DE68920457T2 - Zweidimensionale Laseranordnung. - Google Patents

Zweidimensionale Laseranordnung.

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DE68920457T2
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Halbleiterdiodenlaser-Array mit einer Halbleiterschichtstruktur, mit einer Anzahl nahezu paralleler streifenförmiger aktiver Gebiete, die jeweils zwischen zwei Abdeckschichten mit größerer Bandbreite und kleinerer Brechzahl für die erzeugte Strahlung als die der aktiven Gebiete liegen, wobei die aktiven Gebiete innerhalb eines Resonators angeordnet sind und mindestens zwei in zwei nahezu äquidistanten Ebenen liegende Gruppen bilden, wobei wenigstens eine der Gruppen mindestens zwei aktive Gebiete enthält,
  • Solche Halbleiterdiodenlaser-Arrays sind geeignete Strahlungsquellen für unter anderem Datenverarbeitungssysteme, wie Laserdrucker, mit denen Information geschrieben wird, und für Systeme mit optischen Speicherplatten, aus denen Information ausgelesen wird - beispielsweise sogenannte Compact-Disc-Spieler (CD-Spieler) und Video Long Play-Spieler (VLP-Spieler) - oder die beschrieben und gelesen werden -beispielsweise digitale optische Aufzeichnung (DOR: digital optical recording).
  • Ein Halbleiterdiodenlaser-Array der beschriebenen Art ist aus der unter der Nummer GB 2164206 A veröffentlichten britischen Patentanmeldung bekannt. Hierin wird ein Halbleiterdiodenlaser-Array beschrieben, in dem eine aktive Schicht zwischen zwei Abdeckschichten auf einem mit mesaförmigen Streifen, zwischen denen Kanäle liegen, versehenen Substrat angebracht ist. Die streifenförmigen aktiven Gebiete der Halbleiterdiodenlaser befinden sich abwechselnd auf der Oberseite des mesaförmigen Streifens und am Boden des zwischen zwei dieser Streifen liegenden Kanals. Sowohl die aktive Schicht als auch die beiden Abdeckschichten jedes Halbleiterlasers erstrecken sich kontinuierlich über die Kanten des mesaförmigen Streifens und verbinden somit das aktive Gebiet jedes Lasers mit dem aktiven Gebiet benachbarter Laser, wenngleich diese Schichten an den Kanten geringfügig dünner sind als anderswo. Mit Hilfe des geringfügig dünneren Teils der aktiven Schicht an den Kanten wird die in einem aktiven Gebiet eines Halbleiterdiodenlasers erzeugte Strahlung in Phase mit der in den aktiven Gebieten der benachbarten Halbleiterdiodenlaser erzeugten Strahlung gekoppelt.
  • Ein Nachteil der bekannten Anordnung ist, daß sowohl wegen des Lekkens von Strahlung aus dem aktiven Gebiet eines Halbleiterdiodenlasers zur aktiven Schicht zwischen zwei Halbleiterdiodenlasern und wegen parasitärer Emission im letztgenannten Teil der aktiven Schicht der Startstrom der Anordnung relativ hoch ist.
  • Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Laser-Arrays besteht darin, daß die Positionierung der auf der Spitze der Mesas liegenden Halbleiterdiodenlaser bezüglich den am Boden der Kanäle gelegenen Halbleiterdiodenlasern innerhalb bestimmter durch die Geometrie bestimmten Grenzen festliegt; daher ist es beispielsweise nicht möglich, vier Halbleiterdiodenlaser paarweise genau übereinander anzuordnen, so daß eine 2+2 symmetrische Matrix erhalten wird. Für das gegebene 2+2-Array kann das bedeuten, daß ein nicht optimales symmetrisches Fernfeld erhalten wird.
  • Der Erfindung liegt unter anderem die Aufgabe zugrunde, ein zweidimensionales Halbleiterdiodenlaser-Array zu verschaffen, das vorzugsweise phasengleich gekoppelt ist und hohe Leistung, einen niedrigen Startstrom, hohe Packungsdichte und ein symmetrisches Fernfeld mit geringer Öffnung aufweist.
  • Die Erfindung beruht unter anderem auf der Erkenntnis, daß die gestellte Aufgabe mit Hilfe eines Arrays von Halbleiterdiodenlasern gelöst werden kann, deren aktive Gebiete in einer vorgegebenen Weise zueinander angeordnet sind.
  • Hierzu ist erfindungsgemäß ein Halbleiterdiodenlaser-Array der eingangs beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet, daß die aktiven Gebiete der einen Gruppe mindestens durch eine der Abdeckschichten vollständig von den aktiven Gebieten der anderen Gruppe getrennt sind. Somit kann der Startstrom des Halbleiterdiodenlaser- Arrays kleiner sein als der der bekannten Anordnung, wie oben bereits erwähnt wurde. Außerdem bedeutet dieses Merkmal, daß die aktiven Gebiete der verschiedenen Gruppen Teil der verschiedenen aktiven Schichten sein können. Dies führt dazu, daß in einer solchen Ausführungsform die Lage der aktiven Gebiete der einen Gruppe nicht mehr von der Lage der aktiven Gebiete der anderen Gruppe abhängt und daß Vergrößerung der Anzahl Gruppen nicht notwendigerweise auf Kosten des relativen Abstandes der aktiven Gebiete innerhalb einer Gruppe geht. Daher können die Packungsdichte und die Symmetrie maximal bleiben. Daher hat beispielsweise ein 2+2-Array maximale Symmetrie, wenn die aktiven Gebiete der einen Gruppe genau über den aktiven Gebiete der anderen Gruppe liegen, wahrend dies beispielsweise für ein 2+1-Array erreicht wird, wenn die aktiven Gebiete des einen Halbleiterdiodenlasers genau über dem Gebiet zwischen den aktiven Gebieten der übrigen beiden Halbleiterdiodenlaser liegen.
  • Diese beiden Beispiele können leicht durch andere Beispiele mit größeren Anzahlen Gruppen und größeren Anzahlen Halbleiterdiodenlaser pro Gruppe ersetzt werden; die Erklärung bleibt unverändert.
  • Wie sich aus den im folgenden zu gebenden Ausführungsbeispielen zeigen wird, können mindestens zwei bevorzugte Ausführungsformen unterschieden werden, die hinsichtlich ihrer Eignung für eine Verwendung bei größeren Anzahlen von Gruppen unterschiedlich sind.
  • Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform wird eine Abdeckschicht verwendet, in der sich mesaförmige Streifen abwechselnd mit streifenförmigen Kanälen befinden. Die aktiven Gebiete der einen Gruppe liegen an der Oberseite der mesaförmigen Streifen, und die aktiven Gebiete der anderen Gruppe befinden sich auf dem Boden der Kanäle. Diese Ausführungsform beschränkt sich nicht auf Arrays aus zwei Gruppen. Wenn die Kanäle breiter als die mesaförmigen Streifen sind, kann ihr Boden wieder mit weiteren (schmaleren) Kanälen versehen werden. Andere Formen, wie breite mesaförmige Streifen, in denen sich flache Kanäle abwechselnd mit tieferen Kanäle befinden, sind in dieser Ausführungsform eingeschlossen. Für eine weitere Erläuterung sei auf die Zeichnung und die zugehörige Beschreibung verwiesen. Ein Vorteil dieser Ausführungsform ist unter anderem, daß die Herstellung, soweit es den Epitaxie-Teil betrifft, nur einen zweistufigen Epitaxieprozeß erfordert.
  • Eine zweite Ausführungsform ist durch ein Halbleitersubstrat gekennzeichnet, das mit einer Stapelung von abwechselnd aus einer Abdeckschicht und einer aktiven Schicht bestehenden Halbleiterschichten versehen ist, wobei die aktiven Gebiete der einen Gruppe jedesmal Teil einer der aktiven Schichten ist.
  • Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
  • Figur 1 schematisch und im Querschnitt ein erfindungsgemäßes zweidimensionales Halbleiterdiodenlaser-Array in einer ersten bevorzugten Ausführungsform,
  • Figur 2 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 1 gezeigten zweidimensionalen Arrays nach dem ersten Aufwachsprozeß,
  • Figur 3 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 1 gezeigten zweidimensionalen Arrays vor dem zweiten Aufwachsprozeß,
  • Figur 4 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 1 gezeigten zweidimensionalen Arrays vor dem zweiten Aufwachsprozeß und für ein Ausführungsbeispiel mit drei Gruppen von aktiven Gebieten,
  • Figur 5 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 1 gezeigten zweidimensionalen Arrays vor dem zweiten Aufwachsprozeß und für ein weiteres Ausführungsbeispiel mit drei Gruppen von aktiven Gebieten,,
  • Figur 6 schematisch und im Querschnitt ein erfindungsgemäßes zweidimensionales Halbleiterdiodenlaser-Array in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform,
  • Figur 7 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 6 gezeigten zweidimensionalen Arrays nach dem ersten Aufwachsprozeß und nach der Bildung der streifenförmigen stromsperrenden Streifen,
  • Figur 8 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 6 gezeigten zweidimensionalen Arrays nach dem zweiten Aufwachsprozeß, und
  • Figur 9 schematisch und im Querschnitt den Aufbau des in Bild 6 gezeigten zweidimensionalen Arrays nach dem dritten Aufwachsprozeß.
  • Die Zeichnung ist schematisch und nicht maßstabsgetreu, wobei insbesondere die Abmessungen in Richtung der Dicke der Deutlichkeit halber stark vergrößert dargestellt sind. Gleiche Teile haben in den verschiedenen Ausführungsformen im allgemeinen gleiche Bezugszeichen. Halbleiterbereiche des gleichen Leitungstyps sind im allgemeinen in der gleichen Richtung schraffiert.
  • Figur 1 zeigt schematisch und im Querschnitt ein erfindungsgemäßes 4+3-Array von Halbleiterdiodenlasern in einer ersten bevorzugten Ausführungsform. Das Halbleiterdiodenlaser-Array umfaßt einen Halbleiterkörper mit einem mit einem Anschlußleiter 12 versehenen Substratgebiet 1 eines ersten Leitungstyps - in diesem Fall p -, das in dieser Ausführungsform aus einkristallinem Galliumarsenid besteht. Auf diesem Substrat ist eine Halbleiterschichtstruktur mit unter anderem einer ersten Abdeckschicht 2 des gleichen Leitungstyps - in diesem Fall p - angeordnet, in der eine Anzahl - in diesem Fall drei - mesaförmige Streifen AA gebildet werden. Zwischen diesen Streifen liegen in der Abdeckschicht 2 Kanäle BB - in diesem Fall vier -, deren Seiten von den Kanten der genannten mesaförmigen Streifen gebildet werden. Die Halbleiterschichtstruktur umfaßt weiterhin eine Anzahl - in diesem Fall sieben - nahezu parallele streifenförmige aktive Gebiete 3, die in dieser Ausführungsform vom p-Leitungstyp und nur schwach dotiert sind. Diese aktiven Gebiete 3 liegen jeweils zwischen der ersten Abdeckschicht 2 und einer zweiten Abdeckschicht 4 von einem dem Leitungstyp der ersten Abdeckschicht entgegengesetzten Leitungstyp - in diesem Fall dem n-Typ. Die Längsachse der streifenförmigen aktiven Gebiete liegt im rechten Winkel zur Zeichenebene, und zwei reflektierende Kristallflächen, meistens Vorzugs-Spaltflächen, verlaufen parallel zu dieser Ebene. Diese sogenannten Spiegelflächen bilden in Längsrichtung einen Fabry-Pérot-Resonator, in dem sich die streifenförmigen aktiven Gebiete befinden. Außerdem gibt es nahe des Übergangs zwischen jedem aktiven Gebiet 3 und der Abdeckschicht 4 einen pn-Übergang 5. Bei ausreichend hoher Stromstärke in Durchlaßrichtung kann dieser pn-Übergang zur Emission elektromagnetischer Strahlung in dem aktiven Gebiet 3 führen. Die streifenförmigen Gebiete bilden zwei Gruppen, die in zwei Ebenen V und W liegen, die nahezu senkrecht zur Zeichenebene stehen und nahezu äquidistant sind. Die Ebene V fällt nahezu mit der Oberseite der mesaförmigen Streifen zusammen und umfaßt eine Gruppe von in dieser Ausführungsform drei aktiven Gebieten, während die Ebene W, die nahezu mit dem Boden der Kanäle zusammenfällt, eine weitere Gruppe von in dieser Ausführungsform vier aktiven Gebieten umfaßt. Neben den beiden Gruppen aktiver Gebiete 3 und zwischen den Abdeckschichten 2 und 4 ist eine Stapelung aus den folgenden Halbleiterschichten angeordnet: eine erste passive Schicht 6 mit einem dem Leitungstyp der Abdeckschicht 2 entgegengesetzten Leitungstyp, das heißt in diesem Fall dem n-Typ, eine zweite passive Schicht 7 mit einem dem Leitungstyp der dritten Abdeckschicht 2 entgegengesetzten Leitungstyp, das heißt in diesem Fall dem p-Typ, und eine dritte passive Schicht 8 mit dem gleichen Leitungstyp wie die aktiven Gebiete 3, das heißt in diesem Fall dem p-Leitungstyp. Die zweite Abdeckschicht 4 ist mit einer Kontaktschicht 9 bedeckt, in diesem Fall vom n-Leitungstyp, die mit einem Anschlußleiter 10 versehen ist und in dieser Ausführungsform aus Galliumarsenid besteht. Alle übrigen Halbleiterschichten in dieser Ausführungsform bestehen aus Aluminiumgalliumarsenid. Der Aluminiumgehalt der aktiven Gebiete 3 und der passiven Schicht, in dieser Ausführungsform 10 Atom-%, entspricht einer Wellenlänge von 780 nm für eventuell erzeugte Strahlung. Der Aluminiumgehalt der Abdeckschichten 2 und 4 und der passiven Schichten 6 und 7, in dieser Ausführungsform 50 Atom-%, ist derart, daß die Bandbreite größer und dementsprechend die Brechzahl bezüglich der erzeugten Strahlung kleiner ist als die entsprechenden Größen für die aktiven Gebiete 3.
  • Erfindungsgemäß sind die in der Ebene V liegenden aktiven Gebiete der einen Gruppe vollständig von den in der Ebene W liegenden aktiven Gebieten der anderen Gruppe durch mindestens eine der Abdeckschichten getrennt, in dieser Ausführungsform durch die Abdeckschichten 2 und 4.
  • Wegen des Aufbaus der erfindungsgemäßen Halbleiterschichtstruktur, in der in dieser Ausführungsform auch die aktiven Gebiete innerhalb einer Gruppe vollständig voneinander durch eine Abdeckschicht getrennt sind, d.h. der Schicht 4 für die Gruppe in der Ebene V und die Schicht 2 für die Gruppe in der Ebene W, ist der Schwellenstrom der Vorrichtung verhältnismäßig klein, und zwar wegen der Abwesenheit parasitärer Emission außerhalb der aktiven Gebiete und der Tatsache, daß keine Strahlung aus den aktiven Gebieten herausleckt. Bei dem Halbleiterdiodenlaser-Array nach dieser Ausführungsform bilden die passiven Schichten 7 und 8 einen Gleichrichterübergang, der bei einem in Durchlaßrichtung geschalteten pn-Übergang 5 in Sperrichtung geschaltet ist und somit die Stromstreuung in den aktiven Gebieten 3 begrenzt.
  • Bei dieser Ausführungsform sind die folgenden Zusammensetzungen, Dotierungen und Dicken für die verschiedenen Halbleiterschichten verwendet worden: Schicht Halbleiter Typ Dotierungskonz. (At./cm³) Dicke (um) Brechzahl (λ = 780 nm)
  • Die von diesem Halbleiterdiodenlaser-Array emittierte Strahlung hat eine Wellenlänge von etwa 780 nm. Die Breite der aktiven Gebiete ist etwa 3 um, während der Abstand zwischen den Ebenen V und W ungefähr 2,56 um und der Mittenabstand zwischen zwei aktiven Gebieten innerhalb einer Gruppe etwa 6 um beträgt. Die Elektrodenschicht 10 auf der Kontaktschicht 9 aus hochdotiertem Galliumarsenid besteht beispielsweise aus einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht, deren Verwendung in Galliumarsenid-Anordnungen üblich ist. Die Elektrodenschicht 12 auf dem Substrat 1 ist beispielsweise eine Platin-Molybdän-Gold-Schicht oder eine Platin-Tantal-Gold-Schicht.
  • Das beschriebene Halbleiterdiodenlaser-Array kann unter anderem auch auf folgende Weise hergestellt werden (siehe auch Figur 2). Das Ausgangsmaterial ist ein Substrat 1 aus einkristallinem p-Galliumarsenid mit einer Dotierungskonzentration von 2 10¹&sup9; Atome/cm³ und einer Dicke von beispielsweise 350 um. Nachdem die Oberfläche, die vorzugsweise eine Fehlorientierung von höchstens 6º in bezug auf die (001)-Orientierung hat, poliert und geätzt worden ist, werden auf diese Oberfläche nacheinander, beispielsweise aus der Gasphase mit Hilfe von OMVPE (Organo-Metallic Vapour Phase Epitaxy), eine 6 um dicke Schicht 2 aus p-Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierungskonzentration von ungefähr 2 10¹&sup8; Atome/cm³, eine 0,5 um dicke Schicht 6 aus n-Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierungskonzentration von ungefähr 1 10¹&sup7; Atome/cm³ und eine 0,5 um dicke Schicht 7 aus p-Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierungskonzentration von ungefähr 14 10¹&sup7; Atome/cm³ aufgewachsen. Ein schematischer Querschnitt der auf diese Art hergestellten Struktur wird in Fig. 2 dargestellt. Diese Mehrschichtstruktur kann auch aus der Flüssigphase mittels LPE (Liquid Phase Epitaxy) aufgewachsen werden, in welchem Fall die Orientierung des Substrats 1 vorzugsweise nahezu gleich der (001)-Orientierung ist. Zu Einzelheiten zu der LPE-Technik sei auf das Buch von D. Elwell und H.J. Scheel "Crystal Growth for High Temperature Solutions", Academic Press, 1975, insbesondere S.433-467 verwiesen. Zu Einzelheiten zu der OMVPE-Technik sei auf den Übersichtsartikel von M.J. Ludowise "Metal-Organic Vapour Deposition of III-V Semiconductors" in Journal of Applied Physics, 58 (1985), 31 verwiesen.
  • Anschließend werden in der Oberfläche der Schicht 7 mit Hilfe von allgemein üblichen photolithographischen Techniken und mit einer H&sub2;O, H&sub2;O&sub2; (35%) und NH&sub4;OH im Verhältnis 100:2:1 enthaltenen Ätzflüssigkeit als Ätzmittel die Halbleiterschichten 6 und 7 innerhalb des streifenförmigen Gebiets CC weggeätzt (siehe auch Figur 3).
  • Anschließend werden mit der gleichen Technik und dem vorstehend erwähnten Ätzmittel Kanäle BB in der Oberseite der Halbleiterschicht 2 angebracht. Diese Kanäle haben an der Oberseite eine Breite von ungefähr 6 um. Die Oberseite des Mesa hat eine Breite von etwa 3 um, während der Abstand der Oberseite des Mesa von dem Boden eines Kanals ungefähr 2,5 um beträgt. Erfindungsgemäß werden die Kanäle so wegeätzt, daß die Kanten der sich ergebenden mesaförmigen Streifen AA mit Kristallflächen des Galliumarsenidgitters zusammenfallen, und zwar mit den (111)-As-Flächen. Ein schematischer Querschnitt durch die sich daraus ergebenden Halbleiterschichtstruktur wird in Figur 3 gezeigt.
  • Diese Struktur wird nach Reinigung wieder in die OMVPE-Aufwachsanlage gebracht. Erst (siehe Figur 1) werden die ungefähr 0,07 um dicken aktiven Gebiete 3 und die Teile der passiven Schicht 8 aus Al0,10Ga0,90As, denen keine absichtlichen Dotierungen zugesetzt sind, aufgewachsen. Da auf der (111)-As-Oberfläche kein merkliches Wachsen erfolgt, bleiben die Kanten der mesaförmigen Streifen AA aufwachsfrei, und die aktiven Gebiete 3 werden an der Oberseite des mesaförmigen Streifens und am Boden der Kanäle gebildet. Anschließend wird eine etwa 6 um dicke n- Al0,50Ga0,50As-Schicht 4 mit einer Dotierung von 2 10¹&sup8; Atome/cm³ aufgewachsen, die die zweite Abdeckschicht bildet. Da die Aufwachsrate dieser Schicht, die erheblich dicker ist als die aktiven Gebiete, in der (311)-Kristallrichtung größer als in der (001)- Kristallrichtung ist, werden die Kanäle mit der Schicht 4 gefüllt, ungeachtet der Tatsache, daß während des Aufwachsprozesses für diese Schicht kein direktes Aufwachsen an den Kanten der mesaförmigen Streifen stattfindet. Anschließend wird eine etwa 1 um dicke Kontaktschicht aus Galliumarsenid mit einer Dotierung von 3 10¹&sup8; Atome/cm³ angebracht. Schließlich wird, nachdem die Schichtstruktur aus der Aufwachsanlage genommen und abgekühlt worden ist, beispielsweise durch Zerstäuben die beispielsweise aus einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht bestehende Elektrodenschicht 10 auf der Kontaktschicht und die beispielsweise aus einer Platin-Molybdän-Gold-Schicht oder einer Platin-Tantal-Gold-Schicht bestehende Elektrodenschicht 12 auf dem Substrat 1 angebracht. So wird die in Figur 1 gezeigte Struktur erhalten.
  • Es sei hier bemerkt, daß die Halbleiterschichten auch eine andere Zusammensetzung als die hier erwähnte haben können. Dies hängt unter anderem von der gewünschten Wellenlänge der zu erzeugenden Strahlung ab. Außerdem kann insbesondere der Aluminiumgehalt der Abdeckschichten variiert werden, um das Einschließen und damit das Ausmaß, in dem Phasenkopplung auftreten kann, zu beeinflussen.
  • Figur 4 und 5 zeigen Beispiele dafür, wie mesaförmige Streifen und Kanäle angebracht werden können, wenn beispielsweise ein drei Gruppen aus aktiven Gebieten, die in drei Ebenen, nämlich V, W und Z liegen, enthaltendes Array gewünscht wird. Bei einer ersten, in Fig. 4 gezeigten Form sind beispielsweise die Kanäle BB breiter als die mesaförmigen Streifen AA, und der Boden der Kanäle ist mit Kanälen EE versehen, die schmaler als die Kanäle BB sind. Bei einer zweiten, in Fig. 5 gezeigten Form wechseln breite, mit flachen Kanälen versehene mesaförmige Streifen AA mit tieferen Kanälen BB ab.
  • Eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halbleiterdiodenlaser-Arrays soll jetzt anhand der Figuren 6 bis 9 beschrieben werden.
  • Figur 6 zeigt schematisch und im Querschnitt ein erfindungsgemäßes 2+2-Array von Halbleiterdiodenlasern in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform. Das Halbleiterdiodenlaser-Array umfaßt einen Halbleiterkörper mit einem Substratgebiet 1 eines ersten Leitungstyps - in diesem Fall p -, der mit einem Anschlußleiter 12 versehen ist und in dieser Ausführungsform aus einkristallinem Galliumarsenid besteht. Eine Halbleiterschichtstruktur, die unter anderem eine Anzahl - in diesem Fall drei -streifenförmiger stromsperrender Gebiete 13 des entgegengesetzten Leitungstyps - in diesem Fall n - umfaßt, ist auf diesem Substratgebiet aufgebracht. Die Halbleiterschichtstruktur umfaßt weiterhin eine erste Abdeckschicht 2 des gleichen Leitungstyps wie das Substrat 1, auf der eine erste aktive Schicht 8, bei dieser Ausführungsform vom p-Leitungstyp und nicht absichtlich dotiert, aufgebracht ist. Auf der aktiven Schicht 8 ist eine zweite Abdeckschicht 14 des entgegengesetzten Leitungstyps - hier also n - , aufgebracht, die wie die erste aktive Schicht nicht absichtlich dotiert und vom p-Leitungstyp ist. Weiterhin umfaßt die Halbleiterschichtstruktur eine dritte Abdeckschicht 15, - hier vom p-Leitungstyp -, auf der streifenförmige Kontaktgebiete 16 liegen, die zusammen mit streifenförmigen Teilen der Abdeckschicht 15 die mesaförmigen Streifen AA bilden. Die Kontaktgebiete 16 sind vom p-Leitungstyp und mit einem Anschlußleiter 10 aus einer Titan-Gold-Schicht versehen. Eine Isolierschicht 21 aus Siliciumdioxid liegt an den Kanten der und zwischen den mesaförmigen Streifen AA. Die Halbleiterschichtstruktur umfaßt weiterhin eine Anzahl - in diesem Fall vier - nahezu parallele streifenförmige aktive Gebiete 3, die zwei Gruppen von jeweils zwei aktiven Gebieten bilden, wobei diese Gruppen in zwei nahezu äquidistanten Ebenen V und W im rechten Winkel zur Zeichenebene liegen, wobei die Ebene V in der aktiven Schicht 8 und die Ebene W in der aktiven Schicht 14 liegt. Die Längsachse der streifenförmigen Gebiete 3 bildet mit der Zeichenebene einen rechten Winkel, wobei zwei reflektierende Kristallflächen wieder parallel zu dieser Ebene verlaufen. Die streifenförmige Gebiete liegen innerhalb eines Fabry-Pérot-Resonators, der in Längsrichtung von diesen Spiegelflächen gebildet wird. Außerdem gibt es nahe des Übergangs zwischen jedem aktiven Gebiet 3 und der Abdeckschicht 4 einen pn-Übergang 5, und bei ausreichend hoher Stromstärke in Durchlaßrichtung führt dieser pn-Übergang zur Emission elektromagnetischer Strahlung in dem aktiven Gebiet 3. Sowohl links als auch rechts vom Halbleiterdiodenlaser-Array umfaßt der Halbleiterkörper eine Aussparung DD, die bis zur zweiten Abdeckschicht 4 reicht und mit einem Anschlußleiter 17 versehen ist, der in dieser Ausführungsform aus einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht besteht. Die Anschlußleiter 10 und 12 bestehen in dieser Ausführungsform aus einer Titan-Gold-Schicht. Der elektrische Verdrahtungsplan für diese Anschlußleiter umfaßt die Leitung 18 für den Anschlußleiter 17, die Leitung 19 für den Anschlußleiter 10 und die Leitung 20 für den Anschlußleiter 12.
  • Bei dieser Ausführungsform bestehen die streifenförmigen stromsperrenden Gebiete 13 und die Kontaktgebiete 16 aus Galliumarsenid, während alle übrigen Halbleiterschichten aus Aluminiumgalliumarsenid bestehen. Der Aluminiumgehalt der aktiven Gebiete 3 ist in diesem Fall 10 Atom-%, das entspricht einer Wellenlänge von 780 nm für die zu erzeugende Strahlung. Der Aluminiumgehalt der Abdeckschichten 2, 4 und 15 beträgt in diesem Fall 50 Atom-%, so daß die Bandbreite größer und dementsprechend die Brechzahl bezüglich der erzeugten Strahlung kleiner ist als die entsprechenden Größen für die aktiven Gebiete 3.
  • Erfindungsgemäß sind die in der Ebene V liegenden aktiven Gebiete 3 der einen Gruppe vollständig von den in der Ebene W liegenden aktiven Gebieten 3 der anderen Gruppe durch mindestens eine der Abdeckschichten getrennt, in dieser Ausführungsform durch die Abdeckschicht 4.
  • Wegen des Aufbaus der erfindungsgemäßen Halbleiterschichtstruktur können die aktiven Gebiete 3 so positioniert werden, daß in den beiden nahezu orthogonalen Richtungen Phasenkopplung zwischen der in den aktiven Gebieten erzeugten Strahlung auftreten kann: in der Richtung parallel zu den Ebenen V und W innerhalb einer einzigen Gruppe, da die aktiven Gebiete in einer einzigen aktiven Schicht und in einem relativen Abstand von höchstens einigen Mikrometern voneinander liegen, und in der anderen Richtung senkrecht zu den Ebenen V und W, zwischen zwei verschiedenen Gruppen, wegen der gegenseitigen Positionierung und des geringen Abstandes (höchstens einige Mikrometer) dieser Gruppen voneinander.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Halbleiterdiodenlaser-Array bilden die streifenförmige stromsperrenden Gebiete 13 und das Substrat 1 einen Gleichrichterübergang, der bei einem in Durchlaßrichtung geschalteten pn-Übergang 5 in Sperrichtung geschaltet ist und somit die Stromstreuung außerhalb der in der aktiven Schicht 8 liegenden aktiven Gebiete 3 begrenzt. Die gewählte Geometrie führt dazu, daß unter den streifenförmigen Gebieten 16 am Ort der aktiven Schicht 14 ein Wellenleiter gebildet wird, wobei dieser Wellenleiter hinsichtlich der in der aktiven Schicht 8 liegenden aktiven Gebiete 3 mittels der streifenförmigen Gebiete 13 erhalten wird.
  • Bei dieser Ausführungsform sind die folgenden Zusammensetzungen, Dotierungen und Dicken für die verschiedenen Halbleiterschichten verwendet worden: Schicht Halbleiter Typ Dotierungs Konz. (At./cm³) Dicke (um) Brechzahl (λ = 780 nm)
  • Die von diesem Halbleiterdiodenlaser-Array emittierte Strahlung hat eine Wellenlänge von etwa 780 nm. Die Breite der aktiven Gebiete 3, der streifenförmigen Gebiete 16 und der Kanäle zwischen den streifenförmigen Gebieten ist etwa 3 um. Der Mittenabstand zwischen den aktiven Gebieten 3 innerhalb einer Gruppe beträgt etwa 6 um; der Abstand zwischen den Ebenen V und W und damit der Abstand zwischen den aktiven Gebieten unterschiedlicher Gruppen beträgt ungefähr 1,5 um. Die Elektrodenschichten 10 und 12 bestehen beispielsweise aus einer Titan-Gold-Schicht, während die Elektrodenschicht 17 beispielsweise aus einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht bestehen kann.
  • Das bei dieser Ausführungsform beschriebene Halbleiterdiodenlaser-Array kann beispielsweise auf folgende Weise hergestellt werden (siehe auch Figur 7).
  • Das Ausgangsmaterial ist ein Substrat 1 aus einkristallinem p-Galliumarsenid mit einer Dotierungskonzentration von 2 10¹&sup9; Atome/cm³ und einer Dicke von beispielsweise 350 um. Nachdem die Oberfläche, die vorzugsweise die (001)-Orientierung hat, poliert und geätzt worden ist, wird auf diese Oberfläche eine 1 um dicke Schicht 13 aus n-GaAs mit einer Dotierungskonzentration von ungefähr 10¹&sup8; Atome/cm³ beispielsweise aus der Flüssigphase mittels LPE (Liquid Phase Epitaxy) aufgebracht. Nach dem Abkühlen wird die Struktur aus der Aufwachsanlage entfernt und werden die - in dieser Ausführungsform zwei - Kanäle BB mit Hilfe von allgemein üblichen photolithographischen Techniken und mit einer eine Mischung aus H&sub2;O, H&sub2;O&sub2; (35%) und NH&sub4;OH (100:2:1) enthaltenen Ätzflüssigkeit als Ätzmittel in die Schicht 13 geätzt (siehe Figur 7). Diese Struktur wird nach Reinigung wieder in die Aufwachsanlage gebracht (siehe Figur 8).
  • Erst wird eine erste Abdeckschicht 2 aus p-Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierung von ungefähr 2 10¹&sup8; Atome/cm³ aufgewachsen, die zwischen den streifenförmigen Gebieten 13 eine Dicke von 1,3 um und über den letztgenannten Gebieten eine Dicke von 0,3 um hat. Da die OMVPE-Aufwachstechnik (OMPVE: Organo-Metallic Vapour Phase Epitaxy) geeigneter ist, hintereinander mehrere dünne Schichten mit genau der gleichen Dicke und Zusammensetzung aufzuwachsen - wie in diesem Fall die aktiven Schichten 8 und 14 - und da es für eine befriedigende Phasenkopplung wünschenswert ist, daß die optischen und elektrischen Eigenschaften der in diesen aktiven Schichten liegenden aktiven Gebiete möglichst gleich sind, wird der Aufwachsprozeß jetzt vorzugsweise mittels der OMPVE-Aufwachstechnik fortgesetzt. Nach Abkühlen und Entnehmen aus der LPE-Aufwachsanlage wird die Struktur daher wieder in die OMVPE-Aufwachsanlage (vgl. Figur 9) gebracht. In dieser Anlage wird eine erste ungefähr 0,07 um dicke aktive Schicht 8 aus nicht absichtlich dotiertem Al0,10Ga0,90As aufgebracht. Auf diese Schicht wird eine zweite Abdeckschicht 4, jetzt vom n-Typ, aus Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierung von 2 10¹&sup8; Atome/cm³ und einer Dicke von 1,5 um aufgewachsen. Anschließend wird eine zweite 0,07 um dicke aktive Schicht 14 aus nicht absichtlich dotiertem Al0,10Ga0,90As aufgebracht, auf der eine dritte, 1 um dicke Abdeckschicht 15 aus p-Al0,50Ga0,50As mit einer Dotierung von 1 10¹&sup8; Atome/cm³ und schließlich eine 1 um dicke p-GaAs-Schicht mit einer Dotierung von 5 10¹&sup8; Atome/cm³ aufgewachsen werden. Zu Einzelheiten zu den genannten LPE- und OMVPE-Aufwchstechniken sei auf den bei der ersten Ausführungsform genannten Artikel verwiesen.
  • Nachdem der Aufwachsprozeß beendet ist, wird die Halbleiterschichtstruktur (siehe Figur 9) aus der Aufwachsanlage genommen und, beispielsweise durch Zerstäuben, eine dünne Schicht aus Siliciumdioxid aufgebracht. Anschließend werden das Siliciumdioxid und dann das Halbleitermaterial lokal bis hin zur n-Al0,50Ga0,50As- Schicht hinein mit Hilfe von photolithographischen Techniken und allgemein üblichen Ätzmitteln lokal entfernt, so daß die Aussparungen DD gebildet werden (vgl. Figur 6). Mittels beispielsweise Zerstäuben und mit Hilfe von Photolithographie und Ätzen mit allgemein üblichen Ätzmitteln, beispielsweise auf der Basis von KJ und I&sub2; wird die beispielsweise aus einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht bestehende Elektrodenschicht 14 angebracht. Nachdem die Gold-Germanium-Nickel-Schicht und das übrige Siliciumdioxid außerhalb der Gebiete DD in gleicher Weise entfernt worden sind, werden in der Kontaktschicht 16 und teilweise in der Abdeckschicht 15 mit Hilfe von Photolithographie und dem vorstehend genannten Ätzmittel aus H&sub2;O, H&sub2;O&sub2; und NH&sub4;OH zwei Streifen AA angebracht. Der Ätzprozeß wird fortgesetzt, bis die Abdeckschicht 15 zwischen den Kontaktgebieten eine Dicke von nur noch etwa 0,3 um hat. Anschließend wird die Struktur mit Siliciumdioxid bedeckt, das beispielsweise mittels Zerstäuben erhalten wird. Die Oxidschicht auf den mesaförmigen Streifen und am Ort der Gold-Germanium- Nickel-Schicht wird dann wieder mit Hilfe von Photolithographie und allgemein üblichen Ätzmitteln entfernt. Anschließend wird die Struktur mit beispielsweise einer Titan- Gold-Schicht bedeckt, woraufhin in dieser Schicht mit Hilfe von Photolithographie und allgemein üblichen Ätzmitteln zwischen den mesaförmigen Streifen AA und den streifenförmigen Aussparungen DD eine streifenförmige Unterbrechung verschafft wird, die verhindert, daß die Anschlußleiter 10 und 17 elektrisch miteinander verbunden werden. Eventuell kann in diesen Unterbrechungen Siliciumdioxid mit Hilfe der vorstehend genannten Techniken angebracht werden. Nachdem eine beispielsweise aus einer Platin- Molybdän-Gold-Schicht oder einer Platin-Tantal-Gold-Schicht oder einer Gold-Germanium-Nickel-Schicht bestehende Elektrodenschicht 12 beispielsweise mit Hilfe eines Zerstäubungsprozesses auf dem Substrat 1 angebracht worden ist, wird die in Figur 6 gezeigte Struktur erhalten.
  • Auch andere Halbleitermaterialien oder andere Zusammensetzungen der gewählten Halbleitermaterialien, als bei den Ausführungsbeispielen genannt sind, können verwendet werden. Auf diese Weise kann beispielsweise die Wellenlänge der zu erzeugenden Strahlung gewählt werden. Je nach der gewünschten Anwendung können andere Schichtdicken verwendet werden. Durch Veränderung der Schichtdicke oder der Zusammensetzung insbesondere der Abdeckschicht oder zwischen verschiedenen Gruppen aktiver Gebiete liegenden Abdeckschichten kann die Phasenkopplung der Strahlungsbündel beeinflußt werden. Unter anderem dadurch kann der Winkel des Strahlungsbündels in der Richtung senkrecht zu den aktiven Gebieten erheblich kleiner werden, wodurch ein symmetrischeres Fernfeld erhalten werden kann.
  • Die Leitungstypen können auch alle (gleichzeitig) durch die entgegengesetzten Leitungstypen ersetzt werden. Weiterhin brauchen die verschieden aktiven Gebiete nicht notwendigerweise "index-geführt" zu sein; "gain-Führung" kann für bestimmte Anwendungen auch verwendet werden, insbesondere in solchen Fällen, wo keine Phasenkopplung gefordert oder gewünscht wird. Außerdem sei besonders bemerkt, daß die Anzahl aktiven Gebiete innerhalb einer Gruppe, die Anzahl Gruppen und die relative Positionierung der verschiedenen Gruppen vorteilhaft verändert werden kann. Bei den hierbei getroffenen Entscheidungen spielen unter anderem Symmetriebetrachtungen eine wichtige Rolle. Schließlich sei bemerkt, daß die zur Begrenzung der Stromstreuung verwendeten Verfahren nicht die einzig möglichen Verfahren sind.

Claims (7)

1. Halbleiterdiodenlaser-Array mit einem Halbleitersubstrat (1) und einer Halbleiterschichtstruktur oben auf dem Halbleitersubstrat (1), mit einer Anzahl nahezu paralleler streifenförmiger aktiver Gebiete (3), die jeweils zwischen zwei Abdeckschichten (2, 4) mit größerer Bandbreite und kleinerer Brechzahl für die erzeugte Strahlung als die der aktiven Gebiete (3) liegen, wobei die aktiven Gebiete (3) innerhalb eines Resonators angeordnet sind und mindestens zwei in zwei nahezu äquidistanten Ebenen (V, W) liegende Gruppen bilden, wobei wenigstens eine der Gruppen mindestens zwei aktive Gebiete (3) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die aktiven Gebiete (3) der einen Gruppe mindestens durch eine der Abdeckschichten (2, 4) vollständig von den aktiven Gebieten (3) der anderen Gruppe getrennt sind.
2. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den aktiven Gebieten (3) so klein ist, daß die austretenden Strahlungsbündel phasengekoppelt sind.
3. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Abdeckschicht (2) mit mesaförmigen Streifen (AA) versehen ist, zwischen denen streifenförmige Kanäle (BB) angebracht sind, und daß jedes der aktiven Gebiete (3) der einen Gruppe auf einem mesaförmigen Streifen (AA) liegt, während jedes der streifenförmigen aktiven Gebiete (3) der anderen Gruppe sich am Boden des streifenförmigen Kanals (BB) befindet.
4. Halbleiteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmige Kanäle (BB) breiter als die mesaförmigen Streifen (AA) sind, und daß in der Mitte des Bodens der streifenförmige Kanäle (BB) weitere streifenförmige Kanäle (EE) vorgesehen sind, die schmaler als die erstgenannten Kanäle (BB) sind und auf deren Boden sich die aktiven Gebiete (3) einer weiteren Gruppe befinden.
5. Halbleiteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mesaförmigen Streifen (AA) breiter als die streifenförmige Kanäle (BB) sind, und daß in der Mitte der Oberfläche der mesaförmigen Streifen (AA) weitere streifenförmige Kanäle (EE) vorgesehen sind, die flacher als die erstgenannten streifenförmige Kanäle (BB) sind und auf deren Boden sich die aktiven Gebiete (3) einer weiteren Gruppe befinden.
6. Halbleiteranordnung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Halbleitersubstrat (1) aus Galliumarsenid (GaAs) besteht, während die erste Abdeckschicht (2) aus einem Mischkristall aus Aluminiumarsenid und Galliumarsenid (AlxGa1-xAs) besteht, und daß die die Kanten der mesaförmigen Streifen bildenden Oberflächen (111)-Arsenkristallflächen sind.
7. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Abdeckschicht (2) auf dem Halbleitersubstrat (1) aufgebracht ist und auf der ersten Abdeckschicht (2) eine erste aktive Schicht (8), zu der die streifenförmige aktiven Gebiete (3) der einen Gruppe gehören, aufgebracht ist, wobei die erste aktive Schicht (8) von einer zweiten Abdeckschicht (4) bedeckt ist, auf der eine zweite aktive Schicht (14) vorgesehen ist, zu der die streifenförmige aktiven Gebiete (3) der anderen Gruppe gehören, wobei die zweite aktive Schicht (14) von einer dritten Abdeckschicht (15) bedeckt ist.
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