DE68920666T2 - Photographisches Material mit einer vergrösserten Belichtungsbreite. - Google Patents

Photographisches Material mit einer vergrösserten Belichtungsbreite.

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Description

  • Diese Erfindung betrifft farbphotographische Materialien mit ausgedehntem Belichtungsspielraum. Gemäß einem besonderen Aspekt betrifft die Erfindung ein solches Material, das zu einem positiven Bild führt, das direkt betrachtbar ist.
  • Positive photographische Farbabzüge, die für eine direkte Betrachtung bestimmt sind, werden in typischer Weise hergestellt durch bildweise Exponierung eines Trägers, der beschichtet ist mit Schichten, die gegenüber jedem der blauen, grünen und roten Bereiche des sichtbaren Spektrums empfindlich sind, und die gelbe, purpurrote bzw. blaugrüne Farbstoffbilder ergeben. Eine Exponierung erfolgt in üblicher Weise mit einem Farbnegativfilm, der ein negatives Bild des Originals aufweist. Ist der Belichtungsspielraum des Farbkopiermaterials geringer als der volle Dichtebereich, der in dem Film aufgezeichnet ist, so wird die Detailwiedergabe in dem Kopierfilm schlecht.
  • Der Belichtungsspielraum ist ein Maß für die Fähigkeit eines Aufzeichnungsmaterials, Unterschiede in der Exponierungsintensität durch Unterschiede in der Dichte darzustellen. Dies bedeutet, daß Materialien mit einem breiten Belichtungsspielraum auf einen breiten Bereich von Belichtungsintensitäten ansprechen, indem sie Unterschiede in der Bilddichte zeigen, während Materialien mit einem engen Belichtungsspielraum im Falle des gleichen Bereiches von Belichtungsintensitäten weniger Unterschiede in der Dichte zeigen. Bisher ist der Belichtungsspielraum in typischer Weise modifiziert worden durch Veränderung der Silberhalogenidemulsion. Beispielsweise ist bekannt, daß eine Erhöhung des Korngrößenbereiches in einer Emulsion den Belichtungsspielraum ausdehnt, wohingegen eine Verminderung des Korngrößenbereiches dafür bekannt ist, daß der Belichtungsspielraum vermindert wird. Die U.S.-Patentschrift 3 663 228, ausgegeben am 16. Mai 1972 für C.W. Wyckoff, beschreibt andere Techniken zur Ausdehnung des Belichtungsspielraumes von farbphotographischen Materialien.
  • In unserer, gleichzeitig anhängigen europäischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr. 0304297, bekannt gemacht am 22. Februar 1989, beschreibe ich eine neue Technik zur Ausdehnung des Belichtungsspielraumes von photographischen Materialien. In Übereinstimmung mit jenem Verfahren wird ein farbphotographisches Element bereitgestellt mit einem Träger sowie mit ersten und zweiten Silberhalogenidemulsionsschichten. Die erste Emulsionsschicht ist gegenüber einem ersten Bereich des Spektrums sensibilisiert und die zweite Emulsionsschicht ist gegenüber einem zweiten Bereich des Spektrums sensibilisiert, und in beschränkter Weise gegenüber dem ersten Bereich des Spektrums. Die Farbstoffdichte, die in der zweiten Emulsionsschicht als Folge ihrer Exponierung gegenüber dem ersten Bereich des Spektrums erzeugt wird, trägt zur Farbstoffdichte bei, die in der ersten Emulsionsschicht erzeugt wird und dehnt infolgedessen den Belichtungsspielraum aus. Wahrgenommen wird dies durch eine Erhöhung des Detailgrades, der in dem Bild feststellbar ist.
  • Obgleich dies eine geeignete Technik ist, erfordert sie die Einstellung des Grades spektraler Empfindlichkeit der Emulsion in der zweiten Emulsionsschicht für zwei verschiedene Bereiche des Spektrums. Wünschenswert wäre es, wenn ein Mittel zur Erzielung einer ähnlichen Ausdehnung des Belichtungsspielraumes bereitgestellt werden könnte, ohne daß die spektrale Empfindlichkeit einer Emulsion auf zwei verschiedene Bereiche des Spektrums eingestellt werden muß.
  • Wir haben nun gefunden, daß der Belichtungsspielraum ausgedehnt werden kann durch Bereitstellung eines farbphotographischen Materials mit:
  • einem Träger,
  • zwei Silberhalogenidemulsionsschichten, von denen eine jede gegenüber einem verschiedenen Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich ist, und wobei jede Schicht einen Kuppler enthält, der einen Farbstoff liefert, der bezüglich seiner Farbe komplementär ist der hauptsächlichen spektralen Empfindlichkeit der Emulsion, und
  • einer nicht-lichtempfindlichen Zwischenschicht zwischen den zwei Emulsionsschichten, wobei:
  • die Zwischenschicht einen Xuppler enthält, der als Funktion der Entwicklung von einer der Emulsionsschichten einen Farbstoff liefert, der bezüglich seiner Farbe komplementär ist der Hauptempfindlichkeit der anderen Emulsionsschicht.
  • Gemäß einer speziellen Ausführungsform dieser Erfindung befindet sich ein einen blaugrünen Farbstoff liefernder Kuppler in einer Zwischenschicht zwischen einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht sowie einer rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, wobei die relativen Verhältnisse von Materialien derart sind, daß oxidierte Farbentwicklerverbindungen, die in den Bereichen der grünempfindlichen Schicht erzeugt wird, welche eine maximale Exponierung erfährt, in die Zwischenschicht wandert unter Kupplung und unter Bildung eines blaugrünen Farbstoffes. Dies führt zu einer Ausdehnung des Belichtungsspielraumes der grünempfindlichen Schicht durch die Zugabe von Blaugrün-Farbstoffdichte in dem Maximum-Dichtebereich des Purpurrot-Farbstoffbildes. In einem roten Bild hoher Dichte aus gelbem und purpurrotem Farbstoff ist dies sichtbar in dem sichtbaren Bild durch eine Erhöhung der Detailwiedergabe des roten Bildes. In entsprechender Weise wird das Detail des grünen Bildes hoher Dichte erhöht und der Exponierungsspielraum der rotempfindlichen Emulsion wird ausgedehnt, wenn die Zwischenschicht einen einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler enthält und eine Purpurrot-Farbstoffdichte erzeugt als Funktion einer Rotlichtexponierung.
  • Farbstoffe liefernde Kuppler wurden in nicht-lichtempfindlichen Schichten benachbart zu bilderzeugenden Schichten angeordnet. In manchen Fällen handelt es sich dabei um Entwicklungsinhibitoren freisetzende Kuppler, die nicht vorliegen aufgrund des bilderzeugenden Charakters des Kupplers selbst, sondern vielmehr als Träger für einen Entwicklungsinhibitor, der freigesetzt wird. Die U.S.-Patentschrift 4 359 521 ist ein Beispiel für derartige Patentschriften. In anderen Fällen bildet der Kuppler einen Farbstoff, der komplementär ist der Empfindlichkeit der Emulsionsschicht, aus der die oxidierte Entwicklerverbindung wandert. Die deutsche Auslegeschrift DAS 1 002 626 und die U.S.-Patentschrift 4 186 011 sind Beispiele für derartige Patentschriften. In Spalte 4, Zeilen 37-42 der U.S.-Patentschrift 4 186 011 ist angegeben, daß eine Kupplung zwischen oxidierter Entwicklerverbindung, die aus einer Emulsionsschicht einer Farbe wandert, mit einem Kuppler, der eine unterschiedliche Farbe liefert, unerwünscht ist und unterdrückt werden sollte. Die vorliegende Erfindung macht andererseits Gebrauch von einer solchen Kupplung zur Erzielung einer Ausdehnung des Belichtungsspielraumes.
  • Wie oben angegeben, sollte die relativen Verhältnisse und Positionen der Emulsionen und Kuppler in den zwei lichtempfindlichen Schichten und der Zwischenschicht derart sein, daß oxidierte Entwicklerverbindung in den Bereichen maximaler Dichte von einer der Emulsionsschichten erzeugt wird, und zwar in solch einer Menge, daß ein Uberschuß an oxidierter Entwicklerverbindung zur Verfügung steht, um in die Zwischenschicht zu wandern, wo sie kuppeln wird. Eine solche Bedingung kann erreicht werden, indem weniger Kuppler in der einen Emulsionsschicht vorliegt, als theoretisch mit sämtlicher oxidierter Entwicklerverbindung umsetzbar ist, die bei maximaler Exponierung erzeugt wird. Diese Bedingung wurde im Stande der Technik bezeichnet als "Kuppler-Aushungerung" (starvation). Jedoch steht etwas oxidierte Entwicklerverbindung für eine Wanderung zur Verfügung, und zwar sogar unter keinen Kuppler aushungernden Bedingungen (non-coupler starved conditions). Infolgedessen ist es nicht erforderlich, daß die Emulsion an Kuppler ausgehungert wird, um die Vorteile der Erfindung beobachten zu können.
  • Die Menge an oxidierter Entwicklerverbindung, welche in die Zwischenschicht wandert, kann bestimmt werden durch Messung und Auftragen der Dichte an in der Zwischenschicht erzeugtem Farbstoff als eine Funktion der Exponierung der einen Emulsionsschicht. Die Neigung der erhaltenen Kurve wird als Kontrast oder Gamma(γ) bezeichnet. Geeignete Effekte lassen sich erhalten, wenn der Kontrast der Zwischenschicht, gemessen in dem Bereich, in dem eine der Emulsionsschichten innerhalb von 10 % der maximalen Dichte liegt, im Bereich von 0,03 bis 7,0, vorzugsweise im Bereich von 0,07 bis 3,5, liegt. Besonders bevorzugt ist ein Zwischenschichtkontrast von 0,2 bis 0,4.
  • Der Kontrast der Zwischenschicht kann ebenfalls in Beziehung gesetzt werden zu dem sekundären Kontrast der ersten Emulsionsschicht, der im gleichen Bereich des Spektrums wie im Falle der Zwischenschicht gemessen wird. Dies wird hier als der korrespondierende Kontrast bezeichnet. Geeignete Effekte lassen sich erhalten, wenn der Kontrast der Zwischenschicht in dem Bereich von 10 % bis 200 % des korrespondierenden Kontrastes der ersten Emulsionsschicht liegt. Vorzugsweise beträgt der korrespondierende Kontrast 40 % bis 200 %. Der korrespondierende Kontrast einer jeden Schicht wird gemessen als Funktion der Exponierung der ersten Emulsionsschicht. Der korrespondierende Kontrast der ersten Emulsionsschicht ist der des Teiles der geraden Linie der Kurve. Der Kontrast der Zwischenschicht wird gemessen über den Exponierungsbereich, wo die Hauptdichte der ersten Emulsionsschicht innerhalb 10 % der maximalen Dichte liegt.
  • Dies läßt sich veranschaulichen unter Bezugnahme auf Figur 1 der Erfindung, die das Ansprechvermögen zeigt, das erhalten wird im Falle eines Materials, wie es in Beispiel 1 beschrieben wird, im Vergleich zu einem Vergleichsmaterial. Im Falle dieses Beispieles ist die erste Emulsionsschicht empfindlich gegenüber dem grünen Bereich des Spektrums und enthält einen einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler und, in dem Material der Erfindung enthält die Zwischenschicht einen einen blaugrünen Farbstoff erzeugenden Kuppler. Die mit Gg markierte Kurve gibt die Gründichte wieder, d.h. die Hauptdichte, erzeugt in dem Element als Funktion der Exponierung der grünempfindlichen Schicht. Die Kurve, markiert mit Rg gibt die Rotdichte wieder, die in dem Element als Funktion der Exponierung der grünempfindlichen Schicht erzeugt wurde. Sie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil, markiert mit 1, leitet sich ab von einer Absorption von rotem Licht durch den purpurroten Farbstoff, der in der grünen Schicht erzeugt wurde. Dies ist die sekundäre Dichte des Farbstoffes, der in der grünempfindlichen Schicht erzeugt wurde. Der zweite Teil, die gestrichelt gezogene Kurve, markiert mit 2, stellt den blaugrünen Farbstoff dar, der in der Zwischenschicht als Funktion der Entwicklung der grünempfindlichen Schicht erzeugt wurde. Die zusätzliche Rotdichte, dargestellt durch die gestrichelt gezeichnete Kurve, die mit 2 markiert ist, trägt zur Gründichte in dem Bereich maximaler Dichte des Bildes bei, unter Ausdehnung des Belichtungsspielraumes und Steigerung des Bilddetails.
  • Ein zusätzliches oder alternatives Mittel für die Steuerung der Wanderung von oxidierter Farbentwicklerverbindung besteht in der Verwendung einer Trennschicht. Zwischen der Zwischenschicht und der zweiten Emulsionsschicht kann eine Trennschicht untergebracht werden, die einen Abfänger für oxidierte Entwicklerverbindung enthält. Zu geeigneten Abfängern gehören Ballastgruppen aufweisende Reduktionsmittel, wie zum Beispiel 2-(Octadecyl)-5-sulfohydrochinon, Diisooctylhydrochinon, 2,5-Didodecylhydrochinon, 4-Benzolsulfonamido-1-hydroxy-2-(N,N-didodecyl) naphthamid. Das Vorhandensein eines solchen Materials in dieser Position beschränkt die Gelegenheit des Kupplers, in der Zwischenschicht auf die zweite Emulsionsschicht anzusprechen, anstatt auf die erste Emulsionsschicht.
  • Die vorliegende Erfindung ist von primärer Bedeutung für Materialien, die für eine direkte Betrachtung bestimmt sind, wie zum Beispiel Reflektionskopien oder Reflektionsabzüge. Der Beitrag zur maximalen Dichte von zwei verschiedenen Bereichen des Spektrums führt zu einer gewissen Desaturierung der Farbe in den Anteilen maximaler Dichte des Bildes. Dies ist kein ins Gewicht fallender Faktor bei Materialien für Reflektionskopien oder Reflektionsabzüge. Die Erfindung kann ferner im Falle von Farbnegativen angewandt werden sowie anderen Zwischenmaterialien oder intermediären Materialien, wo eine Desaturierung der Farbe in Bereichen maximaler Dichte akzeptabel ist.
  • Farbphotographische Materialien, die für eine direkte Betrachtung durch Reflektion bestimmt sind, weisen im allgemeinen einen opaken Träger auf, auf den in folgender Reihenfolge aufgetragen sind eine blauempfindliche, einen gelben Farbstoff liefernde Schicht, eine grünempfindliche, einen purpurroten Farbstoff liefernde Schicht und eine rotempfindliche, einen blaugrünen Farbstoff liefernde Schicht. Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die nicht-lichtempfindliche Zwischenschicht mit dem einen Farbstoff liefernden Kuppler zwischen den rotempfindlichen und grünempfindlichen Emulsionsschichten aufgetragen.
  • Jede beliebige übliche Silberhalogenidemulsion kann verwendet werden. Auf dem Gebiet der Farbabzüge oder Farbkopien werden üblicherweise Silberchlorid-, Silberbromid- und Silberchlorobromidemulsionen verwendet. Die Silberhalogenidemulsionen, die in positiven Kopiermaterialien verwendet werden, sind in den meisten Anwendungsfällen negativ arbeitende Emulsionen. Beispiele für Silberhalogenidemulsionstypen für die Herstellung werden beschrieben in der Literaturstelle Research Disclosure, Band 176, Januar 1978, Nr. 17643, Paragraph I. Besonders bevorzugte Silberhalogenidemulsionen sind Emulsionen mit tafelförmigen Körnern eines hohen Aspektverhältnisses, wie beispielsweise jene, die beschrieben werden in Research Disclosure, Januar 1983, Nr. 22534. Die Literaturstelle Research Disclosure wird veröffentlicht von der Firma Kenneth Mason Publications, Ltd., The Old Harbourmaster's, 8 North Streeat, Emsworth, Hampshire P010 7DD, England.
  • Farbstoffe liefernde Kuppler werden zur Bildung von subtraktiven primären (d.h. gelben, purpurroten und blaugrünen) Bildfarbstoffen ausgewählt und sind nicht-diffundierende farblose Verbindungen, wie zum Beispiel 2- und 4-Äquivalentkuppler vom Typ der offenkettigen Ketomethylene, Pyrazolone, Pyrazolotriazole, Phenole und Naphthole, die hydrophob machende Ballstgruppen aufweisen oder in hoch siedenden organischen Lösungsmitteln verwendet werden. Geeignete Typen und Klassen von Kupplern, wie auch Verfahren zu ihrer Einarbeitung in farbphotographische Materialien werden beschrieben in Research Disclosure, Nr. 17643, Dezember 1978, Abschnitt VII, Paragraphen C, D, E, F und G.
  • Zu speziell bevorzugten Kupplern für die Verwendung in den Reflektionskopiermaterialien dieser Erfindung gehören die folgenden:
  • Geeignete, gelbe Farbstoffe liefernde Kuppler sind:
  • Geeignete, purpurrote Farbstoffe liefernde Kuppler sind:
  • Geeignete, blaugrüne Farbstoffe liefernde Kuppler sind:
  • Das photographische Element kann aufgebaut sein unter Verwendung eines beliebigen üblichen photographischen Trägers. Zu typischen photographischen Trägern gehören solche aus Holzfasern, zum Beispiel Papier, metallischen flächigen Materialien und Folien, Glas und keramischen tragenden Elementen mit einer oder mehreren Haftschichten zur Steigerung der Adhäsion, der antistatischen Eigenschaften, der Dimensionseigenschaften, der Abriebhärte, des Reibungswiderstandes, des Lichthofschutzes oder anderer Eigenschaften der Trägermaterialien. Typische geeignete Träger werden ferner beschrieben in Research Disclosure, Nr. 17643, Paragraph XVII.
  • Zusätzlich zu den oben beschriebenen Merkmalen können die photographischen Elemente andere übliche Merkmale aufweisen, die aus dem Stande der Technik bekannt sind, und die beispielsweise veranschaulicht werden durch Bezugnahme auf die Literaturstelle Research Disclosure, Nr. 17643, wie oben zitiert. Beispielsweise können die Silberhalogenidemulsionen chemisch sensibilisiert sein, wie in Paragraph III beschrieben; sie können Aufheller enthalten, wie in Paragraph V beschrieben; sie können Antischleiermittel und Stabilisatoren enthalten, wie in Paragraph VI beschrieben; sie können absorbierende und streuende Materialien enthalten, wie in Paragraph III beschrieben, die Emulsionen und anderen Schichten können Träger aufweisen, wie sie in Paragraph IX beschrieben werden; die hydrophilen Kolloidschichten und anderen hydrophilen Kolloidschichten können Härtungsmittel enthalten, wie sie in Paragraph X beschrieben werden; die Schichten können Beschichtungshilfsmittel enthalten, wie sie in Paragraph XI beschrieben werden; die Schichten können Weichmacher und Gleitmittel enthalten, wie sie in Paragraph XII beschrieben werden; und die Schichten, insbesondere die Schichten, die vom Träger am weitesten entfernt sind, können Mattierungsmittel enthalten, wie sie in Paragraph XVI beschrieben werden. Diese beispielhafte Aufzählung von Zusätzen und Merkmalen ist nicht in beschränkender Weise zu verstehen oder soll nicht die Abwesenheit anderer üblicher photographischer Merkmale bedeuten, die mit der Praxis dieser Erfindung verträglich sind.
  • Nach der bildweisen Exponierung können mehrschichtige farbphotographische Elemente dieser Erfindung nach beliebigen üblichen Methoden zur Herstellung eines Farbstoffbildes durch Farbentwicklung verarbeitet werden, worauf das gleichzeitig erzeugte Silber durch Ausbleichen entfernt wird. Restliches, nicht entwickeltes Silberhalogenid kann in einer separaten Fixierstufe entfernt werden oder gleichzeitig mit dem Bleichen.
  • Eine separate, den pH-Wert vermindernde Lösung, die als Unterbrecherbad bezeichnet wird, kann angewandt werden, um die Entwicklung vor dem Ausbleichen zu beenden. Ein Stabilisatorbad wird in üblicher Weise zum abschließenden Waschen und Härten des gebleichten und fixierten photographischen Elementes vor der Trocknung eingesetzt. Ubliche Techniken zur Verarbeitung werden veranschaulicht in der Literaturstelle Research Disclosure, Nr. 17643, wie oben zitiert, Paragraph XIX.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter veranschaulichen.
  • Beispiel 1
  • Ein farbphotographisches Vergleichsmaterial wurde hergestellt durch Auftragen der folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge auf einen mit einer Polyethylenschicht laminierten Papierträger. Die Beschichtung wurde mit Bis(vinylsulfonyl)methylether bei einem Gelatine-Gesamtgewicht von 1,8 % gehärtet. Wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich alle Beschichtungsangaben in Klammern auf g/m².
  • Schicht 7
  • Gelatine (1,35)
  • Schicht 6
  • Gelatine (0,69) - UV-Absorber
  • Schicht 5
  • chemisch sensibilisierte und spektral rot-sensibilisierte monodisperse Silberchloridemulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,48 µm, Silberbeschichtung (0,23), Gelatinebeschichtung (1,08), und der einen blaugrünen Farbstoff liefernde Kuppler C* (0,43)
  • Schicht 4
  • Gelatine (0,69) - UV-Absorber
  • Schicht 3 chemisch sensibilisierte und spektral grün-sensibilisierte monodisperse Silberchloridemulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,38 µm, Silberbeschichtung (0,33), Gelatinebeschichtung (1,23), und der einen purpurroten Farbstoff liefernde Kuppler M* (0,47)
  • Schicht 2
  • Gelatine (1,50)
  • Schicht 1
  • chemisch sensibilisierte und spektral blau-sensibilisierte monodisperse Silberchloridemulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,8 µm, Silberbeschichtung (0,42), Gelatinebeschichtung (1,50), und der einen gelben Farbstoff liefernde Kuppler Y* (1,08)
  • Träger
  • mit Polyethylen beschichtetes Papier
  • C = der einen blaugrünen Farbstoff liefernde Kuppler bestand aus 2-[α-(2,4-Di-tert-amylphenoxy)butyramido]-4,6-dichloro-5-ethylphenol
  • M = der einen purpurroten Farbstoff liefernde Kuppler bestand aus 1- (2,4,6-Trichlorophenyl)-3-[2-chloro-5-(α- {4-hydroxy-3-tert-butylphenoxy}tetradecanamido) anilino]- 5-pyrazolon
  • Y = der einen gelben Farbstoff liefernde Kuppler bestand aus α[(4-Benzyloxyphenylsulfonyl)phenoxy]-α-pivalyl-2-chloro-5-[γ(2,4-t-amylphenoxy)butyramidoiacetanilid
  • Es wurde ein farbphotographisches Material gemäß dieser Erfindung hergestellt. Es unterschied sich von dem oben beschriebenen Material darin, daß die Schicht 4 100 mg/m² des einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kupplers C und zusätzlich 0,69 g/m² Gelatine enthielt.
  • Ein jedes dieser photographischen Materialien wurde bildweise exponiert, und zwar durch ein Grün-Trennungs-Testobjekt (Wratten-Filter 99) und dann entwickelt bei 35ºC in einem dreistufigen Verfahren, bestehend aus einer 45 Sekunden währenden Entwicklungsstufe, einer 45 Sekunden währenden Bleichfixierstufe und einer 90 Sekunden währenden Stabilisierungsstufe, worauf sich eine eine Minute währende Trocknungsstufe bei einer Temperatur von 60ºC anschloß.
  • Die Farbentwicklungs-, Bleich-Fixier- und Stabilisierungszusammensetzungen, die beim Verfahren eingesetzt wurden, hatten die folgende Zusammensetzung:
  • Farbentwicklerzusammensetzung
  • Lithiumsalz von sulfoniertem Polystyrol (30 Gew.-%) 0,25 ml
  • Triethanolamin 11,0 ml
  • N,N-Diethylhydroxyamin (85 Gew.-%) 6,0 ml
  • Kaliumsulfit (45 Gew.-%) 0,5 ml
  • Farbentwicklerverbindung* 5,0 g
  • Mittel zur Verminderung von Verfärbungen** 2,3 g
  • Lithiumsulfat 2,7 g
  • Kaliumchlorid 2,3 g
  • Kaliumbromid 0,025 g
  • Kodak Anti-Calcium Nr. 5*** 0,8 ml
  • Kaliumcarbonat 25,0 g
  • mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter (pH-Wert 10,04)
  • * 4-(N-Ethyl-N-2-methansulfonamidoethyl)-2-methylphenylendiaminsesquisulfat, Monohydrat.
  • ** Stilbenverbindung, erhältlich unter der Handelsbezeichnung KODAK EKTAPRINT 2 Stain-Reducing Agent von der Firma Eastman Kodak Company.
  • *** Eine organische Phosphonsäure.
  • Bleich-Fixier-Zusammensetzung
  • Ammoniumthiosulfat 58,0 g
  • Natriumsulfit 8,7 g
  • Ethylendiamintetraessigsäure, Ferriammoniumsalz 40,0 g
  • Essigsäure 9,0 ml
  • mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter, pH-Wert eingestellt auf 6,2.
  • Stabilisierungszusammensetzung
  • Natriumcitrat 1g
  • Dearside (ein Biocid, hergestellt von der Firma Rohm und Haas) 45 ppm
  • mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter, pH-Wert eingestellt auf 7,2.
  • Das Vergleichsmaterial entwickelte 11 sichtbare Stufen, wohingegen im Falle des erfindungsgemäßen Materials 15 sichtbare Stufen entwickelt wurden. Eine ähnliche Erhöhung des Belichtungsspielraumes wird erhalten, wenn die Konzentration an dem einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler M in der Schicht 3 reduziert wird auf 0,38 g/m² und wenn die Konzentration des einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kupplers C in der Schicht 4 0,32 mg/m² beträgt.
  • Diese Daten führen zu dem Schluß, daß die erfindungsgemäßen Materialien einen ausgedehnten Belichtungsspielraum aufweisen, im Vergleich mit dem Vergleichsmaterial und daß sie mehr Details in den Hochdichtebereichen des Bildes aufzeichnen können.
  • Beispiel 2
  • Das farbphotographische Vergleichs-Kopiermaterial sowie das farbphotographische Kopiermaterial nach der Erfindung, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurden bildweise einem Farbnegativbild exponiert und, wie in Beispiel 1 beschrieben, entwickelt. Eine visuelle Betrachtung der erhaltenen Kopien zeigte beträchtlich größere Details in den roten Bildbereichen der Kopiermaterialien der Erfindung im Vergleich mit dem Vergleichsmaterial.

Claims (11)

1. Farbphotographisches Material mit
einem Träger,
zwei Silberhalogenidemulsionsschichten, die jeweils gegenüber einem verschiedenen Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich sind, und die jeweils einen Kuppler enthalten, der einen Farbstoff bildet, dessen Farbe komplementär ist der spektralen Hauptempfindlichkeit der Emulsion, und
einer nicht-lichtempfindlichen Zwischenschicht zwischen den zwei Emulsionsschichten,
wobei:
die Zwischenschicht einen Kuppler enthält, der als Funktion der Entwicklung einer der Emulsionsschichten einen Farbstoff bildet, dessen Farbe komplementär ist der Hauptempfindlichkeit der anderen Emulsionsschicht.
2. Photographisches Element nach Anspruch 1, worin:
eine Emulsionsschicht gegenüber dem grünen Bereich des Spektrums empfindlich ist und einen einen purpurroten Farbstoff erzeugenden Kuppler enthält;
die andere Emulsionsschicht empfindlich gegenüber dem roten Bereich des Spektrums ist und einen einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kuppler enthält; und
die Zwischenschicht einen einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kuppler enthält.
3. Photographisches Element nach Anspruch 1, worin:
eine Emulsionsschicht gegenüber dem roten Bereich des Spektrums empfindlich ist und einen einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kuppler enthält;
die andere Emulsionsschicht gegenüber dem grünen Bereich des Spektrums empfindlich ist und einen einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler enthält; und
die Zwischenschicht einen einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler enthält.
4. Photographisches Element nach Anspruch 2 oder 3, in dem der einen blaugrünen Farbstoff liefernde Kuppler ist 2-[-α-(2,4-Di-tert.-amylphenoxy)-butyramido)-4,6-dichloro- 5-ethylphenol,und der einen purpurroten Farbstoff liefernde Kuppler ist 1-(2,4,6-Trichlorophenyl)-3-[2-chloro- 5-(α{4-hydroxy-3-tert.-butylphenoxy}tetradecanamido)anilino)-5-pyrazolon.
5. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1 - 4, worin die relativen Verhältnisse der Kuppler derart sind, daß bei Exponierung und Entwicklung der Kontrast des in der Zwischenschicht erzeugten Farbstoffes 0,07 bis 3,5 ist, in dem Bereich, in dem der gebildete Farbstoff in der einen Emulsionsschicht innerhalb 10 % der maximalen Dichte liegt.
6. Photographisches Element nach Anspruch 5, in dem der Kontrast bei 0,2 bis 0,4 liegt.
7. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1 - 4, in dem die relativen Verhältnisse der Kuppler derart sind, daß bei Exponierung und Entwicklung der Kontrast des in der Zwischenschicht erzeugten Farbstoffes bei 10 % bis 200 % des entsprechenden Kontrastes des Farbstoffes liegt, der in der einen Emulsionsschicht erzeugt wird.
8. Photographisches Element nach Anspruch 7, in dem der Kontrast der Zwischenschicht bei 40 % bis 100 % des entsprechenden Kontrastes der einen Emulsionsschicht liegt.
9. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1 - 4, in dem ein Abfänger für oxidierte Entwicklerverbindung zwischen der Zwischenschicht und der anderen Emulsionsschicht vorliegt.
10. Photographisches Element nach einem der Ansprüche 1 - 4, in dem der Träger ein opaker Träger ist, und das Element ein Reflektions-Kopiermaterial ist.
11. Farbphotographisches Reflektions-Kopiermaterial mit in der folgenden Reihenfolge:
einem opaken Träger;
einer blau-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einem einen gelben Farbstoff liefernden Kuppler;
einer grün-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einem einen purpurroten Farbstoff liefernden Kuppler; einer Zwischenschicht; und
einer rot-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einem einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kuppler;
wobei:
die Zwischenschicht einen einen blaugrünen Farbstoff liefernden Kuppler enthält; und
die Verhältnisse von Kuppler und Silberhalogenid in jeder der grün-empfindlichen Schicht, der rot-empfindlichen Schicht und der Zwischenschicht derart sind, daß blaugrüner Farbstoff in der Zwischenschicht auf Grund der Exponierung der grün-empfindlichen Schicht in einer Menge erzeugt wird, derart, daß der Kontrast in der Zwischenschicht bei 10 % bis 200 % des entsprechenden Kontrastes in der grünempfindlichen Schicht liegt.
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