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Lüftungseinrichtung für wasserdichte Kleidungsstücke Die Erfindung
betrifft eine Lüftungseinrichtung für wasserdichte Kleidungsstücke.
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Es sind bereits Lüftungseinrichtungen für wasserdichte Kleidungsstücke,
bestehend aus mehreren parallel nebeneinanderliegenden abdeckbaren Schlitzen, deren
Öffnungsweite durch Zugmittel regelbar ist, bekannt. Bei den bekannten Einrichtungen
sind indem Kleidungsstück dreieckförmig e Öffnungen gusgeschnitten; jede dieser
Öffnungen ist durcheine überdachung abgedeckt, die an einer Seite des dreieckigen
Ausschnittes offen bleibt 'und dort den Lüftungsschlitz bildet. Die Regelung der
Öffnungsweite erfolgt durch Zugmittel, die in Richtung des erwähnten Schlitzes verlaufen.
Es ist daher bei Anor dnung mehrerer parallel nebeneinanderliegender Schlitze für
jeden Schlitz ein eigenes Zugmittel zur Regelung der Öffnungsweite erforderlich.
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Dieser Mangel soll nach der Erfindung dadurch behoben werden, idaß
die Zugmittel :der parallel nebeneinanderliegenden Schlitze senkrecht zur Schlitzöffnung
angreifen, derart, daß von jedem Zugmittel ,die Öffnungsweite mehrerer Schlitze
beeinflußt wird. Dabei kann die Anordnung so getroffen werden, daß r die freien
Ränder der idie Schlitze abdeckenden Klappen an dem. ,als Zugmittel dienenden Futter
befestigt sind. :In das Futter können Gummischnüre oder -bänder eingearbeitet sein,
die dem Zug als Rückholkräfte entgegenwirken. Eine andere Ausführungsmöglichkeit
besteht darin, daß .das als Zugmittel dienende Futter im Rücken durch einen Schlitz
in zwei Teile geteilt ist, ,die mittels eines Reißverschlusses zusammenziehbar sind.
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In, den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i das Rückenstück eines Gummimantels
von der Außenseite, Fig, z die Innenansicht zu Fig. i, Fig.3 die Anwendung eines
gemeinsamen Zugbandes für mehrere senkrechte Schlitze, Fig. q. die Einrichtung nach
Fig. 3 bei geöffneten Schlitzen, Fig. 5 eine andere Ausführungsform, des Zugbandes,
Fig. 6 die Verwendung des Futters zum Schließen der Lüftungsschlitze an einem Mantel
von der ,Innenseite gesehen, Fig. 7 denselben Mantel bei geöffneten Schlitzen von
der Außenseite gesehen, Fig. 8 ein Bekleidungsstück mit waagerechten Lüftungsschlitzen,
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Fig. 9 eine andere ,Ausführungsform eines der parallel nebeneinanderliegenden
p.bdeckbaren Schlitze.
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Gemäß den Fig. i und z ist der Rücken i des aus einer Gummihaut oder
aus Polyrnerisäten ungesättigter Kohlenwasserstoffe bzw. deren Derivaten bestehenden
Mantels mit einer Vielzahl (nach dem Beispiel drei) von Lüftungsschlitzen a versehen;
die Ränder der Schlitze überlappen einander; die überlappten
Schlitzkanten
sind gestrichelt Ein Koller 3 hängt über den Rücken, überdeckt die oberen Enden
der Schlitze 2 und bildet hier einen waagerechten Lüftungsschlitz.
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Die sämtlichen Schlitze einschließlich des horizontalen Lüftungsschlitzes
sind, wie Fig. 2 zeigt, mit einem. 4urchg ebenden. und daher allen Schlitzen gemeinsamen
Futter, z. B. Stramin q., unterlegt. .
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Gemäß Fig. 3 ist an einer geeigneten, für Betätigung von Hand zugänglichen
Stelle auf der Innenseite des Bekleidungsstückes ein Zugband 5 vorgesehen, -welches
zeit den freien Rändern 6 der die Lüftungsschlitze 2 überdeckenden Klappen verbunden
ist, -derart, daß bei Ausübung eines Zuges in Richtung des Pfeiles 7 auf das ,Band
5 sämtliche Klappen eine Bewegung im. Sinne der Schlitzöffnung ausführen; in dieser
Stellung kann das Zugband z. B. durch Knopf und Knopfloch oder durch Druckknopf
gesichert xverden; auch ist es möglich, den Grad der Öffnung zu verändern durch
Ausübung eines mehr oder weniger starken Zuges auf das Band 5, in welchem .Falle
das Band in jeder dieser Stellungen gesichert werden kann. In der geöffneten Stellung
nehmen dann das Band und die Klappen der Lüftungsschlitze etwa die aus Fig. ¢ ersichtliche
Stellung :ein. Wird das Band 5 wieder freigegeben, so kehren die Klappen in die
Stellung der Fig. 3 zurück.
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Das Band 5 kann, wie in Fig. 5 vorgesehen, aus Gummi bestehen. Es
muß dann an dem freien Ende, etwa bei 8, an der Mantelhaut befestigt sein; hier
erfolgt das Öffnen ebenfalls durch Ausübung eines Zuges. in Richtung des Pfeiles
7; wird das Bandfreigegeben, so kehrt es durch die Wirkung des Gummizuges entgegen
der Richtung des Pfeiles 7 in die Ruhestellung zurück; der Gummizug bewirkt dabei
ein festes und dichtes Anliegen der Klappen in der Verschlußstellung.
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Bei entsprechender Länge der Schlitze können mehrere derartiger Zugmittel
5 untereinander vorgesehen sein.
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Natürlich kann man ,auch umgekehrt die Anordnung so treffen, daß der
Gummizug das Öffnen der Klappen bewirkt und das Schließen der Klappen durch Ausübung
eines Gegenzuges bewerkstelligt wird.
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Auch können zwei Bänder vorgesehen sein; ein elastisches und ein unelastisches,
von denen das eine einen Zug in einer Richtung und das andere einen Zug in der entgegengesetzten
Richtung ausübt; das unelastische Band wird von Hand gezogen und in der gewünschten
Stellung festgelegt.
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Bei der Bedienung von waagerechten Schlitzen ist die Anordnung sinngemäß;
es sind lediglich die Fig. 3 bis 5 um 9o° ;gedreht zu denken. Bei der Ausführungsform.
nach Fig. 6 !und 7 sind die die Lüftungsschlitze 2 überdeckenden Klappen mit ihren
freien, an der Mantelinnenseite liegenden Rändern an dem. Futter ¢ befestigt; die
Klappenanordnung ist hier so, daß von einem. Mittelteil e' ,aus. nach beiden Seiten
je drei Klappen vorgesehen sind. Die Klapperl auf der linken Seite (Fig.7) überlappen
sich von links nach rechts; die Klappen auf der rechten Seite von rechts. nach links.
Die überlappten, mit dem Futter durch Naht verbundenen Ränder der Klappen sind gestrichelt
angedeutet. Das Futter ist längs des Mittelteiles 2' durch einen Schlitz in zwei
Teile geteilt, die durch einen Reißverschluß 9, i o verbunden werden können, und
zwar :derart, daß die Verschlußränder bei geöffnetem Reißverschluß auseinanderklaffen,
wie Fig. 6 zeigt, und bei geschlossenem Reißverschluß aneinanderliegen. In das Futter
sind Gummischnüre i i eingewebt, welche beim öffnen des Reißverschlusses, also in
der Stellung der Fig. 6 zur Wirkung gelangen, das Auseinanderklaffen der beiden
Futterteile und somit das Schließen der Klappen herbeiführen. Beim Schließen des
Reißverschlusses, in welchem. Falle die Ränder 9 der beiden Futterteile dicht nebeneinander
zu liegen kommen, wird die Zugkraft der Gummischnüre -überwunden; die Klappen werden
geöffnet. Der Reißverschluß 9, i o erstreckt sich nach oben bis in den Bereich des
Kollers 3, der mit Heftpunkten 12 ebenfalls an dem Futter ¢ befestigt ist. Dieses
bewirkt, daß beim Schließen des Verschlusses der frei überhängendeRand 13 des Kollers.
eine Wellung oder Aufbauschung erfährt (Fig. 7), d. h. zwischen den Heftpunkten
wölbt sich der Koller und schafft damit klaffende Öffnungen 14 für den Austritt
bzw. Eintritt von Luft.
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Es wird somit durch .diese Anordnung erreicht, daß mittels eines einzigen
Reißver@ schlusses sowohl die Öffnungsweite der senkrechten Schlitze als auch die
des waagerechten Schlitzes ;geregelt werden kann.
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Die elastischen Schnüre in dem Futter sind nicht unbedingt .erforderlich;
sollen sie vermieden werden, so bedarf es lediglich der Anordnung zweier Reißverschlüsse,
derart, daß bei Betätigung des einen Reißverschlusses. die Klappen geöffnet, bei
Betätigung des anderen Reißverschlusses die Klappen geschlossen werden; oder umgekehrt.
Man kann aber auch unter Vermeidung von Gummischnüren indem Futter, wie aus Fig.
9 ersichtlich, die die Lüf-
tungsschlitze 2 überdeckenden Klappenunddie Haut
i durch aufgeklebte Gummistreifen 15 miteinander verbinden; diese Gummistreifen
bewirken nach dem. Beispiel der Fig.9 ein festes Schließen der Klappen. Die Ränder
der Klappen sind im übrigen durch eine Naht 16
mit dem Futter verbunden;
dieses ist wie bei Fig.6 durch einen Schlitz in zwei Teile geteilt, jedoch so, daß
beim Schließen des Reißverschlusses die Zugwirkung der Gummistreifen 15 überwunden
wird und die Klappen geöffnet werden; diese Stellung ist in Fig.9 durch eine bogenförmige
gestrichelte Linie 17 angedeutet. Das Futter,und der Reißverschluß sind in Fig.9
der Übersichtlichkeit halber weggelassen.
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Die Anordnung der Fig. 9 kann im übrigen auch statt in Verbindung
mit einem durch Reißverschluß örtlich veränderlichem. Futter in Verbindung mit Zugbändern
nach Fig. 3 getroffen werden; .es bewirken dann die Gummistreifen 15 das
Schließen der Klappen; bei Ausübung eines Zuges auf die Schnüre oder Bänder 5 werden
die Klappen entgegen der Wirkung der Gummistreifen geaöffnet.
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An Stelle eines die beiden Futterbeile verbindenden Reißverschlusses
kann auchein Verschluß anderer Art, z. B. ein Knopf- oder Druckknopfverschluß, Verwendung
finden.
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Die Bewegung der Verschlußklappen durch das Futter kann in entsprechender
Weise bei waagerechten Lüftungsschlitzen zur Anwendung gebracht werden. In Fig.
8 ist dies schematisch gezeigt. Die die Lüftungsschlitze 2 abdeckenden Klappen sind
mit ihren inneren freien Rändern an dem. Futter (in Fig. 8 nicht gezeichnet) befestigt.
Mit Hilfe eines nur schematisch ;angedeuteten Reißvers-chlus,ses 9, der um, das
,ganze Bekleidungsstück herumgehen kann, ist es möglich, auf den oberhalb des Reißverschlusses
liegenden Teil des Futters einen Zug in Richtung 'des Pfeiles 18 nach unten
auszuüben, wobei die Klappen entgegen der Wirkung von Rückholkiäften geöffnet werden.
Die Rückhol'kräfte können wiederum durch in das Futter eingewebte Gummischnüre oder
durch eigene Gummistreifen gebildet sein. Waagerechte Klappen können nicht nur,
wie in Fig. 8 gezeigt, in dem Rückenteil des Mantels, sondern auch in :seinem. Brustteil
angeordnet sein. Auch zur Bewegung dieser Klappen ,genügt der einzige um, den ganzen
Umfang des Mantels herumgehende Reißverschluß.
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Der Reißverschluß braucht nicht immer ganz geöffnet oder ganz geschlossen
zu sein; in Zwischenstellungen wird ein entsprechend teilweises Öffnen bzw. Schließen
der Klappen bewerkstelligt.
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Auch ist es möglich, je nach Art der eingebauten Bänder, Schnüre oder
Streifen an jeder ;gewünschten Stelle ein mehr oder weniger weites Öffnen zu erzielen.
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Man kann auch einzelne Lüftungsschlitze überspringen, so daß die Bewegung
nur für einen Teil der Klappen möglich ist.