DE68929014T2 - Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauscherharzen mit verbesserter Stabilität - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauscherharzen mit verbesserter Stabilität

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauscherharzen mit verbesserter Stabilität. Mehr spezifisch bezieht sie sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der Stabilität von Kationenaustauscherharzen.
  • Kationenaustauscherharze sind für solche Anwendungen wie die Wasserbehandlung, beispielsweise das Weichmachen von Wasser und die Entionisierung von Wasser für Kraftwerkskessel (oftmals bezeichnet als "Kondensatpolieren"); für die chemische Reinigung von Nahrungsmittelprodukten und pharmazeutischen Produkten durch chromatographische Trennung, beispielsweise Trennung der Fructose von Glucose bei der Herstellung von Maissirup mit hohem Fructosegehalt und zur Katalyse brauchbar. Unglücklicherweise zersetzen sich die Harze mit der Zeit und geben organische und anorganische Verunreinigungen in die Prozeßströmung frei. Meßbare Zersetzungsprodukte können die Prozeßströmung verunreinigen und die kontinuierliche Verwendung des Harzes für eine vorgegebene Anwendung verhindern.
  • Die Zersetzung von Kationenaustauscherharzen wird durch Oxidation der vernetzten Copolymermatrix hervorgerufen. Die Copolymermatrix bricht auf, wenn die Polymerketten unter Bildung von verschiedenen Zersetzungsprodukten fragmentieren, dies ist beschrieben in Stahlbush et al., "Prediction and Identification of Leachables from Cation Exchange Resins", Proceedings of the 48th International Water Conference (abgehalten am 2-4. Nov. 1987). Zusätzlich zur Einführung von Zersetzungsprodukten in die Prozeßströmung kann die Zersetzung des Harzes ebenfalls in negativer Weise seine chemischen und physikalischen Eigenschaften beeinflussen. Beispielsweise können die Naßvolumenkapazität und die Festigkeit gegenüber Zermahlen des Harzes reduziert werden.
  • Die Rate der Freisetzung von Zersetzungsprodukten aus dem Harz kann in signifikanter Weise in Abhängigkeit von dem Ausmaß der in der Copolymermatrix vorliegenden Vernetzung und der Ionenform des Harzes abhängen. Im allgemeinen nimmt die Rate der Freisetzung zu, wenn der Vernetzungsgrad abnimmt. Die Wasserstofform des Harzes ist typischerweise stabiler als andere Ionenformen des Harzes, wie die Calcium-, Natrium- oder Ammoniumformen des Harzes. Daher sind Harze in anderen Ionenformen als der Wasserstofform und mit niedrigen Vernetzungsgraden gegenüber unannehmbar hohen Raten der Zersetzung am meisten empfänglich. Unglücklicherweise sind Harze mit diesen Eigenschaften oft für zahlreiche Anwendungen erforderlich. Beispielsweise ist ein Kationenaustauscherharz in der Calciumform mit niedrigen Vernetzungsgraden das bevorzugte Harz für die chromatographische Trennung der Fructose von Glucose bei der Herstellung von Maissirup mit hohem Fructosegehalt. Jedoch können selbst Harze mit minimalen Zersetzungsraten für bestimmte Anwendungen ungeeignet sein, falls Spurenmengen von Zersetzungsprodukten in der Prozeßströmung nicht toleriert werden können.
  • Es wurden Versuche unternommen, um die Oxidationsbeständigkeit von Kationenaustauscherharzen zu verbessern. Das US- Patent No. 3 342 755 beschreibt die Halogenierung der vernetzten Copolymermatrix vor der Funktionalisierung des Harzes zur Erhöhung der Oxidationsbeständigkeit. Unglücklicherweise sind große Mengen von Halogenierungsmitteln für signifikante Verbesserungen erforderlich.
  • Die CS-A-235485 beschreibt ein Verfahren zum Schutz der aktiven Oberflächen von Kationenaustauscherharzen vor dem Abbau während des Mahlens, wobei dies die Behandlung der Harzteilchen mit einem Antioxidans umfaßt. Die Beschreibung ist nicht auf die Verhütung des Abbaus der Copolymermatrix des Ionenaustauscherharzes während der Verwendung gerichtet.
  • Die Encyclopaedia of Polymer Science and Engineering, Band 2, Seiten 73 bis 91, diskutiert die Verwendung von Antioxidantien in Polymeren und beschreibt die Verwendung von gehinderten Phenolantioxidantien zum Schutz von thermoplastischen Polymeren während des Verarbeitens und bei der Verwendung. Von diesen Antioxidantien wird nur die Verwendung in Polymeren ohne funktionelle Gruppen an dem Benzolring, wie bei Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), gelehrt.
  • Im Hinblick auf das Fehlen eines verfügbaren Verfahrens im Stand der Technik zur Erhöhung der Stabilität von Kationenaustauscherharzen ist ein Verfahren zur Verbesserung der Stabilität eines Kationenaustauscherharzes erforderlich.
  • Daher liefert die vorliegende Erfindung die Verwendung eines substituierten Monohydroxybenzol-Antioxidans bei der Herstellung eines stabilisierten Kationenaustauscherharzes, das eine Copolymermatrix von einem monovinylaromatischen Monomeren und einem divinylaromatischen Monomeren umfaßt, die mit Sulfonsäuregruppen funktionalisiert ist, um die Menge der während der Benutzung freigesetzten Copolymermatrix-Zersetzungsprodukte zu reduzieren, wobei das substituierte Monohydroxybenzol in das Kationenaustauscherharz in einer Menge von wenigstens 0,001 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Kationenaustauscherharzes, eingebaut ist.
  • Der Einbau des Antioxidans in das Kationenaustauscherharz verbessert die Stabilität des Harzes relativ zu einem Harz, welches nicht mit einem Antioxidans behandelt wurde. Die verbesserten Harze dieser Erfindung sind bei solchen Anwendungen brauchbar, wo konventionelle Kationenaustauscherharze eingesetzt werden, insbesondere bei solchen Anwendungen, wo Harz in einer von der Wasserstofform verschiedenen Ionenform und mit geringen Vernetzungsgraden bevorzugt ist.
  • Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauscherharzen sind auf dem Fachgebiet wohlbekannt, wie in Helfferich, Ion Exchange, McGraw-Hill Book Co., Inc., S. 26-47 (1962), beispielhaft angegeben. Vorteilhafterweise werden die Harze da durch hergestellt, daß zuerst ein monovinylaromatisches Monomeres und ein divinylaromatisches Monomeres zur Herstellung einer vernetzten Copolymermatrix copolymerisiert werden, und dann die Copolymermatrix mit Gruppen funktionalisiert wird, welche Kationen austauschen können. Bevorzugte monovinylaromatische Monomere schließen Styrol und seine Derivate ein. Bevorzugte divinylaromatische Monomere schließen Divinylbenzol (DVB) (kommerziell erhältliches DVB mit einem Gehalt von weniger als etwa 45 Gew.-% Ethylvinylbenzol) ein. Die Copolymermatrix wird mit Sulfonsäuregruppen funktionalisiert.
  • Für die Zwecke der Beschreibung dieser Erfindung bezieht sich "Stabilität" des Harzes auf die Fähigkeit des Harzes der Zersetzung während der Anwendung zu widerstehen. Da die Zersetzung hauptsächlich durch Oxidation hervorgerufen wird, widersteht ein stabiles Harz der Oxidation. Die Verbesserung der Stabilität des Harzes erhöht die Fähigkeit des Harzes der Zersetzung zu widerstehen, und daher erhöht sie seine Oxidationsbeständigkeit.
  • Das bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung brauchbare Antioxidans ist ein substituiertes Monohydroxybenzol. Geeignete Substituenten schließen ein: gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub1;&sub9;-Alkyl, bevorzugt gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub4;- Alkyl; Methoxy oder Ethoxy;
  • -NHCOR: -(CH&sub2;)&sub2;COOR;
  • und -(CH&sub2;)&sub2;CONHR²:
  • worin R gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub1;&sub9;-Alkyl, bevorzugt C&sub1;&submin;&sub6;- Alkyl ist; jedes R¹ unabhängig Wasserstoff oder gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub1;&sub9;-Alkyl, bevorzugt Wasserstoff oder gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl ist; und R² Wasserstoff oder gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub1;&sub9;-Alkyl, bevorzugt Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl ist.
  • Bevorzugt ist das Monohydroxybenzol mit einer oder mehreren t-Butylgruppen substituiert, z. B. 3-t-Butyl-4-methoxyphenol. Ein mehr bevorzugtes Monohydroxybenzol ist mit einer oder mehreren t-Butylgruppen an wenigstens einer ortho- Stellung zu der Hydroxygruppe, bevorzugt an jeder ortho- Stellung, substituiert. Beispiele schließen ein: 2,6-Di-t- butyl-4-methylphenol (BHT); 2-t-Butyl-4-methoxyphenol; 2,6- Di-t-butyl-α-dimethylamino-p-kresol und Calcium-bis-(0-ethyl- (3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzyl)-phosphonat). Die am meisten bevorzugten Antioxidantien sind BHT und 2,6-Di-t-butyl-α- dimethylamino-p-kresol.
  • Das Harz und das Antioxidans müssen in einer Weise in Kontakt gebracht werden, welche einen wesentlichen Einbau des Antioxidans in das Harz liefert. Das Antioxidans ist "im wesentlichen eingegeben" in das Harz, wenn eine wesentliche Menge des Antioxidans Körper des Harzes bildet und innerhalb des Harzes fixiert verbleibt, so daß eine Zunahme der Stabilität des Harzes bis zu dem erforderlichen oder gewünschten Ausmaß erreicht wird. Vorteilhafterweise sind wenigstens etwa 50 Gew.-% des eingesetzten Antioxidans in das Harz eingebaut. Bevorzugt sind wenigstens etwa 80%, mehr bevorzugt 90% und am meisten bevorzugt 95% des eingesetzten Antioxidans in das Harz eingebaut.
  • Typischerweise wird das Antioxidans in einem geeigneten nicht-reagierenden Lösungsmittel aufgelöst, und dann wird die Antioxidanslösung mit dem Harz für eine ausreichende Zeitspanne in Kontakt gebracht, um das Antioxidans in das Harz im wesentlichen einzubauen. Das Harz kann hydratisiert sein, oder es kann alternativ vor der Herstellung des Kontaktes getrocknet werden.
  • Wenn das Antioxidans eine polare Verbindung ist, kann sie typischerweise in Wasser aufgelöst werden. Falls sie als ein nukleophiler Stoff wirken kann, kann sie mit den funktionellen Gruppen des Harzes reagieren, um eine ionische Wechselwirkung zwischen dem Harz und dem Antioxidans zu fördern. Beispielsweise kann die ionische Wechselwirkung zwischen einem sulfonierten Harz in der Wasserstofform und 2,6-Di-t- butyl-α-dimethylamino-p-kresol wie folgt wiedergegeben werden:
  • Wenn das Antioxidans nichtpolar ist, ist es wünschenswert, das Harz mit einer Antioxidanslösung zu tränken. Das getränkte Harz wird zum Verdampfen des nicht-reagierenden Lösungsmittels getrocknet, und dann zur Förderung von weiterer Ausfällung des Antioxidans hydratisiert. Auf diese Weise wird das Antioxidans innerhalb der Mikroporen des Harzes eingefangen.
  • Eine effektive Menge von Antioxidans muß im wesentlichen in das Harz eingegeben bzw. eingebaut werden, um die Stabilität des Harzes zu verbessern. Diese Menge kann empirisch bestimmt werden und hängt von dem Ausmaß der gewünschten Verbesserung und der Effektivität des zu verwendenden spezifischen Antioxidans ab. Die bevorzugte Konzentration von Antioxidans, das im wesentlichen in das Harz eingebaut ist, kann von 0,001 bis 10, bevorzugt von 0,01 bis 0,5 Gew.-% reichen. Der am meisten bevorzugte Bereich beträgt von 0,01 bis 0,2 Gew.-%.
  • Falls eine Antioxidanslösung mit dem Harz in Kontakt gebracht wird, kann das bevorzugte Volumenverhältnis für den Kontakt zwischen Antioxidanslösung und Harz von 1 : 3 bis 5 : 1, bevorzugt von 1 : 2 bis 2 : 1 reichen. Ein Volumenverhältnis von weniger als 1 : 3 ist üblicherweise nicht ausreichend, um innigen Kontakt zwischen der gesamten Oberfläche des Harzes zu fördern, und ein Volumenverhältnis größer als 5 : 1 erfordert überschüssiges nicht-reaktives Verdünnungsmittel, welches entfernt und in vielen Fällen wiedergewonnen werden muß. Die Konzentration von Antioxidans in Lösung kann über einen weiten Bereich variieren und hängt teilweise von dem Volumenverhältnis von Antioxidans zu Harz und dem in das Harz eingebauten Gewichtsprozentsatz von Antioxidans ab.
  • Das Antioxidans und das Harz können bei einer beliebigen Temperatur, unterhalb der Abbau einer der beiden Komponenten auftreten könnte, in Kontakt gebracht werden. Temperaturen höher als Zimmertemperatur erhöhen die Diffusionsrate des Antioxidans in das Harz. Die bevorzugte Kontakttemperatur kann von 20ºC bis 80ºC reichen. Die für den Kontakt erforderliche Zeit kann in einfacher Weise empirisch bestimmt werden.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung.
  • Beispiel 1
  • Für jeden von drei Versuchen wurde ein Kationenaustauscherharz durch Erhitzen von 100 Gramm (g) eines vernetzten Copolymeren (Styrol/DVB-gelcopolymeres mit einem Gehalt von 0,75% DVB) in 2000 g 99%iger Schwefelsäure und 40 g Methylenchlorid bei 100ºC für 60 Minuten hergestellt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, und das Harz wurde mit Wasser gewaschen. Das für den ersten Versuch hergestellte Harz enthielt 90,3 Gew.-% Wasser und hatte eine Trockengewichtskapazität von 5,18 mol pro Kilogramm.
  • Für jeden der drei Versuche wurde ein Antioxidans (2,6- Di-t-butyl-α-dimethylamino-p-kresol, vertrieben von Ethyl Corporation als Ethanox® 703) in das Kationenaustauscherharz eingebaut.
  • Für den ersten Versuch wurden 100 ml einer 0,1%igen wäßrigen Antioxidanslösung mit 100 ml (80,0 g) Harz für 30 Minuten gerührt. Das Harz wurde aus der Lösung abgetrennt und mit Wasser gewaschen. 99% des Antioxidans waren in das Harz eingebaut, bezogen auf den Gehalt an gesamtorganischem Kohlenstoff (TOC) in der wäßrigen Lösung vor und nach der Kontaktzeit von 30 Minuten. Das Harz enthielt 0,125 Gew.-% des Antioxidans.
  • Für den zweiten Versuch wurden 100 ml einer 0,03%igen wäßrigen Antioxidanslösung mit 100 ml Harz gerührt. In gleicher Weise wurden für den dritten Versuch 100 ml einer 0,01%igen wäßrigen Antioxidanslösung mit 100 ml Harz gerührt. Das Harz für den zweiten und den dritten Versuch enthielt 0,036% bzw. 0,012% des Antioxidans.
  • Die Stabilität der für jeden Versuch hergestellten Harze wurde unter Anwendung eines beschleunigten Alterungstests bestimmt. Jedes Harz wurde in 500 ml entionisiertem Wasser gerührt und auf 80ºC erhitzt, während Sauerstoff kontinuierlich mit 50-60 ml/Minute durch das Wasser durchgeleitet wurde. Der TOC-Wert des Wassers wurde zu unterschiedlichen Zeiten gemessen, um die Menge der Zersetzungsprodukte, welche aus dem Harz freigesetzt wurden, zu messen. Die Stabilität der Harze wurde mit der Stabilität eines nichtbehandelten Harzes verglichen. Die Ergebnisse erscheinen in Tabelle I. TABELLE I Stabilität von Kationenaustauscherharz in der Wasserstofform mit eingebautem Antioxidans
  • ¹ Ethanox® 703
  • ² Bestimmt unter Verwendung eines TOC-Analysators Modell 700, vertrieben von O.I. Corporation
  • ³ Kein Beispiel dieser Erfindung
  • Die Ergebnisse zeigen, daß die mit dem Antioxidans behandelten Harze geringere Mengen an Zersetzungsprodukten relativ zu einem nichtbehandelten Harz freisetzen. Daher ver bessert sich die Stabilität der Harze, wenn ein Antioxidans in das Harz eingebaut ist.
  • Beispiel 2
  • Für jeden von drei Versuchen wurden variierende Mengen eines Antioxidans (2,6-Di-t-butyl-α-dimethylamino-p-kresol) in ein Styrol/DVB-gelkationenaustauscherharz, das kommerziell von The Dow Chemical Company unter der Marke DOWEX MONOSPHERE® 99 vertrieben wird, eingebaut.
  • Für den ersten Versuch wurden 100 ml einer 0,1%igen wäßrigen Antioxidanslösung in einer Flasche mit 100 ml (82,0 g) der Wasserstofform des Harzes angeordnet. Das Gemisch wurde in einem Eberbach-Schüttler für 30 Minuten geschüttelt, und die Lösung wurde von dem Harz abfiltriert, um jedes überschüssige Antioxidans, das nicht in das Harz eingebaut war, zu entfernen. 99% des Antioxidans waren in das Harz eingebaut, basierend auf dem TOC-Wert der Lösung vor und nach der Kontaktzeit von 30 Minuten. Das Harz wurde mit Wasser gespült und in die Calciumform durch Durchleiten einer wäßrigen Lösung von 1000 ml 4%igem Calciumchlorid durch das Harz während 40 Minuten umgewandelt. Das Harz in der Calciumform wurde dann mit Wasser gespült. Die TOC-Analyse der Calciumchloridlösung, welche durch das Harz durchgeschickt worden war, zeigte, daß 7% des Antioxidans aus dem Harz während der Ionenumwandlung von der Wasserstofform in die Calciumform verdrängt worden waren. Daher enthielt das Harz 0,111 Gew.-% Antioxidans.
  • In einer vergleichbaren Weise wurden für die zweiten und dritten Versuche 100 ml Proben des Harzes in der Wasserstoffform mit 100 ml 0,03%iger wäßriger Antioxidanslösung für den zweiten Versuch und mit 0,01%iger wäßriger Antioxidanslösung für den dritten Versuch gerührt. Die Harze wurden dann in die Calciumform umgewandelt. Die Harze enthielten 0,037 Gew.-% bzw. 0,011 Gew.-% des Antioxidans.
  • Jedes der drei Harze wurde auf Stabilität unter Anwendung der in Beispiel 1 dargelegten Arbeitsweise analysiert und mit einem nichtbehandelten Harz verglichen. Die Ergebnisse erscheinen in Tabelle II. TABELLE II Stabilität von Kationenaustauscherharz in der Calciumform mit eingebautem Antioxidans
  • ¹ Ethanox® 703
  • ² Bestimmt unter Verwendung eines TOC-Analysators Modell 700, vertrieben von O.I. Corporation
  • ³ Kein Beispiel dieser Erfindung
  • Die Ergebnisse zeigen, daß die behandelten Harze niedrigere Mengen von Zersetzungsprodukten relativ zu dem nichtbehandelten Harz trotz der Umwandlung der Harze aus der Wasserstofform in die Calciumform freisetzten. Daher beeinträchtigt die Umwandlung des Harzes aus einer ionischen Form in eine andere nicht in negativer Weise die Fähigkeit des Antioxidans zur Verbesserung der Stabilität des Harzes.
  • Beispiel 3
  • 75 Milliliter (61,5 g) von DOWEX MONOSPHERE® 99 in der Wasserstofform wurde vollständig in einem Vakuumofen getrocknet. 28 Gramm einer 0,20%igen Lösung von Antioxidans (BHT) und Methanol wurde zu dem getrockneten Harz unter Mischen zugesetzt. Das Methanol wurde dann aus dem Harz durch Erhitzen des Harzes in einem Vakuumofen verdampft. Nach Entfernung des Methanols wurde Wasser zu dem Harz zugesetzt. Das Harz wurde mit Wasser gespült, in die Calciumform umgewandelt und auf Stabilität analysiert, wie in Beispielen 1 und 2 beschrieben. Die Stabilität des Harzes wurde mit einem nichtbehandelten Harz verglichen. Die Ergebnisse erscheinen in Tabelle III. TABELLE III Vergleich der Stabilitäten von Harz in der Calciumform mit und ohne Antioxidans
  • ¹ Bestimmt unter Verwendung eines TOC-Analysators Modell 700, vertrieben von O.I. Corporation
  • ² Beispiel dieser Erfindung.
  • Die Ergebnisse illustrieren eine dramatische Reduzierung der Freisetzung von Zersetzungsprodukten aus dem mit BHT behandelten Harz relativ zu dem nichtbehandelten Harz. Daher können unterschiedliche Antioxidantien zur Verbesserung der Stabilität des Harzes verwendet werden.

Claims (6)

1. Verwendung eines substituierten Monohydroxybenzol-Antioxidans bei der Herstellung eines stabilisierten Kationenaustauscherharzes, das eine Copolymermatrix von einem monovinylaromatischen Monomeren und einem divinylaromatischen Monomeren umfaßt, die mit Sulfonsäuregruppen funktionalisiert ist, um die Menge der während der Benutzung freigesetzten Copolymermatrix- Zersetzungsprodukte zu reduzieren, wobei das substituierte Monohydroxybenzol in das Kationenaustauscherharz in einer Menge von wenigstens 0,001 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht das Kationenaustauscherharzes, eingebaut ist.
2. Verwendung nach Anspruch 1, bei welcher das Monohydroxybenzol mit einer oder mehreren tert.-Butylgruppen substituiert ist.
3. Verwendung nach Anspruch 2, bei welcher das Monohydroxybenzol mit wenigstens einer tert.-Butylgruppe in ortho-Stellung zu der Hydroxygruppe substituiert ist.
4. Verwendung nach Anspruch 3, bei welcher das substituierte Monohydroxybenzol 2,6-Di-(tert-butyl)-4-methylphenol oder 2,6-Di-(tert-butyl)-α-dimethylamino-p-kresol ist.
5. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher das Kationenaustauscherharz ein sulfoniertes Styrol/- Divinylbenzolcopolymeres ist.
6. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher die Menge des in das Harz eingebauten substituierten Monohydroxybenzols von 0,001 bis 10 Gew.-% beträgt.
DE68929014T 1988-09-23 1989-09-20 Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauscherharzen mit verbesserter Stabilität Expired - Lifetime DE68929014T2 (de)

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