DE687156C - Behaelter fuer Kuehlzwecke - Google Patents

Behaelter fuer Kuehlzwecke

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DE687156C
DE687156C DE1935F0080465 DEF0080465D DE687156C DE 687156 C DE687156 C DE 687156C DE 1935F0080465 DE1935F0080465 DE 1935F0080465 DE F0080465 D DEF0080465 D DE F0080465D DE 687156 C DE687156 C DE 687156C
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DE
Germany
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cooling
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cooling purposes
containers
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DE1935F0080465
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Carl Freudenberg KG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F7/00Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body
    • A61F7/10Cooling bags, e.g. ice-bags

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

  • Behälter für Kühlzwecke Der Bedarf nach lokaler Kühlung ist in der praktischen Medizin sehr häufig. Die hierfür zur Verfügung stehenden Mittel haben jedoch verschiedene Mängel. Das nasse Tuch, das z. B. bei Kopfschmerzen die Kühlung bringen soll, erwärmt sich sehr rasch und ist durch das häufige Wechseln und das Nässen der Umgebung lästig. Der Eisbeutel macht die Beschaffung von Eis notwendig und setzt eine teure Gummiblase voraus. Außerdem kann der gefüllte Eisbeutel durch sein Gewicht und die harten Eisstücke empfindlichen Patienten unangenehm werden. Auch vermag eine Eiskühlung zu Erfrierungen zu führen, wenn der Eisbleutel falsch angewandt wird. Sehr mangelhafte Miftel zur Kühlung stellen die Kühlschlangen aus Metall dar, die höchstens in Kliniken brauchbar sind. Sie sind entweder starr, daher riur für bestimmte Falle geeignet, oder sie sind biegsam und müssen blei jeder neuen Anwendung in umständlicher Weise zurechtgebogen werden.
  • Weiterhin muß das in Metallkühlröhrchen verwendete Kühlmittel infolge der guten Wärmeleitfähigk, eit der Metalle sehr oft erneuert werden. Schließlich sind Kühlbehälter aus Metall schwer und wirken auf empfindliche Patienten unangenehm. Dilese Mängel werden durch die Erfindung bleseitigt.
  • Das Wesen der Erfindung liegt darin, daß man als Behälter für Kühlzwecke an sich bekannte, wasserfest gemachte, jedoch in wäßrigen Flüssigkeiten noch quellbare und für Wasser noch durchdringbare, insbesondere schlauch- oder kissenfömige Formgebilde verwendet, die ganz oder zum Teil aus Filmen aus tierischen, vorzugsweise kreuzweise verlagerten Fasern bestehen.
  • Die als Behälter für therapeutische Kühlzwecke zu verwendenden Formgebilde werden in bekannter Weise aus tierischen faserhaltigen Ausgangsstoffen, wie Haut, Sehnen, Fleisch, Muskelfleisch, entgerbtes Leder durch chemischen, biologischen oder thermischen Aufschluß, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von mechanischen Behandlungen und durch Formen der erhaltenen Fasermasse und Wasserfestmachen der Formgebilde, hergestellt.
  • Nach einer Ausführungsform lerfolgt der Aufschluß der faserhaltigen tierischen Ausgangsstoffe derart, daß die Fasern möglichst unverändert erhalten bleiben, wodurch die Endprodukte eine besondere Festigkeit erhalten. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, daß Haut oder Sehnen durch Behandlung mit quellend wirkenden Chemikalien und schonende mechanische Zerteilung und Zerfaserung in eine bochgequollene faserhaltige Masse üblergeführt werden. Diese plastische Fasermasse kann in beliebiger Weise geformt und die erhaltenen Formgebilde können wasserfest gemacht werden. Vorzugsweise erfolgt das Formen unter kreuzweiser Faserverlagerung, wodurch die Gebilde eine weitere Erhöhung ihrer Festigkeit erfahren.
  • Zur Herstellung von schlauchförmigen Kählbehältern wird die aufgeschlossene hochgequollene Fasermasse durch Pressen durch Ringdüsen geformt. Die erhaltenen Schläuche können auf der einen Seite ab gebunden oder in anderer Weise verschlossen werden. Die Anwendung der schlauchförmigen Kühlblehälter erfolgt in der Weise, daß man den einseitig verschlossenen Schlauch mit dem Kühlmittel, vorzugsweise Wasser, füllt, worauf auch das andete Ende abgebunden oder in anderer Weise verschlossen wird.
  • Zur Herstellung von anders geformten, z. B. kissenförmigen Behältern, geht man von Folien oder Filmen aus, die aus der tierischen Fasermasse durch Pressen durch Ringdüsen und Aufschlitzen der erhaltenen Schläuche, durch Pressen zwischen Walzen oder durch Pressen durch Schlltzdüsen erhalten worden sind. Die Folien oder Filme werden durch Zusammenkleben oder -nähen in Gebilde gewünschter Form übergeführt. Diese z. B. kissenförmigen Gebilde können mit einem Ein- bzw. Ausguß für das Kühlmittel versehen sein, der in bekannter Weise, z. B. durch einen Stopfen, verschlossen werden kann.
  • Die Abkühlung tritt bei Anwendung der neuen Kühlbehäber sehr schnell, wenn man kaltes Wasser nimmt, fast augenblicklich ein.
  • Die Kühlwlrkung auf die Haut ist auffallend stark. Diese Wirkungen der neuen Kühlbehälter beruhen darauf, daß sie für das Kühlwasser durchlässig sind. Das durchtretende Wasser verdunster sofort, wodurch die Oberfläche des Schlauches stark abgekühlt wird.
  • Durch den Wasserdurchtritt wird weder die Haut des Patienten noch die Umgebung der Auflegestelle benetzt, weil wahrscheinlich die Haut des Patienten das Wasser in der feinen Form, wie es aus dem Schlauch austritt, aufzunehmen imstande ist, während sie Wasser in tropfbarer Form mehr oder minder abweist. Für die Resorption des Wassers durch die Haut des Patienten spricht der Umstand, daß sie nach Fortnahme des neuen Kühlbehälters, auch wenn er nur verhältnismäßig kurz aufgelegen hat, noch längere Zeit kalt bleibt.
  • Die Wasserfüllung des Schlauches verschwinder nur sehr langsam, so daß man den Kühlschlauch mehrere Tage hintereinander ohne neues Nachfüllen zur Kühlung verwenden kann.
  • Für die praktische Verwendung der neuen Kühlbehälter kommt in manchen Fällen noch der Umstand in Betracht, daß sie für manche Stoffe, z. B. für ätherische Öle, durchlässig sind. Es wurde festgestellt, daß der riechende Teil des Kamillenauszugs durch die Membran durchtritt.
  • Schließlich ist noch zu erwähnen, daß die neuen Kühlbehälter nach vorhergehendem Einweichen in Wasser auskochbar sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Verwendung von an sich bekannten, wasserfest gemachten, jedoch in wäßrigen Flüssigkeiten noch quellbaren und für Wasser durchdringbaren, insbesondere schlauch oder kissenförmigen Formgebilden, die ganz oder zum Teil aus Filmen aus tierischen, vorzugsweise kreuzweise verlagerten Fasern bestehen, als Behälter für therapeutische Kühlzwecke.
DE1935F0080465 1935-12-25 1935-12-25 Behaelter fuer Kuehlzwecke Expired DE687156C (de)

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