DE687718C - Verfahren zum Einbrennen von Vaerankerungsmitteln in künstliche Zähne - Google Patents

Verfahren zum Einbrennen von Vaerankerungsmitteln in künstliche Zähne

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DE687718C
DE687718C DE1935V0031601 DEV0031601D DE687718C DE 687718 C DE687718 C DE 687718C DE 1935V0031601 DE1935V0031601 DE 1935V0031601 DE V0031601 D DEV0031601 D DE V0031601D DE 687718 C DE687718 C DE 687718C
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Vita Zahnfabrik Hrauter Ohg
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00—Dental prostheses; Making same
    • A61C13/10—Fastening of artificial teeth to denture palates or the like
    • A61C13/1003—Fastening of artificial teeth to denture palates or the like by embedding in base material
    • A61C13/1009—Anchorage members, e.g. pins or bars; Means or methods for affixing pins to porcelain teeth

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Description

  • Verfahren zum Einbrennen von Verankerungsmitteln in künstliche Zähne Die künstlichen Zähne müssen aus einer durchscheinenden Porzellanmasse hergestellt werden; da diese einen hohen Schwindungskoeffizienten besitzt, der je nach der Zusammensetzung der Masse 15 bis 25 01o beträgt, so können bisher nur Einlagen in den Zahnkörper eingebrannt werden, welche, sofern sie, wie z. B. alle Metalle, einen wesentlich geringeren Schwindungskoeffizienten als die Porzellanmasse aufweisen, einen im Verhältnis zum Zahnquerschnitt sehr geringen Querschnitt besitzen, da sonst die starke, durch die Einlage behinderte Schrumpfung der Zahnmasse zu erheblichen Spannungen und Rissen im Porzellan führen würde.
  • Zur Vereinigung der Verankerungsmittel mit dem Zahn hat man bereits in eine rückwärtige Hchlung des Zahnes eine Füllung aus bei niedriger Temperatur schmelzendem Metall eingebracht und in diese Füllung die Zabnbefestigungsmittel eingegossen. Da jedoch das Metall in der Höhlung nur mit Hilfe einer Verzahnung hält, so muß die Höhlung hinterschnitten sein; dies hat zur Folge, daß bei der Belastung des Zahnes durch Keilwirkung sprengend wirkende Kräfte auftreten, die den Bestand des Zahnes gefährden.
  • Gemäß der Erfindung sollen demgegenüber Verankerungsmittel dadurch mit dem Zahnkörper vereinigt werden, daß nach dem Brennen eines mit einer Aussparung versehenen Zahnkörpers in die Aussparung eine Einlage aus praktisch schwindungsfreier keramischer Masse und mit dieser gleichzeitig das Verankerungsmittel eingebrannt wird.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in Abb. I und 2 je eine Ausführungsform eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Zahnes im Querschnitt und in Abb. 3 in Ansicht auf die Zahnrückseite in stark vergrößertem Maßstab als Ausf ührungsb eispiele.
  • Es bezeichnet b die in den Zahnkörpera einzubettende Einlage, welche beispielsweise die Gestalt einer Öse (Abb. I) oder eines Gitters (Abb. 2), welches z. B. zur Befestigung in Kautschuk besonders geeignet ist, oder eines Blechstreifens o. dgl. aufweisen kann.
  • Derartige verhältnismäßig große metallische Körper hätte man bisher nicht in den Zahn einbrennen können, da sie das Schwinden der Zahnmasse in einem zu starken Maß behindert haben würden. Gemäß der Erfindung ist die Einlage b in dem Zahnkörper a in eine nicht oder nur wenig schwindende keramische Masse c eingebettet, die ihrerseits in eine entsprechende Aussparung e des Zahnes eingebracht und nach dem Einbringen gebrannt wird. Es wird also zunächst der Zahn mit jener Aussparung e versehen gebrannt, und alsdann wird die Masse c mit der Einlage b in die Aussparung e eingebracht und das Ganze abermals bei einer den Eigenschaften der Masse c entsprechenden Temperatur gebrannt. In diesem Fall verbindet sich die keramische Masse einerseits fest mit dem Verankerungsmittel, und sie schmilzt andererseits beim Brennen mit dem Zahnkörper homogen zusammen, sodaß die die Einlage aufnehmlendib Zahnaussparung in diesem Fall nicht hinterschnitten zu sein braucht. Da sich die keramische Masse nach dem Brennen auch mit der Verankerung sehr fest vereinigt und auch von den Mundsäften nicht angreifbar ist, -so hält die Verankerung auch wesentlich besser als bisher die einzementierten Einbettungen, da der Zement von den Mundsäften angegriffen wird.
  • Die Grundsätze für die Herstellung und die Verarbeitung schwindungsfreier keramischer Massen sind in der keramischen Industrie an sich bekannt. Man erzielt diese Eigenschaft nach den dort gebräuchlichen Regeln durch entsprechende Zusätze von grobkörnigen, mageren, hochschmelzenden Stoffen, wie z. B.
  • Quarz, durch ein Anmachen dieser Masse mit der richtigen, nicht zu großen Menge Wasser und durch die Wahl geeigneter Brenntemperaturen und geeigneter Brenndauer. Man kann auf diese Weise eine völlig schwindungsfreie und sogar eine beim Brennen wachsende Masse erzielen. Zweckmäßig gibt man der Masse für den vorliegenden Zweck jedoch eine ganz geringfügige Brennschwindung, die jedoch so gering sein muß, daß beim Brennen keine oder nur eine geringfügige Rißbildung entsteht, um durch eine kleine Schrumpfung ein festes Anhaften der Masse an die metallische Einlage zu gewährleisten. Trotzdem eine derartige Masse nicht durchsichtig ist, ist diese Eigenschaft in dem vorliegenden Verwendungsfall nicht nachteilig, da die Masse von der Zahnvorderseite her nicht sichtbar ist und infolgedessen das Aussehen des Zahnes nicht beeinträchtigt.

Claims (1)

  1. PTENTANSPRUCH: Verfahren zum Einbrennen von Verankerungsmitteln in künstliche Zähne, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Brennen eines mit einer Aussparung (e) versehenen Zahnkörpers (a) in die Aussparung eine Einlage (c) aus praktisch schwindungsfreier keramischer Masse und mit ihr gleichzeitig das Verankerungsmittel (b) eingebrannt wird.
DE1935V0031601 1935-02-25 1935-02-25 Verfahren zum Einbrennen von Vaerankerungsmitteln in künstliche Zähne Expired DE687718C (de)

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