DE68902017T3 - Haarkosmetisches Präparat mit Polyorganosiloxanen, die Hydroxyalkylgruppen tragen. - Google Patents
Haarkosmetisches Präparat mit Polyorganosiloxanen, die Hydroxyalkylgruppen tragen.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine haarkosmetische Zusammensetzung in Form einer Lotion auf Basis von Polyorganosiloxanen mit Hydroxyalkylfunktion sowie Verfahren zur Behandlung der Haare mit der genannten Zusammensetzung.
- Bestimmte Polyorganosiloxane sind auf dem Gebiet der Haarkosmetik wohlbekannt und als Konditioniermittel für die Haare verwendet worden, und zwar im Hinblick darauf, um insbesondere einen Glanz der Haare zu erreichen. Dabei handelt es sich im wesentlichen um Phenylmethylpolysiloxane, die in kosmetischen Zusammensetzungen vorliegen, welche man im allgemeinen auf die Haare aufträgt, ohne dieser Aufbringung eine Spülung folgen zu lassen.
- Diese Verbindungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie die Haare beschweren. In ästhetischer Hinsicht sucht man für die Frisur nach Eigenschaften eines Glanzes in Verbindung mit einem lockeren und leichten Aussehen.
- Die Anmelderin hat in überraschender Weise herausgefunden, dass die Verwendung von Polyorganosiloxanen mit einer Hydroxyalkylfunktion den Haaren ein glänzendes Aussehen zu verleihen vermochte und es zudem ermöglichte, die Haare leicht und locker zu halten, was in der Haarkosmetik angestrebt wird.
- Man bezeichnet als "kosmetische Behandlung" eine Behandlung, die darauf abzielt, auf den Haaren eines oder mehrere der oben genannten Ergebnisse zu erzielen.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, kosmetische zusammensetzungen zur Behandlung der Haare bereitzustellen, wobei die Polyorganosiloxane mit Hydroxyalkylfunktion eingesetzt werden, und welche keine oberflächenaktiven anionischen Mittel in Mengen enthalten, die auf die Zusammensetzung schäumende Eigenschaften übertragen.
- Auch ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haare zur Verfügung zu stellen, wobei man diese Zusammensetzungen als Frisurprodukte zur Anwendung bringt.
- Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden bei der Lektüre der nun folgenden Beschreibung und der Beispiele ersichtlich.
- Ein grundsätzlicher Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine haarkosmetische Zusammensetzung in Form einer Lotion, die in einem kosmetisch verträglichen Milieu mindestens ein Polyorganosiloxan mit Hydroxyalkylfunktion der folgenden Formel (I):
- worin die Reste R, gleich oder verschieden, unter Methyl-und Phenylresten ausgewählt sind, wobei mindestens 60 Mol-% der Reste R Methylreste sind, und worin der Rest R' eine lineare oder verzweigte, divalente Alkylenkette mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, p eine ganze Zahl von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20, und q eine ganze Zahl von 1 bis 120 sind, und zwar in Konzentrationen von 0,5 bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, sowie 50 bis 99,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, eines Lösungsmittels enthält, ausgewählt aus Niedrigalkanolen, flüchtigen Siliconen oder aus Kohlenwasserstoffen, ausgewählt aus Butan und Fluorkohlenwasserstoffen, oder aus deren Mischungen,
- wobei diese Zusammensetzung keine anionischen oberflächenaktiven Mittel in Mengen enthält, die die Zusammensetzung schäumend machen könnten.
- Das erfindungsgemass eingesetzte Copolymer kann ein abwechselnd oder statistisch aufgebautes Copolymer sein.
- Unter den besonders bevorzugten, erfindungsgemäss eingesetzten Verbindungen kann man Verbindungen der Formel (I) angeben, worin R' eine lineare oder verzweigte divalente Alkylenkette mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und insbesondere eine Trimethylenkette: -(CH&sub2;)&sub3;- oder eine 2-Methyltrimethylenkette:
- darstellt.
- Unter den Produkten der Formel (I) werden bevorzugt Produkte verwendet, deren Molekulargewicht 600 bis 10.000 beträgt.
- Ganz besonders bevorzugte Produkte der Formel (I) werden durch Produkte mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 10.000 dargestellt, für welche p 1 bis 5 und q 10 bis 100 sind.
- Die Produkte der Formel (I) sind in der Industrie bekannt und können gemäss im Stand der Technik bekannter Verfahren hergestellt werden, wie beschrieben in FR 85 16 334.
- Zur Herstellung der Produkte der Formel (I) kann man z.B. als Ausgangs-Organopolysiloxan das Copolymer der Formel (II) verwenden:
- worin R, p und q die oben angegebenen Bedeutungen haben.
- Diese Produkte sind in der Industrie der Silicone wohlbekannt und im allgemeinen im Handel erhältlich. Sie sind z.B. in US- A-3 220 942, 3 341 111 und 3 436 366 beschrieben.
- Man lässt die Produkte der Formel (II) mit einem ungesättigten Alkenylalkohol der Formel (III): R"OH reagieren, worin R" ein linearer oder verzweigter Alkenylrest mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen ist. Unter diesen Alkoholen verwendet man insbesondere den Allyl- und Methallylalkohol.
- Als Hydrosilylierungskatalysator für die Reaktion der ungesättigten Alkohole der Formel (III) mit dem Hydropolysiloxan der Formel (II) kann man bekannte Hydrosilylierungskatalysatoren verwenden, insbesondere die in US-A-3 715 334, 3 775 452 und 3 814 730 beschriebenen Platinkomplexe und die in US-A-3 159 601 und 3 159 662 beschriebenen Platin-Olefin-Komplexe.
- Die Herstellungsverfahren der Produkte der Formel (I) sind im Detail in US-A-2 970 150 und 4 160 775 beschrieben.
- Die kosmetischen Zusammensetzungen gemäss der vorliegenden Erfindung zur Behandlung und Pflege der Haare enthalten in einem kosmetisch verträglichen Milieu ein Polyorganosiloxan mit Hydroxyalkylfunktion der Formel (I) in Konzentrationen von bevorzugt 1 bis 30%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
- Diese Zusammensetzungen können in Form von wassrigen, alkoholischen Lotionen oder von solchen auf Basis organischer Lösungsmittel, verdickt oder nicht, oder zur Bildung von Sprays zubereitet als Aerosol oder in Pumpfläschchen vorliegen.
- Sie können zusätzlich zum Polyorganosiloxan der Formel (I) gewöhnlich in der Kosmetik verwendete Hilfsstoffe enthalten, wie Parfüms, Färbe-, Konservierungs-, Verdickungs-, oberflächenaktive nicht-ionische, kationische, amphotere Mittel oder deren Mischung, Sonnenfiltermittel sowie Akt ivsubstanzen.
- Diese Zusammensetzung enthält kein oberflächenaktives anioniches Mittel in Mengen, die der Zusammensetzung schäumende Eigenschaften verleihen würden.
- Das Mengenverhältnis liegt unterhalb 5 und vorzugsweise unterhalb 3 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, wobei vorzugsweise kein oberflächenaktives anionisches Mittel enthalten ist.
- Die kosmetischen Zusammensetzungen gemäss der vorliegenden Erfindung zur Behandlung der Haare werden vorzugsweise in Aufbringungen angewandt, auf die keine Spülung folgt. Sie können insbesondere als nicht zu spülende Frisurprodukte angewandt werden, wie in Gelen oder Lotionen zur Frisurformung oder zum Bürsten oder auch in Lacken.
- Liegen die nicht zu spülenden kosmetischen Zusammensetzungen gemäss der vorliegenden Erfindung in Form von Lotionen vor, kann das Lösungsmittelmilieu ausgewählt sein unter C&sub2;&submin;&sub4;- Niedrigalkoholen und vorzugsweise aus Ethylalkohol oder unter flüchtigen Siliconen, wie den zyklischen Siliconen, die im Wörterbuch CTFA unter den Bezeichnungen HEXAMETHYLSILOXANES und CYCLOMETHICONES oder deren Mischungen beschrieben sind, oder auch unter Kohlenwasserstoffen, wie vorzugsweise Butan und Fluorchlorkohlenwasserstoffen, ausgewählt vorzugsweise unter Fluortrichlormethan und Difluorchlormethan.
- Die Lösungsmittel liegen in diesen nicht zu spülenden Zusammensetzungen in Konzentrationen von vorzugsweise 70 bis 98 %, vor, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
- Wenn die Zusammensetzungen verdickt sind, enthalten sie eines oder mehrere Verdickungsmittel, die, vorzugsweise aus Zellulosederivaten, wie Methyl-, Hydroxymethyl-, Hydroxyethyl-, Hydroxypropyl-, Hydroxypropylmethyl-, Carboxymethylzellulose, Guargummi oder seinen Derivaten, Acrylsäurepolymeren, vernetzt oder nicht, Ethylen- Maleinsäureanhydrid-, Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid- Copolymeren, Xanthangummi und aus Scleroglucanen ausgewählt sein können.
- Man kann die Zusammensetzung durch Verwendung eines Produktes verdicken, das sich ergibt aus der ionischen Wechselwirkung eines kationischen Polymers aus einem Copolymer von Zellulose oder einem Zellulosederivat, gepfropft mit einem wasserlöslichen quaternären Ammoniumsalz eines Monomeren, mit einem anionischen Carboxylpolymer mit einer absoluten Kapillarviskosität in Dimethylformamid oder Methanol, bei einer Konzentrtion von 5% und bei 30ºC, unterhalb oder geich 30 x 10&supmin;³ Pa.s, wie insbesondere beschrieben in FR2598611.
- Die zum Verdicken der nicht zu spülenden Zusammensetzungen insbesondere verwendeten Verdickungsmittel sind ausgewählt unter vernetzten oder nicht-vernetzten Acrylsäurepolymeren und insbesondere durch ein polyfunktionelles Mittel vernetzten Polyacrylsäurepolymeren, wie den Produkten, verkauft unter der Bezeichnung CARBOPOL von Goodrich, unter den oben angegebenen Zellulosederivaten, Ethylen- Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, wie den von Monsanto unter der Bezeichnung EMA 91 verkauften, Copolymeren von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid, wie den von GAF unter der Bezeichnung GANTREZ AN (119, 139, 169) verkauften, sowie unter den oben beschriebenen Produkten, die sich aus der ionischen Wechselwirkung von Polymeren ergeben.
- Die Konzentration an Verdickungsmitel in diesen Zusammensetzungen schwankt von 0,05 bis 5 Gew.% und vorzugsweise von 0,1 bis 2 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
- Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen können als Aerosol zubereitet sein, um in der Form von Sprays verteilt zu werden und Lacke zu bilden. In diesem Fall verwendet man die Zusammensetzung in Gegenwart eines Treibmittelgases, wie insbesondere Kohlensäuregas, Stickstoff, Stickstoffprotoxid, Dimethylether, flüchtigen Kohlenwasserstoffen, wie Butan, Isobutan, Propan, chlorierten und/oder fluorierten Kohlenwasserstoffen und Mischungen aus Kohlenwasserstoffen, wie n-Butan, Isobutan, Propan mit chlorfluorierten Kohlenwassertoffen. Für die nicht zu spülenden Zusammensetzungen wählt man vorzugsweise Alkane, Fluoralkane, Chlorfluoralkane und deren Mischungen in Mengenverhältnissen, die über 80 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, nicht hinausgehen.
- Das kosmetische Behandlungsverfahren unter Einsatz der oben definierten Polyorganosiloxane der Formel (I) beruht im wesentlichen darauf, die Zusammensetzung auf die Haare aufzubringen, wobei auf diese Aufbringung gegebenenfalls eine Spülung folgt, um den Glanz der Haare zu verbessern und ihnen ein leichtes und lockeres Aussehen zu geben.
- Die nun folgenden Beispiele sollen die Erfindung noch mehr verdeutlichen, allerdings ohne jede einschränkende Wirkung.
- Man stellt ein Haarspray-Aerosol der folgenden Zusammensetzung her:
- - Polysiloxan der Formel:
- (Mn ca. 1400) 20 g
- - Parfüm qs
- - Ethylalkohol bis auf 100 g
- Aerosolzubereitung:
- - obige Zusammensetzung 30 g
- - Fluortrichlormethan-Difluorchlormethan- 60/40 60 g
- - ternäre Mischung aus n-Butan, Isobutan mehr als 55 %, Propan, verkauft unter der Bezeichnung AEROGAZ 3,2 N von ELF AQUITAINE 10 g
- Man stellt ein Haarspray der folgenden Zusammensetzung her:
- - Polysiloxan der Formel.
- (Mn ca. 1400) 5 g
- - Parfüm, Färbemittel qs
- - Ethylalkohol bis auf 100 g
- Man bereitet dieses Spray in einem Pumpfläschchen zu.
- Man stellt ein Haarspray der folgenden Zusammensetzung her:
- - Polysiloxan der Formel:
- (Mn ca. 1500) 10 g
- - Parfüm qs
- - Ethylalkohol bis auf 100 g
- Dies wird in einem Pumpfläschchen zubereitet.
- Man stellt ein Glanzspray der folgenden Zusammensetzung her:
- - Polysiloxan der Formel:
- (Mn ca. 9000) 1 g
- - Hexamethyldisiloxan, verkauft von Rhone Poulenc unter der Bezeichnung SILBIONE 70041 V 0,65 bis auf 100 g
- Diese Zusammensetzung wird in Pumpfläschchen zubereitet und auf trockenem Haar zerstäubt.
- Die Haare sind locker und glänzen mehr, als wenn sie mit einer ähnlichen Zusammensetzung mit 1 % Methylphenylpolysiloxan behandelt werden.
Claims (6)
1. Haarkosmetische Zusammensetzung, dadurch
gekennzeichnet, dass sie in Form einer Lotion vorliegt,
enthaltend mindestens:
- 0,5 bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, eines Polyorganosiloxans mit
Hydroxyalkylfunktion der folgenden Formel (I):
worin die Reste R, gleich oder verschieden, unter
Methyl- und Phenylresten ausgewählt sind, wobei
mindestens 60 Mol-% der Reste R Methylreste sind, und
worin der Rest R' ein lineares oder verzweigtes,
divalentes Alkylenkettenglied mit 2 bis 18
Kohlenstoffatomen, p eine ganze Zahl von 1 bis 30 und q
eine ganze Zahl von 1 bis 120 sind;
- 50 bis 99,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, eines Lösungsmittels, ausgewählt aus
C&sub2;&submin;&sub4;-Niedrigalkanolen, flüchtigen Siliconen oder aus
Kohlenwasserstoffen, ausgewählt aus Butan und
Fluorkohlenwasserstoffen, oder aus deren Mischungen,
wobei diese Zusammensetzung keine anionischen
oberflächenaktiven Mittel in hinreichenden Mengen
enthält, um der Zusammensetzung schäumende Eigenschaften
zu verleihen.
2. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass in den Verbindungen der Formel (I)
R' ein lineares oder verzweigtes, divalentes
Alkylenkettenglied mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
darstellt.
3. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass in den Verbindungen der Formel (I)
Rt der Trimethylenrest -(CH&sub2;)&sub3;- oder ein
2-Methyltrimethylen-Kettenglied
ist.
4. Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Aerosol in Gegenwart eines gasförmigen
Treibmittels zubereitet ist, um zum Zeitpunkt der
Ausbringung ein Spray zu bilden.
5. Verwendung der in einem der Ansprüche 1 bis 4
definierten Zusammensetzung als Produkt zum Frisieren,
ohne eine Spülung durchzuführen.
6. Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haare,
dadurch gekennzeichnet, daß man auf diese mindestens
eine in einem der Ansprüche 1 bis 4 definierte
Zusammensetzung aufbringt, ohne daß danach gespült wird.
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