DE68907046T2 - Behaeltersystem fuer die verteilung von pharmazeutischen vorschriften an benutzer mit vermindertem sehvermoegen oder medizinisch geschwaechte benutzer. - Google Patents

Behaeltersystem fuer die verteilung von pharmazeutischen vorschriften an benutzer mit vermindertem sehvermoegen oder medizinisch geschwaechte benutzer.

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DE68907046T2 DE8989312837T DE68907046T DE68907046T2 DE 68907046 T2 DE68907046 T2 DE 68907046T2 DE 8989312837 T DE8989312837 T DE 8989312837T DE 68907046 T DE68907046 T DE 68907046T DE 68907046 T2 DE68907046 T2 DE 68907046T2
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Description

  • Ein Hauptproblem bei der Ausgabe verordneter Arzneimittel besteht darin, daß ein hoher Anteil dieser Arzneimittel von Patienten eingenommen wird, die sehbehindert oder medizinisch behindert oder beides sind. Es ist sogar außerhalb von Medizinerkreisen bekannt, daß die verordneten Arzneimittel für eine maximale Wirksamkeit, tatsächlich manchmal gegen die Wirksamkeit, wie verordnet eingenommem werden müssen; das heißt, daß als besondere Dosiermenge beispielsweise eine (Pille) pro Tag, eine zu jeder Mahlzeit, eine zu jeder Mahlzeit und beim Zubettgehen, eine alle vier Stunden usw. angegeben ist. Zusätzlich sind die Benutzer der Arzneimittel häufig aufgefordert, mehr als ein Arzneimittel einzunehmen, und normalerweise sind die Dosiermengen für verschiedene Arzneimittel unterschiedlich. Inbezug auf den geistigen und visuellen Scharfsinn ist das Befolgen der Vorschriften auf den Arzneiflaschen nicht schwierig, aber für eine große Anzahl von die verordneten Arzneimittel verbrauchenden Benutzern ist es ein ernstes Problem.
  • Die vorliegende Erfindung ist auf ein System gerichtet, das dem Apotheker erlaubt, die Arzneimittel in Behältern in einer Weise auszugeben, die den visuell und/oder medizinisch Behinderten von der Verschiedenheit der Arzneimittel und der Verschiedenheit der Dosiervorschriften in Kenntnis setzt. Zusätzlich sorgt das System dieser Erfindung für eine bequeme Art, wie der Apotheker den Typ des Behälters notieren kann, in dem besondere Arzneimittel für den Benutzer vorgesehen sind, und für eine Unterstützung des Benutzers beim geeigneten Gebrauch der Arzneimittel.
  • Das System verwendet eine Anzahl Behälter für die Ausgabe von verordneten Arzneimitteln. Die Behälter können aus Plastik im Spritzformverfahren und als zylindrischer Typ hergestellt sein, wobei jeder Behälter einen Boden, eine zylindrische Seitenwand und eine Öffnung aufweist, die mit einem Deckel abgedeckt ist. Jeder Behälter weist mindestens ein sichtbares und abtastbares Anzeigemittel in Form eines erhabenen Symbols auf. Das erhabene Symbol hat eine Form, die leicht visuell und/oder durch Abtasten erkennbar ist. Das Symbol kann ein Ring, ein Quadrat, eine horizontale Bank, eine vertikale Bank oder dergleichen sein.
  • Das erhabene Symbol wird in voneinander getrennter Anordnung in einer Anzahl wiederholt, die für die verordnete Dosiermenge kennzeichnend ist.
  • Bei der bevorzugten Ausführung besitzt der Behälter vom Hersteller aus ein entfernbares, gummiertes Etikett, das Auskunft über die Form des Symbols und die Anzahl der Symbole auf dem Behälter gibt.
  • Die Behälter werden vorzugsweise an Apotheker als System geliefert, das aus einer Reihe von Behältersätzen besteht. Jeder Behältersatz enthält ein ausgewähltes Symbol, und jeder Behälter des Satzes trägt eine unterschiedliche Anzahl solcher ausgewählter Symbole. BeisPielsweise kann ein typischer Satz vier Behälter aufweisen, die jeweils Ein Symbol in Form eines erhabenen Rings tragen. Der erste Behälter hat einen erhabenen Ring; der zweite Behälter trägt zwei voneinander getrennte Ringe; der dritte Behälter trägt drei voneinander getrennte Ringe, und der vierte Behälter hat vier voneinander getrennte Ringe. Die erhabenen Symbole sind. derart ausgebildet, daß sie visuell leicht unterscheidbar sind, und sind vorzugsweise derart strahlend gefärbt, daf. sie sich von der Behälterfarbe abheben. Die Symbole haben Eine solche Größe und Höhe, daß sie bei Abtastung leicht unterscheidbar sind, so daß ein Benutzer durch Abtasten des Behälters leicht zwei Merkmale erkennen kann. Das erste vom Benutzer zu erkennende Merkmal ist die Form des Symbols, beispielsweise ein Quadrat, ein Ring, eine vertikale Bank, eine horizontale Bank usw. Dieses Merkmal informiert den Benutzer über die Art des im Behälter vorhandenen, verordneten Arzneimittels. Daraufhin kann der Benutzer die Anzahl solcher Symbole visuell und/oder durch Abtasten feststellen. Dadurch wird der Benutzer über die Dosiermenge für das besondere, im Behälter vorhandene, verordnete Arzneimittel informiert. Wenn beispielsweise das Arzneimittel einmal pro Tag einzunehmen ist, erscheint ein solches Symbol auf dem Behälter. Wenn die Dosiermenge einmal am Morgen und einmal zur Bettzeit ist, erscheinen zwei solche Symbole. Wenn die Dosiermenge einmal vor jeder Mahlzeit ist, erscheinen drei solche Symbole. Wenn die Dosiermenge einmal zu jeder Mahlzeit und einmal zur Bettzeit ist, erscheinen vier solche Symbole.
  • Daher kann der Benutzer durch Sehen und/oder Ertasten leicht ein Arzneimittel vom anderen unterscheiden und auch die Dosiermenge erkennen. Angenommen sei, daß beispielsweise ein Benutzer ein Arzneimittel A und ein Arzneimittel B einnimmt, wobei das Arzneimittel A einmal am Tag und das Arzneimittel B viermal am Tag einzunehmen ist. Der Apotheker wird dann immer das Arzneimittel A in einem Behälter ausgeben, der ein gewisses Symbol trägt, beispielsweise einen Ring, und er wird immer das Arzneimittel B in einem Behälter ausgeben, der ein unterschiedliches Symbol trägt, beispielsweise ein Quadrat. Für diesen Verbraucher wird der Apotheker im weiteren immer das Arzneimittel A in einen Behälter geben, der einen Ring trägt, und er wird immer das Arzneimittel B in einen Behälter geben, der vier Quadrate trägt. Der Benutzer lernt dann, jedes Symbol mit einem bestimmten (unterschiedlichen) Arzneimittel zu verbinden, und wird durch die Anzahl der Symbole auf dem Behälter an die unterschiedlichen Dosiermengen erinnert.
  • Die individuellen Behälter werden an den Apotheker vorzugsweise in Sätzen geliefert, wobei ein Satz für jedes Symbol vorhanden ist und die Anzahl der Behälter in jedem Satz 1 bis n beträgt; dabei ist n die Maximaldosiermenge für das spezifische System. Wenn beispielsweise das System derart beschaffen ist, daß es eine Dosiermenge von maximal vier besitzt, dann weist jeder Satz vier Behälter auf. Ein typischer, vollständiger Satz für die Verwendung durch einen Apotheker wird beispielsweise in einem Ausgabetablett vorhanden sein, das für jedes Farbsymbol verschiedene Farbetiketten und sechzehn Behälter für die Ausgabe der Verordnungs- Arzneimittel enthält. Wenn ein Benutzer ein Arzneimittel kauft, wählt der Apotheker ein Symbol für dieses Arzneimittel, beispielsweise einen Ring, aus. Der Apotheker wählt daraufhin den Behälter aus, der eine der Dosiermenge entsprechende Anzahl von Ringen trägt. Der Apotheker kann dann dem Benutzer erläutern, daß ein Ring ein bestimmtes Arzneimittel kennzeichnet. Wenn beispielsweise an einen Benutzer ein Blutverdünnungsmittel ausgegeben worden ist, teilt der Apotheker dem Benutzer mit, daß ein Behälter mit einem Ring dies Blutverdünnungsmittel kennzeichnet. Wenn an denselben Benutzer zusätzlich ein Antidepressionsmittel ausgegeben worden ist, teilt der Apotheker dem Benutzer mit, daß ein anderes Symbol, beispielsweise eine horizontale Bank, für das Antidepressionsmittel gilt. Jedesmal, wenn der Apotheker diesen Benutzer erneut mit dem Arzneimittel versorgt, wird ein Behälter mit einem Symbol ausgewählt, das mit dem Arzneimittel korreliert ist, und es wird der Behälter ausgewählt, der die verordnete Dosiermenge kennzeichnet.
  • Um den Apotheker bei der Zuordnung von Arzneimittel und Benutzer zu unterstützen, ist jeder Behälter vorzugsweise vom Hersteller aus mit einem entfernbaren, gummierten Etikett versehen, das die Form des Symbols und die Anzahl der Symbole auf dem Behälter angibt. Der Apotheker kann dann das gummierte Etikett vom Behälter abziehen, bevor jener an den Benutzer ausgehändigt wird. Das gummierte Etikett kann dann unmittelbar in die vom Apotheker geführte Liste eingeklebt werden. Dadurch kann der Apotheker immer jedes vom Benutzer verwendete Arzneimittel mit demselben Symbol ausgeben. Er kann Behälter verwenden, die das geeignete Symbol und die der Dosiermenge entsprechende Anzahl von Symbolen tragen.
  • Andere haben schon auf die Bedeutung der Anzeige von Arzneimitteln und Dosiervorschriften auf dem Behälteräußeren hingewiesen, so in den US-Patentschriften 2066183, 2456155, 2587147, 2713845, 2817451, 3446179, 3537422, 3648647 und 4208983.
  • Die letztgenannte, am 24. Juni 1980 veröffentlichte US- Patentschrift 4208983 mit den Erfindern Buckley et al und mit dem Titel "Container For Symbolically Indicating Pharmaceutical Prescription" kommt dem Anmeldungsgegenstand möglicherweise am nächsten. Diese Patentschrift deckt das Konzept ab, die Behälter außen mit Anzeigemitteln zu versehen, die durch Abtasten unterscheidbar sind, aber dies in der Patentschrift vorgeschlagene Konzept ist ziemlich komplex und verlangt vom Apotheker, vom Behälteräußeren abstehende Teile abzuschneiden. Das System gemäß dieser Patentschrift ist deshalb ziemlich unhandlich zu benutzen und irrtum- und fehleranfällig. Die vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber den vorbekannten Methoden zum Versuch der Unterstützung des Benutzers von Arzneimitteln dar, und zwar dadurch, daß ein einfaches, billiges und zweckrnäßiges System zur Ausgabe von verordneten Arzneimitteln derart ausgebildet ist, daß auf einfachste Weise eine Maximalinformation an den Benutzer gegeben werden kann.
  • Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig.1 zeigt eine isometrische Außenansicht eines Behälters zur Ausgabe verordneter Arzneimittel, der die Merkmale dieser Erfindung verwendet.
  • Fig.2 zeigt eine Rückansicht des Behälters nach Fig.1 ohne Deckel und mit einem gummierten, abnehmbaren Etikett.
  • Die Figuren 3A, 3B, 3C und 3D zeigen bruchstückhafte Teile der Außenfläche der zylindrischen Behälterwand mit einem erhabenen Quadratsymbol als sichtbares und fühlbares Anzeigemittel, wobei 1, 2, 3 und 4 soche Symbole verwendet werden.
  • Die Figuren 4A bis 4D zeigen die Verwendung von 1, 2, 3 und 4 Ringen als erhabene Symbole.
  • Die Figuren 5A, 5B, 5C und SD zeigen die Verwendung von 1, 2, 3 und 4 vertikalen Bänken als erhabene Symbole.
  • Die Figuren 6A, 6B, 6C und 6D zeigen die Verwendung von 1, 2, 3 und 4 horizontalen Bänken als erhabene Symbole.
  • Fig.7 zeigt einen bruchstückhaften Querschnitt entlang der Linie 7-7 der Fig. 4A mit dem erhabenen Symbol an der Außenfläche des Behälters.
  • Fig.8 zeigt einen bruchstückhaften Querschnitt durch die Behälterwand entlang der Linie 8-8 der Fig. 3B mit einem Quadrat als erhabenes Symbol.
  • Fig.9 zeigt einen bruchstückhaften Querschnitt entlang der Linie 9-9 der Fig.5A mit einer einzelnen vertikalen Bank als erhabenes Symbol.
  • Fig.10 zeigt einen bruchstückhaften Querschnitt durch die Behälterwand mit drei horizontalen Bänken als erhabene Symbole.
  • In Fig.1 verwendet ein Behälter 10 die Merkmale dieser Erfindung. Dieser Behälter hat die übliche Form eines Arzneimittelbehälters und besteht üblicherweise aus Plastik. Dieser Behälter ist ein offener Topf mit einem Boden 12 und einer Zylinderwand 13; er ist mit einem Deckel 16 verschlossen. Die Fig.2 zeigt den Behälter 10 ohne den Deckel 16, also den offenen Topf 18. Der Behälter mit den Elementen 12 bis 18 stellt vorzugsweise den für die Ausgabe von verordneten Arzneimittel üblichen Typ dar. Die vorliegende Erfindung schlägt Mittel zur Modifizierung des Behälters vor, die dem Benutzer sichtbare und fühlbare Informationen vermitteln, um die Wahrscheinlichkeit zu vermindern, daß der sehbehinderte und/oder medizinisch behinderte Benutzer die im Behälter beigegebene Verordnung mißversteht.
  • Zu diesem Zweck besitzt der Behälter außen, insbesondere an der Außenfläche 14A seiner Seitenwand, ein integriertes, erhabenes, sichtbares und fühlbar unerscheidbares Anzeigemittel oder Symbol 20. Fig.1 zeigt drei solcher erhabener Symbole 20, die jeweils die Form eines Quadrats haben. Angenommen, ein Apotheker würde Arzneimittel in einem Behälter nach Fig.1 ausgeben, dann gibt das in Form eines erhabenen Quadrats vorliegende Symbol dem Benutzer Auskunft über die Art des Arzneimittels. Das Symbol mit dem erhabenen Quadrat würde hier dem Benutzer mitteilen, daß ein Arzneimittel für einen besonderen Zweck, beispielsweise zur Blutverdünnung, vorliegt. Mit diesem System wird der Benutzer darüber informiert, daß jeder Behälter 10 mit dem erhabenen Quadratsymbol das ihm verschriebene Blutverdünnungsarzneimittel enthält. Deshalb kann der Benutzer sowhl mit seinem Sehsinn als auch mit seinem Tastsinn lernen, sein Blutverdünnungsarzneimittel richtig zu identifizieren.
  • Die Anzahl der erhabenen Symbole gibt die Dosiermenge an. Fig.1 zeigt drei solche erhabenen Quadratsymbole, die die Dosiermenge entsprechend der Zahl 3 angeben; das kann dreimal pro Tag zu jeder Mahlzeit, vor jeder Mahlzeit oder dergleichen bedeuten.
  • Die verwendeten Symbole können verschieden sein. Die Figuren 3A bis 3D zeigen bruchstückhafte Außenansichten von Teilen der Seitenwandaußenoberfläche 14A des Behälters, wobei die Fig. 3A ein Symbol, die Fig.3B zwei Symbole, die Fig.3C drei Symbole und die Fig. 3D vier Symbole aufweist. Die Symbole sind voneinander getrennt und in Größe, Höhe und Abstand derart ausgebildet, daß der Benutzer die Form und die Anzahl entweder mit seinem Sehsinn oder mit seinem Tastsinn leicht identifizieren kann. Um die Sehbehinderten weiter zu unterstützen, kann jedes erhabene Symbol mit einer zur Farbe des Behälters kontrastierenden Farbe ausgestattet sein. Die Farben können sehr leuchtend und fluoreszierend sein.
  • Verschiedene Symbole können verwendet werden. Beispielsweise zeigen die Figuren 4A bis 4D die Verwendung von 1, 2, 3 und 4 Ringen 22. Jeder Ring kann mit einem Loch oder einem nicht erhabenen Bereich 22A versehen sein, um die Identifizierung bei der Symbolertastung zu verbessern. Weitere Symbolarten können vorgesehen werden, beispielsweise vertikale Bänke 24, wie sie in den Figuren 5A bis 5D gezeigt sind, oder horizontale Bänke, wie sie in den Figuren 6A bis 6D dargestellt sind.
  • Die Zeichnungen zeigen damit vier verschiedene Symbole, die verwendet werden können, und es ist leicht erkennbar, daß bei Bedarf eine größere Anzahl benutzt werden kann. Normalerweise werden aber Behältersätze mit vier verschiedenen Symbolen deshalb ausreichen, weil die meisten Benutzer der verschriebenen Arzneimittel nicht mehr als vier verschiedene Arten von Arzneimittel zur gleichen Zeit einnehmen. Zusätzlich ist die Anzahl der Dosiermengenanzeige 1 bis 4. Grundsätzlich kann die Anzahl 1 bis n sein, wobei n die höchste Dosiermenge darstellt; aber in der typischen Situation, in der Arzneimittel ausgegeben werden, wird die geeignete Dosiermenge durch Anzeige mit 1 bis 4 getrennten Symbolen für den Benutzer ausreichend sein.
  • Fig.2 zeigt die Rückseite des Behälters 10 und auf dessen zylindrischer Außenoberfläche14A ein abnehmbares, gummiertes Etikett 28. Dieses Etikett besitzt eine Form oder eine Information, die dasjenige Symbol, das in integrierter Weise auf dem Behälter gebildet ist, und die Anzahl solcher Symbole anzeigt. Beispielsweise kann das Etikett quadratisch sein, wenn Quadratsymbole 20 verwendet werden, oder es kann rund sein, wenn runde Symbole 22 verwendet werden. Sollten vertikale Bänke 24 oder horizontale Bänke 26 verwendet werden, so kann das Etikett eine quadratische Form haben, auf dem entweder vertikale oder horizontale Bänke gebildet sind und auf dem die Anzahl der Bänke entsprechend der Anzahl der auf dem Behälter vorhandenen erhabenen Symbole 20 steht. Die Anzahl der Symbole kann auf dem Etikett 28 gedruckt sein, wie die Zahl 3 auf dem Etikett 28 in Fig.2, wodurch mitgeteilt wird, daß der Behälter 10 drei Quadratsymbole auf der zylindrischen Seitenwand trägt.
  • Die Behälter gemäß der Erfindung werden vorzugsweise in Sätzen an Apotheker verkauft. Ein typisches, vollständiges System würde vier Sätze umfassen, wobei jeder Satz vier Behälter aufweist und somit 16 Behälter vorhanden sind. Der Apotheker wählt dann einen der 16 Behälter aus, um ein bestimmtes Arzneimittel an einen Benutzer aus zugeben, und ordnet dem Benutzer ein Symbol für dieses Arzneimittel zu. Der Apotheker erklärt dem Benutzer, daß dieses Symbol ihm immer dies bestimmte Arzneimittel anzeigt und daß die Anzahl der Symbole die Dosiermenge angibt. Er zieht dann das Etikett 28 vom Behälter ab, bevor er ihn dem Benutzer aushändigt, und bringt es auf seiner Liste an, die er zur Anzeige des Verkaufs des Arzneimittels an den Benutzer führt. In üblicher Weise wird der Apotheker ferner ein Etikett am Behälter anbringen, das den Patientennamen, das Arzneimittel und die Dosiermenge angibt. Das Etikett 28 ist so plaziert, daß es entfernt werden muß, wenn Platz für das übliche Etikett des Apothekers geschaffen werden soll. In dieser Weise wird der Apotheker jedesmal, wenn ein Patient zum Nachkauf zum Apotheker kommt, immer dasselbe Arzneimittel dem Patienten in einem Behälter mit demselben Symbol und mit derselben Anzahl Symbole auf dem Behälter zur Verfügung stellen, falls die Dosiermenge dieselbe ist. Wenn jedoch die Dosiermenge durch den verordnenden Arzt verändert worden ist, wird ein Behälter mit demselben Symbol, aber mit einer unterschiedlichen Anzahl Symbole ausgewählt.
  • Auf dem Markt gibt es heute viele tausende verschiedener Präparate, doch ist es nicht notwendig, ein unterschiedliches Symbol für jede auf dem Markt erscheinende Präparat vorzusehen. Notwendig ist nur, eine begrenzte Anzahl Symbole vorzusehen, die der Anzahl von Arzneimitteln entspricht, die irgendein Benutzer zu irgendeiner Zeit normalerweise erhält.
  • Die Erfindung ist dahingehend bildlich dargestellt und beschrieben worden, daß die erhabenen Symbole in integrierter Weise auf der äußeren Behälterseitenwandfläche gebildet wurden. Das ist die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Die erhabenen Symbole können stattdessen auf dem Deckel 16 angebracht sein; diese Ausführung wird jedoch nicht bevorzugt, weil der Benutzer einen Deckel versehentlich von einem auf den anderen Behälter bringen kann (der ein unterschiedliches Arzneimittel beinhaltet). Der Benutzer wird wahrscheinlich viel weniger die Arzneimittel von einem Behälter in den anderen bringen. Daher wird sehr bevorzugt, die sichtbaren und fühlbaren Anzeigemittel an der Behälterseitenwand anzubringen.
  • Die Erfindung ist dahingehend bildlich dargestellt und beschrieben worden, daß die erhabenen Symbole in integrierter Weise auf dem Behälter gebildet wurden. Eine weitere Ausbildung der Erfindung betrifft das Anheften der Symbole am Behälter, entweder an der Seitenwand oder am Deckel, aber vorzugsweise an der Behälterseitenwand, und zwar durch Haftung. Erhabene und vorzugsweise auch strahlend gefärbte Symbole können aus Plastik oder dünnem Metall bestehen, die auf der Rückseite mit einer Haftschicht versehen sind. Die Haftschicht ist insbesondere so geartet, daß nach dem Ankleben des Symbols dieses nur schwer wieder zu entfernrn ist, im Gegensatz zu dem leicht entfernbaren, zuvor beschriebenen Etikett 28.

Claims (8)

1. Behälter zur Abgabe eines Arzneimittels an einen sehbehinderten und/odereinen medizinisch behinderten Benutzer und zur Informierung des Benutzers über dieses Arzneimittel und die Dosiermenge, wobei der Behälter (10) einen aufrechten, oben offenen Topf mit einem Boden (12), eine eine innere und äußere Oberfläche (14A) aufweisende Seitenwand (14) und eine abnehmbare Abdeckung (16) aufweist, wobei ferner der Behälter (10) auf seiner Außenoberfläche (14A) ein sichtbares und fühlbares Anzeigemittel (20) in Form eines erhabenen Symbols für jede Dosiermenge trägt und die Dosiermenge aus der Anzahl der Symbole bestimmbar ist, wobei ferner die Anzahl und Form der voneinander getrennten Symbole leicht erfühlbar und visuell unterscheidbar sind und wobei die Form des oder jedes erhabenen Symbols gleich ausgebildet und visuell sowie durch Abfühlung bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Benutzer das im Behälter vorhandene Arzneimittel durch die Form des oder jedes Symbols feststellen kann und daß ein entfernbares, gummiertes Etikett (28) am Behälter befestigt ist, das visuell die Form und und die Anzahl der erhabenen Symbole am Behälter anzeigt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabenen Symbole (20) sich an der Außenfläche (14A) der Behälterwand befinden.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabenen Symbole (20) integraler Bestandteil des Behälters (10) sind.
4. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabenen Symbole (20) mit einer Farbe strahlend gefärbt sind, die sich von der Behälterfarbe abhebt.
5. Behältersystem zur Verwendung durch einen Apotheker, der eine Liste der an sehbehinderte und/oder medizinisch behinderte Benutzer ausgebenen Arzneimittel führt, wobei dies Behältersystem Mittel zum Informieren des Benutzers über das Arzneimittel und über die Dosiervorschrift enthält, wobei dies Behältersystem ferner eine Anzahl Sätze mit individuellen, im Anspruch 1 definierten Behältern aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Form jedes erhabenen Symbols in jedem Satz gleich ausgebildet sowie visuell und durch Abfühlung von den Symbolen anderer Sätze unterscheidbar ist, daß die Form jedes Symbols in jedem Satz auf ein besonderes Arzneimittel abstimmbar ist, daß jeder Satz Behälter aufweist, die mit unterschiedlichen Anzahlen von Symbolen von 1 bis n versehen sind, wobei n die Höchstdosiermenge des Systems darstellt und wobei der Apotheker einen Behältersatz mit den bestimmbaren Symbolen für die Ausgabe eines bestimmten Arzneimittels an einen bestimmten Benutzer auswählt und ferner aus dem ausgewählten Satz einen Behälter auswählt, der die Anzahl der erhabenen Symbole entsprechend der verordneten Dosiermenge besitzt.
6. Behältersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die erhabenen Symbole an der Außenoberfläche jeder Behälterwand befinden.
7. Behältersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabenen Symbole einen integralen Bestandteil des Behälters bilden.
8. Behältersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabenen Symbole mit einer Farbe strahlend gefärbt sind, die sich von der Behälterfarbe abhebt, und daß eine unterschiedliche Farbe für jeden verschiedenen Satz von Symbolen vorgesehen ist.
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