DE680312C - Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse

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DE680312C
DE680312C DEC53232D DEC0053232D DE680312C DE 680312 C DE680312 C DE 680312C DE C53232 D DEC53232 D DE C53232D DE C0053232 D DEC0053232 D DE C0053232D DE 680312 C DE680312 C DE 680312C
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DE
Germany
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cement
latex
water
plastic mass
mixture
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Expired
Application number
DEC53232D
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Inventor
Albert George Rodwell
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SYDNEY HARRISON COLTON
Original Assignee
SYDNEY HARRISON COLTON
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/24Macromolecular compounds
    • C04B24/26Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • C04B24/2611Polyalkenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse Die vorliegende Erfindung bezieht sich ,auf plastische Massen, die Zement o. dgl. und Kautschuk-Latex o. dgl. .enthalten, welche als Straßenbaumaterial oder bei der Herstellung von Fußböden, Wänden u..dgl. verwendet werden können, ebenso ;auf Schiffen, beispielsweise ,als Zwischenlage zwischen den Stahlrahmen und den Holzplanken des Decks.
  • Bisher wurde bei der technischen Herstellung von plastischen Massen dieser Art der Latex o. dgl. dazu verwendet, um das für die Hydratation und das Abbinden des Zements notwendige Wasser zur Verfügung zu stellen, obwohl bereits verschiedene Vorschläge .hinsichtlich des Zusatzes von Wasser zu Zement gemacht worden sind. Es ist durchaus bekannt, daß Latex rasch in saurem Medium koaguliert, und man hat daher in der Praxis die Verwendung von hochkieselsäur ehaltigem Zement vermieden, es wurde vielmehr Tonerdezement verwendet. Derartige Zementsorten sind jedoch verhältnismäßig teuer, und ihre Farbe verhütet überdies, eine klare Färbung der Produkte, selbst wenn man Pigmente in die Massen einführt.
  • Die grundlegende Idee der vorliegenden Erfindung besteht darin, den Zement zu hydratisieren, bevor der Latex mit ihm gemischt wird, und es wurde gefunden, daß trotz der Zugabe von genügend Wassei zu dem Zement, um ein normales Abbinden herbeizuführen, der Zement noch genügend von dem wäßrigen Teil ,des Latex :absorbiert, um ,ein Festwerden desselben in Faserform zu verursachen, ohne daß Störungen des normalen Abbindens des Zements auftreten. Die Masse bindet also mit dem praktisch unkoa,guli,er ten Latex ab, wobei der Zement in normaler Weise hydratisiert wird, obwohl man das Abbinden desselben auch verzögern kann.
  • Um :also eine plastische Masse von der in Rede stehenden Art gemäß .der Erfindung herzustellen, wird hydraulischer Zement oder Kalkmörtel oder Gipsmörtel mit so viel Wasser zu einer homogenen Mischung 'geformt, das mindestens ausreicht, um .eine vollständige Hydratation herbeizuführen, das jedoch diese Menge um nicht mehr als ioo/o übersteigt, und alsdann, bevor das Abbinden stattgefunden hat, Latex oder eine andere kolloide Dispersion von natürlichem öder synthetischem Kautschuk, der in einem geeigneten Medium kolloidal dispergiert ist, zugesetzt, wobei das Abbinden ohne merlp: , liehe Koagulation des Latex stattfindet. D,ex' mit einer solchen beschränkten Wassermenge angemachte Zement ähnelt einer steifen Paste und ist nicht etwa so flüssig wie Schlamm.
  • Der Latex, der natürlicher Herkunft oder konzentriert oder gewünschtenfalls vörvulkanisiert sein kann, muß in kolloidaler Form verwendet werden. Solche Formen v an Latex, wie koagulierter oder gefällter Latex, lassen sich nicht verwenden und sind demgemäß in die vorliegende Erfindung nichteingeschlossen. Es wurde überraschenderweise gefunden, daß, weit davon entfernt, ein schwächeres Erzeugnis zu liefern, wie dies möglicherweise hätte erwartet werden können, das Verfahren gemäß .der Erfindung ein festeres Produkt liefert. Der wichtigste Vorteil besteht- jedoch darin, da.ß durch Anwendung von genügend Wasser zum Abbinden des Zements in der Ausgangsmischung die Gefahr der unerwünschten Koagulation des Latex o. dgl. weitgehend vermindert wird und die Verwendung von Portland- oder einem weißen Zement technisch möglich wird. Weiterhin ist es nicht notwendig, die gleiche Sorgfalt beim Mischen des Zements und des Latex anzuwenden; wie sie bisher notwendig war, so daß es für -einen gewöhnlichen Arbeiter leichter ist, die Masse herzustellen.
  • Die zur vollständigen Hydratation notwendige Wassermenge hängt naturgemäß vom Kalkgehalt des Zements und .der Feuchtigkeit der Atmosphäre ab; sie kann in einem gegebenen Fall leicht berechnet werden: Wenn der Zement und der Latex gemischt sind können, bevor .das Abbinden der Mischung stattgefunden hat, Steine oder ähnliches inertes Füllmaterial in Form von kleinen Stücken oder als Pulver zugesetzt werden. In diesem Fall wird die Mischung sorgfältig gerührt und ist dann zum Verlegen fertig. Organische Füllstoffe, wie Kork, Holzmehl u. dgl., können iebenfalls verwendet werden, ebenso Fasermaterial. In Pulverform ,verden die Füllstoffe gleichmäßig in dem Endprodukt verteilt. Große Stücke oder Splitter können dazu verwendet werden, eine Schmuckwirkung hervörzurufen: Am besten ist es, die üblichen Vulkanisierrnittel dem Latex beizufügen, bevor @er mit dem Zement gemischt wird.
  • Unter durchschnittlichen Bedingungen bindet die Mischung von Zement und Wasser zunächst vorläufig nach etwa 3 5 Minuten äb. Bevor dies geschieht, muß der Latex zugegeben werden: -Die Mischung hat dann eine cremeartige Beschaffenheit. Wie gefunden wurde, verzögert der Zusatz von Latex das erste Abbinden des Zements während eines weiteren Zeitraumes von etwa z Stunden; im Verlauf dieser Zeit wird .die Mischung verlegt. In den anwendbaren Mengenverhältnissen von Zement o. dgl. zu Latex o. dgl. besteht ein weiter Spielraum. Es können etwa zwischen 1/2 bis zu io Volumenteile des konzentrierten Latex zu jedem Volumenteil der Zementwassermischung zugesetzt werden, je nach der Beschaffenheit der Rohstoffe und dem Zweck, für den die Masse bestinzmt ist. Als Beispiel sei folgendes angegeben: 15 Gewichtsteile weißer Zement werden mit 5 Gewichtsteilen Wasser hydratisiert. Dann werden 5 Gewichtsteile konzentrierter Kautschuk-Latex, der die Vulkanisiermittel enthält, zugesetzt. Hierauf fügt man noch 3 Gewichtsteile faseriges Füllmaterial hinzu: Es sei darauf hingewiesen, däß die Mengenangaben von 15 Gewichtsteilen Zement und 5 Gewichtsteilen Wasser von der Beschaffenheit des Zements und der ,atmosphärischen Feuchtigkeit abhängen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse durch Mischen von hydraulischem Zement oder Kalkmörtel oder Gipsmörtel mit Wasser und Kautschuk-Latex oder einer anderen kolloidalen Dispersion von natürlichem oder synthetischem Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, däß der Zement o. dgl. mit so viel Wasser zu einer homogenen Mischung geformt wird;, das mindestens ausreicht, um die Hydratation herbeizuführen, das jedoch diese Menge um nicht mehr als ioo/o übersteigt, wonach der Latex ö.dgl: der Mischung zugesetzt wird, bevor :das Abbinden eintritt, ohne daß eine merkliche Koagulation des Latex stattfindet.
DEC53232D 1937-10-02 1937-10-02 Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse Expired DE680312C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3104918A1 (de) * 1981-02-11 1982-09-02 Dunlop Ag, 6450 Hanau Decksbelag fuer schiffsinnenraeume auf der basis von mit kautschuk modifiziertem beton

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3104918A1 (de) * 1981-02-11 1982-09-02 Dunlop Ag, 6450 Hanau Decksbelag fuer schiffsinnenraeume auf der basis von mit kautschuk modifiziertem beton
DE3104918C2 (de) * 1981-02-11 1984-01-19 Dunlop Ag, 6450 Hanau Decksbelag für Schiffsinnenräume

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