DE68910663T2 - Postverarbeitungsmaschine mit einem Detektor für falsch geschlossene Briefumschläge. - Google Patents
Postverarbeitungsmaschine mit einem Detektor für falsch geschlossene Briefumschläge.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft Postgut-Verarbeitungsmaschinen und insbesondere Postgut-Verarbeitungsmaschinen zur Verarbeitung von gemischtern Postgut, welches verschlossene und nicht verschlossene Briefumschläge umfaßt.
- In dem 1931 veröffentlichten US-Patent No. 1 799 820 (Keisen) ist eine Maschine zum Verschließen von Briefumschlägen dargestellt. Jedoch ist diese Maschine zum Zuführen, Verarbeiten und Befeuchten von nicht verschlossenen Briefumschlägen ausgelegt und nicht zur Verarbeitung von verschlossenen und nicht verschlossenen Briefumschlägen mit geschlossenem Briefverschluß und geöffnetem Briefverschluß.
- Die anhängige europäische Anmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 376 481 beschreibt eine Postgutmaschine zur Hochgeschwindigkeits-Verarbeitung von gemischtem Postgut, welches verschlossene sowie nicht verschlossene Briefumschläge einschließt. Der Postgutfluß in einer derartigen Maschine beginnt typischerweise an einem Vorratsbehälter, in dem das ankommende zu verarbeitende Postgut gestapelt ist. Der Hauptflußweg setzt sich durch eine Trennvorrichtung fort, die zur seriellen Verarbeitung einzelne Postgutstücke von dem Stapel abtrennt. Im Anschluß an die Trennvorrichtung wird bewirkt, daß die Umschläge entlang dem Hauptweg durch eine Befeuchtungsvorrichtung, die das Klebemittel auf den Briefverschlüssen der nicht verschlossenen Briefumschläge befeuchtet und die Briefumschläge dann verschließt und danach entlang des Hauptweges an eine Wägevorrichtung und einen Drucker einschließlich einer Portomeßeinrichtung laufen. Die Maschine ist vorgesehen, um gemischtes Postgut zu verarbeiten, wobei damit nicht verschlossene Umschläge, die in der Befeuchtungsposition offene Briefverschlüsse aufweisen, nicht verschlossene Briefumschläge, deren Briefverschluß geschlossen ist und durch die Maschine in die Befeuchtungsposition geöffnet werden muß und bereits verschlossene Briefumschläge gemeint sind.
- In dieser Anordnung ist es wichtig, das Vorliegen von falsch verschlossenen Umschlägen zu detektieren, das heißt Briefumschläge, bei denen die verschlossene Kante anstelle flach aufzuliegen nach außen vorsteht oder irgendeinen anderen unnormalen Zustand für die führende Kante aufzeigen. Derartige falsch verschlossene Umschläge können die Maschine blockieren, wenn zugelassen wird, daß sie sich entlang des Hauptflußweges weiter bewegen.
- Eine Postgut-Verarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung, um entlang einem Hauptweg verschlossene und nicht verschlossene Briefumschläge mit offenem Verschluß und geschlossenem Verschluß seriell zu transportieren und einer Einrichtung entlang dem Hauptweg, um die Briefverschlüsse der nicht verschlossenen Briefumschläge zu befeuchten, umfaßt eine Einrichtung, die vor der Befeuchtungsvorrichtung angeordnet ist, um falsch verschlossene Briefumschläge zu detektieren. In einem Aspekt der Erfindung ist in dem Hauptflußweg des gemischten Postgutes, welches verarbeitet wird, eine Einrichtung angeordnet, um zwischen richtig verschlossenen, nicht verschlossenen mit geschlossenem Briefverschluß, nicht verschlossenen mit offenem Briefverschluß und falsch verschlossenen Umschlägen zu unterscheiden. Eine der überraschenden Ergebnisse dieses Aspekts der Erfindung liegt darin, daß eine im wesentlichen mechanische Einrichtung vorgesehen werden kann, um diese Funktion durchzuführen.
- Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird der Detektor für falsch verschlossene Umschläge mit einem Briefverschlußabstreifer kombiniert, das heißt eine Einrichtung, welche den Briefverschluß eines nicht verschlossenen Umschlages von seiner geschlossenen in seine offene Position bewegt. Durch Integration der zwei Funktionen wird weniger Raum in der Maschine benötigt und die Gesamtlänge der Maschine kann herabgesetzt werden.
- In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein vorgespanntes schwenkbares Element in dem Hauptflußweg positioniert. Das schwenkbare Element ist zur Ausführung der Briefverschluß-Abstreiffunktion ausgestaltet und ist so vorgespannt, daß es sich während einer normalen Briefverschluß-Abstreifoperation nicht bewegt. Jedoch ist die Vorspannung so, daß das schwenkbare Element durch einen ankommenden falsch verschlossenen Umschlag aus dem Flußweg gebracht wird. Diese Bewegung kann detektiert werden und vorübergehend verwendet werden, um die Verarbeitung zu verlangsamen oder um einen Benutzer darüber zu informieren, daß sich Briefumschläge in dem Hauptflußweg befinden, die möglicherweise eine Blockierung verursachen könnten und daß Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen werden sollten.
- Gemäß einem noch anderen Aspekt der Erfindung steht der Detektor für falsch verschlossene Briefumschläge mit einer Vorrichtung in Zusammenhang, die nach der Trennvorrichtung aber vor der Befeuchtungsvorrichtung angeordnet ist und deren Funktion ist, den Briefverschluß der nicht verschlossenen Briefumschläge in einer Orientierung bereit zur Befeuchtungsoperation zu positionieren. Somit findet die Behandlung der nicht verschlossenen und richtig verschlossenen Umschläge und die Detektion der falsch verschlossenen Umschläge in derselben Station statt. Dies spart Platz und beschleunigt die Verarbeitung.
- Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die bei liegenden Zeichnungen beschrieben.
- In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1a - 1d Darstellungen von verschiedenen Arten von gemischtem Postgut, welches von der Maschine verarbeitet werden soll;
- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Form der Vorrichtung gemäß der Erfindung in Bezug auf das stromabwärts gelegene Befeuchtungsmodul;
- Fig. 3 eine perspektivische Draufsicht der Briefverschluß-Abstreifvorrichtung und der Detektorstation für falsch verschlossene Briefverschlüsse der in Figur 2 gezeigten Erfindung;
- Fig. 4 eine Querschnittsansicht des Abstreifblattes für Briefverschlüsse, entlang der Linie 4-4 in Figur 5;
- Fig. 5 eine Draufsicht der in Figur 3 dargestellten Station;
- Fig. 6 eine Seitenansicht von der Vorderseite der in Figur 3 dargestellten Station, während einer Briefverschluß- Abstreifoperation;
- Fig. 7 - 10 perspektivische Ansichten, die den Betrieb des Detektors für falsch verschlossene Briefverschlüsse zeigt, wenn falsch verschlossene und richtig verschlossene Briefumschläge daran vorbeigeführt werden; und
- Fig. 11 ein Beispiel eines Pseudocodes für eine programmierbare Steuereinrichtung, um den Briefumschlagfluß durch die Detektorstation für Briefverschlüsse zu bearbeiten.
- Figur 1 zeigt schematisch Beispiele von gemischtem Postgut, das die Vorrichtung der Erfindung verarbeiten kann. Figur 1a zeigt einen nicht verschlossenen Briefumschlag 1, dessen Briefverschluß 11 offen ist. In dieser Position kann Wasser auf die Klebemittellinie 12 des Briefverschlusses gesprüht werden und der Briefverschluß wird danach verschlossen. Das sich im gemeinsamen Besitz befindliche US-Patent No. 3 911 862 beschreibt eine Vorrichtung mit dieser Fähigkeit. In einer derartigen Maschine wird der Briefumschlag typischerweise quer über ein Deck 13, welches von der unteren Oberfläche des Briefumschlages kontaktiert wird und entlang einer Justierseitenwand 15 transportiert, die von der Umschlagkante 16 des Briefumschlags kontaktiert wird. Der Briefverschluß in dieser nach unten zeigenden Position läuft typischerweise in einem Schlitz 17 zwischen der Justierwand und der Deckkante. Das Deck 13 und die Wand 15 sind zur Verdeutlichung von dem Briefumschlag beabstandet dargestellt.
- Figur 1b zeigt einen richtig verschlossenen Briefumschlag 10, wobei der Briefverschluß 11 fest nach unten auf den Briefumschlagkörper geklebt ist. In diesem Fall kontaktiert der Briefverschluß das Deck 13.
- Figur 1c zeigt einen verschlossenen Briefumschlag 10, der falsch verschlossen wurde, typischerweise weil sich der Briefverschluß so wie bei 18 angezeigt wölbt.
- Figur 1d zeigt einen nicht verschlossenen Briefumschlag 10 mit dem Briefverschluß in einer geschlossenen Position.
- Die Maschine verarbeitet die vier Arten von dargestelltem Postgut unterschiedlich. Wenn der Briefumschlag in Figur 1a durchläuft, detektiert ein Sensor den Briefverschluß in dem Schlitz und instruiert die Befeuchtungsvorrichtung, den Betrieb aufzunehmen. Der Briefumschlag in Figur 1b sollte keine Hindernisse antreffen und durch die Befeuchtungsvorrichtung und die Verschließeinrichtung ohne irgendeine Bearbeitung laufen. Es ist wahrscheinlich, daß der Briefumschlag in Figur 1c die stromabwärts gelegenen Maschinemodule blockiert; deshalb muß er detektiert werden und in besonderer Weise verarbeitet werden. Der Briefverschluß des Briefumschlags in Figur 1d muß in einen offenen Zustand abgestreift werden und in den Schlitz 17 gedrückt werden, so daß er so erscheint wie in Figur 1a dargestellt, und in der gleichen Weise verarbeitet wird.
- Figur 2 zeigt die Anordnung des bevorzugten Beispiels dieser Vorrichtung der Erfindung in der Postgut-Verarbeitungsmaschine. Die Briefumschläge 10 werden mittels einer herkömmlichen Transporteinrichtung 20 über ein Deck 13 transportiert. Das Abstreifen des Briefverschlusses wird an einer Stelle durchgeführt, die mit 21 bezeichnet ist. Danach läuft der Briefumschlag entlang des Maschinendecks weiter, wobei das Profil des geöffneten Briefverschlusses aufgenommen wird, um eine. Befeuchtungsvorrichtung 22 zu steuern, deren Sprühdüsen 23 unter dem Deck 13 positioniert sind, und dann läuft der Briefumschlag weiter stromabwärts zu der Verschließeinrichtung. Die Befeuchtungsvorrichtung und die Verschließeinrichtung werden nur aktiviert, wenn ein Briefumschlag erscheint, dessen Briefverschluß sich in dem Schlitz 17 befindet. Richtig verschlossene Briefumschläge laufen sofort ohne Unterbrechung durch die Stationen 21 und 22.
- Figur 3 zeigt den Aufbau der Station 21 mit größeren Einzelheiten, wobei ein Schlüsselmerkmal davon ein schwenkbar angeordnetes flügelförmiges Blatt 24 darstellt, welches einen keilförmigen Querschnitt ist, wie in Figur 4 dargestellt. Das Blatt 24 besitzt eine scharfe Vorderkante 25, flache mit dem Deck 13 in einer Linie liegende obere Abschnitte 26, die wahlweise durch ausgesparte Bereiche 25 getrennt sein können und ein Ende 27, welches stromabwärts gekrümmt ist. Die Rückseite 28 ist flach, außer einer stromabwärts liegenden Verlängerung 29, welche zur Halterung und Positionierung des Blattes 24 dient.
- Das Blatt 24 weist eine stromaufwärts liegende transversale Armverlängerung 31 auf, die auf dem Maschinendeck 13 schwenkbar montiert 32 ist. Das Blatt 24 kann aus Plastik oder einem anderen Material hergestellt werden. Ein Magnet 33 erstreckt sich nach unten von dem Blatt und ist daran befestigt. Eine Hall-Effekteinrichtung 34 ist auf dem Maschinenbett angebracht. Eine Torsionsfeder 36 (Figur 5) spannt das Blatt 24 in Richtung einer geschlossenen Position vor, wie in Figur 3 dargestellt, in der der Magnet 33 benachbart zu dem Hall-Effektdetektor 34 liegt. Der letzere wirkt als ein Sensor, um die Position und/oder die Bewegung des Blattes 24 zu detektieren. Ein vorgespannter Finger 37 ist auf der Justierwand 15 angebracht und drückt die Briefverschlußkante des Postgutes, wenn diese nicht verschlossen ist, in Richtung des Decks nach unten, um den Briefverschluß von dem Briefumschlag zu fälteln, so daß er zum Befeuchten abgestreift werden kann. Außerdem hilft ein ähnlich vorgespannter Finger 38 den Briefumschlag nach unten gegen das Deck 13 zu halten, der angetrieben durch den Rollenantrieb 39 weiter stromabwärts läuft.
- Figur 5 zeigt die Bewegung des Blattes 24. Mit durchgezogenen Linien ist es in seiner geschlossenen Position dargestellt, wobei sich der Magnet 33 in einem seiner zwei Zustände befindet. Wenn das Blatt von einem falsch verschlossenen Briefumschlag berührt wird, dreht sich CW das Blatt in die schematisch dargestellte geöffnete Position 24', typischerweise ungefähr 10º. Jedoch kann ein Benutzer das Blatt ungefähr 90º CW in eine vollständig geöffnete Position drehen, in der es vollständig aus dem Fluß des Postgutweges herausgenommen ist. In sowohl der teilweisen als auch der vollständig geschlossenen Position wird der Sensor 34 in seinen entgegengesetzten Zustand geschaltet.
- Das Profil des Blattes 24 ist so ausgebildet, daß das Fingerende 37 die führende Kante 40 des Briefumschlages nach unten drückt, wenn es über einen Spalt 41 zwischen einer Deckkante 42 und der Vorderkante 25 des Blattes läuft, wenn der in Figur 1d dargestellte nicht verschlossene Umschlag diese Station erreicht. Dieser Vorgang bewirkt, daß sich der Briefverschluß 11 trennt oder weiter öffnet und er wird unter die angewinkelte Bodenfläche 44 auf dem Blatt gedrückt, wobei der Hauptkörper des Briefumschlags weiter über die obere Fläche 26 läuft. Der Spalt 41 öffnet sich (Figur 5) zum stromaufwärts gelegenen Schlitz 17 und zum stromabwärts gelegenen Schlitz 17. Die fortgesetzte Vorwärtsbewegung des Briefumschlags 10 durch den Antrieb 45 bewirkt deshalb, daß der Briefverschluß 11 der Bodenfläche 44 folgt und allmählich in eine allgemein vertikale Position gebracht wird und in den stromabwärts gelegenen Schlitz 17 eintritt, wobei er positioniert wird, um befeuchtet zu werden. Das gekrümmt ausgebildete Ende 27 des Blattes (Figur 5) trägt zum Erreichen dieser gewünschten Briefverschlußposition bei. Die geformte Struktur 47, die unmittelbar stromabwärts des Blattes 24 angebracht ist, trägt ebenfalls zur Ausrichtung des Briefverschlusses in den Schlitz 27 hinein bei, wobei der Briefverschluß unter eine gekrümmte Wand 48 läuft, die sich von der Struktur 47 nach unten erstreckt. Während dieser gesamten Operation zum Abstreifen des Briefverschlusses bleibt das Blatt 24 in seiner geschlossenen Position. Die Spannung der Feder 36 wird so gewählt, daß die zum Abstreifen des Briefverschlusses in einen geöffneten Zustand benötigte Kraft nicht die Federspannung übersteigt. Somit wird von dem Sensor 34 kein Signal an die Maschinensteuereinrichtung gesendet, die mit 50 bezeichnet ist.
- Wenn nun ein falsch verschlossener Briefumschlag wie in Figur 1c dargestellt ankommt, wie in Figur 7 gezeigt, wird die Wölbung 18, die dazu tendiert, sich aufgrund des Druckes des Fingers 37 zu öffnen, durch die Blattkante 25 abgefangen, die versuchen wird, den Briefverschluß 11 in einen offenen Zustand abzustreifen. Dies ist in Figur 8 dargestellt. Da der letztere verschlossen ist, wird anstelle davon die Feder-spannung überwunden und der Arm beginnt, wie durch den Pfeil dargestellt, wegzuschwenken. Nach der Drehung von ungefähr 10º wird der Sensor 34 seinen Zustand schalten und ein Signal an die Steuereinrichtung 50 senden. Während es möglich ist, den Magnetdetektor 34 durch einen elektrischen Schalter zu ersetzen, wird der typische elektrische Schalter eine Aktivierung durchführen, sobald der Arm 24 die Drehung beginnt. Durch Verwendung eines Magnetschalters geht der Sensor nicht in einen anderen Zustand über, bis sich der Magnet nicht wenigstens über einen kurzen Abstand wegbewegt hat. Dies verhindert unerwünschte Schaltvorgänge aufgrund von kleinen Bewegungen des Blattes 24, wenn kein falsch verschlossener Briefumschlag vorliegt.
- Die Figuren 9 und 10 stellen die Situation dar, wenn ein richtig verschlossener Briefumschlag, wie in Figur 1b dargestellt, ankommt. In diesem Fall liegt keine Wölbung vor und die verschlossene umgeklappte Kante sowie der Briefumschlagkörper laufen gleichförmig über die Oberfläche des Blattes 24, ohne es zu aktivieren. Mit anderen Worten bleibt das Blatt 24 in seiner geschlossenen Position.
- Wenn der Sensor aktiviert worden ist und ein Signal an die Steuereinrichtung sendet, existieren verschiedene Vorgehensweisen, um die Situation zu handhaben. Die einfachste für die Steuereinrichtung liegt darin, die Maschine anzuhalten und dem Benutzer anzuzeigen, daß ein falsch verschlossener Briefumschlag angetroffen wird, wobei in diesem Fall der Benutzer manuell das Blatt 24 aus dem Weg schwenken würde und hineinlangen würde und den falsch verschlossenen Umschlag entfernen würde. Wenn der falsch verschlossene Umschlag von dem Blatt 24 abgefangen wird und steckenbleibt, was bewirkt, daß sich das Blatt dreht und den Sensor aktiviert, kann die Steuereinrichtung alternativ programmiert werden, um die Vorwärtsantriebe 45 für den Briefumschlag für einige Mikrosekunden zu verlangsamen. Falls die Wölbung 18 nicht zu groß ist, kann sich der Briefumschlag aus seinem blockierten Zustand lösen und stromabwärts weiterlaufen, wodurch ermöglicht wird, daß das Blatt in seine geschlossene Position schwingt CCW, wodurch die Steuereinrichtung darüber informiert wird, daß die vorübergehende Blockierung beendet worden ist und die Fortsetzung der Bearbeitung ermöglicht. Falls es dem Briefumschlag gelingt, an der Struktur 47 vorbeizulaufen, ist es unwahrscheinlich, daß er in der Maschine stromabwärts eine Blockierung verursacht.
- Eine bevorzugte Art mit der Situation fertig zu werden, wenn das Abstreifblatt öffnet, ist mittels einer geeigneten Programmierung der Mikrosteuereinrichtung 50. Insbesondere können drei mögliche Fälle auftreten:
- (1) Der Briefumschlag läuft gerade durch, ohne das Blatt 24 zu berühren, welches in seiner Ausgangs- oder geschlossenen Position bleibt;
- (2) der Briefumschlag besitzt eine kleine Wölbung, die das Blatt 24 öffnet, aber der Briefumschlag sitzt nicht fest und läuft weiter stromabwärts, wobei in diesem Fall das mit einer Feder vorgespannte Blatt 24 in seine geschlossene Position zurückkehrt; dies ist akzeptabel; und
- (3) der Briefumschlag sitzt auf dem Blatt fest und läuft nicht weiter stromabwärts.
- Die Mikrosteuereinrichtung 50, die wie in der anhängigen Anmeldung EP-A 376 481 beschrieben die Antriebe steuert, ist bereits programmiert, um die drei oben ausgeführten Möglichkeiten in einer intelligenten Weise zu behandeln. Ein geeignetes Programm in einem Pseudocode ist in Figur 11 dargestellt, die am besten auch unter Bezugnahme auf Figur 3 verständlich ist. Unter der Annahme eines perfekten Briefumschlages wird im normalen Betrieb der Maschine der sich stromaufwärts befindliche Briefumschlag 10, bevor er die Abstreifstation 21 für Briefverschlüsse erreicht und während er sich noch unter der Kontrolle der Aufnehmerrolle der Trenneinrichtung (in der sogenannten Position-nach-der-Rolle bzw. Rollenfolge-Position (post nip)) befindet, vorübergehend gestoppt oder durch die Steuereinrichtung angehalten, die ein Ende der Verarbeitung des vorangegangenen, sich stromabwärts befindlichen Briefumschlags erwartet. Das Programm beginnt mit einem als FALL_0 bezeichneten Anfangszustand, indem es wartet, bis ein Briefumschlag die Rollenfolge- oder Pausenposition erreicht. Aufgrund der Dimensionierung der Maschine wird die führende Kante des Briefumschlags das Blatt 24 erreicht haben, wenn sich der Briefumschlag in der Rollenfolge-Position befindet. Zwei Möglichkeiten existieren. Die Kante des Briefumschlags liegt an dem Blatt 24 an oder nicht. Um wieder-auf das Programm zurückzukommen, wenn ein Briefumschlag die Rollenfolge-Position, erfaßt durch einen Sensor, erreicht, dann springt der Programmfluß zum Zustand FALL 1. Wenn sich das Blatt nicht bewegt hat, das heißt, wenn sich das Blatt 24 oder der Arm, wie er in Figur 11 bezeichnet wird, in seiner Ausgangs- oder geschlossenen Position befindet, dann ist alles in Ordnung und die Antriebe werden aktiviert, um den Briefumschlag zur nächsten Station 13 zu bewegen und die Programmsteuerung springt zum FALL_3.
- Während sich die Programmsteuerung noch im FALL_1 befindet, und falls sich andererseits das Blatt verschoben und in seine Öffnungsposition bewegt hat, dann teilt der ELSE-Befehl der Steuereinrichtung mit, die Antriebe mit einem langsameren Geschwindigkeitsprofil als das normale zu aktivieren, während eine Zeit (ÜBERWACHUNGS-ZEIT) gesetzt wird, um von einem zugewiesenen Wert X zurückzuzählen, auf der Grundlage der Tatsache, wieviel Zeit das Blatt 24 benötigen sollte, um in seine geschlossene Position zurückzukehren, wenn der Fall (2) aufgetreten ist, eine geringfügige Wölbung, die akzeptabel ist und ermöglichen wird, daß der Briefumschlag weiter stromabwärts läuft und eine normale Verarbeitung erfährt, anstelle des Falls (3). Die verringerte Geschwindigkeit sieht im Endeffekt eine größere Zeit vor, um der Maschine zu erlauben, sich von einer Situation zu erholen, wenn sie dies kann, die nur eine vorübergehende Unterbrechung ohne eine wesentliche Beeinträchtigung des Durchsatzes ist. Die Programmsteuerung läuft dann zum FALL_2, um diese zwei Fälle (2) und (3) zu unterscheiden, wobei der Zählerzustand überprüft wird. Wenn die Überwachungszeit abgelaufen ist und das Blatt 24 noch nicht in seine geschlossene Position zurückgekehrt ist, dann wird das Vorliegen des Falles (3) angenommen, die Steuereinrichtung unterbricht die Antriebe, die Maschine bleibt stehen und der Benutzer wird über eine Blockierung und die erforderlichen Schritte zur Beseitigung der Blockierung, insbesondere über die Entfernung des steckengebliebenen Briefumschlags informiert. Wenn andererseits in dem ELSE-Befehl das Blatt 24 zurückgekehrt ist, bevor die Überwachungszeit des Zählers abgelaufen ist, dann ist alles in Ordnung und der Briefumschlag befindet sich nun an der stromabwärts liegenden Station und die Steuerung kehrt zum FALL_0 zurück.
- Schließlich ist der FALL_3 vorgesehen, um die Möglichkeit abzudecken, daß ein Briefverschluß nur an dem Hinterteil des Briefumschlags verschlossen ist, aber nicht an dem Vorderteil. In dieser Situation wird im Zustand FALL_1 der offene Teil des Briefverschlusses an der Vorderseite das Blatt 24 nicht bewegen und wie oben erwähnt wird der Briefumschlag dann normal weitergeführt und die Steuerung fährt fort zum FALL_3. Wenn dann der Arm 24 plötzlich geöffnet wird, weil der hintere verschlossene Teil des Briefumschlages den Arm erfaßt, dann wird die Maschine angehalten und der Benutzer darüber informiert, tätig zu werden, um die Blockierung zu beseitigen; falls der Arm andererseits geschlossen bleibt, dann ist alles in Ordnung und die Steuerung kehrt in den Anfangszustand FALL_0 zurück.
- Einem Fachmann ist aus der obigen Beschreibung ersichtlich, daß leicht andere Programme bestimmt werden können, um die oben beschriebenen Funktionen zur Unterscheidung der oben erwähnten drei Fälle auszuführen. Jedoch kann anstelle davon eine fest verdrahtete Logikschaltung vorgesehen werden, um die gleichen Funktionen auszuführen.
- Wenn der Briefverschluß in einen offenen Zustand in den sich stromabwärts befindlichen Schlitz 17 abgestreift wird, muß er nicht eine vertikale Position besitzen. Vorzugsweise wird der Briefverschluß gegen eine angewinkelte Wand gedrückt, die die Briefverschluß-Profiliereinrichtung in einer Position aufnimmt, die der Befeuchtungseinrichtung ermöglicht, die Klebelinie des Briefverschlusses zu besprühen.
- Durch Kombination der Abstreiffunktion für den Briefverschluß und der Detektierfunktion für falsch verschlossene Briefumschläge in einer einzigen Station innerhalb der Postgut-Verarbeitungsmaschine wird Platz eingespart und eine darauffolgende Blockierung der Maschine vermieden. Dies ermöglicht der Maschine eine große Vielfältigkeit von gemischtem Postgut zu bearbeiten und bei höheren Geschwindigkeiten betrieben zu werden, um den Durchsatz von richtig verschlossenen Briefumschlägen zu erhöhen. Die Aufgaben der Erfindung, so wie sie insbesondere hier beschrieben, und dargestellt sind, liegen darin:
- - eine Vorrichtung zum Unterscheiden zwischen richtig verschlossenen und ungeeignet oder falsch verschlossenen Briefumschlägen vorzusehen;
- - eine Postgut-Verarbeitungsmaschine vorzusehen, die gemischtes Postgut verarbeitet und Briefumschläge mit falsch verschlosssen Briefverschlüssen detektiert und verschieden verarbeitet; und
- - eine Frankiermaschine vorzusehen, in der gemischtes Postgut seriell verarbeitet wird und die mit einer Einrichtung ausgerüstet ist, um falsch verschlossenes Postgut vorübergehend zu verlangsamen und um spezielle Maßnahmen vorzunehmen, um derartiges falsch verschlossenes Postgut zu bearbeiten.
Claims (20)
1. Postgut-Verarbeitungsmaschine umfassend eine
Einrichtung (20), um entlang einem Hauptweg
verschlossene und nicht verschlossene Briefumschläge
(10) mit geschlossenem Briefverschluß und geöffnetem
Briefverschluß seriell zu transportieren und eine
Einrichtung (22) entlang dem Hauptweg, um die
Briefverschlüsse der nicht verschlossenen
Briefumschläge zu befeuchten, wobei die Maschine eine
stromaufwärts der Befeuchtungseinrichtung angeordnete
Einrichtung (24) einschließt, um falsch verschlossene
Briefumschläge zu detektieren.
2. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Detektiereinrichtung eine bewegbare Einrichtung (24)
umfaßt, die positioniert ist, um von dem falsch
verschlossenen Briefverschluß eines verschlossenen
Briefumschlags ergriffen und bewegt zu werden, und
eine Einrichtung (33, 34), die auf die bewegte
bewegbare Einrichtung anspricht, um ein Signal zu
erzeugen, das die Detektion eines falsch
verschlossenen Umschlages anzeigt.
3. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
bewegbare Einrichtung ein geformtes Blatt (24)
umfaßt, welches schwenkbar auf der Maschine
angebracht ist und sich entlang des Hauptweges
angeordnet ist.
4. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
konfiguriert ist, um den Briefverschluß eines
eintreffenden Briefumschlags mit einem geschlossenen,
nicht verschlossenen Briefverschluß, in einen offenen
Zustand abzustreifen.
5. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Maschine eine Steuereinrichtung (50) umfaßt und die
ansprechende Einrichtung (33, 34) angeordnet ist, um
die Steuereinrichtung bei der Verwendung darüber zu
informieren, daß der sich gegenwärtig an der
Detektiereinrichtung (24) befindliche Briefumschlag
falsch verschlossen ist.
6. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Maschine stromaufwärts von der Detektiereinrichtung
(24) einen Finger (37) einschließt, um die
umgeschlagene Seite des Briefumschlages nach unten zu
drücken.
7. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
in der Draufsicht eine flügelartige Gestalt,
aufweist, mit einer Vorderkante (25), um den
Briefverschluß des Briefumschlages zu erfassen.
8. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
eine flache Oberfläche (26) aufweist, über die der
Briefumschlagkörper läuft.
9. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß eine
Einrichtung (36) vorgesehen ist, um das geformte
Blatt (24) in Richtung einer Position vorzuspannen,
in der es sich im wesentlichen transversal zu dem
Hauptweg und in diesem hinein erstreckt.
10. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
(bei 32) angebracht ist, um in einer Ebene parallel
zu der Briefumschlagebene zu schwenken.
11. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
angebracht ist, um zur Entfernung von falsch
verschlossenen Briefumschlägen vollständig aus dem
Hauptweg heraus zu schwenken.
12. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Maschine ein Deck (13) einschließt, die
Detektiereinrichtung (24) eine Oberfläche aufweist,
die zur Oberfläche des Decks ausgerichtet ist, aber
von einer Deckkante stromabwärts beabstandet ist, um
einen Spalt (41) zu bilden und der Finger (37)
positioniert ist, um die führende Kante eines
eintreffenden Briefumschlags (10) in den Spalt (41)
zu drängen.
13. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Deck
einen Schlitz (17) aufweist, um den offenen
Briefverschluß eines nicht verschlossenen
Briefumschlages zu empfangen, sich der Schlitz (17)
in den Spalt (41) öffnet und die Detektiereinrichtung
(24) einen blattförmigen Körper aufweist, der
konfiguriert ist, um einen offenen Briefverschluß in
den Deckschlitz (17) stromabwärts des Blattes zu
drängen.
14. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Maschine einen Vorwärtsantrieb (45) für die
Briefumschläge einschließt und die Steuereinrichtung
(50) im Ansprechen auf ein Signal von der
ansprechenden Einrichtung (33, 34) den
Vorwärtsantrieb für Briefumschläge anhält oder
verlangsamt.
15. Postgut-Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die
ansprechende Einrichtung (33, 34) einen Magnetsensor
umfaßt.
16. Verfahren zur Verarbeitung von gemischtem Postgut,
welches verschlossene und nicht verschlossene mit
einem Briefverschluß versehene Briefumschläge
einschließt, umfassend die folgenden Schritte:
(a) Anordnen einer Einrichtung zum Abfangen eines
möglicherweise falsch verschlossenen Umschlags in
dem Flußweg des Postguts;
(b) Weitertbewegen eines Briefumschlags in Richtung
der Abfangeinrichtung;
(c) Reduzieren der Geschwindigkeit des sich
weiterbewegenden Briefumschlages, wenn die
Abfangeinrichtung einen möglicherweise falsch
verschlossenen Briefumschlag detektiert; und
(d) Anhalten des Briefumschlags, falls und wenn die
Abfangeinrichtung eine Antwort nicht innerhalb
eines vorgegebenen Zeitintervalls nach Detektion
des falsch verschlossenen Briefumschlags erzeugt
hat.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zum Abfangen durch einen Arm gebildet
wird, der eine Ausgangs-Position aufweist und während
der Ausgangs-Position konfiguriert und positioniert
ist, um einen geschlossenen aber nicht verschlossenen
Briefverschluß abfangen kann, um den Briefverschluß
in einen offenen Zustand abzustreifen und einen
möglicherweise falsch verschlossenen Briefumschlag
abzufangen und aus seiner Ausgangs-Position
herausbewegt zu werden.
18. Verfahren zur Verarbeitung von gemischtem Postgut,
welches verschlossene und nicht verschlossene
Briefumschläge mit Briefverschlüssen einschließt,
umfassend die folgenden Schritte:
(a) Anordnen eines Arms in dem Hauptflußweg, der eine
Ausgangs-Position aufweist und in der
Ausgangs-Position konfiguriert und positioniert
ist, um einen geschlossen aber nicht
verschlossenen Briefverschluß abzufangen, um den
Briefverschluß in einen offenen Zustand
abzustreifen und einen möglicherweise falsch
verschlossenen Briefumschlag abzufangen und aus
seiner Ausgangs-Position herausbewegt zu werden;
(b) Weiterbewegen eines Briefumschlages in Richtung
des bewegbaren Armes; und
(c) Verkleinern der Geschwindigkeit des sich
weiterbewegenden Briefumschlages im Ansprechen
auf die Bewegung des Arms aus seiner
Ausgangs-Position.
19. Verfahren zur Verarbeitung von gemischtem Postgut,
welches verschlossene und nicht verschlossene
Briefumschläge mit Briefverschlüssen einschließt,
umfassend die folgenden Schritte:
(a) Anordnen eines Arms in dem Hauptflußweg, der eine
Ausgangs-Position aufweist und in der
Ausgangs-Position konfiguriert und positioniert
ist, um einen geschlossen aber nicht
verschlossenen Briefverschluß abzufangen, um den
Briefverschluß in einen offenen Zustand
abzustreifen und einen möglicherweise falsch
verschlossenen Briefumschlag abzufangen und aus
seiner Ausgangs-Position herausbewegt zu werden;
(b) Weiterbewegen eines Briefumschlages in Richtung
des bewegbaren Armes; und
(c) Verkleinern der Geschwindigkeit des sich
weiterbewegenden Briefumschlages auf Null im
Ansprechen auf die Bewegung des Arms aus seiner
Ausgangs-Position.
20. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Zeitgeber gestartet wird, wenn sich der Arm bewegt
und der Briefumschlag gestoppt wird, falls der Arm
nicht in seine Ausgangs-Position zurückgekehrt ist,
wenn die Überwachungszeit des Zeitgebers abgelaufen
ist.
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