DE68907328T2 - Behandlung von geschmolzenen Materialien. - Google Patents

Behandlung von geschmolzenen Materialien.

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen und Methoden, um geschmolzene Materialien zu handhaben. Besondere Beispiele solcher Materialien sind das Eisen und die Schlacke, die von einem Hochofen abgestochen werden, und die Erfindung wird speziell mit Bezug auf Kanäle beschrieben werden, die zur Aufnahme des Eisens vom Hochofen verwendet werden und als Flüssigeisenablaufrinne und Flüssigeisenrinnen bekannt sind, obwohl sie nicht darauf beschränkt ist.
  • Eine Flüssigeisenrinne, die eine Verschleißauskleidung, die während des Betriebs direkten Kontakt mit dem Flüssigeisen hat, und eine Dauerauskleidung hat, die die Verschleißauskleidung beinhaltet, ist bekannt und kann luftgekühlt, entweder durch erzwungene Belüftung oder mit Umgebungsluft oder wassergekühlt oder auf andere Weise, z.B. mit einem Glycol/Wasser-Gemisch, gekühlt werden.
  • Die Verschleißauskleidung einer Flüssigeisenrinne kann aus feuerfestem Beton bestehen, und die Dauerauskleidung kann aus Kohlenstoff kombiniert mit Aluminiumoxid-Ziegeln oder nur aus Aluminiumoxid-Ziegeln sein. Gewöhnlich wird die Außenseite der Flüssigeisenrinne von einer äußeren Stahlschalung gebildet, manchmal bekannt als Kasten. Aus Festigkeitsgründen darf dieser Stahl keine höheren Temperaturen als ungefähr 260ºC annehmen. Das Roheisen kommt aus dein Hochofen direkt mit der Verschleißauskleidung in Kontakt und hat eine Temperatur von ungefähr 1500ºC-1550ºC. Als Ergebnis treten im Aufbau der Flüssigeisenrinne beträchtliche thermische Spannungen auf, die sie erheblich ausdehnen.
  • Eine typische Flüssigeisenrinne kann zwanzig Meter lang und drei Meter breit sein. Durch den Kontakt mit dem Roheisen dehnt sich die Verschleißauskleidung aus feuerfestem Beton in der Länge um ungefähr 18 cm und in der Breite um ungefähr 2,7 cm aus.
  • Die Dauerauskleidung an der Außenseite der Verschleißauskleidung ist jedoch einer niedrigeren Temperatur ausgesetzt und zudem aus einem anderen Material gefertigt, so daß sie sich viel weniger ausdehnt. Als Folge der aus diesen Differenzen resultierenden Spannungen in der Verschleißauskleidung und der Dauerauskleidung neigen diese Auskleidungen dazu, zu reißen, speziell in der Nähe des Kanalbodens. Ebenso, unter den Voraussetzungen, daß die Flüssigeisenrinne am Ofenende verankert ist, um sie dort von Bewegungen abzuhalten und daß der Boden der Rinne sich horizontal ausdehnt, treten diese Risse hauptsächlich in den Seitenwänden der Auskleidungen auf.
  • Die zuvor genannte, durch die Temperaturdifferenz verursachte Rißbildung tritt sogar dann auf, wenn die Auskleidungen mit Dehnfugen versehen werden, um die durch das Übergehen vom kalten Zustand auf Betriebsbedingungen verursachte Ausdehnung aufzunehmen. Dies geschieht, weil diese Auskleidungen keine einheitliche Ausdehnung erfahren.
  • Die Rißbildung führt ebenso zu dem Problem, daß Flüssigeisen in den Rissen erstarrt, wenn die Flüssigeisenrinne zur Wartung außer Betrieb genommen wird. Sobald der Flüssigeisenkanal wieder in Betrieb genommen wird, findet weitere Ausdehnung statt, so daß die Maße der Flüssigeisenrinne sich noch weiter vergrößern. Dann treten signifikante Verzerrungen auf, wobei der Aufbau des Flüssigeisenkanals noch weiter geschädigt wird. Während des Betriebes führt die Rißbildung zu dem Risiko, daß das geschmolzene Material durchbricht, wobei kostenaufwendige Reparaturarbeiten für den ganzen Aufbau der Flüssigeisenrinne notwendig werden.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Methode und einen Aufbau zur Handhabung geschmolzenen Materials, in welcher die Auskleidungen sowohl vor als auch während ihres Einsatzes beträchtlichem Druck unterworfen werden.
  • Gemäß dem Stand der Technik zeigt die GB-A-773272 Druckfedern, die von Seitenwänden einer Stahlschalung auf eine Endplatte der Schalung einer Transferablaufrinne wirken, um die thermische Ausdehnung dieser Schalung in Längsrichtung zu kompensieren, die in Längsrichtung größer ist als die der feuerfesten Masse. Die Endplatte ist relativ zu den Seitenwänden der Schalung beweglich.
  • Auf den Seiten 35 - 37 und 47 - 51 des "Iron and Steel Engineer" vom Oktober 1988 werden verschiedene Methoden zur Kühlung von Ablaufrinnen oder Rinnen gezeigt und verschiedene Arbeitsanordnungen und Dauerauskleidungen, von denen manche aus Einzelziegeln aufgebaut sind, diskutiert. Figur 2 auf Seite 48 zeigt einen angeblich patentierten Aufbau, der Auskleidungsschichten mit hoher thermischer Leitfähigkeit beinhaltet.
  • Die AT-B-379 172 zeigt eine Schlackenrinne, bei der eine innere Grenze zwischen dem kühlenden Medium und der Schlacke durch eine hydraulische oder pneumatische Zylinder/Kolben-Anordnung seitlich gebogen wird.
  • Erfindungsgemäß ist gemäß Anspruch 1 eine Vorrichtung vorgesehen, die einen Kanal zur Handhabung geschmolzenen Materials beinhaltet, der durch eine Verschleißauskleidung festgelegt ist und eine äußere Metallschalung hat, auf die Preßvorrichtungen einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die preßvorrichtungen von einem Auflagepunkt aus zumindest auf die Seitenwände der Schalung einwirken, wodurch auf die Verschleißauskleidung durch besagte Schalungsseitenwände und eine dazwischen liegende Dauerauskleidung Druck ausgeübt wird.
  • Die Wirkung dieser Maßnahme ist es, der Rißbildung entgegenzuwirken, und wo Risse auftauchen, werden sie abgedichtet, so daß geschmolzenes Material nicht in ihnen erstarren kann, so daß die Beschädigung der Vorrichtung verhindert wird. Ein einfaches Ausführungsbeispiel ist das, bei dem Federpakete verwendet werden, um gegen die Schalungswände zu drücken. Im gleichen Maße, wie die Ausdehnung sich vergrößert, nimmt auch die Drucklast zu. Jedoch ist es wünschenswert, daß die Drucklast von der Veränderung der Schalungsmaße fast unabhängig ist. Für die Preßvorrichtungen sind hydraulische oder pneumatische Vorrichtungen, die einfacher als Federpakete eingestellt werden können, besser. Ausdehnungsunabhängige Last bedeutet, daß ausreichende Rißabdichtlast unabhängig von den momentanen Maßen der Vorrichtung immer vor, während und nach der Anwesenheit von geschmolzenem Material in der Vorrichtung ausgeübt wird. Es ist wünschenswert, daß die Unterseite der Schalung so konstruiert wird, daß sie sich bezüglich der Seitenwände frei kann. Ebenso ist es wünschenswert, daß die Seitenwände zumindest der äußeren der verschiedenen Auskleidungsschichten, die im allgemeinen einen U-förmigen seitlichen Querschnitt haben, Seitenwände haben, die von ihnen abgetrennt sind und sich bezüglich der Bodenwand des "U"'s zumindest seitlich bewegen können.
  • Desgleichen besteht die Endwand der Schalung tunlichst aus mindestens zwei vertikal übereinander angeordneten Teilen, die sich relativ zueinander bewegen können. Auf diese Weise wird den unterschiedlichen Ausdehnungen in der Vorrichtung Rechnung getragen.
  • Weiterhin ist es wünschenswert, daß die Preßvorrichtungen zur Verteilung der Drucklast in der Weise Druck bereitstellen, daß er abhängig von der Position eines jeden Druckangriffspunktes auf der Schalungswand ist, in der Weise, daß die Drucklast im allgemeinen vom Boden der Schalung zum Oberteil hin abnimmt. Auf diese Weise wird den unterschiedlichen, mit dem Temperaturgradienten in dem Aufbau verbundene Ausdehnungskräfte Rechnung getragen. Wenn als Preßvorrichtung Federpakete verwendet werden, ist dies einfach durch Kombinationen von Federpaketen mit unterschiedlichen Federkonstanten in Abhängigkeit der Position der Wirkung gegen die Schalungswand zu erreichen.
  • Es ist von Vorteil, mindestens eine Gleitplatte, z.B. aus Graphit, zwischen Verschleißauskleidung und die Dauerauskleidung einzupassen. Das Gewicht der Verschleißauskleidung mit dem geschmolzenen Material darin ist so groß, daß diese Vorkehrung hilft, der Rißbildung entgegenzuwirken, die entsteht, wenn Relativbewegungen durch Reibung verhindert wird. Dieser vorteilhafte Effekt tritt insbesondere in Erscheinung, wenn zwei benachbarte, beide vorzugsweise aus Graphit hergestellte Gleitplatten zwischen die Verschleißauskleidung und die Dauerauskleidung eingepaßt werden.
  • Es ist wünschenswert, die Vorrichtung so aufzubauen, daß zumindest die Verschleißauskleidung aus mindestens zwei, bezüglich zueinander beweglichen Schichten aufgebaut wird. Die thermischen Spannungen in jeder Verschleißschicht sind geringer als in einer Verschleißauskleidung aus einem Stück, weil der Temperaturgradient über die Verschleißauskleidung auf eine Anzahl kleinerer Temperaturgradienten verteilt wird.
  • Vorzugsweise wirkt ebenso mindestens eine Gleitplatte als Zwischenauskleidung und hat einen Wärmeübertragungskoeffizienten größer als ungefähr (25 kcal/mºCh) 105 kJ/mºCh. Passende Beispiele dafür sind Halbgraphit oder Graphit. Dies ermöglicht den adäquaten Temperaturausgleich auf der kühleren Seite der Verschleißauskleidung, so daß diese Verschleißauskleidung geringere thermische Spannungen und weniger Rißbildung erfährt und im Ergebnis länger standhält. Überdies braucht dann der Ableitung der Wärme von lokalen Überhitzungen weniger Aufmerksamkeit gewidmet werden, wenn die Vorrichtung entworfen wird.
  • Wie aus dem "Iron and Steel Engineer" vom Oktober 1988, Seite 48, Figur 2 bekannt ist, kann die Vorrichtung auf der Außenseite der Dauerauskleidung eine äußere Auskleidung haben, die auf der Außenseite der Dauerauskleidung zwei weitere äußere Schichten aufweist, von denen eine einen größeren Wärmeübertragungskoeffizienten hat als die Zweite. Diese eine äußere Auskleidungsschicht, die z. B. aus Halbgraphit oder Graphit hergestellt ist, die aber alternativ aus Kupfer sein kann, ist in diesem Fall die zu äußerst, unmittelbar neben der Schalung Angeordnete.
  • Wegen der hohen Übertragungsfähigkeit dieser Schicht und seiner Lage unmittelbar neben der Schalung wird sie als letzter Schutz gegen Materialdurchbrüche verwendet, die durch Risse in der Verschleißauskleidung und in der Dauerauskleidung bis zu dieser äußeren Auskleidung vorgedrungen sind.
  • Jedoch ist die Chance eines Durchbruchs von Material, das durchgesickert ist, sogar noch geringer, wenn die erste äußere Auskleidung nicht an die äußerste Seite, sondern eher, wie es in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen wird, unmittelbar neben der Dauerauskleidung angebracht wird und einen Wärmeübertragungskoeffizienten größer als ungefähr (25 kcal/mºCh) 105 kJ/mºCh hat. Dies bewirkt, daß die von dem Material ausgehende Wärme an der Stelle eines Risses sich über eine größere kühlende Oberfläche ausbreitet und daß die Sicherheit des Systems außerordentlich erhöht wird.
  • Es ist ebenso wünschenswert, daß diese äußere Auskleidungsschicht, die an die Endwände der Vorrichtung angepaßt ist, bis zu den Seitenwänden der Schalung verlängert wird. Dies ermöglicht, daß lokale thermische Belastungsspitzen der Dauerauskleidung an der Endwand der Vorrichtung schnell ausgeglichen werden, was die Lebensdauer der Dauerauskleidung verlängert.
  • Es wurde ebenso als Vorteil herausgefunden, daß die sich an die Dauerauskleidung angrenzende Seite der Verschleißauskleidung einen sich nach oben hin verjüngenden Abschnitt haben kann. Dies wirkt der vertikalen Verlagerung der verschleißauskleidung durch Ausdehnung entgegen.
  • In einem speziellen Ausführungsbeispiel wird die Auslegung der Preßmittel in der Weise gewählt, daß sie eine Drucklast, die an einem gegebenen Punkt im Bereich von 60 - 80% des äußersten Druckspannungswertes der Verschleißauskleidung bei Betriebstemperatur auf der Höhe dieses Punktes liegt. "Außerste Druckspannung" wurde gewählt, um die Drucklast genau an dem Punkt, wenn die Verschleißauskleidung bricht, zu bezeichnen.
  • In Übereinstimmung mit diesem Ausführungsbeispiel werden nicht nur die Risse unter Druck versiegelt, sondern es wird ebenso der Rißbildung durch eine genügend hohe angewendete Drucklast entgegengewirkt, so daß die thermischen Zugspannungen in der Verschleißauskleidung zumindest kompensiert werden.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, ein Verfahren gemäß Anspruch 16 zur Handhabung geschmolzenen Materials in einem Dauerauskleidungskanal aus feuerfestem Material vorzusehen, die durch Druck auf mindestens die Seitenwände einer Schalung, die die Auskleidungen enthält, die Anwendung von Druckkraft durch eine Dauerauskleidung auf die Verschleißauskleidung aufweist. Der so aufgebrachte Druck liegt an einem bestimmten Punkt, vorzugsweise im Bereich von 60 - 80% des äußersten Druckspannungswertes der Verschleißauskleidung auf der Höhe dieses Punktes.
  • Das momentan bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun mit Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden.
  • Figur (1) zeigt einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Flüssigeisenrinne, und
  • Figur (2) zeigt eine Seitenansicht der Flüssigeisenrinne.
  • In Figur (1) wird eine Flüssigeisenrinne (1) gezeigt, deren Grenzoberfläche, die den für den Transport des Flüssigeisens bestimmten Kanal festlegt, durch eine verschleißauskleidung (2) gebildet wird. Die Verschleißauskleidung (2) kann aus einer Anzahl relativ zueinander beweglichen Schichten bestehen. Verschiedene Materialarten können für sie verwendet werden, aber es ist normal, feuerfesten Beton zu verwenden.
  • Direkt anschließend an die Verschleißauskleidung (2) wird eine Zwischenauskleidung (3) aus Graphit zum schnellen Temperaturausgleich von örtlichen Überhitzungen in der Verschleißauskleidung (2) verwendet. Zwischen der Zwischenauskleidung (3) und der Dauerauskleidung (5) liegt eine Graphitgleitplatte (4). Dies erleichtert die unterschiedliche Ausdehnung der Verschleißauskleidung (2) und der Dauerauskleidung (5).
  • Dies wird vornehmlich erreicht, weil sich die Gleitplatte (4) an eine Zwischenauskleidung (3) anschließt, die ebenso aus Graphit ist und als zweite Gleitplatte wirkt. Sie hat einen niedrigen Reibungskoeffizienten (ungefähr 0,05-0,2). Desweiteren hat die Graphit-Zwischenauskleidung (3) den Vorteil eines hohen Wärmeübertragungskoeffizienten von mindestens 252 kJ/mºCh (60 kcal/mºCh).
  • Die äußere Grenze der Verschleißauskleidung (2) und die Innere der Dauerauskleidung (5) formen, wie im Querschnitt gesehen werden kann, einen sich nach oben hin verjüngenden Schwalbenschwanzquerschnitt, so daß die Seitenwände der Zwischenauskleidung (3) und der Gleitplatte (4) etwas gegen die Vertikale geneigt sind. Dies hilft, jeglicher Tendenz zu vertikalen Verschiebungen der Verschleißauskleidung entgegenzuwirken.
  • Jenseits der Dauerauskleidung (5), die z. B. aus Aluminiumoxid oder aus Kohlenstoff in Verbindung mit Aluminiumoxid gemacht sein kann, sind nachfolgend eine erste äußere Auskleidungsschicht (6) und eine zweite äußere Auskleidungsschicht (7). Die erste äußere Auskleidungsschicht (6) ist aus Graphit. Dies ergibt einen guten Temperaturausgleich, so daß durchsickerndes Eisen, das diese äußere Auskleidung durch Risse in der Verschleißauskleidung (2) und der Dauerauskleidung (5) erreicht hat, eine geringe Chance hat, durchzubrechen. Dieser gute Temperaturausgleichseffekt der Dauerauskleidung (5) wirkt auch zugunsten seiner Lebensdauer.
  • Die zweite äußere Auskleidungsschicht (7) kann z. B. aus Kohlenstoff sein. An sie schließt sich eine Stahlschalung an, deren Platten sich an den Seitenwänden (8) und dem Boden (11) relativ zueinander frei bewegen können. Die stählerne Endwand der Schalung am Ende (14) der Rinne besteht aus einer Anzahl von Teilen (14') und (14"), die vertikal übereinander liegen und die sich relativ zueinander bewegen können.
  • Aus der Zeichnung kann gesehen werden, daß die Seitenwände (5', 6', 7') der im allgemeinen U-förmigen Auskleidungsschichten (5, 6, 7) von den Böden dieser Abschnitte getrennt sind.
  • Die Seitenwände (8) und die Endwand (14) (siehe Figur (2)) werden durch Preßvorrichtungen (10) unterstützt, die auf Massivträger (9) montiert sind, die auch durch Querträger (13) miteinander verankert werden können, um einen Rahmen zu bilden. Die Träger sehen einen Druckangriffspunkt vor, um Druck auf beide Schalungswände und dadurch auf die Auskleidungen auszuüben.
  • Die Preßvorrichtungen (10) können Federpakete oder hydraulische oder pneumatische Mittel sein. Es ist möglich, hydraulische Preßeinheiten so einzustellen, daß der ausgeübte Druck ständig unabhängig von der Ausdehnung der Flüssigeisenrinne ist. Dies hat den Vorteil, daß immer ausreichend Last auf der Flüssigeisenrinne vorhanden ist, um jegliche Risse, die sich gebildet haben, unter Druck zu versiegeln.
  • Dafür ist es wichtig, daß die Struktur, die die in Längsrichtung der Flüssigeisenrinnen angebrachten Preßvorrichtungen (10) aufweist, so aufgestellt wird, daß auf die Hochofenstruktur (15) keine Kräfte ausgeübt werden. Ein Massivträgerabschnitt (9') kann auf der Seite des Hochofens vorgesehen werden, so daß der Flüssigeisenrinne Bewegungen in dieser Richtung verwehrt werden. Es kann auch vorteilhaft sein, einen Massiv-Querträgerabschnitt (13'), möglicherweise eine Zugstange, zwischen den Enden der Rinne zu verwenden.
  • Es ist wünschenswert, den unterschiedlichen Ausdehnungen in der Flüssigeisenrinne Rechnung zu tragen, indem am oberen Teil der Struktur auf die Seitenwände (8) und die Endwand (14) eine höhere Drucklast ausgeübt wird, als auf das untere Teil; z. B., wenn die Preßvorrichtungen (10) Federn sind, werden zusätzliche Federpakete oder Federpakete mit höherer Federkonstante verwendet. Weiterhin muß der stählerne Boden (11) der Schalung sich bezüglich der Seitenwände (8) und der Endwand (14) dieser Schaltung frei bewegen können.
  • In einem speziellen Ausführungsbeispiel können die Federpakete oder die hydraulischen oder pneumatischen Mittel eine Drucklast ausüben, die an einem gegebenen Druckpunkt im Bereich von 60-80% des äußersten Druckspannungswertes der Verschleißauskleidung bei Betriebstemperatur auf der Höhe dieses Punktes liegt.
  • Auf diese Weise werden die Zugspannungen in den Auskleidungen als Ergebnis der unterschiedlichen Ausdehnungen zumindest kompensiert, was bedeutet, daß der gesamte Aufbau unter eine Drucklast kommt, die von den Reaktionsstrukturen (9, 13, 9', 13') ausgeübt wird. Dies verhindert Spannungsrisse in den verschiedenen Auskleidungen. Spannungen in individuellen Auskleidungen kann weiterhin durch Aufteilen dieser Auskleidungen in zwei oder mehr Schichten entgegengewirkt werden. Z.B. kann die Verschleißauskleidung (2) aus zwei Schichten aufgebaut werden, die sich relativ zueinander bewegen können.
  • Obwohl die Erfindung spezifisch mit Bezug auf eine Flüssigeisenrinne beschrieben wurde, ist sie ebenso auf Flüssigeisenablaufrinnen und Schlackenablaufrinnen und auch auf die Handhabung von anderen geschmolzenen Materialien, wie Kupfer und Aluminium, anwendbar.

Claims (17)

1. Vorrichtung zur Handhabung geschmolzenen Materials in einem durch eine Verschleißauskleidung festgelegten Kanal, der in einer Schalung (8, 11) enthalten ist, wobei Preßvorrichtungen (10) auf eine Wand der Schalung einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Preßvorrichtungen (10) gegen ein äußeres Auflagebauteil (9) zumindest auf die Seitenwände (8) der Schalung eingewirkt wird, wodurch der Druck durch eine Dauerauskleidung (5) auf die Verschleißauskleidung (2) einwirkt.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch (1), in der durch Preßvorrichtungen (10) ebenso auf eine Endwand (14) der Schalung eingewirkt wird.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch (2), in der die Endwand (14) aus mindestend zwei Teilen (14', 14") besteht, die sich relativ zueinander bewegen können.
4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Preßvorrichtungen (10) so beschaffen sind, daß die Drucklast fast unabhängig von der Größe der Ausdehnung der Vorrichtung ist.
5. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Seitenwände (8) der Schalung sich bezüglich des Bodens (11) der Schalung bewegen können.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Seitenwände der im allgemeinen U-förmigen Auskleidungen oder Auskleidungsschichten (5, 6, 7) zwischen der Verschleißauskleidung (2) und den Seitenwänden (8) der Schalung von den Böden dieser Auskleidungen oder Auskleidungsschichten getrennt sind.
7. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Preßvorrichtungen (10) zur Verteilung der Drucklast in Abhängigkeit der Position eines jeden Druckangriffspunktes in der Weise Druck bereitstellen, daß die Drucklast nach oben hin abnimmt.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der mindestens eine Gleitplatte (3, 4) zwischen die Verschleißauskleidung (2) und die Dauerauskleidung (5) eingepaßt wird.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch (8), in der zwei benachbarte Auskleidungsschichten (3, 4) als Gleitplatten wirken.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch (9), in der mindestens eine Gleitplatte (3, 4) ebenso als Zwischenauskleidung (3) wirkt und einen Wärmeübertragungskoeffizient größer als ungefähr 105 kJ/m ºC h hat.
11. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der zumindest die Verschleißauskleidung (2) aus mindestens zwei Schichten aufgebaut ist, die sich gegeneinander bewegen können.
12. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der außerhalb der Dauerauskleidung (5) mindestens zwei äußere Auskleidungsschichten (6, 7) vorgesehen sind, wobei deren Innere (6) einen höheren Wärmeübertragungskoeffizienten hat als die Äußere (7).
13. Vorrichtung gemäß Anspruch (12), in der der Wärmeübertragungskoeffizient der inneren besagten Schicht größer ist als ungefähr 105 kJ/m ºC h.
14. Vorrichtung gemäß Anspruch (13), in der die erste äußere Auskleidungsschicht am Ende der Vorrichtung durchgehend bis zu den Seitenwänden (8) der Schalung verlängert ist.
15. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der sich die äußere Begrenzung der Verschleißauskleidung (2) sich schwalbenschwanzförmig nach oben hin verjüngt.
16. Ein Verfahren, in einem durch eine Verschleißauskleidung (2) festgelegten Kanal geschmolzenes Material zu handhaben, das beinhaltet, die Auskleidung von außen zumindest über die Seitenwände (8) einer Kanalschalung (8, 11) mit Druck zu beaufschlagen, um so Druckkraft auf mindestens eine Dauerauskleidung (5) zwischen der Verschleißauskleidung (2) und den Seitenwänden (8) auszuüben.
17. Ein Verfahren gemäß Anspruch (16), in dem Preßvorrichtungen eine Drucklast ausüben, die an einem gegebenen Druckangriffspunkt im Bereich von 60 - 80 % des äußersten Druckspannungswertes der Verschleißauskleidung bei Betriebstemperatur auf der Höhe dieses Druckangriffspunktes liegt.
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