DE678079C - Mehrleiterkabel mit einzeln verbleiten Adern - Google Patents

Mehrleiterkabel mit einzeln verbleiten Adern

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DE678079C
DE678079C DER86518D DER0086518D DE678079C DE 678079 C DE678079 C DE 678079C DE R86518 D DER86518 D DE R86518D DE R0086518 D DER0086518 D DE R0086518D DE 678079 C DE678079 C DE 678079C
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Rheinische Draht & Kabelwerke
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Rheinische Draht & Kabelwerke
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B9/00—Power cables

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  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

  • Mehrleiterkabel mit einzeln verbleiten Adern Es sind Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzes für Mehrleiterkabel bekannt, bei denen mittels einer Spritzmaschine oder einer Presse nach Art der Bleipresse eine hochschmelzende bituminöse Schicht um den Bleimantel oder eine sonstige Kabelhülle gepreßt wird. Es ist weiter bekannt; Dreimantelkabel nach der Verseilung vollständig in hochschmelzende bituminöse Schichten einzubetten, wobei die Zwickelfüllung gleichzeitig mit einer das Kabel im ganzen umgebenden Korrosionsschutzschicht von großer Schichtdicke hergestellt wird. Erfahrungsgemäß ist ein wirksamer Korrosionsschutz bei einem Dreimantelkabel nur dann vorhanden, wenn die Metallmäntel der einzelnen Adern vollständig mit Schutzmasse umgeben sind und an keiner Stelle mit saugfähigen Isolierstoffen in Berührung kommen. - Bei einem Preßvorgang besteht aber immerhin die Möglichkeit, daß Profiländerungen eintreten, die durch die Schwankungen irl der Schlaglänge der Verseilung, wie sie durch den wechselnden Zug und durch Auffocke-,rung der Verseilung beim Stillstand der Maschine hervorgerufen werden können, und durch die Notwendigkeit, die hochschmelzende Masse in plastischem Zustand aufzubringen, bedingt sind. Man wird also, -um sicher zu gehen, daß der Korrosionsschutz überall die Bleimäntel der Adern bedeckt, der äußeren Umhüllungsschicht eine gewisse Dicke geben müssen. Hierdurch wird der Querschnitt des Kabels nicht unerheblich vergrößert. Die Nachteile einer Querschnittsvergrößerung eines Kabels sind bekannt.
  • Es ist weiter bekanntgeworden, um -die Mehrleiterkabel,- die nach dem beschriebenen Verfahren mittels Pressung einen Bitumenschutz erhalten haben; eine Faserstoffkordel in offener Schraube zu wickeln. Diese Kordel wird direkt nach der Pressung aufgebracht, so daß sie tief in die noch weiche Bitumenhülle eindringen kann. Durch diese, Maßnahme soll erreicht werden, daß einenachträgliche Verlagerung des Kabels in der Bitumenhülle verhindert wird. ' Die Aufbringung einer Faserstoffkordel in dieser Weise hat jedoch schwerwiegende Nachteile. Die Kordel durchschneidet dienoch weiche Masse so weit, bis sie an den Metallmänteln Widerstand findet. Das Kabelprofil ändert sich dabei nur insoweit, als der Querschnitt durch die nach außen gedrängte Masse in unerwünschter Weise verdickt wird. Die Unregelmäßigkeiten. des Profils werden nicht beseitigt. Am nachteiligsten wirkt sich aber- aus, daß die Faserstoffe direkt an den Metallmänteln anliegen und cläß dadurch die KorrosionsschutAvirkung des Bitumentnantels gefährdet wird. Bekanntlich sind selbst imprägnierte Faserstoffe hygroskopisch; so daß also bei einem derartigen Kabel Feuchtigkeit von der Oberfläche oder von den Kabelenden her durch die Kordel zu den Bleimänteln vordringen kann.
  • 'Mach dem Vorschlag der vorliegeriden-Erfindung lassen sich Mehrleterkabel herstellen; bei denen die Verseillücken mittels Bitunienpressung ausgefüllt sind, die aber im Gegensatz zu den bekannten Kabeln dieser Art sowohl einen verringerten Außendurchniesser und in jedem Fall ein regelmäßiges Profil besitzen als auch den Vorteil aufweisen, daß die nach der Bitumenpressung aufgebrachten Faserstoffe nicht mit den Metallmänteln direkt in Berührung kommen. Zu diesem Zwecke ist bei der Bitumenpressung auf die gleichzeitige Herstellung der um die Adern liegenden Hülle verzichtet und statt dessen die bituminöse Schicht durch Bewicklung mit einem besonderen Bitumenband hergestellt: In der Fabeltechnik sind Bitüinenbänder, d. h. Nessel-, Leinen-, Papier- öder sonstige Faserstofbänder, die mittels der Streichinaschine mit Bitumen belegt sind, ,an sich bekannt. Auch ist bekannt, mit Bitumen imprägnierte Faserstofbänder um die Bleimäntel von Kabeln zu wickeln. Im vorliegenden Fälle haben die Bitümenbänder aber eine neue Aufgabe; sie sollen nämlich den Abschluß für - eine mehr plastische Unterlade bilden und so eine Mißgestaltung des Kabels verhindern, also gewissermaßen zur Profilierung des Kabels dienen. Ein besonderer Vorteil der neuen Anordnung ist der, daß sich das auf die Bänder aufgestrichene Bitumen finit dein in Verseillücken gespritzten Bitumen bei der Aufwicklung vereinigt, so daß also beim fertigen Kabel unter der Faserstoffsehicht eine einheitliche; die ganzen verbleiten Adern umgebende Bitumenschicht sich befindet.
  • Die Herstellung des neuartigen Kabels geschieht in der Weise, daß die verseilten Ädern zunächst :durch eine Spritzinaschine geführt werden, in der hochschmelzendes Bitumen in erwärmtem Zustände in die Zwickelräume gepreßt wird. Das Kabel bekommt -dadurch . einen kreisförmigen Querschnitt. Nunmehr werden im gleichen Fabrikationsgang ein oder mehrere vorzugsweise beiderseits mit Bitumen bestrichene Faserstoffbänger auf das noch warme Kabel aufgewickelt.
  • Die Bitumenbänder werden in bekannter Weise vorher mit der Streichmaschine hergestellt. Wichtig ist hierbei die Wahl eines geeigneten Bitumens. Das Bitumen darf näinlieh einerseits nicht zu weich sein, darf aber andererseits nicht zu sehr bröckeln. Das Band wird beiderseitig mit Bitumen bestrichen, wodurch sowohl die herzustellende Korrosionsschutzschicht verdickt wird als auch einer Verrollung der Faserstoffunterlage vorgebeugt wird.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRÜCHI;: z. Mehrleiterkabel mit einzeln verbleiten Adern, bei dem die Verseillücken mittels Spritzmaschine mit einem hochschmelzendenBitumen bis zur Erreichung eines durch die verseilten Adern bedingten Profils ausgefüllt sind, dadurch gekennzeichnet, daß über. den verseilten Adern und den mit diesen abschließenden Zwickelfüllungen eine mit Bitumen bestrichene Faserstoffhülle aufgebracht ist, deren innenseitiger Bitumenbelag eine einheitliche Trennschicht zwischen den bei der Bitumenpressung frei bleibenden Stellen der Bleimäntel und der aufgesponnenen Faserstofflage bildet. Verfahren zur Herstellung eines Kabels nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, däß die verseilten Adern nach dem Durchgang durch die Spritzmaschine, in der unter Erwärmung die:Verseillücken so weit ausgefüllt werden., daß das Kabelprofil kreisförmig wird, finit einem oder mehreren auf der Streichmaschine mit Bitumen bestrichenen Faserstofbändern in der Weise-bewickelt werden, daß der innenseitig auf dem untersten Faserstoffband aufgebrachte Bitumenbelag eine Trennschicht zwischen Faserstoffband und den bei der Bitumenpressung frei bleibenden Stellen der Metallmäntel bildet. -
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