopfes das Gehäuse 9 mit den eingeschlossenen Typenrädern in den Führungen
60 der Schenkel 1 entlang nach unten geführt und hierbei durch den vom Stift 62 bewegten Curvenschlitzhebel 61 die mit letzterem
verbundene Welle 11 um einen gewissen Winkel hin- und hergedreht, so dafs dieselben
also bei jedesmaligem Auf- und Niedergange des Stempelknopfes eine Oscillation ausführt.
Während einer jeden dieser Osciilationen greift nun zunächst nur die Klinke 13 in die Vertiefungen
23 des Einer-Typenrades 17 ein, während die übrigen Klinken 14, 15 und 16
— da dieselben niedriger liegen als die Klinke 13 — nicht mit dem Zehner- bezw.
Hunderter- und Tausender-Typenrad in Berührung kommen können, so dafs die letzteren
demnach in ihrer Lage verbleiben. Desgleichen kann auch die Klinke 1 2 nicht auf das Schaltrad
21 einwirken, da ja die Aussparung des
letzteren so grofs bemessen ist, dafs die Klinke 12 in derselben frei schwingen kann.
Es ist ohne Weiteres klar, wie bei dieser Einstellung die Ziffernscheiben fortlaufend geschaltet
werden und die Zehnerübertragungen rechtzeitig erfolgen.
Will man nun anstatt der fortlaufenden Zahlenwerthe jede einzelne Zahl zweimal zum
Abdruck bringen, also »Doppeldruck« hervorrufen, so hat man den Handgriff 43 wieder
emporzuziehen, den Zeiger nach rechts (Fig. 1) so weit zu verdrehen, bis derselbe über die
mittlere Oeffnung des Schlitzes 41 zu liegen kommt, worauf alsdann beim Loslassen des
Handgriffes 43 der Stift 42 in die mittlere Oeffnung des Schlitzes 41 einfällt. Die
Scheibe 35 wird auf diese Weise durch die Drehung des Excenters 38 etwas nach rechts
verschoben, und zwar so weit, dafs die Klinke 12 aus der Aussparung des Rades 21 nach rechts
heraus bewegt wird und unter den gezahnten Theil dieses Rades zu liegen kommt.
Da nun die tieferen Schlitze 31 dieses Rades
so grofs bemessen sind, dafs, sobald die Klinke 12 unter dem Druck der Feder 47b in
diese Schlitze hineinfällt, auch sämmtliche übrigen Klinken 13, 14, 15 und 16 mit den
Einkerbungen der ihnen gegenüber stehenden Typenräder in Eingriff kommen können, so ist
ersichtlich, dafs beim Eintritt der Klinke 12 in die tiefen Schlitze von 21 die Drehung
der Typenräder 17 bis 20 genau in derselben Weise erfolgen wird, als wenn die Klinke 12
in der Aussparung des Rades 21 sich befände. Wenn indessen die Klinke 12 in eine der
flachen Einkerbungen 30 des Rades 21 zu liegen kommt, so werden, da die Einkerbungen
30 in gleicher Höhe mit den Einkerbungen 23 liegen, die Klinke 12 aber die längste
ist, sämmtliche übrigen Klinken 13 bis 16 so
weit herabgedrückt, dafs sie mit den ihnen gegenüberliegenden Einkerbungen der Typenräder
nicht in Eingriff kommen können; es wird also jede Zahl zwei Mal gedruckt werden.
Will man nun eine und dieselbe Zahl ununterbrochen stempeln, so hat man nur in
der bereits 'oben angegebenen Weise den Handgriff 43 noch weiter nach rechts (Fig. 1)
bis zum Eintritt in die äufserste rechte Kerbe des Schlitzes 41 zu verdrehen, wodurch die
Schiene 35 mittelst des Excenters 38 so weit nach rechts geschoben wird, dafs die Klinke 12
gänzlich unter das Rad 22 zu liegen kommt.
Sämmtliche Klinken werden dann durch den vollen inneren Rand dieses Rades 22 in einer
solchen Lage gehalten, dafs sie mit den Einkerbungen der Typenräder nicht in Eingriff
kommen und die letzteren nicht bewegen können.
Um übrigens während der Bewegung des einen Typenrades oder mehrerer derselben eine
unbeabsichtigte Bewegung der übrigen Typenräder oder aber einen Rücklauf derselben zu
verhindern, werden bekannte, in der Zeichnung fortgelassene Sperrvorrichtungen angeordnet,
welche beispielsweise aus einfachen, in geeignete Nuthen der Typenräder einschnappenden Federn
bestehen können.
In zweiter Linie bezieht sich nun der Gegenstand der vorliegenden Erfindung auf
einen Farbenbehälter, welcher, ohne von dem Stempel gänzlich losgelöst zu werden, beliebig
herausgeklappt und von neuem mit Farbstoff versehen werden kann. Dieser Behälter ist an
vier Armen drehbar gelagert, von denen je zwei 63 mit dem Gehäuse 1 verbunden sind,
während die anderen zwei 64 an dem die Typenräder umschliefsenden Gehäuse angebracht
sind, derart, dafs bei der höchsten Lage des Stempelknopfes durch Emporziehen der
Arme 64 der Farbbehälter 48 mit dem Farbkissen 49 sich von unten an die Typenräder
anlegt (s. Fig. 1 bis 3). Wird hingegen der Stempel niedergedrückt, so schwingen die
Arme 64 nach aufsen ' und drücken den Farbbehälter nebst Kissen so weit zur Seite
(s. Fig. 4 und 19), dafs derselbe für den Abdruck der Typen nicht hinderlich ist.
Um nun das Farbkissen mit neuem Farbstoff versehen zu können, ist der dieses Kissen
enthaltende Behälter 48 in einem Rahmen 51 um die Achse 50 drehbar angebracht (Fig. 4
und 19) und an seinem vorderen, dem Drehpunkt 50 abgewendefen Theil mit einem
Rohr 52 versehen, in welchem zwei durch die Feder 54, Fig. 10, nach aufsen gedrückte
Stifte 5 5 vorhanden sind. Die letzteren ragen, wenn sie der Wirkung der Feder 54 frei
überlassen werden, mit ihren Enden aus dem seitlich geschlossenen Rohr 52 heraus und
greifen mit ihren . Spitzen in Oeffnungen 56 des Rahmens 51 hinein, derart, dafs durch die
Achse 50 einerseits und das Eingreifen dieser Stifte 55 in die Oeffnungen 56 andererseits
eine feste Verbindung des Behälter 48 mit dem Rahmen 51 erhalten wird. Die Stifte 55 sind
mit kleinen Handhaben 5 3 versehen, welche aus dem Rohr 52 herausragen und sich im
Ruhezustand an die äufseren Enden der im Rohr 52 befindlichen Schlitze anlegen.
Will man nun den Behälter 48 zum Auftragen von neuem Farbstoff nach aufsen
klappen, so hat man nur die Handhaben 53 durch Ergreifen mit dem Zeigefinger und
Daumen so weit nach innen zu drücken, bis die Spitzen der Stifte 55 aus den Oeffnungen 56
des Rahmens 51 herausgleiten, worauf man
alsdann den Behälter 48 derart um die Achse 50 drehen kann, dafs derselbe die in der Fig. 4
angegebene Lage annimmt.
Um ein leichtes Wiedereinfügen des Behälters 48 in den Rahmen 51 zu ermöglichen,
ist der letztere bei. 57, also unmittelbar vor der Verschlufsöffnung 56 mit einer Schrägung
versehen, welche die unter der Federwirkung aus dem Rohr 52 herausragenden Spitzen der
Stifte 55 beim Zurückklappen des Behälters 48 selbstthätig nach innen drückt; man hat demnach
den Behälter 48 nur um die Achse 50 zu drehen und denselben mit seinem vorderen,
die Verschlufsvorrichtung enthaltenen Theil an den entsprechenden Theil des Rahmens 5 1 anzupressen,
worauf die Stifte 55 unter der Wirkung der Feder 54 selbstthätig wieder in
die Verschlufsöffhungen 56 eingreifen.
Während des Schwärzens des Farbkissens befindet sich der Stempel in der niedergedrückten
Stellung (Fig. 4) und wird in dieser Stellung in der oben beschriebenen Weise durch den Eingriff des Verschlufstheiles 6 in
den kreisförmigen Ausschnitt 8 erhalten.
Was endlich die eingangs erwähnten Vorschubtypen anbetrifft, so werden dieselben an
den zwischen dem Einer-Rad und dem letzten Rad liegenden Typenrädern angebracht.
Wenn man mit dem Stempeln beginnt, so stehen die Vorschubtypen in der in den Fig. 16
und 18 gezeichneten Stellung; wenn hingegen die die Vorschubtypen tragenden Typenräder
in Thätigkeit treten, so werden die Vorschubtypen nach auswärts und in die in der Fig. 1 5
angedeutete Druckstellung gebracht. Die Vorschubtype 65 selbst besitzt einen L-förmigen
Querschnitt (Fig. 18 und i8a) und ist am
■ oberen Ende mit einer Type und in der Mitte mit einer Oeffnung 66 versehen, in welche ein
an der Seitenwandung des Typenrades sitzender Stift 67a eingreift.
Diese Anordnung gestattet, die Vorschubtype in die äufsere Druckstellung zu bringen, verhindert
indessen ein gänzliches Herausfallen derselben aus dem Typenrad.
Unter der Oeffnung 66 befindet sich ein Schlitz 67, in welchen der an der festen
Nabe 33 sitzende hakenförmige Ansatz 68 eingreift; der letztere wirkt als Hebedaumen, und
wenn die abgerundete Ecke der Vorschubtype auf den schrägen Theil dieses Hakens trifft,
so wird die Type nach auswärts in die Druckstellung bewegt.
Beim Einstellen des Stempels wird das Typenrad gedreht, so dafs die Vorschubtype
in die Druckstellung bewegt wird; alsdann wird das Typenrad derart gedreht, dafs die
Vorschubtype über die Druckstellung hinaus
bewegt wird und aufser Berührung mit dem Haken 68 sich befindet, worauf das Typenrad
nach rückwärts gedreht, der Haken 68 in die Oeffnung 67, wie die Fig. 18 zeigt, eingelegt
und die Vorschubtype in jener Stellung festgehalten wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein. Handstempel zum. selbsttätigen einmaligen oder zweimaligen Drucken von fortlaufenden Zahlenwerthen sowie zum fortwährenden Drucken einer beliebigen Zahl, bei welchem aufser den mit Innenverzahnung versehenen Typenrädern — welche lose auf einer gemeinsamen, mit einer Nuth versehenen Nabe (33) sitzen und durch ein in dieser Nabe liegendes Klinkwerk bewegt werden ·—· noch zwei weitere, auf derselben Nabe (33) lose sitzende Räder (21, 22) vorhanden sind, von denen das eine (22) eine glatte Innenfläche, das andere (21) eine durch abwechselnd flache und tiefe Nuthen gebildete Innenverzahnung besitzt und welche durch beliebig von Hand herbeizuführenden Eingriff mit dem die T,ypenräder bewegenden, seitlich durch eine Hubscheibe verstellbaren Klinkwerk in der Weise wirken, dafs sie bei Einlegen der längsten Klinke (12) in die Aussparung (32) bezw. in die Vertiefungen (30 und 31) des Schaltrades (21) oder beim Anlegen derselben an den inneren glatten Rand des Rades (22) den fortlaufenden bezw. doppelten oder einfachen Druck ermöglichen.Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung ein Farbbehälter (48), welcher in mit dem auf- und niedergehenden Rahmen des Stempels sich bewegenden drehbaren Wangen (51) mittelst der in die letzteren eingreifenden federnden Stifte (55) derart um eine Achse (50) drehbar gelagert ist, dafs derselbe, ohne vollkommen vom Stempel getrennt zu werden, durch Zurückziehen der Stifte (55) behufs Füllung nach aufsen geklappt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67770C true DE67770C (de) |
Family
ID=341371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67770D Expired - Lifetime DE67770C (de) | Numerirstempel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67770C (de) |
-
0
- DE DENDAT67770D patent/DE67770C/de not_active Expired - Lifetime
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