DE68919082T2 - Rad eines motorfahrzeuges oder anhängers und ein mit diesem ausgerüstetes fahrzeug. - Google Patents
Rad eines motorfahrzeuges oder anhängers und ein mit diesem ausgerüstetes fahrzeug.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Rad eines mit einem Motor versehenen oder gezogenen Fahrzeugs, das dazu vorgesehen ist, sich auf einer bestimmten Auflagefläche fortzubewegen, versehen mit einem mit dein Rahmen des Fahrzeugs verbundenen Mittelteil und einem bezüglich des Mittelteils konzentrischen Umfangsteil, der so angeordnet ist, daß er sich um den Mittelteil dreht, wobei der Mittelteil und der Umfangsteil durch wenigstens ein Lager miteinander verbunden sind, das wenigstens ein ringförmiges, mit dem Mittelteil verbundenes, Innenelement und wenigstens ein ringförmiges, zum ringförmigen Innenelement konzentrisches und mit dem Umfangsteil verbundenes, Außenelement aufweist, wobei das Außenelement mit einem Kontaktelement versehen ist, das der Art der Auflagefläche des Fahrzeugs entspricht.
- Sie bezieht sich auch auf ein Rad eines mit einem Motor versehenen oder gezogenen Fahrzeugs, das dazu vorgesehen ist, sich auf einer bestimmten Auflagefläche fortzubewegen, und das mit einem feststehenden, mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbundenen, Teil und einem rotierenden Teil versehen ist, der zum ersten Teil konzentrisch und drehbar um diesen angeordnet ist, wobei der feststehende Teil und der rotierende Teil direkt durch wenigstens ein Lager miteinander verbunden sind, das ein ringförmiges Außenelement aufweist, und wobei der zweite Teil ein Kontaktmittel aufweist, das der Art der Auflagefläche des Fahrzeugs entspricht.
- Sie bezieht sich auch auf ein mit einem Motor versehenes oder gezogenes Fahrzeug, das mit solchen Rädern versehen ist.
- Die Räder der meisten bekannten Fahrzeuge, und insbesondere der Straßenfahrzeuge wie Reiseverkehrsfahrzeuge, Motorräder, Lastkraftwagen, Anhänger u.s.w., oder Schienenfahrzeuge wie bestimmte Züge, insbesondere Hochgeschwindigkeitszüge, weisen Naben auf. Die Nabe, die im allgemeinen einen wesentlich geringeren Umfang als das Rad aufweist, ist mit einem Mittelteil versehen, der mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden ist, und einem Umfangsteil, der zum Mittelteil konzentrisch und drehbar um diesen angeordnet ist.
- Bei einem Straßenfahrzeug besteht das Rad aus einer Felge, die einen Reifen und eine Seitenwand aufweist, die mit Befestigungsmitteln versehen ist, z.B. Bolzen, die es ermöglichen, das Rad mit der Nabe zu verbinden. Bei verschiedenen Schienenfahrzeugen besteht das Rad aus einem ringförmigen geformten Band, das mit einer den Schienen angepassten Auflagefläche versehen ist, und einer Seitenwand, die es ermöglicht, das Rad mit der Nabe zu verbinden.
- Die Kraftübertragung zum Anfahren sowie die Kraftübertragung zum Bremsen geschieht immer über die Nabe, d.h. an Punkten, die relativ weit von den Kontaktpunkten des Kontaktelements des Rades mit der Auflagefläche des Fahrzeugs entfernt sind. Bei einem Kraftfahrzeug erfolgt der Antrieb über die Nabe, die die Bewegung über die Felge auf den Reifen überträgt, wobei das gewünschte Ergebnis die Verlagerung der Kontaktoberfläche des Reifens in Bezug auf den Straßenbelag ist. Auch werden die Kräfte, die schließlich zur Verminderung der Verlagerung der Kontaktoberfläche des Reifens in Bezug auf den Straßenbelag führen sollen, auf eine Scheibe oder eine mit der Nabe verbundene Reibungsfläche gerichtet und über die Felge zum Endpunkt übertragen. Diese Kraftübertragungen erfordern große Hebelarme, was aus Sicherheitsgründen sehr robuste, relativ schwere und häufig überdimensionierte Konstruktionen erforderlich macht.
- Aus kinematischer Sicht weist diese Konstruktionsart zahlreiche Nachteile auf. Daraus ergeben sich viele Konsequenzen und die Lösungen, die zur Beseitigung der Probleme der Aufhängung, der Straßenlage, des Bremsens, der Kraftübertragung vorgesehen sind, werden zunehmend verfeinert, bleiben dabei jedoch Kompromißlösungen. Wegen des Gewichts der Radnaben und der daran befestigten Elemente sind die Widerstände, die durch die Aufhängungen und die Stoßdämpfer wiedergutgemacht werden müssen, sehr groß, was sehr negative Auswirkungen auf die Straßenlage des Fahrzeugs hat. Das heißt praktisch, daß das Kontaktelement, das im allgemeinen, wenigstens bei Straßenfahrzeugen, ein Reifen ist, umso schwieriger in Kontakt mit den Auflageflächen zu halten ist, je größer die nicht aufgehängten Massen sind. Wenn aber der Kontakt des Reifens mit dem Straßenbelag schlecht ist, ist die Straßenlage des Fahrzeugs schlecht und das Führen des Fahrzeugs wird gefährlich, insbesondere auf einem unebenen Straßenbelag.
- Es wurden verschiedene Versuche unternommen, diese Probleme zu lösen. Die deutsche Patentanmeldung Nr. DE-A-43 08 874 offenbart ein Rad, das mit einem Lager mit großem Durchmesser versehen ist und theoretisch ohne Nabe auskommt. In einem der beschriebenen Ausführungsbeispiele weist der Innenteil dieses Rades jedoch ein diametrales Stützelement auf, dessen beide Enden die Verankerungspunkte des Rades darstellen. Praktisch bedeutet das Vorsehen dieser Stütze ein Vergrößern der Abmessungen der Nabe, insbesondere wenn diese Stütze zur Anbringung eines teleskopartigen Aufhängungsarm verwendet wird. Dieses Rad ist für ein Fahrzeug mit zwei Rädern nicht geeignet, insbesondere nicht als vorderes lenkbares Rad eines Motorrads. Des weiteren ist das Innere des Rades nicht frei und läßt die Anbringung von Bauteilen und Funktionselementen des Fahrzeuges nicht zu. In einem anderen Ausführungsbeispiel weist der Innenteil des Rades eine Stütze in Form eines Kreisausschnittes auf, dessen zwei Enden, die in einem 90-Grad-Winkel voneinander entfernt sind, zwei feste Verankerungspunkte des Rades definieren. Diese beiden Punkte sind, wie in der vorangegangenen Ausgestaltung, durch ein festes Element miteinander verbunden.
- Die vorliegende Erfindung soll den verschiedenen Nachteilen bekannter Konstruktionen abhelfen, indem ein Rad nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs vorgesehen ist, durch das eine beträchtliche Verringerung der Hebelarme für die Kraftübertragung zum Antrieb und zum Bremsen, bewirkt wird, sowie die Positionierung der Gelenkverbindungspunkte der Aufhängung des Fahrzeugs an Stellen, die sich wesentlich näher an der Auflagefläche des Fahrzeugs befinden, und eine erhebliche Verringerung des Gewichts der Verbindungsmittel zum Rahmen des Fahrzeugs möglich ist. Darüber hinaus ermöglicht dieses Konzept, das Innere des Rades völlig freizuhalten, weshalb Bauteile und Funktionselemente oder Fahrzeugzubehör dort untergebracht werden können. Schließlich kann das erfindungsgemäße Rad sowohl vorne als auch hinten an einem Straßenfahrzeug mit zwei oder vier Rädern, sowie an Baustellenfahrzeugen und Schienenfahrzeugen eingesetzt werden.
- Nach einer ersten Ausführungsform wird diese Aufgabe durch das erfindungsgemäße Rad gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das ringförmige Innenelement mit dem Rahmen des Fahrzeugs durch einen Arm verbunden ist, der über ein Gelenk mit einer Achse verbunden ist, die zu dem Rahmen des Fahrzeugs gehört, wobei der Arm wenigstens mit einer auf dem ringförmigen Innenelement starr befestigten Lasche versehen ist, wobei sich die Lasche in einem einzigen Befestigungsbereich nahe dem unteren Teil des Rades befindet.
- Bevorzugt weist das ringförmige Außenelement des Lagers einen ringförmigen Teil mit zwei ebenen Flächen auf, das einen Bremsring bildet, und das ringförmige Innenelement weist wenigstens eine Bremsbacke auf, die mit dem Ring zusammenwirkt.
- Das ringförmige Innenelement kann mit einem röhrenförmigen Stützelement verbunden sein und der Innenraum des röhrenförmigen Stützelements kann Betriebselemente des Fahrzeugs enthalten.
- Nach einer zweiten Ausführung bezieht sich die Erfindung auf ein Rad eines mit einem Motor versehenen oder gezogenen Fahrzeugs, das dazu vorgesehen ist, sich auf einer bestimmten Auflagefläche fortzubewegen und das mit einem feststehenden, mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbundenen, Teil und einem rotierenden Teil versehen ist, der zum ersten Teil konzentrisch und drehbar um diesen angeordnet ist, wobei der feststehende Teil und der rotierende Teil direkt durch wenigstens ein Lager miteinander verbunden sind, das ein ringförmiges Innenelement und ein ringförmiges Außenelement aufweist, und wobei der drehbare Teil ein Kontaktmittel aufweist, das der Art der Auflagefläche des Fahrzeugs entspricht, und dadurch gekennzeichnet ist, daß das ringförmiges Element des feststehenden Teils mit dem Rahmen des Fahrzeugs durch zwei Aufhängungen verbunden ist, die jeweils an einem Ende über ein Gelenk mit dem Rahmen verbunden sind und mit dem ringförmigen Element des feststehenden Teils am anderen Ende über ein Gelenk verbunden sind, und zwar an zwei diametral gegenüberliegenden Punkten des ringförmigen Elements, wobei einer der Punkte sich in einem Befestigungsbereich nahe dem unteren Teil des Rades befindet.
- Nach dieser Ausführung kann ein Rad, das als lenkbares Rad eingesetzt werden soll, Mittel zur Verbindung des ringförmigen Elements des feststehenden Teils mit wenigstens einer Spurstange des Fahrzeugs aufweisen.
- In einer Anwendung mit einem Antriebsrad besteht eine vorteilhafte Ausgestaltung darin, daß das ringförmige Außenelement des Lagers mit dem feststehenden Teil in Verbindung steht, und daß das ringförmige Innenelement des Lagers mit dem rotierenden Teil in Verbindung steht, und daß das ringförmige Innenelement des Lagers mit den Mitteln zur Verbindung des Rades mit den Antriebsmiteln eines Fahrzeugs verbunden ist. Die Mittel zur Verbindung des Rades mit den Antriebsmitteln des Fahrzeugs weisen bevorzugt einen konischen Aufbau auf, der am ringförmigen Innenelement wenigstens durch eine drehbar gelagerte kleine Pleuelstange befestigt ist. Der konische Aufbau kann aus einem leichten Verbundwerkstoff hergestellt sein.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung weisen die Mittel zur Verbindung des Rades mit den Antriebsmitteln des Fahrzeugs ein Zahnrad auf, das so angeordnet ist, daß es eine Kette aufnimmt oder mit einem Antriebsgetrieberad in Eingriff steht.
- Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, daß das ringförmige Innenelement des Lagers mit dem feststehenden Teil in Verbindung steht und das ringförmige Außenelement des Lagers mit dem rotierenden Teil in Verbindung steht, wobei das ringförmige Außenelement des Lagers einen Bremsring aufweist und das ringformiges Innenelement des Lagers wenigstens eine Bremsbacke aufweist, die so angeordnet ist, daß sie mit dem Ring zusammenwirkt.
- Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung beschrieben, wobei
- Fig. 1 eine Ansicht von oben einer bestimmten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Rades ist, und zwar z.B. des Vorderrades, das das lenkbare Rad eines Fahrzeugs mit zwei Rädern ist,
- Fig. 2 eine Ansicht eines Querschnitts einer bestimmten Form eines Antriebsrades eines Straßenfahrzeugs mit vier Rädern ist,
- Fig. 3 und 4 eine Ansicht einer bestimmten Form eines lenkbaren Rades eines Straßenfahrzeugs mit vier Rädern ist,
- Fig. 5A und 5B eine schematische Ansicht eines bestimmten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rades ist,
- Fig. 6A und 6B eine schematische Ansicht eines weiteren bestimmten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rades ist,
- Fig. 7A und 7B eine schematische Ansicht noch eines weiteren bestimmten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rades ist,
- Fig. 8A und 8B die Anwendung des erfindungsgemäßen Rades zur Verwendung in einer Abschleppplattform zeigt.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 1 weist das abgebildete Rad 10 im wesentlichen einen Mittelteil 11 und einen Umfangsteil 12 auf, der zum Mittelteil konzentrisch ist. Der Mittelteil 11 ist mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden, z.B. durch einen Arm 13, der auf einer beweglichen Achse 14 montiert ist, die an einem Element 15 des Fahrgestells oder direkt auf einer Auflage des Motors des zweirädrigen Fahrzeugs befestigt ist. Das Element 15 ist an einer Gabel befestigt, deren gedachte Achse die Linie 16 darstellt, die durch das gedachte Zentrum 0 des Rades 10 führt. Ein Karosserieteil 17, das einen Scheinwerfer 18 aufweist, ist schematisch dargestellt. Der Mittelteil 11 und der Umfangsteil 12 sind durch ein Lager 19, das ein ringförmiges Innenelement 1 und ein ringförmiges Außenelement 2 aufweist, miteinander verbunden, wobei die Verbindung auf bekannte Weise durch Kugeln, Zapfen oder Nadeln hergestellt wird. Das Lager 19 ist ein großes Standardlager, das völlig dicht ist und widerstandsfähig gegen relativ hohe Belastungen, denen es bei der Verwendung an einem Straßenfahrzeug, einem Schienenfahrzeug oder einem geländegängigen Fahrzeug ausgesetzt sein kann. Diese Art von Lager weist einen oder mehrere voneinander getrennte Kugelkränze auf, wobei die Kugelkränze einander nicht berühren, damit sie der Erwärmung und der Abnützung nicht ausgesetzt sind.
- Da das Fahrzeug, das das Rad aus Fig. 1 aufnehmen soll, ein Straßenfahrzeug ist, weist das Rad ein Kontaktelement 20 auf, das ein auf einer (nicht gezeigten) Felge montierter Reifen ist, der mit dem Außenelement des Lagers verbunden ist. Das Innenelement des Lagers, das röhrenförmig ist oder das mit einem röhrenförmigen Stützelement verbunden sein kann, ist mit konventionellen Mitteln, z.B. Bolzen 21, auf dem Arm 13 befestigt. Dazu weist das Innenelement des Lagers Laschen auf, in denen die Bolzen 21 Halt finden.
- Eine einzelne Lasche 3, die im untersten Bereich des Rades angeordnet ist, reicht aus, das Rad festzuhalten. Der Vorteil dieser Befestigung, die für Straßenfahrzeuge mit hoher Leistung, wie Autos, Motorräder, Lastkraftwagen usw., vorgesehen ist, liegt darin, daß das Rad in einem Bereich, der sich möglichst nahe an der Auflagefläche befindet, befestigt ist. Dadurch werden auch alle Hebelarme durch Rückschläge oder Belastungen der Nabe vermieden, wie sie bei herkömmlichen Rädern mit Sicherheit auftreten. Der Außenteil des Lagers weist des weiteren einen Bremsring 22 mit großem Durchmesser und relativ geringer Dicke auf, der mit den Bremsbacken 23 zusammenwirkt, die auf dem Arm 13 montiert sind. Aufgrund dieser Gestaltung wird die Bremsung in einem sich nahe dem Straßenbelag befindlichen Bereich durchgeführt, wobei sie durch die direkte Übertragung der Bremskräfte auf das Rad in dem Bereich, der sich unmittelbar neben dem Kontaktpunkt zwischen dem Reifen und dem Straßenbelag befindet und durch die Fläche des Rings, die wegen seines großen Durchmessers groß ist, wirkungsvoller ist.
- Das Rad der Fig. 2 ist ein Antriebsrad eines Autos. Es weist eine Felge 24 mit einem Reifen 25 auf, der zwischen zwei seitlichen Kanten 24a und 24b angeordnet ist. Die seitliche Kante 24b ist mit einer seitlichen Verlängerung 24c der Felge verbunden, einer Verlängerung, die das drehbare ringförmige Innenelement 26 des Lagers 28 aufweist, dessen unbewegliches ringförmiges Außenelement 29 mit dem Fahrgestell des Fahrzeugs verbunden ist. Das ringförmige Innenelement 26 ist an der seitlichen Verlängerung 24c der Felge mit Bolzen 27 befestigt. Diese, wie die Bolzen 30, herkömmlichen Befestigungsmittel sichern den Sitz eines Bremsringes 31, der dem Ring 22, der in Bezug auf Fig. 1 beschrieben wurde, entspricht.
- Das ringförmige Element 26 kann im übrigen ein Zahnrad 26a aufweisen, das so angeordnet ist, daß es mit einer Kette, die mit einem (nicht dargestellten) Antriebsgetrieberad verbunden ist, zusammenwirkt.
- Der Antrieb des Rades, der wegen der besonderen Bauart des Rades auf das Innenelement 26 des Lagers 28 übertragen werden muß, kann durch ein konisches Element 32, das aus einem besonders leichten Verbundwerkstoff besteht, z.B. Kohlefasern, realisiert werden, das mit dem Außenelement 32 durch drei kleine Pleuelstangen 33 verbunden ist. Eine Antriebsachse 34, die mit dem Element 32 verbunden ist, wird mit herkömmlichen Mitteln mit den Übertragungselementen des Fahrzeugs verbunden. Die Pleuelstangen sind an ihren beiden Enden mit der Felge und dem konischen Element durch ein Gelenk verbunden.
- Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform eines lenkbaren Rades 35 eines Straßenfahrzeugs. Wie in dem vorhergehend beschriebenen Ausführungsbeispiel weist das Rad ein Lager 36 auf, das mit einem Außenteil 37 und einem Innenteil 38 versehen ist. Der Innenteil 38 des Lagers 36 ist am Rahmen des Fahrzeugs an wenigstens einem Punkt 39 befestigt. Zur Verwendung des Rades an Fahrzeugen, die zwei herkömmliche Aufhängungsarme 40 und 41 aufweisen, kann der Innenteil 38 des Lagers zwei Befestigungspunkte 39 und 39' aufweisen. Ein dritter Befestigungspunkt 42, der ebenfalls auf dem Innenelement 38 des Lagers 36 angeordnet ist, ermöglicht den Anschluß einer bekannten Spurstange 43. Am Punkt 39 weist der Innenteil 38 eine Bremsbacke 44 auf, die auf einen mit dem Außenteil 37 verbundenen Bremsring 45 wirkt.
- Im Gegensatz zum herkömmlichen System, wo die drei Befestigungspunkte auf der Nabe vorgesehen sind, d.h. auf einen relativ kleinen Umfang verteilt sind, sind die drei Befestigungspunkte 39, 39' und 42 des Rades nach Fig. 3 und 4 relativ weit voneinander entfernt, was ihren Nutzen beträchtlich erhöht und die Belastungen der Lenkung und der Radaufhängung senkt und dadurch das Gewicht der verwendeten Elemente verringert und die Leistungsfähigkeit der Bestandteile erhöht. Daraus resultiert eine äußerst präzise Lenkung des Fahrzeugs.
- Ein weiterer Vorteil des Systems ergibt sich daraus, daß das Zentrum des Rades vollkommen frei ist, wodurch dem Konstrukteur ein freier Raum zur Verfügung steht, worin verschiedene Elemente, wie z.B. ein Auspufftopf für Abgase usw. untergebracht werden können. Des weiteren kann das Rad aus optischen Gründen und wegen des Luftwiderstands fast völlig von Karosserieteilen umgeben werden und neue Lösungen zur Kühlung des Bremssystems, dessen Leistungsfähigkeit und Präzision dadurch beträchtlich erhöht werden, können gefunden werden.
- Für Fahrzeuge mit bestimmten Verwendungszwecken, wie z.B. geländegängige Fahrzeuge, bei denen eine möglichst große Bodenfreiheit wichtiger als ein gutes Straßenverhalten ist, weist das erfindungsgemäße Rad auch besondere Vorteile auf. Manche Weinbergtraktoren müssen eine sehr große Bodenfreiheit aufweisen, um es dem Weinbauern zu ermöglichen, über die Rebstöcke zu setzen. Das erfindungsgemäße Rad ermöglicht die Realisierung solcher Fahrzeuge auf einfache und wirtschaftliche Art. Es genügt in diesem Fall, einen Verankerungspunkt des Rades in einem außermittigen Bereich des Rades so hoch wie möglich vorzusehen. Fig. 5A und 5B zeigt eine solche Anordnung. Das Rad 50 weist, wie bereits vorhergehend beschrieben, ein Lager 51 auf. Das drehbare ringförmige Außenelement des Lagers ist mit der Felge verbunden. Das unbewegliche ringförmige Innenelement ist mit einem Aufhängungsarm 52 an einem außermittigen Punkt 53 verbunden, der sich im höchsten Bereich des Mittelteils des Rades befindet, d.h. am weitesten von der Auflagefläche entfernt. Daraus ergibt sich eine Bodenfreiheit h, die nahezu dem Durchmesser des Rades entspricht.
- Für Anhänger mit im Rad integrierter Aufhängung, die üblicherweise eine Querachse aufweisen, wobei an jedem Ende ein mit der Nabe eines Rades verbundener Arm vorgesehen ist, ermöglicht das erfindungsgemäße Rad, wie in Fig. 6A und 6B gezeigt, eine einfache und wirkungsvolle Konstruktion. Das Rad 60, das ein Lager 61 aufweist, ist an einer Querachse 62 oder einem Drehzapfen über eine elastische Verbindung des Torsions-Friktions-Typs befestigt, die eine Aufhängung 63 bildet. Der Befestigungspunkt befindet sich in einem außermittigen Bereich in mittlerer Höhe des Rades. Dieses System entspricht bezüglich der Aufhängung einem herkömmlichen System mit Aufhängungsarmen, die mit der Nabe verbunden sind. Die Plattform oder der Aufbau 64 des Anhängers kann direkt an dem Drehzapfen 62 befestigt werden.
- Für Anhänger, die schwere Lasten aufnehmen müssen, kann, wie in Fig. 7A und 7B gezeigt, ein Rad 70 vorgesehen werden, das wenigstens ein Lager 71 aufweist, dessen ringförmiges Außenelement die Felge aufnimmt und dessen ringförmiges Innenelement einen Befestigungspunkt 72 aufweist, der möglichst nahe an der Auflagefläche 73 angeordnet ist. Ein Fahrgestell 74, das z.B. einen Aufbau 75 aufweist, ist direkt mit dem außermittigen Befestigungspunkt 72 verbunden.
- Ein weiteres Beispiel für die verschiedenen Befestigungsarten zeigen Fig. 8A und 8B. Um z.B. ein Abschleppfahrzeug mit Schnellaufladefunktion zu realisieren, kann man eine Plattform 80 in zwei außermittigen Bereichen 81 und 82 der beiden mit Lagern versehenen Räder 83 und 84 montiert werden, wie oben beschrieben. Für die Verwendung auf der Straße befinden sich die beiden Befestigungspunkte 81 und 82 in einer hohen Position. Wenn mit einem geeignetem Mittel abgesenkt wird, wobei der Befestigungspunkt 82 des Rades 84 sich in einer tiefen Position befindet, wird die Plattform 80 zu einer Rampe mit Schnellaufladefunktion, die besonders zum Abschleppen von Fahrzeugen geeignet ist. Um diesen Vorgang durchzuführen, muß man eine Einrichtung vorsehen, die mit dem Fahrgestell des Anhängers verbunden ist, wobei es dem ringförmigen Innenelement ermöglicht wird, sich um 180 Grad um eine (nicht gezeigte) Mittelachse zu drehen.
- Neben diesen Vorteilen bietet der bereits genannte Punkt, daß der Mittelteil des Rades, der von röhrenförmiger Bauart ist, einen Platz zur Aufnahme von Bauteilen aufweist, die bislang außerhalb des Rades angebracht werden mußten, einen beträchtlichen Vorteil. Insbesondere kann das Innere des Hinterrades eines Motorrads zur Unterbringung des Auspufftopfs für Abgase verwendet werden. Die Fußstützen des Beifahrers können direkt auf dem Innenelement des Lagers befestigt werden. Dieser Platz kann auch zur Aufnahme anderer Bauteile, wie z.B. dem Benzintank, dem Getriebe u.s.w., dienen. Daraus können sich Fahrzeuge mit völlig neuer Gestalt ergeben. Dabei entstehen besondere Vorteile, insbesondere die beträchtliche Absenkung des Schwerpunkts, wobei diese Fahrzeuge eine große Stabilität und eine gute Straßenlage und folglich eine nie zuvor erreichte Sicherheit gewinnen.
- Obwohl sich die Zeichnung nur auf Räder von Straßenfahrzeugen bezieht, kann diese Art von Rad auch bei schienenfahrzeugen verwendet werden. In diesem Fall können die Reifen durch ringförmige Elemente ersetzt werden, die so geformt sind, daß sie der Form der Schienen angepaßt sind.
- Das Vorsehen eines röhrenförmigen, sich nicht drehenden, Mittelteils erleichtert auch die Verbindung von zwei oder mehr Rädern, was für Spezialfahrzeuge, die auf sumpfigen oder besonders nassen Böden eingesetzt werden, oder Militärfahrzeuge, relativ interessant sein kann.
- Das wichtigste erfindungsgemäße Kennzeichen besteht in der Verbindung des Innenteils und des Außenteils des Rades durch ein Lager mit großen Abmessungen, wobei dieses Rad wie eine starre Kette eines Kettenfahrzeuges wirkt. Die Vorteile ergeben sich im wesentlichen daraus, das der Mittelteil des Rades hohl ist, wodurch wichtige technische und ästhetische Neuerungen realisiert werden können.
Claims (12)
1. Rad eines mit einem Motor versehenen oder
gezogenen Fahrzeugs, das dazu vorgesehen ist, sich auf
einer bestimmten Auflagefläche fortzubewegen,
versehen mit einem mit dem Rahmen des Fahrzeugs
verbundenen Mittelteil und einem bezüglich des
Mittelteils konzentrischen Umfangsteil, der so
angeordnet ist, daß er sich um den Mittelteil dreht,
wobei der Mittelteil (11) und der Umfangsteil (12)
direkt durch wenigstens ein Lager (19) miteinander
verbunden sind, das wenigstens ein ringförmiges,
mit dem Mittelteil verbundenes, Innenelement (1)
und wenigstens ein ringförmiges, zum ringförmigen
Innenelement konzentrisches und mit dem
Umfangsteil verbundenes, Außenelement (2) aufweist, wobei
das Außenelement (2) mit einem Kontaktelement (20)
versehen ist, das der Art der Auflagefläche des
Fahrzeugs entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Innenelement (1) mit dem Rahmen
des Fahrzeugs durch einen Arm (13) verbunden ist,
der über ein Gelenk mit einer Querachse (14)
verbunden ist, die zu dem Rahmen des Fahrzeugs
gehört, wobei der Arm wenigstens mit einer auf dem
ringförmigen Innenelement (1) starr befestigten
Lasche (3) versehen ist, wobei sich die Lasche in
einem einzigen Befestigungsbereich nahe dem
unteren Teil des Rades befindet.
2. Rad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Außenelement (2) des Lagers einen
Bremsring (22) und der Arm (13) wenigstens eine
Bremsbacke (23) aufweist, die so angeordnet ist,
daß sie mit dem Ring zusammenwirkt.
3. Rad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Innenelement (1) mit einem
röhrenförmigen Stützelement verbunden ist, und der
Innenraum des röhrenförmigen Stützelements
Betriebselemente des Fahrzeugs aufweist.
4. Rad eines mit einem Motor versehenen oder
gezogenen Fahrzeugs, das dazu vorgesehen ist, sich auf
einer bestimmten Auflagefläche fortzubewegen und
das mit einem feststehenden, mit dem Rahmen des
Fahrzeugs verbundenen, Teil (29,38), und einem
rotierenden Teil (24-26,37) versehen ist, das zum
ersten Teil konzentrisch und drehbar um diesen
angeordnet ist, wobei der feststehende Teil und der
rotierende Teil direkt durch wenigstens ein Lager
(28,36) miteinander verbunden sind, das ein
ringförmiges Innenelement (26,38) und ein ringförmiges
Außenelement (29,37) aufweist, und wobei der
zweite Teil ein Kontaktmittel (25,35) aufweist, das
der Art der Auflagefläche des Fahrzeugs
entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Element (29,38) des feststehenden
Teils (29,38) mit dem Rahmen des Fahrzeugs durch
zwei Aufhängungen (41 und 42) verbunden ist, die
jeweils an einem Ende über ein Gelenk mit dem
Rahmen verbunden sind und mit dem ringförmigen
Element (29,38) des feststehenden Teils am anderen
Ende über ein Gelenk verbunden sind, und zwar an
zwei diametral gegenüberliegenden Punkten (39,39')
des ringförmigen Elements, wobei einer (39) der
Punkte sich in einem Befestigungsbereich nahe dem
unteren Teil des Rades befindet.
5. Rad nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
Mittel (42) zur Verbindung des ringförmigen
Elements (38) des feststehenden Teils mit wenigstens
einer Spurstange (43) des Fahrzeugs vorgesehen
sind.
6. Rad nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Außenelement (29) des Lagers (28)
mit dem feststehenden Teil in Verbindung steht,
und daß das ringförmige Innenelement (26) des
Lagers (28) mit dem rotierenden Teil in Verbindung
steht, und daß das ringförmige Innenelement (26)
des Lagers (28) mit den Mitteln zur Verbindung des
Rades mit den Antriebsmitteln eines Fahrzeugs
verbunden ist.
7. Rad nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet*, daß
die Mittel zur Verbindung des Rades mit den
Anln
des Fahrzeuges einen konischen
Aufbau aufweist, der am ringförmigen Innenelement
(26) wenigstens durch eine drehbar gelagerte
kleine Pleuelstange (33) befestigt ist.
8. Rad nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der konische Aufbau aus einem leichten
Verbundwerkstoff hergestellt ist.
9. Rad nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur Verbindung des Rades mit den
Antriebsmitteln des Fahrzeugs ein Zahnrad (26a)
aufweisen, das so angeordnet ist, daß es eine Kette
aufnimmt oder mit einem Antriebsgetrieberad in
Eingriff steht.
10. Rad nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Innenelement (38) des Lagers (36)
mit dem feststehenden Teil in Verbindung steht und
das ringförmige Außenelement (37) des Lagers (36)
mit dem rotierenden Teil in Verbindung steht,
wobei das ringförmige Außenelement (39) des Lagers
(36) einen Bremsring (45) aufweist und das
ringförmige Innenelement (38) des Lagers wenigstens
eine Bremsbacke (44) aufweist, die so angeordnet
ist, daß sie mit dem Ring zusammenwirkt.
11. Rad nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das ringförmige Innenelement (38) mit einem
röhrenförmigen Stützelement verbunden ist, und daß
der Innenraum des röhrenförmigen Stützelements
Betriebselemente des Fahrzeugs aufweist.
12. Mit einem Motor versehenes oder gezogenes
Fahrzeug,
dadurch gekennzeichnet, daß
es wenigstens ein Rad gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche aufweist.
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