DE68905904T2 - Chemisches heiz- oder kuehlkissen, versehen mit einer huelle mit kapillaren oeffnungen. - Google Patents

Chemisches heiz- oder kuehlkissen, versehen mit einer huelle mit kapillaren oeffnungen.

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DE68905904T2
DE68905904T2 DE8989311280T DE68905904T DE68905904T2 DE 68905904 T2 DE68905904 T2 DE 68905904T2 DE 8989311280 T DE8989311280 T DE 8989311280T DE 68905904 T DE68905904 T DE 68905904T DE 68905904 T2 DE68905904 T2 DE 68905904T2
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Description

    Hintergrund der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein chemisches Thermalkissen. Insbesondere betrifft die Erfindung Wärm- oder Kühlkissen, die zur Linderung von Schmerzen und zum Vermindern von Schwellungen an den Körper angelegt werden.
  • In US-A 3 175 558 (Caillouette et al.) ist ein therapeutisches Thermalkissen angegeben, das als Wärm- oder Kühlkissen verwendbar ist und bei dem der Beutel, der die die thermische Wirkung erzeugenden Chemikalien enthält, von dem Körper durch ein saugfähiges Material isoliert ist.
  • In US-A-3 474 504 ist ein chemisches Thermalkissen angegeben, bei dem in einem Außenbeutel ein eine thermisch wirksame Chemikalie enthaltender Innenbeutel und ein gleitend gelagertes Isolierblatt angeordnet ist. Der Außenbeutel besteht vorzugsweise aus einem flexiblen durchscheinenden Kunststoff, wie Polyethylen.
  • In US-A-4 462 224 (Gunshee et al.) ist ein sofort wirksames und wiederholt verwendbares Wärm- oder Kühlkissen angegeben, das aus drei voneinander getrennten Abteilen besteht. Durch Mischen des Inhalts von zweien der Abteile kann der Benutzer eine thermische Reaktion einleiten, durch die eine Wärme- oder Kältetherapie bewirkt wird. Nach dem Ablauf dieser Reaktion kann der Inhalt des dritten Abteils mit dem Inhalt des ersten und des zweiten Abteils gemischt werden, wobei ein Gel erzeugt wird, das im gefrorenen Zustand relativ weich und verformbar ist.
  • In US-A-4 756 311 (Francis jr.) ist ein mit Mikrowellen erhitzbares Gelkissen angegeben, bei dem das Gel in einer Hülle angeordnet ist die aus einem streckbaren Schichtstoff hergestellt ist , der eine Innenlage aus Polyethylen oder Polyurethan und eine Außenlage aus Nylon, nylonverstärktem Schichtstoff (nylon sclair), Papier oder einem Textilstoff besteht. Der Schichtstoff darf kein Autreißen des Kissens gestatten, wenn es mehr als etwa 2 min, aber nicht länger als etwa 4 min, mit der Mikrowellenenergie eines mit annähernd voller Leistung arbeitenden Mikrowellenheizgeräts beaufschlagt wird.
  • In US-A-3 929 135 (Thompson) ist ein Deckblatt angegeben, das verjüngte Kapillaren besitzt und für die Verwendung in saugfähigen Einrichtungen, wie Windeln, Damenbinden, Bettkissen, Inkontinenzkissen, Handtüchern, Bandagen und dergl., bestimmt ist. Andere flüssigkeitsundurchlässige Blätter, die nur gelocht sind, aber die Dicke des Blattes nicht beträchtlich vergrößern und die beispielsweise aus der Folie Delnet bestehen, die im Handel von Hercules Chemical Co., Wilmington, DA, erhältlich sind, werden beispielsweise in Wundverbänden als nichtklebende Schichten über saugfähigen Werkstoffen verwendet
  • Angabe der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein chemisches Thermalkissen mit einer flexiblen flüssigkeitsdichten Innentasche, die eine temperaturhaltende Zusammensetzung enthält. Die Tasche ist in einem Außenbeutel enthalten, der mindestens teilweise aus einem Blatt aus flüssigkeitsundurchlässigem Werkstoff besteht der mit Kapillaren versehen ist. Jede Kapillare hat eine Basis in der Ebene des Blattes und einen von der Ebene des Blattes entfernten Scheitel.
  • Die Kapillaren des Außenbeutels des chemischen Thermalkissens dienen zum Ableiten von Überschußwasser, das infolge von Kondensation die Innentasche umgeben kann, wenn das Kissen als Kühlkissen verwendet wird, oder wenn das Kissen vor seiner Verwendung als Heizkissen in siedendes Wasser getaucht wird. Die Kapillaren des Außenbeutels bilden optimal eine dünne isolierende Luftschicht die die vom Benutzer des Kissens gefühlte Wärmemenge herabsetzt und dazu beiträgt, daß durch übermäßige Wärme oder Kälte verursachte Verbrennungen oder Unannehmlichkeiten verhindert werden. Diese dünne Isolierschicht verhindert ferner ein Vergeuden von Wärme bei einem Wärmkissen oder ein vorzeitiges Erwärmen eines Kühlkissens und verlängert dadurch die Zeit, in der das Kissen für die Wärme- oder Kältetherapie angenehm verwendet werden kann.
  • Das chemische Thermalkissen kann ferner mit einer Isolierschicht versehen sein, die in dem Außenbeutel gleitend gelagert ist, wie dies in US-A-3 874 504 (Verakas) angegeben ist, oder die mit dem Außenbeutel einstückig oder auf andere Weise in den Kissen vorgesehen ist.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Figur 1 zeigt in einer Draufsicht ein erfindungsgemäß verwendetes chemisches Thermalkissen,
  • Figur 2 in größerem Maßstab im Querschnitt nach der Linie 2-2 in Figur 1 das Kissen teilweise in Ansicht,
  • Figur 3 in größerem Maßstab im Querschnitt eine Ausführungsform der Erfindung mit einer im Außenbeutel gleitend gelagerten Isolierschicht,
  • Figur 4 in größerem Maßstab im Querschnitt eine Ausführungsform der Erfindung mit in beiden Blättern des Augenbeutels vorgesehenen Kapillaren und
  • Figur 5 in größerem Maßstab in Draufsicht das Muster der Kapillaren des Außenbeutels.
  • Ausführliche Beschreibung
  • In den Zeichnungen zeigen die Figuren 1 und 2 eine Ausführungsform des chemischen Thermalkissens 10 gemäß der Erfindung. Der Außenbeutel 12 besteht aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Werkstoff, wie Polyethylen, Polyester, Polypropylen, Celluloseestern, Celluloseethern, Nylon, Polyvinylalkoholacetalen, Polyvinylchlorid, Polyvinylchloridacetat, Polystyrol und Methylmethacrylat. Dieser Werkstoff kann weitere zum Stand der Technik gehörende Zusatzstoffe enthalten, z. B. Tenside, wie sie in US-A-4 456 570 (Thomas et al.) angegeben sind, oder ein Färbemittel. Der flüssigkeitsundurchlässige Werkstoff kann mit einer Sprühentladung behandelt worden sein, wie es in der US-A-4 351 784 (Thomas et al.) angegeben ist, damit Flüssigkeit in einer größeren Menge pro Zeiteinheit durch den Außenbeutel hindurchtreten kann und das Haften von Aufdrucken auf dem Werkstoff verbessert wird. Ein bevorzugter flüssigkeitsundurchlässiger Werkstoff ist ein 0,0051 bis 0,0127 mm dickes Blatt aus Polyethylen mittlerer Dichte.
  • In der dargestellten Ausführungsform besteht der Augenbeutel 12 aus einem oberen Blatt 13 und einem unteren Blatt 14, die durch Heißsiegeln bei 15 an allen vier Rändern stoffschlüssig mit einander verbunden sind, so daß ein geschlossenes Kissen erhalten wird.
  • In dem Außenbeutel 12 befindet sich die Chemikalien enthaltende Innentasche 16, die eine beliebige der zum Stand der Technik gehörenden, üblichen temperaturhaltenden Zusammensetzungen enthält. Die Innentasche 16 besteht ebenfalls aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Werkstoff, wie Polyethylen, Polyester, Polypropylen, Celluloseestern, Celluloseethern, Nylon, Polyvinylalkoholacetalen, Polyvinylchlorid, Polyvinylchloridacetat, Polystyral und Methylmethacrylat . Eine bevorzugte Innentasche besteht aus Schichtstoffen, die mit Mikrowellen bestrahlt werden können, z.B. aus Polyethylen/Nylon oder dem nylonverstärkten Schichtstoff, der in US-A-4 756 311 angegeben ist.
  • Vorzugsweise besteht die Innentasche 16 aus einem Schichtstoff aus einem linearen Polyethylen geringer Dichte und Polyester wie ScotchPak -Feinfolie, die ein von der 3M Company in St. Paul, MN, im Handel erhältlicher Schichtstoff aus 0,0254 mm dickem Polyester und 0,0635 mm dickem Polyethylen ist. Ein chemisches Thermalkissen mit einer Innentasche aus ScotchPak -Feinfolie wird mit Mikrowellen bei der Leistungsstufe 40% ("Auftauen") erwärmt. Bei einer Beaufschlagung mit einer zu großen Menge Mikrowellenenergie wird die Innentasche aus ScotchPak zuverlässig ohne Explosion zerstört. Die gefahrlose Zerstörung der Innentasche 16 schreitet im allgemeinen infolge einer zu starken Erhitzung des Gels durch die Mikrowellen fort, so daß die gesiegelte Oberfläche des Polyethylens so stark geschwächt wird, daß die Innentasche 16 keinen Beanspruchungen mehr gewachsen ist, denen die Siegelung infolge von expandierenden Gasen unterworfen wird. Vor dem Aufbau eines beträchtlichen Druckes lösen sich die die Innentasche 16 bildenden Blätter an der Heißsiegelung voneinander und gestatten sie ein Entweichen der Gase init einem hörharen Zischen und ohne daß Gel ausgestoßen wird.
  • Wenn eine zu große Menge Mikrowellenenergie zu einer plötzlichen Zerstörung der Innentasche 16 führt, gewährleistet der Außenbeutel 12 einen zusätzlichen Schutz des Benutzers. Wenn die Innentasche 16 aus Schichtstoffen besteht, beispielsweise aus Polyethylen/Nylon oder nylonverstärktem Schichtstoff, kann eine zu starke Mikrowellenenergie zu einer Explosion der Innentasche führen, so daß heißes Gel über den Mikrowellenofen und möglicherweise auch über den Benutzer verspritzt wird. Die Kapillaren 17 des Außenbeutels 12 gestatten ein Entweichen von expandierenden Gasen aus dem chemischen Thermalkissen 10, halten das heiße Gel jedoch im allgemeinen zurück. Diese Wirkung ist besonders stark, wenn die Kapillaren 17 einwärtsgerichtet sind, wie nachstehend erläutert wird. Bei einer Innentasche 16 aus ScotchPak - Feinfolie bewirkt die Einwirkung überschüssiger Mikrowellenenergie, daß die Innentasche 16 weniger heftig zerstört wird als vorstehend beschrieben wurde. Die Außentasche 12 stellt eine zusätzliche Schicht dar, durch die ein derart erhitztes Gel hindurchtreten muß, bevor es mit dem Benutzer in Berührung gelangt.
  • Die temperaturhaltende Zusammensetzung kann beispielsweise ein Gelkörper sein, der bei seinem Einbringen in eine heiße oder kalte Umgebung die Temperatur dieser Umgebung nach dem Herausnehmen aus ihr während einer geeigneten Zeit hält. In der einfachsten Form besteht dieser Gelkörper nur aus geliertem Wasser.
  • Die temperaturhaltende Zusammensetzung kann auch ein Mehrkomponentensystem sein, dessen Komponenten durch eine reißbare Membran voneinander getrennt sind. Je nach den Komponenten der Zusammensetzung bewirkt deren Mischen, daß die Zusammensetzung Wärme erzeugt oder absorbiert. Ein Beispiel einer wärmeerzeugenden Zusammensetzung enthält als Hauptkomponente wasserfreies Magnesiumsulfat, wie in der US-A-3 328 136 angegeben ist. Ein anderes Zweikomponentensystem für ein Wärmkissen enthält Calciumchlorid als wärmeerzeugendes Pulver und Wasser als Lösungsmittel.
  • Ein wärmeabsorbierendes Zweikomponenten-Thermalkissen ist in US-A-2 979 463 angegeben. Es enthält Harnstoff oder eine Harnstoffverbindung als Hauptkomponente sowie Ammoniumchlorid, Kaliumchlorid oder Natriumchlorid und eine oder mehrere wärmeisolierende Substanzen, wie Gips oder Asbest. Diese Komponenten werden mit Wasser gemischt. In einer anderen Ausführungsform als Kühlkissen kann als Hauptkomponente eines mit Wasser zu mischenden Pulvers Ammoniumnitrat verwendet werden
  • In der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der Erfindung wird zum Herstellen des einstückigen Augenbeutels 12 ein Isolierblatt 18 an das obere Blatt 13 und das untere Blatt 14 heißgesiegelt. Das Isolierblatt 18 kann aus einem feinzelligen oder vernetzten Polyethylen-Schaumstoff oder einem anderen geeigneten Werkstoff bestehen. Vorzugsweise absorbiert das Isolierblatt 18 kein Wasser. Ein Beispiel eines bevorzugten Werkstoffes ist ein aus einem geschlossenzelligen Polyethylen-Schaumstoff bestehendes Blatt, das unter der Bezeichnung Polyfoam von DuPont Co., Wilmington, DE, erhältlich ist.
  • In der Figur 2 sind die Kapillaren 17 in Seitenansicht gezeigt. Jede Kapillare 17 besteht an einer in der Ebene des oberen Blattes 13 liegenden Basis 22 und aus Wandungen 23, die an dem Scheitel 24 enden. Gemäß der Figur sind die Wandungen 23 unter einem Winkel zu der Ebene des oberen Blattes 13 geneigt, so daß die Kapillaren 17 verjüngt sind. Der Neigungswinkel gegenüber der Achse ist in Figur 3 von US-A-3 929 135 mit alpha bezeichnet. In dem erfindungsgemäßen Außenbeutel kann der Neigungswinkel 0 bis 60 Grad betragen.
  • Die in den Figuren gezeigte Kapillare 17 hat allgemein die Form einer Kegelstumpffläche, doch versteht es sich, daß im Rahmen der Erfindung allgemein jedes verjüngte Gebilde z.B. ein Pyramidenstumpf oder dergl. mit einer dreieckigen, quadratischen oder vieleckigen Basis, verwendet werden kann. Ferner versteht es sich, daß die verjüngten Kapillaren asymmetrisch sein können (d.h., daß der Neigungswinkel auf der einen Seite sich von dem Neigungswinkel auf einer anderen Seite unterscheidet) und daß der Neigungswinkel sich über die Strecke von der Basis 22 zu dem Scheitel 24 stetig verändern kann, so daß eine Kurve erhalten wird. In diesem Fall wird der Neigungswinkel als der Winkel der Tangente an die Seite der Kapillare an jener Stelle definiert, an der der Scheitel die kleinste lichte Weite hat. Der Ausdruck "verjüngte Kapillare" umfaßt auch einen in dem oberen Blatt 13 ausgebildeten Schlitz, dessen endliche Länge kleiner ist als die Breite des oberen Blattes 13 und dessen Längsseiten und Stirnflächen unter Winkeln verjüngt sind, die den nachstehend für eine verjüngte kreisförmige Kapillare angegebenen analog sind. Wie vorstehend bei der Besprechung des Winkels alpha angegeben wurde, können die Wandungen 23 auch parallel sein, so daß die Kapillaren 17 nicht verjüngt sind.
  • Bis auf den vorerwähnten Schlitz wird als lichte Weite an der Basis die größte lichte Weite der Kapillaren 17 in der Ebene des oberen Blattes 13 angegeben. Bis auf den vorerwähnten Schlitz wird die lichte Weite am Scheitel als die größte lichte Weite der Kapillare 17 an ihrem Scheitel bezeichnet. Wenn die Kapillare 17 von einer Kegelstumpffläche gebildet wird, sind die lichten Weiten an der Basis und am Scheitel durch den Basisdurchmesser 26 bzw. den Scheiteldurchmesser 28 gegeben. Nachstehend werden anstelle der Ausdrücke lichte Weite an der Basis und lichte Weite am Scheitel auch die Ausdrücke Basisdurchmesser bzw. Scheiteldurchmesser verwendet.
  • Wenn die Kapillare 17 aus einem Schlitz besteht, dessen endliche Länge kleiner ist als die Breite des Blattes, werden als lichte Weite an der Basis und lichte Weite am Scheitel die kleinste lichte Weite an der Basis des Schlitzes in der Ebene des Blattes 13 bzw. die kleinste lichte Weite an dem von der Ebene des Blattes 13 entfernten Scheitel des Schlitzes bezeichnet. Das heißt, daß die lichten Weiten an der Basis bzw. am Scheitel in der Richtung der Breite des Schlitzes und nicht in seiner Längsrichtung gemessen werden.
  • Der Scheiteldurchmesser 28 beträgt 0,10 bis 2,54 mm, vorzugsweise 0,13 bis 0,51 mm. Der Basisdurchmesser 26 liegt im Bereich von 0,15 bis 6,35 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 2,00 mm.
  • Die Höhe der Kapillare 17 ist als der Abstand zwischen der äußersten Fläche des oberen Blattes 13 und dem Scheitel 24 definiert. Diese Höhe ist natürlich von dem Scheiteldurchmesser 28, dem Basisdurchmesser 26 und dem Neigungswinkel alpha abhängig, die wie vorstehend angegeben gewählt werden. Die Kapillare 17 soll so hoch sein, daß im Gebrauch die Gefahr eines Einidrückens der Kapillare minimal ist und daß sie zwischen dem darunter angeordneten Thermalkissen und dem Benutzer eine isolierende Luftschicht bildet. Die geeignete Höhe wird wesentlich durch die Eigenschaften des Werkstoffes des oberen Blattes 13 bestimmt. Wenn das obere Blatt 13 aus einem 0,0254 bis 0,0762 mm dicken Polyethylen mittlerer Dichte besteht, der Scheiteldurchmesser 28 und der Basisdurchmesser 26 in dem bevorzugten Bereich liegen und der Neigungswinkel alpha in dem kritischen Bereich liegt, kann die Höhe der Kapillare 17 0,04 bis 2,0 mm, vorzugsweise 0,5 bis 1 mm und insbesondere etwa 0 6 mm betragen. Wenn die Höhe der Kapillare 17 weniger als etwa 0,3 mm beträgt, wird die Wärme nur wenig gemildert.
  • In der Figur ist gezeigt, daß die Kapillaren 17 im oberen Blatt 13 so orientiert sind, daß der Scheitel 24 einwärtsgekehrt ist und der ebene Teil des oberen Blattes 13 den Benutzer berührt. Man kann diese Orientierung zwar auch umkehren, doch wird die dargestellte Orientierung bevorzugt, weil dann eine glatte auswärtsgekehrte Fläche vorhanden ist, die mit Anleitungen und dergl. bedruckt werden kann.
  • Figur 3 zeigt ein chemisches Thermalkissen 30, in dem das Isolierblatt 38 nicht als Bestandteil des einstückigen Außenbeutels 32 an diesen heißgesiegelt ist, sondern in dem Außenbeutel 32 gleitend gelagert ist.
  • In der dargestellten Ausführungform werden zum Herstellen des Außenbeutels 32 das obere Blatt 33 und das untere Blatt 34, die beide mit Kapillaren 37 versehen sind, durch Heißsiegeln miteinander verbunden.
  • Figur 4 zeigt ein chemisches Thermalkissen 40, das kein Isolierblatt enthält. In dieser Ausführungsform besteht der ganze Außenbeutel 42 aus Blättern mit Kapillaren 47. Da der mit den Kapillaren 47 ausgebildete Außenbeutel 42 die Innentasche 16 vollständig umschließt, ist die Innentasche 16 beim Erhitzen mit siedendem Wasser vor einem Schmelzen in Berührung mit einem heißen Topf geschützt. In dieser Ausführungsform der Erfindung kann das chemische Thermalkissen 40 direkt in einen Topf mit siedendem Wasser eingebracht werden, ohne daß das Wasser von der Wärmequelle entfernt werden muß, wie dies bei anderen gelartigen Wärmkissen erforderlich ist.
  • Figur 5 zeigt in größerem Maßstab in Draufsicht das chemische Thermalkissen 10 mit dem Muster der Kapillaren 17 des Außenbeutels 12. Die Kapillaren 17 müssen in einer solchen Dichte angeordnet sein, daß nach dem Eintauchen in siedendes Wasser die Tasche wirksam entwässert werden kann ferner muß eine isolierende Luftschicht vorhanden sein. Vorzugsweise sind Kapillaren 17 der vorstehend beschriebenen Art in einer geordneten Anordnung vorhanden und zwar 5 bis 231 Kapillaren pro cm². Vorzugsweise sind 50 bis 100 Kapillaren 17 pro cm² vorhanden.
  • Flüssigkeitsundurchlässige Blätter mit Kapillaren können nach verschiedenen zum Stand der Technik gehörenden Verfahren hergestellt werden. In einem besonders zweckmäßigen Verfahren wird ein geheiztes Werkzeug verwendet, das Stempel besitzt, die in ihrer Form und Anordnung den gewünschten verjüngten Kapillaren entsprechen, und das nachstehend als Werkzeug mit Stiften bezeichnet wird. Jeder Stempel ist derart befestigt, daß sein Scheitel von der Basis des Werkzeugs abgekehrt ist. Ein Teil des flüssigkeitsundurchlässigen Werkstoffes wird zwischen dem Werkzeug und einer elastischen Stützplatte mit dem erhitzten Werkzeug in Berührung gebracht, und die aus dem Werkzeug, dem flüssigkeitsundurchlässigen Werkstoff und der elastischen Stützplatte bestehende Anordnung wird druckbeaufschlagt, so daß der flüssigkeitsundurchlässige Werkstoff mit verjüngten Kapillaren ausgebildet wird. Man kann zum Herstellen des Blattes auch einer Teil des flüssigkeitsundurchlässigen Werkstoffes auf einem geeigneten Werkzeug durch zum Stand der Technik gehörende Mittel vakuumverformen. In einem dritten Verfahren können im Rahmen der Erfindung verwendbare Blätter auf einem Werkzeug gegossen werden, das für diesen Zweck ausgebildet und dem vorstehend beschriebenen ähnlich ist. Wenn nah einem der drei vorstehend beschriebenen Verfahren Kapillaren ausgebildet worden sind, kann es notwendig sein, Material von den Scheiteln der Kapillaren zu entfernen, damit die Scheitel den gewünschten Durchmesser haben zum Entfernen von Material kann man beispielsweise den Scheitel einer gesteuerten Schleifwirkung unterwerfen oder das geformte Blatt erhitzen, so daß die Scheitel durch Schmelzen geöffnet werden.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nachstehend nichteinschränkende Ausführungsbeispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Eine Innentasche von 11,43 cm mal 25,4 cm wird aus einem Schichtstoff hergestellt, der aus 0,0635 mm dickem linearen Polyethylen geringer Dichte und aus 0,0254 mm dickem Polyester besteht und unter der Bezeichnung ScotchPak von 3M Company, St Paul, MN, im Handel erhältlich ist. 300 g eines Gels der nachstehend angegebenen Zusammensetzung werden in diese Innentasche eingebracht, die dann durch Heißsiegeln geschlossen wird. Das Gel enthält auf Gewichtsbasis:
  • Carbopol 0,75%
  • Triethanolamin 0,75%
  • Propylenglykol 10,00%
  • Quaternium 15 0,10%
  • Roter Lebensmittelfarbstoff 0,03%
  • Wasser 88,37%
  • Carbopol ist ein im Handel von B.F. Goodrich & Co. erhältliches Carboxyvinylpolymer.
  • Quaternium 15 ist Chlorvinylalkylentetraammoniumchlorid.
  • Der Außenbeutel besteht aus einem oberen Blatt aus dem Blattmaterial Vispore X-6171, das im Handel von der Visqueen Film Products Division der Ethyl Corporation, in Richmond, VA, erhältlich ist, und aus einem unteren Blatt aus mattgeprägter natürlicher Feinfolie aus Polyethylen geringer Dichte, die im Handel von Bloomer Plastics, Bloomer, WI, erhältlich ist. Zusammen mit einem 10,15 mal 25,4 cm mal 25,4 cm mal 0,1588 cm messenden Isolierblatt aus geschlossenzelligem Polyethylenschaum, das unter der Bezeichnung Polyfoam bpm DuPony, Wilmington, DE erhältlich ist, werden diese Blätter durch Heißsiegeln miteinander verbunden, so daß ein einstückiger, am einen Ende offener Beutel erhalten wird. Die Innentasche wird zwischen dem Blatt aus Vispore X-6171 und dem Isolierblatt aus Polyfoam in den Beutel eingebracht, der an seinem offenen Ende durch Heißsiegeln verschlossen wird. Das Heißsiegeln wird mit einer Beutelschließmaschine Audion Sealer Typ SM420A von PAC Company, San Francisco, durchgeführt.
  • Das verwendete Blatt aus Vispore X-6171 ist eine etwa 0,0635 mm dicke Feinfolie aus Polyethylen mit einer geordneten Anordnung von etwa 83 Kapillaren pro cm². Die Kapillaren werden von Kegelstumpfflächen mit einem Basisdurchmesser von etwa 0,5 mm und einem Scheiteldurchmesser von etwa 0,35 mm gebildet, und der Abstand zwischen Basis und Scheitel beträgt etwa 0,6 mm.
  • Beispiel 2
  • Ein chemische Thermalkissen wird wie im Beispiel 1 hergestellt, doch hat das temperaturhaltende Gel folgende Zusammensetzung:
  • Methocel K15M 5%
  • Propylenglykol 25%
  • Wasser 69,97%
  • Roter Lebensmittelfarbstoff 0,03%
  • Methocel K15M ist ein im Handel von Dow Chemical Co. erhältlicher Cellulosemethylether.
  • Beispiel 3
  • Ein chemisches Thermalkissen wird wie im Beispiel 1 hergestellt, doch besteht das untere Blatt des Außenbeutels ebenfalls aus dem Blattmaterial Vispore X-61171.
  • Beispiel 4
  • Ein chemisches Thermalkissen wird wie im Beispiel 3 hergestellt, jedoch ohne Isolierblatt aus Polyfoam .
  • Beispiel 5
  • Die chemischen Thermalkissen gemäß den Beispielen 1 bis 4 werden in einen Mikrowellenofen eingebracht und darin in der Auftaustufe (Leistung 40%) 2 1/2 min erhitzt. Danach wird festgestellt, daß jedes Kissen gefahrlos und angenehm Wärme abgibt, ohne daß übermäßige Hitze zu Unannehmlichkeiten führt.
  • Beispiel 6
  • Jedes der chemischen Thermalkissen nach den Beispielen 1 bis 4 wurde in etwa 2,84 l siedendes Wasser eingebracht, nachdem der Topf von der Wärmequelle entfernt worden war. Nach 7 min wurde jedes Kissen aus dem Wasser herausgenommen und mit abwärtsgekehrtem oberem Blatt auf ein Handtuch gelegt, damit das Wasser herauslaufen konnte. Die chemischen Thermalkissen konnten leicht getrocknet werden, und es wurde festgestellt, daß jedes von ihnen gefahrlos für eine angenehme Wärmetherapie verwendet werden kann, ohne daß übermäßige Hitze zu Unannehmlichkeiten führt.
  • Beispiel 7
  • Ein chemisches Thermalkissen wird wie im Beispiel 1 hergestellt, doch besteht das temperaturhaltende Gel aus 70 Gew.-% Wasser, 25 Gew.-% Propylenglykol und 5 Gew.-% Hydroxypropylmethylcellulose vom Typ K15MDGS, die unter dem Warenzeichen "METHOCEL" von Dow Chemical Company, Midland Mich. 48640, erhältlich ist. Zum Herstellen des Gels wird zunächst Hydroxypropylmethylcellulose mit dem Propylenglykol benetzt. Dann wird durch Zusatz des Wassers das fertige Gel hergestellt. Es zeigt sich, daß dieses Kissen für eine angenehme Kältetherapie geeignet ist, ohne daß übermäßige Kälte zu Unannehmlichkeiten führt.
  • In den nachstehenden Tabellen sind die temperaturmildernden Wirkungen der kapillarenhaltigen Außenbeutel gemäß der Erfindung miteinander verglichen.
  • In der Taberlle 1 sind die Hauttemperaturen angegeben, die auf der Wade einer Versuchsperson gemessen wurden, die mit den Testkörpern A, B und C behandelt worden war. Diese bestehen aus gelgefüllten Taschen in dem erfindungsgemäßen Außenbeutel. Der Testkörper D ist eine gelgefüllte Tasche in einer Hülle aus biaxial orientiertem Nylon, das auf Polyethylen aufgeschichtet ist (im Handel aus als Crown-lam 515 von Crown Zellerbach Division der James River Corp., San Francisco, erhältlich). Dieser Schichtstoff hat eine scheinbare Dicke von 0,380 bis 0,5 mm. Die Thermalkissen wurden durch Eintauchen in siedendes Wasser oder in einem Mikrowellenofen bei der Auftaustufe (Leistung 40%) während der in der Tabelle angegebenen Zeiten erhitzt. N=1 oder 5 gibt die Anzahl der bei jedem Testkörper durchgeführten Tests an.
  • Die Obergrenze der für die Versuchsperson angenehmen Hauttemperatur liegt bei etwa 43ºC . Bei einer Temperatur von 49ºC wird das Gewebe durch Überhitzen etwas geschädigt. Aus der Tabelle geht hervor, daß mit dem chemischen Thermalkissen mit einem Außenbeutel, der Kapillaren der hier angegebenen Art besitzt (Probekörper A, B und C), eine milde Hauttemperatur in der Nähe der Obergrenze der angenehmen Temperaturen erzielt wird. Ein unter denselben Bedingungen erhitztes chemisches Thermalkissen ohne einen kapillarenhaltigen Augenbeutel (Testkörper D) bewirkt zunächst ein Erhitzen über die das Gewebe schädigende Grenze und kühlt sich dann schnell unter die für die Wärmebehandlung gewünschten Temperaturen ab. Nach drei und sechs Minuten war der Test so schmerzhaft, daß die Versuchsperson das chemische Thermalkissen entfernen mußte. TABELLE 1 Temperatur in ºC Zeit (Min.) Kissen nach Beispiel 1 10-minütiges Eintauchen in kochendes Wasser (N=1) Kissen nach Beispiel 1 7-minütiges Eintauchen in kochendes Wasser (N=5) Kissen nach Beispiel 1 2,5 min im Mikrowellenofen bei 40% (N=5) Kissen nach Beispiel 7 Crown-lam 515 7-minütiges Eintauchen (N=1)
  • Da der vorstehende Hauttemperaturtest bei einer Versuchsperson mit dem Gel des Beispiels 1 ohne einen Außenbeutel nicht mit gutem Gewissen wiederholt werden könnte, wurde der nachstehende Test durchgeführt, der zeigt daß die Gele nach Beispiel 1 und 7 im wesentlichen ebensogut zum Halten und Übertragen von Wärmeenergie geeignet sind.
  • Nach den nachstehend angegebenen Verfahren wurden die angegebenen gelhaltigen Kissen erhitzt und dann in der Mitte gefaltet. Die Temperatur des Kissens zwischen den gefalteten Hälften wurde aufgezeichnet und ist in der nachstehenden Tabelle 2 angegeben. Aus dieser Tabelle erkennt man, insbesondere beim Vergleich der Testproben E und F, daß der Temperaturverlauf bei den Gelen nach Beispiel 1 und 7 im wesentlichen gleich ist.
  • Die Testproben E und H enthielten das Gel nach Beispiel 7. Die Testkörper F, G, I und J enthielten das Gel nach Beispiel 1. Die Testkörper E und F bestanden aus der Innentasche ohne Außenhülle und wurden zum Erhitzen sieben Minuten in siedendes Wasser getaucht. Bei den Testkörpern G und I war die Innentasche in einem mit Kapillaren versehenen Außenbeutel nach Beispiel 1 angeordnet. Bei den Testkörpern H und J war die Innentasche in einer Vliesstoffhülle angeordnet, die aus dem Textilstoff Evolution bestand, der im Handel von Kimberley Clark Corporation (Dallas, Texas) erhältlich ist. Die Testkörper G und H wurden zum Erhitzen sieben Minuten in siedendes Wasser getaucht. Die Testkörper I und J wurden 2,5 min in einem Mikrowellenofen mit der Leistungsstufe 40% (Auftauen) erhitzt. TABELLE II Temperaturen in ºC Zeit (min)

Claims (10)

1. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) mit einer flexiblen flüssigkeitsdichten Innentasche (16), die eine temperaturhaltende Zusammensetzung enthält und in einem Außenbeutel (12, 32, 42) enthalten ist, der mindestens teilweise aus einem Blatt aus flüssigkeitsundurchlässigem Werkstoff besteht, der mit Kapillaren (17, 37, 47) versehen ist, die je eine Basis (22) in der Ebene des Blattes und einen von der Ebene des Blattes entfernten Scheitel (24) haben.
2. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach Anspruch 1, in dem der Außenbeutel (12) aus einem oberen Blatt (13) aus flüssigkeitsundurchlässigem Werkstoff besteht, der mit Kapillaren (17) versehen ist, und aus einem unteren Blatt (14) aus einem flüssigkeitsundurchlässigem Werkstoff, der nicht mit Kapillaren (17) versehen ist.
3. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem die Kapillaren (17), 37, 47) verjüngt sind.
4. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem die Kapillaren (17, 37, 47) die Form eines Stumpfes einer Kegelfläche mit einem Scheitel (24) und einer Basis (22) haben.
5. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem der Scheitel (24) ei nen Durchmesser von 0,10 bis 2,54 mm und die Basis (22) einen Durchmesser (26) von 0,15 bis 6,35 mm hat.
6. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach Anspruch 4, in dem bei den Kapillaren der Abstand von der Basis (22) zum Scheitel (24) 0,04 bis 2,0 mm beträgt.
7. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 6, in dem die Kapillaren (17, 37, 47) die Form von pyramidenförmig verjüngten Kapillaren haben.
8. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem die Kapillaren (17, 37, 47) eine geordnete Anordnung mit 5 bis 231 Kapillaren pro cm² bilden.
9. Chemisches Thermalkissen (10, 30, 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, in dem die Kapillaren (17, 37, 47) eine geordnete Anordnung mit 50 bis 100 Kapillaren pro cm² bilden.
10. Chemisches Thermalkissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem das mit den Kapillaren (17, 37, 47) versehene Blatt eine Isolierschicht bildet.
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