DE68905907T2 - Methode zur Reinigung einer Turbine in einem Kernkraftwerk. - Google Patents

Methode zur Reinigung einer Turbine in einem Kernkraftwerk.

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Fuji Kihan Co Ltd
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24—GRINDING; POLISHING
    • B24C—ABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C11/00—Selection of abrasive materials or additives for abrasive blasts
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D25/00—Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01D25/002—Cleaning of turbomachines

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Description

    Hintergrund der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen einer Energieerzeugungsturbine einer Kernenergieerzeugungsausrüstung, insbesondere einer Kernenergieerzeugungsausrüstung vom Siedetyp.
  • Bei einem Kernkraftwerk wird thermische Energie, die als ein Ergebnis einer Kernspaltung erzeugt wird, aus einem Reaktorkern durch Primärkühlwasser abgenommen und in einer Dampfkesselanlage in Elementenergie umgewandelt. In der Kernenergieerzeugungsausrüstung vom Siedewassertyp wird z.B. Primärkühlwasser durch Wärme zum Sieden gebracht, die vom Kernbrennstoff erhalten ist, steigt entlang des Kerns, um durch eine Dampf/Wasser-Trenneinrichtung in Dampf und Wasser getrennt zu werden, die auf einer Kernspitze vorgesehen ist, und dann wird abgetrennter Dampf über ein Dampfrohr einer direkten Energiegewinnungsturbine Zugeführt. Konsequenterweise ist es notwendig, die Turbine alle paar Jahre zu reinigen, um damit verbundenes bzw. daran haftendes Material zu entfernen. Dies erfolgt, um mit der Turbine verbundene Verunreinigungen zu entfernen und auch, um Schäden daran zu untersuchen. Bislang wurde das Reinigen durch einen Trockenstrahlreinigungsprozeß ausgeführt, bei dem gesintertes Aluminiumoxid als ein Poliermittel verwendet wird und zusammen mit einem Luftstrahl gegen die Turbinenoberfläche geblasen wird. Eine Operation des Reinigens der Turbine durch diesen Prozeß erfordert 3 bis 6 Tonnen Poliermaterial.
  • Wenn gesintertes Aluminiumoxid als Poliermaterial verwendet wird, wird die Turbinenoberfläche jedoch bald abgenutzt.
  • Das nach dem Reinigen verwendete Poliermaterial kann nicht von dem Ort transportiert werden, an dem es verwendet wurde. Es kann auch nicht verbrannt werden. Daher wird es in Beton gespeichert. Dies bedeutet, daß eine große Speicherfläche bzw. ein großer Speicherbereich erforderlich ist.
  • Die FR-A-2 127 021 offenbart ein Verfahren zum Reinigen von Teilen eines Kernkraftwerkes durch einen Strahlreinigungsprozeß, bei dem gesintertes Aluminiumoxid verwendet wird. Dieses Verfahren leidet daher an dem oben erwähnten Nachteil.
  • Die GB-A-1 571 239 offenbart die Verwendung von mit Harz beschichteten Partikeln bei einer Strahlreinigungstechnik, diese Partikel sind jedoch Sand oder Schlacke, was die Eindrucktiefe einer Oberfläche erhöht, die strahlgereinigt wird, und würden somit eine Abnutzung hervorrufen.
  • Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Entfernen von Material, welches mit einer Energiegewinnungsturbine einer Kernenergieerzeugungsausrüstung, insbesondere vom Siedewassertyp, verbunden ist, anzugeben, ohne eine Abnutzung der Turbinenoberfläche hervorzurufen und ohne ein Beseitigungsproblem nach der Behandlung hervorzurufen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren angegeben zum Entfernen und Beseitigen von Material, welches mit der Oberfläche einer Turbine verbunden ist, wobei das Verfahren den Schritt aufweist, partikel in einem Gasstrom gegen die Turbinenoberfläche zu blasen, dadurch gekennzeichnet, daß:
  • (a) die Partikel aus hitzehärtbarem Melamin-Harz oder einer Mischung aus Melamin-Harz mit einem unterschiedlichen hitzehärtbaren Harz bestehen und gegen die Turbine eines Kernkraft-Generators unter Entfernung von kontaminiertem Material geblasen werden;
  • (b) die Partikel und das Material, nach dem die Partikel verwendet worden sind, das kontaminierte Material zu entfernen, zusammen in einem Ofen verbrannt werden, wobei das Abgas der Verbrennung über eine Gasbehandlungsausrüstung an die Atmospäre abgeführt wird; und
  • (c) der Verbrennungsrest in Beton gespeichert wird.
  • Erfindungsgemäß wird ein hitzehärtbares Harz verwendet, welches geeigneterweise ein Melamin-Harz ist. Das Melamin- Harz kann aus einem einzelnen Bestandteil sein oder kann eine Mischung aus einem Melamin-Harz mit einem unterschiedlichen hitzehärtbaren Harz sein. Das Melamin-Harz kann etwas Harnstoff-Harz enthalten. Wenn der Anteil bzw. Gehalt an Harnstoff-Harz hoch ist, wird jedoch die Fähigkeit der Partikel, Material zu entfernen, vermindert und auch das Bruchverhältnis von Partikeln zur zeit des Entfernens von verbundenem bzw. anhaftendem Material wird erhöht, wodurch die Menge an verwendeten Partikeln erhöht wird. Somit ist der Gehalt an Harnstoff-Harz in den Partikeln geeigneterweise nicht größer als 30 Gewichtsprozent. Darüberhinaus ist die Korngröße von Melamin-Harzpartikeln nicht im einzelnen begrenzt, liegt jedoch geeignet im Bereich von 20 bis 120 Mesh bzw. Maschengröße, wie es beschrieben ist durch JIS R-6001-1973. Die Partikel können jegliche Form haben. Ihre Härte ist nicht im einzelnen eingeschränkt, liegt jedoch geeignet von 3 bis 4 auf der Mohsschen Skala. Die Partikel können erhalten werden durch Pulverisieren von verfestigten Melamin- bzw. Meramin-Harzmassen, -pellets, etc., und zwar mit einer Pulverisiermühle.
  • Die Partikel können zusammen mit bzw. entlang einem Gasstrom durch verschiedene Strahlreinigungsprozesse gestrahlt werden, die Trockenstrahlreinigungsprozesse sind jedoch am besten geeignet. Unter den Trockenstrahlreinigungsprozessen gibt es
  • (A) einen Strahlreinigungsprozeß vom Gravitätstyp, bei dem Partikel in einen Behälter geladen werden, der bei einer Position gehalten ist, die im Pegel höher ist als eine Düse, und Partikel, die auf eine an dem Behälterboden vorgesehene Abführöffnung fallen, werden zusammen mit komprimiertem Gas aus der Düse gestrahlt,
  • (B) einen Strahlreinigungsprozeß vom Direktdrucktyp, bei dem Partikel in einem Partikelherauspreßbehälter verschlossen sind, kompromiertes Gas dem Behälter zugeführt wird und Partikel, die aus einer Abführöffnung abgeführt werden, die am Behälterboden vorgesehen ist, werden zusammen mit komprimiertem Gas aus der Düse gestrahlt,
  • (C) einen Strahlreinigungsprozeß vom Siphon-Typ, bei dem Partikel in einen Behälter geladen werden, der auf einem niedrigeren Pegel gehalten ist als eine Düse, und Partikel, die aus einer am Behälterboden vorgesehenen Abführöffnung durch Saugwirkung von kompromiertem Gas abgeführt werden, werden zusammen mit komprimiertem Gas aus der Düse gestrahlt.
  • Jeder der obigen Strahlreinigungsprozesse kann verwendet werden.
  • Als komprimiertes Gas wird üblicherweise komprimierte Luft verwendet. Üblicherweise wird deren Druck auf 3 bis 10 kg/cm² in Überdruck eingestellt und die Geschwindigkeit des Strahls von komprimiertem Gas aus der Düse liegt von 50 bis 240 m/sek. Die Menge der zur Reinigung verwendeten Partikel, der Druck des komprimierten Gases und die Geschwindigkeit des Strahls können geeignet in Abhängigkeit von den Charakteristiken der verwendeten Partikel und des Zustandes der Verbindung von Material mit der Turbine gewählt werden.
  • Nach der Verwendung zur Beseitigung bzw. zum Entfernen von anhaftendem Material enthalten die Partikel das entfernte Material derart, daß die Partikel und das entfernte Material eine nicht homogene Mischung bilden. Wenn diese Mischung in einem Verbrennungsofen verbrannt wird, verbleibt ein Rest von Melamin-Harz nach der Verbrennung, und zwar zusammen mit dem entfernten Material als ein Gesamtverbrennungsrest. Das aus der Verbrennungseinrichtung abgeführte Abgas wird über eine geeignete Abgasbehandlungsausrüstung wie ein Filter an die Atmosphäre abgeführt. Der Rest von Melamin-Harzpartikeln beträgt höchstens einige Prozent der Menge der Harzpartikel vor der Verbrennung. Die Verbrennungseinrichtung kann von verschiedenen Typen sein und es ist geeignet, einen elektrischen Ofen zu verwenden. Der Verbrennungsrest, der anhaftendes Material enthält, kann durch einen geeigneten Prozeß behandelt werden, wie das Halten bzw. Aufnehmen in Beton.
  • Wenn Partikel, die ein thermoplastisches Harz aufweisen, verwendet werden, verursacht eine Verbrennung von Partikeln nach der Verwendung zur Reinigung in der Verbrennungseinrichtung das Schmelzen des thermoplastischen Harzes in der Verbrennungseinrichtung und das Anhaften des geschmolzenen Harzes an dem Boden der Verbrennungseinrichtung. Dies bedeutet, daß die Behandlung des Restes nach der Verbrennung sehr schwierig ist. Daher ist es unerläßlich, Partikel zu verwenden, die ein hitzehärtbares Harz aufweisen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist auf eine Kernenergieerzeugungsausrüstung, insbesondere auf eine Kernenergieerzeugungsausrüstung vom Siedewasser-Typ anwendbar.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Die Zeichnung ist eine schematische Ansicht, die ein Strahlreinigungsgerät zeigt, welches geeignet ist zum Ausführen der Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
  • Nun wird eine Ausführungsform der Erfindung im Detail unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
  • Unter Verwendung von Melamin-Harzpartikeln mit einer Korngröße von 42 bis 90 Mesh bzw. Maschgröße wurde Material, welches auf der Oberfläche einer Energiegewinnungsturbine einer Kernenergieerzeugungsausrüstung vom Siedewasser-Typ abgeschieden war bzw. daran anhaftete bzw. damit verbunden war, entfernt. Das Entfernen wurde ausgeführt unter Verwendung einer Strahlreinigungseinrichtung 20 vom Direkt druck-Typ. Partikel 10 wurden in einem Behälter 22 geladen und komprimierte Luft wurde aus einer Quelle für komprimierte Luft in den Behälter 22 und ein Transportrohr 26 gezwungen. Die Zuführrate von komprimierter Luft von der Quelle für komprimierte Luft wurde auf 1 Nm³/min. eingestellt und der Druck betrug 5 kg/cm² in Überdruck. Die Verwendungs- bzw. Verbrauchsrate von Partikeln betrug 300 kg/Stunde. Aus einer am Boden des Behälters 20 vorgesehenen Abführöffnung abgeführte Partikel wurden durch komprimierte Luft entlang des Transportrohrs transportiert und aus einer Düse 24 abgeführt. Der Innendurchmesser der Düse betrug 5 mm, die Geschwindigkeit des Strahls von komprimierter Luft aus der Düse wurde auf 150 m/sek. eingestellt und die Entfernung von der Düse zu der Turbinenoberfläche wurde auf 200 bis 800 mm gehalten. Partikel aus der Düse wurden gegen die Turbinenoberfläche geblasen, um an der Turbinenoberfläche haftendes Material zu entfernen. Die Rate des Blasens mit Partikeln pro 1 m² Turbinenoberfläche wurde auf 40 bis 60 kg eingestellt. Nach dem Entfernen des anhaftenden
  • Materials wurde keine Abnutzung auf der Turbinenoberfläche beobachtet. Es wurde weder Material, welches an der Turbinenoberfläche haften geblieben ist, noch daran anhaftende Partikel beobachtet.
  • Der Verbrennungsrest von Partikeln, die zum Entfernen verwendet wurden, betrug nur 2 Gewichtsprozent der Partikel vor der Verbrennung.
  • Aus Vergleichsgründen wurde das Entfernen von an der Turbinenoberfläche haftendem Material unter denselben Bedingungen wie oben ausgeführt unter Verwendung von gesintertem Aluminiumoxid mit 80 bis 150 Mesh. In diesem Fall wurde eine Abnutzung aufgrund des gesinterten Aluminiumoxids auf der Turbinenoberfläche beobachtet. Da gesintertes Aluminiumoxid nicht verbrannt werden könnte, war es unvermeidbar, gesintertes Aluminiumoxid nach der Verwendung zum Entfernen des anhaftenden Materials in der gesamten Menge in Beton zu speichern.

Claims (3)

1. Verfahren zum Entfernen und Beseitigen von Material, welches mit der Oberfläche einer Turbine verbunden ist, wobei das Verfahren den Schritt aufweist, Partikel in einem Gasstrom gegen die Turbinenoberfläche zu blasen, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) die Partikel aus hitzehärtbarem Melamin-Harz oder einer Mischung aus Melamin-Harz mit einem unterschiedlichen hitzehärtbaren Harz bestehen und gegen die Turbine eines Kernkraft-Generators unter Entfernen von kontaminiertem Material geblasen werden;
(b) die Partikel und das Material, nachdem die Partikel verwendet worden sind, das kontaminierte Material zu entfernen, zusammen in einem Ofen verbrannt werden, wobei das Abgas der Verbrennung über eine Gasbehandlungsausrüstung an die Atmosphäre abgeführt wird; und
(c) der Verbrennungsrest in Beton gespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Korngröße der Partikel im Bereich von 20 bis 120 Mesh bzw. Maschengröße liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kernenergieerzeugungsausrüstung eine Kernenergieerzeugungsausrüstung vom Siedetyp ist.
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