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Einstellvorrichtung für Flüssigkeitszapfapparate Die Erfindung betrifft
.eine Einstellvorrichtung für einen Flüssigkeitszapfapparat mit volumetrischem,
mit Einzel- und Gesamtzähler verbundenem Durchlaufmes.ser, bei welchem eine bestimmte
Anzahl von Umdrehungen einer Kurbelwelle einer Meßeinheit entspricht.. Dabei ist
in das die Zähler umschließende Gehäuse der vom Durchlaufmesser betätigte, aus Zahngetrieben,
Daumenscheiben und Klinken bestehende Antriebsmechanismus eingebaut, der die genaue
vollständige Abgabe angefangener Meßeinheiten bewirkt, wobei der bereits ausgegebene
Anteil der angefangenen Einheit auf einem Zifferblatt mit Zeiger ablesbar ist, während
das OOuantum der bei einer Entnahme ausgegebenen Einheiten an dem Einzelzählwerk
abgelesen werden kann und dieses Zählwerk durch Drehen einer Kurbel auf Null rückstellbar
ist.
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Um in denjenigen Fällen, in denen ein vorheriges Einstellen der abzugebenden
Menge nicht erforderlich ist, den Einstellzähler ausschalten zu können, ist erfindungsgemäß
zum Einstellen der Menge ein auf dem Teilkreis des Einstellzählers drehbar gelagerter
Zahnkranz mit Handgriff vorgesehen, der ein den Antrieb des Gesamtzählers verbindendes
Zahnrad antreibt, dessen Zahnkranz eine Lücke aufweist. Dabei ist die Anordnung
so getroffen, daß beim Drehen des Randgriffes über den Nullpunkt hinaus bis zu einem
Anschlag die Lücke in den Zähnen des Verbindungsrades so steht, daß sie den Antrieb
des Einstellzählers unterbricht.
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Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung der Erfindung
dargestellt, und zwar ist der Erfindungsgegenstand in das die Zähler des Zapfapparates
und den Betätigungsmechanismus umschließende Gehäuse eingebaut gedacht.
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Fig. i zeigt einen Schnitt durch die Antriebsachsen der Einstellvorrichtung;
Fig.2 zeigt die Anordnung der Auslösevorrichtung der Steuerwelle; Fig.3 zeigt einen
Schnitt nach der Linie R-S der Fig.2; Fig. q. zeigt eine Ansicht des Zifferblattes
mit dem Einstellorgan; Fig.5 zeigt einen Schnitt nach der Linie T-U der Fig. i mit
den Antriebsrädern des Meßapparates; Fig. 6 und 7 zeigen Einzelheiten; Fig. 8 zeigt
einen Schnitt nach der Linie Tl-W der Fig. i mit den Antriebsrädern des Einstellorgans.
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Nach der Zeichnung ist auf einem die Platten 2i und 22 eines Gehäuses
verbindenden Bolzen 2,6 eine Radnabe 102 lose angeordnet, auf welcher ein Zahnrad
103, das an seinem
Umfang eine Lücke roh aufweist, eine urrunde
Scheibe 104 und ein weiteres Zahnrad 105 festsitzen. Das Zahnrad los ist
im Eingriff mit einem Zahnrad io7 auf der Welle 1o8. Auf dieser Welle sitzt auch
ein Zahnrad log fest, welches im Eingriff steht mit der Zahnung i i i des in einem
auf der Platte 21 befestigten Lagercvirikel i 12 gehaltenen Wellenstückes i io.
In einer an der Platte 21 festsitzenden Fassung 7,6 ist ein Ring 77 drehbar gelagert,
dessen. Zahnung 114 in eine zweite Zahnung i 13 des Wellenstückes mo eingreift.
Der Fassungsring 76 ist mit einer Skala 116 versehen, auf welcher die abzugebende
Flüssigkeitsmenge eingestellt werden kann. Ein Zapfen 117 dient hierbei als Anschlag
für den Einstellhandgriff 115.
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Eine zwischen den Platten 22 und 23 gelagerte Welle 29 ist durch die
Kupplungsteile 8 und 28 mit der das Einstellzählwerk 18 treibenden Welle des Meßapparates
verbunden. Welle 29 trägt das mit einem auf einer Welle 32 festsitzenden Rad 31
kämmende Rad 3o, wobei Welle 32 in einem bestimmten Übersetzungsverhältnis getrieben
wird. Sie trägt außer zwei kleinen Zahnrädern, das eine 33 für das Zeigerwerk und
das andere 38 für das Gesamtzählwerk 4o, und einem kräftigen Pade 49 für das Einzelzählwerk
ein Rad 132, das im Eingriff mit einem Rad 118 auf Welle 119 steht, welche mittels'des
auf derselben Welle festsitzenden Rades 12o das auf der Welle 122 lose aufgeschobene
Rad 121 antreibt. An der Zahnung des Rades 121 sind zwei Zähne 123 und 223 axial
verlängert und greifen bei jeder Umdrehung des Rades 121 in die Zähne des Zahnrades
124 und drehen dasselbe um eine Anzahl Zähne. Das Zahnrad 124 sitzt lose auf der
Welle i 19 und hat auf der rechten Seite, mit welcher es in die Zähne 123 und 223
eingreift, acht Zähne am Umfang (Fig.6). Auf der linken Seite dieses Zahnrades sind
vier Zähne (Fig. 7), so daß das Zahnrad 125, wenn dasselbe gedreht wird, nicht in
die Zahnung des Zahnrades 124 eingreifen kann. Das Zahnrad 124 nimmt aber beim Drehen
das Zahnrad 125 mit. Auf dem Zahnrad 125 sitzt das Zahnrad 225 und greift in die
Zähne des Zahnrades 103 ein. Damit das Zahnrad 124 immer in derselben Lage bleibt,
ist eine Klinke 126 vorgesehen, welche durch eine Feder 127 zwischen die Zähne des
Zahnrades 124 gedrückt wird.
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Die urrunde. Scheibe 104 hat eine Nase 128, welche in der Nullstellung
auf die Rolle 129 aufstößt und damit den Hebel 130 hebt. Der Hebel 130
sitzt fest auf der Welle 131, die unter Wirkung einer Feder 132 steht und bestrebt
ist, die Rolle 129 an die urrunde Scheibe 104 zu drücken. Auf der Welle 131 sitzt
auch der Hebel 133. Derselbe wirkt auf die Rolle 134 des Hebels 135, der fest auf
der Achse 91 sitzt. Ebenfalls fest verbunden mit der Achse 9 z ist der Hebel 93,
auf welchem der Hebel 83 aufliegt, der fest mit der Steuerwelle 82 verbunden
ist. Der Hebel 83 steht unter Wirkung der Feder 84 und kann vermittels des Hebels
86 und der Rolle 72, des Hebels 71 und der Welle 68 gehoben werden, um dadurch die
Drehung -des Meßapparates freizugeben.
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Die Funktion. der Einstellvorrichtung ist folgende: Will man Flüssigkeit
dem Meßapparat entnehmen, so dreht man den Ring 77, bis der Zeiger des Handgriffes
115 auf der gewünschten Zahl des Ringes 76 steht. Dadurch hat man über die Zahnräder
113, log und 107 das .Zahnrad los und mit demselben die urrunde Scheibe 104
und das Zahnrad 1o3 gedreht. Ebenso hat sich das Zahnrad 225 gedreht und mit ihm
Zahnrad 125. Zahnrad 124 ist nicht mitgenommen worden, da auf dieser Seite, wie
Fig.7 zeigt, das Zahnrad 124 nur vier Zähne hat und das Zahnrad 125 demzufolge nicht
eingreifen kann.
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Gibt der Meßapparat Flüssigkeit ab, so dreht sich die Welle 29, und
das Zahnrad 30 dreht das Zahnrad 31 und dieses Nviederum die Welle 32. Auf der Welle
32 ist das Zahnrad 132 und treibt das Zahnrad 118 und mit ihm das Zahnrad 12o. Das
Zahnrad 120 treibt das Zahnrad 121, welches bei jeder Umdrehung durch die Zähne
123 und 223 dem Zahnrad 124 eine schrittweise Bewegung erteilt. Bei jeder Bewegung
des Zahnrades 124 wird das Zahnrad 125 und damit das Zahnrad 225 gedreht, welches
das Rad 103 schrittweise zurückbewegt. Mit dem Zurückdrehen des Rades 103
gehen zugleich Nocken io4, Rad 105, Rad 107 und 1o9, Zahnräder 11i,
113 und schließlich der Einstellring 77 wieder zurück.
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Sobald der Einstellring auf Null zurückkommt, steht der Nocken 128
der urrunden Scheibe 104 unter der Rolle 129, hat dieselbe gehoben und damit die
Achse 131 gedreht. Die Achse 131 hat den Hebel 133 mitgenommen, welcher auf die
Rolle 134 wirkt, den Hebel 135 hebt und die Achse g1 dreht. Dadurch kommt der Hebel
93 aus dein Bereich des Hebels 83, worauf derselbe die Achse 82 dreht und durch
ein nicht gezeigtes weiteres Hebelwerk das ebenfalls nicht gezeigte Zuflußventil
der Meßflüssigkeit und den Apparat auf die angefangene Einheit abstellt.
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Oft ist es in Fällen, wo größere Mengen" Flüssigkeit, deren Betrag
nicht abzuschätzen ist, auszugeben sind, wie z. B. beim Füllen von Benzinbehältern
von Kraftwagen und größeren Behältern, erwünscht, den Einstellzähl
-er
auszuschalten und den Gesamtzähler zu betätigen.
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Soll nun die Einstellvorrichtung ausgeschaltet werden, so dreht man
den Einstellring 77 weiter im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers bis zum Anschlag
117. Dadurch dreht sich das Rad r03 weiter, die Einfräsung 1o6 des Rades kommt in
die Höhe des Zahnrades 225 zu liegen und die Zähne des Zahnrades 103 kommen außer
Eingriff mit den Zähnen des Zahnrades 225, so daß sich die Achsen 122, 1 1g und
die Welle 32, welch letztere die Verbindung mit dem Meßapparat herstellt, bewegen
können, ohne die Einstellvorrichtung zu betätigen.
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Zugleich kommt durch Drehen des Einstellringes 77 von o auf die Anschlagstellung
der Nocken 128 der unrunden Scheibe 104 aus dem Bereich der Rolle reg, der Hebel
130 fällt auf den kleineren Durchmesser der unrunden Scheibe 104 und dreht damit
die Welle 131, welche den Hebel 133 von der Rolle 134 wegzieht und damit die Hebel
135 und 93
freigibt.
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Da Hebel 93 unter Wirkung einer Feder steht, kommt er, sobald
die Achse des Hebels 83 gedreht wird, und dadurch Hebel 83 wieder gehoben ist, unter
Hebel S3 zu stehen und blockiert ihn. Das Heben des Hebels 83 erfolgt durch
Drehen der Achse 68, welche den Hebel 71 mitnimmt, so daß die Rolle 72 auf den Hebel
86 einwirkt, welcher die Welle 82 dreht und Hebel 83 mitnimmt. Der Meßapparat ist
dadurch wieder in Zapfstellung gebracht. Soll nun frisch Flüssigkeit vermittels
der Einstellvorrichtung der Zapfapparatur entnommen werden, so wird wieder durch
Drehen des Ringes 77 von der Anschlagstellung in die Nullstellung, wie bereits beschrieben,
das Zahnrad 103 m.itgedreht, die Zähne des Rades 103 kommen wieder in Eingriff
mit den Zähnen des Rades 125, so daß die Einstellvorrichtung von dem Meßapparat
wieder betätigt werden kann.
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Die Einstellvorrichtung ist so mit dem Einstellzählwerk i8 des Meßapparates
in Verbindung gebracht, daß die durch die Einstellvorrichtung entnommene Flüssigkeitsmenge
auf einem Zifferblatt, welches in die Fassung 76 eingebaut ist, abgelesen werden
kann.