DE682231C - Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Kaffee-Extrakt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Kaffee-Extrakt

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DE682231C
DE682231C DEC52612D DEC0052612D DE682231C DE 682231 C DE682231 C DE 682231C DE C52612 D DEC52612 D DE C52612D DE C0052612 D DEC0052612 D DE C0052612D DE 682231 C DE682231 C DE 682231C
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Germany
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coffee
extract
coffee extract
concentrated
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DEC52612D
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English (en)
Inventor
Douglas Fronmuller
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COFFEE PRODUCTS CORP
Original Assignee
COFFEE PRODUCTS CORP
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00—Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/24—Extraction of coffee; Coffee extracts; Making instant coffee
    • A23F5/243—Liquid, semi-liquid or non-dried semi-solid coffee extract preparations; Coffee gels; Liquid coffee in solid capsules
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00—Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/46—Coffee flavour; Coffee oil; Flavouring of coffee or coffee extract
    • A23F5/48—Isolation or recuperation of coffee flavour or coffee oil
    • A23F5/486—Isolation or recuperation of coffee flavour or coffee oil by distillation from beans that are ground or not ground, e.g. stripping; Recovering volatile gases, e.g. roaster or grinder gases

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  • Tea And Coffee (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Kaffee-Extrakt Die Erfindung be'trifft ein Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Kaffee-Extrakt, in -dem das Aroma und der Geschmack des Kaffees im wesentlichen erhalten ist.' Das Verfahren besteht darin, daß der Kaffee unmittelbar nach dem Rösten u nd Mahlen mit heißem- oder kochendem Wasser aufgegossen wird, daß- danach der Aufguß konzentriert- und gereinigt wird und daß. erfin ' dungsgemäß die flüchtigen aromatischen Bestandteile, die im allgemeinen während des Aufgießens des Kaffees mit heißem oder kochendem Wasser verlorengehen, dadurch wiederge-,vonnen werden, daß die beim Aufgießen frei werdenden Dämpfe gekühltwerden, um die leicht zu verflüssigenden Bestandteile wiederzugewinnen, und daß sie danach in einer Absorptionsvorrichtung -mit kaltem, konzentriertem Kaffee-Extrakt z' ausgewaschen werden, um die schwer zu verflüssigenden, auf den Geschmack einwirkenden Bestandteile wiederzugewinnen. Dem so gewon-Z> nenen Kaffee-Extrakt werden die vorher durch Kühlung wiedergewonnenen kondensierten Bestandteile zugesetzt.
  • Durch diese Wiedergewinnung der flüchtigen Bestandteile, die während des Aufgießens des Kaffees mit'heißem oder kochendem Wasser frei werden, wird der Wohlgeschmack des Kaffee-Extraktes wesentlich verbessert. Dadurch, daß die flüchtigen und gasförmigen aromatischen Bestandteile dem Extrakt wieder zugesetzt werden, erhält dieser einen richtigen Ausgleich der auf den Geschrnack wirkenden Bestandteile, und der Extrakt erhält ein Aroma und einen Wohlgeschmack, welcher dem frisch aufgegossenen Kaffee,ähnlich ist.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird der Kaffee am besten unmittelbar nach dem Rösten und Mahlen verarbeitet. Dadurch wird der Verlust an leicht flüchtigen Bestandteilen gering. Der gemalilene und geröstete Kaffee wird also zu einem Zeitpunkt verarbeitet, in dem er noch nahezu den Höchstgehalt an flüchtigen aromatischen Bestandteilen besitzt. Die gemahlenen und gerösteten Kaffeebohnen werden in einem Aufgußgefäß, einer Kanne, einem Filter oder in einer anderen Einrichtung mit heißem -oder 'kochendem Wasser behandelt. In allen Fällen aber soll die ganze Einrichtung ein vollkommen geschlossenes System sein und durch einen dicht schließenden Deckel, bedeckt sein, um so einen Verlust von flüchtigen und:aromatischen Bestandteilen zu vermeiden. Die Einrichtung steht durch ein Rohr mit einem Kondensator in Verbindung, so daß alle während des Aufgießens entwickelten Dämpfe der Kondensation unterworfen werden. Diese kann beispielsweise in einem gewöhnlichen, mit Wasser gekühlten Kondensator stattfinden, in dem die leicht zu kondensierenden Bestandteile aus den Gasen =d Dämpfen niedergeschlagen und in flüssiger Form in einern geeigneten Behälter aus Glas oder in einem emaillierten Gefäß gesammelt werden.
  • Nachdem die während des Aufgießens des Kaffees frei gewordenen Dämpfe gekühlt und kondensiert sind, werden die übrigen Gast und Dämpfe, die noch flüchtige aromatische Bestandteile- besitzen, durch einen Absorptionsturm geleitet, in dem diese wertvollen .Bestandteile durch fertigen kalt-en, in einem vorhergehenden Arbeitsgang gewonnenen Kaffee-Extrakt aufgenommen werden. In diesem Ab- sorptionsturm strömen die Gase und der konzentrierte Kaffee-Extrakt im Gegenstrom, und der Turm ist so ausgeführt, daß die Gase während geraumer Zeit mit dem kalt-en Kaffee-Extrakt in Berührung sind. Zu diesem Zwecke kann der Kaffee-Extrakt etwa über Platten .oder andere Füllkörper geleitet werden, durch die die nach unten strömende Flüssigkeit in innige Berührung mit den nach oben strömenden Gasen und Dämpfen gelangt. Dadurch werden die nicht kondensierten und beständigen Gase und Dämpfe in weitgehendem Maße oder vollständig von dem konzentrierten flüssigen Kaffee-Extrakt aufgenommen, so daß nur wenig oder gar keine aromatischen Stoffe- aus dem Turm abströmen.
  • Dem am unteren Ende des Turmes abströmenden flüssigen Kaffee-Extrakt, der schon die aromatischen Gase und Dämpfe enthält, wird dann das flüssige Kondensat zugesetzt, welches im Kondensator niedergeschlagen ist.
  • Das Verfahren wird in der Weise geregelt, daß der in einem vorhergehenden Arbeitsgang gewonnene flüssige Kaffee-Extrakt, der durch den Turm geleitet wird und hier die Gase und Dämpfe aufnimmt und dem anschließend das Kondensat zugesetzt wird,ganz oder nahezu der Menge von flüssigem Kaffee-Extrakt entspricht, der aus den Kaffeebohnen gewonnen ist und vorher das Kondensat und die Gase abgegeben hatte. Durch eine solche Regelung wird erreicht, daß der von jedem Kilogramm gerösteten Kaffees gewonnene flüssige Kaffee-Extrakt die flüchtigen Bestandteile und das Aroma wiedererhält, welche beim Aufgießen des Kaffees frei geworden sind.
  • Wichtig ist, daß dem konzentrierten Kaffee-Extrakt sowohl das durch das Kühlen entstehende Kondensat als auch die nicht kondensierten, flüchtigen aromatischen Bestandteile wieder zugesetzt werden, welche von dem kalten, konzentrierten Extrakt absorbiert werden. Denn diese beiden Bestandteile sind erforderlich, um den richtigen Kaffeegeschmack im Extrakt wieder zu erzeugen. Weder das Kondensat noch die nicht kondensierten, von dem Kaffee-Extrakt absorbierten Bestandteile können jedes für. sich dem Kaffee-Extrakt den Wohlgeschmack geben, der dem ursprünglichen Kaffee eigen ist. Vielmehr können diese Bestandteile dem Kaffee-Extrakt den vollen Wohlgeschmack des frisch aufgegossenen Kaffees nur dann wiedergeben, wenn sie diesem in ihrer Gesamtheit und in dem ursprünglichen Verhältnis zugesetzt werden.
  • Durch das neue Verfahren wird der Gehalt des konzentrierten Kaffee-Extraktes an leicht flüchtigen Bestandteilen erheblich gesteigert. Der nach dem Verfahren gewonnene konzentrierte Kaffee-Extrakt hat einen erheblich größeren Gehalt an solchen Bestandteilen' die unterhalb des Siedepunktes des Wassers flüchtig sind, als ein Extrakt, der ihm, abgesehen von dem Zusatz der beim Aufgießen frei werdenden Bestandteile, in jeder Hinsicht ähnlich ist. Wenn beispielsweise 15cm.3 konzentrierten Kaffee-Extraktes, die nach dem Verfahren hergestellt sind, sorgfältig destilliert werden, so beträgt der Teil, der bei einer Temperatur von 99'C und darunter frei wird, 5,4 bis 5,6 cm3. Wird aber ein Kaffee-Extrakt destilliert, dem die Dämpfe nicht wieder zugesetzt sind, der aber im übrigen dem erstgenannten Kaffee-Extrakt vollkommen gleich ist, so ergibt sich ein Destillat Von 2,o bis 2,3cm3.
  • Beim Konzentrieren des flüssigen Extraktes tritt ein gewisser Verlust an flüchtigen Bestandteilen ein. Diese können aber beispielsweise in bekannter Weise wiedergewonnen werden, indem dein Extrakt vor dem Konzentrieren eine kleine Menge von Glycerin zugesetzt wird. Dieses Verfahren ist bereits bekannt. Indessen ist es nicht -unbedingt notwendig, die beim Konzentrieren frei werdenden flüchtigen Bestandteile wiederzugewinnen, wenn sich das auch empfiehlt. Denn dadurch, daß dem Extrakt die flüchtigen und aromatischen Bestandteile wieder zugesetzt werden, die beim Aufgießen des Kaffees frei geworden sind, erhält der konzentrierte Kaffee-Extrakt an sich schon einen Wohlgeschmack und ein Aroma, durch das seine Güte wesentlich gesteigert wird.
  • Das Verfahren ist zur besseren Darstellung dereinzelnen Maßnahmen in einem Diagramm zeichnerisch dargestellt.
  • Der Kaffee wird von dem Röster zweckmäßig unmittelbar der Mühle zugeführt. Der gemahlcne Kaffee wird dann sofort in das Aufgußgefäß übergeführt. Dadurch wird erreklit, daß nur wenige der flüchtigen -und aromatischen Bestandteile verlorengehen. Der Kaffee wird mit heißem oder sitdendem Wasser in der üblichen Weise ausgezogen. Man bedient sich aber hierzu eines geschlossenen Behälters, so da13 alle Dämpfe und Gase einem Kondensator zugeleitet werden können, in dem die Kondensation der leicht zu verflüssigenden Bestandteile stattfindet. Das Kondensat wird aus dem Kondensator abgeleitet, um später dem konzentrierten Extrakt wieder zugesetzt zu werden. Die nicht, kondensierten Dämpfe und Gase gelangen dann in den Wascher, in dem sie einem vorher fertiggestellten Kaffee-Extrakt zugesetzt werden.
  • Der durch das Aufgießen gewonnene Kaffee-Extrakt wird nun verdampft, und zwar zweckmäßig bei niedriger Temperatur und unter Unterdruck. Es ergibt sich daraus der konzentrierte Extrakt, dessen Konzentration zunächst stärker ist als diejenige des fertigen Extraktes, dem die durch Kondensation gewonnenen wasserhaltigen Bestandteile zugesetzt sind. Das abgesaugte Wasser wird einem Kondensator zugeführt.
  • Der konzentrierte Extrakt kann so, wie er ist, weiterverarbeitet werden. Es ernpfiehlt sich aber, zunächst die in ihm befindlichen Schwebstoffe abzufiltern. Der Extrakt enthält Öle oder Fette, welche ihn bei längerem Lagern ranzig machen würden. Diese öle und Fette werden zweckmäßig in einer Schleuderniaschine entfernt. Durch das Schleudern werden auch die Schwebstoffe ausgeschieden. Es ergibt sich so ein konzentrierter und ge- reinigter Extrakt.
  • Dieser konzentrierte und gereinigte Extrakt wird in kaltem Zustand in dem Wascher benutzt, um die nicht kondensierten Dämpfe und Gase aufzunehmen. Auch werden diesem Extrakt die durch Kondensation gewonnenen wasserhaltigen Bestandteile wieder zugesetzt. Der kalte, konzentrierte Extrakt enthält daher sowohl die kondensierten, nach dem Ausziehen des Kaffees wiedergewonnenen B-,-standteile als auch die nicht verflüssigten Bestandteile, welche im Waschturm absorbiert sind. Im vorstehenden ist von einem getrennten Kondensator gesprochen, welcher dem Ab- sorptionsturm vorgeschaltet ist. Indessen können die Gase und Dämpfe auch durch einen einziuen Vorgang gekühlt, verflüssigt und der Absorption unterworfen werden. Hierbei müssen die Gase und Dämpfe abgekühl4 werden, um die leicht zu verflüssigenden Bestandteile zu verflüssigen und um eine Erhitzung des kalten, konzentrierten Extraktes zu verhindern. Das kann in der Weise geschehen, daß die Gase und Dämpfe im unteren Teil des Waschers gekühlt werden, um sie zu verflüssigen und um eine Erwärmung des flüssigen Extraktes zu vbrhindern.
  • Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Einrichtung unterscheidet sich nur in Einzelheiten von den bekannten, zum Ausziehen von Kaffee dienenden Einrichtungen. Sie gestattet aber eine weitergehende Gewinnung der wertvollen:flüchtigen und aromatischen Bestandteile, die durch das Aufgießen des Kaffees frei werden, und gibt die Möglichkeit, diese wiedergewonnenen Bestandteile fertigem konzentriertemKaffee-Extrakt in einfacher Weise wieder zuzuleiten, um so einen hochwertigen Extrakt zu erzielen.
  • Es ist bereits bekannt, die htei längerem Kochen von Kaffee entstehend-en Dämpfe zu verflüssigen und aus dem dabei entstehenden Destillat die wohlriechenden Bestandteile abzudestillieren und dem verbleibenden dickflüssigen Kaffee-Extrakt zuzusetzen. Abweichend hiervon vermeidet das neue Verfahren die Bildung übelriechender Stoffe, und es setzt die schwer zu verflüssigenden aromatischen Bestandteile dem Kaffee-Extrakt im Wascher zu, und außerdem setzt es die leichter zu verflüssigenden Bestandteile dem Kaffee-Extrakt zu.
  • Ferner ist bekannt, aus Kaffee öl in der Weise abzuscheiden, daß der Kaffeeauszug zunächst unter überdruck auf etwa ioo'C erhitzt und dann plötzlich auf io bis 15'C abgekühlt wird. Hierbei kondensieren sich die öligen Anteile des Kaffeeauszuges, und sie werden an den Wandungen der Kühlvorrichtung niedergeschlagen.

Claims (2)

  1. PA TENTA NS PR Ü CHE: i. Verfahren zur HerstellungvonKaffee-Extrakt, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Ausziehen des Kaffees frei werdenden, schwer zu verflüssigenden aromatischen Bestandteile in einer Absorptionsvorrichtung durch Auswaschen mit kaltem konzentriertem Kaffee-Extrakt verdichtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß aus den beim Ausziehen des Kaffees in geschlossenem Behälter entstehenden Gasen und Dämpfen vor oder gleichzeitig mit der Absorption der schwer zu verflüssigenden aromatischenBestandteile die leichter zuverflüssigenden Bestandteile durch Abkühlen und Kondensieren ausgeschieden und gleichialls dem Kaffee-Extrakt wieder zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kaffeeauszug über das Maß der endgültigen Konzentration hinaus konzentriert wird.
DEC52612D 1937-03-20 1937-03-20 Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Kaffee-Extrakt Expired DE682231C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1150863B (de) * 1960-06-22 1963-06-27 Nestle Produkte Ag F Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines pulverfoermigen Extraktes aus fluechtige Aromastoffe enthaltendem pflanzlichem Material

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1150863B (de) * 1960-06-22 1963-06-27 Nestle Produkte Ag F Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines pulverfoermigen Extraktes aus fluechtige Aromastoffe enthaltendem pflanzlichem Material

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