DE687610C - Dampfstrahlpumpe - Google Patents

Dampfstrahlpumpe

Info

Publication number
DE687610C
DE687610C DE1938SC114685 DESC114685D DE687610C DE 687610 C DE687610 C DE 687610C DE 1938SC114685 DE1938SC114685 DE 1938SC114685 DE SC114685 D DESC114685 D DE SC114685D DE 687610 C DE687610 C DE 687610C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam jet
jet pump
vacuum
propellant
absorption liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938SC114685
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Peter Schlumbohm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PETER SCHLUMBOHM DR
Original Assignee
PETER SCHLUMBOHM DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PETER SCHLUMBOHM DR filed Critical PETER SCHLUMBOHM DR
Priority to DE1938SC114685 priority Critical patent/DE687610C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE687610C publication Critical patent/DE687610C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F9/00Diffusion pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Dampfstrahlpumpe Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dampfstrahlpumpe zum Pumpen von Gasen oder Dämpfen.
  • Es wurde gefunden, daß in sehr einfacher Weise Dampfstrahlpumpen, insbesondere mit hohem Vakuumeffekt, dadurch erhalten werden, daß aus der Treibmitteldüse ausgetretener Treibmitteldampf durch Absorptionsflüssigkeit absorbiert wird und zusammen mit :der Absorptionsflüssigkeit ständig aus der Pumpe abfließt.
  • Es sind zwar bereits Dampfstrahlpumpen bekanntgeworden, mit denen Dampf im Vakuum durch chemische Absorption gebunden und das mit dem Dampf verdünnte Absorptionsmittel ständig aus dem Vakuumbereich abgeleitet wird.
  • Bei diesen bekannten Pumpen wird aber der Dampf, der aus dem Verdampfer kommt, absorbiert, während bei der Pumpe gemäß der Erfindung der Treibmitteldampf absorbiert wird.
  • Auch erlaubt es erstmalig die Pumpe nach der Erfindung durch die Absorption des Treibmitteldampfes, daß die Dampfstrahlpumpe als Entlüftungspumpe verwendet werden kann. Ein fernerer Vorzug besteht darin, daß mit besonders einfachen Mitteln nicht nur ein tiefes Vakuum, sondern auch Kälte geschaffen wird. Um dies zu erreichen, brauchen nämlich nur Wasser und Schwefelsäure angewendet zu werden.
  • Weitere Merkmale und Einzelheiten der Pumpe gemäß der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen zu entnehmen, die auf der beiliegenden Zeichnung in zwei Figuren schematisch dargestellt sind. Wie aus Abb. i zu entnehmen ist, ist das sog. Endvakuum, d. h. der bestenfalls erreichbare Vakuumgrad, dadurch begrenzt, daß der Treibmitteldampf 2 beim Übertritt von der Ejektordüse i in den Diffusor 5 anfängt, in den Saugspalt 3 zurückzudiffundieren, wobei hier ein stationäres Dampfkissen gebildet wird, welches verhindert, daß weiteres Gas aus der Saugkammer 4. in den Ejektordampfstrahl hineindiffundiert und von ihm fortgerissen wird.
  • Gemäß der Erfindung wird der zurückdiffundierende Wasserdampf chemisch absorbiert und hierdurch der Weg in den Saugspalt 3 für das zu pumpende Gas wieder freigemacht. Durch diese Maßnahme wird das Endvakuum entscheidend verbessert. Das Absorptionsmittel kann hinsichtlich seiner chemischen Natur dem Treibmitteldampf entsprechend gewählt werden. Wird als Treibmitteldampf Wasserdampf verwendet, so kann der erfindungsgemäß erreichbare Effekt durch Absorption mittels Schwefelsäure erzielt werden, an Stelle deren aber auch andere wasserabsorbierende Flüssigkeiten verwendet werden können.
  • Das Absorptionsmittel wird ständig frisch in die Vakuumpumpe eingeführt und nach erfolgter Absorption ständig aus ihr entfernt. Ferner wird das Absorptionsmittel an denjenigen Stellen der Ejektorpumpe eingesetzt, an welchen eine Erniedrigung des Druckes des Treibmitteldampfes von wesentlicher Bedeutung für das erzielbare Endvakuum der Pumpe ist, nämlich einmal im Saugspalt 3 auf der Hochvakuumseite und zum anderen im Vorvakuum des Diffusors 5, der zum Beispiel gegen das von einer Wasserstrahlpumpe 7 erzeugte Vorvakuum arbeitet (s. insbesondere Abb.2).
  • Die in Abb. 2 dargestellte Pumpe hat mehrere Zuleitungen, nämlich die Zuleitung 6 für den Treibmitteldampf, die Zuleitung 13 für die Absorptionsflüssigkeit, die Zuleitung 9 für das Kühlwasser, das gleichzeitig als Betriebswasser der Wasserstrahlpumpe 7 dient, und schließlich die Zuleitung i g .als Saugstutzen der Pumpe für die von dem nicht dargestellten Verdampfer kommenden Dämpfe und Gase. Alle der Pumpe zugeführten Stoffe werden durch eine einzige Leitung 23 mit -dem Abwasser der Wasserstrahlpumpe abgeleitet.
  • Die Absorptionsflüssigkeit ist durch verdickte Pfeile gekennzeichnet; sie tritt zunächst in einen Verteiler 14 ein. Hierauf tritt ein Teil der Absorptionsflüssigkeit durch Löcher 16 in die Saugkammer q. und den Saugspalt 3 der Ejektordüse i und wirkt hier, wie es bereits oben erläutert wurde.
  • Ein anderer Teil der Absorptionsflüssigkeit tritt durch Löcher 15 auf die Außenwand des wassergekühlten, doppelwandigen Kernes io, der teils im Hochvakuumgebiet 22 und teils im Vorvakuumgebiet 2i angeordnet ist. Die beiden Druckgebiete sind durch einen Flüssigkeitsabschluß 17, 18 getrennt, der von der aus den Löchern 15 ausgetretenen Absorptionsflüssigkeit gebildet und gespeist wird. Der Teil 18 des Flüssigkeitsabschlusses ist als Überlauf ausgebildet, um die in das Vorvakuumgebiet 21 übertretende Absorptionsflüssigkeit gleichmäßig verteilt über die Außenwand des Kerns i o rieseln zu lassen. Hier absorbiert die Absorptionsflüssigkeit den Dampf des Ejektors, der in den Diffusor 5 strömte.
  • Die verdünnte Absorptionsflüssigkeit fließt in einen Behälter 12, der unter dem Vakuum der Vorvakuumpumpe 7 steht. Von hier kann die verdünnte Absorptionsflüssigkeit entweder durch eine Pumpe einem Eindampfer zur Konzentration und Wiederverwendung zugeführt werden, oder aber man läßt sie vom Behälter 12 in die Saugkammer der Wasserstrahlpumpe 7 überlaufen und verzichtet auf Wiedergewinnung.
  • Nicht absorbierte Gase, wie Luft, sind durch gefiederte Pfeile .dargestellt, um ihren Strömungsweg vom Saugstutzen i g durch die Saugkammer q., den Diffusor 5, :den Vorvakuumabsorber 2 i, die Leitung 8 und die Wasserstrahlpumpenableitung 23 besser verfolgen zu können. Das Kühlwasser ist durch einfache Pfeile bezeichnet.
  • Ein gemeinsames Gehäuse 2o umschließt die Vorvakuumzone 2 i und die Hochvakuumzone 22 der Pumpe. Die aus den Löchern 15 austretende Absorptionsflüssigkeit kann in der Hochvakuumzone 22 Dämpfe absorbieren, die durch die Leitung i 9 vom Verdampfer kommen.
  • Mit einer Pumpe gemäß der Erfindung, die z. B. aus Glas besteht, kann ein Endvakuum von o, i mm Hg bei Verwendung von Wasserdampf als Treibmitteldampf und Schwefelsäure als Absorptionsflüssigkeit erzielt werden. Dabei beträgt die Temperatur des dem Rohr 6 zugeleiteten Dampfes z. B. nur etwa 65° C, was einem Druck von nur etwa 200 mm Hg entspricht.
  • Ein mit der Pumpe gemäß der Erfindung erzielbares Endvakuum von o, i mm Hg bedeutet einen großen Fortschritt gegenüber dem mehrere Millimeter Hg betragenden Endvakuum, wie es mit den bisher bekannten einstufigen Dampfstrahlpumpen erzielt werden kann, wobei diese Pumpen noch dazu den Nachteil haben, daß bei ihnen ein Dampfdruck von mehreren Atmosphären erforderlich ist und .außerdem große Kondensatoren mit metallischen Wandungen zur Kondensation des Dampfes benötigt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dampfstrahlpumpe zum Pumpen von Gasen oder Dämpfen, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Treibmitteldüse (i) ausgetretener Treibmitteldampf durch Absorptionsflüssigkeit absorbiert und zusammen mit der Absorptionsflüssigkeit ständig aus der Pumpe abfließt.
  2. 2. Dampfstrahlpumpe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibmitteldampf absorbierende Flüssigkeit dem Saugspalt (3) der Treibmitteldüse (i) zufließt.
  3. 3. Dampfstrahlpumpe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibmitteldampf absorbierende Flüssigkeit dem Vorvakuumraum (5, 21) der Treibmitteldüse (i) zufließt.
  4. 4. Dampfstrahlpumpe nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Vorvakuumraum (5, 2 i) benötigte Absorptionsflüssigkeit in der Hochvakuumzone (22) der Pumpe zufließt und durch einen an sich bekannten Flüssigkeitsabschluß (17, 18) hindurch in den Vorvakuumraum überströmt.
  5. 5. Dampfstrahlpumpe nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch einen doppelwandigen Kern (i o), dessen Innenwand den Saugspalt (3) und den Diffusor (5) begrenzt und dessen Außenwand als Rieselfläche für die Absorptionsflüssigkeit dient.
  6. 6. Dampfstrahlpumpe nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch ein den Kern (io) umgebendes Gehäuse (2o) unddurcheinen Flüssigkeitsabschluß (17, 18), durch welchen der zwischen Kern und Gehäuse vorhandene Raum in -einen Vorvakuumabsorber (21) und einen Hochvakuumabsorber (22) unterteilt wird.
DE1938SC114685 1938-01-09 1938-01-09 Dampfstrahlpumpe Expired DE687610C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938SC114685 DE687610C (de) 1938-01-09 1938-01-09 Dampfstrahlpumpe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938SC114685 DE687610C (de) 1938-01-09 1938-01-09 Dampfstrahlpumpe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE687610C true DE687610C (de) 1940-02-02

Family

ID=7450166

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938SC114685 Expired DE687610C (de) 1938-01-09 1938-01-09 Dampfstrahlpumpe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE687610C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922732C (de) * 1952-08-22 1955-01-24 Siemens Ag Zweistufiger Dampfstrahl-Luftsauger mit Kondensation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922732C (de) * 1952-08-22 1955-01-24 Siemens Ag Zweistufiger Dampfstrahl-Luftsauger mit Kondensation

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60200493T2 (de) Zweistufige Vakuumpumpe
DE69821088T2 (de) Ammoniakkälteaggregat mit verdunstungsverflüssigung
DE2039962B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Rückkonzentration eines flüssigen Absorptionsmittels
DE60118552T2 (de) Integrierter entlüfter und kondensator
DE977081C (de) Verfahren zur Erzeugung eines Vacuums mittels einer mehrstufigen Diffusions- und Kondensationspumpe
DE687610C (de) Dampfstrahlpumpe
DE2928425C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung der Zustandsgrößen einer Gasatmosphäre innerhalb der Sicherheitshülle eines Kernreaktors
CH390061A (de) Durch einen Spaltrohrmotor angetriebene, mehrstufige Kreiselpumpe
DE102013225383A1 (de) Brennstoffzellensystem
DE69427309T2 (de) Anordnung für autoklavsysteme
DE1007940B (de) Treibmittelvakuumpumpe mit Diffusionsduesen
DE1092044B (de) Dampfstrahlpumpe
EP2308576B1 (de) Verdampfer
EP0011286B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb einer Wasserstrahlpumpe
DE2708568C2 (de) Dampfstrahl-Kälteanlage
DE102010030195B4 (de) Kühlvorrichtung für Lebensmittel sowie Düseneinrichtung hierfür
DE708574C (de) Entlueftungseinrichtung fuer elektrische Stromrichter mit Quecksilberkathode
DE451680C (de) Lahyrinthstopfbuechse fuer die Wellen von Maschinen mit hoher Drehzahl
DE1408621A1 (de) Verfahren zur Reduktion von Erz in Hochoefen
AT143222B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe von Siedekühlern, insbesondere für Vakuumentladungsgefäße.
DE518095C (de) Entlueftungseinrichtung zur Erzeugung hoher Vakua
AT55354B (de) Kreiselrad-Kondensator oder -Verkuumpumpe.
DE858414C (de) Anlage zum Erzeugen eines moeglichst wasserdampffreien Ofenschutzgases
DE542258C (de) Kaeltemaschine
DE705982C (de) Absorptionskaeltemaschine